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Mittwoch, 27. Februar 2019

Anne Will - 24.02.2019 - Krisengipfel im Vatikan - wie entschlossen kämpft die Kirche gegen Missbrauch?


Sendung am 24. Februar 2019 | 21:45 Uhr
Krisengipfel im Vatikan -
wie entschlossen kämpft die Kirche gegen Missbrauch?

Fotos: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Johannes-Wilhelm Rörig
    Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung
  • Heribert Prantl
    Mitglied der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung"
  • Agnes Wich
    Sozialpädagogin und Betroffene von sexualisierter Gewalt durch einen katholischen Priester
  • Matthias Katsch
    Mitbegründer der Betroffeneninitiative "Eckiger Tisch"
  • Bischof Stephan Ackermann
    Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz

Jahrzehntelang haben katholische Geistliche weltweit Kinder und Jugendliche missbraucht, die Zahl der Betroffenen beträgt mehr als hunderttausend. Häufig wurden die Fälle vertuscht, um die Täter und den Ruf der Kirche zu schützen. Nun fordert Papst Franziskus von seinen Bischöfen, Verantwortung zu übernehmen. Bis Sonntag soll in einer bislang einzigartigen Konferenz im Vatikan über konkrete Maßnahmen beraten werden. Betroffenenverbände kritisierten im Vorfeld, dass sie nicht an der Konferenz beteiligt sind. Wie glaubwürdig ist die katholische Kirche in der Aufarbeitung? Werden die Ergebnisse ausreichen, um Minderjährige und auch Erwachsene vor Missbrauch zu schützen? Unternimmt die Kirche genug, damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen
MEEDIA
Franken-“Tatort” holt seine beste Zuschauerzahl seit 2015,
“Anne Will” stürzt danach auf 5-Monats-Tief
Licht und Schatten am Sonntagabend des Ersten: Mit 9,09 Mio. Zuschauern war der neueste Franken-"Tatort" des BR überaus erfolgreich und holte die beste Zahl seit fast vier Jahren. Im Anschluss schalteten aber 70% der Zuschauer ab oder um, sodass "Anne Will" mit 2,74 Mio. Sehern und 10,1% die schwächsten Zahlen seit fünf Monaten erreichte.

Der Tagesspiegel
TV-Talk Anne Will zu Missbrauch
Katholische Kirche steckt in der "Jahrtausendkrise"
Ist die katholische Kirche glaubwürdig im Kampf gegen sexuellen Missbrauch? Erkenntnisse liefert bei Anne Will vor allem die einzige Frau unter den Gästen

Münchner Merkur ARD-Talk
Missbrauchs-Opfer reagiert wütend auf Papst-Rede - Anne Will muss Peinlichkeit zugeben
Zahlreiche Missbrauchsfälle wurden in der Vergangenheit vertuscht, um die Täter und den Ruf der Kirche zu schützen. Der Vatikan sprach darüber, nun diskutierte auch Anne Will mit ihren Gästen.

Kommentare
Seite 11 23.02.2019 12:14 Uhr
Anmerkung der Moderation:
Bitte beachten Sie die Zeichenbegrenzung, Kommentare können maximal 1500 Zeichen lang sein.


Seite 81
Walter Neumann schrieb am 26.02.2019 10:40 Uhr:
Sehr geehrte Redaktion.
Warum ändern sie während eines Forums ohne Ankündigung oder Mitteilung ihre Kommentarlänge von 1.500 Zeichen auf 1.000? Warum geht dies, wenn es denn so sein muss, nicht erst mit Beginn eines neuen Forums? Eine Erklärung, warum dies nun auf einmal so eingeführt wird, wäre auch nett gewesen.

