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Samstag, 8. Februar 2020

Wieder einmal Deutschland - Tierzüchter erschlagen Ferkel nach Geburt

Tierschützer von Animal Rights Watch haben ein Video aus einer Schweinezucht veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, unter welch qualvollen Umständen die Tiere leben.

Foto: Screenshot vom Video
Die Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) hat neue Videoaufnahmen aus einer Schweinezucht in Falkenberg an der Elster im deutschen Brandenburg veröffentlicht. Die Bilder zeigen, wie Ferkel kurz nach der Geburt erschlagen werden. Andere werden fremden Müttern gegeben oder verstümmelt. Der zweieinhalb Minuten lange Film zeigt auch, wie die Muttertiere in viel zu engen Kastenständen qualvoll vor sich hin vegetieren.

In dem Betrieb, dessen Name nicht bekannt ist, werden 3500 Sauen gehalten. Ariwa will mit dem Clip einmal mehr auf die furchtbaren Umstände in der Tierhaltung aufmerksam machen. Denn: «Trotz zahlreicher Aufdeckungen über die tierquälerischen Zustände in deutschen Schweinezuchten ändert sich nichts Grundlegendes am Umgang mit den Tieren. Politik und Wirtschaft haben kein Interesse daran, die allgegenwärtige Tierquälerei zu beenden», sagt Ariwa-Sprecherin Sandra Franz zum Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Geschäftsführer sieht ein, dass das «nicht korrekt» ist

Tierschützer denunzieren seit langem, dass die erwachsenen Sauen in illegal engen Kastenstände leben. Die Vorrichtungen werden genutzt, um bei der Ferkelproduktion Muttertiere davon abzuhalten, beim Hinlegen den eigenen Nachwuchs zu erdrücken. 2016 entschied ein Bundesverwaltungsgericht, dass die bislang üblichen Kastenstände verbessert werden müssen. Doch weil die Politik sich nicht klar darüber ausspricht, ist die Rechtslage bezüglich der Bemessung der Kastenstände für die Tierhalter unklar.

«Spiegel TV» konfrontierte den Geschäftsführer der Schweinezucht mit den Aufnahmen der Tötung der kleinen Ferkel. Das Verhalten der Mitarbeiter sei «nicht korrekt», gab der Mann zu. Sie seien anders angewiesen, versicherte er, bevor er das Interview plötzlich beendete.

Tierschützer fordern bio-veganen Landbau

Beim Tierschutz im zuständigen Landkreis Elbe-Elster ist man über die Situation informiert. «Hinsichtlich des Tötens der Ferkel ist das problematisch», sagte Amtstierärztin Ilona Schrumpf zu RND. «Wir werden den Betrieb anhören und dann über weitere – auch strafrechtliche – Schritte entscheiden.»

Animal Rights Watch fordert eine radikalere Lösung: «Würde das Verfassungsziel Tierschutz wirklich ernst genommen, dürfte es diese Branche überhaupt nicht geben – zumal kein Mensch wirklich Tierprodukte braucht.» Die Tierschutzorganisation fordert den Komplettausstieg aus der Tierproduktion. Stattdessen solle der bio-vegane Landbau gefördert werden.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Donnerstag, 20. Juli 2017

change.org - Pferde retten!


Hallo liebe Leser
,
lieben Sie Tiere? Dann geht es Ihnen so wie mir! Mögen Sie mir helfen, eine ungerechte politische Entscheidung zum Nachteil vieler Pferde rückgängig zu machen, in dem Sie meine Petition unterschreiben?

Im hessischen Landgestüt Dillenburg gibt es eine Reitschule, die Reiter nach ethischen und Tierschutz-Grundsätzen ausbildet. Diese Reiter tragen dieses Wissen wiederum weiter an ihre Reiterhöfe. So pflanzt sich der Gedanke des tierfreundlichen Reitsports immer weiter fort. Zudem leben im hessischen Landgestüt Zuchtpferde und Pferde, auf denen Schulkinder das Reiten lernen, behinderte Menschen Reiten als Therapie bekommen usw.

Das Gestüt gehört dem Land Hessen und wurde immer wieder so umgebaut, dass es den Pferde dort gut geht, z.B. dass sie an der frischen Luft sein und sich nach eigenen Bedürfnissen bewegen können. Die Pferde werden von ihren Pflegern liebevoll versorgt und es steht ein Tierarzt bereit, der nach dem Wohl der Pferde sieht. Sogar die FN, der Gesamtverband der Reiter in Deutschland, sagt: Hier geht es den Pferden richtig gut!

