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Freitag, 15. März 2019

campact - Kein Rechtsbruch für Bienengift




Gegen alle Warnungen
CDU-Agrarministerin Julia Klöckner bricht das Recht für große Chemiekonzerne. Sie lässt 18 neue Ackergifte zu – ohne die Zustimmung des Umweltbundesamtes. Der Alleingang bringt Glyphosat und andere Bienenkiller auf unsere Felder. Bald könnten es noch mehr werden – wenn wir Klöckner nicht schnell stoppen.

Hallo liebe Leser,
„Was der Biene schadet, muss vom Markt“, versprach CDU-Agrarministerin Julia Klöckner vor einem Jahr.[1] Jetzt bricht sie ihr Wort: Eine ihr unterstellte Behörde hat 18 neue Ackergifte zugelassen.[2] Darin stecken Glyphosat und Cyantraniliprol – tödliche Stoffe für Bienen. Klöckner schafft einfach Fakten. Ohne die benötigte Zustimmung des Umweltbundesamtes. Ganz klar ein Rechtsbruch.[3]
So sabotiert die Union den Glyphosat-Ausstieg. Denn: Die Zulassung der Pestizide gilt zwar zunächst nur bis Jahresende. Aber danach kann die Verbraucherschutzbehörde sie einfach verlängern – ohne das Umweltbundesamt jemals wieder zu fragen.[4] Geht diese dreiste Masche durch, könnte Klöckner etliche weitere Pestizide ungeprüft auf den Markt hieven.[5]
Mit einem Appell wollen wir Klöckner an ihr Versprechen erinnern. Wenn 100.000 und mehr Menschen unterzeichnen, konfrontieren wir die Ministerin mit ihren eigenen Worten. Ihr Zitat zum Schutz der Bienen drucken wir auf Plakatwände und stellen sie rund ums Agrarministerium auf – dazu die Zahl der Unterschriften gegen Glyphosat und Co. Bitte unterzeichnen Sie dafür unseren Appell!
Die Union greift gerne zum Rechtsbruch, wenn der Bienenschutz zu lästig wird – und er die Profite von Chemieriesen gefährdet. Klöckner macht es wie ihr Amtsvorgänger Christian Schmidt. Der CSU-Politiker stimmte 2017 im Alleingang für die Neuzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene. Damit ignorierte er eiskalt das Veto der SPD.
Klöckner blockiert den Glyphosat-Ausstieg schon länger. Als Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen sinnvollen Plan zur Einschränkung des Gifts vorlegte, tat Klöckner – nichts.[6] Statt die Pestizide auf unseren Feldern zu begrenzen, drückt sie Neuzulassungen gegen alle Widerstände durch. 
Doch Klöckner könnte sich verrechnet haben. Die Bienen haben viele Freund*innen: Knapp 1,8 Millionen Menschen haben gerade erst das „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ in Bayern unterzeichnet. Der Kampf für den Bienenschutz ist eine der größten Umweltbewegungen in Deutschland. Jetzt müssen wir diese Kraft nutzen – und sie Julia Klöckner entgegenstellen. Wir verlangen von ihr: Halten Sie Wort und nehmen Sie vom Markt, was der Biene schadet. Bitte machen Sie den Appell mit Ihrer Unterschrift stark!
Herzliche Grüße
Lina Gross, Campaignerin
PS: In Klöckners Verbraucherschutzamt liegen schon neue Anträge: Hundert glyphosathaltige Mittel warten auf Wiederzulassung.[5] Handeln wir nicht, könnte Klöckner auch sie bald durchwinken – ohne Sicherheitsprüfung. Um das zu verhindern, brauchen wir Ihre Unterschrift!
[1] „Was der Biene schadet, muss vom Markt“, Rede von Julia Klöckner vor dem Deutschen Bundestag, 20. April 2018
[2] „Klöckners Bienengift für die Regierung“, Taz, 7. März 2019
[3] „Umweltministerin hält Glyphosat-Zulassung für rechtswidrig“, Spiegel Online, 7. März 2019
[4] „Zulassung von Pflanzenschutzmitteln“, Umweltbundesamt, 28. Mai 2013
[5] „100 Pestizide sollen ungeprüft auf den Markt kommen“, Süddeutsche Zeitung, 13. Februar 2019
[6] „Umweltministerium legt Plan für Glyphosat-Ausstieg vor“, Spiegel Online, 6. November 2018
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Freitag, 23. November 2018

