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Dienstag, 7. März 2017

Lisa Fitz - Kriege entstehen nicht zufällig - Konflikte wurden geplant

Thema: Münchner Sicherheitskonferenz

Lisa Fitz zur Sicherheitskonferenz:
"Sieben Länder in fünf Jahren"

Bei den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz hielt die bekannte Kabarettistin Lisa Fitz eine engagierte Rede. Kriege, so Lisa Fitz, entstehen nicht zufällig. Die Konflikte im Irak, in Libyen, Syrien und der Ukraine wurden geplant.

von Lisa Fitz
Einen schönen guten Tag an alle, die sich hier versammelt haben. Ich habe heute einen Post von einem Facebook-Freund gesehen. Der hat geschrieben: die SIKO ist die Après-Ski-Hütte der Kriegsindustrie. Eine sehr schöne Bemerkung. Frieden halten wir alle hier für selbstverständlich – ist er aber nicht. Es gibt Konzerne, Gruppen und Menschen, die von Kriegen so unvorstellbar profitieren, dass sie sie schüren. Krieg ist ein Billiardengeschäft.

Und dagegen müssen wir uns wehren! Heute hab ich eine Werbung bekommen: If you have a Iphone, this War Game is a Must-Have!

MUST I NICHT HAVE.

Das Internet ist ja wie eine Schlangengrube, in die man einen Sprengsatz geworfen hat. Da fliegt einem alles um die Ohren. Aber man fragt sich: Wie entstehen Kriege? Als naiver Mensch denkt man: Ja, da streiten sich zwei Regierungen, Interessenkonflikte usw., dann eskaliert das halt und dann – Bumms!! Nee. Oft findet man im Internet doch was, das einem das naive Hirn durchbläst.

Sieben Länder innerhalb von fünf Jahren angreifen und zerstören

Wesley Clark, von 1997 bis 2000 ein 4-Sterne-NATO-General sagt auf YouTube Oktober 2007 folgendes:
    Ich wollte grade das Pentagon verlassen, da rief mich ein Offizier vom Vereinigten Generalstab ins Büro und sagte: „Ich möchte Ihnen sagen, Sir, wir beabsichtigen, den Irak anzugreifen.“

    Und ich fragte: „Warum?“

    Er sagte: „Wir wissen es nicht."

    Wollen Sie Saddam in Zusammenhang mit 9/11 bringen?

    „Nein“, sagte er. “Ich schätze, sie wissen nicht, was sie mit dem Terrorismus tun sollen, aber sie können Länder angreifen und wollen stark aussehen. Ich vermute, sie glauben, wenn sie ein Land runterkriegen, das wird die Terroristen einschüchtern.

    Na ja, Sie kennen ja den Spruch: „Wenn das einzige Werkzeug, das du hast, ein Hammer ist, dann muss jedes Problem ein Nagel sein.“ Ich war durcheinander, und dann haben wir Afghanistan angegriffen. Ich war glücklich darüber, wir sollten das tun.
 
    Und dann kam ich sechs Wochen später wieder zum Pentagon, traf denselben Offizier und sagte: „Haben wir immer noch vor, den Irak anzugreifen?“ Er sagte: „Oh Sir, es ist schlimmer als das.“ Und er nahm eine Notiz von seinem Schreibtisch und sagte:

    Ich hab grade diesem Zettel aus dem Büro des Verteidigungsministers bekommen und hier steht, wir werden sieben Länder innerhalb von fünf Jahren angreifen und zerstören. Wir beginnen mit dem Irak und dann nehmen wir uns Syrien vor, Libanon, Libyen, Somalia, den Sudan und den Iran – sieben Länder in fünf Jahren.
Zur Erinnerung, es spricht da nicht irgend jemand, sondern der Oberbefehlshaber der NATO in Europa 1997 bis 2000, einer der höchsten Offiziere in der US Army. Sie können es selber googeln, – das verschwindet bloß im unendlichen Netz. Er brachte mich zu Paul Wolfowitz und der sagte:
    Wir haben fünf bis zehn Jahre Zeit, um alle die sowjetischen Klientelregime zu beseitigen („clean up“). Syrien, Iran, Irak usw. und zwar bevor die nächste große Supermacht uns rausfordert.“ Das sagte er genau so. Na ja, ich meine, der Zweck des Militärs liegt darin, Kriege anzufangen und die Regierungen abzusetzen, nicht Konflikte beizulegen und zu befrieden. Aber diese Leute haben die Kontrolle über die Vereinigten Staaten übernommen.
Dieses Land wurde von einer Gruppe Leute durch einen politischen Staatsstreich übernommen! Das waren Paul Wolfowitz, Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Richard Perle und ein paar andere von PNAC, dem „Project for New American Century“. Sie wollten, dass wir den Nahen Osten destabilisieren, ihn auf den Kopf stellen und unter unsere Kontrolle bringen. Sie konnten es gar nicht abwarten, bis sie im Irak fertig sind, um gleich drauf in Syrien einzufallen.

