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Mittwoch, 31. Oktober 2018

Der Wutbürger ausm Pott

Thema: Migration

Der Wutbürger ausm Pott (JF-TV Im Fokus mit Guido Reil)


Junge Freiheit Verlag
Am 06.03.2017 veröffentlicht
Der Ruhrpott, Heimat von Guido Reil, einem der letzten Bergmänner im Revier. Ein echter Malocher, Gewerkschafter, Ur-Sozialdemokrat. Und mittlerweile: Kandidat der Essener AfD zur Landtagswahl. Begleiten Sie uns auf einer Reise quer durch die Herzkammer der Sozialdemokratie. JF-TV Im Fokus mit Guido Reil: Der Wutbürger ausm Pott +++ Testen Sie die Junge Freiheit 4 Wochen gratis:
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Kategorie Nachrichten & Politik

Mittwoch, 20. September 2017

Anne Will, 17.09.2017 - Zwischen Wohlfühlwahlkampf und Wutbürgern - Verstehen die Politiker ihre Wähler noch?


Sendung am 17. September 2017 | 21:45 Uhr
Zwischen Wohlfühlwahlkampf und Wutbürgern -
Verstehen die Politiker ihre Wähler noch?
Foto: Screenshot
    die Gäste im Studio

  • Frank Richter Theologe und ehemaliger Leiter der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung
  • Bernhard Pörksen Professor für Medienwissenschaft
  • Thea Dorn Philosophin und Publizistin
  • Theo Waigel (CSU)Ehemaliger Bundesfinanzminister
  • Gesine Schwan (SPD)Politologin

Auch auf den letzten Metern vor der Bundestagswahl wird der Wahlkampf als zu harmonisch und inhaltsleer kritisiert. Gleichzeitig schlägt der Kanzlerin bei Veranstaltungen, insbesondere im Osten des Landes, Wut und Ablehnung entgegen. Woher kommt dieser Frust? Erreichen die Politiker die Bürger nicht mehr? Und gibt es wirklich kaum Unterschiede zwischen den Parteien?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)
diesmal 1522 Kommentare

Kommentare aus dem Blog

Bettina Schubert schrieb
Woher kommt der Frust? Komische Frage- sicher von der Politik zum Schaden unseres Landes unter Bruch von Gesetzen, Vereinbarungen.
Das reicht von den Eurorettungen, über die verkorkste Energiewende, die gravierenden Fehler in der Außenpolitik zum derzeitigen Hauptthema: Massenmigration von Muslimen aus der 3. Welt in unser Land, unsere Sozialsysteme.
Frau Merkel hat erklärt, dass sie so alles so weitermachen will, keine Grenzkontrollen, Einreisen ohne Pass+ Überprüfung für alle etc. Keine Konsequenz aus der Fehlern, nichtmal Einsicht - das empört die Menschen, mich auch.

    Robert Kroiß schrieb
    „Woher kommt dieser Frust“ und „gibt es wirklich kaum Unterschiede zwischen den Parteien“?!
    Merkel: „Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt und wir müssen damit rechnen, dass das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“
    Seehofer: „Diejenigen, die gewählt sind, haben nichts zu entscheiden und diejenigen, die entscheiden sind nicht gewählt.“
    Genau daher kommt wohl der Frust, sowie das scheinbar mangelnde Interesse der Menschen an der Politik. Auch weil dies, auch wenn es noch keine/r der anderen Parteien ebenfalls in dieser Deutlichkeit gesagt hat, sich nach dem Wahlkampf genauso einstellt und immer so einstellte!

