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Dienstag, 30. September 2014

CETA und TTIP: Sie verhandeln Abkommen - als wäre die EU ein Staat

Thema: Freihandel

CETA und TTIP: Die Bürger haben durchschaut, dass nicht zu ihrem Vorteil verhandelt wird

Um Verhandlungen für Freihandelsabkommen zu forcieren, wird den Bürgern Europas das Blaue vom Himmel versprochen. Um den Interessen der Lobbyisten zu genügen, wendet die EU einen Trick an: Sie verhandelt bilaterale Abkommen - so als wäre die EU bereits ein Staat. Den Bürgern sollen dann Angela Merkel und Sigmar Gabriel erklären, warum die Deals sinnvoll sind - sagt der EU-Kommissar Karel de Gucht.

Die EU war eine der treibenden Kräfte hinter der am Widerstand Indiens gescheiterten sogenannten Doha-Runde für eine multilaterale Vereinbarung von Handelserleichterungen innerhalb der Welthandelsorganisation (WTO). Für diese Verhandlungen war den Bürgern Europas das Blaue vom Himmel versprochen worden. Seit dem Scheitern der Doha-Runde hat sich die EU-Kommission, der 2009 von den Mitgliedsländern die alleinige Kompetenz für die Handelspolitik übertragen wurde, verstärkt auf sogenannte bilaterale „Freihandelsabkommen“ verlegt. So wurde das Abkommen mit Kanada nun zu Ende verhandelt und das Abkommen mit den USA vorbereitet.

Gegenüber der gescheiterten multilateralen Runde der WTO kann man in solchen bilateralen Vereinbarungen auch viele Regelungen treffen, die multilateral nicht konsensfähig wären. Dazu gehört vor allem der Investorenschutz-Bereich, der ausländischen Multis einen gerichtsfreien Schutz vor den Gesetzen des Investitionslandes geben soll. Nie würden Länder, wie Indien oder China, dem im multilateralen Rahmen zustimmen. Auch haben die USA selbst solche Regelungen nicht in den Freihandelsabkommen mit Australien, Singapur und Israel durchsetzen können.

Alle großen Unternehmen und ihre Verbände unterhalten in Brüssel Vertretungsbüros, die der Lobby einen einseitigen Einfluss auf die EU-Kommission garantieren. Diese Unternehmen, meist große Multis, drängen auf solche Abkommen, weil sie sich davon mehr Export und mehr Investitionen in Niedrigstkostenländern versprechen, wo Gewerkschaften nur in staatlicher Form wie in China vorhanden oder jedenfalls sehr schwach sind und Streiks nicht befürchtet werden müssen. Dass damit zugleich die Löhne in den Heimatländern der Multis erfolgreich gedrückt werden können, ist ihnen natürlich ebenfalls recht. Wenn dann durch Importe aus den Ländern, mit denen die EU-Kommission verhandelt hat, in den Heimatländern der Multis Arbeitsplätze verloren gehen, trifft sie das in aller Regel nicht. Und oft sind sie es selbst, die den Import betreiben.

Die „Freihandelsabkommen“, wie sie die EU-Kommission jetzt mit Kanada oder den USA verhandelt, tragen bewusst irreführende Etiketten, die den Eindruck erwecken sollen, als würde erst jetzt freier Handel zwischen den Vertragsparteien eingeführt werden, obwohl die Zölle schon fast auf null sind. Dagegen geht es in Wahrheit darum, unter dem irreführenden Banner der Freiheit neue Ab- und Unarten des freien Handels einzuführen. Und wer will schon gegen die Freiheit sein, zumal wenn gleichzeitig davon enorme wirtschaftliche Vorteile für alle versprochen werden? Dennoch haben – für die EU-Kommission völlig ungewohnt – große Teile der Bürger Europas im Falle der Verhandlungen mit Kanada und den USA nun zum ersten Mal das sonst schwer verständliche Spiel solcher Vereinbarungen durchschaut und gegen viele dieser angestrebten Regelungen, vor allem im Investorenschutzbereich, öffentlich Front gemacht. Nach vielen nationalen Protesten, zumal in Deutschland, findet am 11. Oktober ein europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen die Abkommen statt.

Die Reaktionen des Brüsseler Handelskommissars De Grucht klingen dementsprechend hilflos:
    „Ich kann die deutsche Öffentlichkeit nicht überzeugen. Das ist die Aufgabe der deutschen Politiker. Es ist die Aufgabe von Frau Merkel und Herrn Gabriel, ihre Bevölkerung zu überzeugen. Ich weiß, dass sich Frau Merkel öffentlich für das Abkommen mit den USA ausgesprochen hat, aber sie sollte daraus einen definitiven politischen Punkt machen.“
Hier also lassen sich demokratisch nicht legitimierte EU-Bürokraten von der Lobby in Verhandlungen treiben und sind total unfähig, die Bürger von ihrem Tun zu überzeugen. Was die Sache allerdings noch weit schlimmer macht, sind die noch in den Schubladen wartenden Pläne für weitere Freihandelsabkommen, vor allem das mit China, an dem die Multis besonders interessiert sind. So argumentieren die Fürsprecher der Freihandelsabkommen schon jetzt für die Investorenschutzklauseln in den Abkommen mit Kanada und den USA, weil diese nur so zu vollwertigen Vorbildern für Abkommen mit China und andere Schwellenländer werden könnten, als wenn diese jemals solche Klauseln akzeptieren würden. Gerade China wird das nie tun.

Über weitere sogenannte „Freihandelsabkommen“ sollen also die EU-Grenzen für Dumpingimporte aus den aggressiven Schwellenländern, besonders China, noch weiter aufgerissen werden, zum Nutzen der Multis und zum Schaden der Arbeitnehmer in Europa. Während der Handel mit Kanada und den USA in gleichen Wirtschaftssystemen erfolgt, muss man sich bei den sehr unterschiedlichen Schwellenländern auf ganz andere Gefahren einstellen. Im Verhältnis zu China, dem Land mit dem bei Weitem größten Binnenmarkt der Welt, muss die EU immer aus einer Position der Schwäche heraus verhandeln, wobei sie außerdem noch von den China-durstenden Multis vor sich her geschoben wird. Das hat sich schon bei der Aufnahme Chinas in die WTO von 2002 gezeigt, als ausreichende Schutzklauseln gegen chinesisches Dumping nicht durchsetzbar waren. Und das gilt erst recht, wenn die EU – anders als im multilateralen Rahmen – nun ein solches Abkommen allein verhandeln sollte.

