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Sonntag, 3. Februar 2019

change.org - „Give bees a chance!“ Auf geht’s zum Volksbegehren „Rettet die Artenvielfalt“ – nicht nur in Bayern


Michael Schrödl hat gerade ein Update zur Petition Artenvielfalt erforschen, Artensterben stoppen! veröffentlicht. Lesen Sie das Update und kommentieren Sie:


Neuigkeit zur Petition

„Give bees a chance!“ Auf geht’s zum Volksbegehren „Rettet die Artenvielfalt“ – nicht nur in Bayern

Gibt es bei aller Klima- und Umweltignoranz, bei allem Konsumkoma und Feinstaub-Wahnsinn doch eine persönliche „so nicht!“-Grenze, eine aufwachende kritische Masse hin zum Guten, Kipppunkte von Gesellschaften hin zum Positiven? Es sieht so aus!
Gestern Nachmittag war ich auf dem Münchner Marienplatz, um kurz mit den Organisatoren des bayerischen Volksbegehrens „Rettet die Artenvielfalt“...

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Freitag, 1. November 2013

Monsanto: Gentechnik-Industrie bläst zum General-Angriff auf Europa

Die große Schlacht naht

Die Lobbyisten haben in Brüssel ihren Druck auf die EU verstärkt: In einer konzertierten Aktion fordern verschiedene Verbände einen bedingungslos positiven Umgang mit den Produkten von Monsanto & Co. Einen ersten Erfolg können sie bereits mit der Zulassung einer neuen Gen-Mais-Sorte von Monsanto vermelden. Die aktuellen Schlachten sind die Vorbereitungen auf eine Groß-Offensive in der EU.


Die große Schlacht um den europäischen Lebensmittelmarkt steht bevor.Monsanto und die Gentechnik-Industrie sind bestens gerüstet – und hoffen auf die Zermürbung der müden Kämpfer in Europa. (Foto: dpa)
Nach dem europäischen Volksaufstand gegen die geplante Regulierung des Saatguts in privaten Gärten (hier) und dem Rückzieher der EU (hier) herrscht in Brüssel Verunsicherung: Die Durchsetzung ihrer Interessen in Brüssel war für die Landwirtschafts-Lobby war in den vergangenen Monaten kein Selbstläufer mehr.

Daher bläst die Industrie nun zum Gegenangriff.

In einer konzertierten Aktion soll der EU klar gemacht werden, dass die Kritik an der Gen-Technik von Ahnungslosen vorgetragen wird.

Die korrupte Wissenschaft bestätige dagegen die Richtigkeit der geschäftspolitischen Ziele Aussagen der Konzerne.

Die Agrar-Organisationen haben geharnischte Briefe an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Parlamentspräsident Martin Schulz und Ratspräsident Herman Van Rompuy geschrieben in denen sie sich über die Verschärfung der Vorschriften beschweren. In den Schreiben behaupten die Lobbyisten, dass die wissenschaftlichen Belege über die Sicherheit der Gentechnik in der Landwirtschaft ständig wachsen.

Obwohl in der ESFA schon viele von der Industrie eingeschleuste Leute sitzen, würden in der EU Entscheidungen verschleppt – nachdem die EFSA die Unbedenklichkeit der Produkte bescheinigt habe. Noch einmal schießen die Verbände in ihren konzertierten Schreiben gegen die Monsanto-Kritiker und diffamieren im Vorübergehen die Monsanto-kritische Séralini-Studie (mehr dazu und zur Unterwanderung der EU durch Monsanto hier).

Die Lobbyisten, zu denen die deutsche Fördergemeinschaft InnoPlanta und der britische Bauernverband zählen, rufen die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten auf, „eine breitere, ganzheitlichere und langfristigere Sichtweise der Agrarproduktion“ anzunehmen und die Gentechnikvorschriften entsprechend anzupassen.

Das Drängen der Verbände fand offenbar bereits Gehör bei der EU.

In dem für die Genehmigung für neuen-Sorten zuständigen Berufungsausschuss der EU gab es bei der Abstimmung über die Zulassung einer neuen Sorte Monsanto-Genmais keine Mehrheit. Deutschland enthielt sich dabei der Stimme. Dadurch wird die Europäische Kommission eigenmächtig über die Zulassung einer weiteren Sorte Genmais entscheiden können (mehr hier).

Damit liegt der Ball außerhalb des demokratischen Spielfelds.