Aber: Jetzt sind die Pferde im Weg! Das über 400 Jahre alte Gestüt soll weg. Denn es sollen Wohnungen dort gebaut werden. Das perfide: Die hessische Umweltministerin behauptet, die Haltung der Pferde sei nicht tierschutzgerecht, deshalb sollte das Gestüt geschlossen werden. Die Wahrheit ist aber: Hier geht es um den Profit!

Was mit den Pferden passieren soll, die jetzt auf dem Gestüt leben, sagt die Ministerin nicht. Wahrscheinlich ist aber: Die besseren werden verkauft, die alten, nicht mehr so gewinnbringenden werden „erlöst“!

Ich frage mich: Mit welchem Recht? Den Pferden geht es gut auf dem Landgestüt – wie sogar unabhängige Sachverständige sagen! Wieso ist der kurzfristige Profit wichtiger, als ein 400 Jahre altes Stück Geschichte und das Wissen, das damit verbunden ist, zu erhalten? Bitte, helfen Sie mit, dieses wertvolle Gut zu erhalten. Es dauert nur 10 Sekunden – aber Ihre Stimme kann viel bewegen!

Vielen lieben Dank für Ihre Unterstützung und alles Liebe Anne

Montag, 16. Januar 2017

AVAAZ - Das Blut trächtiger Stuten

Unfassbar — innerhalb weniger Tage haben über eine Million Menschen mitgemacht! Unterzeichnen auch Sie und verbreiten Sie die Aktion, damit sie vor der Übergabe an die Minister noch größer wird.


Es klingt wie ein Horrorfilm: Hunderte trächtige Pferde werden an Maschinen angeschlossen, die ihnen - manchmal bis zum Tod - Blut absaugen. Und all das, damit Pharmakonzerne die Hormone an industrielle Schweinezüchter verkaufen können! Nächste Woche treffen sich die EU-Minister und könnten dieses widerliche Geschäft verbieten. Geben wir ihnen mit einem riesigen Aufruf die Sporen — jetzt *mit einem Klick* unterzeichnen und weitersagen!

Unterzeichnen

Liebe Freundinnen und Freunde,

es klingt wie ein Horrorfilm: Hunderte trächtige Pferde werden an blutsaugende Maschinen angeschlossen — manche sind so schwach, dass sie zusammenbrechen und sterben. Doch wir können das jetzt stoppen.

Die industrielle Pferdefolter wird von europäischen Pharmakonzernen angetrieben, die mit dem Tierblut die Massentierhaltung noch beschleunigen wollen! Die EU hat schon gesagt, dass sie Maßnahmen erwägt, aber bislang ist nichts passiert.

Es müssen keine weiteren Pferde sterben! Nächste Woche treffen sich die zuständigen Minister – machen wir der EU jetzt die Hölle heiß, indem Millionen von uns ein Ende des grausamen Pferdebluthandels fordern. Unterzeichnen Sie die Petition unten *mit nur einem Klick* und erzählen Sie Freunden davon:

Hier die Petition unterzeichnen

An das Europäische Parlament, die Kommission und den Rat:
Wir fordern Sie dazu auf, Importe von Gütern nach Europa zu verbieten, wenn diese unter Einsatz von grausamen und tierquälerischen Methoden hergestellt wurden. Als weltweiter Vorreiter im Tierschutz sollte Europa seine eigenen Standards auch Importprodukten auferlegen.

Hier die Petition unterzeichnen

Der Tod ist nicht der einzige Horror: Manchmal wird so viel Blut abgezapft, dass es zu Schockzuständen oder Blutarmut kommen kann. Und weil nur das Blut trächtiger Stuten wertvoll ist, werden diese oft zu wiederholten Schwangerschaften und Abtreibungen gezwungen.

Die Nachfrage wird von Pharmakonzernen angetrieben. Sie verkaufen das Hormon, das im Blut trächtiger Stuten enthalten ist, an Viehzüchter, damit diese bei ihren Schweinen und anderen Tieren auf Abruf die Brunst einleiten können — ein weiterer Aspekt dieser traurigen Misshandlungsgeschichte.

