Posts mit dem Label Patente werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Patente werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 19. März 2021

WeMove Europe - Stoppen Sie Bayer-Monsanto

WeMove Europe - Stoppen Sie Bayer-Monsanto

Gemeinsam haben wir das Europäische Patentamt (EPA) dazu gebracht, Patente auf Pflanzensamen zu stoppen. Damit sie uns allen gehören und niemandes Besitz sind. Aber Konzerne fanden eine Lücke, die unseren Sieg zunichte machen kann. Nächste Woche berät das EPA dazu. Wir fordern, dass diese Lücke geschlossen wird! Helfen Sie mit.

Liebe Leser,

niemand sollte das exklusive Recht dafür besitzen, Obst und Gemüse anzubauen und zu verkaufen. Es klingt banal, aber genau dafür haben wir über vier Jahre lang gekämpft. Und wir haben gewonnen. Im vergangenen Jahr hat das Europäische Patentamt (EPA) offiziell anerkannt: Konventionell gezüchtete Pflanzen sind nicht patentierbar. [1]

Unternehmen wie Bayer-Monsanto, BASF, DowDupont, Heineken und Carlsberg haben aber Wege gefunden, das auszuhebeln. Rechtliche Schlupflöcher ermöglichen es ihnen, doch neue Patente für Melonen oder Gerste anzumelden. [2]

Was sie tun, ist ziemlich hinterhältig: Es nennt sich "technisches Topping" und bezeichnet eine Möglichkeit, die vom EPA eingeführten Lücken auszunutzen. [3] Während Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen verboten sind, können Patente auf gentechnisch veränderte Züchtungen, einschließlich neuer Methoden wie der Bearbeitung des Genoms, patentiert werden. [4]

Unternehmen können so versuchen, den Unterschied zwischen konventioneller Züchtung und Gentechnik zu verwischen. In der Praxis heißt das: Saatgut zur Herstellung von Bier oder von Melonen kann als Erfindung deklariert werden.

Durch unsere große Petition haben wir das EPA bereits dazu gebracht, uns zuzuhören. Gemeinsam haben wir Tausende von Beschwerden gegen ein Patent auf Tomaten eingereicht und beim Oktoberfest-Bierfest in München protestiert. [5]

Wenn sich das EPA nächste Woche trifft, ist es Zeit, sie daran zu erinnern, dass wir dieses Thema weiterverfolgen. Und wir auch nicht willens sind zu akzeptieren, dass sie das Erreichte wieder einkassieren. Kurz vor dem Treffen werden unsere Partner*innen vor dem EPA-Büro in München - als schreiendes Gemüse verkleidet (siehe Foto unten) - unsere Unterschriften übergeben.

Patente schaffen Monopole: Patentiertes Obst, Gemüse und Saatgut können von anderen Landwirt*innen ohne Erlaubnis des Patentinhabers nicht für die weitere Züchtung verwendet werden. Das bedeutet, dass eine Handvoll großer Unternehmen eine weitreichende Kontrolle über unsere tägliche Lebensmittelproduktion erhält. Sie können entscheiden: was wir essen, was Landwirt*innen produzieren, was Einzelhändler*innen verkaufen und wieviel wir alle dafür bezahlen müssen.

Unsere Partner “Keine Patente auf Saatgut” planen, sich aus Protest vor dem EPA-Büro in München als schreiendes Gemüse zu verkleiden.
Unsere Partner “Keine Patente auf Saatgut” planen, sich aus Protest vor dem EPA-Büro in München als schreiendes Gemüse zu verkleiden.

Wenn diese Patente nicht gestoppt werden, werden Kleinbäuer*innen immer mehr von großen Unternehmen abhängig, die den Zugang zu Saatgut für die weitere Züchtung kontrollieren können. Das EPA muss so schnell wie möglich Maßnahmen ergreifen, bevor Bayer-Monsanto und DowDupont die exklusiven Rechte an Obst, Gemüse und Saatgut besitzen. Stellen wir sicher, dass das EPA standhaft ist und solange keine Patente mehr auf Saatgut zulässt, bis diese Lücken geschlossen sind.

Nach über vier Jahren Kampagnenarbeit zum Stopp von Patenten auf Saatgut hatten wir es geschafft: Endlich hatte die absurde Rechtslage und chaotische Entscheidungsfindung beim EPA ein Ende. Die großen Unternehmen kämpften mit Händen und Füßen dagegen an, machten Lobbyarbeit, es war viel Geld im Spiel, aber unsere Bewegung setzte sich durch. Aber weil Unternehmen jetzt versuchen, Schlupflöcher auszunutzen, ist es wieder an uns, unsere Stimmen zu erheben. Retten Sie die Zukunft des Essens, unterschreiben Sie jetzt!

Annemarie Botzki (Berlin)
Virginia López Calvo (Madrid)
David Schwartz (London)
Marta Tycner (Warschau)
Alexandre Naulot (Marseille)
Giulio Carini (Rom)
für das gesamte WeMove Europe Team

Referenzen:
[1] https://www.epo.org/law-practice/case-law-appeals/communications/2020/20200514.html
https://www.sdhsprogram.org/european-patent-office-plants-animals-obtained-classical-breeding-not-patentable/
[2] https://www.no-patents-on-seeds.org/sites/default/files/news/No%20patents%20on%20seeds%20-%20Overview%202018-2019_1.pdf
https://www.no-patents-on-seeds.org/en/publications/report2021
[3] https://www.no-patents-on-seeds.org/en/news/G3-19
[4] https://www.no-patents-on-seeds.org/en/news/report2020
[5] https://www.wemove.eu/de/news/durchbruch-nach-vier-jahren-kampagne/

WeMove Europe ist eine unabhängige und wertebasierte Organisation, die Macht von unten aufbauen will, um Europa zu verändern, für uns alle, für künftige Generationen und für den Planeten.

WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit finanzieren helfen. Spenden

Diese Nachricht darf kopiert, verbreitet und auf eigenen Servern gespiegelt und verlinkt werden.

Folgen Sie uns auf Twitter | Like auf Facebook | Youtube

WeMove Europe SCE mbH | Planufer 91 Berlin | www.wemove.eu/de | Datenschutzerklärung

Samstag, 13. Oktober 2018

WemoveEU - Oktoberfest war Bierprotest!


Liebe Leser,

letzte Woche haben wir genau dort gegen Patente auf Gerste und Bier protestiert, wo unser Protest hingehört: direkt vor dem Europäischen Patentamt. Passenderweise befindet sich das Gebäude des Amts auf dem Weg zum Oktoberfest, dem europäischen Treffen von Bierfans.

Das Patentamt entschied an diesem Tag, ob Carlsberg und Heineken sich ganz normale Gerste patentieren lassen können - vom Saatgut über den Brauprozess bis hin zum Bier. Wir protestierten unübersehbar: mit Bannern in vier Sprachen, mit einem großen Ballon, mit Fahnen und Flyern.


Credits: Falk Heller, argum - Aktivist/innen verteilen Flyer und Fahnen an Bierfans.
Credits: Falk Heller, argum - Aktivist/innen verteilen Flyer und Fahnen an Bierfans.
Unsere Aktion zeigte erneut die Stärke unserer Bewegung: Wir sammelten mehr als 182.000 Unterschriften aus ganz Europa und legten sie dem Patentamt vor. Gemeinsam mit unserem Partner no-patents-on-seeds zogen wir vor das Patentamt und demonstrierten auf spektakuläre Weise gegen die Gier multinationaler Konzerne. Dies alles war nur möglich, weil Tausende von Ihnen die Petition unterschrieben, mit Freunden geteilt und Geld gespendet haben - um unsere Bewegung zu unterstützen.


Credits: Falk Heller, argnum - Aktivist/innen von no-patents-on-beer verteilen Fahnen und Flyer.
Credits: Frank Heller, argnum - Aktivist/innen von no-patents-on-beer verteilen Fahnen und Flyer.
Es ist beeindruckend und gibt uns noch mehr Rückenwind, wenn Menschen, die gerade feiern und Spaß haben wollen, plötzlich innehalten und sich unsere Argumente anhören - und sich dann sogar unserem Protest anschließen. Wer das Oktoberfest besucht, interessiert sich ganz sicher für Bier und will dann natürlich auch wissen, welche Gefahren von den haarsträubenden Patenten der Braukonzerne drohen.


Credits: Falk Heller, argum - Jörg Rohwedder, Campaigner von WeMove
Credits: Falk Heller, argum - Jörg Rohwedder, Campaigner von WeMove
Und haben wir gewonnen? Teilweise schon: Ursprünglich umfasste das Patent alle Pflanzen mit einem reduzierten Anteil an unerwünschten Aromen. Nun ist das Patent auf Pflanzen mit einer bestimmten Mutation beschränkt, die den Inhalt dieser Aromen beeinflussen können. Das Europäische Patentamt hat die Anzahl der im Patent enthaltenen Gerstenarten also deutlich reduziert.

Doch leider bleibt das Ergebnis unterm Strich dasselbe: Große Konzerne können auch weiterhin natürliche Pflanzen zu ihren Erfindungen erklären. Sie maximieren ihren Profit durch Besitzansprüche auf etwas, das doch uns allen und der Natur gehört.
Aber wir geben nicht auf. Es steht noch eine weitere Anhörung im Europäischen Patentamt an und wir werden ganz genau beobachten, was dabei herauskommt.
Ermutigt durch unsere gute Aktion und immer noch voller Hoffnung, dass wir gemeinsam diesen Kampf gewinnen können,

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Mika Leandro (Bordeaux)
für das gesamte WeMove.EU-Team

PS: Wenn Sie jemand kennen, der oder die gern Bier trinkt, teilen Sie mit ihm oder ihr bitte diese Petition.

WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.
WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit finanzieren helfen. Spenden

WeMove Europe SCE mbH | Planufer 91 Berlin | www.wemove.eu/de | Datenschutzerklärung

Dienstag, 9. Februar 2016

campact - Mit zwei Klicks Monsanto ärgern



Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!
Mindestens 525.000 Unterstützer wollen wir gewinnen – für den Appell an Minister Heiko Maas, Patente auf Nahrungsmittel zu stoppen. Unser Facebook-Video darüber hat schon enorm viele Menschen erreicht. Nun wünschen wir uns von Ihnen: Bitte liken auch Sie die Campact-Seite – und verbreiten den Film.