Die EU beugt sich damit wieder dem massiven Einfluss der Gen-Lobby.

Es geht erneut um eine Pflanzensorte aus dem Monsanto-Labor: den „trockentoleranten MON87640-Mais“. Durch ein zusätzlich eingeführtes Gen kann dieser Mais Wassermangel besser verkraften, ohne Erträge einzubüßen, so die Hersteller Monsanto und BASF. Seit diesem Jahr kann die Sorte in den USA kommerziell erworben werden.

Der neue Genmais muss nach Angaben des Herstellers nicht mehr gewässert werden, da er „trockentolerant“ ist. Die neueste Kreation aus dem Monsanto-Labor steht kurz vor der Markteinführung in Europa. (Foto: dpa)
Der neue Genmais muss nach Angaben des Herstellers nicht mehr gewässert werden, da er „trockentolerant“ ist. Die neueste Kreation aus dem Monsanto-Labor steht kurz vor der Markteinführung in Europa. (Foto: dpa)

Der Fall ist auch deswegen interessant, weil Monsanto nach der jüngsten Protestwelle der Öffentlichkeit mit der Aussage an der Nase herumgeführt hatte, man wolle sich aus Europa zurückziehen. Etwas weltfremde Medien wie die taz waren der Propaganda aufgesessen und hatten das Ende von Monsanto in Europa ausgerufen (mehr hier).

Tatsächlich ist Monsanto aktiver denn je.

Das zeigt sich vor allem in der Unterwanderung der Zulassungs-Behörden.

Die Konzerne haben still und heimlich in der Aufsicht die Mehrheit übernommen.

Mehr als die Hälfte der 209 Experten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) sollen direkte oder indirekte Verbindungen zu der Gen-Industrie haben, die sie  eigentlich kontrollieren sollen, so Corporate Europe Observatory (CEO).

CEO, eine Nichtregierungsorganisation, ermittelte insgesamt 460 Interessenskonflikte unter den Experten der ESFA. Die Wissenschaftler überführten sich sozusagen selbst, denn als Quelle dienten ihre selbst getätigten Aussagen.

In den vergangenen Jahren verbannte die ESFA bereits 85 Experten aus ihren Arbeitsgruppen wegen diverser Interessen-Konflikte.

Die aktuelle Offensive der Konzerne setzt darauf, dass die Gegner der Gentechnik bei Lebensmitteln zermürbt werden. Die jüngsten Demonstrationen haben Monsanto & Co. ermuntert: Es war keine Revolution auf den Straßen Europas, die die Gentechniker erschreckt hätte.

Hinter dem aggressiven Vorgehen der Gen-Lobby steht eine langfristige Strategie: Mit dem neuen Freihandels-Abkommen der EU mit Kanada bietet sich für Monsanto die Möglichkeit, die EU flächendeckend zu überrollen (mehr dazu hier).

Hier winkt das große Geld.

Und Monsanto wird es sich holen.

Wir erleben die ersten kleinen Gefechte, die als Vorbereitung auf die große Schlacht um das Saatgut in Europa geführt werden.

Die Bürger sollten auf der Hut sein.

Die EU wird ihre Bürger nicht verteidigen.

Im Gegenteil.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

- Monsanto Protection Act -
Das Gesetz ist zwar vom Senat wieder beerdigt worden, aber lest einmal hier, was Obama am 26. März 2013 unterschrieben hat:
http://www.radio-utopie.de/2013/09/26/monsanto-protection-act-u-s-senat-beerdigt-selbstermaechtigungsgesetz-fuer-agrarchemie-giganten/

Das sind solche Dinge, wie sie auch bei der EU still und heimlich ablaufen, nach außen den treuen Demokraten geben und im Hinterzimmer schon auf den Knien vor den Befehlsgebern rumrutschen.

Erforderliche Abstimmungen für solche weitreichenden Entscheidungen wie eben Monsanto Protection Act oder CISPA in den USA, ACTA und ESM Abstimmung in Europa, werden nicht selten bei Ereignissen wie Fussball -EM oder -WM, einem Marathon oder auch wenn der normale Mitteleuropäer duch einen Abhörskandal abgelenkt ist, durchgeführt.

Für die nächsten Generationen sehe ich schwarz wenn nicht bald was gegen diese giergesteuerte Jagd der Einprozent nach Macht, Geld und Weltherrschaft unternommen wird.
Irgendwann vernichten sie sich selbst, - hundertprozentig - aber das kann dauern.


