Posts mit dem Label Staatsschulden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Staatsschulden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 19. Dezember 2016

Italien - ein Land mit vielen Krisen

Thema: Italien

Italien - ein Land mit vielen Krisen

Foto: Urheber unbekannt
Italien ist ein krisengeschütteltes Land mit vielen Problemen und zu wenigen Lösungen, das vom Rücktritt des Ministerpräsidenten in einem wirklich ungünstigen Moment erwischt wurde: Milliardenschäden in den Erdbeben-Gebieten, wacklige Banken und unklare Verhältnisse im Wahlrecht, dazu die fast schon gewohnten Probleme: hohe Staatsschulden und eine stagnierende Wirtschaft - das ist eine Gemengelage, die leicht zu einer echten Krise werden könnte, beispielsweise dann, wenn die Finanzmärkte das Vertrauen verlieren und die Zinsen für italienische Staatsanleihen massiv nach oben schrauben.

Ein großer Teil dieser heute akuten Probleme, wie z.B. wacklige Banken und unklare Verhältnisse im Wahlrecht, hohe Staatsschulden und eine stagnierende Wirtschaft, sind gerade von der Regierung Renzi durch handwerkliche Fehler verursacht worden. So hat Renzi aus politischem Kalkül die Bankenstabilisierung verschleppt, um seine Erfolgschancen beim Referendum zu erhöhen. Und das merkwürdige Wahlrecht wurde von ihm selbst als das "beste Europas" dargestellt. Nun soll es geändert werden, bevor es jemals angewendet wurde.

Es wird für Italien, die EU und den Euro schwer genug, wenn nicht unmöglich die schiefe Bahn zu verlassen. Der italienische Staatspräsident hat mit Paolo Gentiloni wenigsten den Hauch einer Chance aufgezeigt. Renzi war auf dem richtigen Gleis, aber die Italiener mussten wieder einmal den Zug zum Ziel blockieren. Die Italiener müssen endlich begreifen, dass Protest und Blockaden alleine nicht weiterhelfen. Im Gegenteil, die Lage wird immer schlimmer.

Renzi hat viel versprochen und wenig umgesetzt. Italien ist reformunfähig und der Kollaps wurde nur durch die desaströse Niedrigzinspolitik der EZB verhindert. Renzi hat die Verlängerung durch die billigen Zinsen der EZB - wie viele Politiker in den EU-Ländern - nicht zu einer Reform der Wirtschaft genutzt. - Italien ist ein Land mit zu wenig Reformwillen und dem dafür geeigneten politischen Personal. Ohne Reformen wird es keinen Weg aus der Misere geben, egal wer da regiert. Der neue Minsiterpräsident Paolo Gentiloni wird also ohne grundlegende Reformen im Bereich der Politik und Wirtschaft nicht herumkommen.

Von Blogger am 12/17/2016 09:00:00 vorm. unter
Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog eingestellt
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Montag, 6. Januar 2014

IWF-Studie drängt auf rasche Enteignung der Sparer in Europa

Thema: Schuldenkrise läuft aus dem Ruder

Eine neue Studie des IWF kündigt eine beispiellose Welle von Zwangs-Maßnahmen gegen die Sparer in Europa an. Die Schuldenkrise werde durch eine Mischung aus „Steuern auf Ersparnisse, Verluste der Steuerzahler durch Schuldenschnitte, Inflation, Kapitalverkehrskontrollen und anderen Maßnahmen der finanziellen Repression“ beendet. Die Politiker Europas werden aufgefordert, ihre Realitätsverweigerung aufzugeben und zu handeln.


Für Angela Merkel und Sigmar Gabriel naht die Stunde der Wahrheit: Sie werden vor die Deutschen hintreten müssen und ihnen erklären, dass die Schuldenkrise nur mit sehr harten Schnitten beendet werden kann. Der IWF empfiehlt drastische Maßnahmen für die Sparer und Empfänger von Transfer-Leistungen. (Foto: dpa)
Der IWF hat die renommierten Ökonomen Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff beauftragt, in einem „Working Paper“ Handlungsanweisungen für die Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise aufzuzeigen.

Das Ergebnis liegt nun vor – und es übertrifft die bisherigen Befürchtungen über das Ausmaß und die Lösungen der europäischen Schuldenkrise.
 
Zuletzt hatte der IWF eine zehnprozentige Schuldensteuer auf alle Nettovermögen in Europa vorgeschlagen, um den Schuldenstand auf das Vorkrisen-Niveau von 2007 zu drücken (mehr dazu hier).
 
Die EU hat die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet, um dieser und einigen anderen Forderungen Genüge zu tun (mehr dazu hier).
 
Doch die Analyse von Reinhart und Rogoff zeigt: Alle bisher bekannten Maßnahmen werden nicht ausreichen, um die Schuldenkrise zu lösen.
 
Das IWF-Papier trägt den Titel: „Finanz- und Staatschulden-Krise: Lektionen, die wir aus der Vergangenheit gelernt haben – und solche, die wir vergessen haben“.
 
