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Dienstag, 1. September 2015

Ukraine erhält Schuldenerlass von westlichen Gläubigern

Thema: Ukraine

t-online.de
Kiew feiert Erfolg gegen Russland
Ukraine erhält Schuldenerlass von westlichen Gläubigern

Die von der Staatspleite bedrohte Ukraine kann Luft holen: Nach fünfmonatigen zähen Verhandlungen beschlossen westliche Gläubiger einen Schuldenschnitt von 20 Prozent. Damit würden der Ex-Sowjetrepublik etwa 3,2 Milliarden Euro ihrer Verbindlichkeiten erlassen, teilte Finanzministerin Natalia Jaresko in Kiew mit.

Ein entsprechendes Abkommen wurde demnach mit einem Komitee von Kreditgebern unterzeichnet. Die Restschuld von rund 14,4 Milliarden Dollar soll über vier Jahre getilgt werden. Das Abkommen sieht einen erhöhten Zinssatz von 7,75 Prozent vor.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die westlichen Geldgeber hatten großen Druck auf die Privatgläubiger gemacht, die kurzfristigen Verluste hinzunehmen, um die prowestliche Regierung in Kiew nicht zu schwächen.

Signalwirkung an Russland

Regierungschef Arseni Jazenjuk feierte das Ergebnis als Sieg gegen den "Feind" Russland, der auf eine Pleite der Ukraine gesetzt habe, um seinen Einfluss wieder zu stärken.

Die Ukraine hofft nun, ähnliche Konditionen für einen russischen Kredit über drei Milliarden Dollar zu erhalten, der am 20. Dezember fällig wird. Mit den nun ausgehandelten Konditionen müsse sich auch Moskau abfinden, forderte Regierungschef Arseni Jazenjuk.

Weil sich Moskau nicht am Gläubigerausschuss beteiligt habe, werde es nun "niemals" bessere Konditionen für seine Kredite an die Ukraine erhalten als die anderen Geldgeber, betonte er. Wirtschaft schrumpft

Die ukrainische Wirtschaft wird Prognosen zufolge um zehn Prozent schrumpfen - zum Teil, weil wichtige Industriegebiete in dem von den prorussischen Rebellen kontrollierten östlichen Gebieten liegen.

Neben dem blutigen Konflikt mit den Aufständischen hat eine drastische Währungsabwertung das Land finanziell in die Knie gezwungen. Der Verzicht der Privatwirtschaft auf einen Teil ihrer Kredite gewährleistet nun immerhin, dass Kiew nicht von den globalen Finanzmärkten abgeschnitten wird.

Die Gewalt in der Ost-Ukraine dauerte derweil unvermindert an: In den zurückliegenden 24 Stunden seien sieben ukrainische Soldaten und ein Zivilist getötet worden, teilte ein Militärsprecher am Donnerstag mit. Überdies hätten russische Kampfflugzeuge die Grenze zur Ukraine überflogen.

Quelle: t-online.de
» der Kommentar des Blogschreibers «

Vor nicht langer Zeit konnten wir bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten lesen?
    "Der ukrainische Übergangspremier Arseni „Jaz“ Jazenjuk hatte im September 2014 verkündet, eine Mauer nach dem Berliner Vorbild gegen Russland errichten zu wollen. Nur so werde eine echte Staatsgrenze entstehen, sagte Jazenjuk. Der Elektrozaun mit Minen und Stacheldraht soll eine Länge von 2000 Kilometern haben und rund 100 Millionen Euro kosten. Das Projekt soll hauptsächlich durch EU-Steuergelder finanziert werden."
Dafür bekommen sie einen Schuldennachlass? Man kann sich nur noch an den Kopf fassen!

Kommentare

walter1234dd
Die Ukraine steht kurz vor dem Staatsbankrott, dennoch kündigt Präsident Poroschenko neue Waffen für die Armee an. Möglich machen es Finanzhilfen aus dem Westen.

Meinungsfreiheit371
Wir werden von Flüchtlingen überrannt. Schmeißen Milliarden für die Griechen raus und werden als Undeutsch beschimpft weil wir uns das Recht herausnehmen, dagegen Position zu ergreifen. Wie arm ist doch dieses Deutschland mit diesen Politikern geworden.

homo_spartanis
Zitat im Bericht: "Die Ukraine hofft nun, ähnliche Konditionen für einen russischen Kredit über drei Milliarden Dollar zu erhalten, der am 20. Dezember fällig wird."
WARUM sollte Russland so bescheuert sein, der Ukraine Schulden zu erlassen? Vielleicht sollte der Herr Poroschenko einmal darüber nachdenken, wie er sich Russland gegenüber verhält.
Z.B. wenn es um angebliche Truppenbewegungen Russlands in der Ukraine geht, die auf keinem Satellitenfoto der Welt zu sehen sind.

sprachloser
Fakt ist, die Ukraine ist durch und durch korrupt. Unzählige Autos, Boote, Anhänger, Motoren sind in der Ukraine die vorher bei uns geklaut wurden. Die Staatsmacht hat da längst keine Macht mehr. Die Mafiaähnlichen Strukturen sind nicht zu leugnen.

