Mittwoch, 1. Juni 2016

Putin zur Ausbreitung der NATO nach Osten

Thema: NATO-Osterweiterung

Putin schießt gegen den Westen
Nachbarstaaten im "Fadenkreuz Russlands"

Wladimir Putin hat bei seinem Besuch in Griechenland scharfe Kritik an der Haltung des Westens im Umgang mit seinem Land geäußert. Die USA und deren Nato-Verbündete hemmten die Handels- und Energiekooperation mit Russland, sagte Putin in Athen. Rumänien und Polen warnte er davor, "ins Fadenkreuz" seines Landes zu geraten.

Der russische Präsident griff vor allem die USA an und kritisierte deren kürzlich neu ausgeweitetes Raketenabwehrsystem in Rumänien. Dies betrachte er als eine Bedrohung für die Sicherheit Russlands, sagte er.

"Schritte ergreifen, die unsere Sicherheit garantieren"

Die Nato bezeichnet das System als rein defensiv und als Reaktion auf die zunehmenden Fähigkeiten ballistischer Raketen weltweit.

"Wir hören immerzu, dass dies keine Bedrohung gegen Russland sei. Natürlich ist das eine Bedrohung für uns. Es kann leicht angepasst werden, um aggressive Fähigkeiten zu entfalten", sagte Putin.

"Und wenn einige Teile Rumäniens gestern nicht wussten, was es bedeutet, Ziele zu sein, werden wir nun gezwungen sein, bestimmte Schritte zu ergreifen, die unsere Sicherheit garantieren werden", fügte er hinzu. Ins Detail ging Putin nicht.

"Mit Maßnahmen auf Sanktionen geantwortet"

Seit Moskau vor zwei Jahren in einer Reaktion auf die Ukraine-Krise und der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit Sanktionen belegt wurde, hat Putin nur einigen EU-Staaten einen Besuch abgestattet.

Putin sagte in Athen: "Die Frage der Sanktionen ist nicht unser Problem, wir haben sie nicht auferlegt, wir haben mit Maßnahmen geantwortet. Sobald sie aufgehoben sind, werden wir dies ebenfalls gegenüber unseren Partnern tun."

Tsipras kritisierte in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti den "Teufelskreis" aus "Sanktionen, Militarisierung und einer Rhetorik des Kalten Kriegs". Zudem betonte er, Athen betreibe eine "unabhängige Außenpolitik".

Status der Krim nicht verhandelbar

Eine Diskussion über den Status Krim-Halbinsel schloss Putin derweil strikt aus. "Was die Krim angeht, so erachten wir dieses Kapitel als für immer geschlossen", sagte Putin. "Russland wird mit niemanden über dieses Thema diskutieren."

Es ist der erste Besuch Putins in einem EU-Staat in diesem Jahr. Athen will seine traditionell engen Bande zu Moskau aufrechterhalten - trotz der griechischen Beteiligung an den EU- Strafmaßnahmen und an einem Gaspipeline-Projekt, das Russlands regionale Energiedominanz begrenzen soll.

Russland ist einer der größten Handelspartner Griechenlands, doch wird der wirtschaftliche Austausch durch die EU-Sanktionen und durch gesunkene Energiepreise belastet.

Bereits Wirtschaftsverträge unterzeichnet

Athen will nach dem Einbruch 2015 zudem wieder das Geschäft mit russischen Touristen ankurbeln. Das hoch verschuldete EU-Land kann sich seit 2010 nur mit Hilfskrediten der EU und des IWF über Wasser halten.

Putin, in dessen Delegation sieben Minister und die Chefs der Energiekonzerne Gazprom und Rosneft waren, unterzeichnete bereits wirtschaftliche Kooperationsverträge.

Die Verbesserung der Beziehungen zu Moskau nannte Tsipras zudem eine strategische Wahl. "Wenn die Meinungsverschiedenheiten unsere Kräfte übersteigen, können wir als positiver Einfluss innerhalb der EU und der Nato fungieren."

Quelle: t-online.de

Kommentare aus dem T-online-Forum

GSCrook Es ist einfach nur noch lächerlich. Amerika macht in Estland (vor der Haustür Russlands) riesen Militärmanöver (die ganzen Convois hab ich jetzt erst wieder auf der A4 gen Osten rollen sehen) und stationiert in Rumänien (auch wieder vor der Haustür Russlands) das Raketensystem. Aber der böse böse Putin, der es wagt dageben was zu sagen. Was würden die Amis sagen, wenn die Russen in der mexikanischen Wüste kurz hinter der Ami-Grenze ähnliche Manöver fahren würden??? Wir alle können sehr sehr froh sein, dass mit Putin in Russland jemand an der Macht ist, der Ruhe und Besonnenheit ausstrahlt, sonst wäre der 3. Weltkrieg schon lange real!!

daydream1
Bei USA fällt mir immer Max Frisch Werk: Biedermann und die Brandstifter ein. Arabischer Frühling, nun den Frühling können wir tagtäglich ausbaden. In Syrien, Irak, Libanon gibt es nichts mehr zu tun, ist ja bereits alles in Grund und Boden zerbombt. Nun wird eine neue Spielwiese gesucht. Aber natürlich nur in Europa, weit weg von zu Hause. Und unsere Perle ist diesen Weltunruhestiftern und Brandstiftern hörig bis zum es geht nicht mehr.

didi92 Es ist nicht mehr nachvollziehbar, das stationieren die USA ein Raketenabwehrsystem in Polen und Rumänien und erzählen der ganzen Welt was von einer angeblichen Bedrohung aus dem Iran die überhaupt nicht mehr existiert. Es geht eindeutig gegn Russland. Da werden Natotruppen unmittelbar an der Grenze zu Russland stationiert, aber Russland bedroht die Nato bzw. die Anrainerstaten usw. usw. Die Glaubwürdigkeit der Politik und der Medien wird durch diese Lügen bei immer mehr Menschen zerstört und da wundern sie sich darüber, dass immer mehr das ganze nur noch als Lüge empfinden und die Medien mit Lügenprese titulieren. Anstatt auf Entspannung zu setzen werden immer neue Krisenherde geschaffen. Diese gehen aber nicht von Russland aus sondern eindeutig vom ach so "friedliebendem Westen" Wer as anders daraus deutet muss richtig dicke kartoffeln auf den Augen haben und schon vollkommen erblindet sein, seine Ohren nur in Richtung Systemmedien ausgerichtet haben.

knochenkalle Ja ohne Kriegsdrohungen können die US Regierungen nicht leben.Denn welcher Staat hat denn die meisten Kriege nach dem 2 WK angefangen oder War darin verwickelt??Gilt auch für die Staatsstreiche der CIA.. Aber ,der liebe US Präsident hat ja den Friedenshohnpreis..

lippundlipp Die völlig einseitige und verfehlte Politik der EU gegenüber Russland hat bisher schon immense wirtrschaftliche Schäden auf beiden Seiten ge- kostet.In Deutschland stehen dafür zuvorderst Merkel und Steinmeier. Hinzu kommt das neuerliche Säbelrasseln der Nato, das vor allem uns sehr gefährlich werden kann.

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