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Dienstag, 22. April 2014

US-Regierung will Putins Privatvermögen sperren

Thema: Ukraine-Krise

40 Milliarden US Dollar, die Russlands Präsident Putin auf Schweizer Bankkonten geparkt hat, geraten in den Fokus der US-Administration. Washington will das Privatvermögen Putins sperren, um in der Ukraine-Krise mehr Druck auf Russland auszuüben.


Das Gesamtvermögen Wladimir Putins ist schwer abzuschätzen. Der USA zufolge sollen umgerechnet 40 Milliarden US-Dollar auf Schweizer Bankkonten liegen. (Foto: SALVATORE DI NOLFI /dpa)
Einem Zeitungsbericht zufolge versucht die US-Regierung, das Privatvermögen von Russlands Präsident Wladimir Putin einzufrieren. Die Times of London berichtet, dass die US-Administration Schweizer Bankkonten Putins sperren könnte, auf denen Geld im Wert von über 40 Milliarden US-Dollar liegt.

Das Weiße Haus will sich auf Nachfrage nicht dazu äußern, machte aber erneut deutlich, dass Individuen, Offizielle, Mitarbeiter der Führungsebene und Oligarchen potenzielle Ziele möglicher Sanktionen seien, heißt es einem Bericht von The Hill zufolge.

Der Westen droht Russland mit weiteren Wirtschaftssanktionen, sollte Russland in der Ukraine-Krise nicht deeskalierend wirken. Putin hat hingegen die Truppen an der Ukraine-Grenze verstärkt (mehr hier).

Bislang verpuffen US-Drohungen jedoch wirkungslos. Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland hätten auch für Europa und Deutschland negative Folgen.

Die Gaslieferungen, die über die Ukraine nach Europa kommen, sind in Gefahr. Bulgarien befürchtet sogar die Blockade der South-Stream-Pipeline durch die EU (hier). Die USA haben auch angekündigt, drohende Gasblockaden aus Russland mit eigenen Lieferungen nach Europa kompensieren zu wollen.

Die Ukraine-Krise spitzt sich zu. Am Samstag wurde bekannt, dass die USA Bodentruppen nach Polen entsenden will, um in der Region mehr Präsenz zu zeigen (hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Flo sagt:
[...] Stellt sich natürlich die Frage, woher dies unsere “amerikanischen Freunde” überhaupt wissen wollen.
Vielleicht wäre es jetzt mal langsam an der Zeit, dass die Russen ihre Geheimarchive i.S. 9/11, IM Erika und IM Larve offenlegen um die Bevölkerung zu informieren. Spätestens dann können unsere Politclowns die Wahlen im Mai 2014 getrost vergessen.

Flo sagt:
Ich habe die Korrektur eben gelesen.
Aber es glaubt doch hoffentlich niemand daran, dass Putin 40 Mrd. irgendwo gebunkert hat und wenn, dann ganz sicher nicht unter dem Namen Putin; Schweizer Franken, vielleicht aber ganz sicher keine Dollars.
Nein, hier soll ein Gegner auf billigste Art und Weise demontiert werden, um damit Unruhe ins russische Volk zu tragen.
Aber dies könnte nun wirklich in die virtuelle Hose gehen.

joe sagt:
WIR haben es in der Hand. Wir müssen endlich unserer Pflicht nachkommen und Grundgesetz Artikel 139 und 146 umsetzen. Dann sind wir die US gesteuerte BRD endlich los und werden nicht mehr ausgebeutet! Informiert euch unter http://www.staatenlos.info über die Ursachen und die Lösung für eine friedliche ZUKUNFT aller Völker!

kontro vers sagt:
Liebe Schweiz, wenn ihr bei diesem Drecksspiel mitmachen solltet, dass seid ihr keinen Deut besser als der Ami selbst.

Roland Jahn sagt:
Wie es scheint wollen die USA unbedingt Krieg. Die sind so Pleite das sie unbedingt Krieg brauchen. Und dieser Krieg soll unbedingt wieder in Europa stattfinden.
Man kann nur Hoffen, das Russland, China, und andere befreundete Staaten den Krieg mal auf Amerikanischen Boden bringen.

Wolfgang Press sagt:
Wie wäre es denn wenn Hussein Obama sich aufraffen würde seine Söldner, die von Blackwater, jetzt Academi, zurück zu pfeifen. Ein großer Teil dieser Söldner sind Strafgefangene denen man einen Erlass ihrer Strafen angeboten hat.
Die Untergehenden Staaten machen sich immer mehr zu dem was Georg W. Busch als Schurkenstaat bezeichnet hat. Hat eigentlich schon jemand gezählt wie viele Kriege und Umstürze die USA seit 1945 angezettelt haben und wie viele Menschen durch die ihr Leben verloren. Auch das verschwinden von MH370 könnte auf das Konto der USA gehen.
Diesem Obama sollte das Nobelpreiskomitee den Friedensnobelpreis umgehend aberkennen. Der Kerl hat den als letzter verdient, womit ich nicht sage, dass Putin den verdient hat.



