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Sonntag, 4. August 2013

Hilflos: Merkel verbietet Amerikanern Spionage in Deutschland

Thema: Die Hilflosigkeit der Bundesregierung

Panik in der Bundesregierung: Die Koalition hat Knall auf Fall das berüchtigte G-10 Gesetz mit den USA gekündigt. Der Grund sind die immer neuen Enthüllungen über die Spionagetätigkeit der Amerikaner in Deutschland. Angela Merkel fürchtet, dass ihr die Enthüllungen bei der Wahl schaden könnten. Die Amerikaner wird dies nicht beeindrucken: Dank der neuen Technologien braucht man heute keine Gesetze mehr zum Schnüffeln.


Angela Merkel möchte sich die Amerikaner vor Hals halten, verfügt als Waffen jedoch nur über symbolische Gesten.
(Foto: DWN/Laurence Chaperon)
Kurz nachdem vier weitere Enthüllungen über die Spionagetätigkeit des amerikanischen und des britischen Geheimdienstes am Donnerstag veröffentlicht wurde, hat die Bundesregierung nun doch plötzlich die Notbremse gezogen.
Merkel und ihre Regierung haben nun ausgerechnet das Gesetz außer Kraft gesetzt, das es den Amerikanern und Briten seit Ende des zweiten Weltkriegs ermöglicht, deutsche Bürger in großem Stile legal auszuspionieren.

Vom Auswärtigen Amt hieß es nun:
    „Verwaltungsvereinbarungen zum G10-Gesetz mit USA und Großbritannien außer Kraft

    Das Auswärtige Amt teilt mit:

    Die Bundesregierung hat heute die Aufhebung der Verwaltungsvereinbarung von 1968/69 zum G10-Gesetz mit den USA und Großbritannien durch Notenaustausch in Berlin abgeschlossen. Im gemeinsamen Einvernehmen ist die Verwaltungsvereinbarung mit den USA und Großbritannien damit außer Kraft getreten.“
Und Außenminister Westerwelle wird mit folgenden Worten zitiert:
    „Die Aufhebung der Verwaltungsvereinbarungen, auf die wir in den letzten Wochen gedrängt haben, ist eine notwendige und richtige Konsequenz aus den jüngsten Debatten zum Schutz der Privatsphäre.“
Die sonst so kühle und wenig betroffene Kanzlerin Merkel fürchtet nun doch, dass das ganze Spionage-Thema bis zur Wahl noch weiter hochkochen könnte. Immerhin gab es bereits Demonstrationen in Deutschland und die neuen Snowden-Veröffentlichungen heizen die Stimmung weiter an. Zuletzt wurde bekannt, dass Telekommunikations-Unternehmen den ausländischen Geheimdiensten bei der Ausspähung geholfen haben (hier).

Lange hatte sich die Bundesregierung gar nicht auf die Empörung der deutschen Bürger eingelassen. Die US-Reise des Innenministers Friedrichs glich eher einem Bittgang als einem Staatsbesuch. Und für Merkel schien das wichtigste gewesen zu sein, dass sie an ihrem Glauben festhalten konnte, sie selbst sei noch nicht überwacht worden.

Aussitzen ist nun mittlerweile schwierig geworden. Snowden ist von den USA noch nicht gefasst, sondern befindet sich weiterhin in Russland, und die Veröffentlichungen über die NSA und den britischen Geheimdienst sind mittlerweile zum Selbstläufer geworden.

Insofern ist die Außer-Kraft-Setzung des G10-Gesetzes eher als symbolischer Akt zu sehen- quasi als letzter Kraftakt, um das ganz dicke Ende doch noch aufzuhalten. Denn auch jetzt hat die deutsche Bundesregierung wenig Chancen tatsächlich was an der Überwachung durch die USA zu unternehmen. Hatte die damalige Bundesregierung beim Beschluss des G10-Gesetzes nach dem verlorenen Krieg kein wirkliches Mitspracherecht (hier). So hat Deutschland heute auch keine bessere Ausgangssituation. Denn durch die unglaubliche weltweite Vernetzung und Digitalisierung sind Ausspäh-Aktionen der Geheimdienste wie der NSA kaum mehr aufzuhalten.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentar


Nachtrag: 04.08.2013, 14:50 Uhr

Das ist ja toll, die mächtigste Frau der Welt verbietet den Amerikanern in Deutschland zu spionieren.

Respekt! werte Bundeskanzlerin,
da werden die Amerikaner aber zittern!