Anmerkung der Moderation:
Lieber Herr Neumann,
bei der Beschränkung der Zeichenzahl handelt es sich um eine NDR-weite Anpassung, um vor dem Hintergrund gestiegener Kommentarzahlen auch weiterhin ein zeitnahes Freischalten gewährleisten zu können. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Seite 11
Petra schrieb am 23.02.2019 12:29 Uhr:
Ja, auch andere Gruppierungen oder Einzelpersonen haben sich im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch und sexuellen Übergriffen ins Gerede gebracht oder sind zu Tätern geworden, allen voran die linksgrün orientierte "reformpädagogische" Odenwaldschule. Was aber den großen Unterschied zur katholischen Kirche hin ausmacht, ist der Umstand, dass alle diese Organisationen und Personen nie eine rigide Sexualmoral für andere gepredigt haben. Der katholische Kirche in Europa und darüber hinaus, ist es im Laufe der Geschichte gelungen ihre eigenen Vorstellungen zum Gesetz für alle zu machen, nun stellt sich heraus, dass nicht wenige ihrer eigenen Leute sich nicht zu knapp über diese Gesetze hinweggesetzt haben. Zu Tatbeständen des Missbrauchs und sexueller Übergrifflichkeiten kommt also hinzu: einseitige unangebrachte Gängelung der Allgemeinheit, Heuchelei, Arroganz und Selbstüberschätzung in unglaublichem Ausmass. Und die Kirche beschwert sich über "Bashing".

Seite 77
batterietester schrieb am 25.02.2019 17:23 Uhr:
Wo frage ich mich schon lange wo die Kirche im 3.Reich war? Bei Gott? Und da hat der ja auch weggesehen. Auf Urlaub oder in den Ferien? Und da hat der ja auch weggesehen. Folgerichtig gab und gibt es keinen Gott. Ein Hirngespinst der Kirchen,ein Hirngespinst der Kirchenfürsten. Zu welchem Zweck ist doch klar.

    Westcoast schrieb am 25.02.2019 18:30 Uhr:
    Wo war die Kirche in der „DDR“? Auch da waren längst nicht alle Kirchenvertreter auf Seiten der bedrängten Menschen. Auch da haben einige hochrangige Kirchenvertreter mit der Staatsmacht gekungelt und Gläubige, die sich ihnen im guten Glauben anvertraut haben, an die Stasi verraten.
    Im Übrigen sind es immer die Menschen, die Verbrecher begehen, sich versündigen und von der Liebe Gottes abwenden. Für die Verbrechen in totalitären Unrechtsstaaten sind immer Menschen verantwortlich und nicht Gott.

    batterietester schrieb am 25.02.2019 19:20 Uhr:
    Mit welcher Begründung setzen die" DDR" in Anführungstrichen? Dieser Staat gab es mal, wurden von den Ossis, oder von gelernten DDR- Bürgern voll akzeptiert, die Kirche und Staat waren per Verfassung getrennt, es gab keine soziale Not wie heute unter Merkel. Dazu war die "DDR" weltweit anerkannt, auch durch die Brd, durch die Uno, der Staatengemeinschaft. Der klitzekleine Staat "DDR" war die Heimat von fast 17 Millionen Menschen, die sich dort überwiegend wohl fühlten. Die DDR hatte eine Verfassung, die Brd nur ein Grundgesetz GG, an dem laufend immer wieder rummanipuliert wird.
    Wenn etwas im Staate Brd nicht passt wird das GG passend gemacht.
    Durch Parteien die das C oder S im Buchstabensalat führen. Zu ihren Vorteil, niemals nicht zum Vorteil der Bürger, des Volkes. So sieht es leider aus.

    batterietester schrieb am 25.02.2019 20:22 Uhr:
    Mit welcher Begründung setzen die" DDR" in Anführungstrichen? Wichtig statt die meinte ich sie Herr Westcoast. können sie die Frage beantworten? Einfacher Tippfehler aber sie wissen schon...