    Paulus schrieb
    Dieser Frust wird gesteigert, wenn der Regierungschefin Rechtbruch, Wahrnehmungsverweigerung (von fortschreitender Vermögenskonzentration begleitet von Ausuferung der Verarmung breiter Bevölkerungsschichten) und Schönfärberei (Arbeitsmarktstatistik usw.) nachgewiesen werden kann.
    Es kommt ein formaler Einwand hinzu: Nur eine Hälfte der Mandatsträger sind vom Wähler als deren Repräsentanten gewählt, die andere Hälfte wird den Wählern über die "Landesliste" untergejubelt. Die Konstruktion/Fiktion vom Abgeordneten als ein Repräsentant seiner Wähler, der im Parlament für die Interessen der Wähler - oder wenigsten für (irgendeine) Vorstellung vom Allgemeinwohl eintritt - bleibt inhaltlich leer. Der in Funktion gehobene Repräsentant ist seinen Wählern zu nichts verpflichtet. Die Wähler haben nur die Möglichkeit der Abwahl am Ende der LP. Bis dahin ist es ihm und seinem gewissen gestattet, für alle möglichen Partikularinteressen (ESM usw., €, div. GR Rettungspakete) zu stimmen, die er in ihrer Ausgestaltung nie zur Kenntnis nehmen, geschweige verstehen konnte (im Sinne von nomologischen Wissen).
    Gruß Paulus

M. Johann schrieb
Was könnte Herr Schulz noch falsch machen, was Frau Merkel nicht schon falsch gemacht hat?
Herr Schulz gibt zumindest eine klare Antwort auf eine Frage; Frau Merkel gibt wie gewohnt wischiwaschi Antworten und läßt die Wählerschaft im Trüben stehen ( z. B. Rentenreform! )
Es hängt an jedem einzelnen, sich seine eigenen Gedanken zur Wahl zu machen und seine eigene Meinung über die Parteien zu bilden, unabhängig von Wahlnavigatoren, politischen Umfragen etc..
Einfach mal Ohren aufmachen und zuhören und sich auch nicht von der Augenwischerei blenden lassen.
Problem ist auch, daß viele überhaupt nicht wissen, wer den Kanzler/in wählt. Bequem ist es auch immer die Meinung der großen Mehrheit zu übernehmen. Eines ist auf jeden Fall sicher, wenn ich die Stimmen wieder der stärksten Partei gebe, ändert sich an der Situation wie wir sie jetzt haben, gewiß auch nach der Wahl nichts.
Hauptsache die Wirtschaft brummt, aber der einzelne Bürger wird mit seinen Sorgen und Ängsten wie gewohnt allein gelassen. Wenn ich anderen keine Chance gebe, bzw. auch nicht wählen gehe, brauch ich hinterher auch nicht zu jammern.

    Gerda, 73 schrieb
    Da haben sie vollkommen Recht, nach dem 24.09. wird die Katze aus dem Sack gelassen. Selbst der französische Präsident sagt ganz offen, seine Vorstellungen (genauer seine Forderungen) erst nach unserer Wahl am 24.09. bekannt zu geben. Es könnte ja sein, daß einige Wähler aufwachen, wenn sie vorher hören, was er alles verändern und fordern will.

charly schrieb
Die Redaktion, wie auch die Politik, arbeiten mit dem Mittel der Manipulation. Wer darauf wert legt, sollte sich die Sendung ansehen.

Burkhardt schrieb
Immer wieder und wieder und wieder als einzigste Partei die GrKo (CDU/CSU nd SPD)
Durch den öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ARD und ZDF) werden der CDU im Besonderen aber auch CSU und SPD im allgemeinen erhebliche Wahlkampfunterstützung gewährt. Dies äußert sich das Frau Bundeskanzlerin Merkel in der ARD Wahlkampfarena oder im ZDF 20:15 Uhr – 14.09.2017 – zu einer Top Sendezeit Ihren und nur Ihren politischen Wahlkampf einseitig ausführen darf. Alle anderen Parteien die in den Bundestag einziehen könnten werden diskriminiert und haben eines erheblichen Wettbewerbes sowie Demokratie Nachteil. Ich spreche noch nicht einmal von allen anderen Parteien.
Ebenso ist dies in der sehr einseitigen Profilierung in den Talksendungen zu verzeichnen.
Der öffentlich-rechtlich Rundfunk wird von allen in Deutschland lebenden Haushalten finanziert also nicht nur von denen der CDU. Auch von dem Beitragszahler die nicht wählen gehen, weil diese dazu gedrängt werden, auch von den die kleinen Parteien wählen usw.
Ich bitte Sie dringend sich für freie und faire Wahlen in Deutschland einzusetzen.
Im Übrigen haben ich kein Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zweifle dessen demokratischen Grundausrichtung an.