Liebe  Leser,

in den letzten Tagen haben mehr als 2 Millionen Menschen unser Facebook-Video über Patente auf das Leben gesehen. Dadurch nimmt der Widerstand zu – und die Anzahl der Appell-Unterzeichner wächst. Es gibt auch einen ersten Erfolg: Das Europäische Patentamt hat das Monsanto-Patent auf eine natürlich vorkommende Melone widerrufen.

Das ist ein wichtiger Etappensieg. Doch am Grundproblem ändert sie noch wenig: Das Europäische Patentamt will weiter Patente auf Leben vergeben. Damit droht uns nach wie vor ein Konzern-Monopol über unsere Nahrung.
Aus diesem Grund geht unsere Kampagne jetzt erst richtig los. Das Ziel: Justiz- und Verbraucherschutz-Minister Heiko Maas muss die Initiative ergreifen – und mit einem Antrag im Verwaltungsrat des Amtes die Patentierung von Leben stoppen.
Damit das gelingt, braucht es Sie: Die Erfahrung mit unserem Online-Video zeigt, dass sich über Facebook besonders viele neue Mitstreiter/innen gegen Patente auf Leben gewinnen lassen. Daher wollen wir in den nächsten Tagen möglichst viele Menschen über Facebook mit weiteren Videos, Artikeln und Infografiken aufklären. Aber nur, wenn eine kritische Masse von Campact-Aktiven diese Beiträge teilt, erreichen wir Hunderttausende.

Bitte folgen Sie daher ab sofort Campact auf Facebook. So bekommen Sie unsere Beiträge in Ihrer Chronik angezeigt – und können sie dort direkt teilen.
Sollten Sie Campact bei Facebook bereits folgen, wäre es sehr gut, wenn Sie unsere Beiträge in den nächsten Wochen besonders fleißig teilen. Vielen Dank dafür!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Christopher Link, Social-Media-Redakteur
PS: Das Video können Sie selbstverständlich auch ohne Facebook-Zugang ansehen – und per Mail verbreiten:

Kampagnen | Über Campact | Spenden | Kontakt Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden

Donnerstag, 21. Januar 2016

campact - Monsanto greift nach dem Leben - jetzt unterzeichnen



Leben ist nicht patentierbar

Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!
Monsanto, Bayer und andere Konzern-Giganten sichern sich Patente auf unsere Lebensmittel. Die Folgen sind gravierend: Sortensterben, Monopole und Verarmung der Bauern trotz steigender Preise. Fordern Sie von Justizminister Maas, diesen Irrweg zu verlassen.

Lieber Leser,
Sie denken, die Tomate in Ihrem Salat gehört Ihnen? Sie irren. Und wenn Sie glauben, der Preis für Ihr Gemüse entsteht auf einem „freien Markt“ – Sie täuschen sich. Und sollten Sie annehmen, Leben sei nicht patentierbar – dann liegen Sie falsch. 
Denn Fakt ist: Immer öfter gibt das Europäische Patentamt multinationalen Konzernen das volle Nutzungsrecht an natürlich gezüchteten Lebensmitteln. Es entsteht ein Monopol über unsere Ernährung. Mehr als 120 natürliche Lebensmittel sind schon patentiert – 1.000 Anträge warten auf die Erteilung. Sie wurden gestellt von globalen Konzern-Riesen wie Monsanto, Bayer oder Syngenta. Es ist höchste Zeit, dazwischen zu gehen!
Zwar hat sich die Bundesregierung festgelegt, Patente auf Leben zu verhindern – doch sie handelt einfach nicht. Mit einem eindringlichen Appell wollen wir den zuständigen Verbraucherschutzminister Heiko Maas dazu bringen, dem Versprechen endlich Taten folgen zu lassen. Maas kann im Verwaltungsrat der Europäischen Patentorganisation den Lauf der Dinge ändern. Wir müssen zeigen: Das Thema liegt den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen. Wir wollen nicht, dass Konzerne Leben patentieren können und wir den Preis zahlen.
Es eilt: Schon am Mittwoch droht das nächste Obst in die Hände von Monsanto zu fallen. Dann entscheidet das Amt, ob der Konzern die nächsten 20 Jahre das exklusive Recht an einer Melone bekommt. Zeigen Sie jetzt, dass Sie mit diesem Ausverkauf des Lebens nicht einverstanden sind – und fordern Sie von Heiko Maas den sofortigen Stopp dieser Praxis.
Die Sonderrechte für Konzerne haben schon jetzt verheerende Folgen: Bereits 95 Prozent des Gemüse-Saatguts werden von nur fünf Konzernen kontrolliert, überall auf der Welt können sich Menschen das teure, patentiere Saatgut nicht mehr leisten – sie hungern und verlieren ihre Lebensgrundlage. Unsere Nahrungsmittelvielfalt geht zurück und die Preise steigen.
Und dann noch ein Wort zum Europäischen Patentamt. Was wie eine seriöse Behörde klingt, ist in Wirklichkeit ein profit-orientiertes Unternehmen. Die Patentanträge bringen saftige Umsätze – mindestens 2 Milliarden Euro im Jahr.
Da ist es klar, dass weder das „Amt“ noch Monsanto & Co an der jetzigen Situation etwas ändern möchten. Sie werden sich wehren. Doch darauf sind wir gut vorbereitet: mit einem starken Bündnis aus Patentrechtsexperten, Bäuer/innen und Züchter/-innen. Damit der Appell auch europaweit Wirkung zeigt, unterstützt uns unsere europäische Schwesterorganisation WeMove.
Dass wir auch gegen mächtige Gegner gewinnen können, zeigt ein großer Erfolg aus der Vergangenheit: 2009 engagierten sich zehntausende Campact-Aktive gemeinsam für ein Verbot des Monsanto-Genmais MON810. Mit Studien, Aktionen und einem viel beachteten Appell konnten wir die Genmais-Debatte als Thema setzen. Was erst undenkbar erschien, wurde schließlich Wirklichkeit: Die damalige Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner gab dem Protest der Bürger/innen nach und erließ ein Anbauverbot für MON810.
Auch im Kampf gegen die Patente braucht es nun eine Bürgerbewegung. Nur so können wir unser Brot, Bier und Bananen vor den Konzernen schützen. Damit es wieder einen so großen Erfolg gibt, setzen wir auf Ihre Unterstützung. Unterzeichnen Sie bitte gleich, um Patente auf das Leben zu stoppen!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Lara Dovifat, Campaignerin
PS: Wussten Sie, dass der Konzern Syngenta ein Patent auf eine kernlose Paprika „als Frischprodukt, als frisch geschnittenes Produkt oder für die Verarbeitung wie zum Beispiel die Konservenindustrie“ hat? Denken Sie dran: Wenn Sie das nächste Mal Paprika schneiden, ist der Konzern vielleicht schon mit in Ihrer Küche.
Kampagnen | Über Campact | Spenden | Kontakt
Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden

