Freitag, 10. März 2023

Körperverletzung im Amt - Rubikon

Körperverletzung im Amt https://www.rubikon.news/artikel/korperverletzung-im-amt Körperverletzung im Amt
Ein für seine Gewaltbereitschaft berüchtigter Polizist wurde nun von einem seiner Opfer wegen Körperverletzung im Amt angezeigt.
von Andrea Drescher

Manche Rückenschild-Nummern sind bei Demonstrationen in Berlin besonders gefürchtet. Tauchen Einheiten mit den Nummern 31*, 32*, 33* oder 14* auf, liegt Gewalt in der Luft. Diese Truppen sind einer der Gründe, warum viele Menschen Demonstrationen in Berlin inzwischen meiden. Bilder und Videos von gewalttätigen Übergriffen durch Polizisten auf Rentner, Schwangere oder Rollstuhlfahrer wurden im Netz hunderttausend Mal geklickt, haben aber für die Beamten nahezu keine Konsequenzen nach sich gezogen. Dass ein Mensch mit einer schweren Behinderung einem Mitglied dieser Truppe endlich einmal Paroli bietet und durch seine Hartnäckigkeit dafür gesorgt hat, dass gegen diesen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt verhandelt wird, zeigt, dass Polizeigewalt nicht zur Regel werden muss und man sich sehr wohl dagegen wehren kann. Der Prozess, der hoffen lässt, dass es doch noch Grenzen für die Berliner Polizei gibt, findet am Donnerstag, dem 9. März 2023 um 10:00 Uhr im Gerichtsgebäude des Amtsgerichtes Tiergarten, Kirchstraße 6, 10557 Berlin, im Raum 1101 statt.


Dass es überhaupt zur Anklage kommen konnte, hat das Video
„Polizeiangriff mit Pfefferspray“ von Markus Hoffmann ermöglicht, das dieser am 21. April 2021 aufgenommen hat.

auf Youtube ansehen Polizeiangriff mit Pfefferspray, Berlin, 21.04.2021

Zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz wurde das Opfer Peter K. mit einer Pfefferspraydose vom Polizisten BE 14301 an den Kopf geschlagen und bekam danach eine volle Ladung Pfefferspray ab. Er erlitt daraufhin einen schweren epileptischen Anfall, der zunächst nur unzureichend medizinisch behandelt wurde. Bis heute hat er unter den Folgen dieses Übergriffs zu leiden, was ihn aber nicht davon abgehalten hat, den Verantwortlichen anzuzeigen und alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass es fast zwei Jahre später zu einem Prozess kommt.

Der Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Künstler Björn Banane hatte mehrfach „Kontakt“ mit ihm, wurde mindestens sechsmal von ihm in Maßnahmen genommen und hatte schon den Eindruck, BE 14301 sei auf ihn angesetzt worden, da er ihm auch außerhalb von Berlin begegnete. In seinem Telegram-Kanal weist Björn bereits im Januar 2022 BE 14301 darauf hin, dass gewalttägige Polizisten zur Rechenschaft gezogen werden. Jetzt ist es soweit — dank Peter K., der mir im Gespräch von seinen Erfahrungen mit den Polizisten und den Gerichten erzählte.

Andrea Drescher: Können Sie sich kurz vorstellen?

Peter K.: Ich bin Peter, 65 Jahre alt, habe zwei Töchter, demnächst 10 Enkel und wohne in Hamburg. Ich bin aufgrund verschiedener Erkrankungen seit 12 Jahren nicht mehr arbeitsfähig und lebe von einer kleinen Rente beziehungsweise Aufstockung durch die Behörden.

Sie haben mehrere Erkrankungen?

Ja. Ich bin zu 90 Prozent (B und G) schwerbehindert. In einem Attest steht, dass ich multimorbid erkrankt bin — mit zahlreichen Diagnosen, die das internistische, orthopädische, HNO-ärztliche, neurologische und psychiatrische Fachgebiet betreffen. Ich bin Epileptiker und wurde schon vor dem Vorfall psychisch betreut. Ich hatte unter anderem zwei Schlaganfälle und leide an schwerer Arthritis. Alles Wichtige ist in meinem Behinderten-Ausweis dokumentiert, den ich selbstverständlich immer bei mir trage.

Sie waren am 21. April 2021 in Berlin Opfer von Polizeigewalt?

Ja. Das ist richtig. Ich hätte dabei umkommen können. Das kann ich bis heute nicht vergessen. Es lässt mich nicht los, ich kann keine Nacht mehr richtig schlafen.

Was ist passiert?

Wir waren im Park, wurden weggedrängt, fast durch die Polizei gejagt. Es war aber eine friedliche Gruppe, mit der ich unterwegs war. Ständig wurden um uns herum Menschen verhaftet, es wurde gekesselt, besonders betroffen waren die Trommler.

An einen Typen erinnere ich mich, der forderte mit Lautsprecher auf, durchzubrechen und die Polizei zu überrennen. Der wurde seltsamerweise nicht verhaftet. Dann wurde es auf einmal eng. Vor uns stand ein Trupp Polizisten und wir konnten nicht weiter. Genau dort stand übrigens auch eine öffentlich/rechtliche Fernsehkamera. Alle gingen zurück, es gab wohl lautes Geschrei, von dem ich aber mangels meiner Hörgeräte nichts mitbekommen habe. Der Polizist kam auf mich zu und griff mich frontal an. Das Bild verfolgt mich bis heute, aber was danach kam, weiß ich nicht. Ich bin erst im Krankenwagen wieder aufgewacht. Was passiert ist, habe ich selbst erst durch das Video von Markus Hoffmann erfahren.

Sie hatten einen epileptischen Anfall, wissen Sie das nicht mehr?

Nein, es wurde mir erst klar, dass ich einen Anfall hatte, als man im Krankenwagen von Zungenbiss sprach. Ein Zungenbiss ist für mich bei der Epilepsie besonders gefährlich, da ich aufgrund meiner Herzprobleme schwere Blutverdünner schlucke. Wenn ich dann bewusstlos liege und das Blut schlucke, kann ich daran sterben. Und die Polizei hat mich zunächst wirklich einfach liegen lassen.

Im Video von Markus Hoffmann sieht man genau, was passiert ist. Ich blieb mehrere Meter vor der plötzlichen Polizeiabsperrung stehen. Als der Polizist mit der Nummer BE 14301 auf mich zukam, nahm ich instinktiv als Zeichen der Kooperationsbereitschaft beide Hände hoch.

Er zielte mit der spitzen Seite des Pfefferspray-Behälters direkt auf meinen Kopf, erwischte mich aber nur an der Schläfe. In dem Bereich sind Narben in meinem Gehirn aufgrund der Schlaganfälle, sodass das den epileptischen Anfall ausgelöst hat. Aber der Schlag hat ihm wohl nicht gereicht, er hat mir dann noch eine volle Ladung Pfefferspray verpasst.

Und dann kam der massive Anfall, ohne dass seitens der Polizei eingegriffen wurde. Ein Arzt, der helfen wollte, wurde zurückgedrängt, obwohl er rief, „der Mann könnte sterben“. Auch andere, die mir zu Hilfe kommen wollten, wurden durch die Polizei bedroht. Es gab keine stabile Seitenlage - nichts, was man in dieser Situation sofort hätte machen müssen. Erst als ein Polizist aus einer Einheit aus NRW mitbekam, wie schlecht es mir ging, und Hilfsmaßnahmen einleitete, kam auch seitens der 14-er Einheit Unterstützung. Niemand hat in meinen Notfallausweis reingeschaut. Wofür trage ich das Ding denn mit? Dann wurde ich auch noch über den Boden gezerrt, sodass ich eine Wunde am Knie bekam, die später im Krankhaus behandelt wurde.

Jeder, der das Video gesehen hat, ist entsetzt, wie seitens der Polizei mit einem völlig hilflosen Menschen in dieser lebensbedrohlichen Situation umgegangen wurde.

Aber davon habe ich nichts mitbekommen. Im Krankenwagen haben mich die Sanitäter mit leichten Ohrfeigen wieder zurückgeholt, mir die Augen ausgespült und mich dann in die Charité gebracht. Erst ab diesem Zeitpunkt erinnere ich mich überhaupt wieder an die Vorfälle.

Wie ging es im Krankenhaus weiter?

Ich kam mit Blaulicht dort an — und zu meinem Entsetzen war dort aber auch ein Polizist, der mich nach der Behandlung in Gewahrsam nehmen sollte. Er blieb neben meinem Bett — eine ständige Drohung, dass ich ins Gefängnis gehen muss, was mir sehr viel Angst machte. Seitens des Krankenhauses wusste man durch die Übergabe des Krankenwagens, dass ich geschlagen worden war und deshalb einen epileptischen Anfall hatte. Die Behandlung war aber bestenfalls oberflächlich. Es gab keine neurologische Untersuchung, nur ein paar Pflaster. Die wollten mich wohl so schnell wie möglich loswerden. Das bestätigt auch der Abschlussbericht in dem steht: „Es soll ein Zungenbiss stattgefunden haben.“ Hätte es eine Untersuchung gegeben, hätten sie das ja selbst feststellen können.

Wurden Sie dann verhaftet?

Nein. Der Polizist, der mich bewachte, erhielt einen Anruf. Ich hörte etwas von „Zeugen“ und auf einmal war das Thema mit der Verhaftung vom Tisch. Er begleitete mich dann noch bis zur Tür — und ich war auf mich allein gestellt. Dass ich nicht wusste, wie ich nach Hause kommen kann, hat keinen interessiert. Ich hatte meine Begleitperson verloren, war ziemlich desorientiert und wusste nicht, wie ich das mit meiner Behinderung allein bewerkstelligen sollte. Aber das war denen egal. Ich habe es dann irgendwie geschafft, mit dem letzten Bus so gegen 22 Uhr nach Hamburg zu fahren.

Wurden Sie später nochmals untersucht?

Ja. Da meine Augen die ganze Nacht gebrannt haben, bin ich ins Bundeswehrkrankenhaus gegangen und habe mich untersuchen lassen. Dort wurde ich gut behandelt, vernünftig untersucht und bekam Augentropfen gegen die Wirkung des Reizgases.

Sie haben dann Anzeige gegen den Polizisten gestellt?

Ja. Am 2. Mai 2021 habe ich bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Anzeige wegen schwerer Körperverletzung erstattet. Das war mir möglich, da ich nicht nur verschiedene Zeugen auf meiner Seite hatte, sondern auch auf das Video von Markus Hoffmann aufmerksam gemacht worden war. Ich wollte das so schnell wie möglich hinter mich bringen, auch um mit der Traumatisierung durch diesen Übergriff besser fertig zu werden. Aber Sie sehen ja: Es hat fast zwei Jahre gedauert, bis es zu dem Verfahren kam.

Noch im Februar 2022 wurde dann aufgrund einer Gegenanzeige gegen mich wegen eines angeblichen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Das ist nun wirklich absurd, der Täter wird zum Opfer. Das kann doch nicht wahr sein?!

Ist es aber leider. Ich habe über die innere Abteilung in Hamburg erfahren, dass ich angezeigt worden war. Bei einem Termin dort habe ich der Mitarbeiterin das Video von Markus Hoffmann gezeigt. Ihre Reaktion war bezeichnend: „Wir haben hier ein ganz anderes Video von den Kollegen bekommen!“ — und sie holte gleich ihren Chef dazu. Man stellte dann sehr schnell fest, dass das Polizei-Video an den entscheidenden Stellen geschnitten worden war.

Die Hamburger Polizei ist anders als ihre Kollegen in Berlin, sie schätzen dieses Verhalten überhaupt nicht und waren entsetzt über diese Anzeige. Sie haben mich daher gleich beruhigt, dass ich mir keine Gedanken machen muss und mir nichts passieren werde. Als dann das offizielle Ermittlungsverfahren kam, lag zwar auch das Polizei-Video vor, aber nachdem ich dem ermittelnden Beamten mein Video zeigte, wurde dieser sehr freundlich.

Es ist doch völlig lächerlich. Angeblich soll ich den Polizisten festgehalten haben. Meine Finger waren kurz vorher operiert, ich habe künstliche Gelenke. Ich kann nicht mal ein Baby richtig halten, geschweige denn einen ausgebildeten Kampfroboter aus einer Einsatzeinheit.

Das Verfahren gegen mich wurde daher Ende März offiziell eingestellt.

Fälschung von Beweismitteln ist meines Erachtens strafbar. Wurde das verfolgt?

Ob es ein Verfahren gegen denjenigen gab, der durch den verfälschenden Schnitt diese sinnlose Anzeige überhaupt möglich gemacht hat, weiß ich leider nicht. Diese sollte meines Erachtens aber unbedingt passieren, ich habe aber leider noch nichts gehört.

Auch die Kollegen von BE 14301 müssen zur Verantwortung gezogen werden. Sie hätten erkennen müssen, dass BE 14301 gewalttätig war, sie hätten sagen müssen: „So geht das nicht. Der Kollege hat Mist gemacht, da stehen wir nicht dahinter.“ Sie hätten ihn anzeigen müssen. Aber durch ihr Schweigen beziehungsweise vermutliche Falschaussagen sollte alles unter den Teppich gekehrt werden, wenn nicht das Video aufgetaucht wäre.

So wurde wenigstens der Fall der Körperverletzung vorangetrieben. Am 9. März ist ja die Verhandlung.

Ja. Ich habe mehrfach nachgefasst, bis es jetzt endlich soweit ist. Die zwei Jahre Wartezeit haben mir gar nicht gut getan, auch wenn ich durchgängig in therapeutischer Behandlung bin. Meine psychische Situation hat sich so verschlechtert, dass ich auf starke Antidepressiva angewiesen bin.

