Dienstag, 3. April 2012

Krieg in Syrien


Ein Musterbeispiel der Nachrichtenmanipulation

Bereits am 26.02.2012 das Handelsblatt:

Der syrische Machthaber Assad setzt seine Zermürbungstaktik fort und nimmt zivile Opfer weiter in Kauf. Die internationale Gemeinschaft ist entsetzt, wirkt aber hilflos. Einige wenige Helfer bemühen sich um Vermittlung.
Beirut / BerlinDie syrische Führung hat das von der Opposition scharf kritisierte Verfassungsreferendum ungeachtet neuer massiver Gewalt gegen Zivilisten auf den Weg gebracht. Mindestens 31 Menschen wurden am Sonntag nach Angaben von Menschenrechtlern bereits getötet, während gleichzeitig in zahlreichen Städten die Wahllokale öffneten.
Es war eine Volksabstimmung
Bundesaußenminister Guido Westerwelle nannte die Abstimmung „eine Farce“. Das Rote Kreuz bemühte sich weiter um Zugang zu den seit mehr als drei Wochen eingeschlossenen Zivilisten, Rebellen und Journalisten im Stadtteil Baba Amro der Protesthochburg Homs, wo die Lage immer prekärer wird.
[…]
Die syrische Führung hat erklärt, sie bekämpfe vom Ausland unterstützte Terroristen. Es ist schwierig, die Angaben der Behörden oder der Opposition unabhängig zu überprüfen, da Syrien kaum ausländische Berichterstatter ins Land lässt. In Homs allerdings befinden sich immer noch zwei westliche Journalisten, die kürzlich beim Bombardement der Stadt verletzt wurden. Zwei Kollegen von ihnen starben.

Dann am 18.03.2012 Iran german Radio:

Bestätigt: Saudis bewaffnen offiziell die syrische Opposition

Rudimentär bewaffnet: Angehörige der Freien Syrischen Armee in einer Stellung in der Provinz Idlib. (13. März 2012)
Paris.(afp/bazonline)-Saudi-Arabien schickt nach Angaben eines arabischen Diplomaten Waffen an die syrischen Aufständischen.
Saudi-arabische Militärgüter seien auf dem Weg über Jordanien zu der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee, sagte ein hochrangiger arabischer Diplomat der Nachrichtenagentur AFP.
Es handle sich um eine saudiarabische Initiative, um die «Massaker in Syrien» zu beenden. Weitere Details würden später bekannt gegeben, sagte der Diplomat, ohne Angaben zur Art der Waffenlieferungen zu machen. Saudi-Arabien ebenso wie Katar befürwortet eine Bewaffnung der Aufständischen in Syrien. Die beiden Länder gehören zu den schärfsten Gegnern von Syriens Präsident Bashar al-Assad.

Dann stellt sich aber doch zwangsläufig die Frage: „Wer bewaffnet die Saudis?“
und  „Warum wollten die 200 Leopard-Panzer kaufen?“ Man liest gar nichts mehr darüber.

und wieder Iran german Radio:

Syrien: Große Mengen israelischer und amerikanischer Waffen entdeckt
Homs (IRIB) - Große Mengen an verschiedenartigen in Israel und den USA gebauten Waffen sind in einem der Verstecke bewaffneter Terrorgruppen in der syrischen Stadt Homs entdeckt und sichergestellt worden.
Wie der syrische Fernsehsender meldete, stürmten syrische Sicherheitskräfte ein Versteck der Terroristen in der Region Djora al-Arayes in Homs und beschlagnahmten zahlreiche Waffen, von denen ein Teil in Israel und den USA hergestellt worden sind. In dem Haus befanden sich bei dem Angriff mehrere bewaffnete Personen. Es konnten moderne Kommunikationsausrüstungen und Sprengstoffe sichergestellt werden, sowie gestohlene medizinische Geräte, Krankenhausbetten, Sauerstoffflaschen und verschiedene Medikamente.

Dazu passt dies ungewöhnliche Video von der ZAPP- Redaktion
Unvollständige Berichte aus Syrien | ZAPP Medienmagazin | NDR
Ein deutscher Journalist wagte sich mehrfach in die Rebellenhochburg Homs. Nun zeigt er die Regime-Getreuen und plädiert dafür, in den Medien beide Seiten darzustellen.

Allzu gerne wüsste ich, wie sich westliche Machthaber fühlen und argumentieren würden, wenn z.B. China oder Russland Waffen an westliche oppositionelle Gruppen liefern würden. Wäre das dann Unterstützung von Terroristen?

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