Die Kernaussage der schonungslosen Analyse: Die Lösung der europäischen Schuldenkrise wird durch brachiale Maßnahmen erfolgen. Die Idee, die europäischen Staaten könnten sich durch einen „Sparkurs“, „Verschiebung in die Zukunft“ und „Wachstum“ aus der Krise befreien, wird von den Autoren als schlichte Illusion entlarvt. Die Politik befinde sich in einem Zustand der „Leugnung“ der Realität und hoffe allen Ernstes, dass das Schulden-Desaster mit einigen wohldosierten Maßnahmen beendet werden könne.
 
Dies ist ein fataler Irrtum.
 
Reinhart und Rogoff benennen den wichtigsten Denkfehler der europäischen Politik: Diese glaube, dass wirklich brutale finanzielle Repression nur in Schwellenländern nötig und möglich sei, weil diese Staaten im Grunde keine Reputation zu verlieren hätten und sich die Auswirkung von massiven Zwangsmaßnahmen auf das Weltfinanzsystem daher in Grenzen halten würden.
 
Die IWF-Studie stellt jedoch klar: Die Euro-Staaten werden denselben Schock erleben wie die Staaten der Dritten Welt.
 
Es wird richtig hart werden.
 
Denn: „Die Größe des allgemeinen Schulden-Problems kann kaum überzeichnet werden. Die aktuellen Staatsschulden in den entwickelten Wirtschaften nähern sich einem in 200 Jahren nicht dagewesenen Rekord-Niveau.
 
In dem Papier analysieren die Ökonomen die Krisen des vergangenen Jahrhunderts und zeigen, dass keine einzige Schulden-Krise ohne radikale Schnitte beendet werden konnte.
 
Die Autoren machen klar, dass die Politik zwar versuche, mit einer Form der „kollektiven Amnesie“ zu vergessen, dass Schuldenpolitik immer zu radikalen Zwangsmaßnahmen geführt habe. Doch sei klar, dass die Politik heute nur wählen könne, ob sie das Ende mit Schrecken früher wählt oder später. Je weiter eine Beendigung der Schuldenmacherei aufgeschoben werde, umso größer werden die Lasten sein, die die Bürger zu tragen haben werden: „Die Politik der Leugnung des Problems hat in einigen Fällen dazu geführt, dass sich die finalen Kosten des Schuldenabbaus verschlimmern werden.“
 
Das Papier fordert die Regierungen in Europa dazu auf, endlich der Realität ins Gesicht zu sehen. Mit kosmetischen Maßnahmen – für die vor allem eine technokratische Politikerin wie Angela Merkel steht – ist das Problem nicht zu lösen. Je länger das „Mantra“ von Sparkurs, Verschleppung und vager Wachstumshoffnung aufgegeben wird, umso schlimmer wird der Crash am Ende sein.
 
Die Geschichte gelte auch für heute – und lehrt, dass auch in hochentwickelten Staaten am Ende eines jeden Schulden-Zyklus ein brutaler Kassensturz stehen muss. Auch für das reiche Europa gilt der „Standard-Werkzeugkasten“, den der IWF in den Ländern der Dritten Welt verwendet.
 
Dieser Kasten enthält im Grunde nur Instrumente, mit denen Grausamkeiten begangen werden müssen: „Schuldenverzicht der Gläubiger, höhere Inflation, Kapitalkontrollen und andere Formen der finanziellen Repression“. Die Repression besteht, so die IWF-Autoren, vor allem aus einer „verdeckten Steuer auf Ersparnisse (opaque tax on savers)“.
 
Auch der Sparkurs müsse beibehalten werden. Allerdings reicht Haushalts-Konsolidierung allein „wegen der schieren Größe der Schulden“ keinesfalls aus, um das Problem zu lösen. Erschwerend komme hinzu, dass Schulden in der Regel VIEL (auch im Original in Versalien geschrieben!) höher sind als jene Schulden, die sichtbar sind. Dazu zählen die Autoren vor allem jene bereits in Gang gesetzten „Rettungsmaßnahmen“, die in Europa bereits in Milliarden-Höhe zur Brandbekämpfung eingesetzt haben. Sie haben nichts gebracht, wenn man die Arbeitslosigkeit in Europa betrachtet – haben jedoch die Schuldenstände in allen Euro-Staaten dramatisch in die Höhe getrieben.
 
Reinhart und Rogoff kommen bei der Betrachtung von 26 Beispielen von massiven Staatsschulden-Krisen zu dem Ergebnis, dass diese das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um durchschnittlich 1,2 Prozent nach unten gedrückt und im Durchschnitt 23 Jahre lang gedauert haben.
 
In bisher nicht bekannter Weise lässt der IWF hier zwei Autoren ein sehr düsteres Szenario malen. In der Regel behauptet der IWF, dass es sich bei solchen Überlegungen um „rein theoretische“ Gedankenspiele der Autoren handelt, wie der Währungsfonds auch auf dem Deckblatt der vorliegenden Studie vorsorglich vermerkt.
 
Der IWF hat jedoch in den vergangenen Monaten in immer klareren Worten gesagt, was zu tun ist, um aus dem Teufelskreis der Schulden-Krise zu entkommen. Die Handlungs-Vorschläge decken sich mit jenen, die etwa die Boston Consulting Group bereits in ihrer Studie „Back to Mesopotamia“ entworfen hat. Der Autor dieser Studie, Daniel Stelter, hat in seinem bemerkenswerten neuen Buch „Die Billionen Schulden Bombe“ ausgeführt, dass es kein Entrinnen gibt: Sozialleistungen werden drastisch gekürzt, Sparguthaben dramatisch rasiert werden (mehr dazu im Interview – hier).
 