Mein Bruder bringt mich mit dem Auto am 8. März nach Berlin. Die Hotelkosten werden übernommen, da ich als Nebenkläger und Zeuge auftrete und nicht mehr allein reisen kann. Die Bundespolizei am Berliner Bahnhof löst bei mir Panikattacken aus, ich kann also nicht mehr mit der Bahn oder Bussen fahren.

Werden Sie im Verfahren anwaltlich vertreten?

Bis zum 1. März 2023 sah es so aus, dass ich ohne Anwalt im Gerichtssaal stehe, da ich mir bei meiner kleinen Rente keinen Anwalt leisten kann. Aber dank der Kontakte von Markus Hoffmann unterstützt mich jetzt ein Berliner Strafrechtsexperte.

Was erwarten Sie sich von der Verhandlung?

Weder Markus Hoffman noch meine Begleitperson sind als Zeugen geladen, das verunsichert mich. Ich wünsche mir natürlich, dass der Polizist verurteilt wird und ich das alles hinter mir habe. Aber das Wichtigste ist, dass die Öffentlichkeit wachgerüttelt wird, dass die Menschen erfahren, was da wirklich passiert. Es sind schon seltsame Zufälle, dass die Medien genau dort auftauchen, wo es zufällig aggressiv wird und derjenige, der mit Lautsprecher die Menschen aufgeheizt hat, nicht verhaftet wird. Auch die Presse hat ja berichtet, die „bösen Querdenker“ hätten die Polizei angegriffen, und die Leser glauben dann, die Querdenker machen nur Randale. Dabei war es bei uns genau umgekehrt. Und das muss der Bevölkerung klar gemacht werden.

Warum tun Sie sich das an? Sie sind schwer behindert, seit dem Übergriff noch stärker belastet und kämpfen einen sehr mühsamen Kampf für Gerechtigkeit. Was treibt Sie an?

Indem „die“ ihre Macht demonstrieren, wollen sie erreichen, dass wir aufgeben. Das funktioniert nicht, wir geben nicht auf. Als ich jung und noch gesund war, war ich ein guter Sportler, ein Einzelkämpfer, der gelernt hat, nicht aufzugeben. Man kann und darf nicht wegschauen. „Die“ dürfen nicht mit ihren Gemeinheiten durchkommen, sonst hört das nie auf.

Es ist ein Unding, dass dieser Polizist immer weitere Einsätze durchführen darf, obwohl ich seine Vorgesetzten und den Innensenator schriftlich auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht habe. Meines Wissens hat er am 1. August 2021 erneut einen Demonstranten verletzt, einen Mann mit der Faust auf den Kopf geschlagen. Er muss für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen werden.

Und nicht nur er. Alle Verantwortlichen bis zum damaligen Innensenator müssen sich für die Übergriffe gegen friedliche Demonstranten rechtfertigen und die Konsequenzen tragen. Sie dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Nur so können wir sicherstellen, dass das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich habe den vollen Rückhalt meiner Familie, wenn man soweit ist wie ich, muss man das durchziehen.

Danke für Ihren Mut und viel Erfolg am 9. März 2023!




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Nina Sendling, Andrea Drescher, Jahrgang 1961, lebt seit Jahren in Oberösterreich. Sie ist Unternehmensberaterin, Informatikerin, Selbstversorgerin, Friedensaktivistin, Schreiberling und Übersetzerin für alternative Medienprojekte sowie seit ihrer Jugend überzeugte Antifaschistin. Zuletzt erschien von ihr „Menschen mit Mut“.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Donnerstag, 9. März 2023

Warum helfen Sie nicht Ihrem Volk, Olaf Scholz? - Alice Weidel

Warum helfen Sie nicht Ihrem Volk, Olaf Scholz? - Alice Weidel

Historical Speech

Kommentare

Katharina Pasetschnik
Frau Weidel spricht die Wahrheit! Bravo !!!👏👏👏
Liane Rahman
Danke, Frau Weidel. Wieder eine gute Rede.
Ti Berias
Frau Weidel man kann Sie nur lieben und Ihnen zustimmen,zu 💯 %‼️❤️‼️Ich wünsche Ihnen viel Erfolg,den Sie verdienen, jede Unterstützung der Parlamentarier,des deutschen Volkes und den Segen des Himmels ‼️❤️‼️ Sie erreichen mit Ihren Reden die Herzen der Menschen,da sie das aussprechen,was alle denken,danke,danke‼️
Matthias Kamionka
Danke Frau Weidel,Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen. Das ist keine Regierung sondern ein ganz schlimmes Theater.
Ketut Budiartini
Wenn Frau Weidel spricht schallen die einzigen wahren und ehrlichen Worte aus dem Bundestag. Vielen Dank. Hans Frank aus Indonesien.

Mittwoch, 8. März 2023

Anne Will - 05.03.2023 - „Mit der Waffe an der Schläfe“ – Sind Friedensverhandlungen mit Putin derzeit möglich?

Anne Will - 05.03.2023 - „Mit der Waffe an der Schläfe“ – Sind Friedensverhandlungen mit Putin derzeit möglich?

Die Gäste im Studio

Foto: bearbeiteter Screenshot - Text: ARD

von links

  • Annette Kurschus
    Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • Christoph Heusgen,
    Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz
  • Kevin Kühnert (SPD)
    Generalsekretär
  • Ljudmyla Melnyk
    Projektleiterin und Wissenschaftlerin am Institut für europäische Politik
  • Jan van Aken (DIE LINKE)
    Arbeitet bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu internationalen Krisen- und Konfliktgebieten
  • Ein Ende von Russlands Krieg gegen die Ukraine ist nicht absehbar. Wie kann Frieden erreicht werden? Mehr Waffen, mehr Verhandlungsbereitschaft oder hilft nur beides? Bundeskanzler Olaf Scholz hat Kiew weitere Unterstützung zugesagt, in seiner Regierungserklärung sagte er: „Mit der Waffe an der Schläfe lässt sich nicht verhandeln – außer über die eigene Unterwerfung.“ Die Deutschen finden mehrheitlich, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine angemessen seien. Gleichzeitig sagt eine Mehrheit, die diplomatischen Bemühungen Deutschlands zur Beendigung des Krieges gingen nicht weit genug. Kann man mit Putin verhandeln? Wer könnte einen Frieden vermitteln? Und worüber könnte überhaupt verhandelt werden?

    Link zur Sendungsseite
    Link zum Gästebuch

    Pressestimmen

    Die WeLT
    Deutschland „Anne Will“
    „Wir müssen über eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ernsthaft nachdenken“
    Von Dominik Lippe

    Im Zuge der Debatte über Friedensverhandlungen mit Russland wird bei „Anne Will“ über Sicherheitsgarantien für die Ukraine diskutiert. Nicht nur der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz plädiert dafür, eine Aufnahme des Landes in die Nato in Betracht zu ziehen.

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) machte seine Haltung zu möglichen Friedensverhandlungen der Ukraine mit Russland in dieser Woche deutlich: „Mit der Waffe an der Schläfe lässt sich nicht verhandeln,­ außer über die eigene Unterwerfung“, sagte Scholz in seiner Regierungserklärung am Donnerstag.

    Es war ein Bild, das TV-Moderatorin Anne Will in ihrer ARD-Talkshow am Sonntagabend aufgriff: „‚Mit der Waffe an der Schläfe – Sind Friedensverhandlungen mit Putin derzeit möglich?“, lautete die Frage, über die ihre Gäste, SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, Linken-Politiker Jan van Aken, die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus, Ljudmyla Melnyk vom Institut für Europäische Politik sowie Christoph Heusgen, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, diskutierten.


    Frankfurter Rundschau
    Chinesische Truppen in die Ukraine? Bei „Anne Will“ ist jede Idee willkommen
    Von: Tina Waldeck

    Ein Ende von Russlands Krieg gegen die Ukraine ist nicht absehbar. Sind Friedensverhandlungen mit Putin generell möglich?

    Berlin – „Mit der Waffe an der Schläfe lässt sich nicht verhandeln?“ Anne Will diskutierte in der ARD mit ihren Gästen über diesen Satz von Olaf Scholz und ob ein Frieden in der Ukraine auch mit Waffenlieferungen möglich sein kann. Mit dabei sind Kevin Kühnert (Generalsekretär der SPD), Christoph Heusgen (Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz), Ljudmyla Melnyk (ukrainische Wissenschaftlerin am Institut für europäische Politik), Jan van Aken (linker Referent in der Rosa-Luxemburg-Stiftung für internationale Krisen und Konflikte) sowie Annette Kurschus (Vorsitzende des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland).

    Die Frage bei „Anne Will“: Was liefern wir aus?

    Es wird erst rückblickend erkennbar sein, was Waffenlieferungen bringen, beginnt Kevin Kühnert. Das soll von ihm kein Appell für „ewig währende Waffenlieferungen“ sein, aber momentan hilft es der Ukraine souverän zu bleiben. Das sieht Ljudmyla Melnyk bei Anne Will genauso: Mit Unterstützung des Westens hat die Ukraine den Winter einigermaßen überstanden. Auf die Waffen zu verzichten hieße, dass Russland mehr Territorien einnehmen würde und die zivile Bevölkerung noch mehr leiden müsste. Sie ist Ukrainerin, ihre Familie und ihre Großmutter leben nach wie vor dort. Solidarität bedeutet, die Bedürfnisse „der Opfer zu verstehen“.


    ntv
    Krieg und Frieden bei Anne Will
    "Putin traut sich niemals, auf einen Chinesen zu schießen"
    Von David Bedürftig

    Während Russlands Krieg in der Ukraine weiter tobt, werden in Deutschland Stimmen nach Diplomatie laut. Aber kann man mit Wladimir Putin verhandeln? Bei "Anne Will" streiten die Gäste über Olaf Scholz, die Wahl zwischen Waffen und Vermittlungen - und chinesische Soldaten in der Ukraine.

    Vor gut einem Jahr beginnt Russland den Angriff auf die Ukraine. Seit Februar 2022 wehren sich die Menschen gegen die russische Invasion, auch dank Waffenlieferungen aus Deutschland. Ein Ende des Krieges ist weiterhin nicht absehbar und Bundeskanzler Olaf Scholz erklärt, man schaffe keinen Frieden, indem man Waffenlieferungen stoppt. In Deutschland sagt aber eine Mehrheit, die diplomatischen Bemühungen gingen nicht weit genug. Und so fragt die ARD-Talkrunde "Anne Will" am Sonntagabend, ob "Friedensverhandlungen mit Wladimir Putin derzeit möglich" seien.

    Nein, lautet darauf die simple Antwort, der auch alle Diskutanten zustimmen. Streicht man jedoch das Wort "derzeit", wird es kniffliger - besonders bezüglich der Frage, wie Verhandlungen und Sicherheitsgarantien aussehen könnten. "Mit der Waffe an der Schläfe lässt sich nicht verhandeln", sagt Scholz in seiner Regierungserklärung am Donnerstag weiter. Ein Satz, der laut Talkmasterin Anne Will "in einen Tatort passen" könnte, der sich aber auf "schreckliche Realität" beziehe. Für Jan van Aken ist er allerdings "völliger Quatsch". Schließlich würde jede Friedensverhandlung so geführt, "so ist das im Krieg".


    Stern
    TV-Debatte
    Diskussion über Waffenlieferungen bei "Anne Will": warum diese Sendung endlich mal angenehm war
    von Jan Zier

    Bei Anne Will treffen Befürworter und Gegner von Waffenlieferungen in die Ukraine erstaunlich friedlich aufeinander. Es geht um Sanktionen, die Rolle Chinas und ein UN-Mandat für die Ukraine.

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will weitere Waffen in die Ukraine liefern – die Begründung: "Mit der Waffe an der Schläfe lässt sich nicht verhandeln – außer über die eigene Unterwerfung." Andererseits: Werden in Zeiten des Krieges Verhandlungen nicht immer auch mit der Waffe in der Hand geführt? Die Deutschen finden laut Umfragen zwar mehrheitlich, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine angemessen seien. Gleichzeitig sagt eine Mehrheit aber auch, die diplomatischen Bemühungen Deutschlands zur Beendigung des Krieges gingen nicht weit genug. Und jetzt?

    Die Diskussion: von "historischer Verantwortung" bis Sanktionen, "die wirklich etwas bringen"

    Wenn Befürworter und Gegner von Waffenlieferungen an die Ukraine friedlich, ja: beinahe bedächtig, jedenfalls aber sehr ernsthaft und meist ruhig in einer Talkshow miteinander reden, dann ist das nicht selbstverständlich. Sondern ein Fortschritt. Andererseits sind auch weder Frau Strack-Zimmermann noch Frau Wagenknecht an diesem Abend zugegen.


    » der Kommentar des Blogschreibers «

    Ich habe die Sendung bewusst nicht gesehen und das Gästebuch wegen bestimmter, viel Platz brauchender, Teilnehmer nur ganz vorsichtig angeschaut.
    Zu meinem Erstaunen konnte ich in der Stern-Kritik von Jan Zier lesen: "warum diese Sendung endlich mal angenehm war".
    Trotzdem glaube ich nicht etwas verpasst zu haben.
    Das Gästebuch ist am Ende dieses Blogbeitrags verlinkt.


