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Donnerstag, 10. Mai 2018

Wie aktuell sind Marx Ideen heute?

Thema: Karl Marx

Karl Marx - Zeichnung von Wladimir Dworan
Was steht noch einmal in der Eingangshalle der Humboldt-Universität zu Berlin (Ost):

"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt drauf an, sie zu verändern."

Marx Thesen haben sehr gute Ansätze, sind jedoch leider von den falschen Mächten mißinterpretiert und mißbraucht worden.

Leider sind die Schriften von Karl Marx dadurch im Giftschrank gelandet, anstatt auf den guten Ansätzen aufzubauen und vor allem weiter zu denken.

Marx hat in seiner brillianten Analyse von Machtverhältnissen und steuernden Interessen bis heute recht. Er hat die technologische Entwicklung unterschätzt, aber auch, dass der Sozialstaat, den die Arbeiterbewegung durchgesetzt hat, viele Konflikte abmildert.

Nicht der Kapitalismus hat den Wohlstand zu den Arbeitern gebracht sondern die soziale Marktwirtschaft in Verbund mit starken Gewerkschaften.

Der Kapitalismus setzt weiterhin auf Gewinnmaximierung und nicht Gewinnoptimierung. Da sind Arbeiter nur zum Zwecke des Konsums und damit einer weiteren Gewinnmaximierung gut entlohnt.

Solange die Belegschaften nicht gerecht an der Gewinnausschüttung, den Gewinn haben sie ja selbst hart erarbeitet, beteiligt ist Marx hochaktuell.

Bei einer industriellen Produktionsweise braucht es immer Kapital. Daher geht es um die Frage des Eigentums an Produktionsmitteln und das Recht der Verfügung. Ganz entscheidend ist aber, eine Akkumulation in dem Maße zu verhindern, dass sie demokratiegefährdend wird. An der Stelle sind wir aber heute.

Eingestellt von Blogger nachm. unter:
Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog mit aktuellen Themen
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Anne Will - 6.5.2018 - 200 Jahre Karl Marx – eine Zensurorgie im Gästebuch


Sendung am 6. Mai 2018 | 21:45 Uhr
200 Jahre Karl Marx – wie sozial ist der Kapitalismus heute?

Fotos: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Georg Kofler
    Unternehmer und Investor
  • Olaf Scholz (SPD))
    Bundesminister der Finanzen
  • Reinhard Kardinal Marx
    Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  • Sahra Wagenknecht (Die Linke)
    Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Am 5. Mai wäre Karl Marx 200 Jahre alt geworden. Sind seine Thesen und Voraussagen angesichts wachsender Ungleichheit in der Gesellschaft heute aktueller denn je? Ist der Kapitalismus trotz sozialer Marktwirtschaft an seine Grenzen gestoßen? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen

Cicero.de
TV-Kritik „Anne Will“:
„Viel Marx um nix“
Was ist von 200 Jahren Karl Marx geblieben? Diese Frage versuchte die Gesprächsrunde bei „Anne Will“ zu klären. Doch allzu schnell verloren sich die Gäste im tagesaktuellen Klein-Klein. Große Erkenntnisse über den streitbaren Philosophen gab es an diesem Abend nicht

Focus-online.de
TV-Kritik: Anne Will
Wagenknecht: „Man muss sich nicht wundern, dass die Menschen nicht mehr an Demokratie glauben!“
200 Jahre Karl Marx – und die Fragen bei „Anne Will“: Wie gerecht geht es heute in Deutschland zu? Ist der Kapitalismus noch zeitgemäß? Und auch das: Warum will kein Unternehmen mehr ältere Menschen einstellen?

Münchner Merkur
Heikle Frage an Scholz
„Menschen glauben nicht mehr an Demokratie“ - So hart rechnet Wagenknecht bei „Will“ ab
Eigentlich hatte Anne Will einen Karl-Marx-Talk geplant. Doch stattdessen kassiert SPD-Minister Olaf Scholz eine harsche Abrechnung von Sahra Wagenknecht.

