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Sonntag, 4. August 2013

Hilflos: Merkel verbietet Amerikanern Spionage in Deutschland

Thema: Die Hilflosigkeit der Bundesregierung

Panik in der Bundesregierung: Die Koalition hat Knall auf Fall das berüchtigte G-10 Gesetz mit den USA gekündigt. Der Grund sind die immer neuen Enthüllungen über die Spionagetätigkeit der Amerikaner in Deutschland. Angela Merkel fürchtet, dass ihr die Enthüllungen bei der Wahl schaden könnten. Die Amerikaner wird dies nicht beeindrucken: Dank der neuen Technologien braucht man heute keine Gesetze mehr zum Schnüffeln.


Angela Merkel möchte sich die Amerikaner vor Hals halten, verfügt als Waffen jedoch nur über symbolische Gesten.
(Foto: DWN/Laurence Chaperon)
Kurz nachdem vier weitere Enthüllungen über die Spionagetätigkeit des amerikanischen und des britischen Geheimdienstes am Donnerstag veröffentlicht wurde, hat die Bundesregierung nun doch plötzlich die Notbremse gezogen.
Merkel und ihre Regierung haben nun ausgerechnet das Gesetz außer Kraft gesetzt, das es den Amerikanern und Briten seit Ende des zweiten Weltkriegs ermöglicht, deutsche Bürger in großem Stile legal auszuspionieren.

Vom Auswärtigen Amt hieß es nun:
    „Verwaltungsvereinbarungen zum G10-Gesetz mit USA und Großbritannien außer Kraft

    Das Auswärtige Amt teilt mit:

    Die Bundesregierung hat heute die Aufhebung der Verwaltungsvereinbarung von 1968/69 zum G10-Gesetz mit den USA und Großbritannien durch Notenaustausch in Berlin abgeschlossen. Im gemeinsamen Einvernehmen ist die Verwaltungsvereinbarung mit den USA und Großbritannien damit außer Kraft getreten.“
Und Außenminister Westerwelle wird mit folgenden Worten zitiert:
    „Die Aufhebung der Verwaltungsvereinbarungen, auf die wir in den letzten Wochen gedrängt haben, ist eine notwendige und richtige Konsequenz aus den jüngsten Debatten zum Schutz der Privatsphäre.“
Die sonst so kühle und wenig betroffene Kanzlerin Merkel fürchtet nun doch, dass das ganze Spionage-Thema bis zur Wahl noch weiter hochkochen könnte. Immerhin gab es bereits Demonstrationen in Deutschland und die neuen Snowden-Veröffentlichungen heizen die Stimmung weiter an. Zuletzt wurde bekannt, dass Telekommunikations-Unternehmen den ausländischen Geheimdiensten bei der Ausspähung geholfen haben (hier).

Lange hatte sich die Bundesregierung gar nicht auf die Empörung der deutschen Bürger eingelassen. Die US-Reise des Innenministers Friedrichs glich eher einem Bittgang als einem Staatsbesuch. Und für Merkel schien das wichtigste gewesen zu sein, dass sie an ihrem Glauben festhalten konnte, sie selbst sei noch nicht überwacht worden.

Aussitzen ist nun mittlerweile schwierig geworden. Snowden ist von den USA noch nicht gefasst, sondern befindet sich weiterhin in Russland, und die Veröffentlichungen über die NSA und den britischen Geheimdienst sind mittlerweile zum Selbstläufer geworden.

Insofern ist die Außer-Kraft-Setzung des G10-Gesetzes eher als symbolischer Akt zu sehen- quasi als letzter Kraftakt, um das ganz dicke Ende doch noch aufzuhalten. Denn auch jetzt hat die deutsche Bundesregierung wenig Chancen tatsächlich was an der Überwachung durch die USA zu unternehmen. Hatte die damalige Bundesregierung beim Beschluss des G10-Gesetzes nach dem verlorenen Krieg kein wirkliches Mitspracherecht (hier). So hat Deutschland heute auch keine bessere Ausgangssituation. Denn durch die unglaubliche weltweite Vernetzung und Digitalisierung sind Ausspäh-Aktionen der Geheimdienste wie der NSA kaum mehr aufzuhalten.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentar


Nachtrag: 04.08.2013, 14:50 Uhr

Das ist ja toll, die mächtigste Frau der Welt verbietet den Amerikanern in Deutschland zu spionieren.