Für Angela Merkel, die bisher versucht hatte, sich durch Lavieren in der Krise an der Macht zu halten – was ihr ja auch hervorragend gelungen ist – bedeutet die Lage jedoch, dass sie lieber früher als später vor die Deutschen tritt und ihnen, wie König Willem schon vor einiger Zeit (hier) die bittere Wahrheit verkündet.
 
Die IWF-Studie empfiehlt den europäischen Regierungen, sie mögen sich mit jenen harten Schnitten beschäftigen, „die bisher nur im Zusammenhang mit Schwellenländern gesehen wurden, die aber entwickelte Länder in nicht allzu ferner Vergangenheit selbst praktizierten“.
 
Die Zeiten des grenzenlosen Wohlstands sind vorbei.
Die Illusion ist zerplatzt.
Es kommen härtere Tage.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Phönix sagt:
Je schneller, desto besser!
Wie schön, dass sich das System momentan in schnellster Abfolge selbst outet und ad absurdum führt. Dadurch, dass die “herrschenden” Cliquen sich in ihrer Panik um den Erhalt von Kapital, Macht und Pfründen intern uneins sind, dringt zuviel ungewollt nach draussen, und das ist auch gut so. Nur ein Ignorant kann die Zeichen der Zeit noch übersehen. Es wird Zeit, das Unheil an der Wurzel zu packen…Umso mehr Kollateralschäden werden vermieden.

jack sagt:
Internationaler Währungsfonds (IWF) und Weltbank
Zwei Instrumente zur Zerstörung von Nationen

Die “gute” Weltbank, die vorgibt, die Armut auf der Welt zu bekämpfen, der “böse” IWF, der die Interessen des reichen Westens durchsetzen soll – beide gehören zusammen. Gemeinsam mit NATO, CIA usw. sorgen sie dafür, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Welcher Methoden sich der “demokratische Westen” dabei bedient, erfahren Sie in diesem Interview mit dem bekannten kanadischen Wirtschaftswissenschafter Professor Michel Chossudovsky.
http://tomheller.de/theholycymbal/interview/michel-chossudovsky.html

Wer Augen hat, der lese.
Wer ein Gehirn hat, der denke.
Wer denken kann, der ziehe seine eigenen Rückschlüsse.

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
Ich floh 1973 aus der DDR. Zu dieser Zeit dürfte unsere Frau Dr. Bundeskanzlerin in stramm kommunistischer Überzeugung noch als Agitatorin für die FDJ im Einsatz gewesen sein. Es wird sogar vermutet, dass sie damals im Auftrag des MfS den damaligen Regimekritiker Havemann mit überwachte.
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/tag/havemann/

Enteignungen waren Anfang der 70ger Jahre schon seltener. Der dies bzgl. große Boom der Jahre 1945 – 1965 war damals schon Geschichte. Doch mit dieser Vergangenheit scheint sie sich offensichtlich „genau” beschäftigt zu haben, da das Thema der Zwangsenteignung mit dem “winzigen” (?) Unterschied schon wieder auf der Agenda steht, dass es nach 1945 auf dem Territorium der damaligen SBZ überwiegend den Großvermögen an den Kragen ging.

Inzwischen ist sie unsere Frau Dr. Bundeskanzlerin. Ihre Politik allerding erinnert mich immer mehr an längst vergangene Zeiten. http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37809–f370966.html#q370966 Leider beschäftigt mich schon seit einigen Jahren immer öfter auch eine andere Frage: Will sie den Kommunismus seit ihrer Amtseinführung in reformierter Form – etwa nach dem China-Modell – nun in der Bundesrepublik einführen?

Der Grund für meine Vermutung: Die Ängste und Nöte der Menschen in Deutschland und Europa sind ihr scheinbar genauso egal, wie die Menschen in China ihren dortigen Machthabern! http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37809–f379691.html#q379691 Es zählt und gilt grundsätzlich „nur ihre“ Überzeugung, wobei unsere „so wahr ihr Gott helfe – den Deutschen und deren Wohl dienende“ – Frau Dr. Bundeskanzlerin“ lt. eigener Aussage für die Verwirklichung „ihrer“ Überzeugung sogar einen Krieg in Kauf nehmen würde. https://plus.google.com/+WolfgangNiederhausen/posts/PtGmLyk5Ppi

Ist Deutschland schon wieder soweit eine solche Frau Dr. verdient zu haben?

dangerous world sagt:
Glauben Sie wirklich , das Deutschland von dieser Frau geleitet wird? Ich sicher nicht!

R75/5 sagt:
Der IWF hat noch keinem Land je geholfen.
Der IWF hat immer nur in die Tasche der amerikanischen Industrie / Banken gearbeitet.
Merkel sollte damit anfangen das keine aussereuropäische Bank mehr Geld von uns bekommt.
Dann würde ich gerne hören was der IWF dazu zu sagen hat,
……………..aber die sagt ja nichts………………..
die wird sich auch nicht hinstellen und zugeben schwere Fehler gemacht zu haben.

