Freitag, 5. September 2014

+ TTIP-Konsultation: Wir bleiben dran + Das schlechteste Bienenjahr der Geschichte + Ewigkeitslast Atommüll +

Donnerstag, 04.09.2014
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TTIP-Konsultation: Wir bleiben dran!
Deine Antwort auf TTIP Logo
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
mit unserer Aktion "Deine Antwort auf TTIP" beteiligten sich 32.000 Menschen an einem Konsultationsverfahren der EU zum Investitionsschutzkapitel im Freihandelsabkommen TTIP. Sie drückten so ihre Ablehnung der Sonderrechte für Konzerne und des gesamten Abkommens aus.

Das Umweltinstitut verfolgt nun die Auswertung des Konsultationsverfahrens. Die EU-Kommission hat auf eine parlamentarische Anfrage hin bestätigt, dass sie alle Beiträge beachten wird, auch wenn sie im Wortlaut identisch sind. Über ihre Methoden und die qualitative Gewichtung der Antworten möchte sie jedoch nichts preisgeben - oder hat sich bisher noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Es muss offengelegt werden, wie viele der Antworten sich gegen das ganze Investitionsschutzkapitel oder gegen TTIP insgesamt ausgesprochen haben.

Die Beteiligung so vieler kritischer BürgerInnen hat verhindert, dass die Kommission das Verfahren zur Bestätigung ihres Kurses nutzt. Nun wollen wir erreichen, dass der Handelskommissar öffentlich zugeben muss: "Wir haben die Öffentlichkeit konsultiert und über 95 Prozent der Zuschriften waren gegen unsere Pläne."

Die von uns gemeinsam mit anderen NGOs aus ganz Europa organisierte Europäische Bürgerinitiative soll noch im September starten. Hier können Sie sich schon jetzt mit Infomaterial versorgen.

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2014: Das schlechteste Bienenjahr der Geschichte
Bienensterben
Obwohl sich immer mehr Menschen in Deutschland für die Imkerei interessieren, sinkt die Zahl der Bienen. Manfred Hederer, Präsident des deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes, erwartet für 2014 das schlechteste Bienenjahr der Geschichte und das fünfte sehr schlechte Jahr in Folge. Deutschland importiert bereits 80 Prozent des verzehrten Honigs.
Die wichtigsten Gründe für das Bienensterben liegen in der industriellen Landwirtschaft. Auf intensiv genutzten Flächen finden Insekten zu wenige Blüten. Hinzu kommt der Einsatz von Pestiziden, die Bienen töten, schwächen oder verwirren. Beides trifft nicht nur die Honigbienen, sondern auch die für die Bestäubung wichtigen Wildbienen und Hummeln.

Das Umweltinstitut fordert eine Landwirtschaft mit weiten Fruchtfolgen und ohne Chemie. Nur eine ökologische Landwirtschaft hat Zukunft, weil nur sie die Bienen und ihre wilden Verwandten fördert, die für die Bestäubung vieler Pflanzen notwendig sind.
„Ewigkeitslast“ Atommüll
Ewigkeitslast Atommüll
Am vergangenen Samstag fand in Kassel die fünfte Atommüll-Konferenz statt, an der auch das Umweltinstitut teilnahm. Schwerpunktthemen waren zum einen die strahlenden Hinterlassenschaften aus dem Uranabbau des Wismut-Unternehmens in der ehemaligen DDR, die völlig ungenügend "saniert" werden. Deutliche Kritik fand auch die geplante Praxis der "Freigabemessungen" für anfallenden Schutt aus dem AKW-Rückbau. Radioaktiv belastetes Material könnte dadurch auf Hausmülldeponien landen oder auch im Straßenbau „wiederverwertet" werden.

Scharf abgelehnt wurde der Plan der AKW-Betreiber, die verbliebenen Atommeiler und einen Teil der bisherigen Rückstellungen in eine staatliche Stiftung zu überführen. Damit wollen die Energieriesen sich aus der Verantwortung für ihre Atomkraftwerke stehlen.

Übereinstimmung bestand in der Forderung, dass die Konzerne ihre vollständigen Rückstellungen umgehend in einen öffentlich-rechtlichen Fonds einzahlen sollen, damit diese vor Insolvenz geschützt sind. Gleichzeitig dürfen sie und ihre Rechtsnachfolger nicht aus der Haftung für die von ihnen verursachten "Ewigkeitskosten" entlassen werden.
Weitere Infos zu Atommüll finden Sie auch auf unserer Webseite im Themenbereich "Radioaktivität".
Unterstützen auch Sie diese Forderung und beteiligen Sie sich an unserer Online-Aktion "Wir zahlen nicht für euren Müll"!
Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand
Termine
Streetlife-Festival und BioErleben
Samstag, 13. September - Sonntag, 14. September 2014

Odeonsplatz, Ludwigstraße, Leopoldstraße, München
Seit dem Jahr 2000 informiert das Streetlife-Festival anlässlich des europaweiten autofreien Tages in München an verschiedenen Orten auf entspannte Art über nachhaltige Mobilitätsformen und alternative Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Raums, insbesondere des Straßenraums. Im Rahmen von "BioErleben" können die Besucher am Odeonsplatz in München ganz ökologisch Genuss, Kultur, Kunst, Kochshows und einen BIOMarkt inkl. Streichelzoo mitten im verkehrsberuhigten München genießen.
Auch das Umweltinstitut ist mit einem Infostand zu den Themen Freihandel, Gentechnik und Ökolandbau sowie einem spannenden Getreiderätsel für kleine und große Bio-Fans dabei.
Nacht der Umwelt 2014
Freitag, 19. September 2014
Werkstattkino, Fraunhoferstraße 9, München
Auch dieses Jahr lädt das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München zusammen mit vielen Kooperationspartnern zur Nacht der Umwelt ein. Einmal mehr erwarten die Besucher viele spannende, unterhaltsame und informative Veranstaltungen für kleine und große Umweltinteressierte. Das Umweltinstitut München e.V. veranstaltet in diesem Jahr die "Lange Nacht der Umweltfilme".

Im Rahmen dieser Veranstaltung zeigt das Umweltinstitut die Filme "Das liebe Rindvieh" und "Der Bauer und sein Prinz" des Filmemachers Bertram Verhaag.
Hoffest Riem
Sonntag, 21. September 2014
Städtisches Gut Riem, Isarlandstr. 1, München
Seit 1998 findet das ökologische Hoffest auf dem Gut Riem statt. Reichhaltige Schmankerl und Leckereien aus der Bio-Landwirtschaft, wertvolle Informationen über Ökologie, Landwirtschaft und Klimaschutz oder die Chancen zur Nutzung erneuerbarer Energien und nicht zuletzt ein Vielerlei an kunsthandwerklichen Produkten bietet das Fest.

Auch das Umweltinstitut ist wieder mit einem Infostand dabei und klärt auf über Gentechnik, Freihandel und die Vorzüge des ökologischen Landbaus.
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