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Samstag, 6. Mai 2023

Die vereitelte Panzerlieferung - Rubikon

Die vereitelte Panzerlieferung https://www.rubikon.news/artikel/das-verbrechen-an-den-schwachsten

Achtung Satire!

Die vereitelte Panzerlieferung

Wenn alle angeblich so besorgt um das Klima sind, warum wird dann umweltschädliches Kriegsgerät geliefert? — Aktivisten blieben jetzt auch gegen den Leopard 2 kleben.

von Nicolas Riedl

Deutschland bewilligte die Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine. Doch deren Ausfuhr wurde kurzfristig durch die Klimakleber der Letzten Generation verhindert — mit dem Argument, das Kriegsgerät sei zu klimaschädlich. Kurz vor Polen kamen die Leoparden zum Stehen. Die Klimakleber hatten die Strecke Richtung Warschau wenige Kilometer vor der Oder blockiert. Seither geht es für den Güterzug mit den Leopard-2-Panzern keinen Meter weiter. Die Klimaaktivisten fordern einen Stopp der Panzerausfuhr, denn die Nutzung der Leoparden sei mit den angestrebten Klimazielen nicht vereinbar. In Berlin liegen derweil die Nerven blank. Die Satire-Quickie-Redaktion war bei der Schienenblockade vor Ort.


„340 Liter auf 100 Kilometer verbraucht der Leopard-2-Panzer auf der Straße“,
erklärt uns ein Sprecher der letzten Generation am Ort der Schienenblockade.
„Im Gelände erhöht sich der Spritverbrauch auf 540 Liter. Hier wird aber nicht nur ein Leopard 2 ausgeliefert.“

Er deutet auf den endlos langen Güterzug, der auf dem Mecklenburg-vorpommerischen Flachland zum Stillstand gekommen ist.

„Wir reden hier von 14 dieser Leopard-2-Panzern. Bei unseren Straßenblockaden hat selbst die Summe aller blockierten PKWs und Sprinter keinen so hohen Verbrauch pro 100 Kilometer wie die Panzerflotte, die wir soeben blockiert haben. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, diesmal einen größeren Fisch unter den CO2-Emittenten zu blockieren, statt den einfachen Menschen das Leben schwer zu machen.“

Wir wollen von dem Sprecher wissen, ob diese Aktion von Russland finanziert wurde. Immerhin führt die Blockade dazu, dass die Panzer nun nicht die „volle deutsche Feuerkraft gegen die Russen“ entfalten können. Der Sprecher lacht laut auf und beteuert, dass die Finanziers immer noch dieselben seien. Außerdem stünde man nicht auf der Seite des Kremels. Ganz im Gegenteil.

„Präsident Selenskyj ist sehr erbost über unsere Blockade“, führt der Aktivist weiter aus. „Doch wir konnten ihn in einem Zoom-Meeting heute Vormittag beschwichtigen. Sehen Sie“, er deutet auf die neben der Schiene verlaufende Landstraße, auf eine dunkle Limousine, die sich langsam nähert.

„Da kommen auch schon Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Boris Pistorius. Wir werden gleich darüber verhandeln, die Leopard-2-Panzer durch elektrisch betriebene Panzer zu ersetzen. Das ist — so denken wir — ein guter Kompromiss, denn dadurch werden lokale Emissionen verhindert.“



kein Zugang mehr zum Bild

kein Zugang mehr zum Bild Nicolas Riedl, Jahrgang 1993, geboren in München, studierte Medien-, Theater- und Politikwissenschaften in Erlangen. Den immer abstruser werdenden Zeitgeist der westlichen Kultur dokumentiert und analysiert er in kritischen Texten. Darüber hinaus ist er Büchernarr, strikter Bargeldzahler und ein für seine Generation ungewöhnlicher Digitalisierungsmuffel. Entsprechend findet man ihn auf keiner Social-Media-Plattform. Er ist Mitglied der Rubikon-Jugendredaktion und schreibt für die Kolumne „Junge Federn“.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Freitag, 28. Oktober 2022

Lisa Fitz – Strategien der Manipulation | NDS

Lisa Fitz – Strategien der Manipulation | NDS

20.10.2022
Lisa Fitz – Strategien der Manipulation
"Sagt mal, habt ihr auch oft das Gefühl, ihr werdet irgendwie manipuliert und merkt es nicht – oder zu spät? Jeder denkt ja, er hätte eine eigene Meinung – bloß woher, das hat man oft vergessen. Wenn euch das interessiert, wie es dazu kommt und wie es vielleicht auch gemacht wird, bleibt hier auf den NachDenkSeiten und höret und sehet."

Mit diesen Worten leitet Lisa Fitz, die Grande Dame des deutschen Kabaretts ihr neues Stück ein. Gewohnt scharfsinnig, ironisch bissig, sehr eloquent und sympathisch beschäftigt sich Lisa Fitz diesmal mit Manipulationen. Sie stützt sich dabei unter anderem auf Erkenntnisse, die – satirisch oder ernst gemeint, soll an dieser Stelle offen bleiben – abwechselnd Sylvain Timsit oder Noam Chomsky zugeschrieben werden und welche einst auf "Telepolis" https://www.heise.de/tp/features/10-S... zusammengefasst und eingeordnet worden sind.

Die nächsten Auftritts-Termine und das aktuelle Programm von Lisa Fitz erfahren Sie stets auf der Website lisa-fitz.de https://www.lisa-fitz.de

Wenn Sie sich mit Albrecht Müllers Erkenntnissen zu Methoden der Manipulation beschäftigen möchten, so sei an dieser Stelle das Buch "Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst. Wie man Manipulationen durchschaut." https://www.nachdenkseiten.de/?page_i... ans Herz gelegt.