    Kommentare

    Seite 15
    Ernst schrieb am 04.03.2023 09:30 Uhr:
    „Sie können eine Atommacht nicht in die totale Niederlage zwingen, ohne zu riskieren die Welt in die Luft zu jagen.“ sagt Alice Weidel in einer Rede vor dem Bundestag an Olaf Scholz gerichtet.
    Und genau aus diesem Grund gibt es zu Friedensverhandlungen, und zwar sofort, keine Alternative. Denn je mehr Putin in die Enge gedrückt wird, je eher wird steigt die Gefahr, dass Atomwaffen eingesetzt werden. Da gilt es, sich die Frage zu stellen, ob nicht eine Friedensverhandlung, in der Selenskyj vom Westen dazu veranlasst wird, auf die bereits von Putin eroberten gebiete, in denen ohnehin viele Russen leben, zu verzichten, um – mit den Worten von Alice Weiden - zu verhindern, „die Welt in die Luft zu jagen“?
      Willy Freud schrieb am 04.03.2023 12:32 Uhr:
      @Ernst
      Es geht nicht um die totale Niederlage einer Atommacht. Es geht darum, daß Russland aus der Ukraine verschwindet u. von weiteren imperialistischen Eroberungsvorhaben, die auch für uns zur Gefahr werden, abrückt. Des weitern geht es darum, daß Russland für die Reparationszahlungen für den Wiederaufbau der Ukraine u. für die Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen wird. Wichtig ist, daß Putin durch ein Kriegsverbrechertribunal angeklagt wird, auch wenn es nur eine symbolische Bedeutung hätte u. die Durchsetzung u. Durchführung der Konsequenzen durch die Anklage vorerst nicht realisierbar wäre.
      Bernd L. schrieb am 04.03.2023 14:12 Uhr: - - ZENSIERT - -
      @Ernst
      Kann Ihnen nur zustimmen.Interessant ist auch, dass gerade von Politikern der AfD Vorschläge für eine diplomatische Lösung kommen, während deren Gegner die sture ukrainische Seite unterstützen, bei denen waschechte Neonazis z.B. Melnyk, der den Kriegsverbrecher Bandera verehrt und es nun zum stellvertr. Außenminister gebracht hat, den Ton angeben. Uns erzählt man doch immer, die AfD seien Nazis. Seltsam. Auch müsste endlich mal zur Sprache kommen, was eigentlich das Volk der Ukraine will. 40% der Bürger haben Russisch als Muttersprache, aber lt. Gesetz ist nur noch Ukrainisch Amtssprache und im Donbas gab es schon vor dem 24.2.2022 über 14.000 Todesopfer durch die ukrainische Armee. Beim Minsker Abkommen wurde die Volksabstimmung unter UNO-Regie zum Sonderstatus im Donbas von der Ukraine strikt abgelehnt. Warum kann in dieser Demokratie, die Mitglied der EU werden will, nicht auch das Volk über sein Schicksal entscheiden?

      @Willy Freud
      Sie können das auch mal lesen.

    Seite 21
    Oliver aus Hannover schrieb am 04.03.2023 13:37 Uhr:
    Ich möchte eine oft wiederholte Behauptung zurechtrücken, die den Diskurs insgesamt lähmt.
    „Die NATO ist friedlich und deshalb kann sie nicht der Auslöser für Putins Aggression sein.“ und von der anderen Seite: „Wenn die NATO nicht so aggressiv gegen frühere Versprechungen in den Osten erweitert worden wäre, dann hätte Putin keinen Krieg begonnen.“
    Beide Aussagen sind richtig und falsch. Die genaue Wahrheit ist: Putin nimmt die NATO Osterweiterung als Argumentationshilfe um seine Bevölkerung und sympathisierenden Ausländern seine Expansionspläne als Notwehr zu verkaufen. Und die NATO Vertreter und deren Anhänger benutzen die Aggression Putins als Beweis, dass sie sich in den Osten ausbreiten muss, damit die Länder geschützt sind.
    Wenn man diese Situation mit der Deutschlands nach dem 1. WK vergleicht, dann fällt auf, dass die Versailler Verträge von den Nazis genutzt wurden um die eigene Aggression als Notwehr zu verkaufen und die Allierten hielten die Verträge für gerecht.
      Otto Schmidt schrieb am 04.03.2023 14:45 Uhr: - - ZENSIERT - -
      Vielleicht kann ich Ihnen helfen. Einfach mal fragen : Was ist Ursache, was ist Wirkung? Was zuerst, was später?
      Na, hat‘s gefunkt? Ursache ist, dass die NATO, voran die USA ihr Versprechen bei der deutschen Einheit, die NATO GENERELL nicht nach Osten zu erweitern, nicht einhielt. Inzwischen ist bis auf Finnland und die Ukraine alles in der NATO an der russischen Grenze. Dazu noch Raketenabwehrschirme – angeblich gegen den Iran-, von denen locker ohne Vorwarnzeit auch Raketen Moskau erreichen können. Das sind Fakten. Vermutung ist dagegen, dass Putin „Expansionspläne“ hätte. Er expandiert nicht, auf der Krim und im Donbas leben seit Generationen Russen, die nach dem Maidan-Putsch terrorisiert wurden. Die Krimbewohner bekamen noch rechtzeitig die Kurve. Was man immer fragen sollte: Cui bono? Wem nützt es?
      Eindeutig den USA in diesem Stellvertreterkrieg, wo an NATO-Waffen das ukrainische Volk verheizt wird. Was würden die USA wohl tun, wenn Russsen bei USA-Nachbarn das Gleiche machen?

    Seite 54
    Dietmar 52 schrieb am 05.03.2023 20:47 Uhr:
    Herr Winkler, zu ihrem ersten Satz: Die Amerikaner haben geliefert, weil ein kluger, weitsichtiger Präsident, Roosevelt, erkannt hatte, daß die Armeen der Nazis um jeden Preis aufgehalten und zurückgeworfen werden mußten.
    Das werden Sie in Ihrer antiamerikanischen Sicht zwar nicht sehen wollen, aber es war so. Und nicht in jedem Falle ist Hilfe sofort an Geld gebunden. Was nicht heißt, daß dies ein Freibrief für Stalin sein sollte, Verträge nicht einzuhalten.
      Heinz Wilhelm schrieb am 05.03.2023 22:10 Uhr:
      Die Amerikaner haben geliefert Herr Dietmar 52, stimmt. Sie haben sogar Benzin, Diesel und Kerosin geliefert, ans Deutsche Reich, und zwar bis 1945. Wussten sie das?
      Klaus Winkler schrieb am 05.03.2023 22:20 Uhr:
      Ist ja schon etwas erstaunlich wie schnell die Amerikaner ihre Freunde wechseln bzw. man zum Feind wird. Kaum war der Krieg vorbei waren die Russen der Erzfeind - bis heute.
      Klar scheint nur eines - das Ziel ist nach eigenen Aussagen die Welthegemonie!
      Heinz Wilhelm schrieb am 06.03.2023 11:55 Uhr:
      Bei den Amerikanern muss man berücksichtigen: solange es für sie Profit abwirft beliefern sie Jeden, ob Freund oder Feind. Bewiesen haben sie das oft genug, sogar in Syrien haben sie "versehentlich" den IS versorgt.
      Bleibt der Geldregen aus oder sehen sie ihre wirtschaftliche oder militärische Überlegenheit in Gefahr, entscheiden sie wer Freund oder Feind ist.
      Ein Beispiel ist, solange Jemand benutzt werden kann, (Saddam Hussein gegen Iran) sein Öl in Dollar handelt, (Gaddafi und Hussein) ist er Freund, im gleichen Augenblick, in dem er sich vom Dollar lossagt, wird er zum Feind und mit allen Mitteln bekämpft. Das war bei denen schon immer so.

    Seite 76
    jürgen1955 schrieb am 05.03.2023 23:56 Uhr:
    Frau Melnyks letzter Satz als Fazit der Runde -" Russland muss verlieren lernen !" - bei allem Verständnis für ihre emotionalen Beweggründe, das sollte kein russischer Soldat gehört haben, geschweige denn Putin, denn dann ziehen vielleicht doch nochmal die Erinnerungen an 27 Mio. getöteter Russen im 2. WK herauf. Die rechtfertigen den Krieg gegen die Ukraine nicht, aber was werden russische Soldaten empfinden, wenn sie demnächst (wieder) deutschen Panzern mit dem Wehrmachtstkreuz gegenüber stehen. Keine gute Aufforderung, den Krieg zu verlieren.
    Soll die Ukraine Waffen nach Wunsch bekommen, können wir ihr nicht verwehren. Aber allen muss klar sein, an jeder Patrone, jedem Gewehr, jedem Panzer steht - "ohne Garantie auf Sieg !". Was, wenn die Ukraine weiter an Boden verliert ? Sagen wir dann 'war den Versuch wert ' ? Kein Krieg wurde jemals "gewonnen" außer von denen, die daran verdienen. Es wird auch in diesem Krieg kein "gutes" Ende geben, nur ein früheres oder späteres.
      Karl binz schrieb am 06.03.2023 00:06 Uhr:
      Eine sehr unangenehme Frau.
      Fritz Müller schrieb am 06.03.2023 08:30 Uhr: - - ZENSIERT - -
      Die Geschichte der Frau Melnyk von ihrer Oma passte genau auf die russische Argumentation, weniger auf die ukrainische. Von der Wehrmacht im 2.Weltkrieg getötete Ukrainer waren auch Opfer vom Nazikolloborateur Stepan Bandera, der an Judenpogromen mit seinen OUN-Milizen beteiligt war und in Israel ein Kriegsverbrecher ist. Er wird z.B. vom Namensvetter von Frau Melnyk, der es inzwischen zum stellvertretenden Außenminister der Ukraine gebracht hat, als „sein Held“ verehrt. 2015 wurde er im Bundestag schon kritisiert, als er am Grab Banderas in München ihm huldigte. In der Westukraine gibt es noch viele Bandera-Denkmäler, in Kiew ist eine Straße nach ihm benannt. Einfach noch einmal den ARD-Panorama-Film von 2014 ansehen: „Putsch in Kiew: Welche Rolle spielen die Faschisten?“
      Leider wurde auch in dieser Diskussion kein Wort über den Putsch verloren, den Beginn des Krieges.

    Seite 77
    Holger Voss schrieb am 06.03.2023 01:15 Uhr:
    Erwartungsgemäß kommen vom früheren UN-Chemiewaffeninspekteur Jan van Aken die im Vergleich zu den weiteren Gästen der Sendung kompetentesten Beiträge.
    Sebastian Bernard Dégardin schrieb am 06.03.2023 01:23 Uhr:
    Ich sehe momentan keine Verhandlungsoption mit dem Machthaber im Kreml.
      Werner schrieb am 06.03.2023, 11:13 Uhr:
      Sie sollen doch auch gar nicht mit ihm verhandeln, dafür gibt es Diplomaten, die sowas gelernt haben.


    Wer alle Kommentare ohne das lästige Weiterblättern lesen oder herunterladen möchte, bitte hier klicken

    Die Seitenzahlen in roter Schrift sind die aus dem Anne Will Gästebuch


    Dienstag, 7. März 2023

    Flüchtlinge rein, Rentner raus: Berliner Altersheim geräumt

    Flüchtlinge rein, Rentner raus: Berliner Altersheim geräumt Weltwoche Daily DE, 06.03.2023


    Die Weltwoche (Wochenmagazin)

    06.03.2023
    Bei der Weltwoche Digital ist alles neu: Website und App wurden grundlegend erneuert. Steigen Sie ein, fliegen Sie mit! www.weltwoche.ch
    Und speziell für Deutschland: www.weltwoche.de

    Flüchtlinge rein, Rentner raus: Berliner Altersheim geräumt.
    Europa: Kolonie der Vereinigten Staaten.
    70. Jahrestag von Stalins Tod.
    Rechtsextrem: Britische Regierung warnt vor Shakespeare.

    Kommentare

    Herbert Meier
    Roger Köppel eine hervorragende Rede, wie immer auf den Punkt gebracht 👍👍👍👍👍
    Pit
    Von "Nord Stream" ist in Deutschland nicht mehr die Rede, weder in den Medien, noch in der Politik! Nord Stream und seine Sprengung hat es nie gegeben!
    Rolf Weidmann
    Danke, Herr Köppel !
    Sie sind einer der ganz wenigen, die die " Fehler ", um nicht treffendere Worte zu wählen, der BRD - Ampelregierung korrekt und vor allem treffend benennen ! Was machen wir ohne Journalisten wie Sie !?
    Kurt Walther
    Schande , was in Deutschland passiert und möglich ist. SERVUS TV sagt es.

    Baerbock blamiert ganz Deutschland (schon wieder)

    Baerbock blamiert ganz Deutschland (schon wieder)

    Kettner Edelmetalle (Gold und Silber)

    01.03.2023
    Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Annalena Baerbock eine unfreiwillige Kostprobe ihres komödiantischen Talents gegeben - und zwar auf Englisch, damit es die ganze Welt versteht. In diesem Video erfahren Sie, wie unsere Außenministerin Deutschland erneut zur Lachnummer gemacht hat.

