Dienstag, 12. Februar 2013

Fernsehgebühren sind kein Naturrecht

Normalerweise halte ich nicht viel davon was Politiker schwafeln, besonders nicht von denen der Regierungsparteien.Was ich aber in der WESTFALENPOST auf Seite 1 lesen konnte,  erregte doch meine Aufmerksamkeit. Dort stand:

Lammert stellt Gebühren für öffentlich-rechtliche Sender infrage
CDU-Politiker: "Bei der Qualität keine Legitimation"

Berlin Bundestagspräsident Lammert (CDU) hat am Rande der Berliner Filmfestspiele mit ungewöhnlicher Schärfe die derzeitige Qualität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens kritisiert. "Die bisherige Legitimation der Gebührenordnung für die öffentlich-rechtlichen Sender stellt sich angesichts ihrer Programmqualität grundsätzlich selbst in Frage", sagte der Bundestagspräsident beim Filmpolitischen Empfang der Jungen Union in Berlin wo er über die Bedeutung des Filmschaffens als künstlerische Aufgabe einerseits und die notwendige wirtschaftliche Ausrichtung andererseits sprach. Auch die Arbeit des angesehenen Grimme-Instituts in Marl wurde von Lammert deutlich hinterfragt. Die jüngste Entscheidung des Grimme-Instituts, die RTL-Reihe „Dschungelcamp" ("Holt mich hier raus, ich bin ein Star") überraschend für den renommierten Grimme-Preis zu nominieren, veranlasste Lammert zu der Beurteilung: "Meine Begeisterung hält sich in sehr überschaubaren Grenzen. Es würde mich schon interessieren, nach welchen Kriterien dort zur Zeit entschieden wird. Und ich möchte gern einmal mit den Verantwortlichen direkt darüber reden. Schließlich geht es hier auch um Steuergelder, die vergeben werden."

Auch der Kommentar auf Seite 2 schlug in die gleiche Kerbe, wie auch der gleichlautende Artikel bei "Der WESTEN.de":

Fernsehgebühren sind kein Naturrecht
08.02.2013 | 19:12 Uhr

Das war kein launiges Party-Gerede, das war ein echter Warnschuss: Was Deutschlands zweithöchster Repräsentant vor einer durchaus gewichtigen Medien- und Politikerrunde da in Berlin den Öffentlich-Rechtlichen förmlich um die Ohren gehauen hat, ist schon recht bemerkenswert. Norbert Lammert sieht offenbar den Qualitätsanspruch bei ARD und ZDF in Gefahr. Verantwortlich macht der Bundestagspräsident dafür die seiner Meinung nach stetig steigende Sucht nach der größtmöglichen Einschaltquote. Dies jedoch sei nur die legitime Sichtweise der privaten Sender auf ihre nämlich komplett werbefinanzierten Produkte. Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Medien ist aber eben nicht die bloße Quotensteigerung, und genau deshalb werden sie ja auch mit den Zwangsgebühren mehr als üppig ausgestattet.

Dabei stellt sich der Bundestagspräsident ganz gewiss kein abgehobenes Kunst-Fernsehen jenseits jeglicher Breitenakzeptanz bei ARD und ZDF vor. Wohl aber ein erkennbares und selbstverpflichtendes Niveau, das sich deutlich vom Billigfernsehen der anderen Anbieter unterscheidet. Die Intendanten und ihre Gremien sind gut beraten, die für sie vielleicht überraschende Politschelte nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Auch wenn sie ihre so bequeme Gebühren-Hängematte im Tagesgeschäft über die Jahrzehnte hinweg selbstverständlich wie gottgegeben interpretiert haben: Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Anrecht darauf, dass mit ihrem eingezogenen Geld im besten Sinne achtsam und wertbewusst umgegangen wird. Es ist gut, dass Norbert Lammert wieder einmal daran erinnert hat. Fernsehgebühren sind kein Naturrecht. Das sollten vor allem jene bedenken, die bislang so gut davon leben.

Hervorhebung durch mich.

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Sonntag, 10. Februar 2013

Günther Jauch – Blogredaktion, sie zensieren schon wieder!

Thema im Günther-Jauch-Blog mal wieder:

Die Glaubens-Frage: Wie lebensnah ist die Kirche?
So viel Emotionen, so viel Resonanz wie auf die Diskussion zum Thema "Konzern Kirche" sind selten. Der Tenor der meisten Reaktionen: Die Kirchen seien "unbarmherzig", "lebensfremd" und "diskriminierend". Für ihre Moralvorstellungen erntet vor allem die katholische Kirche Unverständnis. Als Arbeitgeber stehen Einrichtungen beider großen Kirchen in der Kritik.

Es scheint die Öffentlich-Rechtlichen, zwangsfinanzierten Sendeanstalten, sollen als Retter für absturzgefährdete Parteien und Institutionen herhalten.
Verdächtig oft wurden FDP-Abgeordnete, letztendlich vergebens, in Talkshows präsentiert. Allerdings scheint es bei der Partei nur Leute zu geben, die den Umgang außerhalb ihrer Klientel nicht gewohnt sind und sich deshalb immer wieder arrogant um Kopf und Kragen reden.

Jetzt, wo der katholischen Kirche wegen Bekanntwerden diverser Verbrechen einiger Angestellter mit Vorbildfunktion, die Mitglieder in Scharen weglaufen, werden wieder die Öffentlich-Rechtlichen in Stellung gebracht..
Die Ursache für das Dilemma der Kirche ist die Gleiche wie bei der FDP: unnachgiebiges Beharren auf der eigenen, nicht zeitgemäßen Einstellung, Wasser predigen, Wein saufen, Großmannssucht und Machtgier.

Da schrieb am 09.02.2013:

Nichtbürger Gast Heute 18:52
Lebensfremd...
bleibt die Kirche solange sie aus Eigennutz ( gegen Gottes - Gebot) handelt und ihre "heilsbringenden Lehren" als einzig wahr verkauft. Oder verkündet?

500 Jahre ist die letzte Reform alt, aber noch immer kloppen sich die Nordiren jedes Jahr - Katholiken vs. Protestanten.

Auf eine neuzeitliche Ausrichtung darf also gewartet werden.
Bis dahin darf der Oberhirte ruhig ganze Heerscharen von Exorzisten ausbilden, sonst siegt doch noch Satan dessen Einfluß auf gestandene Christen ( und die sich dafür halten) immer deutlicher ans Licht kommt.

4.487,18 € kostet jede Sendeminute dieser "neutralen Aufklärung“. Gott hätte dafür eine bessere Verwendung.

… und der Beitrag wurde unter #170 veröffentlicht, allerdings ohne den rot gekennzeichneten Satz.

Werte Redaktion was ist los?
Ist euch der Satz abhanden gekommen oder sind euch die hohen Produktionskosten peinlich?
Entspricht es nicht der Wahrheit oder widerspricht es den Forenrichtlinien?

Egal was es ist, es ist mal wieder Zensur nach Gutdünken.
Wie oft wohl schon wurde geschrieben, dass die gebührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen-Sendeanstalten nicht das Recht auf Zensur haben? Sie nehmen es sich einfach heraus.

Können sie sich noch an die Zeit der Olympischen Spiele in China erinnern und was im deutschen Fernsehen gegen dortige Zensur gewettert wurde?
Hat sich seitdem hier so viel geändert? Wenn ja, was denn?
Unliebsames wird einfach unterschlagen, hier wie dort, und das ist Zensur!

Ihr wollt immer als die "Saubermänner" dastehen. Es wird Zeit, dass die Masse der Zuschauer mal über euer tatsächliches Verhalten aufgeklärt wird.
Kann es sein, dass es euch dann mit den Zuschauern so geht wie der katholischen Kirche mit ihren Mitgliedern und der FDP mit ihren Wählern?
Bangt ihr nicht um die Quote und den damit direkt verbundenen Werbeeinnahmen?