Fatson sagt:
Zusammen mit der Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates vermarktet der US-Konzern den Gentech-Mais nun in einem Projekt für besonders wassereffiziente Sorten – dabei produziert MON810 lediglich ein Gift, um Insekten zu töten.

Seit 1997 wird MON810, der ein Bakteriengen zur Herstellung von Bt-Toxinen (Bacillus thuringiensis) enthält, in Südafrika angebaut. Doch seinen Zweck, nämlich Schädlinge zu töten und damit den Einsatz von Insektiziden einzusparen, kann der Monsanto-Mais laut ACB nicht mehr erfüllen. Er sei „hoffnungslos gescheitert“, heißt es in einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht. Die Insekten hätten sich an das Gift der Pflanze gewöhnt. Monsanto hat mittlerweile neues Mais-Saatgut eingeführt: MON8903. Dieser transgene Mais sondert nicht ein, sondern zwei Insektizide ab. Doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Schädlinge auch dagegen Resistenzen entwickeln.

Textpassage aus diesem Link:
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/28289.html
Und dieser feine Herr Gates war noch im Januar 2013 in Potsdam auf einer Klausurtagung der SPD.

Und Gabriel und Steinbrück waren ganz aus dem Häuschen als sie neben ihm stehen durften.
Alles US Ableger.

AndreasSchultenberg sagt:
Das Schlimme ist der immer größer werdende Ruf nach Wachstum. Die Märkte sind gesättigt und so kann Wachstum, die Droge der Wirtschaft, nur noch durch Zwang erreicht werden.
Unser eigenes, angebaues Gemüse verbietet man, damit wir gezwungen sind, dieses käuflich zu erwerben.
Das Wachstum in der Gentechnik wird erzwungen, indem man uns das Zeug unkontrollierbar verabreicht.
Davon werden wir wohl krank und benötigen Medikamente. Damit wir uns nicht selber helfen können, nimmt man uns die Naturheilmittel. So führt der Weg auch für Lapalien zum Arzt. Es ist in allen Branchen das gleiche. Man nimmt uns die Bücher, damit wir Lesegeräte benutzen und so die Bücher alle Jahre neu kaufen müssen, da die Dateiformate sich geändert haben. Das kennt man ja aus dem Musikbereich.
Wer vernünftig ist erkennt, dass man sehr viel wirklich nicht mitmachen muss. So kann jeder auf seine Weise etwas Sand in das Getriebe geben. Irgendwann läuft es dann nicht mehr.

_ sagt:
wo sind denn die Grünen mit Ihren Werten.

Da müssten doch alle von diesen Betroffenheitspolitikern schon längst auf den Barrikaden sein.

Aber nix ….alles in Ordnung …habe schon länger keinen mehr von denen mit dem Fahhrad in den Bundestag fahren sehen.
Trittin und co. sieht man immer noch aus dem A8 mit 20 Litern Verbrauch aussteigen…das fördert über die Ökoumlage ja auch den Umweltschutz …. alles Verräter Ihrer Ideale aus der Gründerzeit dieser Heuchlerpartei….

dr_sokrates sagt:
Endgame –
Der Kapitalismus zeigt sich in seiner ganzen Jämmerlichkeit und bestätigt einmal mehr, daß er in absehbarer Zeit als Wirtschaftssystem nicht mehr gesellschaftskompatibel ist.

