Dienstag, 29. August 2017

Der Hype ist verflogen, Kandidat Martin Schulz tritt auf der Stelle

Thema: SPD-Wahlkampf

Martin Schulz tritt im Wahlkampf auf der Stelle

Foto Tagesschau.de
Klare Sprache, pointierte Aussagen: Anfang des Jahres beflügelt Martin Schulz die SPD. Doch der Hype ist verflogen, das Verlierer-Image haftet ihm an. Martin Schulz tritt im Wahlkampf auf der Stelle, aber der Kanzlerkandidat gibt nicht auf - dabei hilft ihm womöglich auch eine persönliche Erfahrung.

Die Machtverhältnisse innerhalb der SPD sprechen gegen den Kandidaten Martin Schulz. Die Vertreter der verhängnisvollen Agenda-Politik haben immer noch großen Einfluß innerhalb der Partei. Ironie des Schicksals: Nur wenn Herr Schulz sich klar von der Agenda 2010 distanziert, hat er eine realistische Chance. Aber das macht er nicht. Weil er es nicht will oder er den Mut dazu nicht hat. Da werden die meisten Wählerinnen und Wähler doch lieber das Original wählen. Also wird es wieder auf eine Neuauflage der großen Koalition hinauslaufen.

Schulz hat auf die drängenden Probleme keine Antworten, aber was für Antworten soll er auch haben, wenn die SPD kräftig an diesen mitschuldig ist. Die drängensten Probleme sind die rasante Islamisierung unserer Gesellschaft und der Migrationsdruck im Allgemeinen. Andere Probleme sind die Fehlkonstruktion des Euro, die Schuldenlawine, die Finanzierung der EU-Südstaaten durch die EZB auf Kosten u.A. der deutschen Sparer, der Niedergang des deutschen Bildungssystems, die zunehmend marode Infrastruktur, die funktionsunfähige Bundeswehr, die belastende Kinderarmut etc.

All diese Probleme werden nicht mal von ihm angesprochen, statt dessen faselt er was von fehlender Gerechtigkeit. Wer die politischen Probleme nicht erkennt und auch keine Konzepte und Lösungen für diese parat hat, der tritt auch im Wahlkampf auf der Stelle!

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1 Kommentar :

  1. Die SPD hat sich in eine opportunistische Sackgasse des Politikbetriebes manövriert und wird (noch) von der Hoffnung getragen, Martin Schulz könne sie da wieder heraus zaubern. Auf allen Feldern der Politik auf denen sich eklatante Fehlentwicklungen zeigen, steht die SPD in der Haupt- bzw. Mitverantwortung. Buchstäblich für (fast) jeden zurückliegender politischen Murks auf Bundesebene.

    Von der Agenda 20110 (stark von der CDU Opposition seinerzeit unterstützt) aber von der SPD allein zu verantworten. Über die Deregulierung des Kapitalmarktes (nach Wünschen der DB von Peer Steinbrück exekutiert), € Wahnsinn (muss erhalten werden), Bankenrettung statt Banken-Insolvenz, Installation von Rettungsschirmen statt Insolvenzordnung für finanziell gescheiterte Staaten. Allein der Irrsinn, eine gemeinsame Währung für Staaten mit völlig unterschiedlich strukturierten Volkswirtschaften - ohne zeitgleich den € mit einer Insolvenzordnung für Staaten auf Biegen und Brechen zu halten, wird von der SPD selbstverständlich getragen.

    Das Festhalten am Exportwahn von ganzen Industrien - weil wir angeblich "traditionelles Exportland seien - kann auf Dauer nach schlichter Saldenmechanik nicht funktionieren. Er führt zu monetären Überschüssen in einer verwelkenden Währung die parallel aus D wieder abfließt. Oder zeigt sich als Aufblähung von Forderungen die gegen die "Abnehmerländer" im Target2 Saldo. Also nur Forderungen in einer Schuldgeld-Währung die exzessiv aus dem Nichts erwächst. Wer glaubt dabei an Werthaltigkeit, Nachhaltigkeit? Antwort Union, SPD, Grüne und die Linke in ihrem € Wahn. Mit der Folge der Verarmung in D (siehe dazu das Interview mit Prof. Hankel hier im Blog) bzw. eines gewaltigen, sich weiter aufbauenden Abschreibungsbedarfes bei der Bundesbank. Dafür steht natürlich (unter tätiger Mithilfe der SPD) der Steuerzahler gerade. Souveränität beweist die SPD nur in der Leugnung der Kosten die des € (Null-Zins) und der Transferleistungen zum Ausgleich der Haushaltsdefizite anderer Staaten und die Hinnahme eines wachsenden Lobbyisten Einfluss in Berlin und Brüssel. Während Armut in D weiter wuchert.

    Ein fehlendes Einwanderungsgesetz (geht diesmal allein auf die Kappe von CDU/CSU) begleitet von einer verheerenden Migrationspolitik, die auf bebilderte Schlagzeilen zum Vorteil der Kanzlerin Rücksicht nimmt und den Einflüsterungen der Export-Industrie hört, die billige Arbeitskräfte will und die Lasten der Migration den Steuerzahlern und wirtschaftlich schwächsten Teil der Gesellschaft aufbürdet.. Da ist wieder die SPD an vorderster stelle dabei.

    Gruß
    Paulus

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