Aber im ernst, wen wollen Sie denn damit beeindrucken?

Was meinen Sie, wovor werden die Amerikaner mehr Angst haben, vor Ihnen oder dass Friedrich nochmal unter der Tür hergekrochen kommt?

Wieso auf einmal wieder dieser Sinneswandel bei Ihnen?
Sie wissen doch schon lange dass im September Wahlen sind.
Hatten Sie tatsächlich geglaubt, Sie seien nicht überwacht worden?

Eines können Sie mir glauben: mehr als ein müdes Lächeln werden Sie keinem Amerikaner mit Ihrer Außer-Kraft-Setzung des G10-Gesetzes entlocken.

Aber freuen Sie sich trotzdem darüber, dass Sie von den Amerikanern und nicht von den Russen oder Chinesen abgehört werden.
Solange das Internet für Sie #Neuland ist, kann doch gar nichts passieren, oder?


Goldkind sagt:
Unfassbar wie Merkel das Volk für dumm verkauft…
Wenn es ihr an den Kragen geht durch die Spionage fängt sie plötzlich an etwas zu unternehmen.
Ihre Armuts-Politik und Deutschland in den Ruin zu wirtschaften hängt uns so zum Hals
heraus…Wenn jemand verboten gehört, dann so eine Regierung, wie wir sie derzeit haben…
Man sollte den Rücktritt von der Kanzlerin mit ihrem politischen Wirrwarr und fahrlässigem Umgang mit unseren Geldern einfordern.
Sie ist moralisch nicht mehr zumutbar für unser Land


torsten widera sagt:
so langsam wird’s lächerlich


Worldwatch sagt:
DWN-Zitat: “Dank der neuen Technologien braucht man heute keine Gesetze mehr zum Schnüffeln.”
FUER Kriminalität hat es noch nie Gesetze gebraucht!
GEGEN Kriminalität indes wurden -vielfach- Strafrechte erlassen.
FUER Freiheit, Demokratie und Souveränität, und all die Menschen- und Grundrechte, Erklärungen und Verfassungen proklamiert.
Die “neuen Technologien” aber hebeln -den gutmeinenden- Verfassung- und Rechtsschutz aus, ohne das dafür “Verantwortliche” gefunden würden, oder die sogar verurteilt werden würden.
Nun ja, so ist es halt in der Macht-Politbürokratie. Übermächtig, und alle anderen Rechts- wie Verteidigungsohnmächtig. Außer der “neuen Technologien” aber nichts Neues, im -gelebten, “modernen”- Mittelalter.


Pius sagt:
Zu einigen Muskelkommentaren:
Ich finde es sehr gut von Frau Merkel. Immer wird auf ihr rumgehackt, und die Hacker würden es eher schlechter als besser machen. Riesenklappe, nix dahinter. Am Stammtisch lässt sich leicht motzen. Helft doch der AFD. Da könnt ihr zeigen, was ihr könnt. Die meisten Gesetze werden mittlerweile in Brüssel gemacht. Die Regierungen kommen nicht dagegen an. Die Weltregierung ist bereits durch und ein einzelner ist machtlos.
Warum ich es gut finde:
a) Die USA werden öffentlich gedemütigt. BRD ist immerhin Wirtschaftsmacht in der EU. (Portugal, Zypern, Irland… hätte es mit so einer Geste schwerer!)
b) Dies ist eine Anerkennung der Offenlegung von Snowden. Sie benutzt seine Aussagen. Ist doch perfekt. Was wollt ihr mehr!!!!!! Das Gesetz wurde gekippt, weil Snowden*** so ehrlich war, und die Verbrechen der Amis aufgedeckt hat. So ein Öffentlichkeitszeichen ist unbezahlbar. In Ewigkeit.
c) Snowden selbst hat gesagt, Obama hat nicht Angst vor ihm, sondern einer hellhörigen Öffentlichkeit. Dazu hat Merkel geholfen. Denn
d) Jetzt können die Ewiggestrigen nicht mehr sagen, alles nur Verschwörung!! Merkel hat die Ehrlichkeit Snowden’s öffentlich anerkannt. Was wollt ihr mehr? Was kann sie mehr machen? Den USA den Krieg erklären?