    00:00 Das erwartet Sie im Video
    00:30 Viele Deutsche schämen sich für die derzeitigen Politiker
    04:07 Warum Annalena Baerbock eine Gefahr darstellt
    06:25 Baerbock will sogar eine Gesinnungs-Schulung für Diplomaten

    Quellen & Interessantes

    360 Grad Aussage:
    https://bit.ly/3YdN6j3
    https://bit.ly/3Zd4JAN

    Dimitri Medwedew reagiert auf Baerbock:
    https://bit.ly/3SLYcdZ

    Gesenkte Diplomaten Anforderungen:
    https://bit.ly/3ZpM9Fg

    Ukrainische Botschafterin + (Tweets):
    https://bit.ly/3STEf5f
    https://bit.ly/41zSyzC
    https://bit.ly/3J5FkUd
    https://bit.ly/3Y9r5Sr
    https://bit.ly/41ENgmn

    Pflichtfortbildung: "Feministischer Reflex":
    https://bit.ly/3SDLMES

    Kommentare

    Punisher Granzow
    Diese Frau war von Anfang an als Außenministerin nicht tragbar , Fehlbesetzung wie die gesamte Ampelregierung 👎🤮😡
    NFT#Dave
    Bärbock muss zurücktreten. Gerade jetzt, in einer Welt voller Kriege und Herausforderungen, brauchen wir Kompetenz und Charakter.
    Die Königin Regina Aleksandrova
    Diese Frau ist eine Schande für alle Frauen der Welt und die ist nicht tragbar , sie gehört vor Gericht! Wie kann so eine dumme Person ernst genommen werden und solche Posten besetzen? Ich verstehe es nicht 😭😭😭😭
    Brigitte Hauke
    Wir können noch von Glück sprechen, wenn Alle über uns lachen, es wäre nicht auszudenken, wenn sie dieses Weib ernst nähmen. 💙

    Montag, 6. März 2023

    Skandal-Tweet: Innenministerin Faeser will keine Demos

    Skandal-Tweet: Innenministerin Faeser will keine Demosnach

    BILD

    09.02.2023
    Johannes Boie bei BILD Live:

    21.01.2022
    Für BILD-Chef Johannes Boie ist es ein Skandal. Nach dem Skandal-Tweet von der Innenministerin Nancy Faeser solle man nicht mehr auf die Straße gehen, um zu demonstrieren. Und auch Robert Habeck hält die Anklage wegen Veruntreuung von Gelder gegen ihn für „politisch durchgenudelt“. Es scheint, als gehe der Respekt der Bundesregierung vor deutschem Recht verloren.

    „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln“, heißt es in Artikel 8 des Grundgesetzes.

    Doch ausgerechnet Verfassungsministerin Nancy Faeser (51, SPD) scheint dieses Recht infrage zu stellen.

    Wörtlich schrieb Faeser Mittwochabend beim sozialen Netzwerk Twitter: „Ich wiederhole meinen Appell: Man kann seine Meinung auch kundtun, ohne sich gleichzeitig an vielen Orten zu versammeln.“

    Klartext: Faeser fordert Demonstranten auf, ihren Protest nicht mehr auf die Straße zu tragen.

    „Die Aussage der Ministerin ist im Kontext der Corona-Proteste und vor dem Hintergrund der dramatisch hohen Corona-Infektionszahlen zu sehen“, erklärte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums gegenüber BILD.

    Gleichzeitig ist die Bundesinnenministerin bei anderen Themen eine glühende Verfechterin des öffentlichen Protests, von Demonstrationen im Freien und – ebenfalls völlig zu Recht! – öffentlichen Meinungsbekundungen.

    Den ganzen Artikel zu Nancy Faesers Aussage kannst du hier lesen:
    https://on.bild.de/3IoIy1H

    Kommentare

    Sadat X
    Vielen Dank und Respekt an alle mutigen Menschen, die Gesicht zeigen und auf die Straße gehen. Macht weiter. Ihr seid wahre Helden und entlarvt die Verlogenheit dieser Politik!
    Martina Dallai
    Seid froh, wenn so viele Menschen auf die Straße gehen. Sonst kriegt niemand mit, was abgeht. Es geht uns ALLE an - egal ob Geimpfter oder Ungeimpfter. Runter vom Sofa, rauf auf die Straßen. Niemand ist mit seinen Gedanken alleine! Nur Mut
    Gert Lapoehn
    Immer wenn man meint, es kann nicht schlimmer kommen, bricht die nächste Sprosse der Leiter.

    "Auch die Kirchen kriegen den Hals nicht voll!" - Peter Hahne im Gespräch

    "Auch die Kirchen kriegen den Hals nicht voll!" -Peter Hahne im Gespräch "Auch die Kirchen kriegen den Hals nicht voll!" -Peter Hahne im Gespräch
    TE - Wecker am 05 03 2023



    Tichys Einblick

    05.03.2023
    "Auch die Kirchen kriegen den Hals nicht voll!" -Peter Hahne im Gespräch mit TE Wecker

    ++ Die Skandale um Wohnungen, aus denen Mieter hinausgeworfen werden, gehen weiter. Der Fall des Berliner Pflegeheims scheint nicht der Einzige zu bleiben. Jetzt scheint eine Welle von Schliessungen zu drohen. ++ Peter Hahne im Gespräch ++

    Webseite: https://www.tichyseinblick.de

    Sonntag, 5. März 2023

    Ein Leuchtturm im Sturm - der Biologe Clemens Arvay - Rubikon

    Ein Leuchtturm im Sturm https://www.rubikon.news/artikel/ein-leuchtturm-im-sturm Ein Leuchtturm im Sturm
    Der Biologe Clemens Arvay, der den Freitod gewählt hat, zeigte in der politischen Auseinandersetzung eine Fairness und Sachlichkeit, die seinen Gegnern leider nicht eigen war.
    von Dietrich Klein

    Niemand wird je mit Sicherheit sagen können, was in Clemens Arvay in den Stunden und Tagen vor seinem Tod genau vorging. Wer ihn aber relativ gut kannte, wie der Autor, kann plausible Hypothesen darüber anstellen. Arvay war kein typischer Kämpfertyp, eher ein feinsinniger Wissenschaftler, Künstler und Naturfreund, der sich nicht ohne Grund gern vor den Menschen zurückzog. Er glaubte an die heilsame Wirkung sachlicher Auseinandersetzung und gewaltfreier Kommunikation. Sein Unglück war, dass die Feinde, die er durch seine kritische Haltung in der Gesellschaftskrise der letzten Jahre auf sich gezogen hatte, dies ganz anders sahen. Die wollten ja nicht verstehen und einen Diskurs führen, sondern verletzen und diffamieren, um einen Gegner mundtot — zumindest in der Öffentlichkeit unmöglich zu machen. Die gemeinsame Trauer kann uns diesem Menschen nahebringen, dem man am besten gerecht wird, indem man seine Erkenntnisse um- und sein Werk fortsetzt. Es bleibt die Erinnerung an ein in seiner Kürze reiches Leben, in dem wissenschaftliche Sorgfalt ebenso ihren Platz hatte wie der Klang der Blockflöte oder der Duft der Zirbelkiefer. Ein Nachruf zu Clemens Arvay.


    Es sind dunkle Zeiten, tiefdunkle Zeiten inmitten der globalen
    gesellschaftlichen Krise, die im März 2020 begann. Die Menschen sind verwirrt, leiden unter einer Bedrohung, die ihre Gesundheit betreffen soll und die real aber auch zugleich abstrakt zu sein scheint. Alle suchen in dieser Zeit nach Orientierung, und die meisten entscheiden, sich den düsteren, aber wenigstens allgemein anerkannten Schreckensprognosen über eine rapide um sich greifende tödliche ansteckende Krankheit hinzugeben und auf die Erlösung zu hoffen, die eine moderne Gesellschaft mit ihrer Hochkultur der Wissenschaft und Technologie sicher bald bereitstellen würde.

    Auf dieses Gedankennetz haben sich die meisten Menschen als allgemeingültigen Konsens geeinigt. Wenn es da nicht wenige vereinzelte Menschen gäbe, die mit einer diametral anderen Deutung der Krisensituation daherkommen und das sicher geglaubte Gedankengebäude zu verändern versuchen.

    Zu genau diesen Personen zähle ich Clemens Arvay. Er tauchte plötzlich aus dem weitgehend homogen geknüpften Informationsnetz auf und fing an, einzelne Knoten zu lösen und die Knotenpunkte neu zu verbinden. Das Besondere dabei war, dass er sich genau der Methode des unangefochtenen Glaubensprinzips unserer modernen Gesellschaft — der Wissenschaft — bediente.

    Ich selbst bin Ingenieur und komme daher aus einer Disziplin, die nur durch stringente Anwendung von Logik und Beachtung von Kausalketten überhaupt ansatzweise funktioniert. Kein Auto würde beim Anlassen auch nur einen Mucks von sich geben, kein Flugzeug nur einen Millimeter abheben, und keine Brücke würde stehen bleiben, wenn Ingenieure sich nicht knallhart an die Naturgesetze der Mechanik halten würden, die Gelehrte der Vergangenheit als wiederkehrend in der Natur erkannt haben. Mit diesem Denkmuster bin ich damals auch an die Analyse unserer Gesellschaftskrise herangegangen und war immer wieder überrascht und unbefriedigt, dass es zwar einen allgemeingültigen wissenschaftlichen Konsens über eine globale Gesundheitsbedrohung zu geben schien, die Herleitung der Kausalkette auf die zugrundeliegende Ursache jedoch nicht vollständig nachvollziehbar war.

    Wer kann und will schon den Myriaden von Informationen und Studien im Detail auf den Grund gehen, um zu prüfen, ob das bereits als allgemeingültig anerkannte Paradigma wirklich auf soliden Füßen steht? Der Biologe Clemens Arvay. Er ist mir in der Verzweiflung, in der ich mich wegen der Deutung der globalen Krise befand, wie ein Leuchtturm im Sturm aufgefallen. Er hat seinen wissenschaftlichen Geist und Fleiß und seine Fähigkeit zum knallharten logischen Denken genutzt und messerscharfe Analysen medial und in Büchern für die wachsende Zahl ganzheitlich denkender Menschen aufbereitet. Es waren also durch ihn plötzlich sehr klare logische Zusammenhänge mit Tiefgang sichtbar, und die Gruppe der Menschen, die ihm folgten, konnten sich ein wesentlich besseres Bild von der Situation und den möglichen Auswegen daraus durch medizinische Maßnahmen machen.

    Dabei hat er sich klug und undogmatisch verhalten und jedem Menschen immer die Freiheit gelassen, sich auf seine Erkenntnisse einzulassen oder eben nicht.

    Seine Buchtitel waren in dieser kritischen Zeit eher mit einem Fragezeichen als mit einem Ausrufezeichen formuliert und positiv konnotiert. So wie eines seiner letzten Schlüsselbücher zu dem Thema: „Wir können es besser“. Darin vertritt er die Kernthese, eine gesündere Welt zu schaffen, durch den Ansatz, Medizin stärker ökologisch und nicht nur stofflich mechanistisch zu definieren.

    Er fordert in dieser Hinsicht einen Umbruch und sieht den positiven Dialog, in dem wir körperlich und seelisch mit unserer Umwelt und der Natur stehen sollten, als den Schlüssel für eine nachhaltige Gesundheit des Individuums und der Gesellschaft. Er kämpfte unermüdlich, die Menschen für einen besseren Weg zu Gesundheit aufzuklären, an seinem Wissen teilhaben zu lassen, eben auch in einer Zeit, in der es sehr schwer geworden war, breitere Bevölkerungsgruppen noch medial zu erreichen.

    Er wurde ob seiner alternativen Ansichten zum allgemeinen Konsens ausgesperrt aus dem medialen Betrieb der Mainstream-Meinung, in dem er sich in der Vergangenheit als respektabler Gast in Talkshows und mit wissenschaftlichen Büchern und Fachartikeln souverän bewegt hatte.

    Seine Persönlichkeit und wissenschaftliche Karriere als Biologe wurde — und das muss man hier ganz deutlich sagen — auf maximal boshafte Weise über die allgemeingültigen „Wissensplattformen“ und durch sonderbare Gegenspieler in der Blogger- und Vlogger-Szene in den Dreck gezogen.

    Hier zeigt sich plötzlich Clemens Arvays Verletzlichkeit. Seine Achillesferse. Er definierte seine Persönlichkeit stark über seine Karriere und Reputation und fängt an, sich zu wehren. Auf Menschen, die es wagten, ihn mit Unlogik und eben meist auch diffamierend zu konfrontieren, reagiert er konsequent. Neben seinen sonst sehr informativen Analysen über die Studienlage zur Bekämpfung der Gesundheitskrise gab es jetzt einen harten medialen Schlagabtausch vom Feinsten auf den sozialen Medienplattformen mit seinen Gegenspielern.

    Er konnte die Dinge nicht so stehen lassen. Er hat sich aufgerieben, hat für sich nicht realisiert, dass er in dieser Hinsicht auf verlorenem Posten stand. Er hätte den übermächtigen Sturm vorüberziehen lassen müssen und nicht versuchen sollen, gegen ihn anzukämpfen und seine mentalen Reserven damit aufzubrauchen, die er noch für wichtigere Dinge gebraucht hätte. Er ist damals schon, wie wir heute durch seinen vermutlichen Freitod im Februar 2023 deuten können, bereits auf ein Märtyrertum zugesteuert. Er hat sich seelisch aufgebraucht. Soweit zumindest meine Analyse aus den leider nur fragmentarischen Einsichten in seine Persönlichkeit.

    Dieser mediale Schlagabtausch, für den er so viel Energie aufwendete, war aber für Logiker durchaus ein Hochgenuss und fast mit derselben Spannung wie auf die wöchentlich erwartete Krimiserie herbeigesehnt, wenn er ein Reaktionsvideo auf einen Angriff seiner Person und Reputation im Internet veröffentlichte.

    Diese Fähigkeit und Standhaftigkeit hat vielen seiner Follower, die sich selbst vielleicht nicht so klug und sachlich äußern und wehren konnten, ein Gefühl der Stärke und Sicherheit vermittelt. Er war für mich unangefochten einer der ganz großen Kämpfer für einen klares Denken in Zeiten großer Unsicherheit und Verwirrung. Es war aber auch deutlich zu sehen, dass dies ein riesiger Kraftakt war. Er wirkte sehr angefasst wegen der meist sehr unsachlichen und persönlichen Angriffe auf ihn. Ich kann mich an keinen Angriff auf ihn erinnern, bei dem über die Sache gefochten wurde. Es waren ausschließlich Diffamierungen persönlicher Natur. Er konnte sich schlecht abschotten.

    Diese Angriffe sind direkt in seine Seele eingesickert, haben dort gewütet und begonnen, ein Zerstörungswerk anzurichten.