Das war wie gemeißelt: „Oh, unsere Legionen werden dort einmarschieren, YES!“

Wissen Sie, egal, ob Sie Demokrat oder Republikaner sind: Sie sollten um die Strategie der Vereinigten Staaten in dieser Region besorgt sein. Was ist unser Ziel dort, was sind unsere Absichten, warum sind wir dort, warum sterben US-Amerikaner in dieser Region? Das ist die Wurzel des Problems! Und 100.000de Iraker und andere, das hat er nicht dazu gesagt. Wesley Clark heißt der NATO-General, und Sie können das selber googeln! Sieben Länder in fünf Jahren!

Für mich heißt das:

Wir können und dürfen uns nicht – nicht mehr – auf Politiker und Medien verlassen. Wir müssen Hintergründe selbst recherchieren und aufdecken – nach und nach. Wir dürfen nicht blöd bleiben. Natürlich denkt jeder, er hätte eine eigene Meinung, bloß woher, hat er vergessen. Wenn du Frau mit Herz liest, dann bleibst du Frau ohne Hirn! Und ein Gramm Information wiegt mehr als 50 Tonnen Meinung!! Unsere Medien sind... Opium fürs Volk.
Aufstieg des IS: eine absichtsvolle Entscheidung der US-Regierung

Was wissen wir über den Syrienkonflikt? Syrien stand also bereits nach 9/11 auf einer US-Liste von sieben zu zerstörenden Ländern. Bis auf Iran wurde alles befehlsgemäß umgesetzt. Angeblich wird gegen den IS gekämpft. Aber schon August 2012 hat Geheimdienst–Chef General Michael Flynn von der "Defence Intelligence Agency" in einem Dokument festgehalten:
    Die Salafisten, die Muslim-Brüderschaft und al-Kaida im Irak, der spätere IS – sind die Hauptkräfte, die den Aufstand in Syrien anführen

    General Flynn sagte wortwörtlich: Der Aufstieg des IS war eine absichtsvolle Entscheidung der US-Regierung.
Die schlimmste Form des Terrors ist der Staatsterror

Der Ukrainekonflikt – was wissen wir?

Hier wurde der Regime-Change mit fünf Milliarden US-Dollar erkauft. Victoria Nuland – erinnern Sie sich? Die US-Diplomatin, das gehackte Telefonat von WikiLeaks zum Ukraine-Putsch mit „Fuck the EU“. Googeln Sie´s! Man findet alles, es ist unglaublich.

Ziel war es, die Ukraine in die EU und damit in die NATO zu führen. Das hat der Verteidigungsminister Robert Gates unter Bush und Obama seit 2006 versucht zu verhindern. Für ihn ist dieser Versuch eine „monumentale Provokation“ Russlands – eine Provokation, die in einem unvorstellbaren 3. Weltkrieg enden könnte – und die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Nur 150 km südlich vom ehemaligen Leningrad/Petersburg stehen Panzer der NATO. Anfang Januar 2017 wurde, weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, eine US-Panzerbrigade in Bremerhaven ausgeladen und an die „Ostflanke“ in Marsch gesetzt. In unseren Medien wird die Gefahr verharmlost und nur und nur immer Putin für alle Spannungen verantwortlich gemacht.

Und wenn deine Katze verschwunden ist ... hat Putin sie gefressen!

Der Irakkrieg wurde mit einer Propagandalüge gerechtfertigt. Das Land liegt heute in Trümmern. Menschen obdachlos, krank, auf der Flucht. Millionen Tote. Wir müssen diesen Kriegsprofiteuren und ihren Handlangern immer und immer wieder die Rote Karte zeigen. Diese Sicherheitskonferenz findet seit 1963 statt. Und was ist sicherer geworden?