Wir bitten Sie um Ihre Hilfe, damit wir auch weiterhin unsere Dienste für Sie täglich, kostenlos und werbefrei leisten können.

Der Förderverein „Initiative zur Verbesserung der Qualität politischer Meinungsbildung e.V.“ (IQM) ist als gemeinnützig anerkannt. Ihre Spenden können Sie steuerlich geltend machen.
https://www.nachdenkseiten.de/?page_i...
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NachDenkSeiten – Die kritische Website
Artikel-Link: https://www.nachdenkseiten.de/?p=89458
Artikel veröffentlicht am: 20. Oktober 2022 um 12:37
Bild- und Videomaterial: www.lisafitz.de

NachDenkSeiten

Kommentare

Rentier 50
Genau so ist es.....
Danke Frau Fitz, bitte machen Sie weiter so !!!
Swantje Maurice
Manchmal möchte man echt mehrfach den Daumen hoch klicken können .... wunderbare, starke, aufgeklärte Frau... Bravo!
Siegfried Drekopf
Lisa, sie sind Spitze !!
Gut, dass es Menschen wie Sie gibt ! Wir stehen hinter Ihnen, wir sind Viele!!!
Anna Blank
Lisa, einfach unschlagbar!!
Sie bringen es immer wieder auf den Punkt und Sie sind eine der wenigen, die sich weiterhin trauen, der eigenen Meinung freien Lauf zu lassen, egal was die anderen denken und sagen und ob es Sie Ihre Karriere kostet! Chapeau!!
Danke Lisa.
🇩🇪🇷🇺☮️🕊️Druschba
Claus G. Reich
Brilliant, liebe Frau Fitz.
Anders kann man es nicht ausdrücken.
Leider wird auch diese Perle der Aufklärung wieder nur von Menschen rezipiert werden, die sie gar nicht mehr benötigen.
Eigentlich tragisch...

Freitag, 9. April 2021

Achtung Satire - ein urdeutsches Problem erklärt -

Achtung Satire - über ein urdeutsches Problem am Beispiel Der Ruderwettbewerb

Eine Satire - die auf sehr viele Bereiche anwendbar ist
und - es könnte schon so gewesen sein - so unrealistisch ist es gar nicht

Vor einiger Zeit verabredeteten eine deutsche und eine japanische Firma ihre Leistungsfähigkeit zukünftig durch einen jährlich stattfindenden Ruderwettbewerb unter Beweis zu stellen.
Das Kräftemessen sollte mit einem Ruder-Achter auf dem Rhein ausgetragen werden.
Sofort wurden auf beiden Seiten Mannschaften zusammengestellt und diese begannen lange und hart zu trainieren, wollten sie doch für ihre Firmen Höchstleistungen erzielen.

Als der große Wettkampftag kam, waren beide Mannschaften topfit.
Der Startschuss fiel, das Rennen begann und die Boote pflügten das Wasser, doch
- oje - die Japaner gewannen mit einem Kilometer Vorsprung.

Wie konnte das sein obwohl man doch monatelang hart trainiert hatte?
Großes Rätselraten bei der deutschen Mannschaft. Verständlicherweise war das deutsche Team am Boden zerstört und die Moral auf dem Tiefpunkt.

Da man es sich einfach nicht erklären konnte entschied die Geschäftsleitung, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden muss.

Als erstes wurde ein Untersuchungsausschuss gebildet der das Problem analysieren und geeignete Maßnahmen zur Abhilfe empfehlen sollte.

Wie natürlich immer in solchen Fällen, meldeten sich selbsternannte Experten aus der zweiten und dritten Reihe der regionalen Politik. Im politischen Alltag fanden sie keine Beachtung aber hier meinten sie, ihr unqualifiziertes Wissen und ihre hohlen Sprüche beisteuern zu müssen. Schließlich gehe es ja um Deutschland und das Ansehen Deutschlands in der Welt und da habe die Politik doch wohl ein Wörtchen mitzureden. Mal so nebenbei gefragt: Ist denn für den Abend eine kleine Feier geplant?

Die Untersuchung dauerte lange. Man stellte fest, dass es nur minimale technische Unterschiede an den Geräten gab. Beide Manschaften bestanden aus acht Personen. Allerdings fand man nach einiger Zeit heraus, dass bei den Japanern sieben Leute rudern und ein Mann steuert, während es im deutschen Team umgekehrt ist, ein Mann rudert und sieben steuern.

Hier war wohl anzusetzen und so engagierte das obere Management umgehend eine Beraterfirma und gab ihr den Auftrag eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anzufertigen.

Einige Monate später, bei inzwischen beträchtlich gestiegenen Kosten, präsentierten die Berater mit großem Trara das Ergebnis. Ihr Fazit: Es waren zu viele Steuerer und zu wenig Ruderer im Boot.

Um einer weiteren Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Hierachie geändert. Das Team bildeten jetzt vier Steuermännern, zwei Obersteuermännern, ein Steuerdirektor und ein Ruderer. Außerdem wurde für den Ruderer ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um ihm mehr Ansporn zu geben. "Wir müssen seinen Aufgabenbereich erweitern und ihm mehr Verantwortung geben" hieß es von Seiten der Geschäftsleitung.

In den verbliebenen Monaten wurde wieder hart trainiert und trotzdem, das nächste Rennen gewannen wieder die Japaner, diesmal mit einem Vorsprung von zwei Kilometern.

Nach diesem erneuten Desaster entschied die Geschäftsleitung den Ruderer wegen schlechter Leistungen zu entlassen, das Boot und die Ruder zu verkaufen und alle geplanten Investitionen zu stoppen.

