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Dienstag, 14. Oktober 2014

US - Lobbyisten machen Weltpolitik

Thema: Weltpolitik

Aggressiv gegen Russland:
Für den Clan von US-Vize Biden geht es um viel Geld


Die Aktienkurse von Fracking-Unternehmen haben seit Juni mehr als 20 Prozent eingebüßt. Die Entwicklung könnte erklären, warum die Amerikaner die Russen so aggressiv attackieren: Der Sohn von US-Vizepräsident Joe Biden arbeitet für ein ukrainisches Fracking-Unternehmen. Zwei ehemalige Mitarbeiter von Außenminister Kerry sind sogar als Lobbyisten für das Unternehmen tätig. Es geht offenkundig um handfeste, persönliche Interessen - mitten in einem Hype, der zu platzen droht.

Der Fracking-Boom der letzten Jahre in den USA hat dazu geführt, dass das Land Saudi-Arabien und Russland bei der Öl-Produktion überholt hat. Die neue Technologie hat die US-Handelsdefizite und die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt vor noch Schlimmerem bewahrt und vor allem in Texas viele neue Arbeitsplätze geschaffen.

Doch die Zukunft des Fracking ist höchst unsicher, berichtet Bloomberg. Denn die Menge an mittels Fracking förderbarem Erdöl ist möglicherweise deutlich niedriger als bisher angenommen. Die Berichte der Unternehmen darüber sind extrem undurchsichtig.

Es ist durchaus denkbar, dass im nun einsetzenden bösen Erwachen eine der Ursachen der aggressiven Energie-Politik der Amerikaner gegen Russland liegt. Denn Russland hat mit seinen Öl-Vorkommen ein wertvolles Asset im weltweiten Kampf um die globale Energieversorgung. Die Amerikaner interessieren sich daher auch so sehr für die Ukraine, weil sie hoffen, dort jene Energie fördern zu können, die sie mit dem Fracking-Boom den Investoren versprochen haben. Der Druck auf den Ölpreis soll Russland schaden, damit die Russen neue Bohrvorhaben wie jenes in der Arktis nicht allzu schnell realisieren können.

Ende eines Hypes: Der Index der Schiefergas-Konzerne hat seit Juni mehr als 20 Prozent eingebüßt. (Grafik: ariva.de)

Die US-Politik ist auf das Engste mit der Fracking-Industrie verflochten: Hunter Biden, Sohn des US-Vizepräsidenten Joe Biden, arbeitet für die ukrainische Firma Burisma. Die Firma hatte zu Beginn der Ukraine-Krise ihre Lobbytätigkeit in Washington verstärkt, wie Time berichtete: Praktischerweise wurden gleich zwei enge Mitarbeiter von US-Außenminister John Kerry zuständig für die politische Arbeit als bezahlte Lobbyisten für Burisma.

Biden wiederum sagte erst kürzlich, dass die Amerikaner die EU gezwungen habe, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen. Die Sanktionen treffen die Wirtschaft in der EU hart, während sie den Amerikanern nützen.

Die Entwicklung der Börsenkurse beim Fracking erinnert an die Situation des Internet-Hypes im Jahr 2000: Auch damals hatten die Unternehmen den Börsen das Blaue vom Himmel versprochen. Alan Greenspan hatte durch seine lockere Geldpolitik Öl ins Feuer gegossen und die Anleger in eine Branche getrieben, bei der Versprechen und reale Leistung in keinem vernünftigen Verhältnis standen.

Ähnlich sieht es nun beim Fracking aus. Es riecht nach Betrug am Anleger – basierend auf übertriebenen Vorhersagen.

Lee Tillman, Chef von Marathon Oil, sagte Investoren im September, dass sein Unternehmen in den USA über Ölvorkommen im Umfang von 4,3 Milliarden Barrel verfügt, das mittels Fracking gefördert werden kann. Doch diese Zahl war 5,5 Mal so hoch wie die Erdöl-Reserven, die Marathon Oil der US-Aufsichtsbehörde meldete.

Derartige massive Unterschiede sind keine Seltenheit in der US-Fracking-Industrie. Die Unternehmen verwenden übertriebene Prognosen, um das hydraulische Fracking an Investoren zu verkaufen. Zudem wollen sie die Politik davon überzeugen, das seit 39 Jahren bestehende Exportverbot für Rohöl aufzuheben.

„Das ist für die Öffentlichkeit, die Regierung und den Kongress“, sagt Scott Sheffield, der Chef des in Texas ansässigen Konzerns Pioneer Natural Resources. „Wenn wir diese großartige Ressource haben, warum lasst ihr uns sie nicht exportieren?“ Die Politik versteht wenig vom Fracking, doch sie ist an den Profiten interessiert, die der Boom mit sich gebracht hat. Daher unterstützt sie die Anliegen der Branche.

Die Vorhersagen darüber sind umstritten, wie viel Erdöl aus dem Schiefer gewonnen werden kann, seit der Boom vor etwa einem Jahrzehnt begann. Die Fracking-Unternehmen kombinieren horizontales Bohren mit hydraulischem Fracking. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien tief in das Schiefergestein gepresst, um Kohlenwasserstoffe zu gewinnen.

Die Erfinder des Verfahrens wie der in Oklahoma City ansässige Konzern Chesapeake Energy sagen, dass Prognosen beim Fracking vorhersehbarer sind, als beim traditionellen Bohren. Die Aufsichtsbehörden stimmten dieser Ansicht zu und lockerten die Anforderungen ab 2010. Dadurch erhielten die Unternehmen mehr Spielraum bei der Erstellung von Prognosen.

Zudem erreichten die Energiekonzerne bei der US-Börsenaufsicht SEC, dass sie spekulative Schätzungen in ihre Berichte einfließen lassen können. Der SEC melden die Konzerne nur die nachgewiesenen Vorkommen. Den Investoren hingegen präsentieren sie andere Schätzungen, die von der SEC nicht beaufsichtigt werden.