Wenn wir diesen Horror jetzt mit einem riesigen weltweiten Aufruf ins Rampenlicht rücken, können wir zu einem Verbot aller Produkte beitragen, die unter Tierquälerei erzeugt werden. So erschweren wir es Konzernen weltweit, aus dieser irrsinnigen Industrie Profit zu schlagen. Unterzeichnen Sie die obige Petition mit nur einem Klick und leiten Sie sie dann an Freunde und Familie weiter. Bewegen wir die EU zum Handeln!

Hier die Petition unterzeichnen

Wie die Menschen diesen anmutigen und majestätischen Tieren solch ein Leid zufügen können, ist nur schwer zu begreifen. Doch wenn wir uns alle zusammentun, um Tiere vor solchen alltäglichen Horrortaten zu schützen, können wir unfassbar viel erreichen. Setzen wir uns jetzt für die Pferde ein, die unsere Stimmen mehr brauchen denn je.

Voller Hoffnung
Oliver, Rewan, Bert, Ari, Camille, Nataliya, Ricken und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:
Blutfarmen (Animal Welfare Foundation)
http://animal-welfare-foundation.org/projekte/blutfarmen.html

Massentierhaltung: Qualvoller Aderlass (DRadio Wissen)
http://dradiowissen.de/beitrag/massentierhaltung-hormone-aus-stutenblut

Wie Pharmakonzerne mit Pferdeblut Geschäfte machen (Süddeutsche Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/handel-grausamer-bluttransfer-1.2668283

Pferde-Blutfarmen sollen unter Aufsicht (Süddeutsche Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tierschutz-die-quaelerei-fuers-pferdeblut-soll-enden-1.2864121

Und auf Englisch:

Why is the world out for horses’ blood? (The Guardian)
https://www.theguardian.com/world/2016/oct/03/horse-blood-farms-china-donkeys-wild-horses-us-mass-slaughter


Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 44 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Donnerstag, 20. März 2014

change.org - Keine Schweinefabrik in meiner Heimat!

Liebe Leser, diese Kampagne wurde gerade neu auf Change.org gestartet und wir denken, das könnte Sie interessieren.

Wirtschaftsminister Möllring: Kein Akkordschlachthof in Bernburg!

Von Lucia Grün
Aschersleben
Im sachsenanhaltinischen Bernburg ist der Bau eines Akkordschlachthofes der italienischen Kette "Bresaole Pini" geplant, die u.a. bereits in Italien, Ungarn und Rumänien vertreten ist. Stündlich sollen dort ca. 1.000 Schweine geschlachtet werden, also rund 24.000 pro Tag. Die Schweine werden aus Osteuropa durch lange, qualvolle Transporte angeliefert. Die Tiere vegetieren auf den wochenlangen Transporten zwischen bereits verendeten Tieren, in ihren Fäkalien liegend und oft ohne Trinkwasser dahin "Bresaole Pini" prahlt mit 2.500 neuen Arbeitsplätzen und Mindestlohn. Doch wer möchte eigentlich täglich aus der blutigen Hölle heimkommen? Ganz sicher eine Schockvorstellung für viele Menschen. Somit wird der Fleischkonzern, wie schon viele vorher, Arbeitskräfte aus Osteuropa holen.
Ich bin Lucia Grün, bin 14 Jahre alt und engagiere mich schon seit vielen Jahren für den Tierschutz. Ich unterstütze Gnadenhöfe, halte Vorträge zum Thema Umwelt und Tierschutz in der Schule und in meiner Freizeit und habe auch schon viele Tiere retten können. Es ist mein Anliegen, den Menschen die Augen zu öffnen und zum Nach-bzw. Umdenken anzuregen. Dies war auch meine Motivation, diese Petition zu starten. Den Tierschutz auf ein neues Level zu bringen - gemeinsam und für uns alle.
Mir ist bewusst, dass die wirtschaftliche Entwicklung für eine Region sehr wichtig ist. Doch in Bernburg überwiegen klar die Nachteile: Das Akkordschlachthaus soll im Gewerbegebiet der A14 entstehen und 25 Millionen Euro kosten. Zudem ist noch gar nicht sicher, ob wirklich 2.500 Arbeitsplätze entstehen oder es am Ende nicht viel weniger werden! Neben dem unbeschreiblichen Leiden der Tiere sorgen sich natürlich auch viele Bernburger um die Umwelt. Wohin mit den unglaublichen Abwassermengen? Wohin mit der ganzen Gülle? Durch solch riesige Schlachthöfe sind Trinkwasserverschmutzungen und Luftverschmutzungen vorprogrammiert.
Das produzierte Fleisch soll größtenteils europaweit und nach Asien exportiert werden. Sachsen-Anhalt bzw. Bernburg ziehen somit keine Vorteile aus dem Projekt, es sei denn, es fänden sich genug Leute, die tagtäglich ihr Gewissen belasten wollen. Mittelständler der Region sehen bereits ihre Unternehmen gefährdet. Riesige Firmen wie der Akkordschlachthof könnten bald die regionalen Produkte gänzlich verdrängen. Dann gäbe es nur noch billiges, importiertes "Supermarktfleisch" aus antibiotikaverseuchter Massentierhaltung. Die wirtschaftlichen Vorteile wären dahin, wenn die regionalen Waren durch importierte Massenware schwinden. Bernburg besitzt solch gute Böden - warum lassen wir uns nicht etwas besseres einfallen als einen riesigen Schlachthof?
Mit dem Akkordschlachthof Bernburg könnte "Bresaole Pini" einer der Vorreiter für viele weitere solche Projekte in Sachsen Anhalt und ganz Deutschland werden, sodass Kleinbetriebe den Konkurrenzkampf verlieren werden.
Der Schlachthof gerade in der Planung, sodass unsere Stimmen noch nicht zu spät kommen. Deshalb müssen wir jetzt handeln!
Ich bitte alle, insbesondere die mit einem großen Herz für Tiere und unsere Umwelt, aber auch die, die sich Sorgen um die Gesundheit Deutschlands machen und natürlich alle Bernburger, denen ihre Stadt etwas bedeutet, diese Petition zu unterzeichnen und dem Wirtschaftsministerium die Augen zu öffnen, um den Bau dieses Akkordschlachthofes zu verhindern!
Weitere Informationen aus den Medien.