Ergänzung am 11.02.2013, 08:25
Fazit der Sendung wie es die Süddeutsche unter dem Titel "Gott ist Gott und Lafontaine ist Lafontaine" im Hinblick auf die vorige Sendung schreibt:
" Erst tritt bei Günther Jauch der katholische Publizist Martin Lohmann auf und verbreitet mit jedem Statement so viele pseudobiblische Ewiggestrigkeiten wie nur irgend möglich. Dann wittert Erzbischof Gerhard Ludwig Müller eine "Pogromstimmung" gegen die Katholiken. Und schließlich bezeichnet der Papst seine christlichen Brüder und Schwestern als "das meistverfolgte Volk" auf Erden."
und weiter:
"Das Credo von Jaschke lässt sich derweil in einigen wenigen seiner Aussagen trefflich zusammenfassen: "So kann es nicht weitergehen!", "Herr Lohmann vertritt nicht die Position der Kirche!" und "Ich will aus dieser Ecke raus!". Das klingt ein wenig nach den Weisheiten eines Fußballtrainers, der kurz vor dem Rausschmiss steht. Wie sich in der katholischen Kirche etwas ändern soll, die Antwort blieb der mitnichten unsympathische Hamburger Bischof jedoch schuldig."
und am Ende von Teil 2:
"Die Quintessenz aus dem "Kirchen-Talk, Teil 2": Wenn fünf Menschen auf der Bühne sitzen und alle mehr oder minder einer Meinung sind, dann führt das das Prinzip einer Talksendung ad absurdum. Und im konkreten Fall bleibt die Frage: Hätte man nicht lieber über die plagiatsverdächtigen Doktorarbeiten einiger Politiker und die Neubesetzung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung talken sollen?"
Was soll man dazu noch mehr sagen (schreiben)?

Aber was soll's, in Kürze gibt es:

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Samstag, 9. Februar 2013

AVAAZ: Einstimmig gegen Gewalt an Frauen

Email von AVAAZ:  09.02.2013, 09:05 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde,



Ausfällige und gewalttätige Männer setzen oft ihre Macht ein, um Reformen zum Schutz von Frauen zu verhindern. Unfassbarerweise kämpfen 260 indische Politiker, die wegen Gewalt an Frauen angeklagt sind, derzeit gegen einen Vorschlag, der sie zum Rücktritt zwingen würde. Nur durch koordinierte, weltweite Bemühungen können wir solche Kandidaten im Wahlkampf schwächen und sie somit von wichtigen öffentlichen Ämtern fernhalten. Avaaz wird Ihre Spende nur dann abwickeln, wenn wir genügend Spendenzusagen erhalten, um zu gewinnen -- machen Sie jetzt eine Spendenzusage von 4€:

es passiert immer wieder, überall auf der Welt -- ausfällige, gewalttätige Männer entwerfen oft die Gesetze, die zum Schutz der Frauen bestimmt sind. Und sie setzen ihre Macht ein, um Anfechtungen von Gewaltopfern oder Wählern abzuwehren -- aber wir können das jetzt ändern.

Nachdem eine 23-jährige Studentin in einem Bus in Delhi von einer Gruppe von Männern brutal vergewaltigt wurde, verbreiteten sich Proteste wie ein Lauffeuer im Land. Es folgte eine weltweite Welle der Empörung. In Indien hat man den Fall offiziell überprüfen lassen und der Bericht empfiehlt, dass Politiker, die wegen Vergewaltigung oder anderen Formen von Gewalt an Frauen angeklagt sind, zurücktreten müssen. Doch diese Woche hat die Regierung unverschämterweise bekannt gegeben, dass sie diese Empfehlungen ignorieren wird. Die 260 indischen Politiker, denen solche Straftaten angelastet werden, kämpfen mit allen Mitteln und haben bislang Erfolg damit!

Das Blatt kann nur gewendet werden, wenn Bürger aus aller Welt sich gemeinsam dafür stark machen, dass solche Männer von wichtigen öffentlichen Ämtern ferngehalten werden. Wenn 25.000 von uns jetzt eine Spendenzusage machen, dann kann Avaaz es mit den größten Übeltätern unter den Politikern aufzunehmen. Politiker sind auf ihren Ruf angewiesen und wir werden sie in den Medien und den sozialen Netzwerken bloßstellen, unter anderem durch Anzeigen und Umfragen. Wir werden in Indien anfangen -- als größtes demokratisches Land der Welt, in dem bald die nationalen Wahlen anstehen. Dann sind wir bereit, überall dort einzuschreiten, wo sich Gelegenheiten bieten, etwas in der Politik zu verändern und die Gewalt an Frauen zu beenden!

Avaaz wird Ihre Spende nur dann abwickeln, wenn wir 25.000 Zusagen erhalten haben - denn soviele brauchen wir, um wirklich etwas zu bewirken. Klicken Sie hier, um eine Spendenzusage von 4€ zu machen:

https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/?bviusbb&v=21756

Unser Plan ist wie folgt: Avaaz wird gewählte Bürgervertreter oder Wahlkandidaten identifizieren, von denen man weiß, dass sie die Rechte von Frauen verletzt haben. Wir werden uns die nationalen Wahlen aussuchen, bei denen wir mit einem Sieg große Aufmerksamkeit erhalten werden. Dies würde andere gewalttätige Männer davon abhalten, sich an öffentliche Ämter zu wagen. Und dann nehmen wir es mit ihnen auf! Wir werden hartnäckig dagegen vorgehen, dass sie an ihrer Macht festhalten oder wiedergewählt werden können.

Dazu können wir:
  • Meinungsumfragen starten, um ihre Parteien dazu anzuregen, andere Kandidaten vorzuschlagen;
  • Anwälte beauftragen, um sicherzustellen, dass ihre Opfer nicht zum Schweigen gezwungen werden;
  • Örtliche und nationale Reporter dazu ermutigen, über ihre Straftaten zu berichten;
  • Aktionen in ihrem Wahlgebiet starten;
  • Anzeigen in großen Printmedien, TV- oder Radiosendern schalten;
  • Knallharte Kampagnen in die Wege leiten, um Gewalt an Frauen zu stoppen.
Gewalt und Macho-Gehabe findet sich nicht nur unter indischen Politikern. Der ehemalige italienische Premierminister, Silvio Berlusconi, könnte diesen Monat wiedergewählt werden -- obwohl er wegen Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen angeklagt ist. In Marokko ist gerade ein Parlamentarier davongekommen, der wegen Vergewaltigung einer Beamtin zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Stattdessen wurde das Vergewaltigungsopfer angeklagt! Berlusconi kommt in Italien davon, weil viele Medien in seinem Besitz stehen. In Marokko und anderen Ländern haben mächtige Menschen Richter oder Medienbosse im Rücken. Deswegen ist eine gewaltige Bürgerkampagne der einzige Weg, diese Kultur der Straflosigkeit zu beenden!

Studien der Vereinten Nationen zeigen, dass weltweit jede fünfte Frau in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigung oder Vergewaltigungsversuchen wird. Solange solche Männer nicht von Machtpositionen ferngehalten werden, werden wir niemals die Gesetzesänderungen und den Mentalitätswandel durchsetzen, die zum Schutz von Frauen notwendig sind. Unser Einfluss erhöht sich drastisch, wenn sich diese Übeltäter im Wahlkampf befinden und auf jede Stimme angewiesen sind -- zu diesem Zeitpunkt sind sie besonders angreifbar. Wir haben bereits erlebt, welche positiven Veränderungen frauenfreundliche Politiker und Politikerinnen in unserer Gesellschaft bewirken können. Lasst uns für diese Menschen Platz an der Macht schaffen! Tragen Sie zu diesem Ziel bei -- machen Sie jetzt eine Spendenzusage von 4€:

https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/?bviusbb&v=21756

Wir wissen, dass diese Strategie funktioniert. Vor ein paar Monaten hat der republikanische Spitzenkandidat in den US-amerikanischen Senatswahlen, Todd Akin, behauptet, dass einige Vergewaltigungsfälle “legitim” seien. Clevere Blogger und Aktivisten haben diese Geschichte in seinen schlimmsten Albtraum verwandelt. Dieser Sturm der Entrüstung hat ihn das Rennen gekostet und die Republikanische Partei, die seine Behauptungen als “beleidigend und unverzeihbar” bezeichnet hat, hat ihm die Finanzmittel entzogen und ihn gebeten, zurückzutreten. Dieser Fall hat eine Debatte über sexuelle Gewalt ausgelöst, die immer noch im Gange ist.

Wir können dafür sorgen, dass Männer wie Akin nie wieder irgendwo in öffentliche Ämter gelangen. Wenn jetzt genügend von uns einen kleinen Spendenbetrag zusagen, können wir reaktionsschnelle Kampagnen starten, mit denen wir Ernennungen wie die von Akin weltweit verhindern können und andere politische Parteien zum Umdenken bringen. Wenn Sie jetzt Ihre Unterstützung zusichern, können wir direkt loslegen:

https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/?bviusbb&v=21756

Avaaz-Mitglieder haben immer wieder aufs Neue die Rechte von Frauen verteidigt: In Afghanistan haben wir zum Schutz Lal Bibis beigetragen, als sie über ihre fürchterliche Vergewaltigung sprach. In Honduras haben wir einheimische Frauen in ihrem Kampf gegen ein Gesetz unterstützt, das Frauen, die die Pille danach nehmen, eine Haftstrafe auferlegen könnte, selbst wenn dies infolge einer Vergewaltigung geschah. Packen wir nun das Übel an der Wurzel, indem wir beeinflussen, wer in unseren Parlamenten und Ministerien sitzt und dort Entscheidungen über das Leben von Frauen trifft!