Sven Kesch sagt:
Mit der geplanten Saatgutverirdnung von 2013, die 2014 zur Abstimmung kommen soll, begänne das Ende der tausende Jahre alten Arten- und Sortenvielfalt regionaler Kulturpflanzen, sowie Obst- und Gemüsesorten. So soll in EU-Europa nur noch von der EU Regiestriertes und zugelassenes Saatgut von einer Handvoll Agrar-Chemie-Konzerne verkauft werden dürfen, Saatgut, das diese sich durch das Europäische Patentamt patentieren lassen. Die Registrierung einer einzigen Sorte (mehr als 6.000 allein in Österreich) ist aufwendig und mit hohen Gebühren verbunden, die sich Kleinzüchter nicht leisten können. Sie müssen aufgeben. Jene, die weitermachen, werden eingebremst. Sie dürfen maximal 10 Mitarbeiter und einen Höchstumsatz von zwei Millionen Euro haben.
Viele alte Obst, Gemüse und Getreidesorten würden dann für immer verschwinden. Alles geregelt – für weniger Vielfalt. Auch diese Verordnng, selbst wenn sie abgeschwächt werden sollte – was nach einem Freihandelsabkommen mit Kanada und USA unwahrscheinlich ist – ist gegen die Bürger gerichtet und dient ausschließlich den Partikularinteressen einiger Handelsriesen und Konzerne, wie Monsanto, Bayer oder Dupont, die schon heute 60% des Marktes beherrschen. Eurokraten und Saatgutkonzerne möchten den Bürgern vorschreiben, was sie kaufen, Verkaufen und essen dürfen.
Die Agrarchemieindustrie bietet fast ausschließlich geschmacklose Hybridzüchtungen an, die nur im ersten Jahr sehr ertragreich sind, so dass jedes jahr neuer Samen teuer erkauft werden muss.
siehe: http://www.iYOUeu.at

R75/5 sagt:
So wird es immer wieder versucht. Es ist wie mit der Bankenaufsicht: man kontrolliert sich selber.
Wie kann es sein, dass man Leute in solche Kontollorgane aufnimmt die ganz offensichtlich andere Intressen vertreten. Wer stell die denn ein?

Das Freihandelsabkommen hilft übrigends nur dem Big Business. Dem kleineren Unternehmer und dem Mann auf der Strasse hilft das in keiner Weise.

Mehr zu diesem Thema Seralini-Studie:
http://julius-hensel.com/2013/10/gentechnik-lobby-bekaempften-aufs-heftigste-studie-von-seralini/#more-26530

Dirinella sagt:
Firmen die Produkte von Monsanto verwenden:
https://www.dropbox.com/s/xl6a5rmeourvppd/monsanto.pdf

Diese Firmen- und Produkt-Liste sollte man sich kopieren und – noch besser – im Hinterkopf abspeichern. Dass ich all diese Produkte tunlichst meide, versteht sich.

Eines der Hauptübel ist die verweigerte Kennzeichnung durch die Hersteller. Wer hindert mich oder andere, die Produkte im Supermarkt selbst zu kennzeichnen (mit Aufkleber, Stempel etc.)? Ist das strafbar? Könnte das Schule machen?


Freitag, 25. Oktober 2013

EU öffnet Gen-Technik-Konzernen das Tor zu Europa

Thema: Freihandel

Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada öffnet die Hintertür für amerikanische Unternehmen. Sie können künftig gegen Benachteiligungen klagen - und haben damit freien Zutritt zum europäischen Markt. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das EU-Parlament wird auf die Rolle der Abnicker reduziert. Monsanto triumphiert.


Am 12. Oktober demonstrierten weltweit Menschen, wie hier in Belgien, beim „March Against Monsanto“ gegen das Unternehmen. Die EU öffnet dem Konzern jetzt die Hintertür. (Foto: dpa)
Nach „monatelangen, intensiven“ – und vor allem geheimen – Verhandlungen, haben sich die EU und Kanada auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) ist das erste derartige Abkommen zwischen der Europäischen Union und einem G-8-Staat.
 
Es handele sich um ein „sehr ehrgeiziges und wichtiges Handelsabkommen mit weit reichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU“, sagt Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Er meint damit: 99 Prozent aller Zölle sollen fallen. Der Handel mit Dienstleistungen soll vereinfacht werden. Der bilaterale Handel soll um 26 Milliarden Euro jährlich wachsen. Das jährliche BIP der EU soll um zwölf Milliarden Euro steigen.
 
Die genauen Inhalte des Abkommens sind allerdings nicht bekannt. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Unklar ist auch, welche Auswirkungen das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) zwischen Kanada, Mexiko und den USA auf die EU haben wird.
 
Amerikanische Großkonzerne könnten sich ohne besonderen Aufwand eine Niederlassung in Kanada besorgen. Und in weiterer Folge durch die Hintertüre Europa beliefern. Immerhin auch eine „weitreichende Auswirkung auf die EU“, die bei der CETA-Präsentation unerwähnt blieb.
 
Ein Unternehmen, dem das Freihandelsabkommen freuen wird, ist Monsanto (mehr hier). Der US-Agrarkonzern schielt bereits länger nach Europa (hier).
 
