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Samstag, 23. November 2019

„Ibiza“-Verdächtige in Haft: Persönliche Rache und Geldgier als Motive für Falle gegen Strache


Von Reinhard Werner 21. November 2019

Entpuppen sich die vermeintlichen Retter der Demokratie am Ende als banale Erpresser? Offenbar stehen persönliche Motive und Kokainsucht hinter dem ominösen „Ibiza-Video“. Im Hinblick auf ein mögliches politisches Comeback Straches könnte dies ein Game-Changer sein.

Vor allem deutsche Medien wie der „Spiegel“ und die „Süddeutsche“, die am Wochenende vor den EU-Wahlen im Mai dieses Jahres eine gekürzte Fassung des „Ibiza-Videos“ präsentiert und so den Rücktritt des damaligen österreichischen Vizekanzlers und FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache veranlasst hatten, feierten sich damals selbst dafür, auf diese Weise die liberale Demokratie erfolgreich gegen den Rechtspopulismus behauptet zu haben.

Auch wenn die Aufnahmen zwei Jahre alt, in einer nicht authentischen Situation entstanden waren und nichts von den Maßnahmen, über die Strache zusammen mit seinem Gastgeber Johann Gudenus im Video laut nachgedacht hatte, in seiner Zeit in der Regierung je auch nur annähernd in Angriff genommen wurde: Der Druck auf die gesamte Partei wurde unerträglich, sie und ihr Chef waren diskreditiert. Und als Bonus dafür, den charismatischen langjährigen Freiheitlichen-Chef zu Fall gebracht zu haben, war wenige Tage später sogar die gesamte türkis-blaue Regierung Geschichte.

Dass unbekannte Täter hier immerhin mit hoher krimineller Energie eine Falle organisiert und mit einer Vorgehensweise, die an schlechte Agentenfilme erinnerte, ein demokratisch legitimiertes Regierungsmitglied ins Visier genommen hatten, wollte damals kaum jemand hören. Wer darauf hinwies, galt als schlechter Verlierer. Allenfalls einzelne Beobachter wie die „Framing-Expertin“ Elisabeth Wehling mahnten, Strache könne es gelingen, die Falle von Ibiza zu einem Angriff auf Österreich und eine demokratisch gewählte Regierung umzudeuten.

Festgenommene sollen Fake-Oligarchennichte rekrutiert haben

Immerhin hatte Strache bereits eine Woche nach der Enthüllung ohne eigene Bemühungen ausreichend Vorzugsstimmen erhalten, um ein EU-Mandat zu erlangen. Er nahm es nicht an, um der Partei nicht zu schaden. Diese sollte ihm dies nicht danken und drängte später ihn und seine Frau Philippa, die in den Nationalrat gewählt wurde, sogar aus der FPÖ.

Nun ist ein halbes Jahr seit der Ibiza-Affäre vergangen, und für drei mutmaßliche Schlüsselfiguren hinter den Aufnahmen klickten Anfang der Woche die Handschellen. Der Zeitung „Österreich“ und das Blog „EU-Infothek“ hatten umfangreich in der Sache recherchiert und die Tageszeitung dokumentierte jüngst die Haftanordnung, die jüngst gegen drei der Verdächtigen erging.

Zwei der Festgenommenen hätten in Salzburg gewohnt, einer davon sei ein 39-jähriger Österreicher mit bosnischen Wurzeln, ein anderer ein 52-jähriger Serbe. Sie sollen eng mit einem in Wien ansässigen Anwalt, der als Hauptdrahtzieher gilt und geständig ist, und dessen Kompagnon an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt gewesen sein. Die beiden in Salzburg wohnhaften Tatverdächtigen sollen unter anderem die vermeintliche „Oligarchennichte“ rekrutiert und eingeschult sowie Urkunden gefälscht haben.

V-Männer des BVT unter den Verdächtigen?