NICHTS! Terror kann man nicht mit Terror bekämpfen: „Die schlimmste Form des Terrors“ hat Helmut Schmidt gesagt, „die schlimmste Form des Terrors ist der Staatsterror“ - Helmut Schmidt!

Stoppen wir Waffenexporte! Stoppen wir Drohnenmorde, die über die Bundesrepublik laufen. Der exportierte Terror kommt zurück! Hören wir auf mit Doppelstandards und Belehrungen anderer Kulturen. Und lassen wir uns nicht in sinnlosen Meinungsschlachten klein spalten. Werden wir glaubwürdig! Halten wir bitte zusammen! PEACE, FREUNDE – auf einen weiteren guten Schritt!

Quelle: RT-Deutsch

Video: Lisa Fitz entlarvt Münchener Sicherheitskonferenz


Hier gehts zur Quelle vom Zitat: https://youtu.be/7CeSquAD-Sc
Kategorie Bildung
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Donnerstag, 13. August 2015

Washingtons willige Helfer in Russland und China

Thema: Farbrevolutionen

LupoCattivoblog.com
Washingtons willige Helfer in Russland und China

Zitat von Herz Engel C.:
“…Die USA geben vor, die ‘universellen Werte’ von ‘Demokratie’, ‘Freiheit’ und ‘Menschenrechten’ zu unterstützen, doch in Wirklichkeit vertreten die USA lediglich ihre eigenen strategischen Interessen und betreiben subversive Tätigkeiten gegen solche Regierungen, die sich ihrer Ansicht nach ‘unbotmäßig’ verhalten…”

Zur Erinnerung: Washingtons Fünfte Kolonne zettelte schon mehrere „Farben-Revolutionen“ an.

Farbrevolutionen sind unbewaffnete, aber nicht gewaltfreie Regimewechsel (Regime Change) seit den frühen 2000er Jahren, die nach einer identifikationsbildenden Farbe oder nach einer allgemein als positiv bewerteten Pflanze (z. B. Zeder, Rose, Jasmin) benannt werden.

Grafik: LupoCattivoblog
Die vier Farbrevolutionen der Jahre 2003 bis 2005 (englisch). Zusätzlich eingetragen ist der Aufstand in der Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro), der im Jahr 2000 zum Sturz von Slobodan Milošević führte. Dieser Aufstand wird manchmal wegen des historischen Zusammenhangs zu den Farbrevolutionen gezählt.

Als Farbrevolutionen sind bekannt: - in Georgien die Rosenrevolution (2003), - in der Ukraine die Orangene Revolution (2004), - die Zedernrevolution im Libanon und - die Tulpenrevolution in Kirgisien (beide 2005). Auch möchte ich den Leser auf die sogenannte “Arabellion” (Tunesien, Ägypten) hinweisen und den Krieg gegen Libyen, mit dem brutalen Mord an Revolutions-Führer Gadaffi (20. Oktober 2011) in Erinnerung rufen – mehr dazu hier!

Inwieweit handelt es sich bei diesen Ereignissen um echte Revolutionen? Wikipedia umschreibt es schwammig mit: “Die Farbrevolutionen wurden in hohem Maße durch westliche, insbesondere US-amerikanische Behörden und Interessengruppen unterstützt.”

Zwei Jahrzehnte hat es gedauert bis Russland und China verstanden haben, dass die in ihren Ländern operierenden „pro-demokratischen“ und „Menschenrechts“-Organisationen aus vom US-Außenministerium finanzierten, subversiven Organisationen bestehen. Außer dem Außenministerium zahlt noch eine von Washington organisierte Ansammlung privater amerikanischer Stiftungen. Der wahre Zweck dieser NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) ist die Vergrößerung von Washingtons Machtbereich. Dazu müssen die beiden Länder, die sich der US-Vorherrschaft nicht beugen wollen, destabilisiert werden.


Washingtons willige Helfer in Russland und China
– Ein Artikel von Paul Craig Roberts -
- Übersetzung von FritztheCat
– Erstveröffentlicht bei propagandaschau.