    Willi M. schrieb am 25.02.2019 20:50 Uhr: - - - ZENSIERT - - -
    @batterietester
    Um zu verstehen, weshalb Westcoast immer noch "DDR", die Sprache des "Kalten Krieges " schreibt, muss man nur seine Beiträge lesen. Seit fast 30 Jahren schreibt nun selbst die Springerpresse DDR anstelle von "DDR".
    https://www.welt.de/welt_print/politik/article4235636/Als-aus-der-DDR-die-DDR-wurde.html
    Chefredakteur Manfred Schell kommentierte die Änderung: "Wir verzichten, was die Schreibweise der DDR betrifft, jetzt auf Symbolik, die uns als formaler Vorwand gegen unser Bemühen, auch die Menschen im Osten zu erreichen und ihnen unseren Standpunkt zu Freiheit und Selbstbestimmung zu vermitteln, entgegengehalten werden konnte."Bis zum 1. August 1989 hatten alle Blätter des Verlages Axel Springer die Abkürzung nur distanzierend mit den intern "Tüttelchen" genannten Strichen gedruckt.
    Will Westcoast überhaupt mit Menschen im Osten diskutieren? Er weiß offenbar überhaupt nichts über den Osten. In seinem fest eingebrannten Weltbild bestand die "DDR" nur aus Stasi. Dass gerade die Kirchen in der DDR der Treffpunkt der Dissidenten waren, kann er nicht wissen. Nikolaikirche in Leipzig, Gethsemanekirche und Zionskirche in Ostberlin sind für ihn "böhmische Dörfer". Die Wahrheit allerdings ist: Die friedliche Revolution und letztendlich die Einheit wäre ohne die (evangelischen) Kirchen in der DDR gar nicht möglich gewesen.

Seite 83
Heinrich Opfer schrieb am 26.02.2019 16:13 Uhr:
Wenn die (Amts-)Kirche Ohren hat und wirklich ernsthaft auch hinhört, wird sie sich - nicht nur wegen des Missbrauchsskandals, aber auch - gründlich reformieren müssen. Abschließend stelle ich fest, dass nicht der Kindesmissbrauch als solcher und erst recht nicht die uns heute teils barbarisch anmutenden und keineswegs typisch kirchl. Züchtigungsformen sind für mich das moralische Problem. Es ist die Unfähigkeit, die eigenen pathogenen Strukturen und die Folgen ihrer klerikalen Vertuschungen wirklich zu erkennen und daraus praktische Konsequenzen zu ziehen. Die Vertrauenskrise wegen der Skandale in ihren Reihen betr. die kath."KIrche" als soziale Institution. Ihre Unfähigkeit beruht auf einer noch immer höfischen Organisation und einem Selbstverständnis, das der Geist des Absolutismus nicht überwunden ist. Es herrscht eine moralische Lethargie in der Amtskirche! Sie hat einfach keinen einheitlichen moralischen Kompass und hat deswegen die Chance in Rom leichtfertig vertan.

Eva S. schrieb am 26.02.2019 17:46 Uhr - - - ZENSIERT - - -
Werte Blogmoderattion,
genauso wichtig wie die Anzahl der Zeichen auf 1000 zu beschränken ist doch die Frage: "Werden weiterhin bestimmte Diffamierungs- und Pöbelbeiträge ohne jeden Themenbezug von immer den gleichen Foristen freigeschaltet oder wird auch das begrenzt?"


Freitag, 27. April 2018

Papst verleiht Putin Friedenspreis: Für Festigung des Friedens im Nahen Osten

Thema: Naher Osten


antikriegTVx
Am 25.04.2018 veröffentlicht

Antikrieg TV - Die Auszeichnung erfolgt „für die Festigung des Friedens im Nahen Osten und den Schutz der Christen in Syrien.“

Laut Berichten in der polnischen Zeitung „Wyborcza“ und der in Italien erscheinenden „La Stampa“ erklärte sich der russische Staatschef bereit, nach Italien zu reisen, um den Preis entgegenzunehmen. Wahrscheinlich wird er Papst Franziskus treffen, begleitet werden soll er von einem hohen Vertreter der russischen Kirche.

Die Auszeichnung „Goldene Palme“ wird seit den 80er Jahren vom Verein Assisi Pax International verliehen, eine kirchliche Vereinigung, die vom heiligen Franziskus inspiriert wurde.

Die Auszeichnung bezieht sich auf das Treffen von Johannes Paul II, bei dem Vertreter verschiedener Religionen 1986 in Assisi gemeinsam für den Frieden gebetet hatten.

