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Montag, 23. November 2020

Das Ende der Normalität - mit großen Schritten zu Diktatur

Das Ende der Normalität

MMnewsTV

Unter dem harmlos klingenden Titel „Registermodernisierungsgesetz“ soll eine einheitlich Identifikationsnummer für die Bürger eingeführt werden. Bald China-Verhältnisse?
Unser Leben wird auf Jahre eingeschränkt bleiben. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Michael Mross kommentiert.

Kommentare

freedom arise again
Hör auf diese Impfung zu legitimieren, lehnt das ab. Zuviel Unsicherheit. Impfung ist nutzlos und gefährlich. (PROF BAKTI)
Baldur 357
Die Firma POLIZEI prügelt Menschen blutig mit dem Argument : Das dient nur der Gesundheit der Bürger. Finde den Fehler.
Manfred Bach
auch hier in Thailand läuft alles ebenfalls fast normal. scheinbar soll ausschließlich Europa zerstört werden
marcus schmitz
Frage... was ist die ehemalige Polizei jetzt: gestapo oder SS?

Mittwoch, 2. November 2016

Debatte um die Todesstrafe - Erdogan pfeift auf die Meinung der EU

Thema: zurück ins Mittelalter

Wiedereinführung der Todesstrafe
Özdemir warnt Erdogan vor Tabubruch
Die türkische Regierung will nach dem Putschversuch die Todesstrafe wieder einführen. Das Parlament soll schon bald darüber abstimmen. Grünen-Chef Özdemir ist entsetzt. Für ihn entwickelt sich die Türkei zu einer "modernen Art von Diktatur"
Quelle und weiterlesen: n-tv.de

Türkei und die Todesstrafe
Erdogan pfeift auf die Meinung der EU

Von wegen EU-Beitritt: Die Debatte um die Todesstrafe in der Türkei zeigt, dass sich Präsident Erdogan nicht um die Reaktion der EU schert. Ein Kommentar von Susanne Güsten
Quelle und weiterlesen Tagesspiegel.de

Türkei:
"Was der Westen sagt, zählt nicht"
Präsident Erdoğan ist überzeugt, dass das Parlament für die umstrittene Wiedereinführung der Todesstrafe stimmen wird. Ein entsprechender Gesetzesentwurf sei unterwegs.
Quelle und weiterlesen Zeit.de

gedruckte Tageszeitung Westfalenpost

Erdogan will "bald" die Todesstrafe
Istanbul. Die türkische Regierung wird nach Worten von Präsident Recep Tayip Erdogan schon ”bald“ einen Gesetzentwurf zur Wiedereinführung der Todesstrafe ins Parlament einbringen: „Ich glaube, dass das Parlament zustimmen wird, und wenn mir das Gesetz vorgelegt wird, werde ich es unterschreiben‚sagte Erdogan am Samstag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede in der Hauptstadt Ankara vor jubelnden Anhängern. „Bald, bald, macht euch keine Sorgen. Bald, so Gott will“, zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu zur Frage, wann die Gesetzesinitiative ins Parlament eingebracht werden soll.
WP 31.10.16

und dann das genaue Gegenteil

Teheran. Irans Justizminister Mustafa Purmohammedi hat dafür plädiert, weniger Menschen zum Tode zu verurteilen und hinzurichten, Todesurteile hätten sich in den letzten Jahren „nicht immer als effektiv erwiesen“. Der Iran gehört zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen - 2015 waren es laut Amnesty International 977.
WP 31.10.16

Samstag, 29. Oktober 2016

Deutsche Politik und ihr "marktkonformes Demokratieverständnis"

Thema: Kapitalismusdemokratie

Ein Leserbrief brachte mich auf die Idee für diesen Beitrag.
Es geht zwar um Windenergie, die landschaftverschandelnden Windmühlen und wie sich "selbsternannte Besserwisser" über die Wünsche der betroffenen Bürger hinwegsetzen, stattdessen Lobbyisten huldigen und dafür Sorge tragen, dass die reichlichen EU-Subventionen in den richtigen Taschen landen.

Leserbrief aus der Westfalenpost vom 26.10.2016 zum Thema Windkraft.

Da den Kommunen die Oberhoheit über die Flächennutzungspläne durch den § 35 Bau BG entzogen wurde, ist ein ungegeplanter Wildwuchs von Windkraftkonzentrationsflächen, gesteuert durch Lobbyisten und Kapital, zu befürchten. Als Folge würden Flächen bebaut, die für die Menschen vor Ort anderweitig wichtig sind. Ich bin davon ausgegangen, dass die Bezirksregierung Kassel dies verhindert und die Standorte abwägt. Leider war dies eine Fehleinschätzung.

Ein kurzer Blick auf den Plan zu Waldeck-Frankenberg genügt um festzustellen, dort wo der meiste Tourismus ist, sieht die Bezirksregierung Kassel die meisten Vorrangzonen vor. Dabei ist die Gemeinde Willingen vom Tourismus abhängig und dieser gründet zum Großteil auf die umgebende Landschaft mit ihrer Natur.

In diesem Gebiet sind Standorte direkt an den beiden bekanntesten Wanderwegen, Rothaarsteig und Höhenflug, ausgewiesen. Ornithologische Datenerhebungen aus dem rundum liegenden Naturschutzgebieten weisen Schwarzstorchsichtungen und den seltenen Rotmilan nach. Außerdem finden internationale Sportevents an der Mühlenkopfschanze und in der Biathlonarena statt. Die angesprochene Fläche ist bewaldet und die Naturschutzgebiete sind zum großen Teil Quellgebiete.

Zitat Herr Lothar Seeger, Vorsitzender im Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Nordhessen, aus der WP vom 18. Oktober 2016 : „Im Zentrum der Planungen habe stets die Frage nach dem Schutz von Mensch. Natur, Wasser und Wald gestanden“.