Washingtons Fünfte Kolonne zettelte „Farbrevolutionen“ an. Zum Beispiel in Georgien, dem Geburtsort Stalins. Und in der Ukraine, für Jahrhunderte eine russische Provinz.

Nach Putins letzter Wiederwahl benutzte Washington seine willigen Helfer, um tausende Demonstranten auf russische Straßen zu schicken mit der Behauptung, Putin hätte „die Wahlen verschoben“. Diese amerikanische Propaganda hat bei den Russen nicht verfangen, weil die Bürger ihren Präsidenten zu 89% unterstützen. Die anderen 11% bestehen hauptsächlich aus Russen, denen Putins Kurs gegen die westliche Aggression zu lasch ist. Auch diese Minderheit hält zu Putin. Sie wollen nur, dass er härter agiert. Der Anteil der von Washington umgedrehten verräterischen Handlanger erreicht nicht mehr als 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung. Diese Verräter sind die „Westler“, die „atlantischen Integrationisten“. Sie sind bereit, ihr Land für Geld in einen amerikanischen Vasallenstaat zu verwandeln. Dafür werden sie bezahlt.

Aber die Fähigkeit Washingtons, die Fünfte Kolonne durch Moskau marschieren zu lassen, hat bei unbedarften Amerikanern und Europäern eine Wirkung. Viele Westler glauben heute, dass Putin die Wahl gestohlen hat, dass er wieder ein Sowjetreich aufbauen will. Und dass er den Westen vernichten will. Nicht dass es besonders schwer wäre, den Westen zu vernichten. Der Westen schafft das auch ganz alleine sich zu vernichten.

China, versessen auf Reichtum, war für Washington ein leichtes Ziel. Die Rockefeller-Stiftung unterstützt pro-amerikanische chinesische Professoren in den Universitäten. In China operierende US-Konzerne erschaffen überflüssige „Gremien“, die mit der Verwandtschaft der herrschenden politischen Klasse besetzt werden und hohe „Direktorengehälter“ kassieren. So vergiftet man die Loyalität der chinesischen Führungsschicht.

In der Hoffnung die chinesische Führungsschicht mit Geld kompromittiert zu haben, begann Washington mit den Protesten in Hong Kong. Man hoffte darauf, dass sich die Proteste in ganz China verbreiten würden und die durch das amerikanische Geld gelähmte Führung die Gefahr nicht rechtzeitig erkennen würde.

Endlich haben es Russland und China kapiert. Erstaunlich genug, dass die Regierungen dieser beiden – von Washington als „Gefahr“ eingestuften – Länder die vom Ausland finanzierten NGOs so lange duldeten. Die russische und chinesische Duldung dieser Fünften Kolonne Washingtons muss die Neokons in den USA nur ermutigt haben. Deshalb steht die Welt näher vor einem Konflikt.

Aber wie heißt es so schön? Alles Gute hat einmal ein Ende. Der Saker berichtet über chinesische Abwehrmaßnahmen gegen die Unterwanderung aus Washington: vineyardsaker.co.nz

Und auch Russland beginnt sich zu wehren: globalresearch.ca

Wir US-Amerikaner sollten bescheiden sein – und nicht arrogant. Wir müssen uns der Tatsache bewusst werden, dass sich der amerikanische Lebensstandard – außer für das eine 1 Prozent – in einem andauernden, schon zwei Jahrzehnte währenden Niedergang befindet. Wenn das Leben auf unserem Planeten weitergehen soll, dann müssen die Amerikaner endlich kapieren, dass für die USA nicht Russland oder China eine Bedrohung sind. Genauso wenig wie es Saddam Hussein war, Gaddafi, Assad, Yemen, Pakistan oder Somalia. Die Bedrohung der USA kommt allein von der durchgeknallten neokonservativen Ideologie der Herrschaft Washingtons über die ganze Welt und über das amerikanische Volk.

Dieses arrogante Ziel treibt die USA und seine Marionettenstaaten in einen Atomkrieg.

Wenn die Amerikaner aufwachen würden – könnten sie ihre außer Rand und Band geratene Regierung wieder einfangen? Können die Europäer, die schon die katastrophalen Ergebnisse von zwei Weltkriegen durchlebt haben, können sie erkennen, dass diese in Europa angerichteten Schäden ein Kindergeburtstag gegenüber dem sind, was ein Nuklearkrieg anrichten würde?