In Wien und Salzburg soll es am Dienstag (19.11.) auch zu Hausdurchsuchungen im Umfeld des tatverdächtigen Detektivs gekommen sein. Dieser war auch bei den Treffen zwischen Gudenus und der vermeintlichen Oligarchennichte als deren Begleiter mit von der Partie gewesen.

Die Recherchen der oben genannten Medien halfen auch, ein Bild vom mutmaßlichen Täterkreis zu erlangen. Demnach seien die meisten Fäden bezüglich der Planung und Produktion des Videos bei einem Sicherheitsunternehmen zusammengelaufen, das der Detektiv betrieb. Dieser beschäftigte auch frühere Nachrichtendienstler und Ex-Offiziere serbischer Spezialeinheiten aus dem Balkankrieg.

Eine besonders pikante Note gibt dem Ganzen, dass „Österreich“ zufolge mehrere Tatverdächtige auch als V-Leute der österreichischen Exekutive tätig gewesen sein dürften, darunter auch für die Verfassungsschutz-Einrichtung, das BVT. Das Innenministerium hat dies bestritten. Dass in diesem Zusammenhang auch Druck auf die Medien des Verlagshauses Fellner ausgeübt worden sein soll, ließ die Optik diesbezüglich jedoch als wenig günstig erscheinen.

Obwohl sich FPÖ-Innenminister Herbert Kickl infolge seiner vielfach energischen Interventionen gegenüber möglichen tiefen Strukturen im BVT keiner überragenden Beliebtheit erfreute und das Aus von Türkis-Blau dort mit Genugtuung quittiert worden sein dürfte, gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise darauf, dass auch BVT-Kreise in die „Ibiza“-Falle involviert gewesen wären.

Persönliche Kränkung als Motiv

Ebenso wenig war jedoch die „Rettung der liberalen Demokratie vor dem Rechtspopulismus“ das entscheidende Motiv hinter der Tat. Vielmehr steckten offenbar Rachegelüste infolge persönlicher Zurückweisungen aufseiten einer Luxus-Immobilienmaklerin und schlichte Geldnot hinter dem Tatentschluss.

„Es war blanker Hass. Die Luxus-Immobilienmaklerin M. tobte, nachdem sie zuerst von Johann Gudenus und später auch von Heinz-Christian Strache abserviert worden ist“, zitiert „Österreich“ einen Insider, der ebenfalls häufig in teuren Wiener Lokalen und bei Clubbings verkehrt hatte, wo auch die Ibiza-Drahtzieher regelmäßig anzutreffen waren.

Zudem habe die Gruppe rund um den Wiener Anwalt M., Detektiv H. und Straches Bodyguard, der diesen zuletzt mit Spesenvorwürfen belastete, weit über ihre Verhältnisse gelebt – möglicherweise auch deshalb, weil dort „in größeren Mengen Kokain gekauft und konsumiert worden sei“. Auch deshalb wollte man bereits im Jahr 2015 Medien eine Haarlocke von HC Strache zum Kauf anbieten, die man zuvor mit Kokainspuren präpariert hätte. Bei Razzien im Umfeld des Anwalts M. war vor einigen Wochen Medienberichten zufolge tatsächlich Kokain gefunden worden, was den Verdacht stützt, es könnte in den Bezug habenden Kreisen ein diesbezügliches Drogenproblem geben.

Als dieses Vorhaben fehlschlug, sollte das zwei Jahre später produzierte Ibiza-Video den zweiten Anlauf darstellen. Wie „Österreich“ schreibt, gehen die Ermittler in der Causa Ibiza offenbar davon aus, dass die Hersteller des Videos Geldforderungen an Strache stellen wollten. Demnach soll der involvierte Detektiv einen Komplizen aufgefordert haben, „mindestens 400.000 Euro“ für das gesamte Material zu verlangen.

„Kampf gegen rechts“-Narrativ sollte Nachforschungen verhindern

Der Komplize soll Strache tatsächlich aufgesucht und ihm angeboten haben, „weitere, bislang nicht veröffentlichte Passagen“ des Ibiza-Videos für eine unbestimmte Summe verkaufen zu wollen. Er gab an, Detektiv H. sei im Besitz dieses Materials.