Sivuu
Ehm ja.. Griechenland- welches wirklich in Not ist und die Bevölkerung gerade so noch um die Runden kommt, erlassen wir keine Schulden.
Aber einem Land, welches seine eigenen Bürger nieder bombardiert und von Faschisten regiert wird, erlassen wir 3,1 Milliarden Euro?
Unabhängig davon, wer wie viele Schulden bei wem hat.
Wenn ihr als Mensch die Möglichkeit hättet entweder Griechenland oder Ukraine 3,1 Milliarden zu streichen, wem würdet ihr das eher gut tun? Griechenland oder Ukraine?
Die Ukraine ist genau so zahlungsunfähig, das Geld was da gepumpt wird, werden für Waffen und Ausrüstung benutzt.

Zwetik
Poroschenko: Ukraine ist bereit für den EU-Beitritt 2020 !! Na dann, Proleteria Aller Länder vereinigt Euch !!
Deutschland zahlt für Alle !!!

HGK110
Es ist unglaublich, wie viel Engagement und Geld in dieses marode Land mit seiner korrupten und aggressiven Regierung gesteckt wird, nur um Russland zu treffen. Mit welchem Recht und welcher Selbstverständlichkeit überträgt Jazenjuk eigentlich die Konditionen auf einen völlig anderen Gläubiger, mit dem überhaupt noch nicht darüber verhandelt wurde?

sprachloser
Na wir haben es ja.... die Russen, diese agressiven Typen sollen nun auch auf Geld verzichten... wie bekloppt müsste Putin sein? Machen wir uns nichts vor, was hier abläuft ist eine verdeckte Kriegsvorbereitung. Ob Europa danach wieder zu erkennen ist mag ich bezweifeln. Aber unser Amerikanischer Freund gibt dann wieder Geld und jede Menge guter Tips wie der neue Staat auszusehen hat.


Mittwoch, 16. April 2014

Ukraine: Dänische Flagge für schweizer Bundespräsident

Grober Fehler beim Empfang von Bundespräsident Didier Burkhalter in Kiew: Statt der Schweizer Flagge wehte die dänische neben jener der ukrainischen Gastgeber.

Na ja, sie sind ja noch keine 100 Tage im Amt, da kann sowas schon mal passieren.

Burkhalter sprach den Fauxpas noch vor dem üblichen Handshake an. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Burkhalter hält sich derzeit in seiner Funktion als Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) im von Unruhen geschüttelten Land auf. Beim offiziellen treffen zwischen Bundespräsident Didier Burkhalter und Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk passierte das peinliche Malheur: Anstelle der Schweizer Flagge, hatten die Gastgeber eine dänische Fahne gestellt. Der Bundespräsident nahm es mit Humor und wies Jazenjuk noch vor dem üblichen Handschlag auf den Fehler hin.

Nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen, Aussenminister Andrej Deschtschiza, will Burkhalter am Nachmittag in die südukrainische Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa weiterreisen.

Burkhalter wird vom Chef der OSZE-Beobachtermission, dem Türken Ertogrül Apakan, begleitet. Der Ständige Rat der OSZE hatte am 21. März in Wien die Entsendung einer Beobachtermission für vorerst sechs Monate beschlossen. Die Mission zählt zurzeit 121 Mitglieder, darunter 85 Beobachterinnen und Beobachter, die in zehn ukrainischen Städten stationiert sind.(sda)
Mit freundlicher Genehmigung von http://www.20min.ch/


Peinlicher Fauxpas in Kiew: Dänische Flagge für Schweizer Präsidenten


Didier Burkhalter und Arseni Jazenjuk © REUTERS/ Andrew Kravchenko/Pool
MOSKAU, 14. April (RIA Novosti). Grober Fehler beim Empfang von Bundespräsident Didier Burkhalter in Kiew: Statt der Schweizer wehte die dänische Flagge neben der ukrainischen, wie das Internetportal 20min.ch berichtete.

Burkhalter hält sich derzeit in seiner Funktion als Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in der von Unruhen geschüttelten Ukraine auf. Bei einem offiziellen Treffen zwischen Bundespräsident und Außenminister Didier Burkhalter und dem kommissarischen Regierungschef Arseni Jazenjuk passierte das peinliche Malheur: Anstelle der Schweizer Flagge hatten die Gastgeber eine dänische Fahne gestellt. Der Bundespräsident nahm es mit Humor und wies Jazenjuk noch vor dem üblichen Handschlag auf den Fehler hin.

Nach einem Treffen mit dem Außenamtschef Andrej Deschtschiza wollte Burkhalter am Nachmittag in die südukrainische Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa weiterreisen.

Burkhalter wird vom Chef der OSZE-Beobachtermission, dem Türken Ertogrül Apakan, begleitet. Der Ständige Rat der OSZE hatte am 21. März in Wien die Entsendung einer Beobachtermission für vorerst sechs Monate beschlossen. Die Mission zählt zurzeit 121 Mitglieder, darunter 85 Beobachterinnen und Beobachter, die in zehn ukrainischen Städten stationiert sind, hieß es in dem Bericht von 20min.ch.