Der Unterschied zwischen diesen Schätzungen ist nicht neu. Ernsthafte Investoren kennen diese zweigleisige Berichterstattung seit Jahren. Das Problem ist jedoch, dass die Fracking-Firmen nun auch liefern müssen. „Sie gehen das Risiko von Rechtsstreitigkeiten ein“, zitiert Bloomberg John Lee, Professor für Ingenieurswissenschaften an der University of Houston.

Bisher hat es deshalb keine Rechtsstreitigkeiten gegeben, weil die Fracking-Aktien sechs Jahre lang gestiegen sind. Grund dafür ist vor allem die lockere Geldpolitik der Federal Reserve, die fast alle Aktienpreise in die Höhe getrieben hat. Die Fracking-Investoren hatten also keinen Grund, sich zu beschweren.

Doch die Lage am Rohstoff- und Aktienmarkt hat sich zuletzt massiv und schnell verschlechtert. Der Ölpreis ist seit Juni um 20 Prozent eingebrochen. Und auch die Fracking-Aktien haben seit Juni mehr als 20 Prozent verloren. Die Investoren werden nun nach Schuldigen suchen und die übertriebenen Prognosen der Fracking-Unternehmen angreifen.

So haben 62 der 73 amerikanischen Fracking-Unternehmen den US-Behörden niedrigere Prognosen gemeldet als der Öffentlichkeit. Das Unternehmen Pioneer Natural Resources nannte den Investoren 13 Mal so hohe Prognosen wie der US-Börsenaufsicht SEC. Bei Goodrich Petroleum lag der Faktor bei 19, bei Rice Energy sogar bei 27.

Das durchschnittliche von den Fracking-Firmen öffentlich angegebene Potential war 6,6 Mal höher als die Zahlen, die sie der SEC meldeten. Viele Unternehmen verwenden eigene Modelle zur Vorhersage von Ressourcenpotentialen. Oftmals erklären sie kaum, was ihre Zahlen genau beinhalten und wie lange die Bohrungen dauern werden oder wie hoch die Kosten dafür liegen.

Sobald die Rechtsstreitigkeiten gegen die irreführenden Berichte der Fracking-Industrie einsetzen, droht der Branche ein weitaus größerer Absturz, als die 20 Prozent seit Juni. Investoren werden schließlich erkennen, dass die Aktiengewinne der letzten Jahre nicht haltbar sind.

Da erscheint die Russland-Krise wie ein rettender Ausweg: Denn in Krisen werden die Karten bei Börsen-Unternehmen gerne neu gemischt – weil man externe Faktoren für falsche Prognosen verantwortlich machen kann. Zugleich hofft der Biden-Clan, in der Ukraine jene Mengen an Schiefergas zu fördern, die anderswo fehlen. Das Ganze wird sogar offiziell in den politischen Kontext gesetzt: Ein Sprecher sagte Time: “Burisma unterstützt die Energie-Unabhängigkeit der Ukraine, wirtschaftliches Wachstum, die nationale Souveränität und die regionale Stabilität und wird sich je nach Bedarf dafür einsetzen, Schritte zu unternehmen, um diese Ziele zu erreichen.”

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

bluesbower sagt:
Der außenpolitische Strippenzieher Brzezinski hat die Richtung vorgegeben, Es geht um den Zugriff auf russische Bodenschätze und um nichts anderes. Deshalb wird der Konflikt gegen Russland geschürt.

Michael sagt:
Joe Biden ist ein wahrer Patriot und setzt sich für sein Land wirklich ein
http://www.youtube.com/watch?v=1bCSpVLGCZY

Helmut sagt:
Ja, nicht nur für sein Land, er setzt sich in allen Ländern für sich ein!

Neo sagt:
Je früher die Blase platzt, desto besser! Der Biden-Clan wird sicherlich nicht am Hungertuch nagen müssen.Und wenn,dann trifft es mal die Richtigen.Mitleid habe ich da nicht!

Stephan Achner sagt:
Die Fracking-Industrie ist eine Black-Box, in der die Unternehmen die Kapitalanleger reihenweise über den Tisch ziehen und anschliessend das Grundwasser irreversibel vergiften. … und in der Ostukraine sollen Schiefergasvorkommen existieren, an die Biden bzw. Burisma herankommen wollen. Daher der von Biden geförderte Krieg der ukrainischen Junta gegen die eigene Bevölkerung im Osten mit der Vertreibung von Hunderttausenden Russen. Eine leere Ostukraine kommt Biden gerade recht. Halt, typisch US-amerikanisches Verhalten wie im Wilden Westen. Diesmal im Osten.

Detlev G. Pinkus sagt:
Aggressiv gegen Russland: Für den Clan von US-Vize Biden geht es um viel Geld. Wenn also die privaten Empfindlichkeiten wichtiger sind als die Politik, dann taugt die U.S. Amerikanische Regierung gar nichts. Barak Obama und Angela Merkel haben eines gemeinsam, beide sind unfaehig und fuer die Jobs die die derzeit haben ungeeignet. Beide richten nur Schaden an, und zwar gruendlich.

Knolle sagt:
Im Klartext heißt das dann wohl, dass die Welt Krieg führen muss, damit die Familie Biden ihr Einkommen erwirtschaftet?
Eine schockierende Vorstellung, was hier möglich ist.

Lisa sagt:
War das nicht von Anfang an klar, dass es hier um genau diese Interessen ging?
Ich hatte nie Zweifel, dass auch der Ukrainekonflikt letztendlich deshalb forciert wurde, weil es darum ging Anlegerinteressen zu befriedigen. Joe Biden sitzt auch nur auf diesem Stuhl, weil dies die Großanleger so wollen.
Der letzte Wahlkampf von Obama wurde von großen Anwaltskanzleien finanziert.
Wer sich einmal mit dem beschäftigt hat, was diese verdienen wenn sie Vergleiche aushandeln, der weiß auch, dass man alles tun wird, um CETA, TISA, TTIP in die Umsetzung zu bringen.
Am Samstag fanden europaweite Proteste mit sehr reger Beteiligung gegen diese Verträge statt. Ist es da noch verwunderlich, dass man trotz der Massen nichts in den Zeitungen und Onlineportalen findet.

