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Samstag, 28. Mai 2016

campact - Monsanto soll bleiben, wo der Gen-Mais wächst

 


 
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Den Monster-Konzern verhindern
Bayer will Monsanto kaufen, um noch mehr Profit mit Glyphosat, Gentechnik und patentiertem Saatgut zu machen. Doch der Deal wankt. Jetzt müssen wir Bürger/innen zeigen: Wir wollen keinen Megakonzern, der unser Essen kontrolliert. Bringen wir den Deal zum Platzen!

Liebe Leser,

wenn dieser Deal kommt, entsteht ein Megakonzern, der fast alles kontrolliert, was wir essen: Bayer will den Agrochemie-Konzern Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar kaufen. Das Kaufangebot ist eine Milliarden-Wette darauf, dass scheitert, wofür wir alle kämpfen: die Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Denn nur, wenn Monsanto und Bayer noch mehr Profit mit Glyphosat, Gentechnik und patentiertem Saatgut machen, lohnt sich die Fusion überhaupt.

„Wir sind seit langem von Monsanto beeindruckt“[1], begründet Bayer-Boss Werner Baumann sein Interesse am Kauf des Ackergift-Herstellers. Doch damit scheint die Manager-Riege ziemlich allein zu sein: Viele Bayer-Aktionäre sind entsetzt – und der Aktienkurs ist in den vergangenen Tagen drastisch gefallen. Rating-Agenturen und Wirtschaftszeitungen warnen vor den Schulden, die der Kauf mit sich bringen würde. Und wie jetzt bekannt wurde, will Monsanto noch mehr Geld rausschlagen.[2] Der Deal wankt.

Das ist unsere Chance: Jetzt müssen wir dem Management zeigen, dass auch die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher keinen Megakonzern für Gentechnik, Pestizide und Patente auf Saatgut will. Bisher setzte das Management auf das vermeintlich gute Image des Konzerns, der auch für Medikamente wie Aspirin steht. Wenn wir Bürger/innen uns jetzt laut und deutlich zu Wort melden, werden die Zweifel wachsen.

Unterzeichnen bis Samstag 200.000 Bürger/innen, veröffentlichen wir unseren Appell als große Anzeige im „Handelsblatt“ – der Pflichtlektüre für Manager.
Seit einigen Monaten ist unter den Agrochemie-Konzernen weltweit eine Fusionswelle in Gang. DuPont hat Dow geschluckt. Chem-China kauft gerade den bisherigen Pestizid-Marktführer Syngenta. Jetzt will Bayer beim Konzern-Monopoly nachziehen.

Bereits jetzt kontrollieren lediglich fünf Konzerne etwa 95 Prozent des europäischen Marktes beim Saatgut für Gemüse. Bei Mais-Saatgut sind es 75 Prozent. Gelingt Bayer der Monsanto-Deal, würde die Kontrolle über unsere Lebensmittel weiter monopolisiert.