Im Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist Kanada eines der Top-10-Länder weltweit. Die Befürchtung, dass CETA die Einführung von Gentechnik-Samen in die EU erleichtern wird, ist groß. Kommt das Abkommen, hat es Monsanto leichter, sich auf den europäischen Markt zu klagen, so EUObserver.
 
Das Abkommen wird als eine Art Vorläufer gesehen, denn die EU plant weitere Freihandelsabkommen, zum Beispiel mit den USA oder Japan.
 
Vor dem In-Kraft-Treten muss das Europäische Parlament dem Abkommen noch zustimmen.
 
Das ist zu erwarten – und zeigt ein Grund-Dilemma der europäischen Demokratie: Das EU-Parlament – ohnehin keine demokratische Einrichtung, weil nicht nach dem Prinzip One Man-One Vote gewählt wird, ist immer in der Defensive: Die EU-Kommission macht Gesetzes-Vorlagen und schließt Vereinbarungen. Das Parlament kann im Nachhinein versucht, das Schlimmste zu verhindern.
 
So wird aus Prinzip über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden.
 
Sie erfahren von den Veränderungen meist nicht einmal aus den Medien.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

peter Trom sagt:
Wartet ab.
Wir werden dieses Europa in seine Einzelteile zerlegen und alle Verantwortlichen von Genseuche, Privatisierungen (also Diebstahl am Volksvermögen) und die Finanzverbrecher aburteilen.
Der Tag wird kommen!

vigilencia sagt:
“CETA” soll als Vorlage dienen für TTIP, den “größeren Bruder” zwischen den USA und der EU, der im Herbst 2014 endverhandelt werden soll. Darin soll u.a. eine Investorenschutzklausel vereinbart werden, die eine Art “Parallelrechtsprechung” zulässt und den Konzernen ermöglichen wird, Schadensersatz gegen alles einzuklagen, was ihre Investionen auch nur im Ansatz gefährden könnte:
http://www.youtube.com/watch?v=xYAbKU3x09I&list=PLMlPHAAddcJzZ-CzI62tH71u80PCpfFUb

Anni sagt:
https://dl.dropboxusercontent.com/s/xl6a5rmeourvppd/monsanto.pdf?token_hash=AAEnKLNxt-0IS64JimsypgLkzZwt_nTQ7TLpTW_QZF51MA&dl=1
Alle Firmen, die Produkte von Monsanto verwenden❗ Bitte verbreiten, für eine bessere Welt ❗❗❗

Klaus sagt:
“Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.”
Aber das Geld der Öffentlichkeit, Steuern, nehmen sie gerne an. Wir haben schlechte Diener des Volks, die wir aber dennoch bezahlen müssen.
Estland machts vor: Politik sollte transparent sein! Das gilt auch für Koalitionsverhandlungen, die gerade in Berlin im stillen Kämmerlein laufen. Warum berichtet Phoenix mit einer Live-Kamera nicht darüber? Gibt es etwa etwas vor den Bürgern zu verbergen???

A.B. sagt:
Es wäre schön, wenn DWN eine Petition an exponierter Stelle erwähnen würde.
Es geht um: “Saatgutvielfalt in Gefahr – gegen eine EU-Saatgutverordnung zum Nutzen der Saatgut-Industrie”
Es fehlen noch über 20.000 Stimmen. Mit euch sind wir wahrscheinlich auf der sicheren Seite.
https://www.openpetition.de/petition/online/saatgutvielfalt-in-gefahr-gegen-eine-eu-saatgutverordnung-zum-nutzen-der-saatgut-industrie

Anni sagt:
Ich wäre dabei mich zu wehren, habe ja noch Kinder die hier leben sollen


Freitag, 12. Juli 2013

Sieg in Brüssel: Monsanto will ungeprüften Gen-Mais nach Europa bringen

Lebensmittel
 
Die gentechnisch veränderte Mais-Sorte „SmartStax“ steht vor seiner Zulassung als Lebens- und Futtermittel in der EU. Bei einer entsprechenden Abstimmung der Mitgliedsstaaten kam es am Donnerstag erneut zu einem Patt. Nun entscheidet die Kommission – die Agrarkonzerne dürfen sich freuen.