Freitag, 1. November 2013

Monsanto: Gentechnik-Industrie bläst zum General-Angriff auf Europa

Die große Schlacht naht

Die Lobbyisten haben in Brüssel ihren Druck auf die EU verstärkt: In einer konzertierten Aktion fordern verschiedene Verbände einen bedingungslos positiven Umgang mit den Produkten von Monsanto & Co. Einen ersten Erfolg können sie bereits mit der Zulassung einer neuen Gen-Mais-Sorte von Monsanto vermelden. Die aktuellen Schlachten sind die Vorbereitungen auf eine Groß-Offensive in der EU.


Die große Schlacht um den europäischen Lebensmittelmarkt steht bevor.Monsanto und die Gentechnik-Industrie sind bestens gerüstet – und hoffen auf die Zermürbung der müden Kämpfer in Europa. (Foto: dpa)
Nach dem europäischen Volksaufstand gegen die geplante Regulierung des Saatguts in privaten Gärten (hier) und dem Rückzieher der EU (hier) herrscht in Brüssel Verunsicherung: Die Durchsetzung ihrer Interessen in Brüssel war für die Landwirtschafts-Lobby war in den vergangenen Monaten kein Selbstläufer mehr.

Daher bläst die Industrie nun zum Gegenangriff.

In einer konzertierten Aktion soll der EU klar gemacht werden, dass die Kritik an der Gen-Technik von Ahnungslosen vorgetragen wird.

Die korrupte Wissenschaft bestätige dagegen die Richtigkeit der geschäftspolitischen Ziele Aussagen der Konzerne.

Die Agrar-Organisationen haben geharnischte Briefe an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Parlamentspräsident Martin Schulz und Ratspräsident Herman Van Rompuy geschrieben in denen sie sich über die Verschärfung der Vorschriften beschweren. In den Schreiben behaupten die Lobbyisten, dass die wissenschaftlichen Belege über die Sicherheit der Gentechnik in der Landwirtschaft ständig wachsen.

Obwohl in der ESFA schon viele von der Industrie eingeschleuste Leute sitzen, würden in der EU Entscheidungen verschleppt – nachdem die EFSA die Unbedenklichkeit der Produkte bescheinigt habe. Noch einmal schießen die Verbände in ihren konzertierten Schreiben gegen die Monsanto-Kritiker und diffamieren im Vorübergehen die Monsanto-kritische Séralini-Studie (mehr dazu und zur Unterwanderung der EU durch Monsanto hier).

Die Lobbyisten, zu denen die deutsche Fördergemeinschaft InnoPlanta und der britische Bauernverband zählen, rufen die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten auf, „eine breitere, ganzheitlichere und langfristigere Sichtweise der Agrarproduktion“ anzunehmen und die Gentechnikvorschriften entsprechend anzupassen.

Das Drängen der Verbände fand offenbar bereits Gehör bei der EU.

In dem für die Genehmigung für neuen-Sorten zuständigen Berufungsausschuss der EU gab es bei der Abstimmung über die Zulassung einer neuen Sorte Monsanto-Genmais keine Mehrheit. Deutschland enthielt sich dabei der Stimme. Dadurch wird die Europäische Kommission eigenmächtig über die Zulassung einer weiteren Sorte Genmais entscheiden können (mehr hier).

Damit liegt der Ball außerhalb des demokratischen Spielfelds.

Die EU beugt sich damit wieder dem massiven Einfluss der Gen-Lobby.

Es geht erneut um eine Pflanzensorte aus dem Monsanto-Labor: den „trockentoleranten MON87640-Mais“. Durch ein zusätzlich eingeführtes Gen kann dieser Mais Wassermangel besser verkraften, ohne Erträge einzubüßen, so die Hersteller Monsanto und BASF. Seit diesem Jahr kann die Sorte in den USA kommerziell erworben werden.