Inzwischen liest man auf der Website des Moskauer Patriarchats, dass sich am 17. April 2018 ein Treffen stattfand zwischen Vertretern des Moskauer Patriarchats und Matarese Pietro, dem Präsidenten der Organisation Pax Assisi, sowie mit dessen Beratern Alfredo Esposito und Daniel Von Bosco. Während des Treffens – so heisst es auf der Webseite des Moskauer Patriarchats – diskutierten die Parteien die Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen dem Moskauer Patriarchat und der römisch-katholischen Kirche im Bereich der Friedenssicherung.

Die Gesprächspartner waren sich demnach einig darin, dass angesichts der komplexen internationalen Situation und der Verschlechterung der Situation in Syrien die Christen ihre Bemühungen vereinen sollten, um eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern und Dialog und Versöhnung zu fördern.

Kategorie Nachrichten & Politik
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

Danke Klaus für den Link

Mittwoch, 3. Mai 2017

Papst Franziskus appelliert an Respekt vor Andersgläubigen

Thema: Papst Franziskus

Ein Appell zum Respekt vor Andersgläubigen

Foto: Radio Vatikan
Kairo. Papst Franziskus hat in Kairo religiösem Extremismus eine Absage erteilt. Bei einer Friedenskonferenz sprach er im Namen christlicher wie muslimischer Religionsführer gestern „ein deutliches und eindeutiges ‚Nein’ zu jeglicher Form von Gewalt, Rache und Hass, die im Namen der Religion oder im Namen Gottes begangen werden“. Zugleich warnte er bei der Veranstaltung der Al-Azhar-Universität vor Populismus als Gefahr für Frieden und Stabilität. Den Gastgeber, Großscheich Ahmed al-Tayyeb, nannte Franziskus abweichend vom Redetext "meinen Bruder, den Großimam“.

Religiöse Verantwortungsträger müssten vermeintlich religiöse Gewalt entlarven und als „götzendienerische Verfälschung Gottes“ verurteilen, verlangte Franziskus. Gott sei ein „Gott des Friedens, Gott salam. Deshalb ist nur der Frieden heilig und kann im Namen Gottes keine Gewalt verübtwerden, weil sie seinen Namen verunehren würde“, so der Papst. Die Religion sei „heute wahrscheinlich mehr denn je“ gerufen, aktiv den Frieden zu fördern. Franziskus hält sich seit Freitag zu einem zweitägigen Besuch in Ägypten auf. Die Friedenskonferenz begann bereits Donnerstag.

Nachdrücklich verlangte Franziskus eine offene Haltung von Christen. Sie könnten nicht zu Gott als Vater aller Menschen beten und zugleich „irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern“. Populismus als Reaktion “auf religiösen Extremismus diene nicht dazu, Frieden und Stabilität zu festigen, so der Papst weiter. Vielmehr sei dies „ein Geschenk an die Befürworter von Radikalismen und Gewalt“. Und weiter: Die einzige „Alternative zur Kultur der Begegnung ist die Unkultur des Streits“, so der Papst. kna

Quelle: Westfalenpost vom 30.04.2017

Montag, 17. April 2017

Ungerechtigkeit und Korruption waren die Themen von Papst Franziskus bei einer Osterandacht

Thema: Osternacht

Papst Franziskus prangert Korruption in der Osternacht an

Foto: Petersdom Lizenz: gemeinfrei
Der Papst verknüpft seinen Ostersegen - wie in jedem Jahr - mit Gesellschaftskritik. Das ist sein gutes Recht, denn zu kritisieren gibt es viel auf dieser Welt. Ungerechtigkeit und Korruption waren die Themen, die Papst Franziskus bei einer Osterandacht in den Vordergrund rückte. Die Zeremonie fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Korruption ist eine der zentralen Ursachen der heutigen Sorgen. Insbesondere in den sogenannten Entwicklungsländern, aber auch im Nahen Osten, selbst in den ärmsten EU-Staaten ist Korruption der Hintergrund dafür, dass sich nichts ändert und jede Hilfe sofort versickert und nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ergebnis sind Not über Jahrzehnte, damit Hoffnungslosigkeit, Hass, Kriege und letztlich Flucht.