Respekt! werte Bundeskanzlerin,
da werden die Amerikaner aber zittern!

Aber im ernst, wen wollen Sie denn damit beeindrucken?

Was meinen Sie, wovor werden die Amerikaner mehr Angst haben, vor Ihnen oder dass Friedrich nochmal unter der Tür hergekrochen kommt?

Wieso auf einmal wieder dieser Sinneswandel bei Ihnen?
Sie wissen doch schon lange dass im September Wahlen sind.
Hatten Sie tatsächlich geglaubt, Sie seien nicht überwacht worden?

Eines können Sie mir glauben: mehr als ein müdes Lächeln werden Sie keinem Amerikaner mit Ihrer Außer-Kraft-Setzung des G10-Gesetzes entlocken.

Aber freuen Sie sich trotzdem darüber, dass Sie von den Amerikanern und nicht von den Russen oder Chinesen abgehört werden.
Solange das Internet für Sie #Neuland ist, kann doch gar nichts passieren, oder?


Goldkind sagt:
Unfassbar wie Merkel das Volk für dumm verkauft…
Wenn es ihr an den Kragen geht durch die Spionage fängt sie plötzlich an etwas zu unternehmen.
Ihre Armuts-Politik und Deutschland in den Ruin zu wirtschaften hängt uns so zum Hals
heraus…Wenn jemand verboten gehört, dann so eine Regierung, wie wir sie derzeit haben…
Man sollte den Rücktritt von der Kanzlerin mit ihrem politischen Wirrwarr und fahrlässigem Umgang mit unseren Geldern einfordern.
Sie ist moralisch nicht mehr zumutbar für unser Land


torsten widera sagt:
so langsam wird’s lächerlich


Worldwatch sagt:
DWN-Zitat: “Dank der neuen Technologien braucht man heute keine Gesetze mehr zum Schnüffeln.”
FUER Kriminalität hat es noch nie Gesetze gebraucht!
GEGEN Kriminalität indes wurden -vielfach- Strafrechte erlassen.
FUER Freiheit, Demokratie und Souveränität, und all die Menschen- und Grundrechte, Erklärungen und Verfassungen proklamiert.
Die “neuen Technologien” aber hebeln -den gutmeinenden- Verfassung- und Rechtsschutz aus, ohne das dafür “Verantwortliche” gefunden würden, oder die sogar verurteilt werden würden.
Nun ja, so ist es halt in der Macht-Politbürokratie. Übermächtig, und alle anderen Rechts- wie Verteidigungsohnmächtig. Außer der “neuen Technologien” aber nichts Neues, im -gelebten, “modernen”- Mittelalter.


Pius sagt:
Zu einigen Muskelkommentaren:
Ich finde es sehr gut von Frau Merkel. Immer wird auf ihr rumgehackt, und die Hacker würden es eher schlechter als besser machen. Riesenklappe, nix dahinter. Am Stammtisch lässt sich leicht motzen. Helft doch der AFD. Da könnt ihr zeigen, was ihr könnt. Die meisten Gesetze werden mittlerweile in Brüssel gemacht. Die Regierungen kommen nicht dagegen an. Die Weltregierung ist bereits durch und ein einzelner ist machtlos.
Warum ich es gut finde:
a) Die USA werden öffentlich gedemütigt. BRD ist immerhin Wirtschaftsmacht in der EU. (Portugal, Zypern, Irland… hätte es mit so einer Geste schwerer!)
b) Dies ist eine Anerkennung der Offenlegung von Snowden. Sie benutzt seine Aussagen. Ist doch perfekt. Was wollt ihr mehr!!!!!! Das Gesetz wurde gekippt, weil Snowden*** so ehrlich war, und die Verbrechen der Amis aufgedeckt hat. So ein Öffentlichkeitszeichen ist unbezahlbar. In Ewigkeit.
c) Snowden selbst hat gesagt, Obama hat nicht Angst vor ihm, sondern einer hellhörigen Öffentlichkeit. Dazu hat Merkel geholfen. Denn
d) Jetzt können die Ewiggestrigen nicht mehr sagen, alles nur Verschwörung!! Merkel hat die Ehrlichkeit Snowden’s öffentlich anerkannt. Was wollt ihr mehr? Was kann sie mehr machen? Den USA den Krieg erklären?