    Ich kannte Clemens erst seit 2020, aber wenn man zurückschaut in seine Arbeit vor dieser Zeit, entdeckt man keinen knallharten Kämpfer für die Sache, sondern einen sensiblen, feinsinnigen Naturmenschen, Musiker, Gelehrten und bereits als Buchautor Prominenten, der von der Gesellschaft hätte getragen werden müssen, damit sie nachhaltig von seinem Genius profitieren kann. Allein die Titel der für sein kurzes Leben unerschöpflichen Anzahl and Büchern, die an anderer Stelle inhaltlich detaillierter besprochen werden sollten, wirken sensibel, ja fast poetisch: „Heilungscode der Natur“, „Mit den Bäumen wachsen wir in den Himmel“, und sein Bestseller, mit dem er am meisten Bekanntheit erlangt hat, zum Thema Heilung aus dem Wald: „Der Biophilia-Effekt“ (siehe Link auf ergänzenden Artikel zu dem Buch am Ende des Texts).

    Die Traumreise mit einem wunderbaren Menschen

    Ich möchte an dieser Stelle gerne noch eine persönliche Geschichte erzählen, in der ich Clemens persönlich kennen lernen durfte und auf drei große gefühlsmäßige Abenteuerreisen mit begleiten konnte. Clemens war Forscher mit einer bereits beachtlichen universitären Karriere. Er erforschte die Schnittstelle Mensch und Natur, und auf besonders gründliche Weise den Einfluss der Natur und vor allem des Waldes auf die Gesundheit des Menschen. Im Jahr 2021 suchte unsere Familie ein Schicksalsschlag heim und meine liebe Frau erhielt nach acht Jahren die erneute Diagnose eines fortgeschrittenen Brustkrebs-Rezidivs. Wir sind den Empfehlungen unseres Onkologen gefolgt, um eine Heilung voranzubringen.

    Clemens hat in dieser Zeit seine Doktorarbeit vorbereitet, in der er über den Zusammenhang vom Aufenthalt in der Natur und im Wald auf die Gesundheit des Menschen forschte. Er suchte eine erste Gruppe von gesunden Frauen und Frauen mit Brustkrebsdiagnose als Probandinnen, die an einer Studie zum sogenannten Waldbaden teilnehmen sollten. Diese Teilnahme war verbunden mit zwei Blutabnahmen am Anfang und Ende des Aufenthaltes im alpinen Wald des Naturparks Zirbitzkogel in der österreichischen Nordsteiermark. Waldbaden unter dem stark nach terpenhaltigen Substanzen duftenden Harz, der dort heimischen Zirbelkiefer: Nichts Schöneres konnten sich meine erkrankte Frau und ich als Erholung und Ergänzung zu der bereits abgeschlossenen schulmedizinischen Krebsbehandlung als Weg zur Gesundwerdung vorstellen.

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    Die Frau des Autors beim Waldbaden unter einer alten Zirbelkiefer am Zirbitzkogel in der Steiermark, Österreich im Sommer 2021



    Eine japanische Studie zum Waldbaden war wegweisend und vielversprechend, und Clemens Arvay konnte europäische Forschungsgelder über seine Universität in Graz sichern, um die positiven Ergebnisse der asiatischen Studie auch in den Wäldern Europas nachzuvollziehen. So schlimm uns das Schicksal mit der schweren Erkrankung meiner Frau erwischt hatte, so froh war ich doch, dass wir uns durch die Teilnahme an dieser wunderbaren Studie in der freien Natur aufhalten konnten, von einem Menschen geleitet, den ich durch seinen scharfen Geist bereits sehr bewunderte. Ich war neugierig, kannte Clemens ja nur aus Videos und über seine Buchbeiträge.

    Er war für mich auf gewisse Weise eine ganz besonders große „Celebrity“ unserer Zeit. Die erste Begegnung in der Hotellobby. Wie ein Waldjunge mit feinem wehendem Zopf und kurzen Hosen stand er plötzlich im Raum und grüßte die Teilnehmer ruhig. Ich hatte von ihm eher den Eindruck eines scheuen Rehs als des toughen, schnell redenden Video-Blogger, den ich kannte. Er war verletzlicher und sensibler, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Höflich, feinfühlig, aber auch auf eine gewisse Art zunächst unnahbar und zurückgezogen.

    Wir haben zwei wunderbare unvergessliche Tage gemeinsam mit ihm und seinem Team aus Helfern verbracht. Zu denen gehörte auch ein Vertrauter von Clemens Arvay, ein Arzt und Vertreter der Naturmedizin, der die Einrichtung und Nutzung von Gärten in Krankenhäusern zur schnelleren Genesung der Patienten vorschlägt und praktisch umsetzt. Er war für die regelmäßige gesundheitliche Überwachung der Probandinnen und für die Blutabnahmen vor Ort verantwortlich, und Clemens Arvay hat durch die gute Zusammenstellung eines so kompetenten Teams große Sorgfalt für die Sicherheit und das Wohlbefinden seiner Probandinnen verwendet.

    Clemens hat die Gruppe wunderbar begleitet mit interessanten Vorträgen, die sehr akademisch am Flipchart, aber eben unter den wunderbaren Zirbelkiefern im Freien gehalten wurden. Jede Minute der Exposition der Probandinnen in der harzdurchtränkten Waldluft wurde genutzt. Wir sollten die Zirbelkiefernzapfen sammeln und uns zusätzlich ans Kopfende unseres Bettes legen, wir sollten die Bäume anfassen, direkt dem Harz exponiert sein. Noch heute liegen die schönen Zapfen an meinem Bett daheim.

    Clemens war nahe bei der Gruppe, hat fotografiert und dokumentiert, regelmäßig Messungen der Umweltfaktoren wie Temperatur, Wind und Regen vorgenommen und diese in seinen Unterlagen notiert. Der Arzt und die Helfer waren angewiesen, regelmäßig Blutdruck und Blutsättigung der Probanden zu messen. Es wurde unter Clemens‘ Leitung also hochpräzise und wissenschaftlich gearbeitet und dokumentiert.

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    Clemens Arvay bei Messung und Dokumentation der Umweltparameter während der Kontrollgruppe der Waldbaden-Studie im Stadtpark von Wien im Sommer 2022.



    Seine Genauigkeit im Denken, die in seinen Video-Blog-Beiträgen und Büchern zu erkennen ist, lebte er auch in jeder Pore während seiner Forschungsarbeit. Es war eine einmalige Erfahrung, so nah dran zu sein, wenn Menschen wie Clemens Wissen schaffen und präzise Wissenschaft betreiben. Er hat sich zwischendurch auch abgesondert und die Natur fotografiert oder still nachgedacht. Ich habe ihn aus der Entfernung beobachtet und einige wunderbare Bilder von ihm in der Natur ablichten können.

    Ein kleines, spontan improvisiertes Konzert mit einigen Teilnehmerinnen brachte mich tief zum Nachdenken und zum Weinen. Es war sehr wehmütige und schöne, zugleich teils fröhliche Musik, die Clemens improvisierte. Er war immer mit verschiedenen Instrumenten ausgestattet, die er dann spontan parat hatte. In diesem Fall eine Gitarre. Die Musik war wie eine Trance, in der ich gedanklich in die schwere Erkrankung und den möglichen Tod meiner Frau eingehüllt war und getrauert habe.

    Clemens konnte sich musikalisch so wunderschön und sensibel ausdrücken. Es war zauberhaft, aber hatte auch etwas von der Tiefe und Schwere in seiner Seele offenbart.

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    Clemens Arvay und sein Team bei der gesundheitlichen Überwachung und Dokumentation mit einer Probandin, der Frau des Autors, am Zirbitzkogel in der Steiermark, Österreich im Sommer 2021.



    Die Traumreise war schon fast wieder vorbei, als ich mit Clemens, der am Anfang privat eher unnahbar wirkte, ein langes intensives Gespräch am letzten Abend im Restaurant des Kurhotels, in dem wir untergebracht waren, führen konnte. Ich befragte ihn darüber, wie er sich in der Zeit vor der Gesellschaftsreise bewegt hat, wie er in der jetzigen Situation auch mit den starken Angriffen auf seine Person klarkommt und was ihn privat bewegt.

    Er berichtete von seinen Erfolgen als Spezialist zu biologischen Fragen in Talkshows im öffentlichen Fernsehen, die abrupt endeten, als er begann, eine andere wissenschaftliche Deutung der Dinge zu vertreten. Er litt unter dem mangelnden Diskurs, den er in der Wissenschaft bisher gewohnt war, machte auf mich zu diesem Zeitpunkt aber nicht den Eindruck, dass er daran zerbrechen könnte. Er war für mich der standhafte Clemens, wie viele von uns ihn aus seinen Vlog-Beiträgen kannten. Er sprach nur sehr am Rande über Privates, und ich habe erst nach mehreren Gesprächen und externen Quellen herausgefunden, dass er seinen kranken Sohn zuhause betreut. Darüber hat er kaum gesprochen, und der sonnige, etwas scheue und hochgeistige Mensch Clemens Arvay war der Mensch, den ich kennenlernen durfte.

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    Clemens Arvay, der Wissenschaftler im Wald, bei persönlichen Naturbeobachtungen am Zirbitzkogel in der Steiermark, Österreich im Sommer 2021.



    Meine liebe Frau ist knapp ein Jahr nach dieser Traumreise auf den Zirbitzkogel doch an den Folgen ihrer schweren Krebserkrankung verstorben. Der Aufenthalt mit Clemens im Wald hat ihr letztes Lebensjahr zauberhaft begleitet, und ich denke, auch geholfen, ihr Leben zu verlängern. Mit Clemens bin ich in Kontakt geblieben, und kurz nach ihrem tragischen Tod hat er mich und meinen ältesten Sohn erneut zu einer Studiengruppe, dieses Mal mit Männern, auf den Zirbitzkogel und zu einer Kontrollgruppe in den Stadtpark nach Wien eingeladen.

    Die These, die es im Rahmen seiner Doktorarbeit zu untersuchen galt, war, den Effekt der phenolharzigen Ausdünstungen des in dieser Hinsicht sehr reichhaltigen Gewächses der Zirbelkiefer für einen heilenden Effekt bei Menschen nachzuweisen. Dieser Gesundheitseffekt sollte über verschiedene Blutmarker dann wissenschaftlich erhärtet werden. Aus diesem Grund die Kontrollgruppe im Stadtpark Wien unter ähnlichen äußeren Bedingungen, aber ohne den Einfluss der Zirbelkiefer.

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    Clemens Arvay motiviert die zweite Gruppe der Probanden von Männern zu Studienzwecken, regelmäßig den Duft der Zapfen der Zirbekiefer zu inhalieren. Zirbitzkogel Österreich im Sommer 2022.



    Auch diese beiden wunderbaren Ausflüge ins Grüne zum Wohle der Wissenschaft waren zauberhaft, und Clemens, durch den Tod meiner Frau berührt, war noch offener und persönlicher als vorher. Wir waren im Gebirge am Zirbitzkogel in einem großen Stiftkloster untergebracht, in deren Kapelle Clemens uns zum Gedenken an meine verstorbene Frau ein kleines Gedenkkonzert auf einer Bass-Blockflöte improvisiert hat. Anwesend waren in der späten Nacht nur noch sein Begleiter, der befreundete Naturarzt.

    Clemens‘ Spiel auf zwei verschiedenen Flöten, eine aus Plastik, die er für seine Ausflüge ins Freie besorgt hatte, und noch wunderbarer auf der aus Holz, war verzaubernd. Ich will gerne diese stillen Momente der Trauer und Besinnung, in die uns Clemens in der kleinen Kapelle versetzt hat, als kleines Vermächtnis mit allen teilen, die um ihn trauern. Die Improvisation galt meiner Frau, und ich sehe sie im Nachgang auch als eine vorgezogene Trauer um Clemens und seine Seele, die so fein und verletzt war, was ich zu diesem Zeitpunkt in dieser Tragweite noch nicht wahrgenommen habe.

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    Ein ganz privater, sensibler Clemens Arvay, der ein Kraftbad und Powernap in der Sonne abseits der Probandengruppe am Zirbitzkogel nimmt. Zirbitzkogel Österreich im Sommer 2022.


    Wir alle sind immer wieder vom Tod betroffen und berührt.

    Und wenn uns besonders nahe Menschen oder große Menschen, die uns inspiriert und getragen haben, verlassen, können wir besonders tief in die Trauer eindringen. Der Mensch, um den wir trauern, schwingt dann in uns weiter. Und wenn es uns gelingt, durch diese Trauer die Resonanz dieser Menschen in uns und um uns am Leben zu halten, dürfen wir auch lebenslang trauern, ohne uns zu verzehren.

    Meine Frau, die kein Jahr vor Clemens gegangen ist, und Clemens waren beide noch sehr jung, und mit Mitte 40 fast gleich alt. Sie schwingen in uns weiter und ermutigen uns, zu leben und das Leben in vollen Zügen bewusst zu erfahren und auszukosten. Das ist unsere Aufgabe, und mit dieser Haltung werden wir es auch schaffen, die dunklen Zeiten gut zu überstehen und immer wieder Licht in unsere Seele und die unserer Mitmenschen in unserer globalen Gesellschaftsfamilie zu tragen.

    Quellen und Anmerkungen:

    Gedanken zum Werk von Clemens Arvay machte sich Roland Rottenfußer auch in folgendem. älteren Artikel:



    Die Liebe zum Leben

    Eine Einladung zu mehr Lebendigkeit und „Biophilie“.
    von Roland Rottenfußer

    Wir lieben, was unseren Bedürfnissen entgegenkommt und was uns glücklich macht. „Biophilie“ bedeutet Liebe zum Leben, zum Lebendigen. Der Begriff wurde von dem Psychotherapeuten Erich Fromm geprägt und bezieht sich interessanterweise zunächst auf eine Charakterorientierung. Der Autor und Biologe Clemens G. Arvay hat dieses Phänomen in seinem Buch „Der Biophilia-Effekt“ sehr anschaulich dargestellt. Er liefert eine Fülle von auch wissenschaftlich untermauerten Fakten über die positive Wirkung von Naturerleben auf unsere Gesundheit. Seine wichtigste These: „Unsere Biophilia ist eine Schöpfung der Erde, auf der wir leben. Sie verbindet uns mit unserem Heimatplaneten“. Umgekehrt wird das Schwinden der Liebe zum Lebendigen auch ökologisch zur Gefahr.