Doch Bayer hat die Rechnung ohne uns gemacht. Eines der größten Geschäftsfelder von Monsanto könnte bald wegbrechen – es ist der Verkauf von Glyphosat. Allein mit diesem Pestizid erzielt Monsanto einen Milliarden-Umsatz.[3] Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir dafür gesorgt, dass die Wiederzulassung des Ackergifts in der EU auf der Kippe steht. Die EU-Kommission musste am vergangenen Donnerstag die Abstimmung über die Neuzulassung von Glyphosat erneut verschieben, weil es keine qualifizierte Mehrheit gab.
Dieser Erfolg zeigt: Wenn wir Bürger/innen zusammenstehen, können wir unglaublich viel erreichen – und auch den Bayer-Monsanto-Megakonzern verhindern. Bitte machen Sie mit!
Mit herzlichen Grüßen
Lara Dovifat, Campaignerin
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Schon einmal arbeiteten Bayer und Monsanto zusammen. Von 1954 bis 1967 führten sie gemeinsam das US-amerikanische Joint Venture Mobay. Es produzierte Komponenten für das hochgiftige Entlaubungspestizid Agent Orange, eingesetzt im Vietnamkrieg. Noch heute leiden tausende Vietnames/innen unter Fehlbildungen und anderen gesundheitlichen Schäden. Jetzt müssen wir verhindern, dass die beiden Konzerne erneut zusammenkommen.[4]
[1] „Bayer will durch Übernahme von Monsanto ein weltweit führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft werden“, Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Baumann in http://www.news.bayer.de/baynews/baynews.nsf/id/2016-0126
[2] „Monsanto lehnt Übernahmeofferte ab“, Handelsblatt, 24.5.2016, http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/bayer-angebot-monsanto-lehnt-uebernahmeofferte-ab/13637104.html
[3] „Wahrscheinlich krebserregend“, Handelsblatt, 15.4.2016, http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/pflanzenschutzmittel-glyphosat-wahrscheinlich-krebserregend/13454050.html
[4] „Monsanto-Übernahme von Bayer birgt Risiken“, Badische Zeitung, 24.5.2016, http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/monsanto-uebernahme-von-bayer-birgt-risiken--122366772.html
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Sonntag, 6. Dezember 2015

campact - Mit Ihnen hat die Agrarlobby nicht gerechnet

 


Stoppen Sie die Agrarlobby!

 
Liebe Leser,
eine tolle Unterstützung für die Agrarwende: Nach der Mail, die Sie unten angehängt finden, haben bereits tausende Campact-Aktive für die „Wir haben es satt!“-Demonstration gespendet. Knapp die Hälfte des benötigten Geldes ist beisammen. Bitte helfen Sie, die verbliebene Lücke zu schließen!
Herzliche Grüße
Chris Methmann, Campaigner
Liebe Leser,
jedes Jahr im Januar werden wir mehr: 15.000, dann 30.000, beim letzten Mal sogar 50.000 Menschen, die in Berlin auf die Straße gehen und sagen: „Wir haben Agrarindustrie satt!“ Doch dieses Mal versucht die Agrarlobby, uns zu spalten: „Wir machen euch satt“, sagt sie trotzig – und will mit einer Gegendemo den Eindruck erwecken, wir würden gegen die Bauern hetzen. Jetzt müssen wir demonstrieren, dass wir alle zusammenstehen: Verbraucherinnen und Verbraucher, Bäuerinnen und Bauern.

Denn: satt ja. Aber nicht mit Gen-Mais, pestizid-belasteter Paprika oder Billig-Fleisch aus Massentierhaltung. Das wollen wir am 16. Januar 2016 in Berlin kraftvoll zeigen – und besonders viele werden. Zehntausende Verbraucher/innen, die gemeinsam der Agrarlobby die Stirn bieten und für eine ökologischere und bäuerliche Landwirtschaft streiten. Dazu ein Treck der Bäuerinnen und Bauern, die mit über hundert Traktoren eindrucksvoll die Demo anführen.

Um das alles zu schaffen, brauchen wir jetzt Ihre Unterstützung. Mit Anzeigen in bundesweiten Zeitungen, zehntausenden Flugblättern und Plakaten sowie Mobilisierungsfilmen in allen Berliner U-Bahnen wollen wir möglichst viele Menschen für die Demo begeistern. Eine große Bühne und tausende Fahnen sollen unsere Botschaft unübersehbar ins Regierungsviertel tragen.
Ermöglichen Sie die Demo mit Ihrer Spende. Schon 5 Euro helfen eine Menge!
„Wir haben entschieden, dass es so nicht weitergeht, und wir planen in naher Zukunft die Kühe herzugeben.“ Mit diesen Worten bringt eine Milchbäuerin aus Süddeutschland das Schicksal vieler Landwirte auf den Punkt. Die Milchwirtschaft ist der letzte Bereich, in dem Tiere noch bäuerlich gehalten werden. Doch weil die Landwirtschaft immer mehr auf Masse getrimmt wird und die Preise sinken, droht vielen Betrieben nun das Aus.