Wäre die EU ein intelligentes und unabhängiges Gebilde, dann würde die EU es jedem Mitglied verbieten, ABM-Raketen oder irgendeine Militärbasis nahe zu Russlands Grenze zu stationieren.

Die Lobbygruppen der Osteuropäer in Washington wollen Rache an der Sowjetunion nehmen, ein Gebilde, das schon lange nicht mehr existiert. Der Hass überträgt sich auf Russland. Russland hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, außer dass es die Wolfowitz-Doktrin nicht gelesen hat. Und, zu erkennen, dass Washington die Welt regieren will, was einen Sieg über Russland und China voraussetzt.

Quelle: LupoCattivoblog.com

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Thema: Kampf gegen IS
T-Online:
Kriegspräsident Obama und seine fünf größten Probleme

29.09.2014, 18:00 Uhr | Von Marco Mierke, dpa
Die Mehrheit der Amerikaner macht sich keine Illusion: Ihr Land ist wieder im Krieg. US-Präsident Barack Obama hat deshalb jetzt Probleme, die er eigentlich immer vermeiden wollte.

1. Die Angst vor der Eskalation

Bislang beschränken sich die USA auf Angriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Flugzeugen und Raketen. Obama betont, es dabei zu belassen: "Keine Soldatenstiefel auf dem Boden", lautet sein Mantra. Doch die Zweifel wachsen: Nach einer Umfrage des TV-Senders NBC glauben 72 Prozent der Amerikaner, dass bald wieder US-Soldaten in den Krieg ziehen. Ohnehin sind Obamas Aussagen fragwürdig. "Es stimmt nicht, dass es keine Bodentruppen gibt", sagt sein Ex-Sprecher Jay Carney. Im Irak seien ja schon jetzt 1600 sogenannte Berater und Spezialisten im Einsatz.

Obamas Berater wie Generalstabschef Martin Dempsey wollen den Einsatz von Kampftruppen keinesfalls ausschließen. Und der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses hat die Tür dafür jüngst weit geöffnet: Das Ziel, den IS zu zerstören, "verlangt nach mehr als Luftangriffen", sagt Republikaner John Boehner. "Wir haben keine andere Wahl. Das sind Barbaren."

2. Die extrem hohen Kosten

Obama begründet seine Abneigung gegen Militäreinsätze stets mit den hohen Kosten. "Wir haben gewaltige Summen in Übersee ausgegeben, während wir zu Hause ein knappes Budget hatten", sagte er 2010, als er das Ende des Irak-Krieges ankündigte. Stattdessen sollte das Geld in die heimische Infrastruktur und den Defizitabbau fließen. Der Kampf gegen den IS macht ihm nun einen Strich durch die Rechnung.

Experten schätzen, dass der Einsatz im Irak und Syrien bereits fast eine Milliarde Dollar (790 Millionen Euro) gekostet habe. Bleibe es bei Luftangriffen, seien jährliche Ausgaben bis zu 6,8 Milliarden Dollar denkbar. Müssten bis zu 25.000 Soldaten in den Krieg ziehen, könnte die Summe auf 22 Milliarden Dollar pro Jahr ansteigen, so eine Studie des Center for Strategic und Budgetary Assessments in Washington.

3. Die zweifelhafte Rechtslage

Der einstige Verfassungsrecht-Professor Obama lässt Zweifel nicht zu: Sein Befehl für die Angriffe auf die IS-Miliz erfolgte "entsprechend meiner gesetzlichen Befugnis als Oberbefehlshaber". Daher fragt er den Kongress nicht um Genehmigung, obwohl in den USA nur dieser einen Krieg erklären kann. Rechtsexperten bezeichnen das als illegal.

Weder dürfe sich Obama auf ein Gesetz aus dem Jahr 2002 berufen, das seinem Vorgänger George W. Bush den Irak-Krieg erlaubte. Noch könne er die Genehmigung für Anti-Terror-Maßnahmen von 2001 heranziehen. Auch völkerrechtlich gebe es Bedenken: Bei den Vereinten Nationen begründet das Weiße Haus den Einsatz in Syrien mit dem Schutz des Iraks. Doch einen Beschluss des Sicherheitsrates strebt es nicht an.