Kokolores B sagt:
In Österreich bildet sich ein Gegengewicht zur aktuellen Europapolitik, bitte ansehen und verbreiten. Sowas wird hier auch benötigt
https://www.youtube.com/watch?v=lT7nZS9k-Ac

krisenschutz sagt:
Die Menschen sollten anfangen sich zu informieren, wenn sie nicht alles verlieren wollen. Denkt etwa jemand, es bleibt bei 10%? Wie beim “befristeten” Solidaritätszuschlag, den es nach Jahrzehnten noch immer gibt? Wie bei der LKW-Maut, die auch auf Autos ausgeweitet wird?

Den Lügen ist doch nicht zu glauben. Lest, Leute, informiert euch, sonst hilft euch nichts mehr… http://www.krisenschutz.eu

Herle King sagt:
Momentane Stärke des Finanzbebens: 8.6
2013-11-04: letzte Änderung – von 8.5 auf 8.6 erhöht:
Massivste Enteignungs-Propaganda in allen Medien
http://www.hartgeld.com/Collapse-O-Meter.html



Dienstag, 5. November 2013

Droht deutschen Sparern bald "Schulden-Steuer"?

IWF wagt Vorstoß
04.11.2013, 10:56 Uhr | t-online.de - Silke Asmußen

Die Spareinlagen deutscher Bürger sind in der Euro-Krise sicher - das hat die Bundesregierung schon mehrfach beteuert. Die Sicherheit könnte sich jedoch als trügerisch erweisen. In seinem aktuellen Staatsschuldenbericht überlegt der Internationale Währungsfonds (IWF) nämlich, die Sparer hierzulande mit einer Sondersteuer zu belasten, um die Schuldenkrise in Europa in den Griff zu bekommen. Ein solcher Beitrag könnte die Anleger Milliarden Euro kosten.


Der IWF spielt offenbar mit dem Gedanken, mit dem Geld der deutschen Sparer die Staatsschulden in der Eurozone abzubauen (Quelle: imago, McPhoto)

In ihrem Bericht "Taxing Times" (auf Deutsch etwa: Zeit für Steuern) denken die Ökonomen über eine Abgabe nach, die helfen soll, den Schuldenberg in den Ländern der Währungsunion zu reduzieren. Der Beitrag soll die Schulden in 15 Euro-Staaten auf das Niveau vor der Krise senken.

Alle Sparer wären betroffen

Dazu wäre eine einmalige Besteuerung aller Guthaben - also der Spareinlagen der Bürger bei Geldinstituten - von rund zehn Prozent nötig. Das könne die Sparer in der Bundesrepublik um rund sechs Milliarden Euro ärmer machen, schrieb das "Handelsblatt". Mit dem Konzept habe man bereits nach dem Ersten Weltkrieg in Europa und nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Japan umfassende Erfahrung gesammelt, heißt es in dem IWF-Report.

Ein für Sparer äußerst beunruhigendes Gedankenspiel, auch wenn der IWF seinen Vorstoß nur als eine Möglichkeit darstellt. Und es geht um keine geringe Summe. Wie die Bundesbank kürzlich meldete, ist das Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Ende des zweiten Quartals auf den Rekordwert von 5,027 Billionen Euro geklettert.

Bankkunden in Zypern verloren fast die Hälfte ihres Vermögens

Und die Idee, Privatvermögen einzusetzen, um die Staatsschulden schrumpfen zu lassen, ist weder neu noch abwegig. So einigten sich die Zentralbank und das Finanzministerium Zyperns im Juli mit den internationalen Geldgebern des angeschlagenen Landes, insgesamt 47,5 Prozent der Guthaben über 100.000 Euro von Kunden der Bank of Cyprus einzusetzen, um den Staatsbankrott zu verhindern.

Die Geldgeber-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF hatten mit Zypern die Beteiligung der Privatkunden an der Rettung der Inselbanken vereinbart.

Politik plant mit privatem Kapital

Seit Ausbruch der Krise seien die Schulden der Euro-Staaten von knapp 6000 Milliarden auf fast 8900 Milliarden Euro gestiegen, meldete das "Handelsblatt". Das lasse auch die Begehrlichkeiten in der deutschen Politik wachsen. Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen gebe es viele Pläne für höhere Kapitalsteuern und Abgaben.

Banken mit faulen Krediten belastet wie noch nie

Ein weiteres Risiko bilden die Banken der Eurozone. Sie sitzen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in Frankfurt zufolge auf so vielen faulen Kredite wie noch nie - einem Rekordwert von 940 Milliarden Euro. "Vor dem Staat ist nichts sicher", sagte vor diesem Hintergrund Thorsten Polleit, Chefökonom bei Degussa Goldhandel, dem Blatt.

Bereits von der zukünftigen großen Koalition beschlossen ist eine Finanztransaktionssteuer, die laut dem Deutschen Aktieninstitut private Haushalte und Unternehmen in Deutschland jährlich fünf bis 7,3 Milliarden Euro kosten wird. Die Abgabe konterkariere wichtige politische Ziele wie eine verstärkte private Altersvorsorge oder die Finanzierung von mittelständischen Unternehmen über den Kapitalmarkt, warnt das Institut.

Experten prangern allgemeine Enteignung an

Kein Wunder also, dass eine Reihe von Finanzexperten den Schuldensteuer-Vorstoß des IWF als allgemeine Enteignung der Sparer anprangern. "Spargelder sind in Deutschland extrem gut abgesichert", sagte jedoch Hermann-Josef Tenhagen vom Magazin "Finanztest" der Stiftung Warentest vor dem Hintergrund der Krise in Zypern.