Julia la prémiere sagt:
Merkel sollte sich entscheiden, den Bückling vor den USA zu machen, oder, wie aus ihrer Laufbahn gut zu sehen, sich den Russen anzuschließen. Dumm nur für die Merkel, die Russen für die sie sich im Stasiregime breit machte, gibt es nicht mehr.
Warum ich als Ausländerin diese Frau gefährlich halte, nicht nur für Deutschland aber ins besonderen für Europa, liegt darin, in meiner Küstenregion viele Ex-DDR Bürger anzutreffen, die sich einheitlich darauf berufen, diese Frau hatte schon vor zwanzig Jahren Dreck am Stecken.Aber, wer hört sich diese Zeitzeugen an solange das “Christ” im Parteizeichen steht? Deutschland, alles Gute für Euch, aber so blöd muss bestraft sein.


eve sagt:
Und was ist nach den Wahlen Frau Hosenanzug Merkel ?
Darf dann das G10 wieder aufleben ???
iCH GLAUBE IHNEN KEIN EINZIGES WORT.
Denn sie darf es sich nicht verscherzen mit der Amerikanischen Regierung. Das ist alles Taktik. In der Cdu Unterriege sagt man heuchlerisch. “Die arme Frau Merkel, hat man sie schon wieder hereingelegt, und hintergangen, ist das gemein.”
Nein, in der politischen Oberklasse gibt es keine Zufälle, es ist alles abgesprochen.




Freitag, 12. Juli 2013

Eingeschränkte Souveränität war Preis für die Wiedervereinigung

Spionage
 
Die Alliierten haben der deutschen Wiedervereinigung nur zugestimmt, weil sich Deutschland verpflichtete, bestimmte Rechte seiner Souveränität nicht wahrzunehmen. Daher konnten die Geheimdienste der USA und Großbritanniens in Deutschland ungehindert und legal weiterspionieren. Ohne dieses Zugeständnis hätte die damalige britische Premierministerin Thatcher die deutsche Einheit vermutlich verhindert.

Bei den 2+4-Gesprächen musste die deutsche Seite den Westalliierten zusichern, dass diese auch weiterhin legal in Deutschland spionieren dürfen. (Screenshot)
Bei den Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 spielte die Spionage in Deutschland offiziell keine Rolle. Doch hinter den Kulissen bestanden die USA, Großbritannien und Frankreich darauf, auch weiterhin deutsche Bürger und Unternehmen überwachen zu dürfen.
Die Amerikaner haben sich die Wiedervereinigung mit der Weiterführung der alliierten Vorbehaltsrechte bezahlen lassen, sagte der Geheimdienst-Experte und Buchautor Erich Schmidt-Eenboom den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Schmidt-Eenboom war als Journalist selbst vom BND ausspioniert worden. Der Geheimdienst war ihm bis in die Sauna gefolgt.

Schmidt-Eenboom ist davon überzeugt, dass es zwischen den Alliierten und der BRD einen Deal gegeben habe. Denn auffallender Weise haben die Geheimdienste ihre Operationsgebiete nach der Wende faktisch unverändert gelassen.

Praktisch sei die Spionage durch die USA und Großbritannien im vereinigten Deutschland weitergegangen wie zuvor. Dem damaligen deutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher soll der Überwachung zugstimmt haben, weil er wusste, dass die Einheit an einem seidenen Faden hing. Die BRD brauchte eine schnelle Einigung, um nicht eine Front der Bedenkenträger aufkommen zu lassen.