Um bei China eine Vorstellung von den Folgen eines neuen Freihandelsabkommens zu bekommen, braucht man sich nur die seit Jahren gewaltigen Überschüsse Chinas im Handel mit der EU anzusehen, die sich allein in den zehn Jahren von 2004 bis 2013 auf weit mehr als 1,3 Billionen Euro angehäuft haben (Abb. 18493).


Noch augenöffnender ist, zu welchen weitreichenden Konzessionen gegenüber China die EU im Rahmen der gescheiterten Doha-Runde bereit war. Das waren Konzessionen, von denen die Bürger der EU keine Ahnung hatten und über die sie bewusst nicht unterrichtet wurden. So sollte es beispielsweise im Bereich der Zölle für den Import von Autos in die EU zu einer Absenkung von 10 Prozent auf nur noch 4,5 Prozent kommen. China sollte dagegen seinen Einfuhrzoll für Autos nur von 25 Prozent auf 18 Prozent absenken, womit der Zollschutz in China viermal höher als in der EU gewesen wäre. Auch wurden Entschärfungen der Anti-Dumping-Regeln diskutiert, die den Schutz gegen Dumping erheblich erschwert bis verhindert hätten. So sollte ein „Public Interest Test“ stattfinden, selbst wenn Dumping eindeutig nachgewiesen war. So sollten die Interessen der Industrien einbezogen werden, die die aus China gedumpte Ware in dem Importland verwandt hätten, und auch Vertreter der Konsumenten, wenn das Produkt im Einzelhandel verkauft worden wäre. Auch dies wäre zu einem großen einseitigen Vorteil für China geworden.

Joachim Jahnke, geboren 1939, promovierte in Rechts- und Staatswissenschaften mit Anschluss-Studium an französischer Verwaltungshochschule (ENA), Mitarbeit im Kabinett Vizepräsident EU-Kommission, Bundeswirtschaftsministerium zuletzt als Ministerialdirigent und Stellvertretender Leiter der Außenwirtschaftsabteilung. Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London, zuletzt bis Ende 2002 als Mitglied des Vorstands und Stellvertretender Präsident. Seit 2005 Herausgeber des „Infoportals“ mit kritischen Analysen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung (globalisierungskritisch). Autor von 10 Büchern zu diesem Thema, davon zuletzt „Euro – Die unmöglich Währung“, „Ich sage nur China ..“ und „Es war einmal eine Soziale Marktwirtschaft“. Seine gesellschaftskritischen Analysen beruhen auf fundierter und langjähriger Insider-Erfahrung. Sein Buch über das Ende der sozialen Marktwirtschaft (275 Seiten mit 176 grafischen Darstellungen) kann unter der ISBN 9783735715401 überall im Buch- und Versandhandel für 15,50 Euro bestellt werden, bei Amazon hier.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Kommentare

AndreasHofer2013 sagt:
“EU-Politiker” sind für mich Leute auf dem Abstellgleis .- die keinerlei staatsmännische Kompetenz besitzen – mögen Sie weiter den Krümmungsgrad von Gurken berechnen , solange wir diesen Schwachsinn dulden – aber alles was mit Politik und Wirtschaft zu tun hat, sollte man von diesen Personen fernhalten und nichts anerkennen!

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
„Die Bürger haben durchschaut, dass nicht zu ihrem Vorteil verhandelt wird“!
Wir werden von unseren Regierungen an der Nase herumgeführt, wobei die Dr. Merkel und der Gabriel zum Regieren scheinbar keine Lust mehr haben. Sie wollen immer mehr Kompetenzen u. damit Macht an Brüssel abgeben und treten offenbar nur noch als Amtsverweser auf!
Da die Mehrheit der Deutschen aber ohnehin die Macht aus Brüssel zurück will, auch weil sie nie gefragt wurden, ob sie zur EU wollen: Warum sollten wir uns dieser Regierung und Brüssels nicht schnellstens auf friedlich/demokratischem Wege – ähnlich wie 1989 – entledigen? Wobei ich betone: Die 89er Revolution lief völlig unblutig ab! „Damals“ wurde dem Willen des Volkes entsprochen!
Schaffte man „EUROGENDFOR“ nun extra für derartige Situationen?

christie sagt:
Pan Pawlakudis:
“Der Freihandel stärkt also nicht die Demokratie, wie immer wieder behauptet wird, sondern er birgt stark ANTIDEMOKRATISCHE Tendenzen. Das ganze Modell des Freihandels und die ganze Stoßrichtung dieser Verträge ist problematisch und gefährdet auch VERFASSUNGS- und MENSCHENRECHTE. “Einer der fiesesten LOBBYISTEN-TRICKS ist das Andocken an internationale Handelsabkommen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden…Dennoch wird es im Wahlkampf viel zu wenig thematisiert. Da sind die Lobbynetzwerke viel näher am Thema …, so dass der harte Vorwurf eines “KOMPLOTTS der Konzerne gegen Rechtsprechung und Demokratie” nicht an den Haaren herbeigezogen schient
http://www.spd.de/profil/15711666/blog/freihandelsabkommen-ttip-oder-freihandelsfalle

christie sagt:
VERFASSUNGSBESCHWERDE gegen CETA und TTIP
Zitat: “Wem CETA und TTIP weiter gehen, als seine demokratischen Bürgerrechte es erlauben, sollte Verfassungsbeschwerde einlegen:”
http://www.spd.de/profil/15711666/blog/verfassungsbeschwerde-gegen-ceta-und-ttip
Packen wirs an!

Goldstück sagt:
Die EU halluziniert sich ihre Rechtsgrundlage zurecht. Ein demokratisch nicht legitimier Zirkel zerstört unsere Volkswirtschaft bis ins Mark, und wird uns alle in Armut stürzen. Aufhalten können wir diesen Prozess nur, wenn wir endlich aufstehen. Unsere Politiker können nichts außer Machterhalt. Das ist ihre Achillesferse, nur wenn das eigene Schmarotzertum gefährdet ist, agieren sie im Namen des Volkes. Des eigenen Volkes!