Der Beratungsfirma wurde höchstes Lob ausgesprochen und das, durch die Umstrukturierungsmaßnahme eingesparte und durch den Verkaufserlös erzielte Geld zahlte sich das obere Management als Provision aus. So landete es auf jeden Fall in den richtigen Taschen und kam nicht versehentlich dem Ruderer als Abfindung zugute.

Ein Leistungsvergleich ist erst wieder für das nächste Jahr geplant, aber sicher nicht mehr im Rudern und ganz sicher nicht mehr gegen Japaner und deren unstrukturierter Art der Teamarbeit.


Ähnlichkeiten mit dem Geschehen rund um die Corona-Pandemie, die beschlossenen Maßnahmen, die Masken- und die Impfstoffbeschaffung sind rein zufällig 😂🤣


Mittwoch, 6. Januar 2021

Erschreckend aktuell - Georg Schramm Thomas Bernhard hätte geschossen Komplettes Programm

Erschreckend aktuell - Georg Schramm Thomas Bernhard hätte geschossen Komplettes Programm
Zur Zeit der Aufgezeichnung beim 3satfestival 2006 in Mainz, war Hörst Köhler noch Bundespräsident und Merkel gerade Bundeskanzlerin geworden. Was hat sich in den 15 Hahren geändert,von dem was er anprangert? So gut wie nichts!


Jessica Pfeifer

Bermerkung zu Georg Schramm:

Georg Schramm wurde mit nahezu allen namhaften Kabarettpreisen des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet, darunter der Deutsche Kleinkunstpreis, der Salzburger Stier und der Schweizer Kabarettpreis Cornichon.

Einem breiten Publikum wurde er aber vor allem durch sein langjähriges Engagement im ARD Scheibenwischer bekannt, den er 2006 aus inhaltlichen und konzeptionellen Differenzen verließ. Seit Januar 2007 setzt er für das ZDF mit seinem Kollegen Urban Priol einmal monatlich live das gemeinsame Konzept der viel beachteten Politsatire Neues aus der Anstalt um.
Georg Schramm und Urban Priol wurden dafür mit dem Deutschen Fernsehpreis 2007 ausgezeichnet.

Kommentare

youherarakutube
Gigantisch - gerade heute / 22.5.20 - danke fürs Hochladen
Nifty Schnifty
"der unter 30-jährige Arbeitslose womöglich mit Kindern.....totes Humankapital ohne Rendite.....ein Horror für den Binnenkonsum"
LOL, das war natürlich vor der Migrationskrise.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Trump, Kretschmann und Strobl - Satire | Die Mathias Richling Show



SWR

Ein Kabarettist, tausend Gesichter: Donald Trumps beste Medizin gegen jeden Virus ist immer noch das Geld, Kretschmann und Strobl begeben sich gemeinsam in Quarantäne - und als ob das nicht alles schon dramatisch genug wäre, schmettert Rolando Villazon auch noch Arien in seinem Home Office. Mit Mathias Richling geht es auch in Zeiten der Corona-Krise gewohnt satirisch und humorvoll zu.

Mein Kommentar:
Genial wie er die Kritik an den Geschehnissen in Deutschland unterbringt.

Montag, 20. Januar 2020

Ein Blick in die Zukunft - so könnte es in nur 10 Jahren aussehen

Winter 2030, heftige Schneefälle und Kälte haben ganz Deutschland erfasst.
  • die Photovoltaik ist überall eingeschneit,
  • die Windräder sind wegen Sturm abgeschaltet,
  • Kohlekraftwerke gibt es nicht mehr,
  • die Gasversorgung schwächelt,
  • Verbrennungsmotoren, Ofenheizungen, offenen Kamine, Motorsägen, Schneefräsen etc. sind verboten.
Auf den Autobahnen stauen sich Elektrofahrzeuge kilometerlang. Es gab in der Nacht keinen Strom in ausreichender Menge und sie konnten deshalb nicht geladen werden. Jedes Fahrzeug bleibt da stehen wo die Batterie restlos leer ist. Die ausgeklügelste Elektronik nutzt nichts, wenn kein Strom da ist. Das betrifft natürlich auch die voll elektrifizierten Rettungsdienste.

Auch bei besserem Wetter können sich die KFZ, sehr oft mangels ausreichender Ökostrommenge und somit ungenügenden Lademöglichkeiten, nicht mehr aus eigener Kraft weiterbewegen. Dann müssen sie einzeln abgeschleppt werden. So viele Abschleppdienste gibt es aber nicht und selbst die Bundeswehr hat nicht genug einsatzfähige Fahrzeuge um das bewältigen zu können.

Etliche Baustellen liegen brach. Die elektrisch betriebenen Bagger und Radlader kommen nur selten ans Netz und sind dadurch nur wenige Stunden einsatzbereit. Zu den abseits gelegenen Baustellen müssen zuvor erst kilometerlange, armdicke Stromkabel für die Ladestationen gelegt werden.
Was war das früher doch einfach, als ein großer Dieseltank für alle Fahrzeuge der Baustelle ausreichte!

Wegen zu geringer Nachfrage produzieren Raffinerien weder Benzin noch Diesel in größerem Umfang. Sowas gibt es nur noch in Gefahrgut-Ausgabestellen in 1, 2 und 5 Liter Behältern.

Die Bundesregierung will alle noch einsatzfähigen Oldtimer mit Verbrennungsmotor requirieren, aber leider gibt es nur noch wenige Leute, die mit der alten Technik vertraut sind und die meisten von ihnen sind eh im Ruhestand.

Russland und der Iran könnten noch solche Fahrzeuge und Treibstoffe liefern. Aber wegen des Strommangels und der durch die Schneemassen zusammengebrochenen Schienenverkehrs, sowie dem Einspruch der USA, ist das unmöglich. Ja, die USA mischen sich immer noch in die Angelegenheiten anderer Länder ein.