Offensichtlich hat man in allen Punkten das Ziel verfehlt. Die oben genannten Informationen liegen der Bezirksregierung vor. ich frage mich allerdings, ob die jemand gelesen hat? Das Beteiligungsverfahren war offensichtlich eine Farce. Die Zeche für dieses Unvermögen zahlt im Besonderen die Gemeinde Willingen mit einem massiven Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Tourismusregionen.

Die Gemeinde und die Menschen sind abhängig vom Tourismus. Das interessiert die Bezirksregierung in Kassel aber nicht, sie geht einfach darüber hinweg. Ein trauriger Zustand.

Tobias Welticke

„Im Zentrum der Planungen habe stets die Frage nach dem Schutz von Mensch. Natur, Wasser und Wald gestanden“.
Ha, ha, ha, drei mal kurz gelacht. Das wäre ja das Erstemal! Ausgerechnet in Hessen? Wer soll das denn glauben?
Der Schutz des Profits, die Höhe der Subventionen und der Anteil für die eigene Tasche käme der Wahrheit wohl um einiges näher. Was soll das Gesülze? Mensch. Natur, Wasser und Wald spielen keine Rolle, wenn es um kurzfristigen, maximalen Profit geht.

Ein typisches Verhalten von vielen Politikerdarstellern, die mit Glück zu ihrem Amt gekommen sind. Wer weiss ob man in vier oder fünf Jahren wiedergewählt wird? Bis dahin muss natürlich gezeigt werden wie wichtig man ist, wieviel Macht man hat, auch wenn man im zivilen Leben überhaupt nichts auf die Reihe gebracht hat. Politik geht immer! Die Voraussetzungen sind eher gering.

Das ist nicht nur in der Landespolitik so, nein auch in der Bundespolitik kann man diese Schaumschläger beobachten, ja es beginnt bereits auf kommunaler Ebene, wo sich die Mitglieder des Stadtrats schon für übermächtig halten und viele ein sehr einnehmendes Wesen haben.
Im Grunde genommen beginnt es dort schon mit Fraktionszwang. (den es offiziell nicht gibt) Wer sich aber nicht daran hält, hat bis zum Ende der Wahlperiode nichts mehr zu lachen, wird von den Segnungen des Amtes ferngehalten (die es offiziell auch nicht gibt) und wird garantiert nicht wieder zur Wahl aufgestellt.
Wer den Weisungen der Vorsitzenden folgt, wer ihre Meinung als die Seine ausgibt und verteidigt, kann nahezu machen was er will.[1]

Was man allgemein von Demokratie hält, sprach die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda und anschließend Parteivorsitzende der SED-Nachfolgekoalition
CDU/CSU-SPD-Grüne-Linke am 16.06.2005 zum 60-jährigen Bestehen der CDU offen aus:
    "Politik ohne Angst, Politik mit Mut - das ist heute erneut gefragt. Dann wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen. Auch da sind wieder Widerstände zu überwinden."
Zu dem Zeitpunkt war sie noch keine Bundeskanzlerin.
Wohlweislich ist das Protokoll der Rede im CDU Archiv nicht mehr abrufbar.


Kategorie Nachrichten & Politik
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Merkel: "Kein Rechtsanspruch auf Demokratie auf alle Ewigkeit"
Ein bedenklicher Satz der heutigen Bundeskanzlerin. Ob sie das Grundgesetz kennt?

Hat sie das Grundgesetz, speziell Artikel 20, überhaupt schon mal interessiert?

Sie handelt eher wie eine ferngesteuerte Staatsratvorsitzende, die ihrem Herrchen Obama aufs Wort folgt und seinen Enddarm als ihre Heimstatt auserkoren hat.
Interessant wird der Wechsel zum neuen US-Präsidenten werden. Sie wird es aber genauso geschmeidig schaffen, wie sie kurzerhand ein Gastspiel beim türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und wieder zurück zu Obama geschafft hat.
Donald Trump oder Killary Clinton - egal, Hose offenhalten, schon am Wahlabend springt sie über.


[1]nur ein paar Beispiele Eine Krone hat natürlich die bayrischen Landesregierung:
79 Abgeordnete finanzieren ihre Familienkosten zum Teil aus der Landeskasse, wobei z.B. Ehefrauen als Sekretärin und der 13-jährige Sohn als "Computerspezialist" beschäftigt wurden.
oder auch hier: Jobs für Verwandte außerhalb Bayerns tabu

Donnerstag, 14. November 2013

Deutschland flirtet mit der Diktatur: Polizei-Staat soll Gesinnung überwachen

Thema: Überwachung

Ein neuer Entwurf der CDU-CSU zeigt: Die Bundesregierung will die Umwandlung des Rechts-Systems vorantreiben. Als Grundlage einer umfassenden Überwachung der Bürger soll eine Verdachts-Gesellschaft stehen. Die Türen werden geöffnet für eine Gesinnungsjustiz, in der das Recht auf freie Rede begraben wird. Deutschland flirtet mit der Diktatur.

Es war einmal in Deutschland: Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) sitzt in dem Kinofilm “Das Leben der Anderen” auf dem Dachboden eines Hauses und belauscht die Vorgänge in der Wohnung die er beschattet. (Foto: dpa)

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat zu den Koalitionsverhandlungen ein Papier vorgelegt, in dem weitreichende Beschneidungen der Bürgerrechte vorgesehen sind. Wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung kann davon ausgegangen werden, dass Friedrich dieses Papier nicht im stillen Kämmerlein verfasst hat, sondern dass wesentliche Grundzüge mit Bundeskanzlerin Angela Merkel abgestimmt wurden (das Papier hier im Wortlaut).

Denn dieses Papier stellt eine ganz deutliche Verschiebung des deutschen Rechts-Systems von einem Tatbestands-bezogenen Strafrecht zu einem auf Prävention abstellenden Gesinnungsstrafrecht dar.

Bisher galt in Deutschland wie in allen anderen rechtsstaatlichen Demokratien der Grundsatz: Ein Täter wird für eine Tat bestraft, die er begangen hat.

