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Sonntag, 1. Dezember 2019

Kubicki - Nach der Entscheidung der SPD-Basis


Kubicki nach SPD-Abstimmung:
„Wir bereiten uns auf Neuwahlen oder den Zerfall der CDU vor“

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki sieht die SPD "im freien Fall". Er erklärt: "Wir bereiten uns auf Neuwahlen vor oder den Zerfall der CDU, wenn sie den weiteren zu erwartenden Forderungen der Sozialdemokraten nachgeben."

Nach der Entscheidung der SPD-Basis für die GroKo-Kritiker Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken sieht Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) die SPD „im freien Fall“. Kubicki sagte der „Welt am Sonntag“: „Wir bereiten uns auf Neuwahlen vor oder den Zerfall der CDU, wenn sie den weiteren zu erwartenden Forderungen der Sozialdemokraten nachgeben.“ Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hingegen beschränkte sich auf einen Glückwunsch.

Der „Welt am Sonntag“ sagte Göring-Eckardt: „Gratulation an Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Es wäre gut, wenn die SPD die monatelange Hängepartie beendet und zügig für Klarheit sorgt, wie sie es mit der Koalition hält.“

Linke-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali hat den Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids begrüßt und die designierten Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans dazu aufgerufen, einen Kurswechsel der Sozialdemokraten einzuleiten. „Jetzt gilt es abzuwarten, ob dies ein Anstoß für die SPD ist, wieder sozialdemokratisch zu werden“, sagte sie. „Notwendig wäre es.“

Aufforderung: Koalition fortsetzen

Führende Unionspolitiker fordern die neue SPD-Spitze auf, die gemeinsame Regierungskoalition fortzusetzen. Die CSU pocht auf Einhaltung des Koalitionsvertrages. CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte der „Bild am Sonntag“: „Wir gratulieren Norbert Walter-Brojans und Saskia Esken und sind gespannt auf die weitere Zusammenarbeit. Für uns hat sich an der Grundlage unserer Zusammenarbeit nichts geändert: Der Koalitionsvertrag gilt.“

Auch der scheidende EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) warnte die SPD vor einem Ausstieg aus dem Bündnis: „Ich finde es wichtig, dass die Große Koalition auch mit der neuen SPD-Führung ihre Arbeit bis zum regulären Ende 2021 macht und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 von erfahrenen Persönlichkeiten organisiert wird.“

Ziemiak setzt auf „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit neuer SPD-Spitze

Die CDU will auch unter der neuen Parteiführung der SPD mit den Sozialdemokraten „vertrauensvoll“ zusammenarbeiten. Entscheidend sei, gut zu regieren: „Dafür gibt es eine Grundlage und das ist der Koalitionsvertrag, der zwischen der SPD und der Union geschlossen wurde und daran hat sich nichts geändert“, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Samstagabend in Berlin.

Ziemiak wünschte Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, die als Sieger aus der SPD-Mitgliederbefragung um den Parteivorsitz hervorgegangen sind, „für ihre zukünftige Arbeit als Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschland alles Gute, viel Erfolg und Gottes Segen“. Entscheidend seien nicht Diskussionen der Parteien „sondern die Frage, vor welchen Herausforderungen steht Deutschland“.

Esken und Walter-Borjans gelten als Vertreter des linken Flügels der SPD. Beide haben wiederholt deutlich gemacht, dass sie der großen Koalition mit der Union kritisch gegenüberstehen. Allerdings sagten sie nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Mitgliederbefragung auch, sie wollten die Entscheidung über die Zukunft des Regierungsbündnisses von Sachfragen abhängig machen.

Unter anderem pochten sie auf einen höheren Mindestlohn und eine ehrgeizigere Klimapolitik, was zu neuen Konflikten mit CDU und CSU führen könnte. (dts/afp)

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Montag, 9. September 2019

Presseclub - 08.09.2019 - Das britische Drama: Gibt es einen Ausweg aus der Brexit-Krise?


So. 8. September 2019, 12.03 - 13.00 Uhr

Das britische Drama: Gibt es einen Ausweg aus der Brexit-Krise?


Bilder: Screenshots

Moderation:
Ellen Ehni

Chefredakteurin des WDR

Es sind Szenen, die auch das britische Parlament selten gesehen hat: ein Abgeordneter wechselt während der Sitzung die Fraktion – und die regierende Partei verliert ihre Mehrheit. Der Premierminister beschimpft Abweichler als Verräter und lässt sie aus seiner Partei werfen. Die Fronten zwischen Brexit-Verfechtern und Brexit-Gegnern sind verhärteter denn je.

Großbritannien kämpft um seine Zukunft – doch im erbitterten Streit um den Brexit zeichnet sich keine Lösung ab. Verlässt Großbritannien die EU Ende Oktober ohne „Deal“? Gibt es vorher Neuwahlen? Oder wird das Drama verschoben – und in drei Monaten beginnen die politischen Kämpfe erneut?