Gesundheits- und Lebensmittel-Versorgung, Schulen und Industrieproduktion funktionieren nicht mehr, aber in sauberster Luft feiern frierende und hungernde Mitteleuropäer, bei illegalem Kerzenlicht, denn auch Kerzen sind wegen Feinstaub verboten, die erfolgreiche Energiewende, natürlich ohne Feuerwerk, Alkohol oder gar eine gegrillte Bratwurst, es sei denn diese ist vegan.

Soweit der Ausblick in die Zukunft Deutschlands.

Gruselig, nicht wahr?
Noch gruseliger: Es ist darin kein Denkfehler zu finden ... 😎

Sonntag, 17. März 2019

Sonntag, 13. Januar 2019

Der „Homo politicus occidentalis“ - eine kleine Satire zum Wochenende

Der „Homo politicus occidentalis“
(westlicher Politiker)
eine nicht ganz ernst gemeinte Studie


Es ist schon erstaunlich, dass eine Fehlentwicklung der Evolution, der „Homo politicus occidentalis“ (HPO) weitaus nützlichere, nicht auf Kosten der Allgemeinheit lebende Kreaturen, überlebt hat.

Bei keiner anderen Lebensform in der Entwicklungsgeschichte sind die Unarten so stark gebündelt wie beim HPO. In der Tier- und Pflanzenwelt gibt es zwar Vergleichbares aber die schlechten Eigenschaften verteilen sich dort immer auf mehrere Spezies. Keine von ihnen kommt dem HPO auch nur nahe, höchstens sein nächster Verwandter der „Homo Politicus orientalis“. In der süd- und östlichen Hemisphäre beheimatet, tritt er dort hauptsächlich als schmarotzender Rudelführer auf, und wird von den westlichen HPOs durch „Entwicklungshilfe“ finanziell unterstützt.

Hier bestätigt sich eindrucksvoll: Nicht der Stärkste überlebt sondern der Anpassungsfähigste.

Und das kann der HPO - sich anpassen. Je nachdem aus welcher Richtung der Wind gerade weht, dreht er sich und sagt: „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“ oder „Man kann doch nicht einen Politiker darauf festlegen, was er im Wahlkampf versprochen hat“. Ebenso kann es sein, dass er etwas verspricht, genau das Gegenteil tut und es bei Bedarf auch noch dreist leugnet. Das scheint dieser Gattung allgemein, zumindest denen in der Hierarchie ganz oben, angeboren zu sein.

Nicht unterschätzen darf man, dass der HPO von Kapitaleignern aus Industrie, Wirtschaft, Banken, also den wirklichen Herrschern, äußerst leicht, quasi auf Zuruf, fernsteuerbar ist. Diesen prostituiert er sich für lukrative Nebenjobs, Versorgung bei eventuellem Ausstieg aus der Politik und Spenden für seine Partei.

Das Volk, auf das er bei seiner Ernennung zwar einen Eid geleistet hat, ist ihm eher lästig und darf gemäß seiner Vorstellung maximal für seine üppige Apanage bis ins hohe Alter aufkommen, hat sich aber ansonsten ruhig zu verhalten und ihn alle vier Jahre im Amt zu bestätigen.

Hier einige direkte Vergleiche:

Die meisten Tierarten machen nur zeitlich begrenzt auf sich aufmerksam ohne eine Profilierungsneurose zu haben und auch nur, wie von der Natur vorgesehen, einen Partner zu finden und ihre Gene zu verbreiten. Im Vergleich dazu der HPO:

Einzelne Exemplare lassen sich mit dem Pfau vergleichen, der verhältnismäßig still aber eindrucksvoll seine Federpracht zur Schau stellt, andere mit Paradiesvögeln in bunter Farbenfülle ohne besonderen Nutzwert. Vereinzelt soll es welche geben, die mit den Singvögeln vergleichbar sind, zwar etwas Nutzen bringen aber in der Menge der Nutzlosen nicht auffallen.

Die meisten erinnern jedoch an den Ochsenfrosch, der zwar nicht mit Schönheit oder Intelligenz punkten kann, sich aber umso größer aufbläst und durch sein lautes Quaken alles Andere übertönt.
Sie haben außer heißer Luft nichts zu verbreiten, täuschen und verdummen aber ihre Umgebung sobald sie ihr Maul aufmachen. Bestes Beispiel sind hier die Frösche der Grünen.

Auch das „am Sessel kleben“ kennt man von nahezu allen Arten des Tierreichs. Ein einmal in Besitz genommenes Revier wird mit Zähnen und Klauen, mit Intrigen und falschem Spiel verteidigt bis es entweder total ausgebeutet ist oder ein viel Stärkerer alles verjagt. Da gibt es bei den Geschlechtern auch keinen Unterschied. Auch eine Stute verbeißt diejenigen die ihr was streitig machen.

Bei der Selbstversorgung des HPO wird man an Ähnlichkeiten aus dem Pflanzenreich erinnert wo auch alles ziemlich still abläuft. Zum Beispiel der Sonnentau, die Kannenpflanze oder auch die Venus-Fliegenfalle, bedienen sich hinterhältigster Methoden.

Im Tierreich sind es kleine Fische, die mit Haien ziehen und auf die Reste warten wenn ihr Versorger Beute gemacht hat. Der Geier der alles frisst was andere erbeutet und übrig gelassen haben, selbst zu faul, zu dumm oder zu feige zum Jagen ist. Der Kuckuck, der anderen Vögeln sein Ei ins Nest legt, denen sogar noch die die Aufzucht seiner Nachkommen aufhalst, selber aber große Töne spuckt.