Die einzige Antwort der Agrarlobby: noch mehr Industrialisierung, noch mehr Wachstum, noch mehr Milchexporte in alle Welt – ein absurder Teufelskreis. Der Bauernverband steht hinter Abkommen wie TTIP und CETA. Und im globalen Wettbewerb würde die industrielle Landwirtschaft immer weiter auf Masse gehen. Mit aller Macht will die Agrarindustrie ihr Modell einer industrialisierten, exportorientierten Massenproduktion durchsetzen.

Deswegen braucht es jetzt uns alle: Umweltschützer/innen, Imker/innen, Bäuer/innen, Verbraucher/innen und Bürger/innen müssen gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft aufstehen. Wir können es schaffen. Das zeigen viele tolle Beispiele. In Brandenburg sammeln engagierte Bürger/innen gerade zehntausende Unterschriften gegen die Massentierhaltung. Vielerorts gibt es Initiativen gegen Megaställe. Und erst kürzlich gaben Monsanto und Co. bekannt, dass sie wegen anhaltender Proteste erstmal keine Gentechnik nach Deutschland bringen werden.

Lassen Sie uns diesen Schwung mitnehmen und die Agrarlobby in die Defensive bringen. So könnte es im Januar aussehen: Schweine und Kühe in Panik, Bienen und Maiskolben auf der Flucht. Eine große Agrarfabrik rollt durch die Straßen Berlins und macht glückliche Tiere, echte Bäuer/innen und gutes Essen platt. Doch tausende Bürger/innen stellen sich ihr in den Weg: Zusammen halten wir die Agrarlobby auf. Mit diesem Bild wollen wir uns einmischen – bitte mischen Sie mit!
Spenden Sie jetzt für eine erfolgreiche „Wir haben es satt“-Demonstration. Schon 5 Euro helfen enorm!
Ich freue mich, Sie im Januar in Berlin zu sehen, wenn es wieder heißt: „Wir haben es satt!“.

Herzliche Grüße
Chris Methmann, Campaigner

PS: Der Präsident der Agrarlobby, Joachim Rukwied, verkündete kürzlich im Nachrichtenmagazin Spiegel: „Die Agrarwende wird nicht kommen.“ Lassen Sie uns ihm im Januar gemeinsam zeigen: Er hat Unrecht – die Agrarwende ist schon unterwegs!

Sie können Ihre steuerlich abzugsfähige Spende auch direkt auf unser Aktionskonto überweisen. Bitte geben Sie Ihre Adresse im Verwendungszweck an:

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Konto-Nr. 6980200631
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BIC: BFSWDE33HAN
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Freitag, 28. März 2014

Obama, mach' deine Hausaufgaben! - Genmais zulassen, um ihn dann zu verbieten? - Erfolgreiche Energiewende-Demo - Neue EU-Bio-Verordnung -

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Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Donnerstag, 27. März 2014
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TTIP: Obama, mach' deine Hausaufgaben!
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Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
TTIP-Flyerbeim Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Barack Obama und Vertretern der EU am Mittwoch stand auch das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP auf der Tagesordnung. Von der Anwesenheit des US-Präsidenten in Brüssel erhofften sich die Verhandlungsführer neuen Schwung für das Abkommen, das einen Freifahrtschein für Gentechnik, Fracking und gefährliche Chemikalien darstellt.

Während Barack Obama in Brüssel für das Abkommen wirbt, kämpfen die Bürgerinnen und Bürger in den USA gegen Fracking, Gentechnik und die Macht der Konzerne. Obama selbst hatte im Präsidentschaftswahlkampf 2007 in den USA eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel gefordert. Die Mehrheit der US-BürgerInnen ist dafür, aber passiert ist bis heute nichts. Derweil spenden Monsantos europäische Verbündete wie Bayer, BASF und Syngenta Millionen für Kampagnen der US-Gentechindustrie. Anstatt die europäischen Märkte gegen den Willen der Verbraucher trickreich zu erschließen, muss Barack Obama jetzt seine Hausaufgaben machen und die Konzerne in den USA endlich an die Leine nehmen.