Montag, 28. Juli 2014

Angst vor Putin: Staatschefs schicken EU-Technokraten vor

Thema: Taktik

Die EU-Präsidenten haben Van Rompuy und Barroso haben feierlich angekündigt, dass es gegen Russland Sanktionen geben werde. Die Regierungschefs haben die beiden Bürokraten vorgeschickt. Sie wissen, dass die Sanktionen für ihre eigenen Bürger teuer werden. Und kein Land will es sich wirklich mit Putin verscherzen.

Mit Kommissionspräsident Barroso und Ratspräsident Van Rompuy haben zwei Bürokraten der EU verkündet, dass die Nationalstaaten Sanktionen gegen Russland verhängen werden.

Es mag Demokraten seltsam vorkommen, dass zwei von niemandem gewählte Technokraten die Macht haben, über eindeutige wirtschaftliche Nachteile für die Nationalstaaten zu entscheiden – noch dazu in einer Phase, in der sich die Euro- und die Schuldenkrise zurückmelden.

Doch in diesem Fall dürfte es sich nicht um die Abgabe von Souveränität an Brüssel handeln, sondern eher darum, dass die EU-Staatschefs froh sind, dass andere die schlechte Nachricht überbringen müssen. Denn wenn die Sanktionen wirklich kommen, werden sie auch Europa schaden (mehr dazu hier).

Die Staats- und Regierungschefs wollen sich daher eine Hintertüre offenlassen, um mit Putin gegebenenfalls Sondervereinbarungen zu treffen.

Van Rompuy und Barroso sind beide “lame ducks”. Sie treten in wenigen Monaten ab und haben sich aus Dankbarkeit für ihre fürstlichen Pensionen offenbar gerne bereit erklärt, einer umstrittenen politischen Entscheidung ihr Gesicht zu verleihen.

Van Rompuy wendet sich mit einem Brief an die nationalen Regierungen: Im Sanktionspaket, welches auf die Finanz-, Energie- und Rüstungsindustrie Russlands abzielt, sei „die richtige Balance“ getroffen worden. Er fordert die Staats-und Regierungschefs auf, den Maßnahmen am Dienstag ihre Zustimmung zu geben. Das gesamte Gasgeschäft wurde aus den Sanktionen ausgenommen (hier). Es ist das für die Russen wichtigste Geschäft.

„Ich glaube, dass dies ein effektiver, zielgerichteter und ausgewogenen Ansatz ist und uns die Flexibilität bietet, unsere Reaktion auf Veränderungen in der Welt anzupassen“, zitiert die FT Kommissionspräsident Barroso.

Sollten die Mitgliedsstaaten dem Antrag zustimmen, soll es jedem EU-Bürger verboten werden, Anleihen von russischen Banken zu erwerben, die sich zu mindestens 50 Prozent in den Händen des russischen Staats befinden.

Zudem bestehe die Möglichkeit eines Ausfuhr-Stopps für spezielle EU-Technologie, die bei der Förderung von Erdöl- oder Erdgasressourcen zum Einsatz kommt (mehr zu den geplanten Sanktionen hier).

Der Stopp für Rüstungsexporte soll nicht rückwirkend gelten, so Van Rompuy. Dieses Vorgehen kommt Frankreich entgegen, die ihren Milliardendeal mit Russland über zwei Kriegsschiffe nicht abgeschlossen haben (mehr dazu hier).

Im Energiesektor soll sich nur auf den russischen Ölsektor beschränken und die Gasindustrie ausnehmen, so Van Rompuy in seinem Brief, „mit Blick auf die Notwendigkeit, die Energiesicherheit der EU zu wahren“.

Nachdem bereits Einzelpersonen aus Putins Umfeld mit Sanktionen belegt wurden, läuten die neuen Maßnahmen die „Phase drei“ im EU-Sanktionsplan ein. Sie soll die gesamte russische Wirtschaft treffen.

„Meine Einschätzung ist, dass dieses Paket bezogen auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis die richtige Balance hat“ schreibt Van Rompuy. „Es sollte einen starken Einfluss auf die russische Wirtschaft haben, gleichzeitig aber eine moderate Auswirkung auf die Volkswirtschaften der EU.“

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Gast sagt:
Dazu sind Marionetten eben da. Komisch daß im Bezug auf andere Kriege und Konflikte die EU-Marionetten ihren Text vergessen haben. Liegt wohl daran daß diese Konflikte von den USA geführt werden und welche EU-Marionette verhängt schon Sanktionen gegen den eigenen Anführer.
Ansonsten sag ich nur, die Welt geht nicht vornehm zu Grunde sondern dumm – wie man ja sieht. Diese lächerlichen EU-Politiker versperren sich selbst den Weg in die Zukunft.

Cleopatra sagt:
Die EU weiss doch garnicht mehr was sie macht.
Es läuft alles aus dem Ruder.
Die Ukraine befindet sich im Bürgerkrieg, aus dem man sich tunlichst heraushalten sollte.
Aber dazu ist es jetzt zu spät.
Die EU ist inzwischen schon zwischen die Räder gekommen und wird früher oder später auch aufgerieben.

Die USA haben MH17 abgeschossen sagt:
Die CIA-Regierung in Kiew hat MH17 abgeschossen, um es den Russen in die Schuhe zu schieben.
@USA
Bitte Gegenbeweise! Was ist mit den Satellitenaufnahmen? Wieso gibt es immer noch nichts und Obama läuft rum, als ob er einen Geist gesehen hat!
@illegale CIA-Regierung der Ukraine
Was ist mit der Aufzeichnung des Funkverkehrs?

Gabbi sagt:
Da stehen sie und lassen sich ablichten mit einem, der gerade sein eigenes Volk abschlachten und zerstümmeln lässt!
Erbärmliche Typen!
Und solche Leute wollen Europa regieren!