RUS sagt:
Das ist schon lange klar,dass USA über die Leichen geht um seine “Demokratie” an die Menschen zu bringen, aber nur dort, wo GAS und/oder OL gibt.


Montag, 18. August 2014

USA: Kluft zwischen Arm und Reich zerreißt das Land - schwere Ausschreitungen in Missouri

Thema: Einkommen
Ein gefährlicher Trend
USA: Kluft zwischen Arm und Reich zerreißt das Land

In den USA hat das massive Gelddrucken der Federal Reserve die Einkommensunterschiede so stark vergrößert wie noch nie zuvor in der Geschichte. Diese Entwicklung fördert soziale Spannungen, wie sie gerade bei den Unruhen in Missouri zu beobachten sind. Auf der anderen Seite entstehen Blasen, deren Platzen die Armen noch weiter ins Elend treiben wird.

Das Einkommens-Gefälle zwischen den ärmsten und reichsten Regionen der USA hat einen Rekord-Stand erreicht.

In den vergangenen 45 Jahren hatten sich die Einkommens-Unterschiede in den USA zeitweise vergrößert und zeitweise verkleinert. Doch seit Beginn der Finanzkrise hat sich die bisher größte Kluft zwischen Arm und Reich aufgetan. Dieser Trend zeigt sich auch in der Wohnungs-Wirtschaft. Die politischen Entscheidungsträger sind besorgt.

Das amerikanische Handels- und Arbeitsministerium hat im vergangenen Jahr in den 100 größten Metropolregionen der USA Daten erhoben. Das Ministerium stellte fest, dass zwischen den ersten 10 und den restlichen 90 Regionen ein massives Gefälle bei den Wohnungs-Preisen besteht. Ein derartiges Gefälle habe es seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1969 nicht gegeben.

So liegt Boston auf Platz 10 und Cincinnati auf Platz 90. Das Pro-Kopf-Einkommen in Boston ist 1,61-mal höher als in Cincinnati.

Eine ungleichmäßige Erholung auf dem Arbeitsmarkt hat gleichzeitig zu erheblichen Unterschieden im Einkommens-Wachstum der einzelnen Regionen geführt. Diese wiederum haben das Auseinanderklaffen der Immobilien-Preise in den verschiedenen Regionen beflügelt.

Die Financial Times zitiert den Fannie Mae-Analysten Mark Palim:
    „Die Wohnungsmärkte entwickeln sich unterschiedlich, weil es eine ungleichmäßige geografische Entwicklung des Arbeitsmarkts gibt. Bestimmte Bereiche der Wirtschaft laufen besser an als andere.“
In einigen Regionen gibt es Zustände, die an eine Immobilien-Blase erinnern. Doch in anderen Regionen wiederum gibt es einen Rückgang bei den Miet-Preisen. So wurden in der Hauptstadt des US-Bundestaats Texas, Austin, zahlreiche Arbeitsplätze im IT-Sektor geschaffen. Die Folge war eine steigende Nachfrage nach Immobilien. Diese Entwicklung trieb die Mietpreise in die Höhe.

In Akron, Hauptstadt des US-Bundestaats Ohio, passierte genau das Gegenteil. Dort soll eine neue Produktions-Stätte errichtet werden, die Arbeitsplätze schaffen soll. Doch bisher ist das Vorhaben nicht gelungen. Die Mietpreise in Akron sind erheblich gedämpft.

Der stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve Bank (Fed), Stanley Fischer, zeigte sich kürzlich besorgt über die Wohnungs-Wirtschaft. Diese sei das „Epizentrum“ der US-Finanzkrise und der Rezession gewesen. Sie befinde sich noch auf dem Weg der Erholung.

Die Beschäftigungs-Quote der Amerikaner habe den Stand vor der Rezession überschritten. Doch es gab nur ein geringes Lohnwachstum bei den niedrigen und mittleren Einkommensgruppen.

Paul Singer, Gründer und Chef des Hedgefonds Elliott Management, nimmt die Fed in die Verantwortung (mehr hier).
Finanzen 100 zitiert Singer:
    „Die Ungleichheit in den USA ist derzeit so groß wie selten zuvor, vor allem weil die US-Notenbank ihre Ziele erreicht hat: höhere Preise für Vermögenswerte (vor allem für Aktien, Anleihen und teure Immobilien), die generell Amerikanern aus den oberen Einkommensschichten gehören.“
Die reichsten 10 Prozent der US-Bürger besitzen 74,4 Prozent des landesweiten Vermögens. Dieselben 10 Prozent besitzen auch 80 Prozent der Aktien.

Warum diese Entwicklung auf die ganze Welt übergreifen wird, und wer die Drahtzieher und die Opfer sind, lesen Sie bitte im neuen Buch von DWN-Herausgeber Michael Maier:


Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Tränengas und Rauchbomben
USA: Erneut schwere Ausschreitungen in Missouri

In der Stadt Ferguson in Missouri ist es erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Der Gouverneur des Staates rief den Ausnahmezustand aus und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre. US-Präsident Obama hat seinen Urlaub unterbrochen, um sich mit seinen Sicherheitsberatern zu treffen.