Voller Hoffnung,

Mia, David, Jooyea, Michelle, Alex, Ricken, Alaphia, Emily und das ganze Avaaz-Team

WEITERE INFORMATIONEN

Afghanistan lässt die Frauen im Stich (20 Minuten):
http://www.20min.ch/ausland/news/story/16256399

Vergewaltigungsfall in Indien: Ende der Ignoranz (Spiegel):
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/vergewaltigungsfall-in-indien-hoffen-auf-gesellschaftliche-wende-a-875609.html

70% der Frauen erfahren physische oder sexuelle Gewalt in ihrem Leben (UNO-Report) (Englisch):
http://www.un.org/en/women/endviolence/pdf/apromiseisapromise.pdf

Gewalt gegen Frauen in Indien ist beispiellos (Tagesspiegel):
http://www.tagesspiegel.de/politik/schwere-ausschreitungen-gewalt-gegen-frauen-in-indien-ist-beispiellos/7558444.html
***************************
Danke für Ihren Beitrag, um die Gewalt an Frauen zu beenden!

Avaaz.org ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die kein Geld von Regierungen noch von Konzernen erhält. Ihr Spende ist also entscheidend für unsere Arbeit – und aufs herzlichste willkommen.

Bitte helfen Sie mit diese Kampagne bekannt zu machen und senden Sie Ihren Freunden und Bekannten den folgenden Link:

https://secure.avaaz.org/de/end_the_war_on_women_loc/?dty

Vielen Dank!
Das Avaaz-Team
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Bestätigung Ihrer Spendenzusage

Ihr Konto wurde nicht belastet. Sie haben Avaaz jedoch erlaubt, 4,00 EURO abzubuchen, sollten die Bedingungen der Kampagne erfüllt sein. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Ihre Spende nicht steuerlich absetzbar ist. Falls Sie nicht spenden wollten oder eine Frage haben, bitte kontaktieren Sie uns unter: donations@avaaz.org.
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aber folgen Sie erstmal diesem Link und klicken dort auf die gezackten, dunkelgrauen Linien im oberen Bildbereich Text von Sandra Kreisler
 

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Freitag, 8. Februar 2013

Malala ist nominiert!

Diese Email kam heute, am 08.02.2013 um  12:39 Uhr
 Change.org
Gerd,
wir haben es geschafft: Malala ist offiziell für den Friedensnobelpreis nominiert!

Über 285.000 Menschen aus über 50 Ländern hatten - gemeinsam mit Ihnen - seit Oktober die Kandidatur der 15-jährigen pakistanischen Menschenrechtsaktivistin von ihren nationalen Parlamenten gefordert. Die Resonanz war überwältigend:

In Deutschland ließ das Auswärtige Amt unter Leitung von Guido Westerwelle verkünden: „Malalas Engagement ruft zu Recht weltweit Anerkennung hervor. Deutschland hat sich für ihren Schutz und Behandlung engagiert.” Mitglieder der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag haben Malala Yousafzai einstimmig für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Über 1.500 Change.org-Nutzer folgten meinem Aufruf und schrieben ihre Abgeordneten mit der Bitte an, die mutige Pakistanerin vorzuschlagen. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), hatte im Dezember im Beisein des pakistanischen Außenstaatssekretärs, Jalil Abbas Jilani, unsere Petition im Außenministerium entgegen genommen.

In Kanada, Frankreich, Großbritannien, Spanien und vielen anderen Ländern der Welt hatten Parlamentarier bis zum letzten Tag der Nominierungsphase Malala beim Nobelpreiskomitee in Oslo vorgeschlagen. In Italien sprach sich der Nobelpreisträger für Literatur von 1997, Dario Fo, für eine Nominierung Malalas aus. Viele vorschlagsberechtige Politiker haben geheim gewählt, sodass Malalas internationale Unterstützerschaft deutlich höher liegen dürfte.

All dies wäre ohne Ihr Engagement nicht möglich gewesen. Ihre Unterschrift hat einen Unterschied gemacht. Malala betonte immer wieder, dass sie einfach nur zur Schule gehen möchte. Sie stellte die Schreckensherrschaft der Fundamentalisten vor der Welt bloß. Ihre Tapferkeit hat eine globale Bewegung ausgelöst.

Danke, dass Sie Teil dieser Bewegung waren.

Ihre Hani Yousuf

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Donnerstag, 7. Februar 2013

GEZ ist eine "Demokratie-Abgabe" - Ach ja?

Liebe Leser,
Klaus schickte mir diese Email:
„Hallo Gerd, kein unnützes Wissen:
2 Monate "Rundfunkbeitrag" von Winterberg kostet der ZDF-Nachrichten - Sprecher  K.Kleber (480.000 EUR pro Jahr) ohne zusätzliche Vergünstigungen ( Dienstwagen, Spesen etc.).
Damit du weißt, was "Demokratieabgabe" kostet.“

Das war für mich Anlass für diesen Beitrag ein wenig zu recherchieren. Und was fand ich?

Arroganz pur:
WDR-Chefredakteur verhöhnt Kritiker, nennt GEZ eine „Demokratie-Abgabe“
Weil zahlreiche ARD-Kritiker auf der Facebook-Seite des Senders gegen die neue Zwangsgebühr GEZ protestiert hatten, griff der Chefredakteur des WDR selbst zur Feder – und lieferte mit Arroganz, Überheblichkeit und Anmaßung und Realitätsverlust ein unfreiwilliges Sittenbild über die innere Verkommenheit des öffentlich-rechtlichen Systems.
Lesen Sie dies beinahe Unglaubliche HIER
[…]
Der Chefredakteur wörtlich:
„Gehen wir die Thesen mal durch. Es gebe in diesem Land nichts, das vergleichbar sei mit der “Zwangsabgabe” für den Rundfunk. Aus der Kirche könne man austreten. Eine Wohnung könne man kündigen, nur eben nicht den Rundfunkbeitrag. Wer so argumentiert, kündigt vor allem eines auf: jede Form von gesellschaftlicher Solidarität. Eigentlich ist es bei uns nämlich gesellschaftlicher Konsens, dass wichtige Strukturen für das Zusammenleben gemeinschaftlich finanziert werden, und zwar egal, ob sie jeder persönlich nutzt oder nicht. Das beginnt beim Wasseranschluss, für den jeder, der irgendwo “wohnt”, eine “Zählergebühr” bezahlt, ohne auch nur einen Liter verbraucht zu haben. Das gilt für Straßen, deren Bau und Pflege über die Steuern jeder mitbezahlt, der kein Auto hat. Und es hört mit dem Sessel im Konzertsaal noch lange nicht auf, der jeden Abend solidarisch bezuschusst wird, selbst wenn das Konzert ausverkauft ist.“

Werter Herr Schönborn, glauben Sie eigentlich selber, was Sie da erzählen?
Wasserwerke und Straßenbau liefern Qualität. Aber was liefern die Öffentlich-Rechtlichen?
Sie können es sich selbst beantworten. Lesen sie die Blogs der Talkshows. Wasser und Strassen braucht man, aber zwangsfinanzierten, teilweise zensierten, öffentlich rechtlichen Rundfunk ...?

Dazu schreibt der GEZ-Kritiker Rene Ketterer Kleinsteuber, der im Internet eine Protest-Plattform gegen die Zwangsgebühr betreibt:

„Solidarität ist das Schlagwort – ein schönes Wort. Aber was bedeutet Solidarität in diesem Kontext? Solidarisch mit wem? Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Jahr 2013 wirklich wichtig für das Zusammenleben? Und wenn ja, so wichtig, dass man sich gleich 23 Fernseh- und 77 Radioprogramme für fast 8 Milliarden EUR im Jahr leisten muss?
Hier bedeutet der Begriff der Solidarität etwas anderes: Frau WDR-Intendantin Monika Piel bekommt inkl. Aufwendungen für ihren Dienstwagen ein Grundgehalt von 330.000 EUR im Jahr, weitaus mehr als unsere Bundeskanzlerin und das aus Zwangsbeiträgen.