Hella sagt:
Was hat das noch mit Freiheitlichkeit zu tun?!
Was hat der Westen eigentlich noch zu verteidigen, außer diesem galoppierenden Irrsinn?!
Der Westen hat doch schon aufgehört zu existieren – er weiß es nur nicht – wie Störtebeker, der ohne Kopf noch an einigen seiner Leute vorbeilief ….
Wir sollten an das Danach denken, denn es wäre NIEMANDEM gedient, wenn dann die Russen ALLES in Europa in die Hand bekämen – weder den Russen, noch den Europäern.
Hella


Sonntag, 27. Juli 2014

Der Preis der Abhängigkeit:

Thema: Energie

Brüssel legt Straf-Paket vor

EU nimmt Gas-Geschäfte von Sanktionen aus

Die EU will mit aller Härte gegen Russland vorgehen, schreckt jedoch vor einem Gas-Streit zurück. Wegen der großen Abhängigkeit der EU-Staaten vom russischen Gas sollen Geschäfte in diesem Bereich von den Sanktionen ausgenommen werden.

Die EU will kommende Woche ihr Sanktions-Paket gegen Russland massiv verschärfen. Das russische Bankenwesen, die Rüstungsindustrie und die Technologiebranche sollen abgestraft werden. Doch der reguläre Erdgashandel zwischen der EU und Russland soll unangetastet bleiben.

Die EU will ihre Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland ausweiten. Die Verschärfung der Sanktionen betrifft den Banken-Sektor, die Rüstungs-Industrie, die Energie-Wirtschaft und die Technologie-Branche.

Jedem EU-Bürger soll es verboten werden, Anleihen von russischen Banken zu erwerben. Doch das gilt nur für jene Banken, die sich mindestens zu 50 Prozent in den Händen des russischen Staats befinden. Der Handel mit russischen Staatsanleihen soll hingegen ungestört weiter laufen. Die USA hatten zuvor eine ähnliche Sanktion gegen die Gazprom-Bank und VEB verhängt.

Etwa die Hälfte aller neuen Anleihen – 7,5 Milliarden Euro von 15,8 Milliarden Euro – sind im vergangenen Jahr von staatlich kontrollierten russischen Finanzinstituten auf den europäischen Kapital-Markt gebracht worden, berichtet die FT.

Die EU-Kommission meldet, dass die jährlichen Rüstungs-Exporte der EU nach Russland einen Wert in Höhe von 300 Millionen Euro haben. Doch im Gegenzug importiert die EU Rüstungs-Güter im Wert von 3,2 Milliarden Euro. Die Mehrheit der russischen Waffen-Exporte gehen an die ehemaligen Mitglieds-Staaten des Warschauer Pakts. Es sollen nicht in etwa die Rüstungs-Exporte nach Russland gestoppt werden, sondern die Rüstungs-Importe aus Russland in die EU.

Zudem bestehe die Möglichkeit eines Ausfuhr-Stopps für spezielle EU-Technologie, die bei der Ausbeutung von Erdöl- oder Erdgasressourcen zum Einsatz kommt. Die speziellen Technologien werden bei der Ausbeutung der Arktis und in Tiefseegebieten genutzt.

Der jährliche Export-Wert beträgt 150 Millionen Euro. Russland sei auf diese EU-Technologie angewiesen und könne nicht auf andere Alternativen zurückgreifen. Die EU sei der einzige Lieferant. Doch den regulären Erdgas- und Erdölexport möchte die EU nicht behindern. Zuvor hatte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat in einem Brief an die Regierungen der 28 EU-Mitgliedstaaten vorgeschlagen, bei den geplanten Sanktionen gegen Russland den Erdgas-Sektor komplett auszunehmen.
Weiterhin plant die EU-Kommission, die Ausfuhr von Dual-Use-Technologie im Wert von 20 Milliarden Euro einzuschränken. Dual-Use-Technologie kann sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden.

Der Vorschlag bezieht sich vor allem auf hochsensible High-Performance-Computer und Elektronik im Wert von vier Milliarden Euro. Auf langfristige Sicht würde Russland große Schwierigkeiten bei der Entwicklung von High-Tech-Material für das Militär bekommen. Zudem würde Russlands Fähigkeit bei der Entwicklung alternativer Energie-Technologien einen großen Schaden erleiden.

Die 28 EU-Staaten wollen die Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland kommende Woche beschließen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


» der Kommentar des Blogschreibers «
Man liest und hört gar nichts mehr von den Gas- und Ölreserven Zyperns und Griechenlands.
Warum werden die nicht auch zum Thema gemacht, wenn es um mehr Unabhängigkeit von Russland gehen soll? Haben die USA dort auch schon ihre schmutzigen Finger im Spiel wie in der Ukraine? Meinen sie es sei "ihr Gas und Öl" wie sie alles Gas und Öl auf der Welt für sich beanspruchen?

http://www.claro.de/magazin/der-verborgende-oel-krieg-trieb-die-usa-griechenland-mit-absicht-in-die-pleite-762/

Dirk Müller, Autor des Buches “Showdown” berichtet von interessanten Verwicklungen internationaler Geheimdienste und den Interessen der USA an den Erdölvorkommen vor der Küste Griechenlands. Die Amerikaner wollten das Land vom Rest der EU abspalten und sich die angeblich riesigen Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer sichern.
Riesige Öl- und Gasvorkommen vor den griechischen Küsten könnten langfristig das Krisenland in ein "Norwegen des Mittelmeeres" verwandeln. Griechenland verfüge "nach konservativen Schätzungen" über Öl- und Gasvorkommen im Wert von 300 Milliarden Euro, heißt es aus der Umgebung von Ministerpräsident Antonis Samaras.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-10/griechenland-oel

Wäre doch interessant zu wissen, ob sich das die Freunde unserer Regierung schon unter den Nagel gerissen haben, wir Steuerzahler aber weiterhin "Griechenland retten" müssen.


Kommentare

Europäischer Freund sagt:
Im Westen nichts Neues. Es gab da mal einen Versuch, Waren aus Deutschland vom Markt zu verbannen. Diese wurden mit “Made in Germany” gekennzeichnet, was als “minderwertig” verstanden werden sollte und auch wurde.
Wie diese Geschichte ausging, wissen wir: Deutschland war praktisch gezwungen, die Qualität der Waren so zu verbessern, bis sie trotz der negativen Kennzeichnung nachgefragt wurden. Aus dem Makel wurde so ein Zeichen für Qualität.
Jetzt schickt man Russland auf einen ähnlichen Weg. Dort mangelt es nicht an klugen Köpfen. Vielleicht wird in der Folge High-Tech aus Russland in 30 Jahren die Meßlatte für alle anderen sein.
Allerdings glaube ich kaum, dass die Lügner und Betrüger des Westens so viel Atem haben, um das zu erleben. Sie pfeifen ja jetzt schon aus dem vorletzten Loch.