Selbst Symbiosen zwischen unterschiedlichsten Arten wie zwischen Ameisen und Blattläusen oder Raub- und Putzer-Fischen gibt es. Das Beispiel in der politischen Welt ist ein Zeitungsverlag mit einem Chefredakteur, der gerne einen von ihm ferngesteuerten Bundeskanzler gehabt hätte und dazu einen mediengeilen, adeliger Raubkopierer und Ex-Doktor ausgesucht hatte. Die beiden einte sogar die gleiche, fettige Frisur. Ihre Fehler waren: sie hatten nicht mit der Schwarmintelligenz des Internets gerechnet und der Ausgesuchte war nicht nur in der Politik sondern auch im Lügen eine Null.

Das ließe sich beinahe endlos fortsetzen. Die Eigenschaften, die Tier- und Pflanzenarten das Überleben sichern, werden vom „Homo Politicus occidentalis“ ausschließlich zum leistungslosen Leben auf Kosten der Allgemeinheit genutzt oder wie ein ganz großer Vorsitzender vor seinem grandiosen Absturz mal sagte: „zur spätrömischen Dekadenz.“

Wenn Sie meinen, ganz bestimmte Personen zu erkennen, das mag schon sein. Aber es wäre sicherlich Zufall. Die deutschen HPO's wissen doch, dass sie als Angestellte des Volkes nur einen Zeitvertrag haben.

Freitag, 22. Juni 2018

Satire vor Gericht - Das beginnende Ende der Meinungsfreiheit?

Thema: Satire

Satire vor Gericht

Die Strafverfolgung des Journalisten Ulrich Gellermann offenbart den zunehmend autoritären Umgang mit abweichenden Meinungen.
von Klaus-Jürgen Bruder

Wer Satiriker vor Gericht zerrt, weil er sich von einer Kritik angeblich „beleidigt“ fühlt, erreicht nicht immer eine Veruteilung des Gegners. Er erreicht aber zumindest eines: dass sich unter kritischen Geistern ein Klima der Angst breit macht und dass im schlimmsten Fall eine Vorzensur im Hirn des Schreibenden stattfindet. Der Süddeutsche Zeitung hat gegen Ulrich Gellermann die „Methode Erdogan“ angewandt. Dass dieser Prozess überhaupt stattfindet, ist ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit in Deutschland.

Ulrich Gellermann ist Herausgeber und Redakteur des Online-Magazins Rationalgalerie , das sich kritisch mit der deutschen Gesellschaft auseinandersetzt. 1968 gehörte Gellermann zu den Mitgründern des Düsseldorfer „Republikanischen Centrum“. Als Herausgeber verantwortete er das Buch „Armut in der Bundesrepublik“ im Verlag Pahl-Rugenstein. Seit 1990 drehte er gemeinsam mit Angelika Kettelhack Portrait- und Dokumentar-Filme für TV-Sender.

Die Süddeutsche Zeitung geht gegen Ulrich Gellermann nun juristisch vor, weil er in der von ihm herausgegebenen Website Rationalgalerie am 12. Januar 2017 einen Kommentar veröffentlicht hatte, in dem ein Artikel derselben kritisch beleuchtet wird: Am 15. Juni 2018 sollte er, auf Antrag der Süddeutschen, wegen „Beleidigung“ vor ein Münchner Gericht. Vor dem Münchner Amtsgericht ist sie damit in erster Instanz erstmal erfolgreich gewesen: Das Gericht verurteilte den Beklagten Uli Gellermann zu 30 Tagessätzen á 30 Euro.
Man sollte meinen, die Zeiten seien längst vorbei, dass die Autoren satirischer Beiträge mit einer Klage rechnen müssen.
Aber nein! Ganz offensichtlich nicht, wenn Journalisten auf einen satirischen Beitrag mit einer Anklage wegen „Beleidigung“ reagieren. Aber das ist tatsächlich so geschehen mit Ulrich Gellermanns Kommentar zu dem Artikel von Hubert Wetzel „Hätte Putin Trump in der Hand - wegen eines heiklen Videos?“ in der Süddeutschen Zeitung vom 12. Januar 2017.

„Satire darf alles!“, hatte Kurt Tucholsky behauptet – vor inzwischen knapp 100 Jahren! Tucholsky wurde besonders eifrig zitiert, als es darum gegangen war, „Charlie Hebdo“ gegen die Mörder seiner Karikaturisten und Satiriker zu verteidigen – als ob es einer solchen Verteidigung bedurft hätte, denn Mord ist in keinem Fall zu rechtfertigen.

Wenn also heute Tucholsky doch wieder gilt, und Satire alles dürfe, könnte die Süddeutsche einwenden, dass deshalb noch lange nicht „alles“ Satire sei, was den Redakteuren und Herausgebern der Süddeutsche nicht gefällt.

Fraglos klingen Begriffe wie „postfaktisches Arschloch“ oder „Schmierblatt-Sau“ „beleidigend“, erkennt der Autor des satirischen Beitrags an. Aber dennoch sei dies keine Beleidigung. Vielmehr handle es sich um Satire, denn: „gemeint ist nicht der Redakteur, gemeint ist eine Methode, die den Leser und dessen Intelligenz beleidigt.“

Also ist zu vermuten, dass diese Unterscheidung für die Zeitung, für die der Journalist geschrieben hat, zu hoch ist.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Chefredakteure der Süddeutschen wissen sehr wohl, dass der vor den Kadi gezerrte Text die Methode auseinander nimmt, mit der dem Leser eine Meinung so dargereicht wird, dass er sie ohne weitere Nachfrage annehmen kann, denn es ist ja die Methode ihrer Wahl.
Genau das ist also das Delikt des Satire-Schreibers: Er hat die Methode auseinander genommen, derer sich die Kriegstreiber und Brunnenvergifter bedienen.
Weil Ulrich Gellermann die Methode der Schreiber der Süddeutschen entlarvt, können sie nicht auf Unterlassung der Entlarvung klagen. Deshalb fokussieren sie sich auf die Beleidigung eines Arschlochs, der nichts weiter getan, als die in der Süddeutschen geforderte und von ihr bezahlte Arbeit zu verrichten. Deshalb tun sie so, als wüssten sie nicht zwischen Methode und Person zu unterscheiden, die sich dieser Methode bedient.