Viele Flüchtlinge, die hierher gekommen sind, erleben erstmals völlig erstaunt, dass die Menschen, mit denen sie es in deren dienstlichen Funktion zu tun haben, ihren Job tun, ohne dass man sie bestechen muss. Natürlich gibt es auch bei uns Korruption - aber wir können uns ein Leben gar nicht vorstellen, wo sie den Alltag jedes Menschen vollständig beherrscht.

Was Christus wohl denken würde, wenn er heute die katholische Kirche sähe? Den unermeßlichen Prunk des Vatikan, das starre Verharren in Dogmen, die vornehmlich der Kirche nützen? Ob er noch einmal alle aus dem Tempel werfen würde die sich dort bereichern? Es ist gut, dass der Papst lähmende und unnütze Bürokratie, Ungerechtigkeit und Korruption anprangert. Nur ist er leider selbst Teil davon und nicht im Stande etwas daran zu ändern.

Von Blogger Torpedo - kritischer Gesellschafts und Politik-Blog eingestellt
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Sonntag, 6. November 2016

Papstbesuch in Schweden - An der Ökumene führt kein Weg vorbei

Thema: Ökumene

Papstbesuch in Schweden:
Allein unter Protestanten und Ungläubigen

Papst Franziskus leistet Schweden zum Reformationsjubiläum einen historischen Besuch ab und sucht die Einung der Christen weltweit. Ein Hilferuf gegen schwindende Mitgliederzahlen?

von Olga Banach

Gestern und heute, wenn der Papst zum fünfhundertjährigen Reformationsjubiläum dem Süden Schwedens einen Besuch abstattet, werden Welten aufeinandertreffen

Gestern und heute, wenn der Papst zum fünfhundertjährigen Reformationsjubiläum dem Süden Schwedens einen Besuch abstattet, werden Welten aufeinandertreffen.

Ein Aufschrei ging durch den Vatikan und die katholischen Gemeinden weltweit, als seine Pläne bekannt wurden, ist doch die lutherische Kirche Schwedens die liberalste weltweit, in der es seit 1960 Pastorinnen gibt und öffentlich schwule und lesbische Bischöfe. Martin Luther war es, der sich von der Obrigkeit Roms lossagte. Papst Franziskus scheint einer der unbequemsten Päpste zu sein, den der Vatikan bisher vorweisen konnte.

An den Toren des Protestantismus sollte der Aufenthalt eigentlich nur einen Tag andauern, um an einem ökumenischen Gottesdienst gemeinsam mit der „Lutherischen Weltorganisation“ (LWF) teilzunehmen, doch um die Gemüter zu besänftigen, wurde eine Messe an den offiziellen Termin angehängt. Die Messe soll im Malmöer Stadion stattfinden. Die Karten sind umsonst, mussten aber zuvor in den katholischen Gemeinden abgeholt werden.

Auf Twitter gab der Papst bekannt: „Ich bitte euch, dafür zu beten, dass meine Reise nach Schweden zur Einheit aller Christen beitragen wird.“


"Ich bitte Sie, beten Sie dass meine Reise nach Schweden zur Einheit aller Christen betragen möge."

Ein Hilferuf gegen schwindende Mitgliederzahlen mit der zunehmenden Säkularisierung der Europäer?

Der Vatikan als kleinste Stadt der Welt zählt gerade mal 842 Einwohner und hat eine eigene Gendarmerie. Die jungen Gendarmen müssen ledig und zwischen 21 und 25 Jahren alt sein. Die persönlichen Bodyguards des Papstes aber gehören der Schweizer Garde an. 1,25 Billionen Mitglieder zählt die katholische Kirche.