Bildquelle: gruene_sachsenCC BY-NC-ND Lizenz 2.0

Freitag, 6. September 2013

Reiseverbot für „Störer“: Demonstranten dürfen nicht zu EU-Gipfeln

Thema: Bürgerrechte

Die EU will künftig „Störern“, die bei Fußballspielen randalieren oder bei EU-Gipfeln protestieren, mit einem Reiseverbot in der EU belegen. Auch die Tierschützer sind ins Visier der Behörden geraten, weil sie Propaganda im Internet betreiben. Der Weg zum Reiseverbot gegen politisch Andersdenkende ist nicht mehr allzu weit.


Palast der Europäischen Kommission
Foto: bpb/© AP
Die EU will den Informationsaustausch zu „reisenden Gewalttätern“ effektiver gestalten. Alle nationalen und europäischen Behörden müssten noch besser zusammenarbeiten, um der wachsenden Extremisten-Gefahr zu begegnen, so eine Studie.

Eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie hat die rechtliche Situation in Mitgliedsstaaten verglichen und verschiedene Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Kampf gegen „reisende Gewalttäter“ geprüft. Dabei untersuchte man allerdings nicht nur Störungen durch linke und rechte „Extremisten“ und „Terroristen“ bei politischen Spitzentreffen oder anderen Großveranstaltungen. Auch Tierschutz-Aktivisten sind im Fokus und Personen, die Konzerte oder Partys besuchten.

Die Studie hat dafür aus den EU-Mitgliedsstaaten Informationen über die Anzahl der bei den Veranstaltungen anwesenden Personen und deren bevorzugte Transportmittel und Reisewege ermittelt. Sie gibt einen Überblick über den Informationsaustausch zwischen den Staaten und benennt Defizite, darunter verspätete Reaktionen auf Anfragen, Sprachprobleme und verschiedene juristische oder technische Probleme.

Die Zahl der „reisenden Gewalttäter“ sei steigend, so die Studie. Dies werde durch die zunehmende Nutzung sozialer Medien verursacht. Zudem seien die „reisenden Gewalttäter“ zunehmende ein grenzüberschreitendes Problem. Allerdings seien nicht alle Mitgliedstaaten gleichermaßen davon betroffen, sondern vor allem Deutschland, Frankreich und Dänemark.

Einen eigenen Abschnitt widmet die Studie dem Thema der Tierschutz-Aktivisten. „Die Mitgliedsstaaten haben eine zunehmende Aktivität gewalttätiger Gruppen von Tierschutz-Extremisten festgestellt“, heißt es. Diese Aktivitäten hätten einen erheblichen Einfluss auf Unternehmen. Besonders beunruhigend sei die zunehmende Vernetzung der „gewalttätigen Extremisten-Gruppen“ über die Ländergrenzen hinweg.

In verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, hätten die Tierschützer illegale Aktionen durchgeführt. Sie störten etwa die Forschung und Tierversuche, die Tierzucht, Zirkusse und die Jagd. „Propaganda im Internet ist eines der wichtigsten Mittel gewalttätiger Tierschutz-Extremisten“, so die Studie. Im Internet würden Aktionen publik gemacht und „Desinformations-Kampagnen“ gestartet. Aufgrund künftiger EU-Gesetze erwartet Europol, dass die Aktionen „gewalttätiger Tierschutz-Extremisten“ in den kommenden Jahren noch zunehmen.

Die Studie schlägt die europaweite einheitliche Verwendung des Begriffs des „reisenden Gewalttäters“ vor. Die entsprechende Definition solle in den Rang einer EU-Richtlinie erhoben werden, die in die nationalen Rechtsprechungen überführt werden müsste. Mitgliedstaaten könnten dann zur Sammlung und Verarbeitung von entsprechenden Daten verpflichtet werden.

Auch die Gegenmaßnahmen gegen „reisende Gewalttäter“ sollen in der EU vereinheitlicht werden, so die Studie. Genannt werden dabei etwa der gegenseitige Austausch im Vorfeld von Gefahren, gemeinsame Polizeieinheiten und Kommandozentren, die Entsendung von „szenekundigen Beamten“, die Überwachung von Transportmitteln, Grenzkontrollen, vorübergehende Festnahmen und Reisesperren.

Einige Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, führen bereits nationale Datenbanken über „Störer“. Für Gipfeltreffen oder Fußballspiele werden diese an ausländische Polizeibehörden ausgeliehen. Die Studie fordert, dass alle bestehenden Formen polizeilichen Zusammenarbeit miteinander verbunden werden müssten.

Dazu zählen neben den nationalen Stellen auch die existierenden Systeme bei EUROPOL und Interpol sowie das Europäische Strafregister. Erwähnt werden auch Pläne der EU zur Identifizierung von Nicht-EU-Bürgern an den Grenzen. Dabei sollen Fingerabdrücke von allen zehn Fingern genommen werden, um genaue Bewegungsprofile der Reisenden erstellen zu können (mehr hier).

Sind diese Kontrollmaßnahmen erst einmal in Kraft, dann soll schließlich die Einführung einer „europäischen Reisesperre“ folgen. Diese ist seit langem ein Ziel von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Als Innenminister drängte er im Jahr 2007 im Anschluss an die Proteste beim G8-Gipfel in Heiligendamm auf die Einrichtung einer EU-weiten Datensammlung für Gipfel-Demonstranten.

Die Entwicklung ist äußert gefährlich. Mit schwammigen Begriffen wie Extremisten oder Störer kann im Grunde jeder gemeint sein, auf den die EU diese Definition angewendet wissen will.

Die kann Euro-Gegner, Friedensaktivisten, Bürgerrechtler und politisch Andersdenkende treffen.

Europa befindet sich mit dieser Entwicklung auf dem Weg zurück in die Vergangenheit: In den 40 Jahren des Ostblocks wurden von den Kommunisten Leute am Reisen gehindert, die aus ideologischen Gründen mit dem Staat in Konflikt geraten waren.

Ironie der Geschichte: Die DDR-Führung konnte eine Wandel der Systeme am längsten verhindern.
Am Ende war es jedoch genau die Forderung nach Reisefreiheit, die die Betonköpfe in Ost-Berlin zu Fall gebracht hat.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Allein beim Lesen solcher Vorschläge kommen leise Gedanken, ob die Prügelstrafe nicht wieder eingeführt werden sollte. Was müssen die Schablonenverwalter für Gurken und Bananen doch eine Heidenangst vor ihren Mitmenschen haben!

Schäuble kann man verstehen. So ein aroganter Schwarzekassenverwalter mit Gedächnislücken, der schon als Innenminister, nicht nur auf die Einrichtung einer EU-weiten Datensammlung für Gipfel-Demonstranten drängte, sondern mit allen möglichen Tricks versucht hat, die Bundeswehr im Inneren einsetzen zu können, hat allen Grund Angst zu haben.