Donnerstag, 1. August 2013

Mein letzter Brief, Ein Irak-Veteran klagt G.W. Bush und Dick Cheney an

Thema: Irakkrieg
gefunden bei http://www.20min.ch

Mein letzter Brief, ein Veteran klagt an

Thomas Young wurde im Irakkrieg schwer verwundet.
Jetzt liegt der Friedensaktivist im Sterben und schreibt einen letzten Brief an George W. Bush – eine schonungslose Abrechnung.


storybild


An: George W. Bush und Dick Cheney
Von: Thomas Young


Infobox
Thomas Young
Thomas Young (33) wurde am 4. April 2004, nur fünf Tage nach seiner Ankunft im Irak, in Bagdad von einer Kugel in die Wirbelsäule getroffen und ist seither von der Brust abwärts gelähmt. Nach seiner Rückkehr war er zu einer der ersten Veteranen, die den Irakkrieg öffentlich kritisierten. Der
Dokumentarfilm «Body of War» (2007) handelt von seinem erfolglosen Versuch der Wiedereingliederung ins Zivilleben. Nach mehreren schweren Komplikationen, die von seinen Kriegswunden herrühren, kann Young nur noch über einen Schlauch ernährt werden. Inzwischen liegt er in einer Sterbeklinik in Kansas City und hat angekündigt, die künstliche Ernährung im April einzustellen.
Ich schreibe diesen Brief am 10. Jahrestag des Irakkriegs und im Namen meiner Kameraden.
Ich schreibe diesen Brief im Namen der 4488 Soldaten, die im Irak fielen.
Ich schreibe diesen Brief im Namen der Hunderttausenden verwundeter Veteranen und im Namen jener, denen seelische und körperliche Wunden das eigene Leben zerstört haben.

Ich bin einer von denen, die schwer verwundet wurden.
Ich bin querschnittgelähmt, seit ich 2004 in Sadr City in einen Hinterhalt geriet. Mein Leben neigt sich dem Ende zu. Ich befinde mich in einer Sterbeklinik.

Ich schreibe diesen Brief im Namen der Männer und Frauen, die ihren Ehepartner verloren haben, im Namen von Kindern, die einen Elternteil verloren haben, im Namen von Vätern und Müttern, die Söhne und Töchter verloren haben und im Namen jener, die meine Tausenden Kameraden mit Hirnverletzungen pflegen.

Ich schreibe diesen Brief im Namen jener Veteranen, deren Trauma und Ekel über das, was sie im Irak gesehen, ertragen und selbst gemacht haben, sie in den Selbstmord getrieben haben und im Namen jener Soldaten, von denen im Schnitt jeden Tag einer Selbstmord begeht.

Ich schreibe diesen Brief im Namen der rund einen Million toten Iraker und der zahllosen irakischen Verwundeten.

Ich schreibe diesen Brief in unser aller Namen – dieser menschlichen Trümmerlandschaft, die Ihr Krieg zurückgelassen hat. Im Namen jener, die den Rest ihres Lebens mit endlosem Schmerz und Kummer verbringen werden.

Ich schreibe diesen Brief, meinen letzten Brief, an Sie, Herr Bush und Herr Cheney.

Ich schreibe nicht, weil ich glaube, dass Sie die schrecklichen menschlichen und moralischen Konsequenzen Ihrer Lügen, Täuschungen und Ihres Macht- und Geldhungers begreifen.

Ich schreibe diesen Brief, bevor ich selbst sterbe, weil ich Ihnen klarmachen will, dass ich und Hunderttausende meiner Kameraden und Millionen meiner Mitbürger und Hunderte Millionen im Irak und Nahen Osten begriffen haben, wer Sie sind und was Sie gemacht haben.

Sie mögen sich dem Zugriff der Justiz entziehen, aber in unseren Augen haben Sie sich ungeheuerlicher Kriegsverbrechen, Plünderungen und des Mordes schuldig gemacht, einschließlich des Mordes an Tausenden jungen Amerikanern – meinen ehemaligen Kameraden –, die Sie ihrer Zukunft beraubt haben.

Ihre politischen Ämter, Ihre Millionen an Privatvermögen, Ihre PR-Berater, Ihre Privilegien und Ihre Macht vermögen nicht Ihre Charakterlosigkeit zu verbergen.

Sie haben uns in den Kampf und in den Tod im Irak geschickt, Herr Cheney, nachdem Sie selbst sich vor der Einberufung nach Vietnam gedrückt haben, und Sie, Herr Bush, sich damals unerlaubt von Ihrer Einheit in der Nationalgarde entfernt hatten. 