Im Mai 2016 traf Papst Franziskus auf den Großimam Ahmad Mohammad al-Tayeeb aus Kairo, den er im Geiste der Versöhnung zwischen dem Islam und dem Christentum in den Vatikan einlud. Auch dies war eine historische Geste und eine Wiedergutmachung gegen die Entgleisung seines Vorgängers Papst Benedikt, in der er den Islam verunglimpfte und es zu Protesten in der islamischen Welt kam.

Vielleicht ist dies auch im Sinne Günther Becksteins, der sich um die leeren Kirchenbänke sorgt und auch das Unwort der „Leitkultur“ in den Mund nahm, um auf die christlichen Ursprünge Europas hinzuweisen. Schweden ist als sehr säkulares Land bekannt. Hier wurde gerade erst der erste Friedhof für Atheisten eröffnet.

Papst Franziskus gilt als Versöhner. Aber die Durchsetzung wahrer Reformen in den Reihen alter Herren der heiligen Stadt, die das Zölibat für die Priester aufheben und Priesterinnen in den Dienst der katholischen Kirche stellen würden, sind auch von diesem Papst nicht zu erwarten. Der Vatikan hat gerade erst neue Regeln für Katholiken erlassen, die die Art der Bestattung im Sinne des Glaubens festlegen.

In der schwedischen Presse wurden Stimmen laut, dass der Papst wie ein Popstar gefeiert würde, obwohl er doch gegen die Gleichstellung von Homosexuellen und Frauen in der Kirche ist. Moralisch sei er so konservativ wie seine Vorgänger und man erhoffe sich von seinem Besuch auch den Beginn einer Diskussion durch die Lutheraner.

Am Montag warb er in seiner Rede für die Aufnahme von Flüchtlingen und rief zu einer Revolution der Menschlichkeit auf. Dies zielte aber auf die Empathie mit Flüchtlingen ab und nicht auf eine Revolution im Vatikan. Zu Beginn seines Auftritts sang eine engelsgleiche Schwedin das Lied von Gerry & The Peacemakers : „You will never walk alone.“ Das irdische Glück aber wird ihm und seinen Gefolgsleuten weiterhin verwehrt bleiben.
Quelle: RT-Deutsch


Der Papst zu Besuch bei Luthers Erben

Gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund begeht Franziskus den Auftakt zum Gedenken an 500 Jahre Reformation. Aber der Ökumene steht manches im Weg.
Quelle: FAZ.net

WP-Kommentar 02.11.2016
An der Ökumene führt kein Weg vorbei

Die Reformation führte einst zur Spaltung der Kirche. Zum Auftakt des 500-Jahr-Jubiläums hat nun Papst Franziskus im schwedischen Lund erstmals mit einem lutherischen Geistlichen einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert, mit Munib Younan, dem Präsidenten des lutherischen Weltbundes. Das gilt zu Recht als mutige, historische Geste. Es ist das erste Mal. dass ein Papst Martin Luther und die Reformation so symbolträchtig würdigt. Noch Benedikt XVI. hatte bei seinem Besuch in Luthers Kloster in Erfurt 2011 den deutschen Protestanten brüsk beschieden er habe keine ökumenischen Geschenke im Gepäck.

An der Frage des gemeinsamen Abendmahls macht sich die Spaltung der Christen konkret fest. Viele gemischtkonfessionelle Paare sehnen sich innig nach der Überwindung dieser Trennung. ln ihrer Erklärung untermauem auch der Papst und Munib Younan ihren Wunsch nach mehr Ökumene. Doch konkret wurden sie nicht. Theologisch steht dem gemeinsamen Abendmahl noch zu viel entgegen.

Dabei ist es höchste Zeit, dass die Christenmenschen aller Länder sich als Einheit verstehen. Seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI in Erfurt vor fünf Jahren ist die Welt eine andere geworden, böse, gewalttätig. Wer sollte denn der gegenwärtig allherrschenden Angst mit Hoffnung, mit einer frohen Botschaft begegnen können, wenn nicht die Christen mit ihren Werten wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit? Angesichts der weltweiten Bedrohungen durch Terror und Krieg scheinen die Gründe längst zweitrangig, die dem gemeinsamen Abendmahl entgegenstehen. Wenn Katholiken und Protestanten vor der Zeitgeschichte bestehen wollen, kommen sie an raschen Ökumene-Schritten garnicht vorbei.

