Freitag, 18. Juli 2014

Der Absturz der Passagiermaschine MH17 über der Ukraine



"Ein Monster, das Putin schuf" schreibt t-Online bei der Süddeutschen ab, ohne auch nur den geringsten Beweis zu liefern.
Pressestimmen zum Ukraine-Absturz

18.07.2014, 14:46 Uhr | dpa, t-online.de
Der Absturz der Passagiermaschine MH17 über der Ukraine rückt die Probleme des Landes mit einem lauten Knall wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Jede Menge Fragen sind unbeantwortet: Wurde die Maschine abgeschossen? Wenn ja, wer ist dafür verantwortlich?

Endgültige Antworten darauf hat auch die internationale Presse nicht. Doch fast überall wird die Katastrophe als Wendepunkt in der Ukraine-Krise angesehen. Der "Figaro" spricht von dem "einen Schuss zu viel", "de Volkskrant" befürchtet sogar die "Rückkehr in die dunkle Zeit des Kalten Krieges". Eine Schlüsselrolle fällt nach Meinung großer Teile der Presse dem russischen Präsident Wladimir Putin zu.
Die "Süddeutsche Zeitung" sprich sogar von einem "Monster, das Putin schuf".

Deutsche Pressestimmen

"Frankfurter Rundschau": "Nun könnten russische Streitkräfte ukrainische Flugzeuge abgeschossen haben. Wenn das zutrifft, steht die Region vor einem Flächenbrand. Es ist keine Frage, wer für eine solche Katastrophe die Verantwortung trägt: Wladimir Putin. Russland rüstet die Separatisten auf und lässt es zu, dass immer mehr schießwütige Söldner und Kriminelle ins Nachbarland eindringen. In dieser Situation kommt der Politik des Westens eine entscheidende Bedeutung zu."

"Süddeutsche Zeitung": "Das Monster, das Putin schuf. [...] Wladimir Putin hat jetzt die vielleicht letzte Chance, diesem Krieg eine Wende zu geben, indem er den Separatisten die Unterstützung entzieht und den mutmaßlichen Abschuss zum Anlass nimmt, zur Politik zurückzukehren. Der Präsident hat einen Geist aus der Flasche gelassen, der sich in ein Monster verwandelt hat. Trägt er noch einen Funken Vernunft im Leib, dann muss er jetzt der Ukraine ihren Frieden geben."

"taz": "In den letzten Wochen hatte sich die internationale Aufmerksamkeit von den schweren Kämpfen zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den Separatisten im Osten des Landes abgewendet. Irak und Gaza beherrschten die Schlagzeilen, nicht mehr die Krim und Donezk. [...] All das geht jetzt nicht mehr. Es sterben im Krieg im Donbass nicht mehr nur ukrainische Bewaffnete, sondern zivile Flugpassagiere – aus den Niederlanden und Australien, aus den USA und Großbritannien und anderen Ländern. Die Regierungen, deren Bürger jetzt tot in der Ostukraine liegen, können nicht mehr wegschauen."

Internationale Pressestimmen

"Guardian" (Großbritannien): "Die Raketenattacke auf den malaysischen Passagierjet, die 298 Menschen getötet hat, beinhaltet den Typ weitreichender und schädlicher weltweiter Verwicklungen, den man von den schlimmsten der vergangenen Terror-Verbrechen kennt. [...] Kriege sind schon wegen weit, weit weniger ausgebrochen. Wie der australische Premierminister Tony Abbott zu der Nachricht sagte, dass 27 seiner Landsleute an Bord waren: 'Wenn dies ein Verbrechen ist und kein Unfall, nun, dann ist es ein unaussprechliches Verbrechen.'"

"De Volkskrant" (Niederlande): "Wenn sich erweist, dass tatsächlich die Aufständischen für den Abschuss des Flugzeugs verantwortlich sind, wird zweifellos ein diplomatischer Sturm gegen Moskau losbrechen. Der US-Senator John McCain forderte bereits, dass Moskau einen 'verdammt hohen Preis' zahlen müsse, sollte sich zeigen, dass seine Handlanger die Katastrophe verursacht haben. Der Kreml steht vor einer schwierigen Entscheidung. Er kann die Rebellen fallen lassen, die Grenze dicht machen für Waffenlieferungen und freiwillige Kämpfer, und dann zuschauen, wie die ukrainische Armee den Aufstand niederschlägt. Für Putin wäre das eine bittere Pille. Aber die Alternative ist auch unangenehm: die Rückkehr in die dunkle Zeit des Kalten Krieges."