Erst die deutschen Medien zeigten sich jedoch am Ende bereit, den Produzenten dieses abzunehmen. Dass die Urheber das politische Motiv der „Rettung der Demokratie“ vorspannten, geschah dem „Österreich“-Informanten zufolge in der Erwartung, dass niemand mehr Fragen zur Entstehungsgeschichte und zu den Produzenten stellen würde.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen die Gruppe auf der Basis von zwölf Paragrafen des StGB, die von Gründung einer kriminellen Vereinigung über schwere Erpressung, Urkundenfälschung, Drogenhandel und Verstößen gegen das Waffengesetz bis hin zur Geldwäsche reichen.

Je mehr über die Hintergründe der Ibiza-Falle bekannt wird, umso mehr zeichnet sich ab, dass die Vorwürfe, die HC Strache sich gefallen lassen muss, im Vergleich dazu eher von geringem Gewicht sind: Neben den unüberlegten Äußerungen, zu denen er sich im Ibiza-Video hinreißen ließ, bleibt allenfalls jener, sich in seinen Jahren als Junggeselle als Nachtschwärmer in Wiener Bars mit den falschen Leuten abgegeben zu haben.

Solidaritätseffekt mit Strache könnte sich verstärken

Viele Österreicher könnten nun zu dem Schluss gelangen, dass es jedem unbedarften Bürger widerfahren könnte, ins Visier organisierter, zwielichtiger Personengruppen zu gelangen, die es aus sinisteren Gründen darauf abgesehen haben könnten, ihre Mitmenschen zu diskreditieren oder zu erpressen. Dass die FPÖ, als dies ihren langjährigen Parteichef HC Strache getroffen hatte, keine Solidarität mit ihm zeigte, könnten ihr nun auch über die eigenen Mitglieder hinaus einige Bürger übelnehmen.

Für Strache könnte das Ganze zum entscheidenden Game-Changer werden. Nach seinem Rücktritt als Parteichef und Vizekanzler hatte er sich bereits in einigen Videos selbstkritisch zu Wort gemeldet. Dass ein Fehlverhalten als Junggeselle ihn sein Amt als Vizekanzler einer – erfolgreichen und beliebten – Regierungskoalition gekostet hatte, kann er nicht mehr ändern.

Als Ehemann und frischgebackener Familienvater, aber auch als aus Fehlern und Enttäuschungen gereifter Staatsmann, der immer noch das Vertrauen vieler Österreicher genießt, könnte er jedoch bereits im kommenden Jahr den Aufbau eines neuen politischen Projekts in Angriff nehmen. Ein Wandel dieser Art würde vielen Bürgern Respekt abnötigen.

Auch dürfte vielen Österreichern der Gedanke zuwider sein, dass Kriminelle und deutsche Medien ein Mitspracherecht darüber haben sollen, ob eine gewählte österreichische Regierung im Amt bleiben darf oder nicht. Auch dies könnte einem möglichen Strache-Projekt nützen. Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Montag, 20. Mai 2019

Österreichs Politik von einem Skandal erschüttert

Thema: Österreich Affäre

Warum verhört niemanden den Schattenmann in der Österreich-Affäre?


Der Konservative
Am 19.05.2019 veröffentlicht

Warum fragt kein Offizieller kritisch nach der Rolle eines Mannes, der eine Schlüsselfigur in der Österreich-Affäre ist? Seit wann sind Künstler Teil von Geheimdienstoperationen? Ist dies das neue “Normal” in Europa?

Editor: Vanessa Kirkland
E-mail: blitz.news@post.com
Producer: TWA media non-profit, Oakland, CA (www.about.me/twa.media)
Sources: OE24, ORF, Spiegel online, YouTube, ATV, in compliance with fair use (1976) for educational & non-commercial purposes
Legal: See disclaimer at the end of this video, twa.legal@post.com

Made with pride in California.