Unser Faltblatt 'Konzerne auf Kaperfahrt' haben wir in den letzten Wochen 800.000 Mal verschickt. Vielen herzlichen Dank an alle, die diesen Informationsschub ermöglicht haben, sei es durch ihre Spende, ihren Beitrag oder durch das Verteilen der Flyer. Machen Sie auch weiterhin mit und helfen Sie uns, TTIP zu verhindern!

Sie haben drei Möglichkeiten, diese Aktion zu unterstützen:

1.) TTIP-Flyer und Aufkleber verteilen

Auf jeden Aktionskarton kommt es an. Verteilen Sie die Flyer und Aufkleber an Nachbarn und Kollegen, in den Bioläden, Kinos, Gaststätten, bei Veranstaltungen, im Verein, bei Stadtteilfesten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber vergessen Sie bitte nicht zu fragen, bevor Sie auslegen oder Aufkleber anbringen.
TTIP-Faltblätter bestellen

2.) Einen oder mehrere Kartons spenden
Diese standardisierten Pakete erleichtern uns den Vertrieb. Trotzdem kosten Druck und Versand der Faltblätter und Aufkleber viel Geld. Durch eine Spende von 30 Euro ermöglichen Sie den Druck und Versand eines Aktions-Pakets.
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3.) Förderer werden
Unsere bundesweit erfolgreichen Kampagnen und die kontinuierliche Arbeit des Umweltinstitut München e.V. sind nur möglich durch die regelmäßigen Beiträge unserer Förderer.

Hier können Sie sofort online Fördermitglied werden. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm.
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Genmais zulassen, um ihn dann zu verbieten?
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GenpanscherGlaubwürdige Verbraucherschutzpolitik sieht anders aus!
Nachdem die Bundesregierung den Unmut der Bevölkerung über die Zulassung des Gen-Mais 1507 gespürt hat, versucht sie sich nun als gentechnik-kritisch darzustellen. Man wolle den Bundesländern die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob sie den Genmais anbauen wollen.
Tatsächlich wird derzeit auf EU-Ebene über nationale und regionale Anbauverbote diskutiert. Doch der Vorschlag ist brandgefährlich. Zum einen soll so der Widerstand der mehrheitlich gentechnik-kritischen Regierungen gebrochen werden, damit Zulassungen für den Anbau von Gen-Pflanzen in der EU künftig schneller und leichter erteilt werden können. Zusätzlich könnten Gentechnik-Konzerne und Landwirte, die Gen-Pflanzen anbauen möchten, gegen diese Anbauverbote klagen. Zum anderen ist vorgesehen, dass nationale oder regionale Regierungen, die den Anbau verbieten möchten, zuerst Verhandlungen mit multinationalen Gentechnik-Konzernen führen müssen. Dies ist entschieden abzulehnen!
Die deutsche Bundesregierung lässt also Gen-Pflanzen in Brüssel zu, um die Verantwortung anschließend über denkbar schlechte Ausstiegsklauseln auf die Bundesländer abzuwälzen. Dieses Vorgehen wird uns dann als "Anti-Gentechnik-Politik" präsentiert. Wir fordern von der Bundesregierung jene klare Linie gegen Gentechnik auf Acker und Teller, die sie im Koalitionsvertrag versprochen hat - und keine scheinheiligen Manöver!
Weitere Informationen finden Sie in unserem Hintergrundartikel.


