Montag, 13. März 2023

Presseclub - 12.03.2023 - Das Bildungsdesaster: Wie sichern wir unsere Zukunft?

Presseclub - 12.03.2023 - Das Bildungsdesaster: Wie sichern wir unsere Zukunft?
So. 12. März 2023, 12.03 - 13.00 Uhr

Das Bildungsdesaster: Wie sichern wir unsere Zukunft?


Die Gäste von links
  • Martin Spiewak
    Redakteur Ressort Wissen, Hauptstadtbüro Die Zeit
  • Aladin El-Mafaalani
    Soziologe und Publizist
  • Dorothea Siems
    Chefökonomin, WELT
  • Armin Himmelrath
    Bildungsredakteur im Ressort Deutschland/ Panorama, Der Spiegel und freier Journalist
Moderation
Ellen Ehni
Seit September 2018 ist Ellen Ehni Chefredakteurin des WDR-Fernsehens und Mitglied der Lobbyorganisation Atlantikbrücke e.V.
Bilder: Screenshots. Text+Logo: ARD

Im Schatten des Ukrainekrieges entwickelt sich ein bildungspolitischer Notstand, dessen Folgen niemand heute wirklich überblicken kann. In den nächsten Jahren fehlen nach konservativen Schätzungen zehntausende Lehrer. Darüber hinaus weisen Bildungsforscher darauf hin, dass die Lernleistungen sinken. Besonders gravierend ist die Situation an den Grundschulen, wo die Viertklässler so schlechte Leistungen zeigen wie noch nie. Jedes fünfte Kind scheitert an den Mindeststandards, in Rechtschreibung ist es sogar ein Drittel. Wie konnte es so weit kommen? Droht mehr als 20 Jahre nach Pisa ein neuer Bildungsschock?

Rund 50.000 Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss. Der Anteil junger Erwachsener ohne Berufsausbildung wächst sogar leicht. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist das eine toxische Mischung und eine Vergeudung von menschlichem Potenzial, ganz zu schweigen von den Kosten, die dadurch entstehen. Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger hat kommenden Dienstag zum nationalen Bildungsgipfel eingeladen, um einen Ausweg aus der Misere zu finden. Die Kultusminister haben fast alle abgesagt. Die Schulpolitik ist einer der wenigen Bereiche, in denen sie uneingeschränkt schalten und walten können. Bisher sucht jedes Bundesland nach einem eigenen Weg, manchmal sogar zum Leidwesen der anderen: Bayern versucht, angehende Lehrer aus anderen Ländern abzuwerben. Einig scheinen sich die Kultusminister aber darin zu sein, dass der Lehrernotstand kurzfristig nur durch Mehrarbeit kompensiert werden kann. Dagegen laufen wiederum Lehrerverbände und Gewerkschaften Sturm. Ihr Argument: Schon jetzt seien die Lehrer aufgrund von Migration und immer diverseren Klassen überlastet. Wie kann Deutschland das Bildungsdesaster in den Griff bekommen, um unseren Wohlstand langfristig zu sichern?

Links

Sendungsseite
Linktipps
Gästebuch

» der Kommentar des Blogschreibers «

Eine Sendung in der sich, wie bei den Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunkanstalten in Deutschland üblich, alle Teilnehmer nahezu in allen Punkten einig waren und sich an das vorgegebene Framing gehalten haben.
Erstaunlich war aber das erwähnt wurde, dass seit der ehemaligen, selbst ernannten Bildungskanzlerin der Abstieg im Bildungsniveau an deutschen Schulen begann.
Es wäre allerdings eine Überraschung, wenn in solch einer Diskussionsrunde einmal jemand mit praktischer Erfahrung vertreten wäre. Es müssen nicht immer nur Allround-Journalisten mit bekannter Meinung sein. Kein Vergleich mit ähnlichen Sendungen anderer Länder, bei denen nicht streng auf politische Korrektheit geachtet wird.
Gut zusammengefasst wird die Sendung mit diesem Kommentar:

Kommentar 652:
Hans W. schreibt am heute, 16:09 Uhr:
Die Sendung war wie immer eine reine Zumutung. Viel Geschätz um den heissen Brei und keine Lösungen. Nicht mal ansatzweise.

Ansonsten bleibt, wie immer:
Wer die Sendung nicht gesehen hat, hat nichts verpasst, wer sie trotzdem nochmal sehen möchte, unterhalb der Kommentare ist das Video.