Es ist jedoch untrügliches Zeichen für die Treffsicherheit seiner Analyse(n), dass die Süddeutsche Uli Gellermann dafür wegen „Beleidigung“ vor Gericht ziehen will.

Man kann nur noch konstatieren: So hat man sich wohl den Untergang der Produktionsweise „wie wir sie kennen“ vorzustellen, als Produktion von Fake und Verleumdung, rücksichtslose Verfolgung von Aufklärung und Widerstand, als Hölle der Verblendung voller Lüge, Hinterhalt, Rachsucht und Häme.

Klaus-Jürgen Bruder, Prof. Dr., studierte Psychologie, Soziologie und Politik in Würzburg und Heidelberg und lehrte an der Freien Universität Berlin. Er gilt als einer der profiliertesten Vertreter einer explizit gesellschaftskritischen Psychologie und ist erster Vorsitzender der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP).

Creative Commons LizenzvertragDieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.
Erschienen bei:
https://www.rubikon.news/artikel/satire-vor-gericht

Mittwoch, 21. Februar 2018

Dr. Nicolaus Fest - Lobrede auf Brüssel - Satire vom Feinsten

Thema: Brüssel

Dr. Nicolaus Fest - Lobrede auf Brüssel - Satire vom Feinsten


Info Kanal
Am 19.09.2017 veröffentlicht

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Kommentare

Thomas Müntzer
Wenn man jetzt die Reden von der AfD hört, im gegensatz zu dem was Politiker vorher für Sprechblasen abgesondert haben, muss selbst der dümmste merken das alle intelligenten mit Verstand bei der AfD gelandet sind.
Diesen herbeigeheulten Rechtsruck sehe ich da auch nicht.

Christoph Grambach
danke für den upload :) , hab 10 min gebraucht,bis ich mich an seine humor gewöhnt hatte, cool ,dass er henryk broder erwähnt hat!

Ulrich Hübler
St. Martin (Schulz)hat in Brüssel wie die Made im Speck gelebt, bloss die "soziale Gerechtigkeit" für die er im Wahlkampf plädierte, hat ihm nicht mal der dümmste Sozi abgenommen.

Andrea da Ticino
gewürzt mit:
Ironie, Spott, beißendem Sarkasmus und schwarzem Humor; besser kann man diesen kranken EU- Scheiß nicht beschreiben!
Exzellenter Redner!


Samstag, 3. Februar 2018

Ein urdeutsches Problem

Thema: Wettbewerb
Update 03.02.2018 | 08:36 Uhr
Achtung Satire - obwohl - es könnte schon so gewesen sein ...

Der Ruderwettbewerb

Vor einiger Zeit verabredeteten eine deutsche und eine japanische Firma ihre Leistungsfähigkeit durch einen jährlich stattfindenden Ruderwettbewerb unter Beweis zu stellen. Das Kräftemessen sollte mit einem Ruder-Achter auf dem Rhein ausgetragen werden.
Sofort wurden Mannschaften zusammengestellt und diese begannen lange und hart zu trainieren, um für ihre Firmen Höchstleistungen zu erzielen.

Als der große Wettkampftag kam, waren beide Mannschaften topfit.
Doch oje, die Japaner gewannen das Rennen mit einem Kilometer Vorsprung.
Wie konnte das sein? Großes Rätselraten bei der deutschen Mannschaft.
Verständlicherweise war das deutsche Team am Boden zerstört und die Moral auf dem Tiefpunkt, hatte man doch monatelang hart trainiert.

Da man es sich einfach nicht erklären konnte entschied die Geschäftsleitung, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden muss.

Als erstes wurde ein Untersuchungsausschuss, der das Problem analysieren und geeignete Maßnahmen zur Abhilfe empfehlen sollte, gebildet. Selbst von Seiten der Politik meldeten sich, wie immer in solchen Fällen, selbsternannte Experten aus der zweiten und dritten Reihe, die im politischen Alltag ansonsten keine Beachtung finden und meinten, sie müssten ihr unqualifiziertes Wissen und hohle Sprüche beisteuern.
Es gehe ja schließlich um Deutschland und das Ansehen Deutschlands in der Welt und da habe die Politik doch wohl ein Wörtchen mitzureden.

Die Untersuchung dauerte lange. Man stellte fest, dass es kaum technische Unterschiede an den Geräten gab. Allerdings fand man heraus, dass bei den Japanern sieben Leute ruderten und ein Mann steuerte, während im deutschen Team ein Mann ruderte und sieben steuerten.

Da hier wohl anzusetzen sei, engagierte das obere Management sofort eine Beraterfirma um eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen zu lassen.

Monate später und bei beträchtlich gestiegenen Kosten präsentierten die Berater mit großem Trara ihr Ergebnis. Sie kamen zu dem Schluß: Es waren einfach zu viele Steuerer und zu wenig Ruderer im Boot.

Um einer weiteren Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Hierachie geändert. Das Team wurde jetzt aus vier Steuermännern, zwei Obersteuermännern, einen Steuerdirektor und einem Ruderer gebildet. Außerdem wurde für den Ruderer ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um ihm mehr Ansporn zu geben. "Wir müssen seinen Aufgabenbereich erweitern und ihm mehr Verantwortung geben" hieß es von Seiten der Geschäftsleitung.

Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit einem Vorsprung von zwei Kilometern.

Nach diesem weiteren Desaster wurde entschieden, den Ruderer wegen schlechter Leistungen zu entlassen, das Boot und die Ruder zu verkaufen und alle geplanten Investitionen zu stoppen.
Der Beratungsfirma wurde höchstes Lob ausgesprochen und das, durch diese Umstrukturierungsmaßnahme eingesparte, Geld zahlte sich das obere Management als Provision aus. So landete es auf jeden Fall in den richtigen Taschen und kam nicht versehentlich dem Ruderer als Abfindung zugute.

Ein Leistungsvergleich ist erst wieder für das nächste Jahr geplant, aber sicher nicht mehr im Rudern und ganz sicher nicht mehr gegen Japaner und deren unstrukturierten Art der Teamarbeit.

Samstag, 14. Januar 2017

Die Anstalt - Syrien, wie alles begann

Thema: Flüchtlinge

Warum wird die Wahrheit im deutschen Fernsehen nur als Satire verpackt gezeigt?


Veröffentlicht am 19.11.2014
Kategorie Menschen & Blogs
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Montag, 5. Dezember 2016

Satire über Flüchtlinge im „Almanach zum Bundespresseball“

Thema: Bundespresseball

Protest gegen Satire über Flüchtlinge
Magazin macht Witze über Ertrunkene

Berlin. „Das ist echt geschmacklos“, schreibt Grünenpolitikerin Renate Künast auf Twitter. Auch viele Journalisten ärgern sich über die Satire, die im Magazin zum diesjährigen Bundespresseball abgedruckt ist: Unter der Überschrift „Schwimmkurse für Flüchtlinge“ preist eine fiktive „Bundesbade-Agentur“ ihr Angebot im Mittelmeer an. Dreijährige können dort „das richtige Überlebensschwimmen“ lernen

Die Autoren des „Almanach zum Bundespresseball“ sind Mitglieder der Bundespressekonferenz, sie machen sich mal mehr, mal weniger gelungen über den politischen Betrieb lustig. Diesmal haben sie in den Augen vieler Leser den Bogen überspannt. Eine Gruppe von ARD-Korrespondenten wird in einem Schreiben deutlich: „Wir wollen nicht Teil eines Vereins sein, der solche menschenverachtenden Äußerungen billigt.“ Der Vorstand der Bundespressekonferenz entschuldigte sich. Es sei die Absicht der Autoren gewesen, in überspitzender Form auf die Katastrophe im Mittelmeer aufmerksam zu machen. ac/jule

Quelle: WP 01.12.2016 Rubrik: Magazin

» der Kommentar des Blogschreibers «

Diesen kleinen Artikel fand ich auf einer Innenseite irgendwo in der gedruckten "Westfalenpost" vom 1. Dezember 2016. Ich wage gar nicht mir vorzustellen, was bei den Hofberichterstattern, allen voran bei der Regierungspostille mit den vier Buchstaben, los wäre, wenn eine russische Zeitung genau das Gleiche geschrieben hätte?

Freitag, 1. April 2016

Dem "Protz vom Bosporus" gefällt deutsche Satire nicht

Thema: Diktator vom Bosporus

Trotz 1. April eine ganz reale Geschichte

Türkei bestellt deutschen Botschafter wegen TV-Satire ein

Die Türkei hat den deutschen Botschafter einbestellt, weil eine deutsche TV-Satire offenbar das Missfallen von Präsident Erdogan erregt hat. Auch EU-Diplomaten haben den Zorn Erdogans auf sich gezogen, weil sie bei den Prozessen gegen kritische Journalisten anwesend waren.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten



Botschafter einbestellt
Erdogan beschwert sich über deutsche Satire

Die türkische Regierung hat "Spiegel Online" zufolge den deutschen Botschafter Martin Erdmann wegen eines Satire-Beitrags des NDR einbestellt. Demnach habe sich der Diplomat bereits vergangenen Dienstag im Außenministerium in Ankara wegen eines Liedes über Präsident Erdogan rechtfertigen müssen.

Bei der Unterredung ging es dem Bericht zufolge um eine knapp zweiminütige Satire aus der Sendung "extra 3" vom 17. März mit dem Titel "Erdowi, Erdowo, Erdogan". In der an diesem Abend in der ARD ausgestrahlten Sendung, die sonst regelmäßig im NDR-Fernsehen läuft, hieß es unter anderem: "Er lebt auf großem Fuß, der Protz vom Bosporus". Dazu werden Bilder von Erdogans neuem Palast gezeigt, der wegen seiner Größe und Kosten umstritten ist.

Song: Erdowie, Erdowo, Erdogan | extra 3 | NDR

Drastische Maßnahmen gegen kritische Medien

Auch wurden die jüngsten Angriffe auf die Pressefreiheit in der Türkei in dem Beitrag thematisiert. So hieß es zu Bildern von der Abführung eines Journalisten und der Erstürmung einer Redaktion: "Ein Journalist, der irgendwas verfasst, was Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast."

Kritiker im In- und Ausland werfen Erdogan und der Regierung in Ankara vor, mit immer drastischeren Mitteln gegen kritische Journalisten und Medien vorzugehen. Auch die EU beklagt einen zunehmenden Druck auf die Medien in dem Beitrittsbewerberland. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück.

Wegen "Präsidentenbeleidigung" vor Gericht

Zudem brachte Erdogan zuletzt neben Journalisten und Bloggern auch vermehrt einfache Bürger, darunter auch Jugendliche, wegen "Präsidentenbeleidigung" vor Gericht.