Montag, 18. Mai 2015

Potenzieller US-Präsidentschaftskandidat nennt Papst "Franziskus, der Kommunist"

Thema: Politische Kultur

Deutsche Wirtschafts Nachrichten
„Franziskus, der Kommunist“
US-Waffenlobby attackiert Papst wegen Kriegs-Schelte


US-Senator Marco Rubio kritisiert die jüngsten Aussagen des Papstes zur Verflechtung von Regierungen mit der Rüstungsindustrie. Rubio selbst braucht Spendengelder von der US-Waffenlobby, weil er im kommenden Jahr bei der US-Präsidentschaftswahl kandidieren möchte.
Lesen Sie hier weiter: Link

Sieh mal einer an! Einer vom Volk der "Retter der Menschheit", die sich angeblich so sehr um ihre Mitmenschen bemühen, greift den Papst an.
Er greift den Papst an, der seit seinem Dienstantritt nicht anderes gemacht hat als sich um die Ärmsten der Armen zu kümmern und sich für sie einzusetzen.

Nur weil er das offen ausspricht was bereits die Mehrheit weiss, nämlich dass es den weltgrößten Heuchlern, den US-Kapitalisten und -Oligarchen, gar nicht um Menschen geht sondern ausschließlich um ihre Macht, um ihr Geld und anderer Länder Rohstoffe, wird er jetzt attakiert und als "Marxist" und "Kommunist" gebrandmarkt.

Klar dass ein strikter Gegner des US-Waffenrechts ein Angriffsziel bietet.
Gerade im "Land of the Free", in dem scheinbar jeder Neugeborene schon schwer bewaffnet das Licht der Welt erblickt und dessen nahezu einzige, noch funktionierende, Industrie die Waffenproduktion ist, meint ein potenzieller Präsidentschaftskandidat und Spendensammler Stärke zeigen zu müssen.
Hoffentlich fällt ihm genau diese Einstellung mal gewaltig auf die Füsse.

Die Antwort des Papstes auf derartige Anschuldigungen ist eindeutig. „Der Einsatz für die Armen in dieser Welt hat nichts mit dem Kommunismus zu tun, sondern ist ein Eckpfeiler des Christentums“.

Kommentare aus Deutsche Wirtschafts Nachrichten
paul stadelmann sagt:
dass die amis seit jeher immer und überall zu den waffen greifen, ist an und für sich nichts neues. dass jene die am meisten waffen verkaufen, auch die hauptschuldigen an den überall währenden kriegen mit ihrem endlosen morden und elend auch schuldig sind, darf man doch sehr wohl sagen. wenn nähmlich niemand waffen verkauft, könnte mit diesen auch kein konflickt vom zaun gebrochen werden. man müsste wohl oder übel wieder vermehrt kompromisse suchen und finden, was dem weltfrieden bestimmt zu gute kommen würde.
dass nun aber ein plauderer wie rubio den papst als kommunisten tituliert, zeigt nur auf, aus welch tiefen niveau er kommt und in welchem ton er die welt regieren würde, sollte er denn gewählt werden.
ICH HOFFE FÜR UNS ALLE, DASS SO EIN SCHWÄTZER NIE US-PRESIDENT WIRD

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
„Seine Ablehnung der Globalisierung und des Kapitalismus führten dazu, dass er unter US-Konservativen als „Marxist“ oder „Kommunist“ gebrandmarkt wird“, . . .
Da wundert es mich schon gewaltig, dass aus der CDU nicht auch schon Stimmen zu hören waren, die ihn der Teufelei bezichtigten!!!
Denn selbst die Konrad-Adenauerstiftung unterstellt ihrem Kurs gegenüber Andersgläubigen Entsprechendes! http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/03/cdu-diffamiert-eu-kritiker-auslaenderfeinde-mit-minderwertigkeitsgefuehl/

udo.seitz sagt:
Veränderung der bestehenden Verhältnisse beginnt damit Zeichen zu setzen und die Wahrheit zu sagen. Was die Kirche an Verbrechen beging ist Vergangenheit. Jeder ist Sünder. Wir leben im hier und jetzt und entscheiden im jetzt. Franziskus hat den unbequemen Weg gewählt und das ist anzuerkennen.

