Sonntag, 27. Juli 2014

Kiew zu Boeing-Absturz: Keine Vorwürfe an Russland

Thema: Malaysische Boeing über Ukraine abgestürzt

Ria NOVOSTI
KIEW, 24. Juli (RIA Novosti).
Die ukrainische Regierung, die nach dem Absturz der malaysischen Boeing von einer Mitschuld Russlands gesprochen hat, distanziert sich nun von den Anschuldigungen. Es habe sich nicht um Vorwürfe, sondern um Mutmaßungen gehandelt, so der Kiewer Sicherheits- und Verteidigungsrat am Donnerstag.


Kiew zu Boeing-Absturz: Keine Vorwürfe an Russland © RIA Novosti. Andrei Stenin
„Wir haben Russland keine Vorwürfe gemacht, denn es gibt dafür keine ausreichenden Beweise“, sagte Andrej Lyssenko, Pressesprecher des Sicherheits- und Verteidigungsrats. „Es wurde als eine der Versionen geäußert, dass eine professionelle Mannschaft eines Flugabwehr-Komplexes vom Territorium der Russischen Föderation aus Raketen abgefeuert hat, die das Flugzeug getroffen haben.“

Ergänzung 27.07.2014, 13:20 Uhr
noch am 25.Juli konnte man diese "Mutmaßungen" lesen:

KIEW, 25. Juli (RIA Novosti).
Boeing mit russischer Waffe abgeschossen – Kiew hat „unwiderlegbare Beweise“

Die Kiewer Behörden haben nach einigen Angaben „ausreichend unwiderlegbare Beweise“ dafür, dass der malaysische Passagierjet mit russischer Waffe abgeschossen worden war. „Wir wissen, mit welcher und wessen Waffe die Maschine abgeschossen wurde“, sagte der amtierende ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman am Freitag in Kiew.

Auf die Frage nach Quellen oder Belegen für seine Äußerungen sagte Groisman, der zugleich die ukrainische Kommission zur Aufklärung der Boeing-Katastrophe leitet: „Wir sind davon überzeugt.“ Dabei berief er sich auf die jüngste Erklärung des Sekretärs des nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Andrej Parubij.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 283 Fluggästen, darunter 85 Kindern, und 15 Besatzungsmitgliedern an Bord war am 17. Juli von Amsterdam nach Kuala Lumpur unterwegs gewesen. Um etwa 15.20 Uhr MESZ verschwand die Maschine von den Radaren, als sie über der Ukraine flog. Nach Angaben russischer Fluglotsen befand sich die Boeing in diesem Augenblick etwa zehn Flugminuten bis zur russischen Grenze. Bei dem Absturz überlebte niemand.

Noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.


Kommentar

Was sind das denn auf einmal für Töne aus Kiew?
Es wurde auf allen Kanälen in Deutschland so still, die Kriegstrommelei war verstummt, die Kriegshetzer aller Medien schwiegen. Genau wie damals in Syrien sind die Meldungen still und heimlich aus den Schlagzeilen verschwunden.
Wurde uns nicht tagelang eingebläut: "Putin ist am Absturz schuld"?
Krähte nicht die mächtigste Frau der Welt ununterbrochen von Sanktionen?
Und jetzt? Habe ich das alles nur geträumt?
Frau Merkel, jetzt aber in die Riemen. Zurückrudern ist angesagt!



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