Die Polizei kann in Ferguson, Missouri, die Lage nicht beruhigen und greift zum Einsatz von Tränengas und Rauchbomben gegen Demonstranten. (Foto: dpa)
Trotz einer Ausgangssperre ist es in der US-Kleinstadt Ferguson erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Beamten setzten am Wochenende Nebelgranaten und Tränengas ein, um die diesmal allerdings kleinere Gruppe von Protestierenden zu vertreiben. Die Unruhen waren dadurch ausgelöst worden, dass ein weißer Polizist einen schwarzen Jugendlichen erschossen hatte, obwohl der 18-Jährige unbewaffnet war.

Die Beamten griffen bei den Protesten am Wochenende nach eigenen Angaben aber erst ein, nachdem Schüsse gefallen waren. Laut CNN und anderer Medien wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt. Der Vorfall hat demnach aber keinen direkten Zusammenhang mit den Protesten. Die Polizei nahm sieben Demonstranten fest. Auch für die Nacht zum Montag wurde ein Ausgehverbot verfügt.

US-Präsident Barack Obama hat seinen zweiwöchigen Urlaub unterbrochen, um in Washington mit seinen Sicherheitsberatern zusammenzutreffen. Neben der Ukraine und dem Nahen Osten geht es bei den Beratungen auch um die Lage in Ferguson.

Seit dem Tode des Jugendlichen Michael Brown ist es fast täglich zu gewalttätigen Protesten in dem Vorort von St. Louis (Missouri) gekommen. Der Gouverneur des Staates, Jay Nixon, hatte schließlich am Samstag den Notstand ausgerufen und ein Ausgehverbot von Mitternacht bis fünf Uhr morgens verhängt.

Das Justizministerium, das sich nach dem Tod des Jugendlichen in die Ermittlungen eingeschaltet hat, ordnete am Sonntag eine zweite Obduktion der Leiche an. Der Schritt wurde mit den «außergewöhnlichen Umständen des Falles» und einem entsprechenden Ersuchen der Brown-Familie begründet.

Gouverneur Nixon verteidigte in einem Interview des Senders CNN am Sonntag die Ausgangssperre. «Wir müssen die Menschen schützen, ohne von unserem Hauptziel abzulenken», sagte er. Dieses Hauptziel sei eine schonungslose Aufklärung der Umstände von Browns Tod. «Um Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, brauchen wir Frieden», fügte der Gouverneur hinzu.

Die Polizisten griffen nach eigenen Angaben mit Tränengas und Rauchbomben ein, nachdem sie Männer auf einem Dach gesehen und Schüsse gehört hätten. CNN zufolge ist der lebensgefährliche Verletzte ein Demonstrant. Gouverneur Nixon bestätigte, dass die Polizei nichts damit zu tun habe. Der Vorfall habe anscheinend einen privaten Hintergrund, sagte Nixon dem Sender NBC. Über den Schützen herrschte zunächst Unklarheit. Nach Angaben der «Washington Post» flüchtete er. Die Polizei sagte laut Medienberichten lediglich, sie habe eine Person mit einer Waffe auf der Straße gesehen.

Gouverneur Nixon versicherte, mit der Ausgangssperre wolle er nicht die Demonstranten zum Schweigen bringen. Die meisten verhielten sich friedlich. Es gehe vielmehr darum, die Störenfriede in Schach zu halten. «Wir können nicht zulassen, dass der böse Wille einiger weniger den guten Willen der vielen untergräbt», sagte er am Samstag auf einer Pressekonferenz.

In der Nacht davor hatte es nach einem Tag Pause erneut Ausschreitungen gegeben. Demonstranten plünderten mehrere Geschäfte, blockierten eine Straße und warfen Flaschen auf Demonstranten.

Am Freitag hatte die örtliche Polizei erstmals den Namen des Beamten enthüllt, der Brown erschossen hatte. Zugleich berichtete sie, dass der Teenager im Verdacht stand, kurz vor den tödlichen Schüssen einen Laden überfallen zu haben. Erst später wurde klargestellt, dass der Polizist nichts von dem Verdacht wusste, als er die Schüsse auf Brown abgab. Dass die Polizei den Vorfall in dem Geschäft publik gemacht hatte, obwohl er anscheinend nicht im Zusammenhang mit den Todesschüssen stand, hatte neue Empörung ausgelöst. Auch Nixon kritisierte am Sonntag den Schritt der Polizei.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Thema: Unruhen in der US-Kleinstadt Ferguson
T-Online
Stargutachter enthüllt
Schwarzer Teenager von sechs Polizeikugeln durchsiebt

Der von einem Polizisten in der US-Kleinstadt Ferguson erschossene Teenager Michael Brown soll einem Privatgutachten zufolge von mindestens sechs Kugeln getötet worden sein. Zwei Projektile hätten den Kopf und vier den rechten Arm des 18-Jährigen getroffen, befand ein von den Eltern des Opfers eingeschalteter Rechtsmediziner, wie die "New York Times" am späten Sonntagabend berichtete.

Neue Ausschreitungen vor der Ausgangssperre: Polizisten beobachten in der Kleinstadt Ferguson, wie sich Demonstranten formieren (Quelle: dpa)
Laut dem vorläufigen Ergebnis der Autopsie seien alle Kugeln von vorne abgefeuert worden.

Die Familie des 18-Jährigen hatte die am Sonntag durchgeführte unabhängige Autopsie in Auftrag gegeben, nachdem bereits örtliche Experten die Leiche untersucht hatten. Die Ergebnisse von deren Obduktion wurden aber bisher nicht bekannt.

Gutachter trat schon im Prozess gegen OJ Simpson auf

Der von Browns Eltern beauftragte Pathologe Michael Baden gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet. Er sagte unter anderem in dem spektakulären Gerichtsverfahren gegen den Ex-Footballstar OJ Simpson aus und wurde auch bei den Untersuchungen zum Mord an US-Präsident John F. Kennedy zu Rate gezogen. Baden war früher als oberster Gerichtsmediziner der Ostküstenmetropole New York tätig.