    Im Juni über die Weinberge laufen nahe Balatonkeresztúr am
    ungarischen Plattensee – es ist ein wahres Paradies, das meiner Frau und mir während einiger Urlaubswochen vergönnt war. Gerstenfelder erstrecken sich dort, in goldenes Abendlicht getaucht, flauschig wie das Fell eines riesigen Tieres. An ihren Rändern leuchtet in dunklem Lila der Rittersporn und in hellem Rot der Mohn. Sich abwechselnd mit Mais, Weinstöcken, Obstgärten und kleinen Wäldern wiegt sich das Getreide im weichen Wind. Weiße Schmetterlinge fliegen gelegentlich auf, Sperlingsschwärme und Elstern.

    Die prallen Kirschen wachsen einem buchstäblich in den Mund, frei zugänglich am Wegrand. Schon deuten sich auch Pflaumen und Pfirsiche für eine künftige Ernte an, und die Bienenweiden sind bunt gesprenkelt von Klee, Kronwicken und Witwenblumen. Die Linden duften süß und brummen vom Ansturm der Hummeln auf ihre blassgelben Blüten. Grün und winzig sind noch die Weinbeeren und versprechen künftigen Saft und Rausch. Selbst den Wintertee für kältere Zeiten kann man vorsorglich in Tüten packen: Kamille, Salbei, Thymian und Johanniskraut. Von manchen Stellen sieht man in der Ferne die riesige spiegelnde Fläche des Balaton vor dem imposanten Tafelberg Badacsony.

    Eine solche Landschaft rührt unwillkürlich etwas in uns Menschen an und versetzt uns in eine Hochstimmung, wenn wir bereit sind, uns dafür zu öffnen. Ihre Ausstrahlung ist gesund, einladend, glücksverheißend „Satt und ungeheuer fett“ hatte Konstantin Wecker über den nahenden Sommer geschrieben.

    Auch ein Bergwald mit seiner wilden Schönheit spricht die Sinne an und vermittelt ein Wohlgefühl. Eine solche fruchtbare „Kulturlandschaft“ jedoch strahlt noch etwas anderes aus: Sicherheit, das Versprechen, dass wir uns notfalls von diesem Land nähren könnten. Vielleicht trügt diese Verheißung – wir können uns nicht alles nehmen, es gehört den Bauern –, aber das Wohlgefühl, das sich unwillkürlich einstellt, ist unbewusster Natur. Wir lieben, was unseren Bedürfnissen entgegenkommt.

    Die Wiederentdeckung der Naturromantik

    Der Autor und Biologe Clemens G. Arvay hat dieses Phänomen in seinem Buch „Der Biophilia-Effekt“ sehr anschaulich dargestellt. „Die strahlende Naturromantik spiegelte meine eigene Sehnsucht nach artgerechten menschlichen Lebensräumen wider“, schreibt er dort über ein eigenes Erlebnis.

    „Der Homo sapiens entwickelte sich über Jahrmillionen aus der Natur, in der Natur und mit der Natur. Klar sind wir, aus evolutionären Gesichtspunkten, innerlich mit natürlichen Lebensräumen mehr verbunden als mit städtischen, technologischen und hochmodernen.“

    Offenkundig wird vor diesem Hintergrund auch, warum sich bestimmte Naturphänomene besonderer Beliebtheit erfreuen: plätschernde Bäche etwa oder spiegelnde Wasseroberflächen, die den Suchenden in archaischen Zeiten schon von weitem signalisierten, dass sie hier überleben konnten. Fruchttragende Pflanzen im Allgemeinen: Obstbäume, Beerensträucher, Pilze und Kräuter, auch Blütenpflanzen, obwohl diese meist nicht unmittelbar essbar sind. Wo Bestäubung stattfindet, wächst später oft eine essbare Frucht – und manchmal fällt auch süßer Honig ab.

    Dieser Wohlfühleffekt hat gesundheitlich erhebliche Vorteile, wie der Autor auch anhand von Beispielen aus der Gehirnforschung belegt:

    „Das Reptiliengehirn und das limbische System sind also maßgeblich ausschlaggebend dafür, ob wir uns an einem bestimmten Ort beziehungsweise in einer bestimmten Situation entspannen können oder ob wir uns im Alarm- und Fluchtmodus befinden. Sich in der Natur aufzuhalten, führt im Gegensatz zum hektischen Alltag oft in den Entspannungsmodus.“

    Der „Savannen-Effekt“

    Es gibt sogar einen Namen für unsere Vorliebe für besonders lebensfreundliche Landschaften: den „Savannen-Effekt“. Nicht in dunklen Wäldern fühlen wir uns meist am wohlsten, weil diese wenig Essbares bereithalten und weil aus unübersichtlichem Gestrüpp leicht jederzeit Angreifer hervorbrechen könnten. In aufgelockerten Graslandschaften, die teilweise von Bäumen und Sträuchern bewachsen sind, fühlen wir uns dagegen sicher, weil wir den „Feind“ schon in der Ferne kommen sehen. Und weil diese Landschaften ideale Bedingungen für mannigfaches Pflanzenwachstum bieten. Parklandschaften sind unter anderem deshalb beliebt, weil sie menschengemachte „Savannen“ darstellen. Auch die geschilderte inspirierende Landschaft am Plattensee folgt diesem Muster.

    „Unsere Biophilia ist eine Schöpfung der Erde, auf der wir leben. Sie verbindet uns mit unserem Heimatplaneten.“

    So Arvay.„Biophilia“ (oder Biophilie) bedeutet Liebe zum Leben, zum Lebendigen. Der Begriff wurde von dem Psychotherapeuten und Philosophen Erich Fromm geprägt und bezieht sich interessanterweise zunächst auf eine Charakterorientierung, besitzt sogar eine ethische Komponente.

    „Die Seele des Menschen. Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen“ heißt eines der wesentlichen Bücher Fromms zum Thema. Dort leitet er Biophilie zunächst von deren Gegenteil ab: der Nekrophilie (Liebe zum Tod oder zum Toten). Den Begriff „Biophilia-Hypothese“ verwendete der Evolutionsbiologe Edward O. Wilson 1993 (also erst nach Fromms Tod). Er sprach in seinem Buch von dem „menschlichen Bedürfnis, sich mit anderen Lebewesen zu verbinden“ und setzte sich für Artenvielfalt ein. Ob Wilson die Bücher Fromms zum Thema gekannt hat, bleibt unklar.

    Pflanzen und ihre „Vokabeln“

    Keine Zweifel kann es mehr geben an der gesundheitlich wohltuenden Wirkung der Natur auf den Menschen. „Waldspaziergänge sind gesund“ – dies ist weitaus mehr als ein Klischee, eine von medizinischen Laien eher „gefühlte“ Erkenntnis. Wie Clemens G. Arvay in seinem Buch ausführlich darstellt, kommunizieren Pflanzen über chemische Substanzen miteinander. Sie senden Moleküle aus, etwa um andere Pflanzen vor Schädlingen zu warnen.

    Sogar die Frage, welcher Fressfeind sich nähert, kann über diese „Pflanzenvokabeln“ präzise beantwortet werden. Bäume bilden aufgrund solcher Alarmsignale seitens ihrer Artgenossen vorsorglich Abwehrstoffe gegen die Schädlinge, ohne selbst mit ihnen in Berührung gekommen zu sein. Von Menschen werden diese Moleküle meist als angenehme Düfte wahrgenommen.

    Etwa 2000 solcher „Vokabeln“ hat die Wissenschaft mittlerweile identifiziert. Die meisten von ihnen gehören zur Gruppe der Terpene. Diese schützen Bäume vor Sonneneinstrahlung, können erwünschte Insekten und Tiere anlocken, unerwünschte abschrecken oder gar töten. Wichtig ist nun die positive Wirkung der Terpene auf unsere Gesundheit. „Einige unter den Terpenen interagieren auf höchst gesundheitsfördernde Weise mit unserem Immunsystem. (…) Waldluft ist wie ein Heiltrunk zum Einatmen“, schreibt Arvay. Traditionell nennen die Japaner das wohltuende Einatmen von Waldluft „Shinrin-yoku“ (Waldbaden).

    Heute ist Shinrin-yoku eine vom japanischen Gesundheitssystem sorgfältig erforschte und geförderte ergänzende Behandlungsmethode bei vielen Krankheiten. Arvay findet das nur logisch: „Pflanzen reagieren auf Terpene häufig mit einer Steigerung ihrer Abwehrkräfte. Unser Immunsystem reagiert ebenfalls mit einer Stärkung der Abwehrkräfte.“ Terpene wirken auch auf unser Hormonsystem und reduzieren Stress – ein Effekt, den man ohne weiteres aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann.

    Bäume machen gesund

    Selbst der Krebsvorsorge können Aufenthalte in der Natur dienlich sein. Clemens G. Arvay unter Berufung auf Forschungsergebnisse der Nippon Medical School in Tokyo: „Wenn Sie zwei Tage hintereinander in einem Waldgebiet verbringen, können Sie die Anzahl Ihrer natürlichen Killerzellen um mehr als fünfzig Prozent steigern.“ Freilich ist dieser Effekt im Inneren eines baumreichen Waldes am stärksten ausgeprägt. In „Savannen“-Landschaften und Anbaugebieten vieler Kulturpflanzen tritt er nur reduziert auf. Diese Landschaftsformen wirken aber auf andere Weise heilsam: durch ihre Freude spendende Fruchtbarkeit.

    Zu vergleichbaren Ergebnissen gelangte auch das Forscherehepaar Rachel und Stephen Kaplan aus Michigan, USA. Beide betonen besonders den erholsamen Effekt der Natur-Faszination.

    Im Alltag sind wir oft gezwungen zu „gerichteter Aufmerksamkeit“, der unter Leistungsdruck erbrachten Fokussierung auf ein Sachthema, auf Texte oder Zahlen. Diese Form der verengten Aufmerksamkeit ermüdet den Geist und schmälert unsere natürliche Daseinsfreude.

    Natur-Faszination dagegen ermöglicht einen weiten, sanften und schweifenden Blick, gelenkt nicht durch Willenskraft, sondern durch die Naturphänomene selbst, die uns abwechselnd in ihren Bann ziehen.

    Am Staffelsee in Südbayern gehe ich zum Beispiel mit Vorliebe in Ufernähe spazieren. Dort kann der Blick ungezwungen zwischen dem Fern- und dem Nahbereich wechseln, und überall findet er Schönheit: Moorlandschaft, See und Alpenpanorama bilden den Hintergrund, Trollblume, Schwertlilie oder Schwalbenwurz-Enzian den Vordergrund, und gelegentlich sieht man sogar ein Reh bei einem Wäldchen stehen – wie erstarrt zunächst, bevor es das Weite sucht.

    Selbst minimale Natureindrücke – etwa ein Baum vor einem Fenster – sind offensichtlich heilsam. Das Ehepaar Kaplan hat 1200 Büroangestellte befragt, von denen die Hälfte aus ihrem Fenster Ausblick auf Grünflächen hatten. Die Kontrollgruppe hatte keinen solchen Ausblick. Die „Natur-Gruppe“ gab deutlich seltener an, unter Konzentrationsstörungen zu leiden und über ihre Arbeit frustriert zu sein. Sie zeigte signifikant mehr Freude an ihrer Arbeit.

    Auch Kinder mit sogenannter Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) profitieren ohne Zweifel von Naturerfahrungen. Der Sachbuchautor Richard Louv spricht in diesem Zusammenhang vom „Ritalin der Natur“ und plädiert – statt Ruhigstellung durch Medikamente – dafür, die Kinder in den Wald zu schicken, damit sie sich austoben können.

    Natur gibt's nur offline

    „Natur“ meint natürlich echte Landschaften, Pflanzen und Tiere, nicht die Substrate auf flimmernden Bildschirmen der heimischen Fernseher, Computer, Tablets und Smartphones.

    Was uns gesund macht, ist nicht downloadbar.

    Man muss fühlen, wie die Erde fett zwischen unseren Fingern zerbröselt, wie ein eiskalter Bergbach unsere Füße zuerst wie Nadeln sticht, um sie hinterher mit einem warmen, belebenden Strömen des Blutes zu belohnen. Man muss das pilzbewachsene, bemooste Totholz riechen oder die wunderbaren weißen Dolden der Holunderblüte im Frühsommer.

    Es ist bekannt, dass Naturfaszination sogenannte Flow-Erlebnisse auslösen kann. Der Mensch macht die beglückende Erfahrung, vollkommen in einer Betrachtung oder einer Tätigkeit aufzugehen – zum Beispiel in Gartenarbeit. „Die Erfahrung der Natur vermag unser Gehirn in einen anderen Modus zu schalten, in dem quälende Gedanken verschwinden, Glücksgefühle auftauchen und Probleme in den Hintergrund treten.“ (Arvay)

    Man wundert sich nach diesen Betrachtungen nicht mehr, warum ein Phänomen wie die Winterdepression verbreitet ist. Es fehlt ja alles Grüne, Bunte und Sprießende, auch fast jeder Geruch. (Freilich sind auch dann Winterspaziergänge besser als die völlige Abschottung von der Natur.) Man wundert sich nicht mehr über eine Art Großstadtdepression, auf den viele mit kompensierendem Konsum, mit Drogen und stressbedingten Krankheiten reagieren.