Parzifist sagt:
Das wird aber Oh´Bama gar nicht gefallen, denn Usa möchte doch gerne genau dieses russische Gas ablösen.

besserwisser sagt:
und warum sollte dann Russland brav sein Gas weiter Liefern?
Es wäre doch logisch auf diese Sanktionen ebenfalls mit Sanktionen zu Antworten und die Gaslieferungen komplett einzustellen.
Jedenfalls wäre die russiche Regierung ziemlich dumm wenn Sie nicht irgendwelche gegen Sanktionen beschließen würde.

Nikodemus sagt:
Das ganze Sanktionsgeschwätze ist sowas von abartig, dass man kotzen könnte. Natürlich werden alle Sanktionen wie ein Bumerang auf die EU zurückfallen und bei soviel Dämlichkeit auch verdient!
“Die speziellen Technologien werden bei der Ausbeutung der Arktis und in Tiefseegebieten genutzt”, weil die Russen schon einmal unter dem Nordpol in 4261 m Tiefe ihre Flagge gesetzt haben.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/in-4261-metern-tiefe-russen-setzen-fahne-am-nordpol-a-497827.html

Vereinsamte Staaten von Amerika sagt:
Gott sei Dank ist die EU von russischer Energie abhängig und speziell Deutschland wirtschaftlich recht kräftig mit Rußland verflochten!
Daß die EU trotzdem über Export-Verbote / “Sanktionen” für Technologien für die Erdgas- und Erdölförderung nach Rußland nachdenkt, grenzt ans Groteske!
Die amerikanische Industrie lacht sich ins Fäustchen.
Wie gestört muß man sein (oder wie abhängig von den USA / UK…?), um sich die eigene zukünftige Belieferung mit Gas und Öl zu erschweren und zu verteuern?
Alles nur, um sich einer größenwahnsinnigen Machthaber-Clique im Westen als gefügig zu erweisen? Erschreckend, was für eine Versklavungs-Struktur sich da hinterrücks gebildet hat.
Gut, daß das jetzt vor aller Augen offenbar wird!
Herzlichen Dank den DWN für herausragend mutige Berichterstattung!

Selbstdenker sagt:
Ich frage mich, wie sich wohl der Rachefeldzug des Westens und der EU gegen Russland gestalten wird, auf Grund der Tatsache, dass die Propagandalügen fast so schnell entlarvt und offenkundig gemacht wurden wie sie in die Welt gesetzt wurden.
Alle wissen, dass es nahezu unmöglich ist aus dieser Nummer wieder herauszukommen, ohne dass es eine weltweite Blamage gibt – für Amerika, für die Ukraine und all die willfährigen Vasallen in den Medien und in den Regierungen der EU.
Und auf die “klärenden Informationen” eines Herrn Kleber und all die anderen Propaganda-Schwätzer bin ich ebenfalls gespannt.
Egal, wie sich das “Zurückrudern” gestaltet, die Wahrheit siegt am Ende immer!

Stephan Achner sagt:
Die Chinesen werden einspringen und die Technologien an Rußland liefern, die die EU jetzt nicht mehr liefern will – früher oder später. Dann wird sich Rußland an diese Sanktionen erinnern, die EU schaut in die Röhre und die Arbeitslosenzahlen in der EU steigen weiter.

Wolfgang Schneider sagt:
Interview mit IIlja Ponomarjow, Duma Abgeordneter:
“Meiner Ansicht nach hat die EU den ganzen Prozess in Bewegung gesetzt, indem sie die Assoziierung nur der Ukraine angeboten hat – und dabei Russland außen vor ließ. Jeder, der nur ein bisschen etwas von der Region versteht, wusste, wohin das führen würde. Der offene Konflikt mit Russland ist vor allem eine Folge der Fehleinschätzung europäischer Staatenlenker. In besonderer Verantwortung sehe ich dabei Deutschland als wichtigste politische und wirtschaftliche Kraft. Berlin drückt sich aber leider vor der Führungsverantwortung, die es eigentlich übernehmen müsste. Zumal die Bundesrepublik unter allen europäischen Staaten die besten Beziehungen zu Russland unterhält.”
Quelle: http://www.welt.de

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
Die EU will also ihr Sanktions-Paket gegen Russland massiv verschärfen!
Ist es aber nicht „großzügig“, das Brüssel den Russen – um sie nicht völlig zu verärgern(?) – “ausnahmsweise” trotzdem Gas abnehmen will?
Was aber geschieht, wenn Putin sich darauf „nicht“ einlässt und dafür seinen Handel mit den immer mehr werdenden Staaten um die „BRICS“ – zu denen nun auch die bisher von der EU bisher geschmähte Türkei stößt – ausbaut und damit kompensiert?
Braucht Russland die Amis und die EU wirklich? Braucht die EU Energie?


Samstag, 17. Mai 2014

Deutsche Wirtschaft fürchtet Verlust russischer Aufträge an China

Thema: Ukraine-Konflikt

Deutsche Wirtschaft fürchtet Verlust russischer Aufträgen an China

Die deutsche Außenhandelskammer fürchtet bei schärferen Sanktionen gegen Russland den Verlust von lukrativen Aufträgen an die Konkurrenz aus Asien. Dies würde einen Verlust von Marktanteilen und Arbeitsplätzen nach sich ziehen. Daher fordert die deutsche Wirtschaft die Politik zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts auf.

Deutschlands Unternehmen befürchten bei scharfen Sanktionen gegen Russland den Verlust lukrativer Geschäfte an die Konkurrenz aus Asien. Weitergehende Wirtschaftssanktionen würden „zu einer deutlichen Hinwendung der russischen Wirtschaft und Politik nach Asien, insbesondere nach China, führen“, heißt es in einem Positionspapier der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, das der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag und unter anderem an die Bundesregierung gerichtet ist.

„Ein solcher Verlust von Marktpositionen europäischer und deutscher Unternehmen würde angesichts schon jetzt schwieriger Marktverhältnisse langfristig und nachhaltig sein.“

Nach Ansicht der deutschen Firmen droht ihnen bei scharfen Sanktionen gegen Russland ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, Marktanteilen und Arbeitsplätzen. „Das entstehende Vakuum wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von anderen Ländern gefüllt“, heißt es in dem Papier. Auch drohe eine verstärkte Vergabe von Aufträgen an örtliche Wettbewerber sowie die Stornierung oder zeitliche Streckung von Projekten durch russische Auftraggeber.