Das US-Justizministerium kündigte aufgrund der "außergewöhnlichen Umstände" des Falls an, dass nach den Behörden von Missouri nun auch zusätzlich Experten auf Bundesebene eine Autopsie der Leiche vornehmen würden.

Straßenkrieg geht weiter

Ferguson ist seit der Tötung des schwarzen Jugendlichen durch einen weißen Polizisten am 9. August Schauplatz von Unruhen und Protesten, da dem Schützen rassistische Motive unterstellt werden.

Auch am Sonntagabend kam es wenige Stunden vor dem Inkrafttreten einer neuen Ausgangssperre zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Die mit gepanzerten Fahrzeugen angerückten Sicherheitskräfte trieben die Menschenmenge mit Tränengas auseinander, wobei einige der Gaskartuschen umgehend auf die Polizei zurückgeschleudert wurden. Örtliche Medien zeigten Bilder von Krawallmachern, die ein Schnellrestaurant demolierten.

Laut dem Sender KMOV-TV griffen die Sicherheitskräfte erst ein, nachdem sie mit Molotow-Cocktails beworfen worden waren. Auch von Schüssen aus der Menge heraus wurde berichtet. Einige der größtenteils jungen Demonstranten reckten derweil Protestschilder gegen Polizeigewalt in die Höhe.

Debatte um Rassismus und Waffengesetze

Die Ordnungskräfte des US-Bundesstaats Missouri hatten zuvor angekündigt, die zweite Nacht in Folge eine Ausgangssperre zu verhängen. Die jüngste Ausgangssperre sollte von Mitternacht bis zum frühen Montagmorgen gelten.

Die Affäre Brown hat die landesweite Kontroverse um Rassismus und laxe Waffengesetze in den USA aufs Neue angefacht. Das Schicksal des Teenagers weckt Erinnerungen an den 17-jährigen Schwarzen Trayvon Martin, der im Februar 2012 in der Stadt Sanford in Florida erschossen worden war.

Der Schütze George Zimmerman gab damals an, in Notwehr gehandelt zu haben, nachdem der unbewaffnete Teenager ihn geschlagen habe. Der Prozess gegen Zimmerman endete mit einem Freispruch.

Liebe Leserin, lieber Leser, zu diesem Thema ist keine Kommentierung möglich. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Netiquette. Wir danken für Ihr Verständnis.
Quelle: T-Online

» der Kommentar des Blogschreibers «
War das in den USA nicht schon oft so, dass Unbewaffnete aus "Notwehr" mit mehreren Schüssen erschossen wurden? Oder dass Selbstmörder sich mit mehreren Schüssen umgebracht haben?
In einem "Selbstmordfall", von dem ich vor nicht langer Zeit gelesen habe, hatte der Mann 32 Einschüsse. Interressanterweise waren in den meisten Fällen die "Angreifer" und "Selbstmörder" schwarzer Hautfarbe und die Täter waren Weiße.
Aber was soll's, Hauptsache man kann sich und seine Familie zu jederzeit mit der eigenen Waffe verteidigen.(Gegen was eigentlich? Die "bösen" Jungs haben doch das gleiche Recht, oder?)


Kommentare zum ersten Beitrag

Selbstdenker sagt:
Das Amerika schon längst zu einem Polizeistaat mit unbegrenzten “Möglichkeiten” verkommen ist, dürfte wohl allgemein bekannt sein.
Nun hat Freeman ein paar interessante Beweise (und Hintergründe) recherchiert: http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/08/wie-die-freimaurer-die-polizei-in-den.html

bluesbower sagt:
Die OSZE sagt seit 1999 voraus, dass die ungerechte Verteilung des Reichtums zu sozialen Unruhen bis hin zu Revolutionen führen kann.
Nicht umsonst wird in der Staaten, die sich dem Neoliberalismus verschrieben haben, die Überwachung der Bürger vorangetrieben und autoritär auf Bürgerrechtsbewegungen reagiert.

Nichtwähler sagt:
Einerseits ist dieses Gefälle von gewissen Kreisen so gewollt.
Andrerseits stehen sie hilflos vor dem wachsendem Desaster.

Banken und Wirtschaft geben den Ton an. Sie sind Dirigent.
Geschmierte Politiker sind nur Zaungast bei diesem Schauspiel.
Obama steht vorn und liest alles vom Prompter ab… Fragen?

Alfons sagt:
Die USA brauchen schnellstens einen großen Krieg mit richtig Beute, sonst haben sie einen richtigen Bürgerkrieg im eigenen Land.
Es ist besser, hier ein paar Millionen Europäer abzuschlachten, als zuhause gegen Hunger- und Elendsaufstände ihrer Sklaven zu kämpfen.

bash! sagt:
notfall-trauma-hilfe für schussverletzte und verkehrsopfer ist eines der wenigen felder die in amerika besser sind, als manch anderswo auf der welt.
bash!
das erklärt sich dadurch, das jeden monat auf strassen in den usa genauso viele leute sterben wie bei den 9/11 anschlägen. gegen die billionen ausgaben die für letzteres aufgewendet wurden fallen die monatlichen verkehrstoten natürlich nicht…
bash!
als randbemerkung, die einzige gruppe von leuten die jemals in der geschichte der welt eine atombombe gezündet haben um unschuldige zivilisten zu verletzen war die regierung der vereinigten staaten.
bash!

DonPillo sagt:
USA ist längst-wie Reagan es bezüglich der UDSSR formulierte -the evil empire!
Obama ist der schrecklichste Mr.President seit Gründung der USA!
Er lügt und täuscht und heuchelt und treibt USA in den offenen Bürgerkrieg!
Armes Amerika-DAS hast du wirklich nicht verdient!


Samstag, 31. Mai 2014

Crash-Warnung: EZB fordert Banken und Investoren auf, sich zu schützen

Thema: Platzt die Blase?