Kategorie Nachrichten & Politik

Freitag, 22. Juni 2018

Satire vor Gericht - Das beginnende Ende der Meinungsfreiheit?

Thema: Satire

Satire vor Gericht

Die Strafverfolgung des Journalisten Ulrich Gellermann offenbart den zunehmend autoritären Umgang mit abweichenden Meinungen.
von Klaus-Jürgen Bruder

Wer Satiriker vor Gericht zerrt, weil er sich von einer Kritik angeblich „beleidigt“ fühlt, erreicht nicht immer eine Veruteilung des Gegners. Er erreicht aber zumindest eines: dass sich unter kritischen Geistern ein Klima der Angst breit macht und dass im schlimmsten Fall eine Vorzensur im Hirn des Schreibenden stattfindet. Der Süddeutsche Zeitung hat gegen Ulrich Gellermann die „Methode Erdogan“ angewandt. Dass dieser Prozess überhaupt stattfindet, ist ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit in Deutschland.

Ulrich Gellermann ist Herausgeber und Redakteur des Online-Magazins Rationalgalerie , das sich kritisch mit der deutschen Gesellschaft auseinandersetzt. 1968 gehörte Gellermann zu den Mitgründern des Düsseldorfer „Republikanischen Centrum“. Als Herausgeber verantwortete er das Buch „Armut in der Bundesrepublik“ im Verlag Pahl-Rugenstein. Seit 1990 drehte er gemeinsam mit Angelika Kettelhack Portrait- und Dokumentar-Filme für TV-Sender.

Die Süddeutsche Zeitung geht gegen Ulrich Gellermann nun juristisch vor, weil er in der von ihm herausgegebenen Website Rationalgalerie am 12. Januar 2017 einen Kommentar veröffentlicht hatte, in dem ein Artikel derselben kritisch beleuchtet wird: Am 15. Juni 2018 sollte er, auf Antrag der Süddeutschen, wegen „Beleidigung“ vor ein Münchner Gericht. Vor dem Münchner Amtsgericht ist sie damit in erster Instanz erstmal erfolgreich gewesen: Das Gericht verurteilte den Beklagten Uli Gellermann zu 30 Tagessätzen á 30 Euro.
Man sollte meinen, die Zeiten seien längst vorbei, dass die Autoren satirischer Beiträge mit einer Klage rechnen müssen.
Aber nein! Ganz offensichtlich nicht, wenn Journalisten auf einen satirischen Beitrag mit einer Anklage wegen „Beleidigung“ reagieren. Aber das ist tatsächlich so geschehen mit Ulrich Gellermanns Kommentar zu dem Artikel von Hubert Wetzel „Hätte Putin Trump in der Hand - wegen eines heiklen Videos?“ in der Süddeutschen Zeitung vom 12. Januar 2017.

„Satire darf alles!“, hatte Kurt Tucholsky behauptet – vor inzwischen knapp 100 Jahren! Tucholsky wurde besonders eifrig zitiert, als es darum gegangen war, „Charlie Hebdo“ gegen die Mörder seiner Karikaturisten und Satiriker zu verteidigen – als ob es einer solchen Verteidigung bedurft hätte, denn Mord ist in keinem Fall zu rechtfertigen.

Wenn also heute Tucholsky doch wieder gilt, und Satire alles dürfe, könnte die Süddeutsche einwenden, dass deshalb noch lange nicht „alles“ Satire sei, was den Redakteuren und Herausgebern der Süddeutsche nicht gefällt.