Und wer zahlt diese Beiträge? Z. B. die allein erziehende Frisörin, die 200 Stunden im Monat auf den Füßen steht, um gerade einmal 700 EUR für ihren Unterhalt nach Hause zu bringen. Sie muss gleich 18 EUR Rundfunkbeitrag bezahlen, was 2,5% ihres Einkommens ausmacht (bei Frau Piel entspricht das 0,00045% ihres Gehalts!). Ist das die vielzitierte Solidarität?“
Für Schönenborn geht es jedoch nicht um Nichtigkeiten wie den Dienstwagen einer Intendantin. Schönenborn sieht die öffentlich-rechtlichen Sender als die wahren und einzigen Hüter der Demokratie.
Schönenborn wörtlich:
Der Rundfunkbeitrag passt gut in dieses Land. Er ist genau genommen eine “Demokratie-Abgabe”. Ein Beitrag für die Funktionsfähigkeit unseres Staatswesens und unserer Gesellschaft. Demokratie fußt auf der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit ihrer Bürgerinnen und Bürger. Und die ist in einem 80-Millionen-Land nur mittelbar herzustellen, “medial”, durch Medien eben. Trotz der vielen guten Zeitungen und Zeitschriften und trotz des Internets geben die Deutschen immer noch zwei Drittel ihres täglichen Medien-Zeitbudgets für Radio und Fernsehen aus. Und weil man schwerlich ein kommerzielles Vollprogramm findet, das auch nur eine halbe Stunde pro Tag über Politik berichtet, behaupte ich: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sichert das Funktionieren unserer Demokratie.

Lesen Sie den ganzen Beitrag HIER aber erschrecken Sie nicht. Man gewinnt den Eindruck, die Damen und Herren der Öffentlich-Rechtlichen Anstalten betrachten sich als eine Art Behörde deren Hauptaufgabe die Selbsterhaltung und Selbstverwaltung ist und deren Finanzierung, selbstverständlich, der zur Zahlung zwangsverpflichtete Bürger zu übernehmen hat.
Es spielt dabei keine Rolle ob er deren miserabeles Angebot überhaupt nutzt.

Da faselt ein Wichtigtuer von „Demokratieabgabe“ und meint tatsächlich, diese parteienhörigen Fernsehmacher würden auch nur das Geringste für eine kaum vorhandene Demokratie leisten, dabei schielen sie mit einem Auge immer auf das Kanzleramt und hoffen, dass von dort nur kein Donnerwetter kommt.
Wenn einer meint das stimme nicht, der möge sich nur an Nikolaus Brender vom ZDF erinnern. Wer von den Verantwortlichen sich querstellt, ist ganz schnell seinen Job los.

Jeder weiß es und trotzdem bekommt man auf die Frage, warum in nahezu in jeder Talkshow einer von der FDP sitzen muss, aber ganz selten einer von der Linkspartei, als Antwort: „Weil die FDP in der Regierung ist.“ Lächerlich, die öffentlich-rechtlichen Versuche, sie dort auch zu halten.

Werter Herr Schönenborn, Sie könnten sich um die Demokratie verdient machen. Sie müssen nur die eigentlichen Aufgaben wahrnehmen und nicht  - wie unsere Politikerdarsteller Politik nur für Banken und Wirtschaft machen - das Programm der Öffentlich-Rechtlichen ganz nach den Wünschen der Politik ausrichten.
Das ist bei einem Staatsrundfunk so, aber doch nicht Aufgabe von ARD und ZDF.

Bei Wikipedia heisst es: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat das Gebot der Staatsferne und der Unabhängigkeit. Deshalb werden – bis auf die als Staatssender ebenfalls öffentlich-rechtlich organisierte Deutsche Welle – die Sender nicht durch Steuern finanziert wie bei einem echten staatlichen Rundfunk.“
Wurde mit der „Demokratie-Abgabe“ ganz bewusst der Schritt zum staatlichen Rundfunk  getan? Dass es eine Zwangsabgabe, also eine Steuer ist, kann ja wohl nicht bestritten werden. Auf was müssen wir uns einstellen Herr Schönenborn?

Ich brauche Ihnen ja wohl nicht zu sagen, wie die Selbstverpflichtungen „Leitlinien für die Programmgestaltung der ARD“ seit Jahren immer mehr weichgespült wurden. Sie können es ja selber nachlesen. Ganze Absätze sind daraus verschwunden.

„Auf Werbung und Sponsoring wollen die Öffentlich-Rechtlichen aber nicht generell verzichten, gleichwohl sie gemeinsame Leitlinien verabschieden, wie es in Köln hieß. Weitere Kernaufgaben sieht die ARD bei Kultur, Bildung und Beratung sowie Unterhaltung. Ganz aktuell wird festgehalten, dass sich ARD-Unterhaltungsprogramme "durch das unbedingte Festhalten an Werten wie Respekt, Toleranz und Achtung der Menschenwürde" auszeichnen.“
So hieß es noch 2004. Was aber ist daraus geworden?

Fast alle kritischen Sendungen finden gegen Mitternacht statt. Fast alle Talkshows sind gleichgeschaltet und auf Quote aber nicht auf Information getrimmt.

Werter Herr Schönborn, was ist mit Unterschlagen wichtiger aber politisch nicht gern gesehener Nachrichten? Alles im Preis mit drin?
26.09.2012
Tagesschau verschläft Spanien-Krawalle und beschimpft Kritiker
Die Tagesschau hat die gestrigen Spanien-Krawalle im Internet verpennt. Als die Leser die Redaktion darauf aufmerksam machten, reagierten die Öffentlich-Rechtlichen arrogant: Man sei unabhängig, auch von Shitstorm-Aktivisten. Lesen Sie HIER
Ich muss erstmal aufhören sonst drehe ich durch!

Nachtrag: ein interessanter Artikel zum Thema in der FAZ HIER
... und wie jeden Tag

* * *

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Mittwoch, 6. Februar 2013

Anne Will – 06.02.2013

Thema:
Der große Wettskandal – wer traut noch unseren Fußballern
Redaktion ANNE WILL, 5. Februar 2013
Europol hat den bisher größten Wettbetrug im internationalen Fußball aufgedeckt – auch WM- und EM-Qualifikationsspiele sowie Partien der Champions League sollen manipuliert worden sein.
Wollten oder konnten Verantwortliche und Funktionäre diesen Skandal nicht verhindern? Wie “sauber” ist das internationale Profigeschäft? In Deutschland wurden bisher Betrugsfälle aus der zweiten, dritten und vierten Liga bekannt – wie stark erschüttert der neueste Skandal auch das Vertrauen in die Integrität des deutschen Fußballs insgesamt?

Mein Beitrag
67
Werte Anne Will Redaktion,
wenn Deutschlands „Regierungsorgan“ * und „Fachblatt für Alles“, bzw. sein Online-Ableger, sich über einen solchen „Skandal“ nicht mal einen halben Tag aufregt, können Sie davon ausgehen, dass das Thema nicht annähernd so verkaufsfördernt ist wie Miranda Kerr in Hochzeits-Dessous.

Ist nicht die Sendezeit für Etwas zu schade, was schon seit Jahren am gesamten Profi-Sport klebt und zu dem Spiegel-Online schon am 25.11.2009 schrieb: „Theo Zwanziger hat in einem Interview eingeräumt, seit Monaten über die Ermittlungen im Wettskandal informiert gewesen zu sein. Nach Kritik der DFL will der DFB-Präsident sich plötzlich geirrt haben. Zudem forderte Zwanziger die Liberalisierung des Wettmarktes.“

Gibt man bei Google „Sepp Blatter Korruption“ ein, dann werden in 0,39 Sekunden 35.800 Ergebnisse gefunden. Was sagt uns das? Genau wie in der Politik und in der Wirtschaft wird auch im Profisport gelogen und betrogen.
Genau wie in der Politik und in der Wirtschaft sind die, die richtig abkassieren, fast immer Andere als die, die die Arbeit machen und ihre Gesundheit ruinieren.

Also von was sollen Sie mit diesem „politischen“ Thema ablenken?

* rechts am Rand steht der Name weiß auf rot

Einige weitere Kommentare
6
Worin gibt es überhaupt noch Vertrauen?
Sport?
Politik?
Medizin?
Lebensmittelbranche?
Wirtschaft?
Kirche?
Banken?
Versicherungen?
Medien?
den Model- Bildern?
etc.
Vertrauen nur noch in ein generelles Misstrauen möglich?
Woher das wohl kommt?
Merkt man, dass hier vor allem Lug und Trug das ganz alltägliche Geschehen bestimmt?
Machen wir uns nicht auch noch was vor!

16
Danke Alisa (@6), ich brauch’ gar nicht weiter zu lesen… Wir werden beschi…, dass die Schwarte nur so kracht. Von allen Seiten. Letztlich werden wir auch von der ARD, von der AW-Redaktion …vorgeführt, was unseren legitimen Anspruch auf Information und politische Bildung durch den ÖRR betrifft.
Meine Güte, war es wirklich so schwer, sich bspw. mit der zunehmenden Überforderung von AN in der renditewahnsinnigen Knochenmühle der Jetztzeit zu beschäftigen – und wohin dies führen soll, kann oder wird?! — Man fasst es nicht!!!