Das neue, vom Anti-Terror-Kampf getriebene Rechts-System will etwas anderes: Die Gesellschaft bestraft nicht den Täter, sondern denjenigen, von dem sie befürchtet, dass er eine Tat verüben könnte.

In der Schweiz hat neulich ein Fall für Aufsehen gesorgt, bei dem ein Jugendlicher drei Wochen lang im Gefängnis saß, weil er auf Facebook eine Frust-Ankündigung losgelassen hatte, die sein Lehrer als mögliche Ankündigung eines Amok-Laufs interpretiert hatte. Der Jugendliche wurde verurteilt, weil der der Gesellschaft einen Schrecken eingejagt hatte. Schweizer Juristen halten diese Entwicklung für sehr problematisch.

Die Autorin dieser sehr lesenswerten Geschichte im Magazin des Tagesanzeigers fasst das Kernproblem zusammen:

„Ich bin mit dem Strafrechtsprofessor, den ich in meinem Text zitiere, einig: Wir leben in einem Zeitalter des Präventionismus. Wir versuchen sämtliche Gefahren auszuschalten, bevor etwas passiert. Egal, ob dies die Freiheitsrechte des Einzelnen einschränkt. Das ist auch darum gefährlich, weil uns dadurch eine Sicherheit suggeriert wird, die es in Wahrheit schlicht nicht gibt. Klar, dass dadurch auch die betroffenen Beamten unter immer größeren Druck geraten: Niemand will für etwas verantwortlich sein, das man vielleicht hätte verhindern können. In diesem Sinne neigt man vielleicht schon zur Hysterie.“

Das neue Überwachungspapier der Union sieht zunächst eine umfassende Überwachung aller Bürger im Internet vor. Die meisten Eingriffe in die Privatsphäre entsprechen jenen, wie sie die US-Geheimdienste seit Jahren praktizieren. In einigen Punkten – etwa der Überwachung der Internet-Knotenpunkte – sind die deutschen Vorschläge sogar noch weiter reichend als die Praxis der Amerikaner.

Viel wichtiger als die Überwachung ist jedoch die Neu-Ordnung rechtsstaatlicher Grundsätze. Und hier bietet das Papier Anhaltspunkte für genau jene tektonischen Verschiebungen, wie wir sie bei der Verdachts- und Polizei-Gesetzgebung in den USA und in Großbritannien beobachtet haben. So wird es bei den Briten ab 2014 eine neue Art der Internet-Filter geben, bei denen sich die Bürger quasi outen müssen, ob sie pornografische oder esoterische Websites freigeschaltet haben möchten: Dieser Ansatz ist in der Regel die Geburtsstunde einer vollumfänglichen, staatlichen Zensur (mehr zu dieser Geisterhand hier).

Diese Tendenz ist der Geist, den Merkels Überwachung-Papier atmet. Es macht schwammige Begriffe zu Normen, innerhalb derer dann der Willkür keine Grenzen mehr gesetzt sind.
So soll die Überwachung gegen Terroristen, Rechtsextremisten und Antisemiten verstärkt werden:
„Extremismusprävention und die Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit werden als dauerhafte innenpolitische Kernaufgabe definiert und umgesetzt.“
Alle drei Begriffe sind nicht rechtsfest, sondern unterliegen letzten Endes politischen Wertungen.
Fremdenfeindlichkeit ist eine böse Sache, gegen die die Zivilgesellschaft mit Null Toleranz vorgehen muss. Doch das Strafrecht kann erst greifen, wenn es zu Straftaten kommt, die fremdenfeindlich motiviert sind.

Alles andere ist nicht messbar: Sonst könnte der Fall eintreten, dass Ostfriesen-Witze und Spott über österreichische Fußballer als Straftaten der Fremdenfeindlichkeit eine massive Welle der Überwachung rechtfertigen – und die Täter am Ende hinter Schloss und Riegel bringen.
Das Papier beschäftigt sich des weiteren mit der Frage, wie man gegen gewaltbereite Gruppen vorgehen könne.

Auch der Begriff des Gewaltbereitschaft ist juristisch äußerst problematisch. Denn er stellt nicht auf eine begangene Straftat ab, sondern auf ein mögliches zukünftiges Verhalten. Wo beginnt die Bereitschaft zur Gewalt, wo endet sie? Ist Gewalt-Bereitschaft schon identisch mit Gewalt? Ist Gewalttäter jemand, der auf einem Blog zornig schreibt: „Die ganze Berliner Politik ist zum Aus-der-Haut-Fahren?“

Wie in den USA wollen Merkel und Friedrich damit das Rechts-System von einem Straf-System zu einem Präventiv-System verändern. Dies bedeutet auch, dass die Rede- und Meinungsfreiheit drastisch eingeschränkt würde.

Der Friedrich-Entwurf möchte auch die Kompetenzen der Polizei erweitern: In dem Papier wird bedauert, dass Verdächtige heute nur der Ladung von Gerichten und Staatsanwälten Folge leisten müssen. Die CDU/CSU-Regierung will, dass künftig auch das Erscheinen vor polizeilichen Ermittlungsbehörden verpflichtend wird und daher auch erzwungen werden kann.

Das Papier:
Mit einer Erscheinungspflicht bei der Polizei könnten Ermittlungsverfahren effizienter geführt und die Aussagebereitschaft gefördert werden. Eine frühzeitige Vernehmung von wichtigen Zeugen kann für den Ermittlungserfolg entscheidend sein.

Auch die Definition einer kriminellen Gruppe soll erweitert werden. Das Papier dazu:
Art. 1 des Rahmenbeschlusses definiert die Begriffe der „kriminellen Vereinigung“ sowie des „organisierten Zusammenschlusses“. Danach ist die Unterordnung der einzelnen Mitglieder unter einen gemeinsamen Gruppenwillen für das Vorliegen einer „kriminellen Vereinigung“ nicht erforderlich.