Mehrere genmanipulierte Mais-Sorten stehen vor ihrer Zulassung für die EU. (Foto: Flickr/bark)
Mehrere gentechnisch veränderte Mais-Sorten, darunter das umstrittene Monsanto-Produkt „SmartStax“, dürfen wohl bald in die EU eingeführt und hier zu Futter- und Lebensmitteln verarbeitet werden. Bei der heutigen Abstimmung aller Mitgliedsstaaten kam es zu keinem Ergebnis. Der Ball liegt nun bei der EU-Kommission, die im Sinne der Industrie entscheiden dürfte.

Bei der am Donnerstag erfolgten Abstimmung der EU-Mitgliedsstaaten konnten sich die Gentechnik-Kritiker nicht durchsetzen. Die genauen Abstimmungsergebnisse sind noch nicht bekannt. Klar ist nach Beobachterberichten lediglich, dass bei der Abstimmung keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen eine Importgenehmigung von SmartStax und mehreren anderen genmanipulierten Mais-Pflanzen getroffen wurde.

Nach Angaben des grünen Agrarpolitikers Martin Häusling hat sich Deutschland der Stimme enthalten, berichtet der Informationsdienst Gentechnik.

Die Beamten des Verbraucherschutzministeriums unter Ilse Aigner (CSU) hatten dies schon beim ersten Wahlgang vor einem Monat so gehandhabt (hier).

Das kommt de facto einer Zustimmung gleich. Dass sich die Generaldirektion Gesundheit unter Kommissar Tonio Borg gegen eine Einführung der umstrittenen Gen-Pflanzen aussprechen wird, gilt nämlich als ausgeschlossen, ist sie doch eng mit den großen Agrarkonzernen verwoben (hier).

Kritiker warnten im Vorfeld eindringlich vor einer Zulassung des „Giftcocktails“. Eine unabhängige Risikoprüfung der kombinierten Eigenschaften des Biotech-Mais habe nicht stattgefunden. Die Hersteller von SmartStax, die US-Agrarkonzerne Monsanto und Dow, haben der Pflanze verschiedene Gene aus anderen Spezies eingesetzt. Der Mais setzt mehrere Insektengifte frei und ist gegen zwei Pflanzenschutzmittel resistent. Mit dieser Mischung sollen die Resistenzen bei Wildkräutern und Insekten, die sich auf den Gentechnik-Plantagen Nord- und Südamerikas ausbreiten, bekämpft werden.
 
Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare
Braucht es noch mehr Beweise welcher Lobbyorganisation unser "Verbraucherschutz"- Ministerium zuzuordnen ist? Kann man noch verlogener sein?

Sie ist wieder solo. (lt. abendblatt) Verständlich, wer hat schon gerne eine wirtschafts-dressierte Marionette zur Frau, die das Ministeramt nur besetzt hält, damit Personen, die die Aufgabe des Ministeriums ernst nehmen würden, den Posten nicht erlangen können.
Warum beweist uns diese Frau immer wieder aufs Neue, dass diejenigen, bei denen es für einen normalen Beruf, egal aus welchem Grund, nicht reicht, in der Politik immer noch höchste Ämter besetzen können?



KI sagt:
Na Klasse!
Ist wieder mal typisch für den EU-Verein, kein Rückgrat und nur das Geld im Kopf
und Deutschland wie immer mit Enthaltung, wenns drauf ankommt.
In anderen Sachen immer die große SCHNAU.. und allen den Kurs vorschreiben wollen, aber wenn es um die Bevölkerung und deren Gesundheit geht, nichts als heiße Luft oder schweigen.
 

Steiner sagt:
Wo muß ich unterschreiben? Ansonsten, erkundige ich mich schon mal in welchen Produkten Mais enthalten ist.Die kaufen wir nicht mehr.Alle vorgefertigten Produkte zu meiden wäre das beste.Gemüsebeet wird angelegt.Ach ja, da will Monsanto ja auch Geschäfte mitmachen.
Empfehlung an Frau Aigner und die Kommission, jeden Tag eine Portion Genmais
und nach in Krafttreten des Freihandelsabkommen Chlorhähnchen und Klonfleisch, wohl bekommt’s.
 

WilmaFeuerstein sagt:
Die wollen uns einen derartigen Dreck vor die Nase setzen und Deutschland enthält sich der Stimme ???? Das zeigt wohl deutlich, wer unsere Marionetten bezahlt !
 

General-Investigation sagt:
Was zum Teufel ist denn los, das man sich bei solch wichtigen Abstimmungen der Stimme enthält – das kann doch wohl nicht wahr sein.