Wann gesetzlicher Schutz greift

Seit dem Jahr 2011 sind Einlagen in Deutschland grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Sparer gesetzlich geschützt. Die Absicherung gilt etwa für Tages- und Festgelder, Sparbücher und Sparbriefe - vorausgesetzt, das Geld ist in Euro oder der Währung eines anderen EU-Mitgliedstaats angelegt. Bei Guthaben in anderen Fremdwährungen greift der Schutz nicht.

Sparkassen sowie Raiffeisen- und Volksbanken hingegen verfügen über eigene Sicherungssysteme, die verhindern sollen, dass ein Institut in die Insolvenz schlittert. Dadurch sind deren Kundengelder praktisch in unbegrenzter Höhe abgesichert.
04.11.2013, 10:56 Uhr | t-online.de - Silke Asmußen

» der Kommentar des Blogschreibers «
Sehr oft habe ich es schon geschrieben, Deutsche Wirtschafts Nachrichten hat es oft geschrieben, viele, viele andere haben es schon oft geschrieben und jetzt ist es auch bei t-online angekommen: Es geht uns in kürze von noch mehr Seiten ans Geld. Egal was uns die Politikerdarsteller sagen, es ist gelogen.

Kommentare bei t-online
Faller
Nun,dämmert es langsam, warum Schäuble die Bundeswehr im "Innern" einsetzen will! Unsere Regierung flüchtet in die "bereitstehende amerikanische Botschaft" und die Apache-Hubschrauber(googelt mal,was der alles kann) werden die "Demonstranten" schon kriegen...
jennylisa
Schlimmer wie Parasiten. Macht uns alle zu Harz Empfänger.Einleben lang gespart für das Alter, und bald können wir BETTELN gehen. Dass sich diese Leute nicht schämen uns alles zu nehmen. Selbst wenn jemand 100000€ hat und 0,2Prozent von den Banken Zins bekommt von den 200€ die Krankenkasse Strom, Heizung bezahlen? Da bist du sehr schnell Pleite. Ja wir Leben alle von unser Substanz. Es wird nicht mehr lange dauern, da werden die Menschen sich wehren, und das ist gut so. Alle nehmen uns aus bis aufs Blut, und selber kassieren Sie Mill. Und bauen nur MIST Siehe Bahn, Siehe Flughafen Berlin. Und die Herren kassieren Mill. Für Mist. Die bestbezahlten Bauern in Deutschland. Pfui vor solchenTüpen

Dialektiker
War nicht vor kurzer Zeit ne Wahl ? Millionärssteuer staat Fiskalpakt - das war die Forderung einer Partei. Das wollten die allermeisten nicht. Nun folgt die Quittung ! Da kann man auch nichts mehr gegen machen, denn der Bundestag und der Bundespräsident stimmten dem ESM Vertrag zu. Dort heißt es bekanntlich:
Die ESM-Mitglieder sagen hiermit bedingungslos und unwiderruflich zu, bei Anforderung jeglichem durch den Geschäftsführenden Direktor an sie gerichteten Kapitalabruf binnen 7 (sieben) Tagen nach Erhalt dieser Aufforderung nachzukommen.

Ich habe meine ESM-Zustimmer-Bundestagsabgeordnete nicht gewählt !


Samstag, 26. Oktober 2013

ZDF erzählt Märchen über einen „Boom“ in Spanien

Thema: die Lügen der Öffentlich-Rechtlichen
 
Das ZDF berichtet: In Spanien boomt die Wirtschaft. Die Tatsachen belegen das Gegenteil. Doch offenbar sollen die Nachrichten, die als Pausenfüller für die sündhaft teure Champions League gepresst werden, den Deutschen nicht die Laune verderben. Das System hat den Begriff der Grundversorgung in sein Gegenteil verkehrt.


In Spanien wird alles gut, behauptet das ZDF. Die Wirklichkeit hat mit dem, was der GEZ-Sender meldet, nichts zu tun. (Screenshot: ZDF)
Wer am Mittwoch das ZDF-Heute Journal (hier in der Mediathek, ab 7:40) gesehen hat, konnte staunen: In einer Meldung über Spaniens Wirtschaft wurde freudig verkündet, dass die spanische Wirtschaft boomt. Exporte und Tourismus boomen. Das Land komme mit einem Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent aus der Rezession und wachse damit, wenn auch nur ganz leicht.

Das ist pure Propaganda.

Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache.

Eine ganz andere Sprache.

Im dritten Quartal gibt es zwar insgesamt mehr Jobs. Doch es sind vor allem schlecht bezahlte Teilzeit-Jobs. Die Zahl der Vollzeit-Stellen ist erneut massiv eingebrochen.

Insgesamt hatten im dritten Quartal 16,8 Millionen Spanier einen Job, berichtet die spanische Statistikbehörde INE. Das sind circa eine halbe Million weniger Arbeitslose als noch ein Jahr zuvor.

Die Arbeitslosenquote ist auf 26 Prozent gefallen.