Alle Wichtigtuer, ob Sesselpuper aus dem Zentrum der Geldvernichtung oder ob sich selber viel zu wichtig nehmende Politikerdarsteller, alle für die das Internet #Neuland ist und die erst nach und nach erkennen was #Neuland, Facebook und Twitter ihren Zeitgenossen für Möglichkeiten der Kommunikation und Abstimmung bieten, werden sich um ihre Gesundheit Gedanken machen.

Aber wie heisst es so schön? Wer sich nichts hat zu schulden kommen lassen, der braucht auch keine Angst zu haben. Wer aber immer und immer wieder nur in die eigene Tasche und gegen die Interessen der Bevölkerungsmehrheit gehandelt hat, ja der ...



Wally Ruppert sagt:
Die EU sollte sich mal mehr um den Tierschutz kümmern, statt ihn zu blockieren, etwas positives habe ich bis jetzt, als deutscher Bürger, von denen noch nicht gehört, außer das sie mit unserem Geld um sich werfen, als wäre es ihres!
Man sollte Unterschriften für den euop. Tierschutz sammeln, damit sie mal wach werden
und sehen, was es für abartige Tierquäler in ihren ach so armen, verschuldeten Länder gibt und dafür sorgen, das da härtere Gesetze eingeführt werden. Auch das ist Augabe der EU!!!


52 Jahre sagt:
Die haben Angst vor der eigenen Bevölkerung, richtig Angst, wie alle totalitären Regime.
Und wenn sie so weitermachen, müssen sie das auch haben.


Eckard Wendt sagt:
Quo vadis Europa? Jetzt soll offenbar noch die Axt an das Recht auf freie Meinungsäußerung gelegt werden, damit Tierausbeuter und Profiteure von Tierleid, aber auch Wissenschaftler, im Anonymen ungehemmt Profite machen können. Wie war das eigentlich noch mit der innereuropäischen Reisefreiheit der EU? Alles Makulatur und Augenwischerei?
Währet den Anfängen!


Grünschnabel sagt:
Natürlich, eine Scheiss Politik machen und sich dann darüber aufregen, dass dem Bürger der Kragen platzt.Vor allem, den Bürger mit Fußball blödeln und Gewalttätern in einen Topf zu werden ist der Gipfel aber typisch für faschistische, totalitäre Systeme.
Was wir brauchen ist eine ECHTE französische Revolution.
Wir sind im totalitären System angekommen und wer sich jetzt nicht wehrt, braucht darüber nicht mehr nachzudenken.


HeF sagt:
Als ich letztes Jahr in Berlin die Reichstagskuppel besichtigen wollte, habe ich unerklärter Weise “Schwierigkeiten” bekommen.
Ich hatte mich schon 3 Wochen vorher über´s Internet bei einem Stadtführungsunternehmen angemeldet, das uns wiederum zur Besichtigung anmeldete.
Als es soweit war, wurde beim Eingang unser Perso verlangt.
Meinen haben sie “eingezogen” und es war eine halbe Stunde (!) nicht klar, ob ich zur Besichtigung eingelassen werde. Alle anderen Personen mussten wegen mir warten.
Auf die höfliche Bitte, mir zu erklären, warum, wurde mir nichts gesagt.
Nach der Wartezeit nur: “Sie können jetzt besichtigen”.
Dazu muss ich erläutern, ich bin ein ganz normaler Bürger, war noch nie auf einer Demonstration. Habe aber kritische Kommentare (auch an die Abgeordneten) geschrieben, bei der ESM-Klage mitgezeichnet und Infos der EU-Gegner auf meinem PC gespeichert, wie wahrscheinlich viele von uns hier.
Gehören wir damit auch zu den “erfassten Störern”??
Lässt die NSA “grüßen”?


Pünktchen sagt:
Natürlich.
Das sagt doch schon der Artikel: Da werden offenbar normale Bürger, die lediglich von ihren demokratischen Rechten Gebrauch machen, in einen Topf mit gewalttätigen Hooligans und Terroristen geworfen.
Das lässt schon tief blicken, wohin wir steuern.


Munnie sagt:
Ja, ich denke, wir alle hier, die hier und anderswo kritisch schreiben gehören zu denen, deren Reisefreiheit beschränkt werden soll und Weiteres.
Nicht umsonst sind drüben überm großen Teich auch schon für ca. 1 Mio Deutsche die Plätze reserviert. Bestimmt nicht für Tante Erna von nebenan.