53
“-,,Ich fordere, dass die Dummheit der Massen endlich abgeschafft wird. Denn nicht die wenigen 10.000 Psychopathen sind unser Problem, sondern die 7 Milliarden Idioten, die sich lieber Fußball, DSDS (Deutschland sucht den Superstar) & Co reinpfeifen als sich um ihre ureigensten Angelegenheiten zu kümmern. ”
-Buro Tanic-
Das bisherige magere Interesse am Blog und Thema bestätigen obige Aussage.
Unglaublich, wie sich der deutsche Michel seinen Schicksal ergibt und selbst die bittersten Pillen schluckt.
LG

und wie immer am Schluss:

* * *

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Dienstag, 5. Februar 2013

Offener Brief an die Bundeskanzlerin und mächtigste Frau der Welt

Liebe Leser, Robert Kroiß sandte mir diesen Brief von Doro Schreier an die mächtigste Frau der Welt mit der besten Regierung seit der Wende.
Er hat den Brief bei Facebook gefunden. Es ist das Beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe und er deckt sich haargenau mit der Ansicht von so vielen von uns. Gerne werde ich über eine eventuelle Anwort berichten.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

der Höflichkeit halber stelle ich mich kurz vor:
Ich bin eine Frau, die wie Sie, die 50 überschritten hat. War eine berufstätige Mutter, von Beruf Bankerin. Zu meinen Prinzipien gehören u.a. Ehrlichkeit & Wahrheit, gegenseitige Achtung & Respekt gegenüber allen Lebewesen. Diese Tugenden gebe ich an meine Kinder weiter. Ich gehöre keiner Partei oder ähnlichem an.

Ich habe dennoch als Bürgerin einige Fragen an Sie, die mich schon lange beschäftigen, die Sie mir bitte schon wegen Höflichkeit, Respekt und Achtung mir gegenüber, für die Sie ja DIENEN wollen, beantworten. Dafür bedanke ich mich schon jetzt ganz herzlich.

Doch bevor ich meine Fragen an Sie richte, Sie verbrachten ihre Kindheit in der damaligen DDR ich im Westen. Sie mussten linientreu sein, also brav, damit Sie studieren konnten und gehörten der FDJ an, ich dagegen musste mir meinen Weg erkämpfen. Denn im Westen war es nicht so selbstverständlich, dass eine Frau sich für Politik interessiert und Studium, nein, dafür fehlte bei uns das Geld.
Und während Sie während des Mauerfalls in der Sauna schwitzen, schwitzte ich am Bügelbrett, als berufstätige Mutter blieben nur die Abende für die anfallenden Hausarbeiten. Aber für diese Situationen können wir beide nichts, wir sind beide Frauen, die ihren Weg gegangen sind. Sie als Physikerin und ich als Bankerin.
Ihren Weg als Politikerin konnte ich aufmerksam verfolgen, waren Sie doch Bundesministerium für Frauen und Jugend und später Bundesumweltministerin, leider kann ich in der heutigen Zeit nichts von Ihren damaligen Aufgaben wieder erkennen. Denn nicht nur Ihr Familienministerium weist erhebliche Mängel auf, auch Ihr Umweltministerium.

Aber warum ich mich veranlasst sehe, Ihnen zu schreiben, ist die derzeitigen Lage Deutschlands und Europas. Sie macht mich sehr betroffen und ich erkenne Tendenzen, von denen ich nie gewagt habe zu träumen.
 Bereits zwei Mal wurden Sie als Bundeskanzlerin gewählt und vereidigt. Sie haben einen Eid abgelegt, in dem Sie geschworen haben, dem deutschen Volk zu dienen, ihren Wohlstand zu mehren und jede Gefahr von ihm abzuwenden. So wahr Ihnen Gott helfe.
Und was machen Sie? Sie dienen dem Deutschen Volk nicht, Sie verkaufen und verraten es. Im Grundgesetz steht: Alle Macht geht vom Volk aus. Sind Sie das Volk Frau Dr. Merkel? Oder ist Herr Dr. Wolfgang Schäuble das Volk? Oder sind es gar die großen Konzerne und Banken?

Ständig predigen Sie und Ihre Vasallen im Bundestag von Demokratie. Frau Dr. Merkel? Welche Demokratie denn? Ihre Demokratie? Sie gefährden doch am meisten die Werte der Freiheit und der Demokratie. In mehreren Sätzen haben Sie doch gesagt, wir haben wahrlich keinen Anspruch auf Demokratie. Auch sagten Sie, dass man sich nicht immer darauf verlassen kann, dass das, was vor der Wahl gesagt wurde, auch nach der Wahl gilt.

Ob BRD GmbH ein Staat ist, oder nicht. Dazu hat der Internationale Strafgerichtshof ein klares Urteil gesprochen und es bedarf von meiner Seite keine Diskussion mehr darüber. Selbst Herr Gabriel sagte es einst. Zitat: „ Wir haben gar keine Bundeskanzlerin. Was wir haben ist eine Geschäftsführerin einer Nichtregierungsorganisation. „ Oder Herr Seehofer von ihrer Schwesterpartei. Zitat: „ Die jenigen die gewählt sind, haben nichts zu sagen und die etwas zu sagen haben, sind nicht gewählt."

 Frau Dr. Merkel, da stellt sich mir die Frage, wie viel Mitspracherecht haben Sie wirklich?

Noch ist der Staat einer der größten Unternehmer im Land. Das sollte aber nicht so bleiben, findet Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Zumal ein Verkauf der Bundesbeteiligungen den Staatshaushalt entlasten würde. Für Verkäufe infrage kommen würden eine ganze Reihe von Bundesbeteiligungen: Anteile an der Deutschen Bahn, Post und Telekom, bei den Flughäfen Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn und München sowie an der Deutschen Flugsicherung.

Nur zwei Beispiele, was passieren kann, wenn staatliches Tafelsilber verkauft wird bzw. privatisiert. Privatisierte Krankenhäuser sind nun Dienstleistungsanbieter im Sektor Gesundheitswesen. Privatisierte Wasserwerke können wie in London, zu mangelnde Wasserqualität und Wasserknappheit führen und letztendlich zu höheren Kosten für den Endverbraucher.

Frau Dr. Merkel, sie hatten sich 2007 nachdrücklich dafür ausgesprochen, Teile der staatseigenen Bahn AG an Private zu verkaufen und dem Konzern so zusätzliches Kapital zu verschaffen. Der Konzern müsse von der Politik die Chance bekommen, sich zu einem international anerkannten Mitspieler im großen Markt des Verkehrs und des Transports zu entwickeln. Kann ich davon ausgehen, dass Sie immer noch für Privatisierung stehen? Oder warum habe Sie sich nicht nicht zu Herrn Röslers Pläne, den Verkauf unseres wertvollen Tafelsilbers voranzutreiben, geäußert?

„Let's make money“, die Lobbyisten in Deutschland dürften sich freuen, sicherlich haben sie schon Kaufsignale gesendet. Wie bei der Energiewende: MEHR MARKT UND WETTBEWERB gelesen auf der Homepage der FDP, so heißt es weiter: Philipp Rösler will die ehrgeizigen Ziele der Energiewende durch mehr Markt und Wettbewerb erreichen. Vorschlag zur Verstaatlichung von Stromtrassen bezeichnete er als „abwegig“. Der Ausbau der Netze sei Aufgabe der Wirtschaft, so Rösler.
Bereits ein Jahr nach der Verkündung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes erfolgte in Deutschland 1999 die Liberalisierung des Strommarktes. Große Konzerne beherrschten bald circa 80 Prozent des deutschen Strommarktes. Da keine Regulierungsbehörde geschaffen wurde - wie es bei anderen Liberalisierungsprozessen üblich ist - konnten sie den alternativen Stromanbietern die Bedingungen für einen Stromanbieterwechsel weitestgehend diktieren. Für den Verbraucher bedeutete dies von nun an stetig steigende Strompreise, zumal sich auch der Staatsanteil an den Stromkosten in den letzten zehn Jahren vervielfacht hat. Mit anderen Worten: Die Kosten der Energiewende sollen vor allem wir, die Verbraucher zahlen, während Firmen in großem Stil von den höheren Stromkosten freigestellt werden. Hunderttausende Haushalte in Deutschland können ihren Strom nicht mehr zahlen Da frage ich mich, wo ist hier Ihr Eid, „...dem deutschen Volk zu dienen, ihren Wohlstand zu mehren und jede Gefahr von ihm abzuwenden“?