„Die fortgesetzte Drohung mit weiteren Sanktionen beeinträchtigt die Planungssicherheit empfindlich“, warnt die Kammer. Schon jetzt gebe es „zum Teil auch massive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft in Russland“. Dort sind etwa 6000 deutsche Unternehmen aktiv. Die Exporte nach Russland waren im Januar/Februar um 16 Prozent eingebrochen.

Handelssanktionen würden zu einer Reaktion der russischen Seite führen, mit unabsehbaren juristischen Konsequenzen. „Die Verträge zwischen den Unternehmen sind auf privatwirtschaftlicher Grundlage geschlossen und enthalten bei Nichteinhaltung massive Kompensationen, die von russischer Seite vor internationalen Gerichten mit großer Aussicht auf Erfolg eingeklagt werden könnten“, heißt es in dem Papier weiter.

Wegen des russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt droht die EU mit harten Wirtschaftssanktionen. Bislang wurden Kontensperrungen und Einreiseverbote gegen Privatpersonen verhängt. Die Auslandshandelskammer fordert eine diplomatische Lösung des Konflikts, die ohne Sanktionen auskommt.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

bora sagt:
das ist ja auch das ziel von USA

derdaging sagt:
Das ist ne gute Sache. Da merkt von Mittelstand aufwärts endlich was für Gestalten da in Berlin am werkeln sind.

Anger sagt:
und plötzlich werden div. deutsche und europäische Firmen Übernahmekandidaten für amerikanische Firmen, aber Dank TTIP haben wir hier sowieso bald amerikanische Verhältnisse. Mindestlohn, hätten man sich auch sparen können!
Danke, alles richtig gemacht Frau Merkel!

hasenmaier sagt:
Warum dieses ständige Russen-Bashing?….Sehen wir es mal so:Die USA hofieren China und bücken sich, um ihnen die Stiefel zu lecken…Im Streit mit Vietnam um Öl-und Gasvorkommen in der chinesischen See hat China bereits eine Öl-Platform positioniert.Die Verunreinigten Staaten von Amerika halten sich mit Drohungen zurück und lassen China in Ruhe.Warum?Nachdem Rußland vor kurzem US-Staatsanleihen in Höhe von 26 Mrd. US-Dollar verkauft hat und der US-Dollar daraufhin ” in die Knie ging” (diese T-Bonds mußte das kleine Euro-Land Belgien kaufen), müssen die USA China bei Laune halten und nicht provozieren, … sonst verkaufen die Chinesen auch noch US-Staatsanleihen und braten den US-Dollar. http://www.zerohedge.com/news/2014-05-15/us-officially-takes-no-position-chinas-provocative-actions-disput.

Oeconomicus sagt:
Schlappe für die Sanktions-Trommler?
Lange Gesichter im White House?
Offenbar widersetzt sich die kanadische Regierung in Ottawa dem Dirigenten im Oval Office hinsichtlich lauthals geforderter Wirtschafts-Sanktionen gegen das ‘phöse’ Russland.
Aus Rücksicht auf kanadische Wirtschaftsinteressen sollen zwei russische Konzernchefs von Sanktionen wegen der Ukraine-Krise ausgenommen werden. Dabei handelt es sich um den Chef des Rüstungs- und Industriekonzerns Rostec, Sergej Tschemessow, und den Vorstandsvorsitzenden des Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin. http://oconomicus.wordpress.com/2014/05/16/schlappe-fur-die-sanktions-trommler/


Freitag, 18. April 2014

China will Export-Begrenzung für Seltene Erden beibehalten

Thema: Ressourcen

China wird gegen das Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) Berufung einlegen. Die WTO hatte dem Land zuvor untersagt, die Ausfuhr von Seltenen Erden zu begrenzen. Fast 90 Prozent der weltweiten Produktion der Industrie-Metalle stammen aus China.

Der internationale Handelsstreit um begehrte Industriemetalle aus China geht in die nächste Runde. Die Volksrepublik kündigte am Donnerstag Berufung gegen einen Schiedsspruch der Welthandelsorganisation (WTO) an, die chinesische Exportbeschränkungen für Seltene Erden für unzulässig erklärt hatte. Das im März gefällte Urteil bedeutete einen Sieg für die Kläger USA, EU und Japan. Sie werfen China vor, mit ihren im Jahr 2010 eingeführten Ausfuhrquoten heimischen Firmen unfaire Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Die Beschränkungen hatten die Weltmarkt-Preise für die stark gefragten Rohstoffe drastisch in die Höhe getrieben. Die USA klagen, ihre Unternehmen müssten nun für Seltene Erden ein Vielfaches von dem zahlen, was chinesische Firmen ausgeben. Die Metalle werden in Rüstungs- und in vielen Technologieerzeugnissen wie Computern, Handys, Windturbinen und Batterien benötigt. Aus China stammen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion.

Ein WTO-Schiedsgericht hatte befunden, dass die Exportquoten gegen internationale Handelsregeln verstoßen. Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums sagte, sein Land werde sich im Berufungsverfahren energisch dagegen zur Wehr setzen. Als Motiv für die Beschränkungen führt die Regierung einen besseren Schutz von Umwelt und Ressourcen an. Sie verweist darauf, dass auch andere Länder wie die USA viele Abbaustätten aus ökologischen Gründen geschlossen hätten. Zur Gewinnung Seltener Erden sind hohe Mengen von Säure erforderlich. Außerdem kommt es zu leicht radioaktiven Abfällen. Jahrzehnte ungebremsten Wirtschaftswachstums haben China gewaltige Umweltprobleme gebracht.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «
Ja da haben wir doch den Grund für die, als Kampf gegen Terrorismus verpackten, Raubzüge der letzten Jahre.
Demokratie-bringen war nie der Anlass für ihre Überfälle auf souveräne Länder, sie wollen "ihre" verbliebenen Bodenschätze der ganzen Welt so nach und nach unter ihre Kontrolle bringen und nebenbei die Nato weltweit positionieren.
China zu überfallen haben sie sich bisher nicht getraut, lieber versuchen sie es erstmal über die us-hörige Welthandelsorganisation.
Und was ist wenn China stur bleibt? Rückt dann wieder der Türöffner US-Armee an?
Irgendeiner wird diese grössenwahnsinnigen, neoliberalen Geldsäcke schon auf ihre wahre Größe zurechtstutzen. Auf ewig klappt es mit ihrer Überheblichkeit und der Selbstbedienung an fremden Eigentum nicht, da können sie noch so über Leichen gehen.