Wenige Tage nach der EU-Wahl meldet sich Mario Draghi mit einer spektakulären Crash-Warnung. In der Sprache der Zentralbanker heißt das, es bestehe die „Möglichkeit eines scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“. Die EZB, die ja durch den Stresstest Einblick in die Bücher der Banken hat, ahnt offenbar Schlimmes - und rät Banken und Investoren dringend, Vorsorge zu treffen.

Die Crash-Warnung des Jahres kommt nicht von Marc Faber (der sagt, der Crash kann über Nacht kommen – hier). Sie kommt auch nicht von den Bestseller-Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik (die sagen, dass es ohne Crash gar nicht geht – hier).

Die Warnung kommt von der Europäischen Zentralbank (EZB).

Und sie hat es in sich.

Die EZB warnt angesichts der Rekordjagd an den Börsen vor einem Kurseinbruch an den Börsen. Wegen der Suche der Investoren nach Rendite stiegen die Risiken für die Finanzstabilität. Dies könnte die „Möglichkeit eines scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“ auslösen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht der Notenbank.

Von einem „scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“ hat seit langem keine Zentralbank mehr gesprochen.

Und ausgerechnet der Landsmann von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der portugiesische Notenbank-Chef, macht die Öffentlichkeit darauf aufmerksam, dass es sich hier offenbar nicht um ein theoretisches Gedankenspiel, sondern um eine reale Gefahr handelt.

EZB-Vizepräsident Vitor Constancio sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Ich habe keine Empfehlung für die Investoren, aber sie sollten sich dieser Risiken bewusst sein und versuchen, sich zu schützen.“ Die Krise in der Ukraine zum Beispiel könnte die gute Stimmung kippen. „Die Banken sollten darauf vorbereitet sein“, warnte Constancio.

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass die Zentralbanken vor dem Crash warnen: Sie haben durch die globale Politik des Geldes die Vermögensblasen angefacht, insbesondere jene an den Börsen. Noch am Mittwoch fieberten die Ahnungslosen Börsianer dem Durchbrechen der 10.000er Marke des DAX entgegen. Der Deutschlandfunk konnte in seiner mittäglichen Wirtschaftssendung kaum an sich halten und meinte, dass das Durchbrechen der „historischen“ Marke auch zu einer großen Schlagzeile bei der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ führen werde, was die Privatanleger animieren sollte, einzusteigen. Ein Analyst goß noch Öl ins Feuer uns sagte, das Kursziel sein 10.500 und die werde der DAX noch in diesem Jahr erreichen.

Doch die EZB muss es besser wissen – schließlich hat sie das Geld in den Markt gepumpt und weiß im Zuge des Stresstests, wie es bei den Banken wirklich aussieht.

Ihre Crash-Warnung kommt nicht aus dem Bauch.

Sie speist sich aus den Büchern der Banken.

Daher ist es nur logisch, dass sich die Währungshüter in dem Bericht besorgt über die nach wie vor geringe Profitabilität vieler Banken äußern. Auch fänden sich in den Bilanzen der Geldhäuser immer noch zu viele faule Kredite. „Bislang scheint hier der Wendepunkt noch nicht erreicht“, hieß es. Zudem hätten mehr als die Hälfte aller Großbanken in der Euro-Zone im zweiten Halbjahr 2013 Verluste geschrieben. Wegen der unsicheren konjunkturellen Perspektiven bestehe darüber hinaus ein „signifikantes Risiko, dass sich die Kreditqualität weiter verschlechtert“.

Erst am Dienstag hat IWF-Chefin Christine Lagarde kritisiert, dass die Großbanken keine Reformen durchgeführt haben (mehr hier).

Gefahren für den Bankensektor gingen darüber hinaus von der nach wie vor engen Verflechtung der Institute mit den Staaten aus. Sollte es zu dem befürchteten Crash an den Märkten und im Zuge dessen zu einem kräftigeren Anstieg der Renditen für Staatsanleihen kommen, bedeute dies nicht nur Belastungen für die Regierungen, sondern auch Verluste für die Institute, heißt es in dem Bericht. Deshalb sei es wichtig, die Aufsicht über die Banken zu stärken. Dies gelte auch für den wachsenden Schattenbankensektor und die Derivatemärkte.

Fazit: Alles, was vor der EU-Wahl als harmlos dargestellt wurde, blubbert nun an die Oberfläche. Es ist bezeichnend, dass die EZB nicht die Bürger oder den Mittelstand, warnt, sondern die Banken.

Wenn auch Sie erfahren wollen, was auf uns zukommt, lesen Sie das neue Buch von DWN-Herausgeber Michael Maier. Er beschreibt, was hinter den Crash-Drohungen steckt – und wie die Schuldenblase platzt. Und er erklärt, wie man sich als Bürger von den Machenschaften der Zentralbanken, Banken und Regierungen befreien kann und muss.

* * *

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Michael Maier, „Die Plünderung der Welt. Wie die Finanz-Eliten unsere Enteignung planen“.

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Kommentare

dimitri sagt:
David Rockefeller:
“Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung, alles was wir brauchen, ist die richtige allumfassende Krise und die Nationen werden in die neue Weltordnung einwilligen.” (1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council)

“Manche glauben gar, wir seien Teil einer geheimen Kabale, die entgegen den besten Interessen der USA arbeitet, charakterisieren mich und meine Familie als “Internationalisten” und Verschwörer, die gemeinsam mit anderen weltweit eine integriertere globale politische und wirtschaftliche Struktur schaffen – eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.” (Autobiographie, “Memoiren”, 2006)

Rüdiger von der Panke sagt:
Guter Artikel. Dragi, der Einheizer, hat seinen blubbernden Kessel nicht umsonst angefeuert. Seine Traumtänzer werden als erste darin verschwinden, einschließlich die “Deutsche Bank” mit ihrem arabischen Großinvestor, der dann seine “Fett-Einlage” oben auf der Suppe schwimmen sieht..