Der neue Genmais muss nach Angaben des Herstellers nicht mehr gewässert werden, da er „trockentolerant“ ist. Die neueste Kreation aus dem Monsanto-Labor steht kurz vor der Markteinführung in Europa. (Foto: dpa)
Der neue Genmais muss nach Angaben des Herstellers nicht mehr gewässert werden, da er „trockentolerant“ ist. Die neueste Kreation aus dem Monsanto-Labor steht kurz vor der Markteinführung in Europa. (Foto: dpa)

Der Fall ist auch deswegen interessant, weil Monsanto nach der jüngsten Protestwelle der Öffentlichkeit mit der Aussage an der Nase herumgeführt hatte, man wolle sich aus Europa zurückziehen. Etwas weltfremde Medien wie die taz waren der Propaganda aufgesessen und hatten das Ende von Monsanto in Europa ausgerufen (mehr hier).

Tatsächlich ist Monsanto aktiver denn je.

Das zeigt sich vor allem in der Unterwanderung der Zulassungs-Behörden.

Die Konzerne haben still und heimlich in der Aufsicht die Mehrheit übernommen.

Mehr als die Hälfte der 209 Experten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) sollen direkte oder indirekte Verbindungen zu der Gen-Industrie haben, die sie  eigentlich kontrollieren sollen, so Corporate Europe Observatory (CEO).

CEO, eine Nichtregierungsorganisation, ermittelte insgesamt 460 Interessenskonflikte unter den Experten der ESFA. Die Wissenschaftler überführten sich sozusagen selbst, denn als Quelle dienten ihre selbst getätigten Aussagen.

In den vergangenen Jahren verbannte die ESFA bereits 85 Experten aus ihren Arbeitsgruppen wegen diverser Interessen-Konflikte.

Die aktuelle Offensive der Konzerne setzt darauf, dass die Gegner der Gentechnik bei Lebensmitteln zermürbt werden. Die jüngsten Demonstrationen haben Monsanto & Co. ermuntert: Es war keine Revolution auf den Straßen Europas, die die Gentechniker erschreckt hätte.

Hinter dem aggressiven Vorgehen der Gen-Lobby steht eine langfristige Strategie: Mit dem neuen Freihandels-Abkommen der EU mit Kanada bietet sich für Monsanto die Möglichkeit, die EU flächendeckend zu überrollen (mehr dazu hier).

Hier winkt das große Geld.

Und Monsanto wird es sich holen.

Wir erleben die ersten kleinen Gefechte, die als Vorbereitung auf die große Schlacht um das Saatgut in Europa geführt werden.

Die Bürger sollten auf der Hut sein.

Die EU wird ihre Bürger nicht verteidigen.

Im Gegenteil.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

- Monsanto Protection Act -
Das Gesetz ist zwar vom Senat wieder beerdigt worden, aber lest einmal hier, was Obama am 26. März 2013 unterschrieben hat:
http://www.radio-utopie.de/2013/09/26/monsanto-protection-act-u-s-senat-beerdigt-selbstermaechtigungsgesetz-fuer-agrarchemie-giganten/

Das sind solche Dinge, wie sie auch bei der EU still und heimlich ablaufen, nach außen den treuen Demokraten geben und im Hinterzimmer schon auf den Knien vor den Befehlsgebern rumrutschen.

Erforderliche Abstimmungen für solche weitreichenden Entscheidungen wie eben Monsanto Protection Act oder CISPA in den USA, ACTA und ESM Abstimmung in Europa, werden nicht selten bei Ereignissen wie Fussball -EM oder -WM, einem Marathon oder auch wenn der normale Mitteleuropäer duch einen Abhörskandal abgelenkt ist, durchgeführt.

Für die nächsten Generationen sehe ich schwarz wenn nicht bald was gegen diese giergesteuerte Jagd der Einprozent nach Macht, Geld und Weltherrschaft unternommen wird.
Irgendwann vernichten sie sich selbst, - hundertprozentig - aber das kann dauern.


Fatson sagt:
Zusammen mit der Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates vermarktet der US-Konzern den Gentech-Mais nun in einem Projekt für besonders wassereffiziente Sorten – dabei produziert MON810 lediglich ein Gift, um Insekten zu töten.

Seit 1997 wird MON810, der ein Bakteriengen zur Herstellung von Bt-Toxinen (Bacillus thuringiensis) enthält, in Südafrika angebaut. Doch seinen Zweck, nämlich Schädlinge zu töten und damit den Einsatz von Insektiziden einzusparen, kann der Monsanto-Mais laut ACB nicht mehr erfüllen. Er sei „hoffnungslos gescheitert“, heißt es in einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht. Die Insekten hätten sich an das Gift der Pflanze gewöhnt. Monsanto hat mittlerweile neues Mais-Saatgut eingeführt: MON8903. Dieser transgene Mais sondert nicht ein, sondern zwei Insektizide ab. Doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Schädlinge auch dagegen Resistenzen entwickeln.

Textpassage aus diesem Link:
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/28289.html
Und dieser feine Herr Gates war noch im Januar 2013 in Potsdam auf einer Klausurtagung der SPD.

Und Gabriel und Steinbrück waren ganz aus dem Häuschen als sie neben ihm stehen durften.
Alles US Ableger.