Schimmelreiter sagt:
Ich kann dazu nur sagen:
Getroffene Hunde bellen. Ob das jedoch nützt, ist eine ganz andere Sache.
Ich habe mit der Kirche nichts im Sinn, denke aber dennoch, dass der Papst die einzige Person ist, deren Wort in der Welt noch erhört wird und vielleicht sogar Gewicht hat.


Freitag, 7. November 2014

Amerikanisches Magazin: Putin ist weiter der mächtigste Mensch der Welt

Eine Schlagzeile, die in deutschen Medien wohl nicht erscheinen wird

Thema: Forbesliste
RIA Novosti

Forbes-Liste: Putin ist weiter der mächtigste Mensch der Welt
MOSKAU, 05. November 2014(RIA Novosti).
Wladimir Putin ist vom US-Magazin „Forbes“ wieder zur mächtigsten Persönlichkeit der Welt gekürt worden. Der russische Staatschef hatte bereits im vergangenen Jahr die „Forbes“-Liste angeführt.
Auf Platz zwei im diesjährigen Ranking landete US-Präsident Barack Obama vor Chinas Staatschef Xi Jinping. Weiter folgen Papst Franziskus (4) und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (5).


Der mächtigste Mann der Welt © RIA Novosti. Aleksej Nikolski
Schon im letzten Jahr hieß es:
Putin besorgt über seine höchste Position auf Forbes-Liste einflussreichster Personen
MOSKAU, 12. November 2013(RIA Novosti).
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich besorgt gezeigt über seine höchste Position auf der jüngsten Forbes-Liste der einflussreichsten Personen der Welt.

„Ich bedanke mich bei den Forbes-Experten, stehe aber folgendermaßen dazu: Das macht mir Sorgen, weil das den Spielraum bei der Annahme von Beschlüssen einengt bzw. einengen könnte“, sagte der Staatschef am Dienstag in einem Interview für die südkoreanische TV- und Rundfunkanstalt KBS. „Heute wird ein führender Repräsentant gekürt, morgen ein anderer und übermorgen ein dritter. Das ist normal. Die Experten tun ihre Arbeit… Aber ich ziehe es vor, das lieber nicht zu beachten, sonst wird das womöglich die Beschlussfassung beeinflussen. Das wäre aber äußerst bedauerlich“, sagte Putin.

Das Magazin Forbes hatte seine Liste der einflussreichsten Personen Ende Oktober veröffentlicht. Putin verwies seinen US-Amtskollegen Barack Obama auf Platz zwei. An dritter Stelle liegt der chinesische Staatschef Xi Jinping. Forbes-Chefredakteur Michael Noer erklärte die Wahl Putins zum mächtigsten Mann mit dessen Rolle bei der Beilegung des Syrien-Konflikts.
Quelle: RIA Novosti

Freitag, 30. Mai 2014

change.org - Neuigkeiten zur Petition – "Ban Ki-moon: SOS! Syrien stirbt! Internationale humanitäre Luftbrücken für Syrien!!!"

News zur Petition
Liebe Leser,
Peter Scholl-Latour, Deutsch-Arabische-Gesellschaft DAG hat soeben eine Neuigkeit unter die Petition, die Sie unterschrieben haben, gepostet.

Audienz des Papstes für die Deutsch-Arabische Gesellschaft

Peter Scholl-Latour, Deutsch-Arabische-Gesellschaft DAG
Organisator der Petition
30. Mai 2014
DAG-Präsident Scholl-Latour wirbt bei Papst Franziskus für Palästina Papst Franziskus empfing unmittelbar vor seiner Reise ins Heilige Land (Jordanien, Palästina, Israel) im...
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