Auch der Rahmenbeschluss der Europäischen Union zur Terrorismusbekämpfung sieht für die Bildung einer „terroristischen Vereinigung“ nicht vor, dass ein Gesamt oder Gruppenwille gebildet werden muss. Nach der Rechtsprechung des BGH ist allerdings bislang sowohl für die Bildung einer „kriminellen“ als auch der „terroristischen Vereinigung“ die Bildung eines Gemeinschaftswillens erforderlich und er hat eine europarechtskonforme Auslegung der §§ 129 und 129a StGB abgelehnt.
Der Entwurf der Union sieht vor, das Strafgesetz dahingehend zu ändern, dass die vom BGH abgelehnte, deutsche Regelung nun dahingehend geändert wird, dass das schwammige EU-Recht in Deutschland geltendes Recht werden kann.

Für die Regierung Merkel ist das Internet der ideale Anknüpfungspunkt, um den bösen Absichten der Bürger auf die Schliche zu kommen:

„Auf diese Weise entziehen sich Zielpersonen der klassischen anschlussbezogenen Telekommunikationsüberwachung (TKÜ). Weiterhin liegen zahlreiche der häufig genutzten Internet-Dienstleister, wie z. B. E-Mail- oder Speicherplatz-Anbieter, im Ausland und damit jenseits des deutschen Rechtsregimes. Der sicherheitsbehördliche Zugriff auf diese Kommunikation zum Zwecke der Aufklärung bzw. Beweiserhebung ist damit nur auf dem langwierigen Weg der Rechtshilfe möglich (sofern vorhanden) und von der Kooperationsbereitschaft der örtlichen Behörden und Dienstanbieter abhängig.

Es soll daher die Möglichkeit geschaffen werden, die bestehenden Befugnisse zur TKÜ sowie zur Erhebung von aktuell anfallenden Verkehrsdaten nach der StPO, den Polizeigesetzen sowie dem G10 auch durch Ausleitung an den Netzknoten ausüben zu können.“
Über diese Internet-Knoten wird ein Großteil des deutschen Internet-Verkehrs geleitet. Zwar darf der BND schon heute auf den größten Internetknoten in Frankfurt zugreifen. Doch bisher sind seine Zugriffsmöglichkeiten begrenzt. Nun soll die gesamte Kommunikation über die Internetknoten abgehört werden.

Friedrich fordert zudem die Einführung einer Mindestspeicherfrist für Verbindungsdaten. Er kritisiert ausdrücklich das Vorgehen vieler Unternehmen: „Aufgrund der aktuellen Abrechnungsmodelle (Flatrates) speichern Telekommunikationsanbieter allerdings Verkehrsdaten kaum noch oder nur mit äußerst kurzen Fristen.“

Der Zugriff auf die Daten sei unerlässlich für die Strafverfolgung und die Gefahrenabwehr, so das Merkel-Papier. Man müsse daher eine Regelung finden, die entsprechend der EU-Richtlinien Speicherfristen von sechs Monaten bis zwei Jahren ermöglicht. Zuletzt hatte das Bundesverfassungsgericht einen Vorstoß von Schwarz-Gelb zur Vorratsdatenspeicherung gekippt.
Genau hier wird deutlich, warum dieser Vorstoß der Bundesregierung so gefährlich ist: Angela Merkel und Sigmar Gabriel verfügen im Deutschen Bundestag über die Zweidrittel-Mehrheit. Mit dieser können sie die Verfassung ändern.

Deutschland hat als Polizei-Staat die bisher finstersten Kapitel der europäischen Geschichte geschrieben. Wir erinnern uns an den Film „Das Leben der Anderen“, mit Ulrich Mühe, der uns vor Augen geführt hat, wie behaglich und wie mörderisch eine Gesellschaft ist, in der die Spitzel die Realität schaffen oder verdrehen.

Die Amerikaner waren so begeistert von dem Film, dass sie ihn mit einem Oscar prämiert haben.

Sie dachten, das sei ein historischer Film.

Doch Hollywood hat sich geirrt.

Noch sind die alten Gespenster nicht in all ihrer Perfidie zurückgekehrt.

Doch sie steigen aus den Geschichtsbüchern.

Wir sehen die Konturen der Gespenster an den Wänden.

Ihre Schatten schlingen sich um die Netzknoten in Frankfurt, sie legen sich über die WLANs in den Wohnungen, sie werfen ihre Schatten über die Internet-Cafés in Berlin, Hamburg und München.
Die kalte, technokratische Sprache verrät sie, macht uns klar, dass sie kommen.

Es ist der Ungeist der Diktatur, der uns anweht.

Deutschland steht vor einer Regierungsperiode, in der es im Bundestag keine ausreichend große Opposition gibt.

Merkel und Gabriel haben die Lizenz zur absoluten Macht.

Wo absolute Macht herrscht, ist absoluter Missbrauch möglich.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «
Weiß einer, ob dieser Friedrich in seiner Gestalt als Innenminister überhaupt schon mal was Sinnvolles bezweckt hat; ich meine, außer so wichtigen Dingen wie Einweihungen oder Spatenstiche?
Welcher Partei er angehört, kann er jedenfalls nicht verleugnen und in Sachen Forderung nach Totalüberwachung übertrifft er Schäuble noch um Längen.
Interressant ist, dass die beiden letzten dieses Ministeriums ihre Hauptaufgabe in der möglichst umfassenden, anlasslosen Innlandsüberwachung sahen, des eigenen Volkes also. Bei früheren Innenministern war davon nie die Rede.
Von ihm habe ich bisher immer nur große Sprüche gehört und seine Riesenblamage bei der NSA-Affäre gesehen.
Normalerweise ist er als Darsteller einer so wichtigen Rolle nicht mehr tragbar.
Wenn er jemals auch nur ein klein wenig glaubwürdig war, nach Rückkehr aus den USA und seinen hilflosen Aktionen danach, ist er es nicht mehr.
Aber zu seinem Glück herrscht bei den Regierungsdarstellern Personalknappheit. “Sie” hat ihm auch noch nicht den Rücken gestärkt.