Boris Johnson setzt auf Neuwahlen

Klar ist: Die EU und die Briten finden nicht zusammen. Theresa May hatte mit Brüssel einen Austritts-Vertrag verhandelt, doch dieser ist in Westminster gescheitert. Und neue Ideen hat Premierminister Boris Johnson bisher nicht anzubieten. Seine Taktik: Er will der EU weiter mit dem Schreckgespenst „No Deal“ drohen, um Zugeständnisse zu erzwingen. Jetzt setzt Johnson auf Neuwahlen, um im Parlament wieder eine Mehrheit für seinen harten Kurs gegenüber der EU zu erringen.

Die Gefahr eines „No Deals“, also eines Austritts ohne Vertrag, ist gewachsen. Fassungslos blicken viele Bürger und Unternehmen Europas auf das britische Drama. Wird es am 1. November wieder Zölle und Grenzkontrollen Richtung England und Nordirland geben? Müssen britische Bürger dann das EU-Festland verlassen - und EU-Bürger die Insel? Gelten die Zulassungsregeln für Lebensmittel und Medikamente noch? Wirtschaftlich wird der Brexit wohl beiden Seiten schaden: Hunderttausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, so eine Studie der Universität Löwen. Allein in Deutschland soll es um mehr als 290.000 Jobs gehen.

Findet Europa noch einen Ausweg aus der Brexit-Krise?

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478 Kommentare, davon 151 gesperrt

Kommentar 362:
Gerd Dietrich schreibt am 08.09.2019, 12:44 Uhr :
Werte Redaktion, habt Ihr jemals Dank erfahren, wenn beim Presseclub Journalisten Probleme anderer Länder gelöst haben, welche von hochbezahlten Politikern dieser Länder nicht gelöst werden konnten? Hat es das überhaupt schon mal gegeben?

    Antwort von Moderation , geschrieben am 08.09.2019, 12:46 Uhr:
    Es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, "Probleme anderer Länder" zu lösen. Ist auch nicht Aufgabe der Sendung. Hier werden aktuelle Themen aus verschiedenen Perspektiven diskutiert.

Kommentar 335:
B.Tester schreibt am 08.09.2019, 12:30 Uhr :
Was mischt sich der Presseclub in die inneren Angelegenheit anderer Länder ein? Wer gibt euch das recht dazu? Als ob eurer Daherreden und Herrumreden irgend etwas in GB ändern würde. Man stelle sich vor das britische Politiker in die regierungspolitik von Merkel reinquatschen würde, das würde einen medienecho auslösen. Haben wir in DE keine hausgemachten Probleme die Merkel auslöste sich aber dann als Problemlöser darstellt, die es ohne sie NIE gegben hätte. Wie Mietenexplosion, die höchsten Stromkosten fast weltweit. Weiteres bitte gerne hinzufügen. Kehrt erst mal vor der eigenen Haustüre bevor ihr den Schmutz vom Nachbarn anprangert. Also was soll das?

    Antwort von Moderation , geschrieben am 08.09.2019, 12:32 Uhr:
    ??? Wieso sollte der Presseclub nicht über aktuelle Themen diskutieren? Und seit wann gilt journalistisches Interesse an Themen als "Einmischung"?

Kommentar 427:
B.Tester schreibt am 08.09.2019, 14:11 Uhr :
Mir ist aufgefallen das 2 der Gäste als "Freie Journalisten" in Unterschrift benannt wurden. Das hieße ja im Umkehrschluss das die Moderatorin Frau Ehni und die anderen 2 Journalisten keine Freien sind. Sie dienen und Schreiben also einem Herrn, Besitzer, Eigentümer, Chefredaktuer je nach Auftrag und gewünschen, erwünschten pol. Meinungen. Print und E-Medien haben also einen Auftrag im Sinner der Besitzenden zu schreiben, zur sogenannten Meinungsbildung beizutragen oder soll ich sagen ihre Meinung uns einzutrichtern uns in eine bestimmte Richtung zu drängen, die uns zuwider läuft. Es ist daher gut das wir noch eigenständig zum Denken ,Nachdenken befähigt sind.Bei manchen Politiker und Journalisten habe ich da meine brgründeten Zweifel.Oft widerpricht der Tenor des G-Buches mit den Einstellungen und Aussagen der an, bzw -abwesenden Jounalisten. Selber Denken macht schlau und ist noch nicht verboten.

    Antwort von Dr. Sigenau , geschrieben am 08.09.2019, 14:36 Uhr:
    Von Ihnen sehr gut und richtig erkannt. Gute Hinweise von Ihnen.