Zwar ist die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum zweiten Quartal um 40.000 gestiegen. Doch dieser Anstieg bei der Beschäftigung betrifft vor allem die befristeten Verträge (+170.000). Die Zahl der Festanstellungen fiel in nur einem Quartal um 150.000. Heute gibt es nur noch 10,4 Millionen unbefristete Jobs. Das sind 400.000 weniger als noch vor einem Jahr.

Besonders dramatisch ist der Rückgang bei den Vollzeit-Stellen. Im dritten Quartal arbeiteten nur 14,2 Millionen Spanier in Vollzeit. Das sind 200.000 weniger als im zweiten Quartal. Im dritten Quartal 2012, also nur ein Jahr zuvor hatten noch 14,8 Millionen Spanier einen Vollzeit-Job.

Der Rückgang der Vollzeit-Jobs um 600.000 in nur einem Jahr zeigt die tatsächliche Entwicklung auf dem spanischen Arbeitsmarkt deutlicher als die offiziellen Zahlen, welche die vollen und halben Stellen gleichbehandeln. Dieselbe statistische Verzerrung findet sich auch in den Arbeitslosen-Zahlen der US-Behörden.

Die Zahl der Vollzeit-Jobs ist innerhalb nur eines Jahres um 600.000 eingebrochen. Dies wird in den offiziellen Zahlen verschleiert. (Grafik: DWN, Daten: INE)

Unter dieser Entwicklung leiden vor allem die jungen Leute. Die Zahl der arbeitslosen Spanier im Alter von 16 bis 24 Jahren ist im dritten Quartal auf 943.000 gestiegen. Das ist ein Anstieg um 9.800 in nur einem Quartal.

Während der spanische Arbeitsmarkt sich weiter verschlechtert, steigen die Schulden des Staates. Im kommenden Jahr dürfte der Schuldenberg die eine Billion-Euro-Marke erreichen (mehr hier). Zwar explodiert der spanische Aktienmarkt. Doch die Wirtschaft des Landes hat sich nie vom Platzen der Immobilienblase im Jahr 2007 erholt.

Man fragt sich, warum die Öffentlich-Rechtlichen Sender einen Zwangsbeitrag von 8 Milliarden Euro jährlich einstreifen, wenn sie all diese Fakten in einer einzigen kurzen Meldung ignorieren können.

Die Antwort ist einfach: Das Heute-Journal war an diesem Abend nur in Kurzform zu sehen – als Pausenfüller in der Halbzeitpause des Fußballspiels Bayern München gegen Pilsen.
ZDF und ARD haben für viel, viel Geld die Rechte an der Champions League gekauft, weil Fußball nach Ansicht des Staatsfernsehen zur Grundversorgung zählt.

Dorthin geht das Geld.

Die klassischen Redaktionen müssen sparen.

Information zählt nicht zur Grundversorgung in diesem System.

Sie ist Teil der Unterhaltung.

Und da ist kein Raum für schlechte Nachrichten.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare



Hicki sagt:
Ich lebe in Spanien. Spanien ist in einer hoffnungslosen und katastrophalen ökonomischen Situation, insbesondere die Jugend!! Die brutalen Lügen, die insbesondere Herr Schäuble über den guten Weg Spaniens verbreitet sind unfassbar, wie auch die deutsche Presse immer von der “drittgrössten” Volkswirtschaft in Europa spricht. Völliger Unsinn. Spanien ist ein Agrarland und in seinem Immobiliensumpf unrettbar versackt. Die Gelder, die die spanischen Banken “verdienen” stehlen sie der südamerikanischen Bevölkerung mit dortigen “Kreditgeschäften”. Die Oberschicht und die Bankerfamilien haben sich am Euro und den Subventionen für Spanien durch die EU mehr als gesund gestossen. Der normale Spanier ist wegen Schäuble, Merkel und der Politoligarchie in Spanen am ausbluten!!!

Gerhard Koppermann sagt:
Es wird alles so wie in Deutschland,nach der Ära Schröder.Wenn jetzt Schwarz/rot kommt,geht es noch einen Schritt weiter nach unten.
Spanien muss von Deutschland lernen und wir haben von den Amerikanern gelernt. Hier werden den Menschen unglaubliche Dinge aufgetischt,nur um sein eigenes Schärflein ins Trockene zu bringen.

Mona Lisa sagt:
Lügen-TV tue ich mir schon seit 2 Jahren nicht mehr an. Und die jungen Spanier mit Rucksack kann man in den deutschen Bahnen nicht übersehen. So schwappt das spanische “Wachstum” zu uns rüber. Die steuern die spanischen Restaurants der Großstädte an, kassieren Sozialknete und jobben für 3 oder 4 Euro pro Stunde (mit etwas Glück). Denen kann man das nicht übel nehmen. Aber im großen Ganzen verantwortungslose Politik unserer “EU-Eliten”. Wir sind der rettende Hafen mit unseren schwachen Kräften. Es kommen nicht nur Spanier, auch Peruaner, es kommt der arabische Frühling komplett, es kommen Leute aus Asien. Man kann nur staunen über soviel “Wachstum”. Wer hätte das gedacht.

bauagent sagt:
Ein Trauerspiel:

Die Banco Espana schätzt das Wirtschaftswachstum des 3.Quartals auf sage und schreibe 0,1 %, was praktisch nicht schätzbar und somit erst noch bestätigt werden muss. Darin enthalten ist ein Anstieg der PKW Produktion von über 18 %, weil die europäischen Produzenten das Lohndumping nutzen und die Produktion von anderen Standorten nach Spanien verlagern.