4. Das Pulverfass Nahost

Obama machte jetzt ein haarsträubendes Geständnis: Die USA und ihr mächtiger Geheimdienstapparat haben die Sunnitenmiliz unterschätzt. Syrien sei so zum "Ground Zero für Dschihadisten aus aller Welt" geworden. Rund drei Jahre lang hatten Amerikas Falken wie der republikanische Senator John McCain einen Militäreinsatz in Syrien gefordert. Einerseits gegen das brutale Regime von Machthaber Baschar al-Assad, andererseits gegen die extremistischen Oppositionsgruppen.

Doch Obama wollte nicht im "Bürgerkrieg eines Anderen" mitmischen, zumal Syrien der engste Verbündete des Iran ist. Von der Gefahr einer "Explosion" in der Region war im Weißen Haus die Rede, mit schlimmen Folgen etwa für Israel, den Libanon oder Jordanien. Doch nun ist Obama mittendrin. Er baut dabei voll auf die Unterstützung von Ländern wie Saudi-Arabien, Bahrain oder Katar - doch wie viel die wirklich beitragen wollen, vermag niemand vorherzusagen.

5. Das zerstörte Bild in den Geschichtsbüchern

Obama ging als Anti-Kriegs-Präsident in den Wahlkampf. Er wollte - so die Eigenwerbung - das Völkerrecht nicht mit den Füßen treten wie sein Vorgänger Bush. Und wenn er das Militär in den Kampf gegen Terroristen schickte, dann so gezielt und verdeckt wie möglich. Obama pflegte sein Bild des gezügelten Oberkommandierenden.

Die Geschichtsschreibung dürfte anders urteilen. "Ob er es will oder nicht, Obama wird am Ende doch als Kriegspräsident erinnert werden", meint die "Los Angeles Times". Nach allen vorherigen Weigerungen "hat er aufgebend die Hände in die Luft geworfen und sich der Kriegspartei angeschlossen", schreibt der "New Yorker". Obama selbst warf seine stets vorsichtige Rhetorik über Bord: "Die einzige Sprache, die Killer wie diese verstehen, ist die Sprache der Gewalt", sagte er der UN-Vollversammlung. Er werde das "Netzwerk des Todes" zerlegen.

So stimmten die Leser bei T-Online bisher ab:


Sonntag, 8. September 2013

Syrien: Obama plant weitaus größeren Militärschlag als bisher bekannt

Thema: Krieg gegen Syrien

Der Militärschlag gegen Syrien dürfte deutlich massiver ausfallen als von US-Präsident Obama bisher öffentlich geplant. Er soll dem Assad-Regime in 48 Stunden mehr Schaden zufügen als die Rebellen in zwei Jahren Bürgerkrieg. Es soll auch zu einem Flächen-Bombardement kommen.

Die USS New Jersey während des Bombardements des Libanon im Jahr 1983. Auch damals hatten die Amerikaner einen begrenzten Militärschlag geführt. Es folgten zahlreiche Selbstmord-Attentate gegen US-Einrichtungen. (Foto: US Government Photo)

Das Sicherheitsteam von US-Präsident Barack Obama bereitet einen deutlich massiveren Militärschlag gegen Syrien vor als dies bisher in der Öffentlichkeit bekannt war.

Der Sender ABC berichtet, dass der Angriff „mindestens zwei Tage“ dauern wird. Die US-Regierung will sich dabei nicht auf das Abschießen von Raketen beschränken. Der Angriff soll auch „ein Flächen-Bombardement“ umfassen, welches über B2- und B 52-Bomber ausgeführt werden soll.
Die Langstrecken-Bomber sollen die Einsätze von den USA aus fliegen.

ABC hat diese Informationen aus dem Nationalen Sicherheitsteam erhalten. Von den vier im Mittelmeer stationierten Kriegsschiffen sollen Cruise Missiles vom Typ Tomhawk abgefeuert werden. Die Schiffe sind mit 200 Raketen bestückt, die zum Einsatz kommen sollen. Ein Sicherheitsberater des Präsidenten sagte dem Sender, der Angriff „könnte den Truppen von Assad in 48 Stunden mehr Schaden zufügen als die Rebellen in den vergangenen zwei Jahren des Bürgerkriegs“.

Die Amerikaner wollen etwa 50 Ziele in Syrien bombardieren. Es soll sich dabei vornehmlich um die Kommando-Zentralen handeln, von denen die syrische Armee die chemischen Waffen steuert. Außerdem wollen die Amerikaner Raketen-Abschussrampen bombardieren.

