Montag, 3. September 2012

Qualitätsjournalismus in Deutschland? - das ist lange her


In dem Blogbeitrag beschwert sich Michael Spreng über den Niedergang des deutschen „Qualitäts-Journalismus“ und im Besonderen über die immer mehr abflachende Qualität der Printmedien.

Wer sich noch wundert und sich fragt wie das denn sein kann, dem empfehle ich den Artikel und auch die Kommentare. Besonders Kommentar Nr. 35) siddartha, Dienstag, 28. August 2012, 11:52 Uhr klärt über so einige Zusammenhänge auf:

STERN , SPIEGEL (anteilig), FTD, RTL, RTL2, VOX, MANAGERMAGAZIN oder N-TV befinden sich alle im Privatbesitz von Bertelsmannchefin und Merkelfreundin Liz Mohn. Der Höhepunkt wurde am letzten Wochenende erreicht, als in einem SPONartikel das Merkelkritische Buch von Frau Höhler diffamiert wurde, da ja Frau Höhler angeblich fälschlicherweise von den Medien als Kanzlerberaterin bezeichnet wurde!?
Ohne jeglichen Hinweis am Artikel, daß es sich beim Autor um einen langjährigen ranghohen CDU Politiker handelt und nebenbei noch um den persönlichen Biographen Angela Merkels. Da schreiben bereits CDUmitglieder und Merkelanhänger direkt ohne Kennzeichnung die SPONbeurteilungen über Kanzlerkritiker.
Wer als Medienmensch die zahlreichen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Politik und Medien immer noch nicht begreift, den sollte man nicht als Journalisten bezeichnen.
Zum Beispiel die Sendung von Günther Jauch am Sonntag. Jauch als mittelständischer Medienunternehmer arbeitet eng mit dem Sender RTL zusammen, welcher sich im Privatbesitz von Frau Liz Mohn befindet und wesentliche Aufträge an Herrn Jauchs Produktionsfirma vergibt.
 Ministerpräsidententochter von der Leyen hat ihr Buch über Familienpolitik nicht nur im Verlag von Liz Mohn veröffentlicht, sondern es sogar mit ihr zusammen geschrieben. Der Bruder von Frau von der Leyen managt ein Medienimperium in Ost- und Nordeuropa, welches zahlreiche Berührungspunkte zu dem von Frau Liz Mohn hat. Die Familie von Lothar de Maizière ist auch heute noch der Kanzlerin sehr verbunden durch den verwandten derzeitigen Verteidigungsminister Thomas de Maizière.
Die Fernsehsender von Frau Liz Mohn sind die Hauptkunden von SPIEGELtv. SPIEGELtv hat zum Beispiel damals die PR Reise von Guttenberg und Kerner nach Afghanistan finanziert. PR für Herrn Guttenberg, der wiederum privat die Gedenkrede zum Todestag des verstorbenen Bertelsmanngründer gehalten hat und dessen Frau eine Exclusivsendeformat bei RTL2 von Liz Mohn bekam.
Als Herr Sarrazin seine kruden Thesen in einem Buch beim Bertelsmannverlag veröffentlichte, wurde es praktisch von den Medien des gleichen Konzerns politisch beurteilt. Im Verlagswesen besitzt Frau Liz Mohn gemeinsame Firmen mit dem SPRINGERverlag, welcher sich im Privatbesitz von Frau Friede Springer befindet, die nicht nur ebenfalls CDU Mitglied ist sondern bekanntermaßen auch eine enge Freundin der Kanzlerin. Nebenbei ist der Ehemann der Kanzlerin im Beirat der millionenschweren Springerstiftung von Frau Friede Springer.

Sehr oft bestimmen Umfragen und Studien über “arm und reich”, Bildungspolitik, Kommunalverwaltung, Städteranking oder andere Themen die Medienlandschaft bis in die Tagesschau hinein, ohne das die Leser und Zuschauer merken, das dahinter die Bertelsmannstiftung von Frau Liz Mohn mit den von ihr finanzierten Hochschulen und Meinungsumfragen steckt.
Dies ist nur eine kleine (leicht verquere) Auswahl der politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen im Medienbereich. Solange man diese nicht begreift, kann man die Hintergründe und den Sinn zahlreicher Pressemeldungen nicht erkennen.

Wundern wir uns immer noch über nachlassende journalistischen Leistungen?
So weit vom Medienmogul Rupert Murdoch, seiner politischen Einflussnahme und seiner  Manipulation der öffentlichen Meinung sind wir doch gar nicht mehr entfernt.

Der Traum der o.g. Personen ist die totale Kontrolle des Internets um nach Belieben Seiten sperren zu können. Zensursula hat es 2009 vor der Wahl mit ihrer Kinderpornoaktion ja bereits versucht. Viele wussten wer dahinter steckt und Gott sei Dank ist das „in die Hose gegangen“.
Sobald sie die Möglichkeit haben, werden solche Verflechtungen, wie sie hier beschrieben sind, nur noch schwer bekannt gemacht werden können

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