    Es ist eine Tragödie, dass sich das Landproletariat mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in den Stein- und Metalllandschaften der Städte verdingen musste, die ihm abstoßend hässlich vorgekommen sein mussten – entwurzelt und abgeschnitten von jeder Freundschaftspflege mit Pflanze und Tier. Es ist traurig, dass sich viele heute an eine fast pflanzenlose Welt gewöhnt haben – auch an eine tierlose, sieht man von Dackeln und Hauskatzen ab. Noch schlimmer, dass nicht wenige Menschen gar nicht mehr das Bedürfnis nach ausgleichender Betätigung im Park, am Stadtrand oder durch Urlaub in Waldgebieten haben.

    Naturliebe schafft ökologisches Bewusstsein

    Entsprechend gering ausgeprägt ist oft auch das ökologische Bewusstsein. Man kennt gar nicht mehr, was man eigentlich schützen sollte. Engagement bezieht sich häufig eher auf einen abstrahierten „Umwelt“-Begriff, ohne dass wirkliche Liebe zu einem konkret erlebten Eichhörnchen, einem Kirschbaum oder Weidenröschen dahintersteht. Diese Liebe nämlich wäre es, die dem Umweltengagement Nachdruck und eine Seele verleihen würde.

    Man wirkt nicht mehr wissentlich an der Zerstörung von etwas Befreundetem und Liebgewonnenem mit. Auch der Fleischkonsum beruht ja auf der Vernichtung von Leben, das dem Konsumenten nicht vertraut ist, dass er als fremd, von sich abgespalten und vermeintlich seelenlos erlebt.

    Dichtung ist in puncto Naturbezug oft weiter fortgeschritten als Technik, denn sie versucht in den „Weltinnenraum“ (Rilke) empathisch einzudringen. Romantische Dichter haben den Wald als kräftigenden Seelenraum gepriesen, auch als Einladung zum Rückzug aus einer als unaufrichtig und zerstreuend erlebten „Außenwelt“. So schreibt Joseph von Eichendorff in seinem auch vertonten Gedicht „O Täler weit, o Höhen“ über den Wald: „Du meiner Lust und Wehen/ Andächt’ger Aufenthalt!/ Da draußen, stets betrogen,/ Saust die geschäft’ge Welt,/ Schlag noch einmal den Bogen/ Um mich, du grünes Zelt!“

    Und auch Ludwig Tieck preist die Naturidylle: „Waldeinsamkeit/ Mich wieder freut,/ Mir geschieht kein Leid,/ Hier wohnt kein Neid/ Von neuem mich freut/ Waldeinsamkeit.“ Naiv ist das mitnichten, denn der Rückzug aus einer Welt, die von den sterilen Steinwüsten der Städte, von Straßenlärm, computerisierten Büros, und uns beständig „anschreienden“ Konsumangeboten beherrscht wird, tut nicht nur infolge chemischer Prozesse gut.

    Die Natur beurteilt uns nicht

    Heilsam an Naturräumen ist auch, dass wir in ihnen von den Erwartungshaltungen der Menschen, etwa unserer Vorgesetzten, befreit sind, ebenso von werbeinduzierten Schönheitsidealen, die uns terrorisieren. Clemens G. Arvay schreibt dazu anschaulich: „In der Natur, in der Wildnis, ist jeder von uns ein Lebewesen unter unzähligen Lebensformen. Wir sind umgeben von Pflanzen und Tieren, Pilzen und Mikroorganismen, die allesamt eines gemeinsam haben: Sie verurteilen uns nicht und stellen keine Ansprüche an uns, wie wir zu sein oder nicht zu sein haben. (…) In der Natur können wir sein, wie wir sind.“

    Ich spüre bei längerem Schlendern auf Waldwegen, an Bächen, Schluchtenabhängen und über natürliche Blumenwiesen – vor allem wenn ich langsam und nicht leistungsorientiert gehe – schon nach kurzer Zeit ein Gefühl der Erleichterung. Dies aber macht mir deutlich, dass mich etwas an der Menschenwelt sonst unmerklich belastet hat – vielleicht ja die bohrenden Blicke urteilender und wettbewerbsorientierter Personen, die zu fragen scheinen: „Bist du mir gewachsen? Zeig doch mal, was du drauf hast!“

    Natur ist jedoch nicht nur ein Ort, an dem wir von unserem Schicksal gleichsam eine Auszeit nehmen können. Wir lernen eine Menge von und in ihr. Was in einem bekannten Weihnachtslied über den Tannenbaum gesagt wird, trifft auf Pflanzen und Tiere generell zu: „Dein Kleid will mich was lehren“. Damit ist keine aufdringlich pädagogische Absicht von Rinde und Regenwurm gemeint. Vielmehr „zieht“ das menschliche Bewusstsein aus den Naturphänomenen, die es beobachtet, bewusst oder auch unwillkürlich gewisse Erkenntnisse.

    So Clemens G. Arvay über das Austreiben einer Weide nach dem Kahlschlag: „Der Baum trotzt seinem Schicksal, findet selbst nach einem radikalen Einschnitt in sein Leben wieder zu neuen Kräften und versucht einen Neustart. Er wächst über seine Verletzungen hinaus.“ Dies könnte einen Menschen inspirieren, der gerade in einer ähnlichen Situation steckt. Die Weide flüstert ihm gleichsam zu: „Du bist nicht alleine, ich habe es auch geschafft. Du kannst wieder aufstehen.“

    Die Natur als Spiegel menschlicher Seelenprozesse – genau das macht sie so „poesiefähig“.

    Auch Menschen, die keine Dichter sind, erfassen dies intuitiv. Denken Sie an eine Pflanze, die Sie besonders lieben und überlegen Sie, was diese Wahl über Sie selbst verrät.

    Die Botschaft des Krokusses

    Ich habe Krokusse über Jahrzehnte besonders gemocht und erst spät eine Theorie darüber entwickelt, warum das so ist. Vielleicht weil Krokusse ein bisschen sind wie ich. Wer zu früh herauskommt – mit Ideen, die bei den Mitmenschen noch kaum auf Resonanz stoßen – muss frieren. Er führt das relativ harte Leben eines „Pioniers“. Der Krokus aber entwickelt besonders viel Eigenwärme, was den Schnee rings um ihn schneller schmelzen lässt. Mehr als dies etwa bei Sommerpflanzen der Fall ist. Auch wer sozial in einer kalten Umwelt zurechtkommen muss, schafft dies nur durch Eigenwärme. Denken Sie einmal über die „Botschaft“ Ihrer Lieblingspflanzen nach.

    Zu beachten ist außerdem der positive Effekt der Natur auf die menschliche Seele durch pure Schönheit. Gern wird dies in Büchern mit wissenschaftlichem Anspruch übersehen, denn Schönheit hat mit Harmonie zu tun, mit Proportionen, mit der Anordnung von Farben und Formen zueinander. Dies aber sind Kriterien, die wir meist auf von Menschen geschaffene Kunstwerke anwenden.

    Der Dokumentarfilm-Autor Rüdiger Sünner sieht in der Natur einen „ungeheuren Überschuss von Schönheit und Spiel“ am Werk. Wobei mit „Spiel“ das Mehr-als-Notwendige gemeint ist. Lebensformen besitzen Eigenschaften, die nicht unmittelbar dem Überleben dienen. Gewiss erfüllen das Federkleid eines Pfaus oder die Farbe und der Duft einer Blume auch einen „Zweck“: Männliche Vögel wollen mit ihrer reichen Farbenpalette Weibchen anlocken. Blumen sind darauf bedacht, aufzufallen und Insekten zur Bestäubung zu verführen. Blüten sind oft so „konstruiert“, dass der Blütenstaub leichter am Fell der Bienen hängenbleiben kann – man betrachte dazu etwa den „Klappmechanismus“ des Wiesensalbei. Trotzdem erklärt dies nicht vollständig die ungeheure Farben- und Formenvielfalt in der Natur. Zum Überleben hätten auch ein paar unscheinbare Spezies genügt.

    Schönheit berührt die Seele

    Schönheit in der Natur berührt die Seele in ähnlicher Weise wie es ein vollkommenes Kunstwerk tut. Das Aussehen von Blumen scheint exakt auf das menschliche Empfindungsvermögen zugeschnitten. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass Blumen in einigen Fällen essbar sind. Schon das Betrachten kann beglücken und inspirieren. Das Vorhandensein solch bezaubernder Phänomene scheint geradezu auf ein Potenzial von Güte, auf eine wohlmeinende Präsenz hinzuweisen – trotz aller Grausamkeit, die es in der Wildnis ja auch gibt.

    Schönheit vermittelt eine Ahnung von „Schöpfung“, was die Existenz eines Schöpfers nahe legt.

    Nicht jeder wird einer spirituellen Deutung folgen wollen, aber auch die Schönheit „aus sich heraus“ wäre bewundernswert – dann als ein großes, unentschlüsseltes Geheimnis.

    Wir sind nicht ausschließlich die Beute unseres Überlebensinstinkts, der uns zum Beispiel zum reifen, gelbroten Pfirsich greifen lässt. Der Mensch ist in der Lage, das Nützliche – etwa eine Kartoffel – als reizlos, das Unnütze – etwa den giftigen Roten Fingerhut – dagegen als ansprechend zu empfinden. Selbst eingefleischte Naturmuffel werden sich schwertun, den Gang durch einen Botanischen Garten im Mai bei schönem Wetter nicht als angenehmer zu empfinden als den Besuch eines leerstehenden, verwahrlosten Fabrikgeländes.

    Es bleibt unsere Aufgabe, dieses Geschenk unseres Planeten – teilweise durchaus bereichert durch menschliche Gartenkunst und Zuchterfolge – anzunehmen, es zu pflegen und zu bewahren. Gegenüber vollkommen empfindungslosen Betrachtern wäre all diese Schönheit wahrlich verschwendet. Die Fähigkeit, wahrzunehmen, zu würdigen und zu genießen, ist nicht jedem gleichermaßen gegeben; sie lässt sich jedoch auch üben. Unserer Gesundheit an Leib und Seele können wir kaum einen größeren Dienst erweisen als durch vertieften Kontakt mit der Natur. Daher hat Konstantin Wecker sehr recht, wenn er singt: „Uns hat die liebe Erde doch so viel mitgegeben. Dass diese Welt nie ende – nur dafür lasst uns leben!“




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    Roland Rottenfußer, Roland Rottenfußer, Jahrgang 1963, war nach dem Germanistikstudium als Buchlektor und Journalist für verschiedene Verlage tätig. Von 2001 bis 2005 war er Redakteur beim spirituellen Magazin connection, später für den Zeitpunkt. Er arbeitete als Lektor, Buch-Werbetexter und Autorenscout für den Goldmann Verlag. Seit 2006 ist er Chefredakteur von Hinter den Schlagzeilen und seit 2020 Chefredakteur vom Rubikon.
    Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

    Beide Artikel erschienen bei :Rubikon-News

    Samstag, 4. März 2023

    Energiewende im Alleingang hat Deutschland ins Hintertreffen gebracht

    Energiewende im Alleingang hat Deutschland ins Hintertreffen gebracht

    Der folgende Beitrag wurde bereits am 03.08.2019 von Wolfgang Clement, dem ehemaligen Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, in Welt veröffentlicht.

    Ich stelle ihn hier ein, weil in letzter Zeit nur der Einmarsch der Russischen Armee in der Ukraine, und natürlich Putin, einfach für alles verantwortlich gemacht wird. Dass Deutschland bereits 2020 die weltweit höchsten Energiepreise hatte, wird einfach nicht mehr erwähnt und die meisten Bürger haben das, gemäß Regierungsbestreben, gehorsamst vergessen. Schließlich darf die jahrelange Manipulation durch die Mainstreammedien doch nicht ganz erfolglos sein.

    Vielleicht erinnert sich der Ein oder Andere doch noch an die Zeit vor Corona, als vereinzelt noch kritische Berichte veröffentlicht werden durften und noch nicht nahezu alle Medien nur noch Regierungspropaganda verbreitet haben.

    Es war die Zeit, bevor ein Trio aus einem Bankkaufmann, einem Tierarzt und einem Virologen die Regierungsgeschäfte übernahmen und mit dazu beitrugen, dass die Aktionäre der Pharmaindustrie vor Lachen nicht mehr zum Schlafen kamen.

    Es war die Zeit, bevor sich die Gierigsten der vom Volk gewählten im eigenen Land, oder auch die Nichtgewählten in Brüssel, ihre eigenen Taschen so richtig großzügig, auf Kosten der Allgemeinheit füllten.

    Hier beginnt der Artikel:

    Energiewende im Alleingang hat Deutschland ins Hintertreffen gebracht

    Die Energiewende im Alleingang gefährdet Deutschlands Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Eine Flucht aus der Falle gelingt nur über eine europäische Klimapolitik. Für einige Zeit müssen wir offen sein für Kernenergie.

    Ist es nicht verrückt? Schon im Juni dieses Jahres haben die Netzbetreiber die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland nach eigenen Angaben „nur mit Unterstützung der europäischen Partner“ gewährleisten können. Was das heißt? Wir haben in dieser Zeit Atomstrom aus Frankreich oder der Tschechischen Republik oder Kohlestrom aus Polen bezogen.

    Und nun, da wir die selbstgesetzten und auch die von der EU vorgeschriebenen Klimaziele für das Jahr 2020 gerissen haben, wollen wir bis zum Jahr 2022 auch noch aus unseren letzten, europaweit als besonders sicher geltenden Atomkraftwerken und zudem auch noch aus ein paar mehr Kohlemeilern aussteigen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Stromversorgungslage bis dahin aber nicht besser werden.