Ihre Feigheit und Selbstsucht sind seit Jahrzehnten bekannt.

Sie weigerten sich, für unser Land das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, aber Sie schickten Hunderttausende junger Männer und Frauen in einen sinnlosen Krieg, so gedankenlos, wie man den Müll hinausbringt. 

Zwei Tage nach 9/11 wurde ich Soldat. Ich tat es, weil unser Land angegriffen worden war. Ich wollte gegen jene zurückschlagen, die knapp 3000 meiner Landsleute umgebracht hatten.
Ich wurde nicht Soldat, um in den Irak zu gehen, ein Land, das mit 9/11 nichts zu tun hatte und keine Bedrohung für seine Nachbarn, geschweige denn für die USA darstellte.

Ich wurde nicht Soldat, um die Iraker zu «befreien» oder imaginäre Massenvernichtungswaffen auszuschalten oder etwas, was Sie zynisch «Demokratie» nannten, in Bagdad und im Nahen Osten zu installieren.
Ich wurde nicht Soldat, um den Irak wiederaufzubauen, was mit dem Ölreichtum Iraks bezahlt werden sollte, wie Sie uns damals weismachten.

Tatsächlich kostete dieser Krieg die USA über drei Billionen Dollar.

Vor allem aber wurde ich nicht Soldat, um einen Präventivkrieg zu führen, was laut internationalem Recht illegal ist.

Als Soldat im Irak beförderte ich, wie ich heute weiss, Ihren Schwachsinn und Ihre Verbrechen. 

Der Irakkrieg ist der grösste strategische Fehltritt in der amerikanischen Geschichte.

Er hat das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten zerstört. Er brachte eine korrupte und brutale pro-iranische Regierung an die Macht, die ihre Herrschaft mit Folter, Todesschwadronen und Terror zementiert.
Der Iran ist nun die dominierende Regionalmacht. Egal in welcher Beziehung – moralisch, strategisch, militärisch und wirtschaftlich: Der Irakkrieg war ein Desaster. Sie, Herr Bush und Herr Cheney, haben ihn angefangen. Also sollten auch Sie die Konsequenzen tragen. 

Ich würde diesen Brief nicht schreiben, wäre ich in Afghanistan verwundet worden, beim Kampf gegen jene Mächte, welche die Terroranschläge von 9/11 verübt haben. Wäre ich dort verwundet worden, würde ich mich zwar elend fühlen, wegen meines sich verschlechternden Gesundheitszustandes und nahenden Todes.

Aber wenigstens hätte ich die Gewissheit, dass meine Verletzungen ein Resultat meiner Entscheidung sind, das Land, das ich liebe, zu verteidigen. Ich müsste nicht in meinem Bett liegen, den Körper voller Schmerzmittel, langsam sterbend, im Wissen, dass Hunderttausende Menschen, einschließlich Kinder und ich selbst, von Ihnen geopfert wurden.

Für wenig mehr als die Gier von Ölfirmen, für Ihr Bündnis mit den Ölscheichs in Saudi-Arabien und für Ihr wahnhaftes Streben nach einem Weltreich. 

Ich habe wie viele andere Kriegsversehrte unter der unzureichenden und oft unfähigen Betreuung des Kriegsveteranenministeriums gelitten. Ich habe wie viele andere Kriegsversehrte begriffen, dass Sie und vielleicht alle Politiker sich nicht um unsere seelischen und körperlichen Wunden scheren.
Wir wurden benutzt.
Wir wurden verraten.
Und wir wurden im Stich gelassen.

Sie, Herr Bush, geben lautstark vor, ein Christ zu sein.
Aber ist nicht die Lüge eine Sünde?
Ist nicht Mord eine Sünde?
Sind nicht Diebstahl und Egoismus Sünden?
Ich bin kein Christ, aber ich glaube an christliche Ideale.

Ich glaube, was man dem Geringsten antut, tut man letztlich sich selbst und seiner Seele an.

Mein Tag der Abrechnung naht.
Auch Ihrer wird kommen.
Ich hoffe, dass Sie vor Gericht gestellt werden.
Aber am meisten hoffe ich, in Ihrem Interesse, dass Sie irgendwann den Mut finden zu akzeptieren, was Sie mir und vielen anderen angetan haben, die es verdient hätten, zu leben.

Ich hoffe, dass, bevor Ihre Zeit auf der Erde endet, wie meine nun endet, Sie die Charakterstärke finden werden, sich vor die amerikanische Bevölkerung, die Welt und vor allem die irakische Bevölkerung zu stellen und um Vergebung zu bitten. 

Genehmigter Abdruck von «The Last Letter», erschienen am 18. März auf «truthdig». Übersetzung: Kian Ramezani

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch
gefunden von Klaus, Danke Klaus für diesen Link
(alle Hervorhebungen von mir)