Demokrat sagt:
Das Volk hat seine neuen/alten Metzger wieder gewählt.

Es wird höchste Zeit, daß sämtliche Politiker in Deutschland und Europa lückenlos überwacht werden. Einzig die Gesinnung dieser Leute ist eine Gefahr für die Freiheit der Menschen in allen Ländern. Denn Hinz und Kunz haben noch nie eine Demokratie in eine Diktatur umgewandelt; es waren immer Politiker. Der sog. Verfassungsschutz dient leider auch nur der Sicherung des Machterhalts der Politiker, anstatt darauf zu achten, daß gerade die Politiker nicht gegen unsere freiheitlich demokratische Grunordnung agieren.
Willkommen in der EUdSSR!

Investigation sagt:
Was man so hört und sieht.

Das Web wird nicht mehr so stark genutzt wie vor ein paar Monaten. Die Leute halten sich wegen der Totalüberwachung zurück mit Onlinebestellungen etc.
Wenn dass mal keinen Grund für fallende Kurse sind oder sogar noch mehr. Ein klassisches Eigentor das sich Google & Co leisten!

stromerhannes sagt:
Langsam schliesst sich der Kreis zur Unfreiheit der Bürger.
Neben dem Vorstoss, die Beweislastumkehr von den Amis zu übernehmen, ist es derzeit gängige Paraxis der Finanz”ämter” geworden, Personen, die zu geringe Einkommen zum Erreichen der Splittingtabelle angeben, statt zu prüfen einfach zu schätzen!
Von einer solchen “Schätzung” informieren die “Finanzämter” dann auch noch im Rahmen der “Amtshilfe” die Krankenkassen, welche dann die Beitragssätze erhöhen und mit dem Zoll ihre dann erhöhten Forderungen durchsetzen!
Im Anschluss an vom Finanzamt fruchtlose Zwangsvollstreckungen zieht dieses danach vermehrt Kontopfändungen durch.
Ausserdem ist seit dem1.Januar 2013 ein neues Gesetz in Kraft:
http://charismatismus.wordpress.com/2013/01/28/zwangspsychiatrisierung-der-bundestag-misachtet-die-rechtsprechung-des-bundesverfassungsgerichts/
Warum mischen sich dabei die Hohen Kommissare der Besatzer wegen der gültigen SHAEF- Gesetze nicht ein und stoppen den Irrsinn gegen unser Volk.
Müssen wir alles selber in die Hand nehmen, um uns effektiv und wirksam gegen die eigene Regierung zur Wehr zu setzen?

Tobias sagt:
@stromerhannes:
wer sagt, dass die Besatzungsmächte damit nicht einverstanden sind?
oder noch klarer:
wer sagt, dass die Besatzungsmächte nicht die treibende Kraft sind?

Murksel sagt:
Wer wundert sich denn da noch?
Wer die politischen Vorgänge der letzten Jahre in Deutschland und auch der EU verfolgt hat der weiß wir sind halbwegs in der Diktatur gelandet.
Wer wundert sich bei einer Kanzlerin, die aus der ehemaligen DDR kommt?
Nachdem Merkels Vater samt Familie aus dem Westen nach Ostdeutschland emigriert ist, ist Merkel in der DDR aufgewachsen. Sie gehörte zu den Privilegierten die in Moskau studieren durften. Sie war im Propaganda-Ministerium der DDR beschäftigt. Und als Stasi-Spitzel soll sie wohl den Namen IM Erika gehabt haben.

Und jeder der die Merkel immer wieder gewählt hat, hat sich an den jetzigen Zuständen mitschuldig gemacht!

Stefan Richardt sagt:
Warum vergessen die Bürger immer wieder, dass die Macht von Ihnen ausgeht?
Um einen Wandel herbeizuführen braucht es nicht, außer das viele ihre Arbeit ruhen lassen und friedlich auf die Straße gehen, siehe die friedliche Revolution der DDR.
Dann verlieren die Banken alles und der Staat die Kontrolle, denn ohne die bereits zehnfach verkauften und verspekulierten Werte die dann keiner mehr erschafft, sind Banken nichts mehr Wert und Regierungen überflüssig.
Wann hat denn eine Regierung je ein Volk abgesetzt? Nie! Umgekehrt immer.
Deshalb versuchen sie auch ziemlich gut sich ein Neues zu schaffen (Stichwort Verblödung), aber das wird nicht klappen. Es wird zwar noch lange Dauern, aber dieses System wird scheitern.

Rumpel sagt:
Guter Kommentar!
Auf die Straße gehen ist gut – aber friedlich.
Außerdem sollten wir die demokratischen Mittel, die uns zur Verfügung stehen ausloten und schauen, was dabei rauskommt.
https://www.openpetition.de/petition/online/wir-europaeer-fordern-die-geordnete-aufloesung-der-eu-und-des-euro
https://www.campact.de/volksentscheid/appell/teilnehmen/
Lassen wir uns nicht unterkriegen und schlucken nicht alles, was man uns vorsetzt. Wenn es 70 % der Bevölkerung egal ist, wenn sie ausspioniert werden (weil sie ja nichts zu verbergen haben), dann sollten sich die anderen 30 % zur Wehr setzen (auch weil sie nichts zu verbergen haben). Vielleicht wacht ja der eine oder der andere von den 70 % auf.