AndreasSchultenberg sagt:
Das Schlimme ist der immer größer werdende Ruf nach Wachstum. Die Märkte sind gesättigt und so kann Wachstum, die Droge der Wirtschaft, nur noch durch Zwang erreicht werden.
Unser eigenes, angebaues Gemüse verbietet man, damit wir gezwungen sind, dieses käuflich zu erwerben.
Das Wachstum in der Gentechnik wird erzwungen, indem man uns das Zeug unkontrollierbar verabreicht.
Davon werden wir wohl krank und benötigen Medikamente. Damit wir uns nicht selber helfen können, nimmt man uns die Naturheilmittel. So führt der Weg auch für Lapalien zum Arzt. Es ist in allen Branchen das gleiche. Man nimmt uns die Bücher, damit wir Lesegeräte benutzen und so die Bücher alle Jahre neu kaufen müssen, da die Dateiformate sich geändert haben. Das kennt man ja aus dem Musikbereich.
Wer vernünftig ist erkennt, dass man sehr viel wirklich nicht mitmachen muss. So kann jeder auf seine Weise etwas Sand in das Getriebe geben. Irgendwann läuft es dann nicht mehr.

_ sagt:
wo sind denn die Grünen mit Ihren Werten.

Da müssten doch alle von diesen Betroffenheitspolitikern schon längst auf den Barrikaden sein.

Aber nix ….alles in Ordnung …habe schon länger keinen mehr von denen mit dem Fahhrad in den Bundestag fahren sehen.
Trittin und co. sieht man immer noch aus dem A8 mit 20 Litern Verbrauch aussteigen…das fördert über die Ökoumlage ja auch den Umweltschutz …. alles Verräter Ihrer Ideale aus der Gründerzeit dieser Heuchlerpartei….

dr_sokrates sagt:
Endgame –
Der Kapitalismus zeigt sich in seiner ganzen Jämmerlichkeit und bestätigt einmal mehr, daß er in absehbarer Zeit als Wirtschaftssystem nicht mehr gesellschaftskompatibel ist.

Sven Kesch sagt:
Mit der geplanten Saatgutverirdnung von 2013, die 2014 zur Abstimmung kommen soll, begänne das Ende der tausende Jahre alten Arten- und Sortenvielfalt regionaler Kulturpflanzen, sowie Obst- und Gemüsesorten. So soll in EU-Europa nur noch von der EU Regiestriertes und zugelassenes Saatgut von einer Handvoll Agrar-Chemie-Konzerne verkauft werden dürfen, Saatgut, das diese sich durch das Europäische Patentamt patentieren lassen. Die Registrierung einer einzigen Sorte (mehr als 6.000 allein in Österreich) ist aufwendig und mit hohen Gebühren verbunden, die sich Kleinzüchter nicht leisten können. Sie müssen aufgeben. Jene, die weitermachen, werden eingebremst. Sie dürfen maximal 10 Mitarbeiter und einen Höchstumsatz von zwei Millionen Euro haben.
Viele alte Obst, Gemüse und Getreidesorten würden dann für immer verschwinden. Alles geregelt – für weniger Vielfalt. Auch diese Verordnng, selbst wenn sie abgeschwächt werden sollte – was nach einem Freihandelsabkommen mit Kanada und USA unwahrscheinlich ist – ist gegen die Bürger gerichtet und dient ausschließlich den Partikularinteressen einiger Handelsriesen und Konzerne, wie Monsanto, Bayer oder Dupont, die schon heute 60% des Marktes beherrschen. Eurokraten und Saatgutkonzerne möchten den Bürgern vorschreiben, was sie kaufen, Verkaufen und essen dürfen.
Die Agrarchemieindustrie bietet fast ausschließlich geschmacklose Hybridzüchtungen an, die nur im ersten Jahr sehr ertragreich sind, so dass jedes jahr neuer Samen teuer erkauft werden muss.
siehe: http://www.iYOUeu.at

R75/5 sagt:
So wird es immer wieder versucht. Es ist wie mit der Bankenaufsicht: man kontrolliert sich selber.
Wie kann es sein, dass man Leute in solche Kontollorgane aufnimmt die ganz offensichtlich andere Intressen vertreten. Wer stell die denn ein?

Das Freihandelsabkommen hilft übrigends nur dem Big Business. Dem kleineren Unternehmer und dem Mann auf der Strasse hilft das in keiner Weise.

Mehr zu diesem Thema Seralini-Studie:
http://julius-hensel.com/2013/10/gentechnik-lobby-bekaempften-aufs-heftigste-studie-von-seralini/#more-26530

Dirinella sagt:
Firmen die Produkte von Monsanto verwenden:
https://www.dropbox.com/s/xl6a5rmeourvppd/monsanto.pdf

Diese Firmen- und Produkt-Liste sollte man sich kopieren und – noch besser – im Hinterkopf abspeichern. Dass ich all diese Produkte tunlichst meide, versteht sich.

Eines der Hauptübel ist die verweigerte Kennzeichnung durch die Hersteller. Wer hindert mich oder andere, die Produkte im Supermarkt selbst zu kennzeichnen (mit Aufkleber, Stempel etc.)? Ist das strafbar? Könnte das Schule machen?