Ihr Klima-Thema, wozu auch die Energiewende zählt, das Sie zu Ihrer politischen Priorität erklärt hatten, scheint der Euro-Krise zum Opfer gefallen sein.
Euro-Krise, Was kostet uns die Eurokrise wirklich? Die Finanzschirme werden größer, das Risiko steigt. Die Beträge, für die auch wir, die deutschen Steuerzahler bürgen, haben schwer vorstellbare Größenordnungen erreicht. Es geht um Hunderte Milliarden Euro, Frau Dr. Merkel. Was aber passiert, wenn diese Beträge tatsächlich abgerufen werden oder nicht ausreichen?

Welche Auswirkungen sind auf unsere Einkünfte, Ersparnisse und Arbeitsplätze zu erwarten? Sie, spielen sich als Retterin der deutschen Nation und Europas auf und nehmen dabei nicht einmal Rücksicht auf ihr Volk.
Besinnen Sie sich endlich, wofür Sie einen Eid abgelegten. Sie schworen, dem deutschen Volk zu dienen, ihren Wohlstand zu mehren und jede Gefahr von ihm abzuwenden. So wahr Ihnen Gott helfe.

Nach meiner Meinung, haben Sie schon längst Ihren Amtseid gebrochen. Ich kann nicht erkennen, dass einige wichtige Zukunftsthemen bei Ihnen Priorität genießen, sei es die Energiewende, Klimaschutz oder einfach nur das Wohlergehen des Volkes.
Wir sind beide Frauen, die ihren Weg gegangen sind. Sie als Physikerin und ich als Bankerin. Zu meinen Prinzipien gehören u.a. Ehrlichkeit & Wahrheit, gegenseitige Achtung & Respekt gegenüber allen Lebewesen, diese Prinzipien bleibe ich treu und wie ist es mit Ihnen Frau Dr. Merkel? Für eine Antwort auf diese Fragen wäre ich Ihnen äußerst dankbar.

Hochachtungsvoll
D. Schreier


... und wie immer am Schluss

* * *

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Montag, 4. Februar 2013

Günther Jauch – 03.02.2013

Thema erneut:


Krankenhäuser, Altenheime oder Kindergärten – die Kirchen, nach dem Staat zweitgrößter Arbeitgeber in Deutschland, bestimmen in ihren Einrichtungen die Regeln mehr als üblich. Nur wer den rechten Glauben hat, bekommt einen Job. Das Streikrecht ist eingeschränkt, Scheidung oder Homosexualität können ein Kündigungsgrund sein. Besonders brisant: die Vorgaben zur Behandlung von Vergewaltigungsopfern in katholischen Krankenhäusern.

Es ist der zweite Versuch dies Thema zu behandeln.
Letzte Woche musste kurzfristig Brüderle und seinem Sexismus Vorrang gegeben werden, obwohl auch das heutige Thema eine gute Quote verspricht.
Allerdings versprach Brüderle nicht nur Quote, gleichzeitig kam auch die FDP mal wieder in die so dringend benötigten Schlagzeilen nach dem Verlust der Landesregierung in Niedersachsen trotz des gewaltigen  „Stimmenzuwachses“. Es folgte die nüchterne Erkenntnis, dass sich ihre Realität nun mal unter 5% abspielt.

zum Thema:
Ein Kommentar von KBKW unter Nr. #3 bringt es schon fast auf den Punkt:

... die Kirchen, nach dem Staat zweitgrößter Arbeitgeber in Deutschland, bestimmen in ihren Einrichtungen die Regeln mehr als üblich. Nur wer den rechten Glauben hat, bekommt einen Job. Zum Artikel
Es gibt sogar Schulen in staatlicher Trägerschaft, wo die Regeln der Kirche gelten und andersgläubige Kinder und Lehrkräfte diskriminiert werden: Ein Drittel aller Grundschulen in NRW sind STAATLICHE Bekenntnisschulen. Wer dort zur Schule geht, muss sich mit Unterrichtung und Erziehung im Schulbekenntnis einverstanden erklären, obwohl im Schnitt kaum mehr als de Hälfte der Kinder dem Bekenntnis angehören. Und ALLE Lehrkräfte müssen dem Bekenntnis angehören. Fazit: Öffentliche Bekenntnisschulen diskriminieren im Namen Gottes und auf Kosten aller Steuerzahler. Und ganz nebenbei sabotieren sie noch als staatliche Institutionen die Integration von Kindern im Grundschulalter. Übrigens: Die Kirchen zahlen für diese Schulen keinen Cent. Näheres s. http://www.bekenntnisgrundschulen-nrw.de
Schade, dass die Grüne NRW-Schulministerin Löhrmann diese Woche nicht zu den Gästen gehört. Es wäre interessant zu hören, wie sie dieses auf einem Konkordatsvertrag von 1933 beruhende Schulsystem begründet.

… und dieser Kommentar von DonQuichotte, #14, ergänzt es treffsicher:
Zitat von Kirchenmaus 70
Da im Sozialbereich alles in Handarbeit gemacht werden muss können keine „fürstlichen“ Gehälter bezahlt werden wie z.B. in der Industrie.
Genau da besteht absolut kein Unterschied zum "freien Markt" und dem "Kapitalismus" und erst recht nicht zu Politik machenden Regierungen.
Deshalb  wagt es ja auch KEINE Regierung - egal welcher Coleur - sich an die Privilegien der Kirchen und Religionen zu machen und diese zu beseitigen und damit eine "wahre" Trennung von Kirche und Staat herbei zu führen.

"Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
- Halt Du sie dumm, ich halt sie arm."
sang einst Reinhard Mey ("Sei Wachsam", auf Leuchtfeuer, 1996).

Worin sich "beide Seiten" absolut EINIG sind: "Wasser predigen und selber Wein saufen"! Aber auch dies - wenn auch anders formuliert - in den "biblischen Geschichten"! Bei denen es sich genauso wie bei Märchen und Sagen und anderen "religiösen" Schriften um "GLEICHNISSE" handelt. Und wer das "Sagen" hat, legt diese Gleichnisse eben "seinem Sinn" entsprechend aus!

Userin Paulinchen schreibt in #88:

Wort zum Sonntag
Ich wüsste gerne, ob es die Evolution noch schafft, eine aufgeklärte Menschheit hinzubekommen, bevor die Lichter ausgehen? Was hier “in Gottes Namen” vertreten wird, spottet nicht nur Jesus, sondern der ganzen Menschheit. In Amiland nimmt der Wahn noch groteskere Züge an. Da gibt es einen “christlichen” Republikaner, der behauptet, die Schwangerschaft einer vergewaltigten Frau wäre gottgewollt. Ein anderer “christlicher” Republikaner behauptet, eine Frau könnte bei einer Vergewaltigung gar nicht schwanger werden, weil der Körper eine Art Schutzfunktion hätte. … Und der Oberknaller ist die “christliche“ “Westboro Baptist Church” - da kann man nur noch sagen: Herr, lass Hirn regnen!

Von mir aus soll jeder glauben, was er will. Aber ich möchte, dass Institutionen, die Homosexuelle, Ungläubige, Frauen,… diskriminieren, die Kondome teuflischer als HIV finden, die Kinder missbrauchen und vergewaltigen,… keinerlei Sonderrechte haben! Und außerdem möchte ich nicht einen Cent für diese Heuchler abdrücken! Amen!
[…] P.S.: Ich habe nichts gegen wahrhaft Gläubige, aber sehr viel gegen heuchlerische Institutionen!

… und dem ist fast nichts mehr hinzu zu fügen.

Zusammengefasst kann man sagen:

Die christliche Kirche ist eine Institution deren Mitarbeiter sich als Gottes Boden-Personal verstehen und die es über die Jahrhunderte verstanden haben, die durch sie tatkräftig geförderte Unwissenheit Anderer, für sich zu instrumentalisieren.

Es ist ein Staat im Staate mit eigenen Regeln für Mitarbeiter, eigenen Gesetzen, mit eigener Gerichtsbarkeit aber nicht mit eigenem Geld.
Dazu wird gerne, zumindest in Deutschland, die weltliche Infrastruktur in Anspruch genommen und vom eingetragenen Mitglied der Glaubensgemeinschaft ein monatlicher Beitrag, abhängig vom Einkommen, durch das Finanzamt einkassiert.

Selbst die Personalkosten für die in der Hirachie höher angesiedelten „Verwaltungsbeamten“, bei ihnen heissen sie Bischhöfe und Kardinäle, bürdet man gerne dem weltlichen Partner, und damit der gläubigen und ungläubigen Allgemeinheit auf. Man beruft sich dabei auf ein „Konkordat“ von 1933.

Auch viele soziale Einrichtungen, die man so gerne in den Vordergrund stellt, wie Kindergärten, Schulen und Krankenhäuse werden größtenteils vom weltlichen Staat durch Subventionen, teilweise bis zu 100%, finanziert.