Fraglos klingen Begriffe wie „postfaktisches Arschloch“ oder „Schmierblatt-Sau“ „beleidigend“, erkennt der Autor des satirischen Beitrags an. Aber dennoch sei dies keine Beleidigung. Vielmehr handle es sich um Satire, denn: „gemeint ist nicht der Redakteur, gemeint ist eine Methode, die den Leser und dessen Intelligenz beleidigt.“

Also ist zu vermuten, dass diese Unterscheidung für die Zeitung, für die der Journalist geschrieben hat, zu hoch ist.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Chefredakteure der Süddeutschen wissen sehr wohl, dass der vor den Kadi gezerrte Text die Methode auseinander nimmt, mit der dem Leser eine Meinung so dargereicht wird, dass er sie ohne weitere Nachfrage annehmen kann, denn es ist ja die Methode ihrer Wahl.
Genau das ist also das Delikt des Satire-Schreibers: Er hat die Methode auseinander genommen, derer sich die Kriegstreiber und Brunnenvergifter bedienen.
Weil Ulrich Gellermann die Methode der Schreiber der Süddeutschen entlarvt, können sie nicht auf Unterlassung der Entlarvung klagen. Deshalb fokussieren sie sich auf die Beleidigung eines Arschlochs, der nichts weiter getan, als die in der Süddeutschen geforderte und von ihr bezahlte Arbeit zu verrichten. Deshalb tun sie so, als wüssten sie nicht zwischen Methode und Person zu unterscheiden, die sich dieser Methode bedient.

Es ist jedoch untrügliches Zeichen für die Treffsicherheit seiner Analyse(n), dass die Süddeutsche Uli Gellermann dafür wegen „Beleidigung“ vor Gericht ziehen will.

Man kann nur noch konstatieren: So hat man sich wohl den Untergang der Produktionsweise „wie wir sie kennen“ vorzustellen, als Produktion von Fake und Verleumdung, rücksichtslose Verfolgung von Aufklärung und Widerstand, als Hölle der Verblendung voller Lüge, Hinterhalt, Rachsucht und Häme.

Klaus-Jürgen Bruder, Prof. Dr., studierte Psychologie, Soziologie und Politik in Würzburg und Heidelberg und lehrte an der Freien Universität Berlin. Er gilt als einer der profiliertesten Vertreter einer explizit gesellschaftskritischen Psychologie und ist erster Vorsitzender der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP).

Creative Commons LizenzvertragDieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.
Erschienen bei:
https://www.rubikon.news/artikel/satire-vor-gericht

Montag, 26. Januar 2015

Wie geht's eigentlich der "Lügenpresse"?

Thema: "Lügenpresse"
Zeitungs-IVW: Bild, BamS und Welt verlieren viele Leser

Die Auflage schrumpft, sie schrumpft immer schneller.
Bei den Spitzenreitern der Hofberichterstattung, bei den führenden Aussenstellen der Natopressestelle im Springerverlag, verlieren Bild und Bild am Sonntag 9%, die Welt sogar mehr als 9% ihrer Auflage.

Das Boulevardblatt mit den vier großen Buchstaben, in das kein toter Fisch eingewickelt werden möchte, kann sich schon einmal darauf vorbereiten in Kürze die 2-Mio.-Marke zu unterschreiten.
Im Jahr 2003 betrug die Auflage noch über 4 Mio!

Allerdings sieht es bei den ehemals seriösen Tageszeitungen auch nicht besser aus.
Süddeutsche -4,7%, FAZ -7,4% und Welt und Welt kompakt -9,8%.

Nur das Handelsblatt kann ein Verkaufsplus von 2,3% verbuchen.


Quelle: MEEDIA

» der Kommentar des Blogschreibers «
Ja werte Zeitungsmacher, so kann es kommen wenn man meint, die Leser schlucken alles.
Wenn einen der ehemals hochgehaltene Pressekodex überhaupt nicht interessiert und man nur noch regierungs- und natokonform berichtet.
Als Presseorgan sollte man keine Politik machen sondern nur möglichst neutral und wahrheitsgemäß berichten. Keinesfalls sollte man seine Leser so dreist manipulieren und verarschen, wie ihr das in den letzten Monaten getan habt.
Ihr seht ja was dabei herauskommt.



Dienstag, 5. August 2014

Sitzen wir wirklich in der ersten Reihe - sehen wir mit dem Zweiten wirklich besser?