    Klaus Winkler schrieb
    Der Gesinnungsjournalismus hat es in wenigen Jahren geschafft einen früher hoch angesehenen Berufsstand völlig zu diskreditieren.
    Denke, daß sich der Journalismus in Deutschland nie wieder richtig davon erholen wird.

    Paulus schrieb
    Sehe ich genauso. Das Mittelmaß (mehr gab`s in D nie) an "Meinungsvielfalt" im Mainstream Journalismus ist blankem Kampagne-Journalismus gewichen. Sichtbar an der Nazi-Keule die der Mainstream gegen die AfD (die ich übrigens sehr kritisch sehe aus ganz anderen Gründen) schwingt. Dass sich (gute, meinungsstarke) Journalisten das bieten lassen verblüfft immer wieder und weckt Erinnerungen an eine Romanfigur von Heinrich Mann in "Der Untertan". Gruß Paulus

Andrée Elisabeth Klein schrieb
Wie wahr diese alten Sprüche sind!!
Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich in das einzumischen, was sie angeht. Paul Valéry (1871-1945) frz. Dichter und Denker
Der Staat ist heute jedermann, und jemanden kümmert sich um niemanden. Honoré de Balzac (1799-1850) frz. Schriftsteller

Matthias Schulz schrieb
Auch in dieser Diskussion - diesmal von Ex-Bundesfinanzminister Theo Weigel - die Agenda 2010 von der Regierung Schröder/Fischer gelobt. Deutschland wäre dadurch wettbewerbsfähiger geworden. Mit den Hartz IV Niedriglohn und der Riester-Armutsrente ist die Spaltung zwischen Arm und Reich vergrößert wurden. In 10 bis 15 Jahren, wenn die Niedriglohner die Armutsrente bekommern wird man das stärker merken. Das die SPD diese Politik gemacht hat ist ein entscheidender Grund, dass sie nur noch von 20 bis 25 Prozent gewählt wird.

    Franzi schrieb
    Ich denke da auch an das "GESUNDHEITSMODERNISIERUNGGESETZ" von 2004, welches die Grundlage dafür ist, daß die Rentner, die für die "Altersvorsorge" eine DIREKTVERSICHERUNG (Lebensversicherung) abgeschlossen haben, bei Auszahlung darauf hingewiesen werden, daß sie über 10 (zehn) Jahre darauf Krankenversicherung (VOLLER Beitrag) und Pflegeversicherung zu zahlen haben. Einen BESTANDSSCHUTZ für ALTVERTRÄGE gibt es NICHT! Das hat Frau Merkel in der "WAHLARENA" am 11.9.17 (bitte ansehen ab Minute 68 / 30 Sekunden - es lohnt sich) deutlich zum Ausdruck gebracht. Soviel zum "Rechtsstaat". Das betrifft natürlich auch Betriebsrenten u. a. Versorgungsbezüge!
    Infos dazu auch: PRESSECLUB v. 27.8.17 Hans-Ulrich Jörges (die ersten 5 Minuten reichen) , seine Kolumne im "Stern" "RAUBZUG DURCH DIE RENTE" v.27.7.17, oder www.dvg.org