Angefangen mit der “Feuereinlage” für den Kochtopf war Putin, der neue “Siegfried” in der Geschichte. Dieser Siegfried wird der Hydra noch mehrere Köpfe abschlagen und hat schon weitere kleine Mitstreiter gefunden….. (die restlichen Franzosen werden auch für Le Pen stimmen, die lassen sich doch nicht mit einem Viagra-Ersatz ablenken, nee, die nicht!!)

joker sagt:
Das was ich schon geahnt hatte vor einem Jahr.
Da werden wohl beim DAX auch Kursmanipulationen mit im Spiel sein die den Kurs künstlich hochjagen lassen.
Wie sagte mal Captain Kirk in Enterprise: “Ich glaube,das wird ein Spaß”
Ich sehe das genauso.Dann werden halt Banken pleite gehen und die lieben Leute vielleicht auf die Strassen gehen-mich würde es freuen.
Dann wird es mit Sicherheit kein to big to fail geben,so dumm wird die Politik glaube ich nicht sein.
Denn diese Deutsche Bank ist bereits pleite nur weiß es keiner.
Nicht umsonst ist jetzt eine reicher Investor mit eingestiegen.
Lauter ausländisches Kapital.

MR sagt:
Endspiel noch vor der WM?
Schaunmermal….
Eine solche Nachricht kommt nicht ohne Grund und auch das Timing ist kein Zufall

Völlig egal! sagt:
Als 1966 in Irland ein Bankencrash stattgefunden hatte ist nichts passiert. Als nach 10%-iger Inflation während der Folgejahre bis 1969 keine Lohnerhöhugen stattfanden und vonseiten der Banker zu einem Streik im selben Land führte, wurde per Zeitungsinseraten darauf hingewiesen, dass alle Banken schließen würden, da es zu keiner Lohneinigung zwischen Bankstern und Gewerkschafstern, ja, auch hier ist das Bankster-s angebracht, gekommen sei.

Als die Banken dann tatsächlich sechs Monate geschlossen hielten, auch in der Hoffnung, man werde den Bürgern schon zeigen, wo der Hammer hängt, kam es zw. allen Marktteilnehmern zu auserbankenmäßigen Scheckverrechnungen und nichts passierte. Die Banken mussten anerkennen, dass sie sinnlos geworden waren. Die Wirtschaftsleistung stieg sogar rapide an.

Durch die neuerliche Eröffnung der Banken, wegen der um ihren Job nun (durch diese Erkenntnis der Bürger) für immer fürchten müssenden Bankster, wurden bis Feb. 70 diese Schecks von den Bankstern angenommen und wieder als Verrechnungsbasis ins System integriert.

Dabei wurde offensichtlich, dass sich sogar außerhalb des Bankensektors die Geldmenge nach nötigem Maß erhöht hatte, das Geld (auch aus gehorteten Beständen als Tauschmittel – zusätzlich zu den anderen Verrechnungen, die man plötzlich überall akzeptierte) in Umlauf blieb und alles ohne Probleme weiter gelaufen war, als ob die Banken nie geschlossen hätten.

Fazit: Gibt es die Banken nicht, funktioniert die Wirtschaft trotzdem! Angstschürerei war in den öffentl. Medien danach die Dauerfolge, dass keiner es bemerke.


Montag, 19. August 2013

Kein Vertrauen in Obama: China und Japan stoßen US-Anleihen ab

Thema: Staatsanleihen

Investoren aus Asien ziehen so viel Geld aus dem Markt für US-Staatsanleihen ab wie nie zuvor. Niemand außer der Fed selbst investiert noch in US-Staatsanleihen. Die Anleger befürchten den großen Crash.


Zehnjährige US- Staatsanleihen (rot) haben einen wesentlich höheren Ertrag als Aktien aus dem S&P- Index (grün). (Grafik: Zero Hedge/TIC)
China und Japan zogen im Juni die Rekordsumme von 40,8 Milliarden Dollar aus langfristigen US-Bonds ab, belegen die Daten des US-Finanzministeriums. Aus dem Rest der Welt wurden noch 26,1 Milliarden Dollar abgezogen. Der Trend setzt sich fort. Ein Massenverkauf könnte den Wert der Anleihe in den Keller treiben (mehr hier).

Ben Bernanke hat mit seiner Ankündigung im Mai für Wirbel auf dem Bond-Markt der USA ausgelöst. In den Monaten, nachdem der Chef verkündet hatte, die Geldschwemme bis zum Ende des Jahres eindämmen und bis 2014 stoppen zu wollen, haben sich ausländische Investoren von US-Staatsanleihen getrennt.


Nur noch die Fed investiert in die heimischen Staatsanleihen. Halter von US-Schatzanleihen, Laufzeit fünf bis 30 Jahre. (Grafik: Zero Hedge/BofAML)
China hält immer noch 1,27 Billionen Dollar in US-Staatsanleihen. Japans Bestand hat noch einen Wert von 1,08 Billionen Dollar. Sie sind die größten Gläubiger der USA. Beide könnten mit den zusätzlichen Milliarden die eigene Wirtschaft unterstützen. Im Falle Japans wird das Geld vermutlich dazu beitragen, den Yen zu schwächen und den Exportsektor durch einen vorteilhaften Wechselkurs zu stärken (mehr hier).

Der Juni war bereits der fünfte Monat in Folge, in dem Investoren ihr Geld aus dem US-Anleihenmarkt abziehen. Die Nachfrage nach US-Wertpapieren sinkt dramatisch. Nur die Fed selbst investiert noch in die heimischen Schuldscheine. Sie hält bereits 30 Prozent der heimischen Schulden. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, dass Bernanke die Geldschwemme beenden will. Seit 2011 stagniert das Niveau der Halter von US-Staatsanleihen außerhalb der Zentralbank (siehe Grafik oben).