Maus sagt:
Freie Meinung lasse ich mir nicht verbieten! Und ich denke das es alle so sehen! Da werden Sie wohl noch 1000 Gefängnisse bauen müssen, und die werden nicht mal reichen, wenn es Strafbar wird seine Meinung zu äußern! Angela Merkel hat sich selbst Strafbar gemacht weil Sie den Eid gebrochen hat den Sie geleistet hat!

http://www.Spiegel.de/Vereidigung im Bundestag-Merkel schwört mit Gottesformel

Und dann noch mit Gottesformel ,mit Gott hat das echt nichts mehr zu tun, eher mit dem Fürst der Finsternis! Mit dem Polizeistaat kennt Sie sich ja bestens aus, was kommt danach? Werden in Kindergärten und Schulen die Kinder über Ihre Eltern ausgefragt? Oder ein Nachbar über den anderen? Ich sag`s ja das sind tiefste DDR Methoden. Sie baut den Staat Neu auf mit ihr als Herrscherin über Leben und Tod!
Es sollte im Bundestag zur Vertrauensfrage kommen, und Abgesetzt werden!
Sie nimmt dem Volk erst das Geld weg, die Würde, und jetzt auch noch die Freiheit!
Aber die anderen Politiker die noch ein Demokratie Gefühl haben werden auch noch dran kommen!
Sie wird Sie ersetzen durch Gefolgstreue Untertanen, und jeder der nicht Ihr zu willen ist, wird einfach entfernt, die finden dann auch kein Job mehr genau wie in der DDR.


Samstag, 10. August 2013

Das Ende des freien Internet: Die Zensur kehrt nach Europa zurück

Thema: Kampf gegen Porno und Terror
oder:
wie selbsternannte "Eliten" dem Rest der Menschheit vorschreiben wollen was sie wissen dürfen

Großbritannien wird ab 2014 mit seinem Filter nicht bloß pornografische Inhalte verbieten: Auch Foren, Raucher-Seiten oder esoterische Hinhalte werden geblockt. Der französische Mobilfunkbetreiber Orange zensiert schon lange Inhalte, „die Kinder negativ beeinflussen“. Datenschützer sagen: Die Europäer torkeln wie Schlafwandler in die totale Zensur. Es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird die Falle auch in Deutschland zuschnappen.


Die Zensur hat in Europa eine lange Tradition – wie hier in einer Darstellung der höfischen Unterwerfung, gegen die Karl Kraus mit seiner „Fackel“ kämpfte. Nun kehrt die Zensur zurück, zunächst in London und wohl bald auch schon an anderen Orten. (Foto: austriaforum.org)
Ab 2014 wird das Internet in Großbritannien einer Revolution unterzogen.
Es ist eine Revolution von oben.

Über eine Voreinstellung werden zahlreiche Seiten aus dem normalen Verkehr herausgefiltert.
Was im Volksmund unter „Pornwall“ läuft, betrifft mitnichten nur pornografische Inhalte.
Über ein im Geheimen abgewickeltes Verfahren werden willkürlich Seiten ausgefiltert, die nicht in ein bestimmtes Raster passen.

Das Internet in Europa bekommt seinen offiziellen Filter.

London wird Peking.
Unter dem Vorwand, die Nutzer gegen Pornografie schützen zu wollen, wird zensiert.
London macht den Anfang.

Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen: Es wird nicht bei London bleiben.
Berlin, München und Stuttgart werden folgen.

Theoretisch kann man ja bestimmten Gedanken sogar etwas abgewinnen: Etwa, dass weniger Bomben gebaut werden, wenn man im Internet keine Websites findet, die einem erklären, wie man eine Bombe baut.

Schon heute zensieren Provider solche Websites Bauanleitungen zu Bomben-Bauen. Der französische Mobilfunkbetreiber Orange macht dies, andere vermutlich auch.
Doch abgesehen davon, dass jeder, der eine Bombe bauen will, sich nur ein Chemie-Buch zu kaufen braucht: Es geht um viel mehr.

Von der Bombe bis zum Ende der Meinungsfreiheit ist es nur noch ein kleiner Schritt.

Denn der aktuelle Filter, wie ihn die britische Regierung einsetzen wird, hat es in sich.
Der Nutzer wird aktiv anklicken müssen, dass er folgende Inhalte nicht blockiert haben will:
- Pornografie
- Gewalt-Inhalte
- Extremistische und terroristische Inhalte
- Seiten über Magersucht oder Essstörungen
- Selbstmord-Websites
- Alkohol
- Rauchen
- Foren
- Esoterisches Material
- Webseiten, die Filter aushebeln
Das könnte, zu Ende gedacht, bedeuten, dass folgende Inhalte ausgeschlossen werden:
- Playboy
- Die Weltkriegs¬-Sendungen von Guido Knopp
- Seite des Zentralrats der Muslime
- Germany’s Next Topmodel
- Die Website des Friedrich-Nietzsche-Instituts
- Website des Oktoberfests
- Online-Shops der Zigarren-Händler
- Goldseiten
- Buddhistische Websites
- Heise.de
Das ist keine Zukunftsmusik.

Hier ist ein Plan, der den größten Feind der alten Eliten in die Knie zwingen soll: Das Internet.

Das Internet ist groß, vielfältig, unberechenbar. Es kann von den Geheimdiensten nicht wirklich erfasst werden. Das Internet ist zu heterogen, als dass es von gierigen Anwaltskanzleien und ahnungslosen Gerichten über  die juristische Keule wirkungsvoll klein gehalten werden könnte. Das Internet ist zu schnell: Wenn sich ein Artikel einmal über die sozialen Netzwerke verbreitet, kann er nicht mehr zurückgeholt werden.
Die Freiheit macht das Internet unkontrollierbar.
Unberechenbar.
Unbeherrschbar.

Daher will man die Axt an die Wurzel legen.

 Mit Filtern sollen jene isoliert werden, die dem System gefährlich werden können. Man will verhindern, dass unliebsame Botschaften in Umlauf kommen. Man will verhindern, dass Leute Widerspruch erheben. Mit Filtern will man sicherstellen, dass nur die Meinungen ausgesprochen werden können, die den alten Eliten in den Kram passen.
Die britische Porno-Filter sind nur ein Anfang.