Paulus schrieb
Theo Waigel treibt die Staatsverschuldung um - die riesige Last für die Jüngere Generation bereitet ihm Sorgen. In seiner Zeit als Finanzminister war er stolz wie Oskar über einen EU "Stabilitätspakt" den er mitverhandelt hatte. Alles sei jetzt in Butter ("hier steht es doch schwarz auf weiß") und damit hätte EU Land endgültig die Stabilitätszone erreicht. Problem Staatsverschuldung und Kreditaufblähung, erledigt. Staatshaushalte sind nun kein Schuldentreiber mehr. So sinngem. sein Statement. Die Angst, D als Staat müsse künftig nicht für die Schulden anderer Staaten einstehen, sei damit völlig unbegründet - wir haben doch einen Vertrag. Das der "Stabilitätspakt" - entgegen Waigels Erwartung doch nicht gehalten hat, wissen wir alle. Und dass die Schuldenlast des deutschen Staatshaushalt allein für Bankenrettung und Patronatserklärungen gegenüber GR weiter aufgebläht wurde ebenso. Doch was war Waigel`s Botschaft in der Talk Runde? Es kommt nur eine Antwort infrage: "Bürger, traut den Politikern nicht"!! Das hat sich auch aus anderen Gründen von selbst erledigt
Gruß Paulus

    klaus Winkler schrieb
    @Paulus, sehe ich auch so. Waigel der Konstrukteur des Euro. Jetzt steht er vor seinem Scherbenhaufen. Aber anstatt klar die Fehler zu benennen und Selbstkritik zu üben flüchtet er sich in seinen persönlichen Verfolgungswahn - denn merke die Nazis in Deutschland sind an allem schuld.

Dienstag, 1. November 2016

"Hart aber fair" Sendung vom 31.10.2016 Volksabstimmung für alle – sind Bürger die besseren Politiker?

Thema: Deutschland




Volksabstimmung für alle –
sind Bürger die besseren Politiker?

hart aber fair - Mo. 31.10.16, 21.00 Uhr
Die CSU stimmt gerade darüber ab, andere Parteien sind klar dafür, die CDU dagegen: Volksabstimmungen auch im Bund. Wird damit der Wutbürger befriedet, die Demokratie belebt? Oder drohen dann der Durchmarsch der Populisten und mehr Druck auf Minderheiten?

Noch bis 31.10.2017 in der ARD-Mediathek

Pressestimmen

"Hart aber fair"-Kritik
Hat das Volk ein Recht, sich einzubringen?

Halten die deutschen Politiker ihr Volk für zu dumm für Volksentscheide? Oder würden Volksabstimmungen wie in anderen Ländern Populisten Tür und Tor öffnen? Darüber diskutierten am Montagabend die Gäste bei "hart aber fair" mit Frank Plasberg.

Die Gäste

  • Markus Söder, CSU
  • Wolfgang Kubicki, FDP
  • Claudine Nierth, Vereinssprecherin "Mehr Demokratie"
  • Werner Patzelt, Professor für Politik TU Dresden
  • Bettina Gaus, Journalistin "taz"

  • Das Thema

    "Volksabstimmung für alle - sind Bürger die besseren Politiker?" Unter dem Einfluss der Brexit-Entscheidung in Großbritannien und der aktuellen Flüchtlingsdebatte in Europa ein heikles Thema, das von vorne herein auf einen eindeutigen Konflikt zusteuerte.

    Die Fronten

    Die Frage des Abends lautete: Sorgen Volksentscheide für eine bessere Demokratie oder spielen sie plumpen Stimmungsmachern in die Hände? Niemand konnte die beiden Seiten besser in Szene setzen als Markus Söder und Wolfgang Kubicki. Söder, CSU-Scharfmacher, für den es unverständlich ist, "warum wir Angst haben, die Bürger an wesentlichen Fragen zu beteiligen". Und Kubicki, der sich als Anwalt der Bürger gefällt, und der Söder vorwarf, für genau jene Angst verantwortlich zu sein.

    Schon waren die Fronten geklärt: Bettina Gaus nannte Söder einen Demagogen, Claudine Nierth ist sich sicher, dass deutsche Gerichte irrwitzige Gebaren von Populisten aufhalten würden. Und Werner Patzelt sah die direkte Demokratie als einzige Chance, die "All-Parteien- Koalition" im Bundestag zu beenden, damit "die politische Klasse nicht mehr durchregieren kann".