Umweltinstitut München e.V. - So schlugen wir die Pharmalobby


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22.11.2018
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Erfolg gegen Keime aus dem Stall
Erfolg gegen Keime aus dem Stall
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

jedes Jahr sterben in Europa mindestens 25.000 Menschen an resistenten Keimen, gegen die kein Antibiotikum mehr wirkt. Mitverantwortlich dafür ist die übermäßige Anwendung von Antibiotika in der Tierhaltung. Schweine, Kühe oder Hühner halten die katastrophalen Zustände in den Ställen oft nur aus, weil sie mit Arzneimitteln vollgepumpt werden.

Seit 2015 kämpfen wir deshalb dafür, dass der Medikamentenmissbrauch in der Tiermast ein Ende findet. Unsere Fachabteilung erarbeitete konkrete Änderungsvorschläge für die europäische Tierarzneimittelverordnung, brachte das Thema in die Medien und machte Abgeordnete in Brüssel auf die Missstände in den Ställen aufmerksam. Flankiert wurde unsere Facharbeit von mehr als 180.000 E-Mails, die Menschen wie Sie an die EU-Abgeordneten schickten. Obwohl uns die mächtige Agrar- und Pharmalobby gegenüberstand, war unsere Aktion erfolgreich: Das Europa-Parlament beschloss die Verordnung deutlich zu verschärfen. So konnten wir unter anderem ein Verbot von Reserveantibiotika in der Tiermast durchsetzen! Vor wenigen Tagen ist die neue Verordnung nun endlich in Kraft getreten.

Doch ohne die Spenden und Beiträge unserer UnterstützerInnen wären diese und andere Kampagnen schlicht unmöglich. Unterstützen auch Sie unsere Arbeit dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.


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Geschenk aussuchen und gewinnen


Wenn Sie sich bis zum 31. Dezember 2018 dafür entscheiden, unseren Kampf für die Agrarwende dauerhaft zu unterstützen, nehmen Sie als Dankeschön an einer Verlosung für einen Urlaub im Bio-Hotel im Wert von 1.000 Euro teil. Außerdem können Sie einen preisgekrönten Fahrradanhänger im Wert von 650 Euro oder eine Auswahl leckerer Bio-Konfitüren gewinnen. Zusätzlich erhält jedes neues Mitglied eine unserer beliebten Prämien als Willkommensgeschenk.

Ob es um den Tierschutz, um schädliche Pestizide oder Patente auf Leben geht: Durch kleine und große Protestaktionen, unabhängige Messungen, fundierte Stellungnahmen und Gerichtsverfahren erkämpfen wir Schritt für Schritt Verbesserungen für die Umwelt. Jeder Erfolg bringt uns unserem Ziel ein Stück näher: einer Landwirtschaft, die ohne Tierquälerei auskommt, ohne Gift und Gentechnik. Einer Landwirtschaft, die die Artenvielfalt bewahrt und alle Menschen mit gesunden Lebensmitteln versorgt.


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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München


Termin
Sa., 1. Dezember, ab 12 Uhr
Berlin / Köln
Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt!
Im Dezember geht es gleich doppelt ums Klima: beim Weltklimagipfel in Polen und in der Kohle-Kommission in Berlin. Deswegen demonstrieren wir am 1. Dezember in Köln, vor den Toren des größten Braunkohlereviers Europas, und in Berlin vor der Haustür der Bundesregierung für Kohleausstieg und Klimaschutz!
Weitere Informationen hier.
Umweltinstitut München e.V.
Landwehrstr. 64 a • 80336 München
E-Mail:
info@umweltinstitut.org
Spendenkonto
Kto. 8831101, BLZ 70020500
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