Etwa 100.000 Arbeitswillige sind mittlerweile aus der Statistik herausgefallen, weil sie keine ” Stütze ” mehr bekommen und die gemeldete Suche eingestellt haben.

Die Schuldenquote zum BIP dürfte Ende des Jahres die 100 % Schwelle überschreiten und das Defizit ist das höchste in der EU mit über 10 %, höher als Griechenland oder Portugal.

Neben der Bankenrettung müssen jetzt die privaten Autobahnbetreiber gerettet werden. Hierzu soll eine ” national Autiobahngesellschaft ” gegründet werden und hierfür 4 Milliarden Euro rekrutiert werden. Woher?

Die Zementindustrie ist um 92 % eingebrochen und faktisch pleite. Die Immobilien sind im Gegensatz zu den Mainstreamveröffentlichungen weiter im freien Fall.

Die Banken halten sich nur im Bilanztricks wie fehlende Abschreibungen über Wasser. Hier sind mindestens 300 Mrd. im Feuer.

Dabei hatte Spanien in dieser Tourismus – Saison noch Glück, weil besonders viele Urlauber sich aus Sicherheitsgründen aus der Türkei, Tunesien und Ägypten nach Spanien zurückzogen. Nach Saisonende werden wir einige 100.000 Jobber wieder in der Statistik finden.

Fazit: Spanien ist chancenlos wie Griechenland und Portugal und mittelfristig Italien. Es wird Zeit, dass diese Länder die Reissleine ziehen und den Euro verlassen. Sollen sie die Bundesbank auf ihren Target Forderungen sitzen lassen. Schließlich muss auch der Kreditgeber auf die Solvenz des Kreditnehmers achten.



Sonntag, 20. Oktober 2013

US-Staatsschulden auf über 17 Billionen Dollar geklettert

Thema: Staatsverschuldung der USA
MOSKAU, 19. Oktober (RIA Novosti).

Die Staatsschulden der USA sind in der Nacht zum Samstag ruckartig um 328 Milliarden Dollar gestiegen und haben damit die psychologische Grenze von 17 Billionen Dollar durchbrochen.



viele alte Scheine... und der neue Hundertdollarschein
Das teilte das US-Finanzministerium am Samstag mit. Der Anstieg sei am ersten Tag nach der Wiederaufnahme der Tätigkeit der US-Regierung registriert worden, nachdem alle Staatseinrichtungen vom 1. bis 17. Oktober wegen eines Haushaltsstreits im US-Kongress geschlossen worden waren.

Am 16. Oktober stimmten die Abgeordneten doch noch für eine Anhebung der Höchstgrenze der Staatsschulden, was die Finanzierung der Regierung wieder möglich machte. Nach Angaben des US-Schatzamtes handelt es sich um den 79. Fall seit 53 Jahren, da der Kongress den Staatsbankrott durch eine Anhebung der Höchstgrenze der staatlichen Verbindlichkeiten abwendet.

 
Laut neuem Gesetz werden die Staatseinrichtungen vorerst bis zum 15. Januar 2014 finanziert. Zudem darf die Regierung Geld bis zum 7. Februar 2014 leihen. Das heißt, dass das Schuldenlimit nicht volumenmäßig, sondern zeitlich begrenzt wird.

Nach Angaben des unabhängigen Internetportals US Debt Clock beliefen sich die US-Staatsschulden nach dem Stand vom Samstagmittag auf 17,038 Billionen Dollar bzw. auf rund 54 000 Dollar pro Kopf der US-Bevölkerung.

Die Gesamtschulden des Landes, inklusive der Verbindlichkeiten der Staaten, Munizipalitäten, Unternehmen und Haushalte, werden von Experten auf etwa 60 Billionen Dollar bzw. auf 189 500 Dollar pro Kopf geschätzt.

Herzlichen Glückwunsch Amerika - Weltmeister!

Gerne würde ich den mal kennenlernen, der glaubt diese Schulden könnten jemals zurückgezahlt werden.
Das können sie genausowenig wie Deutschland seine Schulden jemals tilgen kann.

Es ist auch gar nicht beabsichtigt, denn ohne Schulden, d.h. ohne die Zinszahlungen für die Schulden, bräche das gesamte System augenblicklich zusammen.

Unser Wirtschaftssystem ist auf Kredit / Schuld und Zins ausgelegt, ohne Zins und Zinseszins kann es nicht existieren.

Jetzt werden sie ihre Schulden noch um ein paar Billionen erhöhen - und dann?
Wenn sie sich jetzt nicht entschulden können, dann können sie es bei 20 Billionen erst recht nicht. Man muss sich nur wundern, dass der Rest der Finanzwelt dieses Affentheater überhaupt mitmacht, aber Japan steht auch nicht besser da - und China, ihr größter Gläubiger?

Es kann nicht mehr lange dauern bis zum Crash und dann bin ich auf die Rettungskanzlerin gespannt und was sie uns wieder für Märchen erzählen wird.