Die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher war nämlich entschieden gegen die Wiedervereinigung. Großbritannien und Frankreich versuchten sogar in Gesprächen mit der DDR zu erreichen, dass die Wiedervereinigung verschoben wird. Die Fortführung der alliierten Vorbehaltsrechte habe in diesem Umfeld nicht verhindert werden können, so Schmidt-Eenboom. Die Zustimmung der Russen zu diesem Deal der Westalliierten mit Deutschland sei schlicht erkauft worden.

Hätten die Deutschen abgelehnt – die Briten hätten den ganzen Einigungsprozess verhindern können. Die Politik hatte damals großen Respekt vor Thatcher. Ihr traute man zu, dass sie in einer Sache wirklich hart blieb. Ihre Innen- und Wirtschaftspolitik beweist das (hier).

Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs war es den Nachrichtendiensten der Westalliierten erlaubt worden, in Deutschland ganz legal und nach Belieben Informationen sammeln. Was zunächst als Besatzungsrecht und dann als Vorbehaltsrecht galt, wurde 1968 im deutschen G10-Gesetz institutionalisiert. Dies sei „der größte Sündenfall in der Geschichte des Rechtsstaates“ gewesen, sagte der Historiker Josef Foschepoth (mehr hier).

Auf der Grundlage desselben Gesetzes, das 2001 nur leicht überarbeitet wurde, kooperiert heute die Telekom mit dem BND (hier).

Im Nachkriegs-Westdeutschland sei das Recht der Westalliierten zur Spionage noch mit dem Schutz der Streitkräfte begründet worden, so Schmidt-Eenboom. Heute hingegen diene das Engagement der ausländischen Geheimdienste in Deutschland vor allem der Wirtschafts-Spionage und der Überwachung der Entscheidungsträger in Berlin. Der deutschen Regierung sei es gar nicht möglich, dies zu unterbinden.

Die Bundesregierung suche auch gar keinen Konflikt mit den Nato-Partnern, da diese sowieso nicht mit sich reden lassen würden. Stattdessen setze sie auf die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten der Nato-Partner. BND und NSA „ziehen an einem Strang“, so Schmidt-Eenboom. Der BND ist technisch in vieler Hinsicht auf das NSA angewiesen. Doch im Gegenzug habe der mit 1.500 Mitarbeitern relativ kleine deutsche Nachrichtendienst auch einiges zu bieten. So überwache er etwa den Nachrichtenstrom aus dem arabischen Raum.

Das Interesse der USA und Großbritanniens an der Überwachung Deutschlands sei nach der Wiedervereinigung deutlich gestiegen, sagte Schmidt-Eenboom. Denn zum einen machten die stärkeren wirtschaftlichen Beziehungen zu China und Russland und die Zunahme der Waffenexporte unter der Regierung von Angela Merkel die Wirtschafts-Spionage interessanter. Zum anderen spielt die Bundesregierung bei der Bewältigung der Finanzkrise eine entscheidende Rolle in der EU. Da wollten die USA und Großbritannien keine Überraschungen erleben, so Schmidt-Eenboom.

Die Spionage durch die Franzosen sei heute weniger aggressiv. Seit die deutsche und französische Luft- und Raumfahrt im EADS-Konzern zusammengewachsen sind, müsse weniger Industrie-Spionage betrieben werden. Doch bis in die 80-er Jahre hinein wurde Deutschland nachhaltig von Frankreich überwacht.

Im Gegensatz zu anderen westlichen Ländern hätten die Deutschen große Vorbehalte im Hinblick auf die Aktivitäten der Geheimdiente. Dies liege vor allem an ihren Erfahrungen mit den beiden Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts. Doch in anderen EU-Staaten würden die Geheimdienste mitunter als nationale Gegengewichte zu Brüssel empfunden.
Erich Schmidt-Eenboom forscht seit Jahrzehnten über die Geheimdienste der Welt. Aufgrund seiner Erfahrungen mit ähnlichen Vorfällen erwartet er, dass auch diesmal der Skandal nach drei bis vier Wochen im Sande verlaufen wird.

