Montag, 10. Oktober 2022

Presseclub - 09.10.2022 - Krieg, Flucht, Vertreibung: Wiederholt sich 2015?

Presseclub - 09.10.2022 - Krieg, Flucht, Vertreibung: Wiederholt sich 2015?
So. 09. Oktober 2022, 12.03 - 13.00 Uhr

Krieg, Flucht, Vertreibung: Wiederholt sich 2015?


Die Gäste von links
Ulrich Reitz, Chefkorrespondent, Focus online
Ulrich Ladurner, Europakorrespondent, Die Zeit
Manuel Bewarder, Reporter, Investigativressorts von WDR/NDR
Ann-Katrin Müller, Leiterin der Wirtschaftsredaktion, Rheinische Post

Moderation
Ferdos Forudastan
Ferdos Forudastan ist Leiterin des WDR Europaforum.
Sie ist zudem Geschäftsführerin der CIVIS Medienstiftung.
Bilder: Screenshots. Text: ARD

Die Kommunen schlagen Alarm. Etwa eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine suchen hier Schutz vor Putins Angriffskrieg. Gleichzeitig bitten wieder mehr Menschen aus dem Irak, Syrien und Afghanistan um Asyl. Die Erstaufnahmeeinrichtungen sind fast voll belegt, die Aufnahmekapazitäten am Limit. Wie ernst ist die Lage? Droht uns ein “historischer Fluchtwinter”, wie Migrationsforscher Gerald Knaus prognostiziert?

Die Situation hat sich verschärft

Schon im September schrieben der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund einen Brandbrief an Kanzler Olaf Scholz: Ohne mehr Geld könnten sie die Situation nicht bewältigen. Die Probleme sollen nächste Woche auf einem Flüchtlingsgipfel besprochen werden. Zunächst verlief die Aufnahme der Ukraineflüchtlinge vollkommen geräuschlos, auch dank der großen privaten Hilfsbereitschaft. Inzwischen hat sich die Situation vor Ort verschärft. Das liegt daran, dass die Schlepper auf der Balkanroute wieder aktiv sind. Und auch über die Türkei wagen mehr Menschen die lebensgefährliche Fahrt übers Mittelmeer. Gerade sind 20 Flüchtlinge ertrunken. Die Zahl der Asylanträge ist zuletzt deutlich gestiegen – ein vorübergehender Höchststand oder der Anfang einer neuen Flüchtlingsbewegung?

Wie gut sind Deutschland und Europa darauf vorbereitet?

Anders als 2015 kommen jetzt mehrere Dinge zusammen: Zum einen muss Europa die vielen Ukrainer unterbringen, die vor dem russischen Angriffskrieg geflohen sind. Zum anderen verschlechtert sich die Lage in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, was den Migrationsdruck erhöht. Unglücklicherweise müssen Deutschland und Europa gleichzeitig auch die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges stemmen. Wie lange hält die Solidarität der Bevölkerung mit den Geflüchteten? Schon jetzt versucht die AfD daraus Kapital zu schlagen. Und auch in Europa machen die Rechtspopulisten mobil. Was können die demokratischen Parteien dem entgegensetzen?

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» der Kommentar des Blogschreibers «

Ich konnte es kaum fassen. Eine interessante Diskussion, die Tante vom Spiegel vergessen, aber von den Anderen wurde die Realität angesprochen und es gab gegensätzliche Meinungen. Achten sie darauf, was Herr Reitz sagt.
Wer die Sendung nicht gesehen hat, sollte sie sich auf jeden Fall ansehen, unterhalb der Kommentare ist das Video.

819 Kommentare, 742 Antworten = 1561 Beiträge, davon 18 gesperrt

Kommentar 62:
Norbert schreibt am 09.10.2022, 09:51 Uhr:
Wer hilft, wenn in Deutschland die Regale leer sind - wer hilft? Etwa Selenskyjs Ukraine, Frankreich, Italien, Polen, Bulgarien, Rumänien oder Griechenland?
    Antwort von
    Björn H , geschrieben am 09.10.2022, 09:59 Uhr:
    Ja das ist eine gute Frage? Und dank dieser Regierung können wir es ja bald herausfinden!!!!

Kommentar 80:
Dieter Alfred Robert schreibt am 09.10.2022, 10:00 Uhr:
Es fehlt der Untertitel bzw. die Frage: Wie lange können wir das noch bezahlen? Wie lange will die Politik die ungebremste "Asylzuwanderung" denn noch zulassen?
Kommentar 549:
Sebastian L. schreibt am 09.10.2022, 12:50 Uhr:
Wie kann es eigentlich sein, dass das gesprochene Wort im Mund herumgedreht wird und sich erst einmal über die Deutung klarer Aussagen gestritten wird? So sollten Diskussionen nicht geführt werden. Etwas absichtlich falsch verstehen wollen und absichtlich negativ Auslegen entbehrt jeglicher Art einer guten Gesprächsführung: diesem rhetorischen Kniff um Gesprächspartner mundtot zu machen wurde zum Glück ein Riegel vorgeschoben. Leider nicht durch die Moderatorin der Sendung. Dies ist eine Beschreibung meiner subjektiv wahrgenommen Beobachtung.
    Antwort von
    Rolf Greven , geschrieben am 09.10.2022, 13:16 Uhr:
    Das haben Sie nicht alleine so wahrgenommen. Die Frau vom SPIEGEL bedient sich einer recht neuen Argumentationsweise. Nicht das, was der andere sagt, ist entscheidend, sondern wie man die Aussage interpretiert. So lässt sich alles bewusst falsch verstehen, um andere Meinungen schnell denunzieren zu können. Eine geradezu perfide Diskussionstechnik, die ausschließlich auf die Bekämpfung anderer Meinungen aus ist.