Ergänzung
US-Schuldenuhr, Stand 20.10.2013, 09:18 MESZ

Deutschlands Schuldenuhr 20.10.2013, 09:25 Uhr



Donnerstag, 13. Juni 2013

EZB - Fan: Schäuble saniert Haushalt auf Kosten der deutschen Sparer

Des einen Freud ...
Durch die Niedrigzins-Politik der EZB spart die Bundesregierung bis Mitte 2014 mehr als 100 Milliarden Euro. Doch die Gewinne des Staates sind die Verluste der Sparer, deren Guthaben vom negativen Realzins verzehrt werden.


Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann zufrieden sein mit der EZB. Deren Politik hält seine Zinsen niedrig. Doch die Sparer verlieren Vermögen. (Foto: Flickr/gedankenstuecke)
Vor allem durch die aktuelle EZB-Politik müssen Bund, Länder und Kommunen weniger Zinsen zahlen als je zuvor. Sie sparen dreistellige Milliardensummen. Doch gleichzeitig werden Sparer in Deutschland und Europa aufgrund des negativen Realzinses praktisch enteignet.

Die niedrigen Zinsen bedeuten für die Bundesregierung eine erhebliche Erleichterung. Das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) sagt, dass die Bundesregierung von 2009 bis heute rund 80 Milliarden Euro an Zinsen gespart hat. Bereits im laufenden Jahr könnte die Ersparnis auf über 100 Milliarden Euro ansteigen, zitiert die Welt das IfW.

Seit Ende 2008 sinken die Renditen für deutsche Staatsanleihen und liegen derzeit historisch tief. Papiere mit kurzen Laufzeiten haben mitunter sogar negative Renditen. Das heißt, die Anleger bezahlen Geld dafür, dass sie der Bundesregierung Geld leihen dürfen. Der Bund gibt jedes Jahr Staatsanleihen im Umfang von 250 bis 300 Milliarden Euro aus. Der Großteil dieser Neuschulden dient zur Refinanzierung auslaufender Schulden.

Hauptursache der extrem niedrigen Zinsen auf Bundesanleihen ist, dass die EZB den Leitzins auf einen historischen Tiefstand gesenkt hat. Zudem gelten deutsche Staatsanleihen unter Anlegern als sichere Anlage. Deshalb nehmen Investoren niedrigere Zinsen in Kauf.

Ob der Ruf des guten Schuldners Deutschland anhält, ist nicht sicher. Doch die Niedrigzinspolitik der EZB dürfte noch eine ganze Weile anhalten. Erst wenn die Krisenländer der EZB keinen Anlass mehr gäben, die Zinsen niedrig zu halten, werde sich daran etwas ändern, sagte IfW-Experte Hoysen-Borgrefe

Die Bundesregierung ist nur für rund die Hälfte aller Staatsschulden in Deutschland verantwortlich. Auch Länder und Kommunen profitieren vom niedrigen Zinsniveau, sodass auch ihre Zinslast in den vergangenen Jahren erheblich gefallen ist. Die tatsächliche Zins-Ersparnis Deutschland liegt also noch deutlich höher.

Boysen-Hogrefe sagt: „Es wäre nicht legitim, die Entlastung einfach zu verdoppeln, aber die Zinsersparnisse von Ländern und Kommunen sind doch erheblich.“ Die Entlastung des Gesamtstaats dürfte deshalb bis Mitte 2014 irgendwo zwischen 100 und 200 Milliarden Euro liegen.

Verlierer der Niedrigzins-Politik durch die EZB sind die Sparer, die in der sogenannten Realzinsfalle stecken. Das von ihnen angelegte Geld verliert stetig an Kaufkraft. Die Staaten Europas, auch Deutschland, finanzieren sich also auch auf Kosten der Sparer (mehr hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

Kommentare

Gerhard65 sagt:
Auch ihm wird das Grinsen noch vergehen.
 
Elch sagt:
Dafür wird seitens des Souverän – unbarmherzig – Sorge zu tragen sein!
 
Zimmer sagt:
“Verlierer der Niedrigzins-Politik durch die EZB sind die Sparer, die in der sogenannten Realzinsfalle stecken. Das von ihnen angelegte Geld verliert stetig an Kaufkraft. Die Staaten Europas, auch Deutschland, finanzieren sich also auf Kosten der Sparer ”
Die Bundesregierung zerstört damit die Altersvorsorge der Bürger.
Nutznießer sind die, die keine eigene Altersvorsorge betreiben (müssen), die späteren Pensionäre, die heutigen Beamten und Politiker!
 
wütender wutbürger sagt:
Hier mal ein paar Zitate unserer Politiker:
Joseph (Joschka) Fischer, ehem. “Die Grünen”:
„Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas sind.
Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen.
Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal, wofür. Es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.”
Christin Löchner, Parteimitglied “Die Linke”, in einer Mail vom 20.01.2012 auf einen als Rundschreiben versendeten Verteiler an Johannes Issmer, FDP, in welchem die ständigen Menschenrechtsverletzungen in der BRD thematisiert wurden:
„Es mag Sie vielleicht überraschen, aber ich bin eine Volksverräterin. Ich liebe und fördere den Volkstod.”
Angela Merkel, Erfüllungsgehilfin der sog. Antlantikbrücke:
„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt!”
Arif Ünal, “Deutsch”-Türke, Bündnis90/Die Grünen:
Er forderte im NRW-Landtag die Streichung der Eidesformel„Zum Wohle des deutschen Volkes”
mehr davon: http://www.dewion24.de/?page_id=3673