Donnerstag, 28. Februar 2013

Bayern und ihre Ankunft im 21sten Jahrhundert

Das Kreuz mit dem Gipfelkreuz - Bayern wird neoliberal
  
Grüß Gott liebe Bayern, Hallo Robert,

Aus aktuellem Anlass schreibe ich noch einmal über dieses Thema.
Es lässt sich nicht mehr verhindern, dass auch im stockkonservativem Bayern moderne Zeiten anbrechen. Jetzt wo unser aller Kanzlerin und „mächtigste Frau der Welt“ mit der „besten Regierung seit der Wiedervereinigung“ ein weiteres Thema der Grünen besetzt und die Schwulen für CDU und CSU vereinnahmen will, gibt es kein Entrinnen mehr.

Dass bei Euch alles ein kleines Bisschen anders ist wissen wir - das Gras ist grüner, die Sonne scheint heller, das Wetter ist schöner …

„Gewiss, schon seit Generationen ist überliefert, dass Gott selbst die Bayern schuf. Und zwar genauso, wie sie heute immer noch sind“, schriebst Du, Robert, ja schon bei Wanda.
 Ich nehme an, dass mit diesem Gott der die Bayern schuf, der Christen-Gott gemeint ist.

Dass manche Bayern flexibel sind ist auch bekannt. Es gibt Bayern die sind so flexibel, dass es ihnen nicht einmal etwas ausmacht wenn sie mit Milliardenverlust und auf Kosten der Steuerzahler eine Bank übernehmen.
Dass sie dafür ins Endlager für ausgediente Politiker nach Brüssel abgeschoben werden, nehmen sie in Kauf, Hauptsache sie können noch Wichtig tun, Blumen hinrichten und große Reden schwingen.

Dass es aber bei euch auch Leute gibt, die die moderne Zeiten vorab schon erprobt haben und die bei wichtigen Symbolen so tolerant sind wenn es darum geht, an anderer Leute Geld zu kommen, hätte ich nicht geglaubt. Nicht in Bayern!
Deshalb konnte ich das, was ich hier zur Zugspitze fand, kaum glauben.

Eigene Toiletten, eigene Gebetsräume, O.K. - Gastfreundschaft.
Dass ihnen aber das wichtigste Symbol des eigenen Glaubens auf einmal nicht mehr wichtig sein soll wenn es um das Geld Andersgläubiger geht, was ist denn da passiert?

Nachdem ich das gelesen und das Video gesehen habe, wusste ich: Bayern ist im 21sten Jahrhundert angekommen. Jetzt können die bayrischen Politikerdarsteller ihr Volk nicht mehr so einfach für dumm verkaufen. Auch wenn das Auskoppeln aus dem Fernsehprogramm der ARD jahrelang funktioniert hat, beim Satellitenempfang und beim Internet geht das nicht so einfach.

Nun kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass eines Tages, aus heiterem Himmel, ein Halbmond den Gipfel der Zugspitze ziert und alle kleinen Bayernjungen beschnitten werden.
Bis aber die Madel‘n statt im Dirndl dann im Tschador, oder zumindest mit Kopftuch rumlaufen, wird es noch einer Menge Überzeugungsarbeit bedürfen.

An die Stelle einer Hostie hinter einem Kreuz tritt eine vergoldete Münze hinter einem Halbmond und wird in einer Monztranz durch Felder und Wiesen getragen, begleitet von bayrischer Blasmusik abwechselnd mit orientalischen Klängen. Das wird den arabischen Touristen gefallen.

Ist das dann Anpassung an die neoliberale Marktwirtschaft, Opfer der Globalisierung, Kriechen vor Minderheiten, Geldgier der alles untergeordnet werden muss oder alles zusammen?

Allen Ländern in Deutschland hätte ich das zugetraut, aber nicht Bayern, wo hier doch schon immer "besonderes Augenmerk" auf alles von außerhalb der Landesgrenzen gelegt wurde und bestimmte Menschen von hier aus sogar besonders schnell in ihr Heimatland zurückgeführt werden.

In Bayern ist tatsächlich alles ein kleines bisschen anders - die Sonne scheint heller, das Gras ist grüner, das Wetter ist schöner und mit dem christlichen Glauben scheint man es auch nicht mehr so genau zu nehmen …
... und Papst sind sie, und die Redaktion der Bildzeitung, nun auch nicht mehr ...
... oder ist das Alles nur ein großer Spaß den Preußen nicht verstehen?
Ergänzung 02.03.2013
dafür trauen sich Andere, die es früher in Bayern offiziell auch nicht gegeben hat, jetzt offen dafür einzustehen. http://www.youtube.com/watch?v=b5X2-Ngr-ps

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Der Kommentar erscheint manchmal erst nach Freigabe