charly sagt:
die NWO-Kasper haben überall ihre schmierig-schmutzigen finger im spiel. die dürfen alles – revolutionen inszenieren, demonstranten erschiessen, wenn`s zum vorteil ist, illegale, hörige regierungen einsetzen und selstverständlich über die bodenschätze anderer länder verfügen. die scheissen sich sogar die hosen voll und ergreifen die flucht, wenn mal ein flugzeug über ihren kriegsdampfern kreist! wie sagte der friedensnobelpreisträger mit der a-bombe in der hand: yes, we can! ( ihr könnt uns den buckel runter rutschen und aus europa verschwinden-das wäre endlich mal was sinnvolles.)

Dagmar sagt:
Klar, das die Amsi da eine Klage anstrengen? Wie soll denn sonst die “Wirtschaft angekurbelt” werden? Schließlich muss Jeder mindestens einmal jährlich ein iphone neuester Generation haben! Oder muss er das vielleicht nicht? Nein, muss er nicht wirklich, aber die Wirtschaft verlangt das.

Einfach den Konsum verweigern! Mein Handy ist inzwischen 6 Jahre alt, funktioniert einwandfrei und wenn ich ins Internet will, habe ich einen PC.

Max L. sagt:
Die Chinesen machen halt den “Fehler”, für alles zu bezahlen. Das haben sie schon immer so gemacht. Der “Westen” regelt das anders – Krieg, Marionettenregierung, Freigabe der Rohstoffe für westliche Konzerne – die Fortsetzung des Kolonialismus mit anderen Mitteln. Dagegen hat die WTO dann nichts. Wir lernen daraus: Du musst nur dreist genug rauben. Ehrlichkeit lohnt sich nicht.

Machtloser sagt:
Weg mit der US-dominierten WTO! Die braucht kein Mensch, und dieser Planet schon gar nicht. Zu wessen Vorteil will die WTO die Ausplünderung der Erde vorantreiben? Haben die schon jemals ein Land vor der Konkurrenz aus den USA geschützt? Oder vielleicht sogar die Umwelt?


Sonntag, 16. März 2014

Freihandel: USA wollen in Europa unbeschränkt Käse und Fleisch verkaufen

Thema: Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP)

Die USA bestehen im Rahmen des neuen Freihandelsabkommens auf eine Abschaffung aller Zölle. Sie wollen Fleisch und Käse ohne Einschränkungen nach Europa exportieren und wollen daher alle Export-Hemmnisse beseitigen. Die EU taktiert - will aber schon am 26. März in einer Grundsatzerklärung den Amerikanern weit entgegenkommen.


EU-Handelskommissar Karel de Gucht rückt von der Aufhebung aller Zölle auf US-Waren wieder ab. (Foto: dpa)
Die USA beschuldigen die EU, nicht wie versprochen alle Zölle abbauen zu wollen. EU-Verhandlungsführer sagten entgegen früherer Vereinbarungen, dass bestimmte Agrarprodukte wie Fleisch und Käse nur in begrenzten Kontingenten nach Europa eingeführt werden dürften.

US-Präsident Barack Obama und die europäischen Staats- und Regierungschefs sind nun laut einem Entwurf für die Abschlusserklärung des gemeinsamen Gipfels am 26. März in Brüssel überraschend bereit, sämtliche Zölle auf den Warenhandel beider Seiten abzuschaffen. Ob der Entwurf, den Reuters am Donnerstag einsehen konnte, so aber tatsächlich am Ende angenommen wird, steht nicht fest. Denn die EU steht untr erheblichem Druck. Die Amerikaner wollen vor allem im Lebensmittelbereich den europäischen Markt erobern. Dieser ist ihnen wegen strenger Konsumentenschutz-Auflagen in Europa bisher nämlich verwehrt.

Daher ziert sich die EU noch, allen Forderungen der Amerikaner nachzugeben, und fährt einen Zickzack-Kurs, um die Öffentlichkeit nicht auf eine Fährte zu locken, die die Verhandlungen erschweren könnten.

Die EU hatte Anfang Februar die Aufhebung fast aller Zölle auf US-Waren angekündigt (mehr hier). Der EU-Handelskommissar Karel de Gucht plädierte noch vor wenigen Wochen dafür, dass 96 Prozent aller Zölle zwischen den USA und Europa abgebaut werden. Die USA boten ihrerseits nur eine Reduzierung von 88 Prozent an.

Bei Gesprächen zum Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) in Brüssel entkräfteten EU-Abgesandte ihr ursprüngliches Angebot wieder. Sie machten ihren US-Verhandlungspartnern klar, dass besonders die Einfuhr von Rinder-, Hühnchen- und Schweinefleisch nur in begrenzten Kontingenten erfolgen werde, wie die FT berichtet.

Doch der Vorstoß der EU dient nicht wirklich dem Schutz der europäischen Konsumenten vor Klonfleisch und Chlorhühnchen. Vielmehr versucht die EU so Druck auf die US-Verhandlungspartner aufzubauen, damit diese ebenfalls alle Zölle fallen lassen. Die USA reagierten sichtlich verstimmt auf den Rückzieher der Europäer.

„Die Frage, die wir ihnen stellen, ist: Stehen sie [die EU-Verhandler] noch zu unserem vereinbarten Ziel einer kompletten Zoll-Reduktion? Denn wir tun das“, sagte ein führender US-Verhandler der FT.

Die Zölle auf Agrarprodukte sind jedoch nicht der einzige Streitpunkt. Auch die Kennzeichnungspflicht bleibt ein strittiges Thema. Die USA wollen ihre Käsesorten unter bekannten Namen verkaufen. So sollen Feta-Käse oder Parmesan auch unter diesem Namen vertrieben werden können, auch wenn sie nicht aus Italien oder Griechenland stammen. Die EU besteht dagegen auf eine regionale Kennzeichnung.