Kommentar 557:
Nora Dunker schreibt am 09.10.2022, 12:51 Uhr:
Weshalb immer nur nach Deutschland? Auch in Portugal, Spanien Polen und im B altikum ist es schön.
    Antwort von
    A.M. , geschrieben am 09.10.2022, 13:06 Uhr:
    Richtig auch die USA ist schön und hat viel Platz.
    Antwort von
    Ingrid , geschrieben am 09.10.2022, 13:10 Uhr:
    Aber in Deutschland gibt es am meisten Geld und man braucht nicht mal mehr arbeiten, ab Januar wird es ganz super für all die nichts tun. 2600 € bekommt dann eine vierköpfige Familie plus Miete und Heizkosten.

Kommentar 563:
Mira Mueller schreibt am 09.10.2022, 12:52 Uhr:
Was für eine schlimme Moderatorin. Ergänzt sich prima mit der Spiegel-Propagandistin. Diese Namen merke ich mir. Als Beispiele für linksextreme Indoktrination der Bevölkerung.
Kommentar 566:
Maik Gotzes schreibt am 09.10.2022, 12:52 Uhr:
Die Dame vom SPIEGEL wie sie leibt und lebt: „Wir haben Platz für weitere Millionen Ukrainer Niemand ist illegal Geld ist im Überfluss vorhanden." Rudolf Augstein würde sich im Grabe umdrehen !
Kommentar 185:
Frank Schmitz schreibt am 09.10.2022, 11:02 Uhr:
Die Bedürftigen von 2022 kommen jetzt mit SUV. Das geht schneller. Wer hier 40 Jahre gearbeitet hat und nicht mal seine Rechnungen bezahlen kann reibt sich verwundert die Augen.
    Antwort von
    Heinz Becker geschrieben am 09.10.2022, 12:02 Uhr:
    Frank Schmitz, SUV ja, aber auch mit Ferrari und Mercedes S-Klasse. Ob Herr Gauck auch die Fahrer der Autos mit UA auf dem Kennzeichen meint, für die wir frieren sollen?

Kommentar 900:
Peter T. schreibt am 09.10.2022, 17:16 Uhr:
Wieso ist das alles überhaupt möglich ? Weil Millionen Menschen in ihrer Dauerrödelei den Kopf in den Sand stecken und so gar keinen Zugang mehr zur Realität haben.
    Antwort von
    Heinz Becker, geschrieben am, 09.10.2022, 17:39 Uhr:
    Zuviele der ehemals "mündigen Bürger" nehmen "Betreutes Denken" in Anspruch weil es so bequem ist. Das Interesse der meisten reicht von Fussball über Bier, "Bauer sucht Frau" bis "Dschungelcamp", viel mehr nicht. Das sind die gleichen Leute, die sagen wenn man sie warnt: "Betrifft mich doch nicht, habe ich nichts mit zu tun". Wenn es sie dann doch plötzlich betrifft kommt der Vorwurf: "Du hast es doch gewusst, warum hast du denn nichts gesagt?"

Kommentar 894:
Franzi schreibt am 09.10.2022, 16:59 Uhr:
Fazit ist, Deutschland geht es im Vergleich recht gut. In jeder Krise, auch in jeder Flüchtlingswelle, liegt ja eine Chance, und die gegenwärtige Regierung scheint durchaus gut gewappnet zu sein, fast so gut wie die Große Koalition. Seien wir also optimistisch zuversichtlich.
    Antwort von
    Heinz Becker, geschrieben am 09.10.2022, 17:48 Uhr:
    Worin lag denn die Chance der Flüchtlingswelle 2015/2016 für die, die hier schon länger wohnen und alles bezahlen? Ich habe bisher nichts von einer Chance gesehen.

Kommentar 891:
Neumann schreibt am 09.10.2022, 16:53 Uhr:
Also, wir würden es zumindest begrüßen, würde die Tischdiskussion auf eine Stunde verlängert. Die Anrufrunde verlangsamt den Argumenteaustausch und diese Telefonrunde braucht es nicht unbedingt.
    Antwort von
    Klaus Winkler, geschrieben am 09.10.2022, 17:35 Uhr:
    Nein diese Mainstream-Einheitsrunden braucht es schon lange nicht mehr!
    Antwort von
    Heinz Becker, geschrieben am 09.10.2022, 17:55 Uhr:
    Klaus Winkler, obiger Kommentar zieht sich schon seit der Ära Merkel unverändert durchs Gästebuch. Viel mehr kommt aber auch nicht.





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