Im November 2002 etwa habe das EU-Parlament die Kommission aufgefordert bei Verhandlungen mit den USA klare Forderungen zu stellen. So müsse zum einen der Datenschutz der EU-Bürger sichergestellt werden und zum anderen die Wirtschafts-Spionage eingestellt werden. Doch es änderte sich nichts. Und jetzt sei es wieder ganz ähnlich. Auch diesmal werde die EU bei den USA nichts erreichen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN   

Kommentare



Mohr sagt:
http://www.bpb.de/nachschlagen/gesetze/zwei-plus-vier-vertrag/44119/artikel-7
Was bedeutet der Artikel 7 des zwei-plus-vier-Vertrages ?
Da wird von einer vollen Souveränität Deutschlands gesprochen.
Und bei der deutschen Rentenversicherung steht, dass eine Bekannte von mir in einem Beitrittsgebiet gearbeitet hat und nicht das sie in Deutschland oder der BRD gearbeitet hat.
Kann mir das einer erklären ??


KlausKlein sagt:
Gerade in dieser wichtigen Frage nicht souverän zu sein bedeutet weiter besetzt und fremdbestimmt zu sein. Jetzt ist mir auch klar, warum unsere Jugend in Afghanistan sich abschießen lässt, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist. Und auch warum die meißten Entscheidungen unserer Politclowns gegen die Interessen ihres eigenen Volkes getroffen werden. Die vertreten uns gar nicht!


Ferdinand sagt:
Auch die deutsche Post wird abfotografiert und an die USA zur Auswertung weitergeleitet:
http://politikprofiler.blogspot.co.at/2013/07/deutschland-ist-teil-von-prism-auch.html


Rich sagt:
langsam sollten es auch die letzten kapieren. wir sind entrechtete Menschen. wir dürfen nicht auf unsere Menschenrechte pochen weil wir keine haben. wieso? wir bekommen unsere rechte von der BRD zugesprochen. diese darf das aber gar nicht richten weil sie eine Verwaltung unter den Siegermächten ist. (kein Friedensvertrag) da sie eine Verwaltung unter den Siegermächten ist, dürfen diese auch uneingeschränkt spionieren, da DE nun mal kein Staat mit vom Volk gewählter Verfassung ist.


Stephanie Barnett sagt:
Ihr Slogan: Eingeschränkte Souveränität war der Preis für die Wiedervereinigung
entspricht so nicht der Wahrheit – eingeschränkte Souveränität ist der Preis für Deutschlands Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg und des noch bestehenden Misstrauens gegenüber dem deutschen Staat. – sehen wir uns doch nur an, wie Frau Merkel schon wieder auf den Tisch klopft – keine gute Sache für Deutschland



Sonntag, 7. Juli 2013

Merkel wusste alles: US-Geheimdienste dürfen in Deutschland legal schnüffeln

Der Kalte Krieg war nie zu Ende...

...und wie heute, Sonntag 07.07.2013 im Presseclub öffentlich bestätigt wurde, sind die SHAEF-Militär-Gesetze immer noch gültig und die Amerikaner interessiert unser Grundgesetz überhaupt nicht. Hören kann man den Podcast vom Presseclub (hier)

Auf jeden Fall hörenswert.
Gute Fragen werden von Zuhörern gestellt, aber die Journalisten trauen sich nicht darauf zu antworten.
Ganz am Ende des Beitrags gibt es einer zu.

Nach geltender deutscher Rechtslage können ausländische Nachrichtendienste in Deutschland das Postgeheimnis nach Belieben verletzen. Das aus der Nachkriegszeit stammende G10-Gesetz ist allen deutschen Politikern bekannt. Ein Historiker attackiert die Bundesregierung: Es sei heuchlerisch, wenn Merkel nun so tue, als sei sie von der NSA-Spionage überrascht worden.
DDR-Propaganda wurde systematisch an der Grenze zur BRD verbrannt: Ein Verstoß gegen das Postgeheimnis.
(Foto: Flickr/Ross Griff)

Deutsche Politiker müssen von der Überwachung durch die NSA gewusst haben. Für den Historiker Josef Foschepoth wären sie sonst entweder Heuchler oder unfähig. Schon in den 50er Jahren hat die Bundesregierung systematisch gegen das Postgeheimnis verstoßen, „indem Post aus der DDR an der Grenze abgefangen und verbrannt worden ist“, sagte der Historiker in einem DLF-Interview. „Entweder wird hier etwas verschleiert, oder man ist, ja, unfähig, sage ich mal, das Wissen, was in der eigenen Verwaltung vorhanden ist, abzurufen“, sagte Foschepoth.