Erlöse, die man z.B. durch Beteiligungen oder Vermietung und Verpachtung erzielt, bleiben im eigenen Haus. Grundsteuern werden natürlich auch nicht bezahlt, http://www.ibka.org/node/933 wie insgesamt sehr wenig Steuern bezahlt werden.

Von weltlichen Eroberern unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht mit offenen Waffen kämpfen sondern viel perfider. Ihre Waffen sind den Glauben und die Unwissenheit des einfachen Volkes und dessen Streben nach besseren Verhältnissen für sich auszunutzen. Indem sie den Menschen den Glauben an eine höhere Macht versprochen, ja manchmal sogar bei Todesandrohung befohlen haben, indem sie ihnen ein schlechtest Gewissen eingeredet haben, wussten sie seit jeher ihr angenehmes Leben zu gestalten.(Ich meine nicht die unterste Hierachiestufe, also das Fußvolk der Glaubenslehrer. Wie Überall bleibt das angenehmere Leben der selbsternannten „Elite“ vorbehalten)

Wen es interessiert, der kann sich HIER die Liste der Päpste anschauen und kann daran ermessen, wie groß der interne Konkurrenzkampf um Macht und Einfluss in dieser Institution schon immer gewesen ist. Päpste und Gegenpäpste, Päpste mit Frau und Kindern, der Sohn als Papst, Alles hat es gegeben. Wie es zu Enthaltsamkeit und/oder Ehelosigkeit kam, liest man HIER

Stets haben sie sich auf die Seite des Stärkeren geschlagen und ihr angeblich neutrales Verhalten bestand darin, dass sie die Waffen und Soldaten beider Seite gesegnet haben.

Ganz nebenbei haben auch weltliche Herrscher, um sich zu bereichern und ihren Herrschaftsbereich zu sichern, stets den kirchlichen Einfluss für sich zu nutzen gewusst bzw. haben gemeinsame Sache mit der Kirche gemacht.

Jesus, auf den sie sich berufen, würde sich bestimmt im Grabe rumdrehen, wenn er denn noch darin läge, und würde  wohl sämtliche, in seinem Namen herumlaufenden Männer in bunten Kleidern, aus dem „Hause seines Vaters“ vertreiben.

„Wer keine Kirchensteuer zahlt, hat in Deutschland kein Anrecht auf eine Mitgliedschaft in der katholischen Kirche.“
Also CHRISTLICH, im Sinne von Jesus Christus, ist das nicht was da abläuft!

Solange mit ihrer Denkweise im Mittelalter stehen gebliebene alte Männer und ihre Helfershelfer  krampfhaft versuchen ihre Pfründe zu sichern und ihre Macht gegenüber Untergebenen, Frauen und Kindern durch ihre weltfremden Vorschriften zu erhalten, solange wird es mit den massenweisen Kirchenaustritten weitergehen.

Anscheinend hat sich im diktatorisch geführten Unternehmen Kirche in den letzten 500 Jahren seit Gallileo nicht viel verändert. Um ihr geozentrisches Weltbild und ihre Vorstellung von „Wissenschaft“ zu erhalten, hat die Kirche damals Andersdenkende sogar öffentlich verbrannt.
(Giordano Bruno im Jahr 1600 in Rom) Von den vielen Hexenverbrennungen zum Machterhalt und zur Einschüchterung, und Alles im Namen Christi, will ich gar nicht erst schreiben.

Bevor genau dieses hoch subventionierte Unternehmen Kirche und ihre leitenden Angestellten andere Religionen, andere Regierungen oder andere Unternehmen anprangern, sollten sie zuerst im eigenen Haus ausmisten und sich dem Zeitgeist und den wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen.
Die Herren sollten nicht über Fundamentalisten anderer Religionen lästern solange sie im eigenen Bereich genauso unbelehrbare "Besserwisser" und "Hardliner" dulden.
Damit sind sie auf Jahre beschäftigt.

Ergänzung:
Wohlgemerkt: das Alles betrifft nicht den christlichen Glauben sondern nur die heuchlerische Institution, die für sich  das alleinige Recht in Anspruch nimmt, auf diesen Glauben die Verwaltungshoheit zu haben.

* * *

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Samstag, 2. Februar 2013

Öffentlich-Rechtliche Rundfunkanstalten, zählt nur noch die Quote?

Geht es überhaupt nicht mehr um Qualität? Sieht so der Bildungsauftrag aus?

Da hat vor einem Jahr eine Journalistin des Stern dem Rainer Brüderle abends um halb elf in einer Hotel-Bar eine Frage gestellt.(beruflich, ganz ohne Hintergedanken?)
Und Brüderle hat, natürlich nicht mehr ganz nüchtern, genauso geantwortet wie wohl die meisten Männer in seiner Situation geantwortet hätten.
Nachdem das bekannt wurde scheinen alle Talkshows der ÖR für lange Zeit kein anderes Thema mehr zu haben.
Der Name Brüderle spielt nur noch am Rande eine Rolle, als Alibi und Einsteiger zum Thema.
Sexismus ist der große Aufreger.
Als ob es neu wäre! Ist es aber nicht! Es ist ein uralten Thema! Neu ist, dass man sich traut,  öffentlich darüber zu sprechen.

* * *

Obwohl es zur Zeit nicht danach aussieht dass es auch mal erfreuliche Nachrichten gibt, gibt es sie doch. Bei Youtube habe ich folgendes Video gefunden:

Eine Gruppe von Tauchern und Schnorchlern hatte sich in der Nacht vor der Küste von Hawaii aufgemacht um Mantas beim Fressen zu beobachten und zu filmen.
Auf einmal erschien im Licht der Scheinwerfer ein Delfin, bei dem man sehen konnte, dass er irgendwie in seinen Bewegungen eingeschränkt war.
Mitten zwischen den Tauchern schwamm er herum, bis einer der Taucher eine Angelschnur bei ihm am Maul entdeckte. Sie hatte sich um die linke Vorderflosse gewickelt. Der Taucher Keller Laros sagte hinterher, es hätte ausgesehen als ob der Delfin ihn um Hilfe bat.
"Er schwamm auf mich zu und ich befreite ihn von der Angelschnur und dem Haken."

Ganz ruhig lies der Delfin es geschehen, aber seht selbst:



Ergänzung 03.02.2013, 14:35 Uhr

... übrigens: vom 13.01. bis heute, 03.02.2013 über 2 Millionen Klicks auf das Video

(Übersetzung der 4 Schriftenblendungen zu Beginn des Videos)
1 Dieses Video zeigt die Rettung eines wilden Delfins, bei dem sich Etwas zwischen Schnauze und Brustflosse verfangen hatte.
2 es ist ein Zeugnis wie einem wilden Delfin in Not von Menschen geholfen wurde
3 Disclaimer:
Dies soll keine Aufforderung sein, dass Laien derartige Unterwasser-Rettungsversuche durchführen.
Die Rettung dieses Delfins wurde von professionellen Tauchern, mit tausenden Stunden Erfahrung an dieser Tauchstelle, durchgeführt.

Es war ein äusserst ungewöhnliches Ereignis.

Das Mitleid der Taucher mit dem Tier ist das was wir anerkennen sollten, und sie nicht kritisieren.
Wenn Sie Meerestiere in Not sehen, rufen Sie umgehend NOAA unter 800-853-1964 an und verständigen sie die örtlichen Behörden

4 Tatsache: 11. Januar 2013
Offener Ozean, Manta Ray, nächtliches Tauchen an der Kona Coast, Hawaii.
Die Gäste (Taucher und Schnorchler) genossen den Anblick der Mantas bei der Nahrungsaufnahme von Plankton.
Ein Tümmler schwamm in den beleuchteten Bereich. Die Tauchlehrer bemerkten die verhedderte Angelschnur und seine Bewegungseinschränkungen.
Sie entschieden ihre Hilfe vom Verhalten des Delfins abhängig zu machen.

aus dem Artikel des WDR: „Martina S. Wing wohnt seit 15 Jahren auf Hawaii. Gemeinsam mit ihrem amerikanischen Mann James betreibt die geborene Wuppertalerin an der Westküste der Insel eine Tauchschule. Hauptattraktion der Tauchgänge sind die bis zu neun Meter langen Mantarochen, die sich in dem tropischen Gewässer tummeln. Bei einem der nächtlichen Tauchgänge bekam die Tauchgruppe Besuch von einem Delfin. "Das war sehr außergewöhnlich", sagt Martina Wing, "üblicherweise halten die Tiere sich von uns fern. Sie mögen das Licht der Taschenlampen nicht und auch nicht die Luftblasen, die die Taucher ausstoßen."
Ende Einfügung

Sinngemäßer Kommentar der Kamerafrau, nachdem sie die Aufnahme schon auf Youtube hochgeladen hatte:
Nachher habe ich vom Taucher Keller Laros erfahren, dass er den Haken und die komplette Schnur entfernt hat, deshalb würde ich am liebsten eine korrigierte Version hochladen, aber bei Youtube kann man das Video nicht austauschen und die Kommentare hier wären dann weg...
Martina (Camera Woman)

Kommentare:

mask2697:
Ich habe eine Frage an euch (mantarayshawaii), habt ihr immer Delphine auf euren Tauchgängen gesehen, und wenn ja, habt ihr irgendwelche Fotos? Ich vermute stark, dass dieser Delfin das Boot bemerkt hat, dass in der Gegend was los war und deshalb da erschien. Wenn ja, dann wäre das doch interessant.