"Le Figaro" (Frankreich): "Das ist ein Wendepunkt in der Ukraine-Krise. Wenn es sich als wahr herausstellt, dass die im Osten der Ukraine abgestürzte malaysische Boeing 777 von einer Rakete abgeschossen wurde, wird es ein vor dem 17. Juli und ein nach dem 17. Juli geben. Eine solche Tat wäre ein unverzeihliches Verbrechen und ein kapitaler Fehler. [...] Manchmal gibt es in Konflikten einen Schuss zu viel."

"Le Télégramme" (Frankreich): "Die wahrscheinlichste Annahme ist, dass die Explosion durch eine Rakete ausgelöst wurde, aber woher kam sie und wer hat sie abgeschossen? Das ist zu diesem Zeitpunkt ein Rätsel, während sich die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine und die Regierung in Kiew gegenseitig dieser verbrecherischen Operation beschuldigen. Es wird Zeit brauchen, um eine Antwort zu bekommen, aber es wird sie geben. Die westlichen Militärkräfte, genauso wie die Nato, überwachen nun die Gegend [...] Eine unabhängige internationale Untersuchung ist geboten."

"Sydsvenskan" (Schweden): "Wenn sich herausstellt, dass russische Separatisten hinter dem Crash der MH17 stecken, trägt Russland eine große Verantwortung. Die Waffen, die vermutlich verwendet wurden, waren teuer und anspruchsvoll. Der Konflikt hat nun Europa näher an die Krise gerückt, die seit fast vier Monaten auf der politischen Agenda ist. In den letzten Tagen begann der Boden unten den Füßen der pro-russischen Rebellen zu brennen, was Russland dazu bewegt hat, seine Truppenpräsenz an der russisch-ukrainischen Grenze zu erhöhen. Das Ergebnis davon ist wahrscheinlich das, was jetzt geschieht."

"Hospodarske noviny" (Tschechien): "Die grundlegende Frage, die sich nach der Tragödie in der Ukraine stellt, lautet nicht, wer war schuld, sondern: Wer hat den Schlüssel dazu, nach dem sinnlosen Tod von dreihundert Zivilisten diesen Krieg zu beenden? Die Nato kann nicht direkt in der Ukraine eingreifen. Doch so wie Wladimir Putin die ukrainischen Separatisten und den ganzen dortigen Konflikt militärisch, logistisch und propagandistisch unterstützt, so einfach und unmittelbar kann er die Aufständischen zu einer Waffenruhe und Friedensverhandlungen bewegen. Wenn der Westen nicht das Gesicht verlieren will, muss er Putin dazu zwingen."
t-Online

Kommentare aus dem t-online-Forum

realist500
Verständnis für die USA
In diesem Forum wird zu wenig Verständnis für die USA aufgebracht! Die USA tun weiter nichts, als ihre Interessen konsequent, überall, mit Nachdruck und mit fast allen Mitteln zu vertreten. Ihr Tun wird dabei mit dem Mäntelchen der Demokratie und der Freiheit getarnt. Das ist rationales Handeln.
Aber sie müssen so handeln, es geht nicht anders. Allein auf Bundesebene hat die USA 16 Billionen (16.000 Milliarden) Dollar Schulden. Für diese Schulden müssen Zinsen gezahlt werden. Dazu hält die FED der USA die Zinsen seit Jahren auf sehr niedrigem Niveau.
Wenn die USA den Zinsanstieg nicht mehr verhindern kann, ist sie in kurzer Zeit zahlungsunfähig.
Aus diesem Grund sind die USA darauf angewiesen ihr wichtigstes Exportgut, Rüstung, zu unterstützen. Das Feuer darf nicht ausgehen, Konflikte müssen überall gelegt und geschürt werden.
Wirtschaftlicher und finanzieller Hauptkonkurrent der USA ist die EU. Diese muss geschwächt werden, wo immer möglich.

lenamarie
am Schlimmsten ist die Süddeutsche. STürmer der Neuzeit.Es weiss noch Niemand was und Süddeutsche ruft zum STurm. - Wie peinlich doch unsere Presse ist. Lese ich die Presse der anderen Länder ist da wirklich viel mehr Qualität

Metamorphose
Da verunglückt eine Passagiermaschine über der Ukraine und naturgemäß können nur die Russen dafür verantwortlich sein. Wo ist der Beweis?? Ich kann auch behaupten dass Amerikaner MH17 vom Himmel geholt haben. Nur um den Konflikt zwischen den ehemals befreundeten Sowjetstaaten zu schüren. Nach Augenzeugenberichten ist die Maschine mit einer großen Explosion am Boden zerschellt. Wenn es aber in 10.000 Meter Höhe abgeschossen worden wäre, müsste die Maschine nicht vorher schon auseineindergefallen sein und die Trümmer weit verstreut sein?? Würde einen nicht wundern, wenn es sich hier um einen tragischen Unglücksfall handeln würde.