Julia la prémiere sagt:
Merkel sollte sich entscheiden, den Bückling vor den USA zu machen, oder, wie aus ihrer Laufbahn gut zu sehen, sich den Russen anzuschließen. Dumm nur für die Merkel, die Russen für die sie sich im Stasiregime breit machte, gibt es nicht mehr.
Warum ich als Ausländerin diese Frau gefährlich halte, nicht nur für Deutschland aber ins besonderen für Europa, liegt darin, in meiner Küstenregion viele Ex-DDR Bürger anzutreffen, die sich einheitlich darauf berufen, diese Frau hatte schon vor zwanzig Jahren Dreck am Stecken.Aber, wer hört sich diese Zeitzeugen an solange das “Christ” im Parteizeichen steht? Deutschland, alles Gute für Euch, aber so blöd muss bestraft sein.


eve sagt:
Und was ist nach den Wahlen Frau Hosenanzug Merkel ?
Darf dann das G10 wieder aufleben ???
iCH GLAUBE IHNEN KEIN EINZIGES WORT.
Denn sie darf es sich nicht verscherzen mit der Amerikanischen Regierung. Das ist alles Taktik. In der Cdu Unterriege sagt man heuchlerisch. “Die arme Frau Merkel, hat man sie schon wieder hereingelegt, und hintergangen, ist das gemein.”
Nein, in der politischen Oberklasse gibt es keine Zufälle, es ist alles abgesprochen.




Freitag, 2. August 2013

NSA soll "fast alles" ausspähen können

Thema: Toll, was die Freunde unserer Regierung alles können

aus der Reihe:
Märchenstunde für Erwachsene, Manipulation und Volksverarschung,
oder - wie weit wollen es Politclowns, Medien und Geheimdienste noch treiben?


t-online.de berichtet am 31.07.2013


"Crypto City", Maryland: Von hier aus kontrolliert der US-Geheimdienst die elektronische Welt (Quelle: Reuters)
Die internationale Empörung über das Spähprogramm des US-Geheimdienstes NSA ist bereits riesig, das Ausmaß der Überwachung aber offenbar noch größer als bislang bekannt. Der britischen Tageszeitung "The Guardian" zufolge, die seit langem vom flüchtigen Enthüller Edward Snowden mit Informationen versorgt wird, hat die NSA praktisch unbegrenzten Zugriff auf Internetdaten der Menschen weltweit.

Ähnliches hatte der "Guardian" schon vor Wochen über den britischen Geheimdienst GCHQ berichtet. Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Snowden hatte bereits Anfang Juni in seinem ersten Interview behauptet, er hätte auch den US-Präsidenten belauschen können, wenn er die E-Mail-Adresse gewusst hätte. Dies war von Offiziellen dementiert worden.

Geheimdienstler suchen nach Schlagworten

Der in Brasilien lebende US-Journalist Glenn Greenwald, mit dem Snowden zusammenarbeitet, veröffentlichte am Mittwoch in der Online-Ausgabe des "Guardian" eine Präsentation aus dem Jahr 2008 zum Programm "XKeyscore".

Geheimdienstmitarbeiter können demnach in "enormen Datenbanken" der NSA nach Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Schlagworten suchen. Für die einzelnen Anfragen bräuchten sie keine gesonderte Zustimmung eines Richters oder eines anderen NSA-Mitarbeiters.

Auch die Beobachtung der Internetaktivität Einzelner in Echtzeit sei mit "XKeyscore" möglich. NSA-Mitarbeiter hätten somit Zugriff auf die E-Mails von Nutzern, ihre Suchen im Internet, ihre Einträge in sozialen Netzwerken und praktisch alle sonstigen Tätigkeiten im Netz.

Pikante Details geschwärzt

Die Präsentation stammt wie vorige Veröffentlichungen aus dem Bestand von Snowden. Diesmal stellte der "Guardian" allerdings den kompletten Schriftsatz ins Netz. Einige Seiten wurden geschwärzt, weil sie Details zu konkreten Geheimdiensteinsätzen enthielten, die man nicht gefährden wolle.
Einer weiteren Präsentation zufolge könne der US-Geheimdienst auf "fast alles, das ein typischer Nutzer im Internet tut" zugreifen.

Regierung veröffentlicht selbst Dokumente

Derweil hat die amerikanische Regierung selbst drei vertrauliche Dokumente über die NSA-Spähprogramme öffentlich gemacht. Die freigegebenen Unterlagen enthalten Details über die Sammlung von Telefondaten von Millionen US-Bürgern.

Die Veröffentlichung wird von Beobachtern als Versuch gewertet, innenpolitisch Klarheit in NSA-Fragen zu schaffen und damit dem wachsenden Widerstand im US-Kongress und in der Bevölkerung gegen Überwachung etwas entgegenzusetzen. Wirklich Neues wurde allerdings nicht zu Tage gefördert.