30.000 Menschen demonstrieren für die Energiewende
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Energiewendemo in München
Über 30.000 Menschen haben am vergangenen Samstag bundesweit für eine bessere Energiepolitik demonstriert.
Wir waren in München dabei und forderten am Fröttmaninger Windrad gemeinsam mit mehr als 5.000 Menschen, dass der Atomausstieg beschleunigt und der Kohleausstieg eingeleitet wird, dass Kohle-Tagebaue stillgelegt werden, Gas nicht mittels Fracking gefördert und die Energiewende nicht ausgebremst wird.
Karin Wurzbacher vom Umweltinstitut München fasste in ihrem Redebeitrag die Gefahren für die Energiewende zusammen:
"Der Gesetzentwurf ist ein Frontalangriff auf die Energiewende. Nach der Photovoltaik soll es jetzt auch der Windkraft an den Kragen gehen. Der Zubau der EE soll mit Ausbaudeckeln, mit Zubaukorridoren und Förderkürzungen im Namen von Kosteneffizienz, Planbarkeit und Berechenbarkeit auf eine Kriechspur gesetzt werden. Die Energiewende wird so im Interesse von RWE, EON und Vattenfall ausgebremst. Dagegen müssen wir uns wehren, denn die Mehrheit der Bürger steht hinter der Energiewende!"
Wir bedanken uns bei allen Engagierten, die dabei waren und der Politik gezeigt haben, dass wir uns die Energiewende nicht kaputtmachen lassen!
Weitere Bilder der Aktion in München finden Sie auf unserer Facebook-Seite.
Mehr Bio durch neue EU-Bio-Verordnung
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BiosiegelEU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat diese Woche einen Vorschlag zur Reform der EU-Öko-Verordnung vorgelegt, der nun im EU-Ministerrat und Europäischem Parlament diskutiert und 2017 in Kraft treten soll. Durch neue Regelungen wie das Verbot der Teilumstellung von Betrieben, den Einsatz von 100 Prozent Biofutter sowie strengeren Auflagen bei Importprodukten sollen die Verbraucher besser geschützt werden. Auch soll es laut EU-Kommission strenge Grenzwerte für Verunreinigungen durch Pestizide und genmanipulierte-Organismen (GMO) in Bioprodukten geben.
Wir fordern, dass die Kosten für Kontrollen und Untersuchungen, die durch strengere Richtlinien entstehen, von den Verursachern der Rückstände und nicht von den Biobauern und Verbrauchen getragen werden. Außerdem darf es nicht dazu kommen, dass konventionelle Anbaumethoden den ökologischen Landbau unmöglich machen.
Wenn kontaminierte Lebensmittel nicht mehr als Bio verkauft werden dürfen, müssen die Verursacher oder besser die Hersteller von Pestiziden oder genmanipulierten Pflanzen haften.


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Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand


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Energiewende nicht kentern lassen!
Samstag, 10. Mai 2014
Die Energiewende ist in Gefahr! Die Regierung will den Zubau der Erneuerbaren Energien mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen ausbremsen. Dies ist Klientelpolitik für klimaschädliche Kohlekraftwerke und die angeschlagenen Energiekonzerne. Zudem droht damit eine neue Debatte um längere AKW-Laufzeiten.
Doch noch hat all dies nicht Gesetzeskraft. Wir haben noch Chancen die Energiewende zu retten: Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind jeweils gespalten in Freunde der Energiewende und Interessenvertreter der Konzerne. Und an der Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sind die Länder beteiligt. Etliche stehen der schwarz-roten Energiepolitik kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren.
Am 10. Mai demonstrieren wir daher mit zehntausenden Menschen in Berlin.Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen!
Wir protestieren zu Lande und zu Wasser. Auf dem Wasser sind viele mit allem was schwimmt unterwegs. Auf dem Land ziehen wir mit einem großen Demozug durch das Berliner Regierungsviertel und bilden links und rechts der Spree eine bunte Aktionskette. Land- und Wasserdemo treffen zu einem großen Happening zusammen – damit die Energiewende nicht kentert.

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Montag, 3. Februar 2014

campact.de: Merkel muss Gen-Mais stoppen

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Gentechnik
02.02.2014 - Abonnent/innen: 1.081.378
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Gen-Mais: Nur ein Nein schützt!
Am Mittwoch wird in der EU entschieden, ob Gen-Mais auf unseren Feldern angebaut wird. Nur wenn Deutschland dagegen stimmt, kann dies verhindert werden. Doch die Regierung überlegt, de facto mit Ja zu stimmen!
Unterzeichnen Sie unseren Eil-Appell gegen Gen-Mais!