Die Open Rights Group läuft in Großbritannien bereits Sturm gegen die Filter. Die Netzaktivisten schreiben: „Es ist klar, dass David Cameron die Leute als Schlafwandler in die Zensur führt.“
Denn der Widerhaken, an dem die abweichenden Meinungen hängen bleiben werden, er heißt „Default“ – also Voreinstellung.

Es wäre für die britische Regierung ein Leichtes gewesen, die Filter so einzusetzen, dass die Nutzer aktiv auswählen müssen, welche Seiten sie geblockt haben wollen.
Jetzt müssen die Nutzer aktiv anklicken, welche Seiten sie nicht geblockt haben wollen.
Eine solche Voreinstellung führt erfahrungsgemäß dazu, dass die Leute die Einstellung aus Bequemlichkeit oder Unwissen so belassen, wie sie ist.
Webseiten, die auf welche Weise auch immer von der Regierung in enger Abstimmung mit den Telekommunikationsunternehmen blockiert wurden, haben überhaupt keine Chance: Sie erscheinen gar nicht mehr für den User.
Kritische Webseiten können sich nicht wehren.
Kritische Webseiten können sich nicht schützen.
Sie können nämlich keinen Massenprotest gegen ihre Sperrung organisieren – denn sie erreichen niemandem mehr.
Die unliebsamen Seiten verschwinden hinter dem Filter.
Es gibt sie nicht.
Das Auswahlprinzip, welche Seiten blockiert werden, ist vollständig intransparent. Es wird keine Auskunft erteilt, warum eine Seite auf den Index gekommen ist . Es gibt keinen Rechtsweg.
Die Filter sind reine Willkür.
 
Deshalb sind die britischen Politiker so begeistert.

Auch in Deutschland haben schon einige Blut geleckt. Der CSU-Politiker und Internet-Pionier Norbert Geis (74) fordert dieselben Filter auch in Deutschland. Er spricht sich für die Zensur in der Bild-Zeitung aus- Diese Zeitung wittert offenbar eine Chance, ihre nackten Mädels wieder im Monopol-Betrieb vertrieben zu können. Bild assistiert hintersinnig: „Experten warnen seit Langem vor den fatalen Folgen des wachsenden Pornokonsums bei Kindern und Jugendlichen.“
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat die Idee zwar als Sommer-Schnurre abgetan.

Das hat aber gar nichts zu besagen.

Denn tatsächlich gibt es schon längst Filter, die Anbieter bewusst ausgrenzen und benachteiligen. Die Open Rights Group beschreibt in einem Wiki, wie der französische Mobilfunkanbieter Orange heute schon bei den Handys beispielsweise Dating-Plattformen und Foren ausschließt (mehr Details bei ORG).
Längst schon arbeiten die großen Internet-Unternehmen Hand in Hand mit den Regierungen. Sie leiten ihnen ohne jede Hemmung die Daten der Nutzer weiter. David Cameron hat in seiner Rede über die Einführung der Internet-Filter in bemerkenswerter Weise Pornografie und Pädophilie vermengt und gesagt, dass Google, Microsoft und Yahoo „bereits aktiv an der Kampagne der Regierung gegen Kindesmissbrauch mitarbeiten“. Wie das geschieht, sagte Cameron ausdrücklich nicht – um „nicht die Effektivität des Programms zu gefährden“.
Die Zusammenarbeit der Regierung mit den Internet-Firmen soll also geheim bleiben. Dasselbe gilt für den Kampf gegen den Terror: Der muss natürlich auch geheim bleiben, weil ja die Terroristen sonst Wind von den edlen Abwehrabsichten der Regierungen bekommen könnten.
Die Kombination des Kampfes gegen die Kinderpornographie mit dem Kampf gegen den Terror führt jedoch zwangsläufig zum Ende der gesellschaftlichen Freiheit.
Das Internet, so sagte Cameron, sei ein Spiegel der Gesellschaft und müsse sich daher an die Gesetze halten, die in der Realität gelten.
Diese Gesetze sind dazu da, die Bürger zu kontrollieren, zu überwachen, zu manipulieren und zu gängeln.
Kontrolle – siehe NSA.
Überwachung – siehe BND und deutsche Feigheit vor dem Freund.
Manipulation – Libor, Derivate, Aluminium, Bonds, Gold.
Gängelung – die Aushöhlung des Parlamentarismus durch die Lobbyisten.
Die technische Plattform „Homesafe“ wird origineller Weise vom chinesischen Unternehmen Huawei entwickelt wurde.
Von Filtern verstehen sie etwas, die Chinesen.
Das Unternehmen hat sich mit Milliarden-Investments in Großbritannien eingekauft und dem wirtschaftspolitischen Versager Cameron wertvolle Arbeitsplätze verschafft. Eine Kommission hat festgestellt, dass es „besorgniserregende Verbindungen zwischen Huawei und dem chinesischen Staat“ gibt, wie die BBC berichtet. Die Amerikaner halten die Nähe von Huawei zum autoritären Regime in Peking für so gefährlich, dass das Unternehmen den Rückzug aus den USA angekündigt hat. In Deutschland bezeichnet sich Huawei dagegen als „Partner der Politik“ – und ist prompt als einer der Anbieter für das neue Modem der Deutschen Telekom im Gespräch (mehr zu diesen undurchsichtigen Entwicklungen – hier).
Bei so viel Partnerschaft liegt der Verdacht nahe, dass die Drossel nicht nur eine technische, sondern auch eine inhaltliche Stoßrichtung hat (mehr dazu hier).
Filter und Drossel sind Zwillinge. Sie werden eingesetzt, um einigen wenigen Mächtigen mehr Einfluss über die kleinen, vielen Aufsässigen zu verschaffen.
Die Zensur ist nichts anderes als ein essentielles Werkzeug für das Überleben der politisch-industriellen Oligarchie, welche sich im Zuge der Globalisierung überall im Westen breit gemacht hat, die die Völker und Nationen ausbeutet und ihren so gemachten Profit auf eine kleine, unsichtbare Feudal-Klasse verteilt.
Genau darüber soll man nicht schreiben dürfen.
Genau deshalb wird die Zensur im Internet flächendeckend eingesetzt werden.
Natürlich auch in Deutschland.
In der Kombination von Terror- und Porno-Abwehr sehen wir einen unwiderstehlichen ideologischen Überbau.
Filter und Drossel bilden die Doppelzange, in die die Meinungsfreiheit gerät und in der sie am Ende zermalmt wird.
Der Wille der Bürger wird gedrosselt.
Die freien Gedanken gefiltert.
Per Voreinstellung.
Default.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentar

Sie sterben einfach nicht aus.
Immer wieder gibt es Zeitgenossen die meinen, sich über Mitmenschen erheben zu müssen.