MantaRaysHawaii:
Hallo, ich persönlich habe diesen Delfin bei etwa 10 Tauchgängen in der Nacht an dieser Stelle gesehen(Jan und Feb 2012 - 1 Jahr), aber er wurde immer von zwei anderen begleitet und sie
verhielten sich anders. (schwammen schnell)Das ganz andere Verhalten(schwamm sehr langsam) weckten mein Interesse sofort, als ich den Delfin bei der Rettungsaktion sah. Auf unserer Video-Galerie auf mantarayshawaii.com findet man das Video, das ich vor einem Jahr gemacht habe.
Aloha Martina

Ergänzung 03.02.2013
siehe auch hier:
und wen es interessiert:

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Freitag, 1. Februar 2013

Anne Will am 30.01.2013

Die Anne-Will-Redaktion schreibt:

Sexismus-Aufschrei – hysterisch oder notwendig?

Die Debatte um Sexismus in Deutschland ebbt nicht ab. Immer mehr Frauen melden sich zu Wort, die sagen: Ich fühle mich an meinem Arbeitsplatz sexuell belästigt. Doch auch Männer schalten sich ein, wollen nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Handelt es sich hier um ein einziges großes Missverständnis zwischen den Geschlechtern oder ist die ernsthafte Auseinandersetzung über den Umgang zwischen Mann und Frau am Arbeitsplatz längst überfällig?

Eigentlich wollte ich zu diesem ausgenudelten Thema keinen Kommentar schreiben. Ich habe es doch getan, sogar zwei! 
Als wenn es nichts Wichtigeres gäbe, stürzen sich die ARD-Talkshows auf dieses leidige Thema. Es ist so alt wie die Menschheit und ausgerechnet in den Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland soll eine Lösung gefunden werden? Ausgerechnet in einer Zeit, wo es an allen Ecken und Enden brennt meinen die Programm-Macher es sei vordringlichste Sache. Es ist schon überaus verdächtig wie krampfhaft vermieden wird, drängede Probleme zum Talkshowthema zu machen. Kein Wort über Wasserprivatisierungsversuche, kein Wort über israelische Angriffe auf Syrien, nichts über „Sachsensumpf Leipzig“. 

Es ist schon bezeichnend wie JAN MEIER unter #6 schreibt:
[…] Wenn ein Dirndl und ein Handkuß die gesamte Nation spalten, dann frage ich mich, warum der Ausspruch unter Politikern “Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen!” als salonfähig und als normal betrachtet wurde! 

Hier mein erster Beitrag:
veröffentlicht unter 654

 @Funke Erwin #648 Sie schreiben:
„Ich habe es gewußt, das Thema wird ganz bewußt benutzt, um unsere Gesellschaft und unsere Partnerschaften weiter zu spalten !“

Wie man heute morgen im Internet in einem Werbespot von Volkswagen USA sehen konnte, ist man dort schon wieder einen Schritt weiter. Es geht, wie so oft dort, um Rassismus.
Unter dem Titel „VW-Werbung löst Skandal in den USA aus“ ist ein Video zu sehen, das der Autobauer in einen 60-Sekunden-Spot beim Super-Bowl-Finale zeigen will. 

Die Süddeutsche schreibt: „”Blackface mit Stimmen”: Beleidigt Volkswagen schwarze Jamaikaner mit seinem neuen Super-Bowl-Spot? Das finden zumindest einige Journalisten. Der Tourismusminister des Landes hält die Werbung dagegen für ein Kompliment. Und die Jamaikaner, die haben ganz andere Probleme.“ 
Da wir unseren „transatlantischen Freunden“ ja alles nachmachen, nehme ich an, dass in nächster Zeit eine Rassismusdebatte unsere Öffentlich-Rechtlichen ausgiebig beschäftigen wird. 
Es wäre schon interessant zu wissen, wer ein Interesse daran hat, dass solche Themen in den Medien so breit getreten werden und von welcher Sauerei wieder abgelenkt werden soll. 
Ist es diesmal Israels Angriff auf Syrien? Ist das auch der Grund für die Stationierung deutscher Soldaten mit Patriotraketen in der Türkei? Soll gar nicht die Türkei geschützt werden sondern die israelischen Angreifer? 

Nochmal zum Thema Sexismus und dem wohl kommenden Thema Rassismus: „Unsere“ auflagenstärkste Heuchel-Postille ist doch nicht nur Regierungsorgan auf Abruf, sie erzielt doch in der restlichen Zeit ihren Absatz nahezu ausschließlich mit solchen Themen. 

Schon die tägliche Gestaltung der Titelseite, gedruckt wie auch online, macht mehr als deutlich, dass sich dieses „Presseorgan“ für nichts zu schade ist und gerne eine Führungsrolle einnimmt. Stecken deren Macher auch mit hinter diesen künstlich herbeigeführten „Skandalen“ um den gewaltigen Auflagenschwund zu stoppen?
Bild-Auflage

 ...und hier der zweite
#655

@636, EsgehtdochnurumRespekt 
Sie meinen also, Herr Brüderlein sollte sich einfach generell dafür entschuldigen. 

Wir können alle nur danach urteilen was wir lesen denn Herr Brüderle hat sich, soweit ich weiß, noch nicht dazu geäußert. 
Könnte es nicht auch sein dass er damals, schon leicht angeheitert, einfach nur lustlos in der Gegend rumgeschaut hat und die Journalistin ihre weiblichen Argumente, begleitet von ihrer Frage, ganz gezielt in seine Blickrichtung geschoben hat? 
Wenn ihm dann vor lauter Überraschung der Satz einfach nur rausgerutscht ist weil ihm sofort eine passendere Verpackung einfiel, dann war es doch ein Verbesserungsvorschlag und kein Sexismus, oder? 

Änderung 13:45 Uhr

Oder sind es solche Meldungen, weshalb das alles veranstaltet wird?

Merkels bester Wert seit ihrer Wahl 2009 ...


Der folgende Kommentar wurde nicht freigeschaltet und verschwand spurlos aus dem Anne-Will-Blog

663 Gerd 49:
Der Kommentar wartet auf Freischaltung.
1. Februar 2013 um 13:45 Uhr
Kann es sein, dass man nach der vergeigten Niedersachsenwahl und der vermeintlich wiedererstarkten FDP jetzt unbedingt solche Schlagzeilen will und deshalb die geballte Kraft der Öffentlich-Rechtlichen einsetzt?

* * Brüderle stürzt in Umfrage ab * *

Die Sexismus-Vorwürfe zeigen Wirkung – nur sein Chef Philipp Rösler ist noch unbeliebter In Folge der Sexismus-Debatte hat FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle deutlich an Zustimmung eingebüßt. Nur noch 28 Prozent der Befragten zeigten sich im ARD-”Deutschlandtrend” mit Brüderles Arbeit zufrieden.
Erst hatte Steinbrück seinen Auftritt, jetzt Brüderle. … und über allem schwebt unangetastet:

SIE, die “mächtigste Frau der Welt” … “Miss–Erfolg”,
an der Spitze der besten Regierung seit der Wiedervereinigung

An der Spitze der beliebtesten Politiker steht weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit ihrer Arbeit sind 71 Prozent der Deutschen zufrieden.(Focus)
(es wäre wirklich mal nachforschenswert wie solche Umfrageergebnisse zustande kommen. In allen öffentlich einsehbaren Umfragen fällt das Ergebniss nicht annähernd so aus)
Bitte lest die Kommentare die hier hinterlassen wurden
Ergänzung: 23:00 Uhr:
Liebe Anne Will, das war ja aufregend, die Sendung und der Blog. Wie wäre es mit einer Steigerung: Sexismus im Bundestag und den angeschlossenen Behörden? Es glaubt doch hoffentlich niemand, Brüderle sei der Einzige unter den Politikerdarstellern. Es würde bestimmt nicht nur mich interessieren wer von den Heuchlern noch so alles dazugehört.

* * *

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