Kommentare, Antworten = Beiträge, davon zensiert

Kommentar 610:
Peter schreibt am 12.03.2023, 14:40 Uhr:
Bin dagegen, dass heute alle studieren müssen oder wollen. Wir brauchen auch noch Leute, die mit den Händen arbeiten können. Es muss doch nicht jeder sein Abitur machen. Es reichen auch andere Schul-Abschlüsse für eine gute Ausbildung und Arbeit für ein ausreichendes Leben.
    Antwort von:
    Heinz Becker geschrieben am 12.03.2023, 15:57 Uhr:
    Ich höre und lese immer nur Bildung. Spricht man mit Jugendlichen, kann man den Eindruck bekommen, dass Bildung erher schadet. Viele sagen: "Es gibt genug Jobs, bei denen es auf Bildung nicht ankommt und man trotzdem eine Menge Geld bekommt." Viele werden sich sagen: "Warum soll ich lernen, eventuell studieren, wenn ich in Deutschland ohne jeden Abschluss einen gut dotierten Posten, mit weit über 10-tausend Euro pro Monat, in der Regierung bekommen kann?"
Kommentar 611:
Carla Düsmer schreibt am 12.03.2023, 14:42 Uhr:
Hä, an jeder Schule ein MC Donalds oder Bürger K.? Sollte damit die Nahrungsversorgung gelöst werden und alle Kinder dann wieder mehr Zeit zum lernen haben?
    Antwort von:
    Heinz Becker geschrieben am 12.03.2023, 16:02 Uhr:
    Das fehlte noch! In den USA, dem Mutterland von MC Donalds und Burger King werden 60% aller Bewerber zum Militärdienst abgelehnt. Grund: Fettleibigkeit.
Kommentar 622:
Frank Z. schreibt am 12.03.2023, 15:08 Uhr:
Wem nützen denn Sondervermögen ,wenn die Hälfte wieder in der Bürokratie verschwinden und die andere Hälfte von der Inflation aufgefressen werden . Wie alles in unserem Land geht alles zu langsam vonstatten. Unsere Politiker sind Weltmeister der Schönen Reden " Zeitenwende , Doppelwumms, Bazooka "usw. Was bleibt davon ein Meeting nach dem anderen und keine Einigung, also bleibt alles beim alten,so fährt unser Postkutschenland an die Wand und das schon seit Jahrzehnten in allem
    Antwort von:
    Heinz Becker, geschrieben am 12.03.2023, 16:18 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Das sehe ich auch so. Wenn Deutschland bei der Zurückentwicklung nach Lastenfahrrad und Postkutsche wieder bei der Inquisition angekommen ist, bewerbe ich mich umgehend um einen Posten als Inquisitor, wenn die nicht schon alle an Leute jede ohne Bildung vergeben sind.

Kommentar 633:
Werner schreibt am heute, 15:26 Uhr :
Frau Ehni, sie als Chefredakteurin sind doch eigentlich für Bildung mit verantwortlich, lt. RStV?? Ihr seit in allen 16 Ländern vertreten und habt immer weggeschaut und heute macht ihr so einen bla, bla PC ohne Wirkung! Warum haben wir denn 736 Abgeordnete aus der ganzen Republik im Bundestag sitzen und keiner hat etwas gemerkt, ha, ha...! Euch sind doch die Kinder egal, sieht man doch an euren Einsatz am Lehrermangel und zur steigenden Kindesarmut! Besonders war es ja in der Pandemiezeit, wo jetzt der Menscherechtsgerichtshof von unserer Regierung bis April 2023 Rechenschaft verlangt! Das ist ja bei euch auch kein Thema!
Kommentar 648:
Klaus Kahmann schreibt am heute, 15:57 Uhr:
Wird man schlauer wenn man nach Pisa fährt, hä?
    Antwort von:
    Heinz Becker, geschrieben am 12.03.2023, 16:48 Uhr:
    Nein Klaus, wird man nicht! Schlauer wird man, wenn man dort bleibt.

Kommentar 677:
Inge Degener schreibt am 12.03.2023, 17:47 Uhr:
"Es war einmal..." beginnt eine Erzählung über ein hohes Bildungsniveau in Deutschland. Exemplarisch sind aktuell zu nennen die erfolglose Doktorandin und heutige Außenministerin A. Baerbock oder der Märchenschreiber und heutige Wirtschaftsminister R. Habeck. Wer Statistiken liebt, sollte sich ansehen, welchen Platz unser Land heute bei den PISA-Tests einnimmt. Die Ursachen für das Bildungsdesaster sollten analysiert und benannt werden. Leider hat der Presseclub keinen nennenswerten Beitrag geleistet.




Wer alle Kommentare ohne das lästige Weiterblättern lesen oder herunterladen möchte, bitte hier klicken


Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Der Kommentar erscheint manchmal erst nach Freigabe