Die US-Verhandlungsführer sehen sich auch in ihrem Heimatland immensem Druck durch die Agrarlobby ausgesetzt. Diese drängt auch verstärkt darauf, die aufkeimenden Zweifler im Kongress einfach zu umgehen, in dem man das Abkommen im Schnellverfahren verabschiedet (hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

observer41 sagt:
Es ist ein Skandal, wie hier Konsumentensicherheit von Anfang an mit Fuessen getreten wird. Hier wird deutlich, wer regiert. Von Demokratie keine Rede. Wirtschaftsmafia und Politikerpuppets liefern sich in Hinterzimmern einen geheimen Machtkampf ohne den Waehlerwillen auch nur im Ansatz zu beruecksichtigen.

Margarete sagt:
Campact: 431.818 Menschen gegen TTIP
Und M. Schulz weigert sich, den Apell persönlich anzunehmen

Singdrossel sagt:
“Unser Volksvertreter sollten darauf bestehen, dass die USA sich in die Weltgemeinschaft einfügen anstatt das sich alle Völker den US-Konzernen Unterordnen!”
GENAU so IST ES!
Die Würde des Menschen ist unantastbar – sthet in unserem Grundgesetz und ALLES MAcht geht vom Volke aus.
Sollten die ReGIERenden Deutschlands ihre Mitmenschen dieses Mal wieder verachten und sich über den Willen des Volkes nach gesunden natürlichen (genfrei, pestizidfrei, chlorfrei,…) LEBENsmitteln = Mittel zum LEBEN hinwegsetzen, dann gibt es auch hier REVOLUTION - Occupy, Permakultur, Landfrauen, Mütter, Vereine, NGOs, Verbände, … stehen in den Startlöchern = WIR SIND die 99% und spätestens dann werden wir die verantwortungslosen Zerstörer UNSER ALLER natürlichen Lebensgrundlagen zur Rechenschaft ziehen.
Nach dem Absitzen ihrer Strafen können Frau Dr. Merkel und Konsorten dann umziehen nach Amerika – in das Land wo alle ihre Träume wahr werden und sie sich endlich zuhause fühlen können, anstatt sich hier mit dem gemEINen VOLK rumzuärgern ;).
Europa ist Europa, WIR SIND frei und keine Kolonie der USA oder Großbritanniens.
Die USA ist verseucht, verfrackt, … und nur, weil es dort keine weiteren Möglichkeiten gibt die NATUR zu zerstören, heisst das nicht, dass Europa auf die 0,5% mögliche Wirtschaftssteigerung warten.
NULL komma FÜNF Prozent!
Ist es DAS wert unsere natürlichen Lebensgrundlagen auf mehrere Generationen zu zerstören?
Was wir hier tun sollten ist diese fruchtbaren Böden, die Ressourcen und das LEBEN der Menschen zu fördern, den Humus zu vermehren, … die Emissionen der Unternehmen zu verbieten – wer Müll produziert hat den auch abzubauen (Cradle to Cradle) und ein sich-frei-kaufen muss der Vergangenheit angehören.
http://tv-orange.de/2014/02/ttip-transatlantisches-freihandelsabkommen-was-hat-der-buerger-davon/

Das verlorene Wort sagt:
Menschen in Europa hütet Euch vor TTIP!
Lasst Euch nicht ablenken von solchen Datails über das hinter verschlossenen Türen, und unter strikter Geheimhaltung verhandelte, Freihandelsabkommen der USA mit der EU (TTIP). Hier geht es um weit mehr als “nur” um Fleisch und Käse! Hier geht es um europäisch- geistig- kulturelle Grundwerte, um jene Art von Menschenfreiheiten, welche mit dem gegenwärtigen US-amerikanischen neoliberalen “Freiheitsverständnis” absolut unvereinbar sind.

Sollen wir Bürgerinnen und Bürger Europas jetzt ausgerechnet mit jenen Wirtschaftsverträge zu Ungunsten Europas abschliessen, welche uns gleichzeitig permanent durch radikale Bürgerüberwachungen unserer Gedankenfreiheit berauben wollen? Sollen wir uns ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt, mit jener Macht noch mehr wirtschafltich verbandeln, und uns von deren machtbesessenen Grosskonzernen abhängig machen, welche gleichzeitig unsere Existenz durch Kriegsprojekte an den Grenzen zu Russland und anderen geopolitischen Schauplätzen der Welt in Frage stellen wollen?

Worin liegt denn dieser Freiheitsakt solcher sogenannten Freihandelsabkommen? Ist es etwa Freiheit, wenn man uns gerade durch diese neuen “Handels-Freiheiten” Produkte aufzwingen kann, die nicht unseren ethischen Vorstellungen entsprechen, wie z.B. genmanipulierte Pflanzen und Nahrungsmittel. Nein solche Abkommen beschneiden gerade die Freiheit, unser Leben nach unseren eigenen ethischen und menschlichen Grundsätzen gestalten zu können, auf radikalste Weise.

Niemals dürfen wir uns die Handelsfreiheit der Konzerne gegen unsere eigene Gedanken-,Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit eintauschen lassen. Niemals dürfen Handelshemmnisse zum Vorwand genommen werden, um dem Menschen durch Marktregeln ein Leben nach eigenen ethisch- kulturellen Grundprinzipien zu verbieten.

Die Wirtschaft muss nach ethischen Gesetzmässigkeiten der Brüderlichkeit geregelt werden, und nicht nach den menschenverachtenden Ausbeutungs- Regeln wirtschaftlicher Narrenfreiheit. Wahre Freiheit kann es nur geben im Denken, bzw. dem kulturellen Lebensbereich, und Gleichheit nur im rechtlich-politischen Bereich.

Das geplante Frei-Handelsabkommen zwischen den USA und der EU ist ein gefährliches Friedens-bedrohendes Konstrukt, welches die unterschiedlichen kulturellen Befindlichkeiten gegeneinander aufwiegelt und die Menschen statt in die Freiheit, direkt in die Knechtschaft der Grosskonzerne führt.

Katharina sagt:
“Die USA beschuldigen die EU…”
…und täglich sehen wir die Zahl der Wörter weiter ansteigen, die ihr Gegenteil bedeuten!
Jedem müsste mittlerweile bekannt sein, wessen Instrument die EU ist.