Sonntag, 6. Mai 2018

Karl Marx 200. Geburtstag


Thema: Karl Marx



Karl Marx
Karl Marx wurde vor 200 Jahren am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Karl Marx war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der Religion. Er war einer der bedeutendsten Denker und Philosophen des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit Friedrich Engels wurde er zum einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus. Bis heute werden seine Theorien kontrovers diskutiert.

"Die Philosophen haben die Welt nur interpretiert.
Es geht darum sie zu verändern."

Marx und Engels entwickelten die Theorie des Sozialismus und Kommunismus. Er selbst sieht seine Philosophien als „Historischen Materialismus“. Um die Bedingungen für eine kommunistische Bewegung zu erfassen, aber auch, um die bestehenden Verhältnisse adäquat kritisieren und damit bekämpfen zu können, bemühte sich Marx zeit seines Lebens um eine grundlegende ökonomische Analyse der kapitalistischen Gesellschaft.

Zentraler Punkt dieser Analyse ist die Kritik der politischen Ökonomie. Diese beinhaltet einerseits die Analyse der Warenform, des Werts, des Kapitals und der kapitalistischen Produktions- und Distributionsverhältnisse, in welche die Produktion des gesellschaftlichen Reichtums in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft eingebettet ist.

Marx vertritt die Ansicht, dass alle Ideen, Vorstellungen und Gedanken aus einer gesellschaftlichen Realität und den dort herrschenden Machtverhältnissen kommen und diese resultieren letztendlich aus den jeweils historisch-geographischen Produktionsverhältnissen und materiellen Gegebenheiten.

Gemeinsam bündelten Marx und Engels ihre Ansichten 1848 in ihrem "Kommunistischen Manifest". Ganz genau: "Proletarier aller Länder vereinigt Euch."

Ziel des Marxismus ist es, alte Ideologien und Machtstrukturen aufzubrechen und den Menschen zu emanzipieren. Marx vertritt die Ansicht, dass alle Ideen, Vorstellungen und Gedanken aus einer gesellschaftlichen Realität und den dort herrschenden Machtverhältnissen kommen und diese resultieren letztendlich aus den jeweils historisch-geographischen Produktionsverhältnissen und materiellen Gegebenheiten.

Marx und Engels prägten maßgeblich den Begriff der „kapitalistischen Produktionsweise“ bzw. des Kapitalismus, der am systematischsten in Marx’ Hauptwerk Das Kapital dargestellt wurde.

Unter Kapitalismus verstehen sie eine Wirtschaftsordnung, die sich durch Privateigentum an Produktionsmitteln, durch Produktion für einen den Preis bestimmenden Markt, beständiger Profitmaximierung und den Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital auszeichnet. Nach Marx verändert sich im Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus zwar die gesellschaftliche Produktionsweise bedeutend, jedoch behält sie ihren Klassencharakter bei. Marx beschreibt die kapitalistische Gesellschaft als Gesellschaft des Elends, der Ausbeutung und der Entfremdung.

Aufbauend auf den Theorien der Vertreter der Klassischen Nationalökonomie, allen voran Adam Smith und David Ricardo, interpretiert Marx die Arbeitswerttheorie neu und formuliert sie um zu seiner Arbeitswertlehre, mit deren Hilfe er die Ausbeutung des Proletariats durch das Kapital zu beschreiben versucht.

Um die Bedingungen für eine kommunistische Bewegung zu erfassen, aber auch, um die bestehenden Verhältnisse adäquat kritisieren und damit bekämpfen zu können, bemühte sich Marx zeit seines Lebens um eine grundlegende ökonomische Analyse der kapitalistischen Gesellschaft.

Der "Marxismus" hat als politische Strömung die Gesellschaften des 19. und 20. Jahrhunderts stark beeinflusst. Sozialdemokratische und sozialistische Parteien haben Teile der Lehre in die Parteiprogramme übernommen.

Über die Jahre wurde der Marxismus allerdings auch verdreht, missverstanden und missbraucht. Die Russische Revolution, Chinas langer Marsch und der Weltkommunismus stehen nicht bei Marx.

Karl Marx starb am 14. März 1883 in London.

Literatur:

Marx. Der Unvollendete
Marx. Der Unvollendete
von Jürgen Neffe

Karl Marx
Karl Marx
von Wilfried Nippel

Karl Marx: Philosoph und Revolutionär – Eine Biographie
Karl Marx: Philosoph und Revolutionär – Eine Biographie
von Rolf Hosfeld

Weblinks:
Karl Marx-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.deKarl Marx-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de

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1 Kommentar :

  1. Wenn über Karl Marx gesprochen wird, bleibt bei mir ein seltsames Erscheinungsbild haften. Ich denke, dass auch die Will Sendung keinesfalls eine faire Beurteilung von Karl Marx darstellen wird.
    Ich habe mal interessehalber das Forum gelesen.
    Es gibt doch kaum Foristen, bei denen man annehmen kann, dass sie Marx tatsächlich studiert haben. Eine Diskussion im philosophischen Sinne bietet das Forum nicht. Mir tut der von mir hochgeschätzte Forist Paulus schon leid, denn er hat Marx verinnerlicht und begründet wissenschaftlich exakt die Persönlichkeit Marx.
    Ich persönlich habe mich mit Marx, Hegel, Feuerbach, später dann mit Lassalle intensiv beschäftigt und habe bei allen Persönlichkeiten einprägsame Erkenntnisse gefunden, die meine gesellschaftliche und politische Entwicklung bis heute beeinflussten. Ein alter Studienfreund pflegte immer zu sagen, jeder muss seinem Marx für sich entdecken. Ich denke schon keine schlechte Erkenntnis, auch im Hinblick der Teilung Deutschlands, dabei meine ich vor allen das Pflichtfach Marxismus-Leninismus in der DDR, wo Marx verfälschend interpretiert worden ist.
    Zurück zum Forum bei Will. Mit jeder Sendung verflacht das Forum immer mehr.
    Aber verehrte Frau Franzi in der Rubrik „Kissenoma“, warum soll man sich über solche Forentrottel, wie MLM, überhaupt noch ärgern. Normalerweise müsste die Redaktion doch wissen, dass S. Wagenknecht niemals rassistische Äußerungen von sich gegeben hat und dürfte nicht veröffentlichen. Für mich hat sich das Forum nach meinem letzten gescheiterten Versuch dort zu kommentieren endgültig erledigt.
    Diesmal schoss für mich aber Westcoast den Vogel ab, als er Marx mit Hitler verglich. „Kommunistenhass“, vernebelt die Sinne.
    Hans W.

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