Thema: Manipulation und Volksverarschung
Wenn es um dies Thema geht, ja, dann sitzen wir Zuschauer in der ersten Reihe und wir sehen mit dem Zweiten besser.
Man hat bei den Öffentlich- Rechtlichen keinen Versuch unterlassen, uns zu desinformieren. Eine Russland und Putinhetze ohnegleichen hat man uns geboten.

Einer der Höhepunkte: unten links stehendes Bild kennt ja nun bald Jeder. So oder so ähnlich wurde es in beinahe jeder Zeitung abgedruckt und in den Nachrichtensendungen gezeigt.

Warum aber haben die Anstalten, die es ganz einfach hätten bewerkstelligen können, nur das Foto zum Hetzen benutzt und nicht das Video gezeigt. Wenige Sekunden hätten genügt um den Sachverhalt zu erklären.


Passte das eventuell nicht in die politisch verordneten Vorgaben?
Hätte uns das eine Seite der "bösen" Separatisten gezeigt, die so gar nicht zur allgemeinen Russlandhetze gepasst hätte?

Die Süddeutsche titelte sogar mit dem Bild und der Schlagzeile:
20. Juli 2014 19:57
Abgestürzter Flug MH17
Kerry wütend über "betrunkene Separatisten" am Absturzort
http://www.sueddeutsche.de/politik/abgestuerzter-flug-mh-kerry-wuetend-ueber-betrunkene-separatisten-am-absturzort-1.2055385


Die Nachrichten aus Syrien sind wegen Ukraine und Israel in den Hintergrund getreten. Die Hetze bei ARD und ZDF hat keineswegs nachgelassen, im Gegenteil, sie ist noch stärker geworden.

Mittwoch, 15. Januar 2014

No-Spy-Abkommen gescheitert - Gab es überhaupt ein "No Spy"-Angebot?

Thema: No Spy-Abkommen gescheitert

Die Süddeutsche "13. Januar 2014 19:59 Kaum Hoffnung auf No-Spy-Abkommen"
BND jammert:
"Die Amerikaner haben uns belogen"

Das geplante No-Spy-Abkommen der Bundesrepublik mit den USA droht zu scheitern. Bundesregierung und BND erwarten nicht mehr, dass die Vereinigten Staaten auf die Überwachung von Deutschen verzichten werden. Die Verbitterung ist groß.
Artikel der Süddeutschen (hier)

No-Spy-Abkommen
"USA, ihr habt den Knall nicht gehört"
Dass das geplante No-Spy-Abkommen zwischen Deutschland und den USA wohl nicht zustande kommen wird, empört Politiker von Regierung und Opposition, überrascht aber kaum. In sozialen Netzwerken wird schon überlegt, wie man auf die Ablehnung Washingtons reagieren könnte. mehr...

Also sehen uns die Freunde der Ferngesteuerten doch als Bananenrepublik Deutschland?
Schaut euch das Video an.
Die Laus im Pelz: Brisante Akten des DDR-Auslandsgeheimdienstes


Da soll doch mal keiner von denen sagen: "Das haben wir ja gar nicht gewusst."
So bescheuert kann doch normalerweise keiner sein.



tagesschau.de
Verhandlungen zwischen USA und Deutschland
Verhandlungen über "No-Spy"-Abkommen stocken
 tagesschau 20:00 Uhr, 14.01.2014, Georg Link, ARD Berlin
 
Gab es ein "No Spy"-Angebot?

Auch wenn die Große Koalition darauf besteht: Ein "No-Spy-Abkommen" mit den USA wird es wohl nicht geben. Aber hatte Washington solch ein Abkommen überhaupt zugesagt? Ein Rückblick auf lange und zähe Verhandlungen.