Kommentare
Seite 8
Marie Luise Müller schrieb am 04.05.2018 20:22 Uhr:
Mir geht es ebenso wie Ihnen, @Herr Westcoast. Bleibt echt abzuwarten, wann Wagenknecht bei „Proletarier aller Länder vereinigt Euch. Wir, Lafo und ich und das Weltproletariat sind links.“ angekommen sein wird.
Wie umstritten die Positionen der Wagenknecht und ihr Gefolge sind, zeigen die Grabenkämpfe in der Linkspartei. Ich bin der festen Überzeugung, würde Marx mitbekommen, wie Lafontaine und Wagenknecht die Linkspartei für ihre rassistischen Machenschaften benutzen, der würde sich im Grabe umdrehen.
....Link von der Moderation entfernt....
Wenn aus philosophischen Erkenntnissen Ideologie gezimmert wird, kommt immer Müll heraus. Und Müll sollte man entsorgen. ;)) MLM

    franzi schrieb am 05.05.2018 10:56 Uhr: - - - ZENSUR - - -
    Wäre schön, wenn man bei Behauptungen (rassistische Machenschaften) diese auch beweisen würde. Ganz davon abgesehen, dass dieser Schreibstil jeglichen Respekt vor politisch Andersdenkenden vermissen lässt und der Inhalt keinerlei sachlichen Bezug zum Thema hat.
    "Wenn aus philosophischen Erkenntnissen Ideologie gezimmert wird, kommt immer Müll heraus."
    Wie erklärt sich dann aus dieser Erkenntnis Ihre SED-Mitgliedschaft?

Seite 21
mam schrieb am 05.05.2018 21:20 Uhr:
Links bedient Links.
Ein anderes Thema ist den linksgruenen Journalisten wohl nicht eingefallen

    Gerd 49 schrieb am 05.05.2018 um 22:35 Uhr - - - ZENSUR - - -
    Wäre ein brennend aktuelles Thema gewählt worden, z.B. warum die Regierung das Untersuchungsergebnis des Skripalfalles vor den Abgeordneten geheim hält oder die Geschehnisse von Ellwangen, dann hätte es wohl eine Zensurorgie im Gästebuch gegeben, damit es einigermasse regierungskonform bleibt. Nur mit den Beiträgen der drei "Moderationsfavoriten" alleine, wäre es auch nicht gerade der Knaller.

Und wie zur Bestätigung schreibt das Paradebeispiel für Scheinheiligkeit, die ehemalige SED-Parteigenossin, Kissenoma und Forentrottel auf Seite 85?

Marie Luise Müller schrieb am 07.05.2018 14:40 Uhr:
Toll, da wird jemand gefeiert, weil er etwas benennt, was nun wirklich nicht zu übersehen ist: die Armut innerhalb unserer Gesellschaft. Ja, Emma, da kann man neidisch werden, für ein derart leichtes Geschäft soviel Geld monatlich nach Hause karren zu dürfen.

Diese Person der Linken hat es nicht vollbracht (gefühlt seit wann?), sich an die Spitze einer Protestbewegung zu stellen, Strukturen des Protestes aufzubauen. Genauso, wie es diese Person der sogenannten Linken es schafft, anderen Themen des Alltags aus dem Weg zu gehen. Wie Abbas und die Palästinenser, die Lieblinge der deutschen Linken, wie Syrien, Assad, Putin und die Giftbomben und ganz tagesaktuell Marx, der Antisemit und Rassist.

Wie weit die Linke noch in der Vergangenheit steckengeblieben ist, lässt sie von ihren Zweit- und Drittbänkern zeigen mit „Liedern und Texten der Befreiung“ –Egon Krenz traf Dieter Dehm. Wenn der Oberossi Krenz und der übrig gebliebene 68er Dehm von Befreiung sprechen, dann beschleicht mich die Angst. Wovon soll ich, der Normaldeutsche, jetzt schon wieder befreit werden?

Was sind wir für eine Gesellschaft, die die feiert, die Missstände benennt aber nicht einmal den kleinen Finger rührt, dass die Verantwortlichen gezwungen werden, diese Zustände zu beseitigen. Igitt, eine feine scheinheilige Gesellschaft. MLM

    Gerd 49 schrieb am 07.05.2018 um 17:35 Uhr - - - ZENSUR - - -
    Danke werte Moderatoren dass Ihr sowas freischaltet. Das Paradebeispiel für Scheinheiligkeit, die ehemalige SED-Genossin, bestätigt hiermit ihre Ernennung zum Forentrottel mit Bravour.