Moritz123
Das Monster ist die Nato mit Ihrer verbrecherischen Hegemonialpolitik im Auftrag der US Finanzinvestoren. Die Nato Staaten (weit vorne dran Deutschland mit seinem US Unterstaatssekretär Steinmeier) haben eine vom Volk gewählte Regierung mit Geld und Gewalt aus dem Amt gedrängt und US hörige Vasallen, die teilweise noch mit der kriminellen Scientologie Organisation verhaftet sind, ins Amt gehievt.
Möge doch endlich der von den US-Rohstoff und Finanzkonzernen - welche offensichtlich im Westen den Grundtenor der Berichterstattung vorgeben - so verhasste russische Präsident in der Form eingreifen, daß die Aufständischen in der Ukraine endlich von dem verbrecherischen Kiewer Oligarchenregime befreit sind!

epsylon
Bei derart schlimmen Ereignissen sollte man zuvorderst die Frage stellen, wem sie nützen: in diesem Fall nicht Putin, wie Politiker- und Pressestimmen zeigen und wie zu erwarten war. Der Verweis der ukrainischen Regierung auf russische Raketen in Händen der "Rebellen" kurz vor dem Ereignis gibt zu denken.

Engel
der Titel des Artiikels ist verantwortungslose Hetze in brisanter politischer Lage und - warum dürfen PASSAGIERMASCHINEN über Kampfgebiete fliegen ?

Demokratiediktatur
Woher wußte die ukrainische Junta sofort das dieses Flugzeug abgeschossen wurde ?? Weil sie es selber abgeschossen haben ist die einzige Erklärung.

AnnAR
Wer hat denn die ganzen Unruhen in der Ukraine angezettelt? Waren das nicht Deutschland und die USA?

lobarth
Putin ist nicht der Alleinschuldige! Hier mischen auch noch weitere sogenannte Politiker mit. Warum muss die Ukraine in die EU. Das ist doch heller Wahnsinn. Wir brauchen die Ukraine nicht in der EU. Das kostet doch nur wieder den Steuerzahler, und hier insbesondere den deutschen Steuerzahler, eine Unmenge Geld. Wir haben kein Geld um die Brücken und die Strassen zu reparieren weil unser Geld in die Pleitestaaten in der Eu und jetzt in die Ukraine fließt. Putin ist nicht der Alleinschuldige, er wird dazu vom Westen und von den Amis getrieben, dass bald wieder ein Vernichtungskrieg ausbricht. Dann aber müssen unsere Politiker den Angriff in vorderster Front mitmachen und dann bekommen wir wieder Ruhe.

Yankeeboy
Seit dem absturz quasseln journalisten ohne pause, eine übertritt dem anderen, ohne zu wissen was dort eigentlich passierte! Man sollte abwarten bis die untersuchungen zu ende sind und dann dem täter oder die täter beschuldigen. Ich persönlich vermute, daß die separatisten eine ukrainische militärmaschine abschießen wollten, aber leider wurde ein zivilflugzeug erwischt.
Man beschuldigt die russen, aber ich glaube nicht, daß Putin solchen Befehl erteilen wurde. Wir sollten nicht vergessen, daß die UA und RU eine gemeinsame Armee hatten, viele Separatisten sind Veteranen und es gibt bestimmt ein paar die dieses Raketensystem bedienen können. Diese Worte sind genauso Vermutungen als jeder Artikel über diesem Tragödie.
Der Westen hat ein Monster geschaffen, das die eigene Bevölkerung mit Panzer, Artillerie und Kampfflugzeugen bekämpft. Hätte Poroschenko die Waffenpause eingehalten, seine Armee nicht losgeschickt, dann hätten wir diese Problemen nicht! Ein furchbares Missverständnis, egal wer es war!

Magieman
Man sollte mal Überlegen wem das Unglück(Mord) gelegen kommt, den Seperatisten bestimmt nicht,und der USA, traue ich alles zu, wo die die Finger drin haben, stinkt es. Solche Spielchen haben sie schon oft getrieben, darin sind sie Profis, ich will die anderen nicht in Schutz nehmen, aber das hier ist die Handschrift der USA, von Anfang an.

Boesewicht
Übrigens ein tolles Thema, um vom Massenmord in Palästina - an den Palästinensern - abzulenken ! Da regt sich keiner auf - ist ja nach Merkel "Staatsreson", dieses Barbarentum zu unterstützen !!


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