Die Amerikaner wollen versuchen, die Bomben so abzuwerfen, dass die chemischen Waffen nicht direkt getroffen werden, um zu verhindern, dass chemische Gase in die Atmosphäre aufsteigen.

Generalstabschef Martin Dempsey, der noch vor wenigen Tagen gesagt hatte, dass ein US-Angriff nur sinnvoll sei, wenn es einen Plan gäbe, wie der Krieg weitergeführt werden könne, hatte beim Hearing des Senats-Ausschusses (hier) bereits angekündigt, dass es niemanden überraschen solle, „dass es nicht nur um ein einziges Ziel geht, sondern dass wir uns auch auf Ziele vorbereiten“, deren Bombardement im Zuge weiterer Kampfhandlungen nötig werden könnte.

Außerdem wollen die USA die Ausbildung von syrischen Rebellen auf dem Staatsgebiet von Jordanien verstärken. Diese Rebellen werden bereits seit einiger Zeit von der US-Armee in Jordanien geschult.

Die amerikanische Militärführung ist bemüht, den gegen ihren ursprünglichen Rat nun doch immer wahrscheinlicher werdenden Krieg gegen Syrien so zu führen, dass Vergeltungsschläge der Syrer zu keiner unkalkulierbaren Bedrohung für die US-Soldaten werden.

Die ehemalige Spitzendiplomatin Ann Wright, die 29 Jahre lang in der Armee und 16 Jahre im diplomatischen Dienst tätig gewesen ist, bevor sie aus Protest gegen den Irak-Krieg aus dem Staatsdienst ausgeschieden ist, erinnert in einem Blog-Beitrag an die Folgen des „Militärschlags“ gegen den Libanon im Jahr 1983: Damals hatten die Amerikaner den Libanon von ihren Kriegsschiffen aus unter schweren Beschuss genommen. Damals war es nach dem Bombardement des Libanon zu mehreren Selbstmord-Attentaten gekommen, die insgesamt knapp 250 Amerikaner töteten.

Der Widerstand gegen den Militär-Schlag ist vor allem bei ehemaligen Generälen ungewöhnlich groß: So forderten einige von ihnen Dempsey in einem Brief zum Rücktritt auf. Es sein besser, zurückzutreten, als Kommandant in einem Krieg zu sein, an dessen Erfolgsaussichten Dempsey so deutliche Zweifel geäußert hatte.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN



Großbritannien verbietet USA, seine Militärbasen zu verwenden;


Foto: EPA
Die US-Luftstreitkräfte dürfen die britischen Militärbasen nicht für den Einsatz in Syrien verwenden. Das ist womöglich die erste Beschränkung dieser Art, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs eingeführt wurde, so die Medien.
Das Verbot gilt unter anderem für die britische Fliegerbasis Akrotiri in Zypern und für die strategischen Fernfliegerkräfte Diego Garcia im Indischen Ozean.
Inzwischen bereiten die USA einen stärkeren und ausgedehnteren Anschlag auf Syrien als zuvor geplant wurde.
Stimme Russlands


Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika steht vor der Welt als ein Haufen von Kriegsverbrechern und Lügnern

Antikrieg.com
Die Lügen des Obama-Regimes sind dermaßen durchsichtig und unverschämt, dass der vorsichtige diplomatische russische Präsident Putin seine Geduld verlor und die Tatsache feststellte, die wir alle bereits wissen: John Kerry ist ein Lügner. Putin sagte: „Das war sehr unangenehm und überraschend für mich. Wir reden mit ihnen [den Amerikanern], und wir gehen davon aus, dass sie anständige Menschen sind, aber er [Kerry] lügt und er weiß, dass er lügt. Das ist traurig.“ 
[…]
Wenn der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika zu korrupt oder zu inkompetent ist, um seine Pflicht zu erfüllen, muss der Rest der Welt sich an die Seite des UNO-Generalsekretärs und des Präsidenten Russlands stellen und erklären, dass einseitige militärische Aggression durch die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ein Kriegsverbrechen ist und dass die kriegsverbrecherische Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika in der internationalen Gemeinschaft isoliert sein wird. Jedes ihrer Mitglieder, das im Ausland erwischt wird, wird verhaftet und zum Strafverfahren an das Gericht in Den Haag ausgeliefert werden.
 http://www.antikrieg.com/aktuell/2013_09_07_dieregierung.htm


Kommentare

Siegfried Hermann sagt:
Die Langstrecken-Bomber sollen die Einsätze von den USA aus fliegen.