    Antwort von Meike , geschrieben am 08.09.2019, 14:58 Uhr:
    Das ist sophistische Wortklaubefrei und irrelevant in der Sache. Wenn man so von Argwohn getrieben ist, braucht man eine politische Gesprächssendng erst gar nicht zu schauen.

Kommentar 424:
Elsa Z. schreibt am 08.09.2019, 14:02 Uhr :
Wie schön, dass man andere Meinungen sperren kann. Zensiert heißt das eigentlich.
    Antwort von Moderation , geschrieben am 08.09.2019, 14:27 Uhr:
    Wir sperren hier keine "anderen Meinungen". Wir sperren die Beiträge, die den Regeln dieses Gästebuchs nicht entsprechen. Die Regeln sind auf der Seite nachzulesen.

Kommentar 412:
Paul Liesner schreibt am 08.09.2019, 13:34 Uhr :
Den dritten Anrufer fand ich besonders gut, der mittlerweile auf die Europäische (EU) "Diktatur" hinwies. Man denke nur an die im Hinterzimmer von Merkel und Macron ausgehandelte Besetzung von Ursula von der Leyen als neue EU-Präsidentin und Christine Lagarde als zukünftige EZB Chefin. Alle vorher nach EU Muster "demokratisch" ausgesuchten Namen wie Manfred Weber, Frans Timmermans und Margrethe Vestager spielten plötzlich keine Rolle mehr. Um es ein wenig sanfter zu formulieren, könnte man auch von einer Autokratie sprechen.

    Antwort von Ilse Kühnle , geschrieben am 08.09.2019, 14:03 Uhr:
    Ich lese nicht gerne solche Ansichten wie Ihre oder die des dritten Anrufers, die Ihnen so gefällt, das sind Ansichten, die auch wenig Sachkenntnis aufweisen. Ersten sind wir nicht mehr die EG, wie der Anrufer sagt, sonder die EU und zweitens sind die Regeln von allen Mitgliedern einstimmig und d e m o k r a t i s c h beschlossen worden, auch die Briten haben mitgestimmt. Außerdem kann jedes Mitglied nach den Satzungen der EU von selbst austreten, was der Anrufer auch nicht wußte. Also, bevor man von einer Diktatur spricht, sollte man sich sachkundig machen. Ich denke auch, dass es uns allen gut geht in dieser "Diktatur der EU".


Mittwoch, 3. Juli 2019

Neuer Anlauf in Griechenland - Tsipras will's noch mal wissen

Der griechische Premierminister Alexis Tsipras spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung
Foto: tagesschau.de
Bei den Neuwahlen Anfang Juli will es Griechenlands Ministerpräsident Tsipras noch mal wissen. Mit den Reformen ist er nur teilweise vorangekommen, der Nachholbedarf ist noch groß. Es geht in Griechenland voran, aber nur schleppend.

Die Griechen wissen doch selbst, welche Politiker sie in den letzten 50 Jahren gewählt haben und sie wissen auch, wieviel Kredite ihr Staat auf den internationalen Finanzmärkten aufgenommen haben, davon haben sie letztlich auch gelebt und zwar weit über ihre Verhältnisse. Wer mehr ausgibt als er verdient, findet sich schnell in der Schuldenfalle.

Ohne europäische Hilfen, Kreditverlängerungen und Schuldenerlasse wäre das Land noch weit ärmer als jetzt. Mit Augen zu und durch geht es nie im Leben gut, auch wenn die griechische Kultur und Mentalität vieles entschuldigt.

Die "Reformen" haben mehr Armut gebracht (Renten, Sozialleistungen, Gesundheitswesen), ja sogar daß durchschnittliche Sterbealter ist gesunken.Sie haben den Ausverkauf des Landes gebracht: Elektrizitätswerke, Eisenbahn, Häfen und Flughäfen (an Fraport) werden oder wurden bereits privatisiert.

Alexis Tsipras, einst als Linker gestartet, wirklich links ist er heute nicht mehr, eher ein Darling von Brüssels Austerität. Im Augsut 2018 war Griechenland aus dem Sparprogramm entlassen worden.

Eingestellt von Blogger auch unter
Torpedo - Gesellschafts- und Politik-Blog mit stets aktuellen Themen
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Dienstag, 5. Juni 2018

Dirk Müller: Italien hat ein Strukturproblem

Thema: Italien

Dirk Müller - Italien:
Neuwahlen werden nichts verbessern - wir haben ein Strukturproblem


Cashkurs.com
Am 30.05.2018 veröffentlicht

Auszug aus dem Cashkurs.com-Tagesausblick vom 30.05.2018.
https://www.cashkurs.com – Ihre unabhängige Finanzinformationsplattform zu den Themen Börse, Wirtschaft, Finanzmarkt von und mit Dirk Müller
Bildrechte: Cashkurs.com & Ralf Siemieniec / Shutterstock.com

Kategorie Nachrichten & Politik
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