    Die zwingend notwendige Infrastruktur für den Transport von Windstrom aus dem Norden steht bis dahin noch lange nicht, sie wird für die Versorgung des deutschen Südens nicht vor 2025, eher noch später zur Verfügung stehen. Wir werden folglich, wenn sich daran nichts ändert, noch mehr Atom- und/oder Kohlestrom „der europäischen Partner“ einführen müssen! Das ist die Logik, wenn wir der gegenwärtigen Entwicklung ihren Lauf lassen.

    Sind wir wirklich so reich? Und so verrückt?

    Vom tschechischen Energieminister las ich kürzlich, sein Land werde weiterhin Atomstrom produzieren, denn aus Kohle- und Atomenergie gleichzeitig auszusteigen, das könne sich sein Land nicht leisten, das könne nur das reiche Deutschland. Sind wir wirklich so reich? Und so verrückt?

    Die rot-grüne Bundesregierung Schröder/Fischer hat im Jahr 2000 auf Vorschlag meines energiepolitisch äußerst versierten Vorgängers im Amt des Bundeswirtschaftsministers, des leider viel zu früh verstorbenen Werner Müller, erstmals einen Ausstieg aus der Kernenergie auf den Weg gebracht, der freilich recht kompliziert „gestrickt“ war. Er hätte sich für einzelne Kraftwerke über die 20er-Jahre hinweg erstrecken können, das letzte AKW wäre vermutlich 2032 abgeschaltet worden.

    Müller hat damals, als ich das Amt von ihm übernahm, immer wieder geradezu beschwörend deutlich zu machen versucht, dass wir uns mit dem Ziel einer CO2-Reduzierung um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 industriepolitisch überheben würden.

    Das schwarz-gelbe Kabinett Merkel II (2009-2013) hat nicht nur diese Warnung in den Wind geschlagen, es hat zudem im Jahr 2011 – mit Unterstützung von SPD und Grünen – auch noch den endgültigen Ausstieg aus der einzigen nahezu CO2-freien konventionellen Energiequelle, und das ist die Kernenergie, um zehn Jahre vorgezogen. Das erweist sich heute als der schwerste Fehler der an Fehlsteuerungen wahrhaftig reichen deutschen Energiewende. Aus Gründen des Klimaschutzes und aus ökonomischer Sicht würde ein früherer Kohleausstieg Hand in Hand mit einer längeren Atomnutzung sehr viel mehr Sinn ergeben.

    Kernenergie spielt eine wesentliche Rolle

    Unsere deutsche Klimadebatte verläuft wie isoliert von den europäischen und erst recht von den internationalen Diskussionen und Entwicklungen. Denn da wird längst realisiert, dass eine wirksame, das 1,5-Grad-Ziel ernsthaft anvisierende Klimapolitik auf alle treibhausgasarmen Energieerzeugungsarten angewiesen ist. Die Kernenergie, in etwa so CO2-emissionsarm wie die Windenergie, gehört unzweifelhaft dazu. Ihr Anteil an der weltweiten Stromerzeugung liegt heute bei rund zehn Prozent. Sie spielt deshalb in den meisten Szenarien des Weltklimarates eine wesentliche, eher noch zunehmende Rolle.

    Ja, auch fossile Brennstoffe sind – allerdings unter der (hierzulande ebenfalls noch tabuisierten) Annahme der CO2-Verpressung per CCS-Technologie – in vielen Szenarien präsent. Wir mögen hierzulande noch eine Weile die Augen vor solchen Entwicklungen verschließen. Aber auch wir werden uns ihnen nicht entziehen können. Wollen wir bis dahin noch mehr Energie von unseren europäischen Partnern beziehen? Noch mehr Subventionen in die weltweit teuerste Energiewende investieren?

    Schauen wir uns um in Europa. Frankreich als eines der an nuklearer Power reichsten Länder Europas investiert weiterhin in die Kernenergie. Schweden als das in der Energiewende erfolgreichste Land Europas hat schon 2016 den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen.

    Und unsere Nachbarn in der Schweiz, die sich durch eine spezifische, durch Volksentscheide fundierte Besonnenheit im Umgang mit komplexen Themen auszeichnen, wollen ihren Atomausstieg erst im Jahr 2034 finalisieren – ihr heutiger Kernenergieanteil liegt noch bei knapp 40 Prozent – und bis dahin die laufende Endlagersuche erfolgreich abgeschlossen haben. Es könnte einiges dafür sprechen, an diesem Beispiel Maß zu nehmen.

    Das hieße: Es bleibt beim Atomausstieg in Deutschland. Aber sein Enddatum wird – wie von der rot-grünen Bundesregierung Schröder/Fischer angesteuert– um zehn Jahre hinausgeschoben und auf das Jahr 2032 verlegt. Momentan bewegen wir uns mit der von Bundestag und Bundesrat nach vielen, ebenfalls sehr teuren Irrungen und Wirrungen auf den Weg gebrachten Endlagersuche um ein paar Zeiteinheiten hinter der Schweiz. Doch es sollte möglich sein, zur Eidgenossenschaft aufzuschließen und den Atomausstieg und die Endlagersuche wenigstens in etwa zeitgleich zu finalisieren.

    Die deutsche Politik steht vor einer Bewährungsprobe

    An dieser Erkenntnis führt jedenfalls kein Weg vorbei: Die im Alleingang durchexerzierte Energiewende hat unser Land in Europa aus klimapolitischer Sicht ins Hintertreffen gebracht – und im internationalen Kosten-Nutzen-Vergleich des World Economic Forum auf Rang 95 zurückgeworfen. Sie riskiert unsere Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie.

    Der Ausweg aus dieser Falle geht nur über eine europäische Energie- und Klimapolitik, wie sie die EU-Kommission immer wieder anzuschieben versucht. Deutschland gehört an die Spitze dieser Bewegung. Sie muss prinzipiell offen sein für alle CO2-armen Technologien, jedenfalls für überschaubare Zeit auch für die Kernenergie.

    Sie muss zudem alle natürlichen Speichermöglichkeiten nach Kräften voran treiben – eine nationale, europäische und soweit wie möglich globale Aufforstungskampagne ist dringend. Und sie muss natürlich auch technologische Speicher nutzen. Dann ist mit einem möglichst europaweiten, irgendwann auch hoffentlich weltweiten Emissionshandel über alle Wirtschaftssektoren ein Ende des Kohlenstoffzeitalters tatsächlich zu schaffen.

    Die Erderwärmung gilt uns heute als „Jahrhundertfrage“. Der ist, wie die Kanzlerin kürzlich formulierte, wahrhaftig mit „Pillepalle“ nicht beizukommen. Die Politik muss auf einem Feld wie diesem die Meinungsführerschaft zurückgewinnen. Das verlangt weit mehr als einen Kompromiss zur Lebensverlängerung der gegenwärtigen Koalition.

    Ist die Anregung, die demokratischen Parteien könnten in dieser überragend wichtigen Thematik wenigstens versuchen, gemeinsam zu handeln, wirklich überhöht? Den Versuch wär’s wohl wert. Denn gefragt ist die Kraft, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Und verlangt werden muss viel Mut, um auszusprechen, was ist und was nach dem heute mit bestem wissenschaftlichem Sachverstand Erarbeiteten und als unabweisbar notwendig Erkannten zu tun ist. Die deutsche Politik steht unmittelbar vor einer Bewährungsprobe, deren Wirkung weit über die gegenwärtige Legislatur hinausreicht.


    Wolfgang Clement war von 2002 bis 2005 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit.

    Quelle: WELT.de
    https://www.welt.de/wirtschaft/article197849673/Wolfgang-Clement-zum-Atomausstieg-Sind-wir-wirklich-so-reich-Und-so-verrueckt.html

    Veröffentlicht am 03.08.2019
    Von Wolfgang Clement

    Freitag, 3. März 2023

    Putins Plan - mit Europa und den USA endet die Welt nicht - Thomas Röper

    Putins Plan - mit Europa und den USA endet die Welt nicht - Thomas Röper

    Achtung Buch

    24.02.2023
    Buch kaufen: https://rb.gy/gilnbh
    Wie das westliche System sich gerade selbst zerstört und was Russland wirklich will

    In der Ukraine findet ein Stellvertreterkrieg zwischen dem Westen und Russland statt. Dabei geht es nicht um die Verteidigung der Ukraine, das Land ist „nur“ das bedauernswerte Opfer in dem offen ausgebrochenen Krieg der Systeme. Uns wird erzählt, der Westen verteidige dort Demokratie und Menschenrechte. Aber wie steht es im Westen um Demokratie und Menschenrechte? Die Menschen im Westen erleben immer mehr Einschränkungen ihrer Freiheit, angefangen bei Sprachverboten über das absehbare Verbot von Bargeld bis hin zu kompletten Ausgangssperren und dem Verlust des in Jahrzehnten erarbeiteten Wohlstandes. Ist das westlich-neoliberale System wirklich demokratisch? Wurden die Bürger gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen?

    Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. Wofür steht der westliche Neoliberalismus wirklich? Was steckt wirklich hinter all den schönen Worten, mit denen Politik und Medien den neoliberalen Globalismus und seine „Werte“ als alternativlos bezeichnen? Und welche Alternative bietet Vladimir Putin der Welt an?

    Der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme - den wir gerade erleben - wirklich geht, gehen wir in diesem Buch nach. Ein Mann steht den westlichen Eliten im Weg, weil er sich gegen ihre Pläne stellt: Vladimir Putin.

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    Kommentare

    Margit Wilfinger
    360 grad putin, der normale mensch wuerde sagen: bleiben Sie so wie Sie sind
    Ronolein
    Absolut lesenswert wie alle seine Bücher. Man muss Putin nicht mögen, man sollte aber bescheid wissen weshalb was geschieht.
    Kai Guleikoff
    WARUM wird dieses Buch in DEUTSCHLAND nicht öffentlich diskutiert? Weil es keine Gegenargumente gibt! Würden im besten aller Deutschland wenigstens die Bücher der USA-Planungsstrategen bekanntgemacht werden, könnten Ereignisse - wie in der Ukraine - doch viel besser verstanden werden. ALLES die besten Beweise dafür, daß DEUTSCHLAND an einem Meinungsaustausch gar nicht interessiert ist!

    Donnerstag, 2. März 2023

    US Reporter enthüllen: Biden Familie finanziert Bio-Labore in Ukraine

    US Reporter enthüllen: Biden Familie finanziert Bio-Labore in Ukraine

    01.03.2023
    Kurz nach Kriegsbeginn hat Russland behauptet, die USA würden in der Ukraine Biowaffen entwickeln. Die USA und der Westen wiesen diesen Vorwurf zurück. Offenbar war das gelogen, wie jetzt ein amerikanischer TV Sender mit Vorlage verschiedener Beweise enthüllt. Es wird sogar behauptet, dass die USA an Corona schuld sind. Das ist unglaublich und extrem harte Kost. Alle Details in diesem Video.

    Link zu one american news: https://www.oann.com/video/pearsonsha...

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    Kommentare

    OMRE
    Wie konnten die bösen Russen das damals auch behaupten?
    Tja, weil's wahr ist, wie sich jetzt zeigt!
    Anton Dreggler
    Na da erklärt sich doch deren großes Interesse an der Ukraine.
    Christian Graetsch
    Schade das es keine Zeitung in Deutschland mehr gibt, die dem nach gehen würde. Echt gut zusammen recherchiert 👏
    Dieter Bartels
    Sehr gute Journalistische Arbeit 100%👍👍👍👏👏👏
    Da stehen einem die Haare zu Berge.

    Mittwoch, 1. März 2023

    Kiew - CNN-Reporter stoppt mitten in der Berichterstattung

    Kiew - CNN-Reporter stoppt mitten in der Berichterstattung, um Ausrüstung anzulegen, nachdem er Explosionen gehört hat CNN Reporter Matthew Chance in Kiew, Ukraine, stoppt seine Live-Berichterstattung, die er gerade begonnen hatte, als er und das Team laute Explosionen in der Nähe der Stadt hören. CNN-Reporter und Zeugen in Städten in der ganzen Ukraine berichteten, dass sie in den frühen Morgenstunden des Donnerstags Explosionen gehört hatten.
    Ab Minute 2:00 sagt er: „Ich bin seit fünf Tagen hier. Ich habe keine Explosionen gehört. Ich habe keine Luftsirenen gehört, bis vor etwa einer halben Stunde, als Präsident Biden hier ankam.“ Hören und sehen Sie selber:


    CNN
    Alles an der Ukraine ist Fake! kann man nicht nur einmal in den sozialen Medien lesen, - aber es passt zum ukrainischen Präsidenten, ist ja gelernter Comedian und Schauspieler und wahrscheinlich der einzige Staatschef, der schon mal mit seinem Penis, zur Belustigung der Zuschauer, öffentlich Klavier gespielt hat. Das glauben Sie nicht? Dann klicken Sie bitte hier: Volodymyr Zelenskyy 2016 Playing Piano with Penis

    02.03.2022 Vorschlag von studiya95kvartal
    Volodymyr Zelenskyy hat 2016 einen der denkwürdigsten Teile der Show nachgestellt, eine fünfminütige Performance, in der er vor einem Live-Publikum aus begeisterten Fans mit seinem Penis Klavier spielt. Clips von Zelenskyys Auftritt im Jahr 2016 gingen über das Wochenende viral und die Fans waren besonders begeistert von seiner Interpretation des jüdischen Klassikers „Hava Nagila“.

    Die Selensky-Fans unter den Lesern können sich das ganze Video Abendviertel beim Jurmalato-Konzert vom 24.09.2016 auf ukrainisch und zweieinhalb Stunden lang auf Youtube ansehen: https://youtu.be/sjN_KmGJIdU

    Wirklich erstaunlich, dass Youtube noch nicht schreibt Das Video ist privat
    oder Das Konto wurde gekündigt, wird aber nicht mehr lange dauern.