Ohne Auftanken geht das gar nicht. Und wo kommen die Tanker her!?
Ramstein, Incirlik, Al Kharj, Base Naval de Rota ???

die Bomben so abzuwerfen, dass die chemischen Waffen nicht direkt getroffen werden

Witzig, wie wollen die etwas treffen, oder nicht treffen, wenn die garnicht wissen wo die Waffen lagern.

B-52 sind für Präzisionsangriffe eher ungeeignet, geschützte Waffendepots, oder Radaranlagen, oder Kommandozentralen platt zu machen. Bei Krankenhäusern, E- und Wasserwerken, Nahrungssilos und Lagern sieht die Sache ganz anders aus.

Da braucht man nicht mal in die Kristallkugel zu gucken, um sicher sagen zu können, dass mit den Tomahawks die russische Fliegerabwehr ausgeschaltet werden soll, um dann mit dem gefährdeten B-52 Bombern massenhaft ihren uranhaltigen Scheixx auf die Zivilbevölkerung zu werfen. Und. Ohne Wasser, Strom und Nahrung wird dann das Land in die Knie gezwungen….wir kennen das doch aus der Irakkrieg-Blaupause.
Bei diesem Szenario geht man langfristig von min. 1 Mio. Toten aus.


Andy sagt:
Das wird der erste Angriffskrieg der Geschichte, der von einem Friedensnobelpreisträger geführt wird.
Ach ja: Planung und Führung eines Angriffskrieges. Hat man nicht genau dafür deutsche Generäle in Nürnberg gehängt?
Und wenn Terror gegen die Zivilbevölkerung Anlass ist, gegen ein Land Krieg zu führen – war das deutsche Recih denn im Fale Polens mehr als berechtigt dazu?
War die moralische Lage der USA schon bisher jämmerlich, wird sie durch einen Angriff auf Syrien unhaltbar. Aber vielleicht findet sich jemand, der eines Tages auch diesen Kriegshetzern den Strick um de Hals legt…


Gernot Meyer sagt:
nicht vergessen: auch die Merkel hat unterschrieben. Das ist nach Paragraph 80 Stgb Vorbereitung und Beteiligung an einem Angriffskrieg! Auch die müßte mitbaumeln!


die baerin sagt:
The Secretary of State – John Kerry: 38 Mio $, Wert seiner Aktien bei Raytheon-Boeing/Ruestungsindustrie!

John Kerry – ehemaliger Soldat in Vietnam – damals groesster Protester gegen den Vietnamkrieg. Heute grosser Kriegstreiber, denn an jeder Bombe verdient er mit!

Pfui Teufel nochmal!


Unbestechlicher sagt:
Sollten bei dem Bombardement dennoch Giftgase frei gesetzt werden, dann zeigt sich – leider zu spät – dass Vergeltung die Situation nur verschlimmert hat. Und wie kann man eine Giftgaswolke entschärfen? Nun, durch eine grosse thermische Reaktion. Dazu passt eine Meldung, wonach in den USA Kernwaffen mit unbekanntem Zweck und Ziel verlegt wurden. Möglicherweise ist das eine letzte Option im Kampfgebiet, wenn andere Mittel versagen oder nicht zum erwarteten Ergebnis führen. Da wird man evtl. lieber eine Giftgaswolke durch eine Atombombenexplosion vernichten, bevor sie der Wind auf das Meer hinaus treibt… zu den US-Schiffen, oder, zu den russischen Schiffen, was verständlicherweise schwerere Folgen haben würde.

Hier der Bericht über den mysteriösen Atombombentransport:
http://www.infowars.com/sen-graham-warns-of-nuke-strike-after-missing-nuke-report/

Bezieht sich auf einen möglichen nuklearen Anschlag in den USA. Ist m. E. aber auch für das Syrien-Szenario denkbar. In diesen Zeiten, in denen unsere Welt mehr und mehr von Verrückten regiert wird, halte ich nichts für ausgeschlossen.