Die Akte „Postzensur“ behandelte ostdeutsche Propaganda, die ihren Weg in der Post über die Grenze nach Westdeutschland suchte. Darin war ein „Protokoll von einer hochrangigen Sitzung von Kanzleramt, Innenministerium, Postministerium und gesamtdeutschem Ministerium“, sagte Foschepoth. Dort fasste man den Beschluss: „Sofort herausnehmen, vernichten und verbrennen!“
Durch den Fund dieser Akte muss die deutsche Geschichte um einen wichtigen Aspekt erweitert werden: Es gibt eine umfangreiche deutsche Geschichte von „Verstößen gegen die Gesetzlichkeit und gegen die Rechtsstaatlichkeit.“

Dieser Tatbestand wurde in dem sogenannten G10-Gesetz, im Mai 1968, institutionalisiert: Das sei „der größte Sündenfall in der Geschichte des Rechtsstaates“, sagte Foschepoth. Dieses Gesetz sei „ein ganz restriktives Gesetz, was die Grundrechte doch stark einschränkte“. Mit dem Gesetz sollte eigentlich das bis dahin geltende Recht der Alliierten in deutsches Recht aufgelöst werden.

„Bis dahin gab es ja praktisch nur alliiertes Recht in Deutschland, zunächst als Besatzungsrecht, dann wurde dieses als sogenanntes Vorbehaltsrecht fortgeschrieben, bis ein deutsches Gesetz das regeln sollte, was die Alliierten bis dahin getan hatten. So, und jetzt war es dann die Aufgabe dieses Gesetzes, im Grunde alle diese Dinge sicherzustellen, die die Alliierten wollten, und zum Zweiten die deutschen Geheimdienste endlich mit den Aufgaben zu betrauen, die bislang nur die Beamten, also die Postbeamten, Eisenbahnbeamten, Zollbeamten, Staatsanwälte und Richter und so weiter, durchgeführt hatten, jetzt zu übernehmen.“

Dieses Vorhaben wurde jedoch nie zu Ende geführt, sondern stets „fortgeschrieben, sodass man das im Grunde nur verschoben hat, und damit das alliierte Recht weiter beibehalten hat. Und jetzt kommt es noch ganz dicke. denn das gilt noch bis heute.“, sagte Foschepoth.

Die deutsche Geschichte ist „voll von Abhörskandalen“. Es gebe davon „eine zweistellige Zahl im höheren Bereich, „sodass man also davon ausgehen kann, dass die Administration sich auch ständig damit beschäftigen musste.“

Die deutsche Politik hat in der jüngeren Vergangenheit stets unverhohlen zugegeben, dass die Bürger mit allen Mitteln überwacht werden (mehr dazu hier).

Angesichts der massiven Spionage-Tätigkeit der Amerikaner ist den deutschen Politikern jedoch erstmals bewusst geworden, dass es die wirklich Mächtigen der Welt vor allem auf sie, die heimischen Politiker, abgesehen haben könnten. Sie sind alle erpressbar geworden – und möchten nun gern die Geister loswerden, die sie gerufen hatten (mehr dazu hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Robert Kroisz verweist in seinem Kommentar auf diese lesenswerte Seite:
http://www.widerstand-ist-recht.de/aktion/russbot.html
Leider funktioniert der Link zur Antwort auf die Anfrage nicht.
Ich habe schon angefragt was da los ist, aber noch keine Antwort.
08.07.2013 Der Link funktioniert jetzt. Werner May hat's korrigiert.
In diesem Zusammenhang empfehle ich einen Blick auf diese Seite Maria Lourdes Blog


Kommentare



Peppermint Bach Atomkraft und die D-Mark sagt:
Haben wir nicht wenigstens das Recht zu erfahren, in welcher Staatsform und in welchem Staat wir leben?


eve sagt:
Die BRD ist nach wie vor ein Verwaltungskonstukt der ALLIIERTEN.(Freunde) lach.
Es gibt keine Friedensverträge, nur Geschäftsabkommen, bei denen es sich um nachhaltige eschäftsbeziehungen geht. Die halbe Welt weiß Bescheid, nur hier ist es noch relativ unbekannt.