Von Christoph Grabenheinrich, SR, ARD-Hauptstadtstudio

Die Regierung hält sich bedeckt, will die Angelegenheit nicht kommentieren, verweist lediglich auf die andauernden Gespräche zum "No-Spy-Abkommen". Dass dieses aber wohl nicht unterschrieben wird, deutet sich seit geraumer Zeit an.
Im Sommer vergangenen Jahres, als die Affäre rund um die NSA richtig hochkochte, da schien ein Rettungsanker in Regierungssicht: Die US-Seite habe den Abschluss eines "No-Spy-Abkommens" angeboten, freute sich der damalige Kanzleramtschef Ronald Pofalla, während die Opposition von einer Beruhigungspille sprach. Präsident Barack Obama habe die politische Dimension des Skandals erkannt, gab sich Pofalla überzeugt: "Deshalb glaube ich, dass wir hier die einmalige Chance haben, einen Standard zu setzen, der mindestens unter den westlichen Diensten stilbildend sein könnte für die zukünftige Arbeit."

Kein Ausspionieren deutscher Bürger, Politiker oder der Wirtschaft durch die USA - das wollte die deutsche Seite ins Abkommen schreiben.
Lesen Sie hier... http://www.tagesschau.de/inland/nsa338.html

Zusage der USA lag angeblich vor

"Keine Details zu den Gesprächen": Regierungssprecher Seibert

"Keinen Präzedenzfall schaffen": US-Sicherheitsberaterin Susan Rice.
Stand: 14.01.2014 15:28 Uhr


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers«

Ob es ein "No Spy" Abkommen gab oder nicht, ob es gescheitert ist oder nicht, eines steht auf jeden Fall fest: Wir werden verarscht auf Teufel komm raus.
Nicht nur von den Ferngesteuerten in Berlin, aber zusammen mit denen von der US-Regierung und ihren Spionagediensten.
Da haben die vom NSA doch nur über "Muttis Zäpfchen" gelacht und seinen Spruch, mit dem er die Affäre für beendet erklärt hat.

Leider, leider ist es wirklich nur die dritte oder noch schlechtere Garnitur macht- und geldgeiler Zeitgenossen, die sich selber für die "Elite" halten und dabei einreden, ein Volk von 80 Mio. Menschen vertreten zu dürfen.
Zeitgenossen, die ihre Posten nur duch Lug, Betrug und falsche Versprechungen erreicht haben und die ohne ihre Eignung zur Fernsteuerung nicht mal davon träumen dürften, an den Trögen der Macht schnuppern zu dürfen.

Die tatsächliche Elite, die es fraglos in Deutschland gibt, die es tatsächlich könnten, machen bei dem wahnwitzigen Machtpoker einiger durchgeknallter "Weltenherrscher" von den Freunden unserer Ferngesteuerten gar nicht mit.
Sie werden aber auch dringend benötigt, um nach dem großen Knall, der unausweichlich und immer schneller näher kommt, alles wieder aufzuräumen und die Schäden ihrer Vorgänger zu beseitigen - wenn es noch was zu beseitigen gibt. Die Überreste der Verursacher des Knalls werden wohl von Aufstockern und Billiglohnsklaven beseitigt werden müssen.

Schön ist das alles nicht!
Ein verantwortungsvoller Mensch würde sich in Grund und Boden schämen, bevor er wie eine Marionette im Puppentheater an Fäden tanzt, nur um einmal den wirklich Mächtigen nah sein zu dürfen!


Donnerstag, 26. Dezember 2013

Teheran dementiert: Rouhani schrieb keinen Artikel für „Süddeutsche“

Thema: Was läuft denn da wieder für eine Sauerei?

RIA NOVOSTI am 24.12.2013


Hassan Rouhani, © AFP/ HO / IRANIAN PRESIDENCY
MOSKAU
Irans Präsident Hassan Rouhani hat den Artikel, der am Vortag unter seinem Namen in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlicht wurde, nicht verfasst, berichtet der iranische Fernsehsender Press-TV am Dienstag unter Berufung auf den Präsidentenberater Mohammad Reza Sadeq.

Weitere Einzelheiten brachte der Sender nicht.

In dem am Montag veröffentlichten Beitrag, der laut der „Süddeutschen Zeitung“ von Rouhani geschrieben wurde, war davon die Rede, dass der Iran eine Verbesserung der  Beziehungen mit der EU und den USA anstrebe.