Dass die ausländischen Investoren gerade dann aus US-Staatsanleihen flüchten, wenn die Zinsen bald wieder steigen könnten, ist kein gutes Zeichen. Vor allem weil der Ertrag der Zehnjahres-Anleihen auch jetzt noch weit über der Dividende aus Aktien im Standard & Poor’s Index S&P 500 liegt (siehe unten). Vor diesem Hintergrund hatte Bernanke seine Ankündigung relativiert. Es werde so lange wie möglich weitergehen, mit der Flut aus billigem Geld (hier). Das Aktiengeschäft ist dadurch aber nicht attraktiver geworden (siehe Grafik unten).

Die Schulden der USA sind nicht tragfähig. Die versteckte Schuldenlast ist bis zu sechs Mal höher, als offizielle Angaben glauben machen wollen. Die Großinvestoren reagieren immer zuerst. Aber auch Private ziehen sich immer mehr aus US-Anleihen zurück.

Hält der Kapitalabfluss an, könnten einige Fonds zu Notverkäufen gezwungen sein. Die Folge wäre ein Massenverkauf und die Beschleunigung des Preisverfalles (hier). Die Anleger merken, dass Staatsanleihen seit der Manipulation durch die Fed kein sicheres Investment mehr sind. Zum Schluss haftet der Steuerzahler, wenn die Schuldenlast der USA zu groß wird (mehr hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Öko-Gnom sagt:
Wir sind drauf und dran eine neue Eskalationsstufe in diesem Spiel, mit historisch gesichertem Ausgang, live zu erleben. Wie die Sache ausgehen wird, ist absolut gewiß.
Die einzige Frage ist noch, wann genau und wie die Gesamtauswirkungen sein werden.

Die Marktregeln lassen sich langfristig nicht außer Kraft setzen.

Von nichts kommt nichts. Geld, das nicht durch Leistung und Produktion gedeckt ist, kann langfristig nur ins Verderben führen, insbesondere, wenn es in einem historisch nie gekannten Ausmaß gedruckt wird. Der erhoffte Stimulus auf die Realwirtschaft ist fast gänzlich ausgeblieben. Erst wurden die Zinsen im Minutentakt gesenkt, und als das auch nichts half, dann monatlich Geld in Rekordhöhe gedruckt.
Was für eine wahnsinnige Theorie!

Aber der dahinterstehende Masterplan heißt, “Europa“ in einem neoliberalen Zwangsstaat mit “marktgerechter“ Pseudo-Demokratie zu vereinigen. Auf dem Weg dahin, kann man durch eine sichtlich ausgelöste Krise noch ein bisschen für Umverteilung sorgen.

Ich freue mich nicht darüber Recht zu haben, sondern fürchte mich davor, was der Ausgang dieses Spiels für die Gesellschaften und Menschen bedeutet.

Merkel & Co. wollen nur den Leuten so kurz vor den Wahlen keinen reinen Wein einschenken. Das ist aber sehr kurzfristig gedacht, da hierdurch viele Menschen der Möglichkeit beraubt werden, die jetzt dringend notwendige Eigenvorsorge voranzutreiben.

Das soll keine Panikmache sein – das Leben geht nach dem Crash weiter – sondern eine Mahnung an die, die sie hören möchten, in angemessener Weise für sich und ihre Familien vorzusorgen.

Bedenken Sie bitte, dass das was sie in den Zeitungen lesen, nicht unbedingt die reine, komplette und vor allen Dingen ungeschminkte Wahrheit ist. Insider ziehen momentan gehäuft die Reißleine, schichten um, und stoßen riskante Positionen ab.

Informieren Sie sich selbst bei einem neutralen und professionellen Berater, studieren sie die Fachmedien und das Internet.

Hinweis:
Selbstverständlich ist dieser Beitrag keine Beratung oder Empfehlung, sondern lediglich die bescheidene Meinung des Verfassers. Jeder ist für die von ihm getroffenen Entscheidungen selbst verantwortlich.

Ramos sagt:
Zitat: “Ich freue mich nicht darüber Recht zu haben, sondern fürchte mich davor, was der Ausgang dieses Spiels für die Gesellschaften und Menschen bedeutet.”

Genauso geht es mir bei der ganzen Geschichte, es ist unglaublich wie blind die Menschen zum Ende der Klippe rennen. Die wachen erst auf, wenn sie im Wasser kurz vor dem Ertrinken sind.

Klartextrednerin sagt:
Das Endspiel des Dollars geht in die entscheidene Phase. Es dürfen schon Wetten abgeschlossen werden, ob der Rubel oder der chin. Remimbi die neue Weltleitwährung wird.
Ramos sagt:
Sunzis Kunst des Krieges – Die US Amerikaner sollten sich dieses Buch mal genauer anschauen und auf die momentane Lage übertragen. Die USA haben sehr clever den Dollar genutzt um sich auf Kosten der restlichen Welt zu bereichern. Alles, wirklich alles wurde getan und diese Position zu verteidigen. Menschenleben waren egal, selbst ganze Völker hatte man durch inszenierte Kriege in Hass und Blut ertrinken lassen.
Die Chinesen haben sich die Droge der US Amerikaner in hohen Dosen selbst gespritzt. Die US amerikanische Elite versucht sich mit “Beschaffungskriminalität” über Wasser zu halten und wie echte Drogensüchte gestehen sie sich nicht ein, dass sie krank sind. Doch die Chinesen haben sich im Laufe der Zeit ein Gegenmittel zusammengebraut. Wenn die Währungen der westlichen Welt zusammenbrechen werden, spritzen sich die Chinesen das Gegenmittel, eine mit Gold gedeckte Währung! Zurück zu Sunzi, man schlägt also den Gegner mit den Mitteln des Feindes und wenn die Gelegenheit sich bietet, gibt man ihm den Gnadenstoß! (Der Rückkauf der Staatsanleihen)