Manche fühlen sich direkt von Gott beauftragt nachdem sie vom Suff geheilt wurden kurz bevor der Verstand restlos versoffen war, wie George Dabbelju Bush. Sie glauben auch noch hellseherische Fähigkeiten erlangt zu haben.
Manche fühlen sich berufen, aber alle meinen sie seien was ganz Besonderes und müssten dem Rest der Welt sagen und zeigen was gut für sie ist.

Ist das nicht schon Größenwahn?
Woher nimmt man die Vermessenheit, sich so über andere zu stellen?

Die eigenen Interessen und die der Gleichgesinnten sind natürlich von allem ausgenommen. Selber will man nicht zensiert und überwacht werden, selber ist man ja "was Besseres".

  • ist es nicht mittlerweile so, dass diejenigen, die von sich behaupten sie seien die Regierung, glauben sie könnten sich alles erlauben?
  • ist es nicht so, dass sie meinen für sie gelten keine Gesetze, nicht mal das Grundgesetz?
  • Ist es nicht so, dass viele von diesen Marionetten und Politikerdarstellern so manipuliert sind dass sie glauben sie hätten was zu entscheiden?
Manche von denen glauben tatsächlich es sei ihre eigene Entscheidung die NWO mit allen Mitteln durchzusetzen.
Ich sag's ja, Größenwahn! Weltweit!



Norbert Geis (74) von der CSU also fordert dieselben Filter auch in Deutschland.

Werter Herr Geis, es wäre ein Wunder wenn nicht ein ausgewiesener Internetexperte wie Sie oder Herr Stoiber, jedenfalls einer von der CSU, solche Filter fordern würde.

Gerade eine Partei, die ganze Familien ihrer Regierungsmitglieder vom Steuerzahler versorgen lässt, die so viel Dreck am Stecken hat wie die CSU, muss daran interessiert sein, dass davon möglichst wenig an die Öffentlichkeit kommt.

Früher als es noch kein Internet gab, hatte die CSU ja auch alles unter Kontrolle. Da wurde sich einfach aus dem Fernsehprgramm der ARD ausgeklinkt und so konnte man seine Bayern noch nach Bedarf dumm halten.

Herr Geis, das geht heute nicht mehr so einfach. Aber zum Glück für die CSU gibt es ja Internetfilter.

Sie, werter Herr Geis, haben doch bestimmt schon eine detailierte Vorstellung von dem, was alles gefiltert werden soll. Ich nehme an CSU und Bayernkurier sind nicht dabei.




Gast sagt:
Ja, das Wissen der Welt muss zensiert werden und diese Idee kann nur von jenen kommen welche eigentlich nichts wissen, also dumm sind. Und damit der Rest Europas ähnlich dümmlich wird muss man zensieren.
Terror- und Pornoabwehr ist nur eine Ausrede um etwas aufsetzen zu können, was eigentlich mehr zensiert.
Ich wusste es immer, wir sind von Schwachköpfen umgeben und diese sitzen ganz oben um sich und ihre Dummheit zu verstecken.
Einigkeit und Recht und Freiheit ………….. aber für wen eigentlich?


borenson sagt:
Wir wurden im Westen im Glauben an Freiheit und Gleichheit erzogen – Amerika ist unser bester Freund, die Briten und Franzosen auch. Die Russen sind böse, ebenso wie der gesamte Ostblock (Schurkenstaaten Nordkorea, Syrien, …). Wir wurden eingelullt.
Nun wachen wir langsam auf und stellen fest, das unsere Regierung eine Diktatur ist – geleitet von Brüssel und Großbanken und bejubelt von Massenmedien. Menschen werden in die Psychiatrie gesperrt und verschwinden von der Bildfläche oder werden in ein schlechtes Licht gestellt (Verschwörungstheoretiker, Kinderschänder, Pornokonsument) – früher hat man die für die Diktatur gefährlichen Individuen ins KZ gesperrt. Der feine Herr Geis ist ein Demagoge und Volksverhetzer, nur leider arbeitet er für die Regierenden.
Die Erkenntnis, das wir (als Deutschland und Europa) leider doch auch der falschen Seite stehen, und auf Freiheit scheissen, schmerzt.

La Paloma sagt:
Grafik von 2012 in WELT
http://www.welt.de/politik/ausland/article109519546/Wo-die-Meinungsfreiheit-im-Internet-nicht-zaehlt.html
Deutschland und freies Internet. Da lache ich nur!

bendix sagt:
Kann ich auch anklicken, dass ich Merkel, Schäuble und Konsorten blockiert haben will?
Bei dem Europorno bekomme ich sowieso keinen mehr hoch.


Hans Pronath sagt:

Mir wurde bei WIKPEDIA ein Eintrag mehrfach wegzensiert, der einen Link auf die http://www.wissensmanufaktur.net enthielt. Offizielle Begründung: Unzulässige Werbung. Meine Frage ob denn die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung, die ja im WIKI zu finden sei nicht auch eine Denkfabrik ist die da „beworben“ wird, blieb man die Antwort schuldig. Mein Feedback an die Wissensmanufaktur wurde mit „willkommen im Club“ quittiert.
HP