Es handelt sich um Berichte aus den Jahren 2009 und 2011, außerdem den Beschluss eines Geheimgerichts vom vergangenen April, der vorgibt, nach welchen Regeln die Daten gespeichert und Ermittlern zugänglich gemacht werden sollen. Zeitgleich mit der Veröffentlichung im Internet befasste sich der Rechtsausschuss des US-Senats mit den Papieren.

Ausschuss spricht von Programmende

Die von der NSA gesammelten Daten enthielten keine Namen, keinen Ort und nicht den Inhalt der Gespräche, versicherte der stellvertretende Justizminister James Cole vor dem Ausschuss. "Wir müssen sorgfältig prüfen, ob wir mit diesen Gesetzen zu weit gegangen sind", sagte dessen Vorsitzender, Patrick Leahy. Unter Umständen müsse das Programm ganz beendet werden.

Der wegen Geheimnisverrats in den USA angeklagte Snowden befindet sich nach wie vor auf der Flucht und sitzt im Transitbereich des Moskauer Flughafens fest. Sein Vater riet ihm aus Sicherheitsgründen zum weiteren Aufenthalt in Russland. In einem Video-Interview mit der "Washington Post" bezweifelte er, dass seinem Sohn in den USA ein fairer Prozess gemacht würde.
Quelle: AFP, dpa


Kommentar

Eines vorab:
wenn ich auch nur ein klein wenig im weltpolitischen Geschäft tätig wäre, ich käme mir sowas von vorgeführt durch die eigenen "Freunde" vor, die hättem bei mir ausgesch... bis in die Steinzeit und zurück.

Was aber machen die, denen mal so ganz nebenbei ihre Grenzen sehr deutlich gezeigt wurden?

Sie machen nichts.

Von wegen mächtigste Frau der Welt! Die mächtigste Frau der Welt ist machtlos!

Das ist die Realität, alles Andere nur Schein und Fassade

Anstatt auf den Tisch zu hauen, freut sie sich darüber, dass sie von den USA ausspioniert wurde und nicht von Russland oder China!
Unter Kanzler oder Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland habe ich mir mehr vorgestellt als mit Wattebäuschchen in die falsche Richtung zu werfen.

Ich kann mich erinnern, dass das auch schon mal ganz ohne Arschkriecherei gegenüber den Amis ging.


Vielleicht ist ihre Hilflosigkeit sogar echt, da das Internet für sie, und besonders für die "ganz klugen" Leute in ihrem direkten Umfeld, #Neuland ist.

Es mag ja alles sein, was t-online berichtet.
Aber spätestens wo berichtet wird, dass die Regierung selbst "drei vertrauliche Dokumente über die NSA-Spähprogramme öffentlich gemacht" hat, beginnt die Verarschung.

Glaubt denn tatsächlich noch einer, die amerikanische Regierung hätte mehr zu bestimmen als z.B. die deutsche Regierung?
Glaubt denn einer, der amerikanische Präsident habe was zu sagen?

Dass gerade in den USA das Leben eines Präsidenten eine sehr geringe Halbwertszeit hat wenn er Dinge entscheidet, die seinen Auftraggebern nicht gefallen, sollte doch mittlerweile jeder wissen.

Wenn Obama was zu sagen hätte, müsste es doch ein Leichtes für ihn sein, seine Wahlversprechen endlich einzulösen. Kann er aber nicht! Was macht der Friedensnobelpreisträger stattdessen?

Unter dem Applaus und neidischen Blicken der deutschen Regierungsdarsteller lässt er souveräne Länder mit Drohnen angreifen.
Ohne Beweise, ohne jedes Gerichtsurteil lässt er Menschen töten, quasi auf Zuruf seines Geheimdienstes.

Ist das die neue Weltordnung nach amerikanischer Vorstellung?
Sieht so amerikanische "Demokratie" aus, die weltweit eingeführt werden soll?

Soll dieses total überschuldete Land mit seinen geld- und machtgeilen, alten Säcken, die aus Angst um ihr Privatvermögen lügen und betrügen, sogar Menschen, die ihnen nicht gefallen, ferngesteuert umbringen lassen, als Vorbild für eine neue Welt dienen?

Sollen solche Subjekte, die Menschen nur noch als "Weichziel", "Human Recources",Verbraucher und Konsument sehen, über die Zukunft unserer Kinder entscheiden?

Na dann viel Spass!