Freitag, 25. Oktober 2013

EU öffnet Gen-Technik-Konzernen das Tor zu Europa

Thema: Freihandel

Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada öffnet die Hintertür für amerikanische Unternehmen. Sie können künftig gegen Benachteiligungen klagen - und haben damit freien Zutritt zum europäischen Markt. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das EU-Parlament wird auf die Rolle der Abnicker reduziert. Monsanto triumphiert.


Am 12. Oktober demonstrierten weltweit Menschen, wie hier in Belgien, beim „March Against Monsanto“ gegen das Unternehmen. Die EU öffnet dem Konzern jetzt die Hintertür. (Foto: dpa)
Nach „monatelangen, intensiven“ – und vor allem geheimen – Verhandlungen, haben sich die EU und Kanada auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) ist das erste derartige Abkommen zwischen der Europäischen Union und einem G-8-Staat.
 
Es handele sich um ein „sehr ehrgeiziges und wichtiges Handelsabkommen mit weit reichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU“, sagt Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Er meint damit: 99 Prozent aller Zölle sollen fallen. Der Handel mit Dienstleistungen soll vereinfacht werden. Der bilaterale Handel soll um 26 Milliarden Euro jährlich wachsen. Das jährliche BIP der EU soll um zwölf Milliarden Euro steigen.
 
Die genauen Inhalte des Abkommens sind allerdings nicht bekannt. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Unklar ist auch, welche Auswirkungen das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) zwischen Kanada, Mexiko und den USA auf die EU haben wird.
 
Amerikanische Großkonzerne könnten sich ohne besonderen Aufwand eine Niederlassung in Kanada besorgen. Und in weiterer Folge durch die Hintertüre Europa beliefern. Immerhin auch eine „weitreichende Auswirkung auf die EU“, die bei der CETA-Präsentation unerwähnt blieb.
 
Ein Unternehmen, dem das Freihandelsabkommen freuen wird, ist Monsanto (mehr hier). Der US-Agrarkonzern schielt bereits länger nach Europa (hier).
 
Im Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist Kanada eines der Top-10-Länder weltweit. Die Befürchtung, dass CETA die Einführung von Gentechnik-Samen in die EU erleichtern wird, ist groß. Kommt das Abkommen, hat es Monsanto leichter, sich auf den europäischen Markt zu klagen, so EUObserver.
 
Das Abkommen wird als eine Art Vorläufer gesehen, denn die EU plant weitere Freihandelsabkommen, zum Beispiel mit den USA oder Japan.
 
Vor dem In-Kraft-Treten muss das Europäische Parlament dem Abkommen noch zustimmen.
 
Das ist zu erwarten – und zeigt ein Grund-Dilemma der europäischen Demokratie: Das EU-Parlament – ohnehin keine demokratische Einrichtung, weil nicht nach dem Prinzip One Man-One Vote gewählt wird, ist immer in der Defensive: Die EU-Kommission macht Gesetzes-Vorlagen und schließt Vereinbarungen. Das Parlament kann im Nachhinein versucht, das Schlimmste zu verhindern.
 
So wird aus Prinzip über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden.
 
Sie erfahren von den Veränderungen meist nicht einmal aus den Medien.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

peter Trom sagt:
Wartet ab.
Wir werden dieses Europa in seine Einzelteile zerlegen und alle Verantwortlichen von Genseuche, Privatisierungen (also Diebstahl am Volksvermögen) und die Finanzverbrecher aburteilen.
Der Tag wird kommen!

vigilencia sagt:
“CETA” soll als Vorlage dienen für TTIP, den “größeren Bruder” zwischen den USA und der EU, der im Herbst 2014 endverhandelt werden soll. Darin soll u.a. eine Investorenschutzklausel vereinbart werden, die eine Art “Parallelrechtsprechung” zulässt und den Konzernen ermöglichen wird, Schadensersatz gegen alles einzuklagen, was ihre Investionen auch nur im Ansatz gefährden könnte:
http://www.youtube.com/watch?v=xYAbKU3x09I&list=PLMlPHAAddcJzZ-CzI62tH71u80PCpfFUb

Anni sagt:
https://dl.dropboxusercontent.com/s/xl6a5rmeourvppd/monsanto.pdf?token_hash=AAEnKLNxt-0IS64JimsypgLkzZwt_nTQ7TLpTW_QZF51MA&dl=1
Alle Firmen, die Produkte von Monsanto verwenden❗ Bitte verbreiten, für eine bessere Welt ❗❗❗

Klaus sagt:
“Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.”
Aber das Geld der Öffentlichkeit, Steuern, nehmen sie gerne an. Wir haben schlechte Diener des Volks, die wir aber dennoch bezahlen müssen.
Estland machts vor: Politik sollte transparent sein! Das gilt auch für Koalitionsverhandlungen, die gerade in Berlin im stillen Kämmerlein laufen. Warum berichtet Phoenix mit einer Live-Kamera nicht darüber? Gibt es etwa etwas vor den Bürgern zu verbergen???