... und schiebt dann noch zwei putzige Beiträge hinterher

Marie Luise Müller schrieb am 07.05.2018 19:00 Uhr:
@fritz 30
„Zum "Wir" in der Gesellschaft? Zählen Sie sich nicht dazu?“ Ganz entschieden NEIN, ich zähle nicht zu Deiner Gesellschaft, einer Gesellschaft von Scheinheiligen.
„Nennen Sie doch bitte konkret diejenigen in der feinen Gesellschaft, die mehr als den kleinen Finger zu Rühren in der Lage sind oder waren, Verantwortliche zu zwingen, diese Zustände effektiv zu beseitigen.“ Da bin ich mal ganz konkret und nenne meine Person, die mehr als einen Finger rührt und sogar Veränderungen erreicht bzw. erreichte. Einfach sich kümmern und nicht nur labern.

Marie Luise Müller schrieb am 07.05.2018 18:43 Uhr:
@R. Kroiß
Gut, dass Du es benennst, es ist wirklich igitt. Nicht einmal der schon lange tote Karl Marx eignete sich andere Namen an. Er war ehrlich genug, nur unter seinen Namen zu schreiben. Du hast ja kein Problem damit, wenn sich andere die Namen anderer aneignen. Es ist für Dich sogar legitim, wie ich gelesen habe. Igittigitt!

Marie schrieb am 07.05.2018 19:07 Uhr:
Frau Müller, irgendwie verwechseln sie da etwas.
Glauben sie wirklich, dass Foristen aus dem Will Forum nicht Suchmaschinen benutzen können und Hintergründe erfahren, die unfassbar sind.

Klaus Winkler schrieb am 07.05.2018 20:30 Uhr:
"Bedenke aber - wie schnell wird man zur tragischen Figur"
Wie wahr!

    Gerd 49 schrieb am 07.05.2018 um 22:01 Uhr - - - ZENSUR - - -
    @Klaus Winkler,
    ist Forentrottel eine ausreichend tragische Figur?

Antwort an Melanie HH auf Seite 87
Klaus Winkler schrieb am 07.05.2018 22:04 Uhr:
" - der mit Hand und Fuß die Wahrheit ausgesprochen hat."
Wie geht das denn. Das ist ja wie im Panoptikum.
Im übrigen herzlichen Glückwunsch, daß es Ihnen so gut geht!

    Gerd 49 schrieb am 08.05.2018 um 07:35 Uhr - - - ZENSUR - - -
    Die Rolle ist nun mal als putzig, naives Dummchen angelegt, und die spielt sie doch überzeugend, oder?

Westcoast schrieb am 08.05.2018 12:28 Uhr:
@ franzi
Danke für die Ergänzung, dass die Linkspartei schon Einkommen oberhalb von 260.533 Euro mit 60% besteuern will. Ich hatte bei meiner Antwort an Catarina Ehlers und der daran enthalten Beispielrechnung ja sogar noch großzügig unterstellt, dass die erste Million „nur“ mit 50% besteuert werden soll. So wird die Rechnung ja noch sehr viel ungünstiger.

    Fritz Bauer schrieb am 08.05.2018 16:08 Uhr: - - - ZENSUR - - -
    Oh Gott Herr Westcoast, mehr haben Sie zu @franzis Beitrag nicht zu schreiben. Ziemlich dürftig. Es ist schon interessant, wie sehr Ihnen das Einkommen "armer" reicher Leute am Herzen liegt. Sie brauchen doch keine Angst zu haben. Die 10%-Linken haben doch nie eine Chance, ihre Vorstellungen zu realisieren. Es ist aber auch abstrus und typisch linker Populismus, für höhere Renten, höheren Mindestlohn, mehr Kindergeld, mehr Hartz4 usw. sehr gut Verdienenden die Steuern zu erhöhen. Wo leben wir eigentlich und zu welchen gehören Sie eigentlich? Zu den 75%-igern oder den 60%-igern? Muss ganz gut bezahlt werden: Dauerschreiber im Anne Will-Blog.

Sonntag, 6. Mai 2018

Karl Marx 200. Geburtstag


Thema: Karl Marx



Karl Marx
Karl Marx wurde vor 200 Jahren am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Karl Marx war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der Religion. Er war einer der bedeutendsten Denker und Philosophen des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit Friedrich Engels wurde er zum einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus. Bis heute werden seine Theorien kontrovers diskutiert.