Liebe Leser,

im Koalitionsvertrag steht: „Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an.“ Doch schon diesen Mittwoch droht die Regierung wortbrüchig zu werden: In Brüssel entscheidet sie mit darüber, ob der Gen-Mais 1507 von DuPont-Pioneer zugelassen wird – und damit Gentechnik wieder auf unsere Felder zurückkehren kann. Doch statt mit Nein zu stimmen, überlegt Schwarz-Rot sich zu enthalten – und das wirkt wie eine Ja-Stimme. Wenn Deutschland nicht mit Nein stimmt, ist die Zulassung des Gen-Mais 1507 in Brüssel nicht mehr aufzuhalten.

Die Große Koalition fürchtet nach ihrem Holper-Start noch mehr negative Schlagzeilen. Das ist unsere Chance: Wir wollen die Parteivorsitzenden Merkel, Gabriel und Seehofer mit unserem Eil-Appell auffordern, keinen Wortbruch zu begehen. Damit die Botschaft ankommt, brauchen wir mindestens 100.000 Unterschriften. Um eine möglichst große Öffentlichkeit zu schaffen, werden wir den Appell am Mittwochmorgen im Rahmen einer Aktion vor dem Kanzleramt präsentieren – kurz bevor das Bundeskabinett zusammentritt. Unterschreiben Sie jetzt unseren Appell, damit wir innerhalb von nur 48 Stunden 100.000 Menschen werden.

Hier klicken, um den Appell gegen den Gen-Mais zu unterzeichnen...
88 Prozent der Bürger/innen sind laut einer aktuellen Umfrage gegen die Zulassung des Gen-Mais 1507 von DuPont Pioneer. Trotzdem ist Schwarz-Rot in dieser Frage zerstritten: Agrarminister Friedrich (CSU), Umweltministerin Hendricks und Wirtschaftsminister Gabriel (beide SPD) wollen gegen Gen-Mais, Forschungsministerin Wanka und Gesundheitsminister Gröhe (beide CDU) wollen für den Gen-Mais stimmen. Als Kompromiss droht eine Enthaltung.

Doch diese würde fatal wirken: Um den Gen-Mais 1507 in Brüssel aufzuhalten, braucht es eine qualifizierte Mehrheit an Nein-Stimmen. Und etliche EU-Staaten unter der Führung Frankreichs wollen gegen den Gen-Mais stimmen. Doch ohne die Nein-Stimme Deutschlands wird es nicht reichen. Dann ist die EU-Kommission am Zug – und diese hat bisher immer pro Gentechnik entschieden.

Damit droht erneut Gentechnik auf unsere Felder zu kommen – mit fatalen Auswirkungen für die Umwelt. Der Gen-Mais 1507 produziert Insektengift, das Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten schadet – und dies in weit höherer Konzentration als der bis 2009 in Deutschland erlaubte Gen-Mais MON810. Zudem ist der Mais resistent gegen das Totalherbizid Glufosinat, das sehr aggressiv wirkt. Über Fleisch, Milch und Eier landet der Futtermais auch auf unseren Tellern – mit ungeklärten Risiken.

Vor fünf Jahren hat der gemeinsame Protest von Campact-Aktivisten, Verbraucher/innen, Bäuerinnen und Bauern dazu geführt, dass Agrarministerin Ilse Aigner den Gen-Mais MON810 verbieten musste. Seitdem sind unsere Felder frei vom kommerziellen Anbau von Gentechnik. Jetzt wollen wir diesen Erfolg verteidigen – und gemeinsam den Gen-Mais 1507 aufhalten.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell!

Mit herzlichen Grüßen

Christoph Bautz und Susanne Jacoby

PS Am Mittwoch findet in Brüssel die erste Vorentscheidung zum Gen-Mais 1507 statt und alle Länder legen ihre Karten auf den Tisch. Am 11. Februar wird dann endgültig entschieden. Helfen Sie mit, die Bundesregierung zu einem Nein zum Gen-Mais zu bewegen.

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