Es war den Verantwortlichen aller Regierungsstellen zu jedem Zeitpunkt nach 1945 bekannt. Dieses Dilemma betrifft allerdings auch andere Länder, z,Bsp. diejenigen die im Euro sind. Alle EU Parlamentarier sind Staatenlos, weil die Aufhebung der Nationalstaaten durch eine völlige Globalisierung der Welt auf der Agenda steht. Und deshalb ist es vollig ausgeschlossen, daß die BRG (Bundesgeschäftsstelle) Berlin, NICHTS !!! weiß oder wusste. Dies ist eine LÜGE.

Selbst die USA haben zw. Nord uns Südstaaten keinen Friedensvertrag und sind nicht vereint. Japan und Nordkorea haben auch keinen Friedensvertrag. Die USA ist eine riesen Firma, ebenso die Firma, Gross Britanien. Undsoweiterundsofort, Die gegründeten Unionen haben nur den einen Zweck, der unwissenden Menschenmasse ein Theaterstück vorzuspielen.
Nun, es wird zunehmend offensichtlicher, RECHT UND GESETZ gilt fürs dumme VOLK….nicht für die Theaterbesitzer. Und ich bin mir darüber im klaren, sollten die oben benannten der Meinung sein, daß das” dämliche Volk” zu wissend und aufmüpfig wird, dann werden noch ganz andere Geschosse aufgefahren. Warum bereitet nicht eine einzige Partei, die Leute nicht auf Schmalhansküchenmeister vor und nennt tatsächlich Ross und Reiter. Ganz einfach, weil jeder, der dies bislang tat oder tut ein schnelles Pferd brauchte, oder eine Unsichtbarkeitsmantel. In den Verwaltugsstrukturen, Weltweit, weiß man jedenfalls schon, was kommt.



Peppermint Bach Atomkraft und die D-Mark sagt:
Und, weil Merkel das weiß, schweigt sie sich über ihre DDR- Vergangenheit auch kräftig aus. Was mich wundert, das da niemand so richtig nachrecherchiert. Auch nicht über ihre angeblichen Aufenthalte auf Gran Canaria in den 70er Jahren. Kein ja und kein nein.



rundertischdgf sagt:
Deutschland ist seit 1945 kein souveränes Land mehr. Das müßte eigentlich jeder wissen, dennoch vermitteln uns die Medien und Politiker das Gegenteil. Kein Wunder, daß zahlreiche Deppen in allen Parteien das auch glauben.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/07/03/snowden-narren-ahnungslose-heuchler-wichtigtuer-oder-schlicht-nur-deppen/



Max sagt:
http://www.welt.de/wirtschaft/article117785327/Die-anderen-schnueffeln-Deutschland-schaut-nur-zu.html?wtmc=google.editorspick?wtmc%3Dgoogle.editorspick&google_editors_picks=true

Die anderen schnüffeln – Deutschland schaut nur zu Der Prism-Skandal bringt es ans Licht: Die Agenten anderer großer Industriestaaten schnüffeln für ihre heimischen Unternehmen. Nur ein Land greift nicht an und wehrt sich wenig – Deutschland.

Womöglich jedes zweite Unternehmen betroffen

Wie sehr Industriespionage deutschen Unternehmen schadet, ist schwer zu beziffern – schließlich finden gerade Geheimdienstangriffe naturgemäß im Verborgenen statt. Der führende Sicherheitsberater Corporate Trust errechnet in einer Studie einen jährlichen Schaden von 4,2 Milliarden Euro.