"Die Philosophen haben die Welt nur interpretiert.
Es geht darum sie zu verändern."

Marx und Engels entwickelten die Theorie des Sozialismus und Kommunismus. Er selbst sieht seine Philosophien als „Historischen Materialismus“. Um die Bedingungen für eine kommunistische Bewegung zu erfassen, aber auch, um die bestehenden Verhältnisse adäquat kritisieren und damit bekämpfen zu können, bemühte sich Marx zeit seines Lebens um eine grundlegende ökonomische Analyse der kapitalistischen Gesellschaft.

Zentraler Punkt dieser Analyse ist die Kritik der politischen Ökonomie. Diese beinhaltet einerseits die Analyse der Warenform, des Werts, des Kapitals und der kapitalistischen Produktions- und Distributionsverhältnisse, in welche die Produktion des gesellschaftlichen Reichtums in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft eingebettet ist.

Marx vertritt die Ansicht, dass alle Ideen, Vorstellungen und Gedanken aus einer gesellschaftlichen Realität und den dort herrschenden Machtverhältnissen kommen und diese resultieren letztendlich aus den jeweils historisch-geographischen Produktionsverhältnissen und materiellen Gegebenheiten.

Gemeinsam bündelten Marx und Engels ihre Ansichten 1848 in ihrem "Kommunistischen Manifest". Ganz genau: "Proletarier aller Länder vereinigt Euch."

Ziel des Marxismus ist es, alte Ideologien und Machtstrukturen aufzubrechen und den Menschen zu emanzipieren. Marx vertritt die Ansicht, dass alle Ideen, Vorstellungen und Gedanken aus einer gesellschaftlichen Realität und den dort herrschenden Machtverhältnissen kommen und diese resultieren letztendlich aus den jeweils historisch-geographischen Produktionsverhältnissen und materiellen Gegebenheiten.

Marx und Engels prägten maßgeblich den Begriff der „kapitalistischen Produktionsweise“ bzw. des Kapitalismus, der am systematischsten in Marx’ Hauptwerk Das Kapital dargestellt wurde.

Unter Kapitalismus verstehen sie eine Wirtschaftsordnung, die sich durch Privateigentum an Produktionsmitteln, durch Produktion für einen den Preis bestimmenden Markt, beständiger Profitmaximierung und den Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital auszeichnet. Nach Marx verändert sich im Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus zwar die gesellschaftliche Produktionsweise bedeutend, jedoch behält sie ihren Klassencharakter bei. Marx beschreibt die kapitalistische Gesellschaft als Gesellschaft des Elends, der Ausbeutung und der Entfremdung.

Aufbauend auf den Theorien der Vertreter der Klassischen Nationalökonomie, allen voran Adam Smith und David Ricardo, interpretiert Marx die Arbeitswerttheorie neu und formuliert sie um zu seiner Arbeitswertlehre, mit deren Hilfe er die Ausbeutung des Proletariats durch das Kapital zu beschreiben versucht.

Um die Bedingungen für eine kommunistische Bewegung zu erfassen, aber auch, um die bestehenden Verhältnisse adäquat kritisieren und damit bekämpfen zu können, bemühte sich Marx zeit seines Lebens um eine grundlegende ökonomische Analyse der kapitalistischen Gesellschaft.

Der "Marxismus" hat als politische Strömung die Gesellschaften des 19. und 20. Jahrhunderts stark beeinflusst. Sozialdemokratische und sozialistische Parteien haben Teile der Lehre in die Parteiprogramme übernommen.

Über die Jahre wurde der Marxismus allerdings auch verdreht, missverstanden und missbraucht. Die Russische Revolution, Chinas langer Marsch und der Weltkommunismus stehen nicht bei Marx.

Karl Marx starb am 14. März 1883 in London.

Literatur:

Marx. Der Unvollendete
Marx. Der Unvollendete
von Jürgen Neffe

Karl Marx
Karl Marx
von Wilfried Nippel

Karl Marx: Philosoph und Revolutionär – Eine Biographie
Karl Marx: Philosoph und Revolutionär – Eine Biographie
von Rolf Hosfeld

Weblinks:
Karl Marx-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.deKarl Marx-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de

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