Am Wochenende hatte Erdogan Diplomaten scharf kritisiert, weil sie einen Prozess gegen zwei prominente Journalisten besucht haben. Das entspreche nicht dem diplomatischen Protokoll, sagte Erdogan bei einem Treffen von Geschäftsleuten in Istanbul. Das Verfahren gegen die beiden Journalisten wegen Spionage hat im Ausland für viel Aufmerksamkeit und Kritik gesorgt.

Quelle: t-online.de

Kommentare

mwelsbett
da europas flüchtlingsstrategie auf solch despoten aufgebaut ist kann ich nur sagen:zukunft, mir graut vor dir.

xyz1231
Hat es eigentlich noch keiner gemerkt, wie uns der Despot Erdogan vorführen will: im Austausch für die Rücknahme einer handvoll syrischer Flüchtlinge, lässt sich der Schlaumeier mit 6 Mrd. € fürstlich bezahlen und will auf diese Weise auch noch das türkische Problem mit den Kurden loswerden. Nachdem die Visafreiheit durchgesetzt ist, werden Millionen in der Türkei unerwünschter Kurden ins vermeintlich sichere Europa flüchten, und hier bei uns ihren Krieg weiterführen. Das Erdogan auch noch seine Regimegegener auf elegante Art und Weise nach Europa entsorgt, ist eine willkommene Nebenwirkung.

Quadrocker
Mich würde mal interessieren, welche Zugeständnisse die EU, Erdogan gemacht hat, damit die Türkei die Flüchtlinge zunächst einmal aufnimmt. Bitte nicht das, was ich befürchte. Das osmanische Reich gehört nicht zu Europa und es darf niemals dazu gehören.

trojaner313
Ist doch alles offengelegt: VisafreiheitVisa=Lösung des Kurdenproblems; EU Verhandlungen= Anerkennenung des Despoten Erdogan;Milliardenzahlungen=zur Verfestigung der Macht ineinem Präsendialsystem. Eins muss man Herrn Erdogan lassen, ganz schön clever, wie er unsere Politiker ausbootet, Er bekommt alles was er will, braucht dafür nichts zu tun, das haben ja Balkanstaaten schon für Ihn gemacht und bekommt noch richtig Viel Geld dafür und hat Ruhe in seinem Land, denn der Konflikt zwischen Türken und Kurden wird dann in Westeuropa ausgetragen( s.Aschaffenburg).

Sonntag, 5. Juli 2015

Es kann nur Satire sein - von Anfang an! - Sprüche rund um den Euro

Thema: Satire um den Euro

Wenn es nicht so furchtbar traurig wäre, könnte man herzhaft darüber lachen.
Hier die besten Politikersprüche rund um den Euro

Der Euro ist in gar keiner Weise ein unkalkulierbares Risiko
Helmut Kohl, Ex-Bundeskanzler, (Januar 1998)

Transferleistungen in der Eurozone sind so absurd wie eine Hungersnot in Bayern.
Jean-Claude Juncker (1998)

Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen?
Ein ganz klares Nein!

Wahlplakat der CDU (1999)

Dieses Geld wird eine große Zukunft haben
Helmut Kohl, Ex-Bundeskanzler, (Januar 2001)

Ich bin fest davon überzeugt, dass Griechenland diese Hilfe nie wird in Anspruch nehmen müssen, weil das griechische Konsolidierungsprogramm in höchstem Maße glaubwürdig ist
Jean-Claude Juncker, Ex-Eurogruppen-Chef, (März 2010)

Die Geldgeber bekommen jeden Cent zurück – und zwar mit hohen Zinsen
Giorgios Papandreou, Griechenlands Ex-Regierungschef (März 2011)

Die Rettungsschirme laufen aus. Das haben wir klar vereinbart
Wolfgang Schäuble, Bundesfinanzminister, (Juli 2010)

Es wird nicht so sein, dass der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen. Es gibt eine 'no bail out rule'. Das heißt, wenn sich ein Land durch eigenes Verhalten hohe Defizite zulegt, dann ist weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat verpflichtet, diesem Land zu helfen.
Horst Köhler, damals Finanzstaatssekretär, April 1992

Die EZB würde problematisch handeln, wenn sie auf die Interessen einzelner Länder einginge. Das wäre, wie wenn die Bundesbank früher auf die Situation einzelner Bundesländer geschaut hätte.
Hans Tietmeyer, früherer Bundesbankchef, Dezember 2006

Es ist insbesondere ein Verdienst von Helmut Kohl und Theo Waigel, dass der Euro als stabile und sichere Währung zu einem wichtigen Baustein des europäischen Hauses geworden ist.
CDU-Wahlprogramm 2009

Keine Regierung und kein Staat könnten eine spezielle Behandlung erwarten. Die Notenbank wird ihre Prinzipien nicht ändern, nur weil die Staatsanleihen eines Mitgliedslandes die entsprechenden Kriterien nicht mehr erfüllen.
Jean-Claude Trichet, Ex-EZB-Präsident, Januar 2010

Italien ist kein Risikoland
Mario Draghi, EZB-Chef Februar 2011

Deutschland kann sein Veto einlegen, wenn die Voraussetzungen für Hilfen nicht gegeben sind – und davon werde ich Gebrauch machen
Angela Merkel, Bundeskanzlerin, März 2011

Die Spareinlagen sind sicher
Angela Merkel, Bundeskanzlerin, September 2008



Samstag, 28. März 2015

Papa Verdad redet Klartext: MH17, Ukraine und USA

Thema: Satire

In spanischen Talkshow redet man Tacheles.
Der "Sicherheitsexperte" Papá Verdad nimmt kein Blatt vor den Mund! Natürlich handelt es sich hier um Satire. Es geht um die Frage: Wer hat MH17 abgeschossen.


Man stelle sich sowas mal bei Anne Will oder Günther Jauch vor . . .
nicht auszudenken