A.B. sagt:
Es wäre schön, wenn DWN eine Petition an exponierter Stelle erwähnen würde.
Es geht um: “Saatgutvielfalt in Gefahr – gegen eine EU-Saatgutverordnung zum Nutzen der Saatgut-Industrie”
Es fehlen noch über 20.000 Stimmen. Mit euch sind wir wahrscheinlich auf der sicheren Seite.
https://www.openpetition.de/petition/online/saatgutvielfalt-in-gefahr-gegen-eine-eu-saatgutverordnung-zum-nutzen-der-saatgut-industrie

Anni sagt:
Ich wäre dabei mich zu wehren, habe ja noch Kinder die hier leben sollen


Freitag, 12. Juli 2013

Sieg in Brüssel: Monsanto will ungeprüften Gen-Mais nach Europa bringen

Lebensmittel
 
Die gentechnisch veränderte Mais-Sorte „SmartStax“ steht vor seiner Zulassung als Lebens- und Futtermittel in der EU. Bei einer entsprechenden Abstimmung der Mitgliedsstaaten kam es am Donnerstag erneut zu einem Patt. Nun entscheidet die Kommission – die Agrarkonzerne dürfen sich freuen.


Mehrere genmanipulierte Mais-Sorten stehen vor ihrer Zulassung für die EU. (Foto: Flickr/bark)
Mehrere gentechnisch veränderte Mais-Sorten, darunter das umstrittene Monsanto-Produkt „SmartStax“, dürfen wohl bald in die EU eingeführt und hier zu Futter- und Lebensmitteln verarbeitet werden. Bei der heutigen Abstimmung aller Mitgliedsstaaten kam es zu keinem Ergebnis. Der Ball liegt nun bei der EU-Kommission, die im Sinne der Industrie entscheiden dürfte.

Bei der am Donnerstag erfolgten Abstimmung der EU-Mitgliedsstaaten konnten sich die Gentechnik-Kritiker nicht durchsetzen. Die genauen Abstimmungsergebnisse sind noch nicht bekannt. Klar ist nach Beobachterberichten lediglich, dass bei der Abstimmung keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen eine Importgenehmigung von SmartStax und mehreren anderen genmanipulierten Mais-Pflanzen getroffen wurde.

Nach Angaben des grünen Agrarpolitikers Martin Häusling hat sich Deutschland der Stimme enthalten, berichtet der Informationsdienst Gentechnik.

Die Beamten des Verbraucherschutzministeriums unter Ilse Aigner (CSU) hatten dies schon beim ersten Wahlgang vor einem Monat so gehandhabt (hier).

Das kommt de facto einer Zustimmung gleich. Dass sich die Generaldirektion Gesundheit unter Kommissar Tonio Borg gegen eine Einführung der umstrittenen Gen-Pflanzen aussprechen wird, gilt nämlich als ausgeschlossen, ist sie doch eng mit den großen Agrarkonzernen verwoben (hier).

Kritiker warnten im Vorfeld eindringlich vor einer Zulassung des „Giftcocktails“. Eine unabhängige Risikoprüfung der kombinierten Eigenschaften des Biotech-Mais habe nicht stattgefunden. Die Hersteller von SmartStax, die US-Agrarkonzerne Monsanto und Dow, haben der Pflanze verschiedene Gene aus anderen Spezies eingesetzt. Der Mais setzt mehrere Insektengifte frei und ist gegen zwei Pflanzenschutzmittel resistent. Mit dieser Mischung sollen die Resistenzen bei Wildkräutern und Insekten, die sich auf den Gentechnik-Plantagen Nord- und Südamerikas ausbreiten, bekämpft werden.
 
Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare
Braucht es noch mehr Beweise welcher Lobbyorganisation unser "Verbraucherschutz"- Ministerium zuzuordnen ist? Kann man noch verlogener sein?

Sie ist wieder solo. (lt. abendblatt) Verständlich, wer hat schon gerne eine wirtschafts-dressierte Marionette zur Frau, die das Ministeramt nur besetzt hält, damit Personen, die die Aufgabe des Ministeriums ernst nehmen würden, den Posten nicht erlangen können.
Warum beweist uns diese Frau immer wieder aufs Neue, dass diejenigen, bei denen es für einen normalen Beruf, egal aus welchem Grund, nicht reicht, in der Politik immer noch höchste Ämter besetzen können?



KI sagt:
Na Klasse!
Ist wieder mal typisch für den EU-Verein, kein Rückgrat und nur das Geld im Kopf
und Deutschland wie immer mit Enthaltung, wenns drauf ankommt.
In anderen Sachen immer die große SCHNAU.. und allen den Kurs vorschreiben wollen, aber wenn es um die Bevölkerung und deren Gesundheit geht, nichts als heiße Luft oder schweigen.
 

Steiner sagt:
Wo muß ich unterschreiben? Ansonsten, erkundige ich mich schon mal in welchen Produkten Mais enthalten ist.Die kaufen wir nicht mehr.Alle vorgefertigten Produkte zu meiden wäre das beste.Gemüsebeet wird angelegt.Ach ja, da will Monsanto ja auch Geschäfte mitmachen.
Empfehlung an Frau Aigner und die Kommission, jeden Tag eine Portion Genmais
und nach in Krafttreten des Freihandelsabkommen Chlorhähnchen und Klonfleisch, wohl bekommt’s.
 

WilmaFeuerstein sagt:
Die wollen uns einen derartigen Dreck vor die Nase setzen und Deutschland enthält sich der Stimme ???? Das zeigt wohl deutlich, wer unsere Marionetten bezahlt !
 

General-Investigation sagt:
Was zum Teufel ist denn los, das man sich bei solch wichtigen Abstimmungen der Stimme enthält – das kann doch wohl nicht wahr sein.