Auszüge aus dem Artikel, der angeblich vom iranischen Präsidenten verfasst worden war, brachten viele westliche Zeitungen.

Was war passiert?

[E-Paper Textversion vom 23.12.2013 - Politik - sueddeutsche.de www.sueddeutsche.de/app/epaper/textversion/?url=kultur/...datei...‎
Irans Präsident nennt Atombombe unislamisch.
München – Der iranische Präsident Hassan Rohani hat sich zu einer weiteren Verbesserung der Beziehungen] mehr ist dem Internet so ohne weiteres nicht mehr zu entlocken.

Und bei der Spurenbeseitigung sind sie ziemlich gründlich vorgegangen denn auch Goggle-cache meldete nur noch:


Update 26.12.2013, 23:00 Uhr
Man kann wieder was erreichen: http://www.sueddeutsche.de/app/epaper/textversion/artikel/1731242/1387753200/, kostet aber...


Dass der Beitrag aus der Süddeutschen verschwunden ist macht aber nichts denn viele andere hatten ihn schon übernommen. So schrieb z.B. derStandart.at aus Österreich:

Rohani will Iran aus internationaler Isolation lösen
23. Dezember 2013, 13:01
Präsident: "Bereit, einen Beitrag zum Frieden und zur Stabilität in Syrien zu leisten"

Berlin - Der iranische Präsident Hassan Rohani will sein Land aus der internationalen Isolation führen. Seine Regierung verlasse in der Außenpolitik "frühere, extreme Ansätze", erklärte Rohani in einem am Montag in der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlichten Beitrag. Die Großmächte könnten weltweite Herausforderungen nicht allein lösen. "Hier kann Iran seine globale Rolle ausweiten."

Konkret spricht Rohani von einer internationalen Zusammenarbeit, um den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden. Der in seinem Land als Reformer geltende Politiker erklärt, Syrien drohe zur Sammelstelle für Terroristen zu werden. "Wir sind bereit, im Rahmen ernsthafter Verhandlungen unseren Beitrag zum Frieden und zur Stabilität in Syrien zu leisten."

Die Chancen für eine Verständigung müssten jetzt ausgeschöpft werden, forderte Rohani. "Wir hoffen, dass auch unserer Amtskollegen das Zeitfenster nutzen, das sich aufgetan hat."
Lesen Sie den ganzen Beitrag (hier)

und die Tiroler Tageszeitung schreibt:

Weltpolitik
Rohani will Iran aus internationaler Isolation lösen

Der Iran sei laut dem Präsidenten auch „bereit, einen Beitrag zum Frieden und zur Stabilität in Syrien zu leisten“.

"Berlin - Der iranische Präsident Hassan Rohani will sein Land aus der internationalen Isolation führen. Seine Regierung verlasse in der Außenpolitik „frühere, extreme Ansätze“, erklärte Rohani in einem am Montag in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichten Beitrag. Die Großmächte könnten weltweite Herausforderungen nicht allein lösen. „Hier kann Iran seine globale Rolle ausweiten.“

Konkret spricht Rohani von einer internationalen Zusammenarbeit, um den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden. Der in seinem Land als Reformer geltende Politiker erklärt, Syrien drohe zur Sammelstelle für Terroristen zu werden. „Wir sind bereit, im Rahmen ernsthafter Verhandlungen unseren Beitrag zum Frieden und zur Stabilität in Syrien zu leisten.“
(Hier) steht der ganze Artikel.


Kommentar

Wer hat denn da der Süddeutschen was untergejubelt?
Es muss schon professionell gemacht worden sein und es muss glaubwürdig ausgesehen haben, sonst hätten die es nicht veröffentlicht.
Also, wer hat ein Interesse daran, dass sowas bekannt gemacht wird, wer hat davon Vorteile?
Die Freunde unserer Regierung vielleicht?
Oder die Freunde der Freunde unserer Regierung?
Man weiss es noch nicht! Will man das überhaupt wissen? Man könnte ja mal vorsichtig bei der NSA anfragen.