    Fakt des Abends

    Die ARD hatte eine Umfrage in Auftrag gegeben: Nach dieser wünschen sich 71 Prozent der Deutschen bundesweit Volksentscheide. Aktuell ist Deutschland neben Belgien das einzige Land in Westeuropa, das solche Abstimmungen nicht ermöglicht. Allerdings seit zu erwähnen, dass die gleichen Befragte nur zu 53 Prozent Volksentscheide in der Flüchtlingsfrage begrüßen würden.

    Vergleich des Abends

    Um die positive wie negative Seite von Volksabstimmungen zu betrachten, muss man nur in die Schweiz schauen. Das Nachbarland ist der Primus unter den Bürgerbefragern. Vier Mal pro Jahr wandern die Eidgenossen an die Urnen, um Politik zu machen. Renten, Mindestlohn, Arbeitsgesetz - die Schweizer entscheiden über ihre Wirtschaft mit. Aber auch über die Menschen, die mit ihnen leben.

    ie stärkste Partei ist so die SVP geworden: radikal, rechts, islamophob, die gerne mit Plakaten Werbung macht, die in Deutschland nicht einmal die NPD wagt und die, wie Plasberg kommentierte, hier nur noch in Museen zu sehen sind. Bemerkenswert dazu der Kommentar des Schweizer Forschers Michael Hermann, der als Gast hinzu gebeten wurde: Volksabstimmungen seien vor allem im Sinne von Parteien wie CSU, AfD und der Linken - "diese Parteien könnten Mehrheiten erzielen, die es im Parlament nicht gibt". Kurzum: durch Politik am Rand der Gesellschaft. Oder auch: durch Populismus.

    Moderatoren-Moment

    Söder fand das natürlich "total daneben". Genauso wie den ARD-Einspieler, wonach eine Unterschriften-Aktion des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch im Wahlkampf zu ausländerfeindlichen Reaktionen geführt hätte. Der Beitrag sei nicht schön gewesen, sagte Söder. "Ich will es ja auch nicht schön machen", konterte Plasberg. Zitat des Abends

    Das Thema auf den Punkt brachte Werner Patzelt. Er beschrieb die Möglichkeit von Volksabstimmungen wie folgt: "Die schönsten plebiszitären Instrumente sind wie die schönsten Folterinstrumente." Sie zu haben, sei schön, um Druck auf die Politik auszuüben, aber sie müssten ja nicht bei jedem Thema angewendet werden.

    Was offen bleibt

    Bis auf die CDU befassen sich mittlerweile alle größeren Parteien mit dem Gedanken, wie Volksabstimmungen Teil des bundesweiten Demokratie-Prozesses werden könnten. Was offen bleibt, welche Themen tatsächlich tauglich dafür wären. Womit wir wieder bei der Frage wären: Wie viel Politik trauen die Politiker ihrem Volk zu? Hat das Volk ein Recht sich einzubringen oder geht damit die parlamentarische Souveränität verloren? Oder ist die Debatte um mögliche Volksentscheide nur eine Ersatz-Debatte für das schwindende Vertrauen der Bürger ihn ihre Volksvertreter? Denn dass dieses Problem das eigentliche ist, darin waren sich am Montagabend ausnahmsweise alle einig.

    ... und natürlich wie immer bei "heiklen" Themen:
    Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion und in unserem Blog, der sich speziell mit der Kommentarfunktion befasst

    Quelle: t- online.de

    Sonntag, 7. August 2016

    Presseclub 07.08.2016 - Polit-Pöbelei: Wieviel Trump verträgt die Welt?

    Thema: Donald Trump


    Polit-Pöbelei:
    Wieviel Trump verträgt die Welt?

    Presseclub - So. So. 07.08.2016, 12.03 - 13.00 Uhr
    „Stell´ Dir vor, der wird tatsächlich Präsident!“ Diese Frage stellen sich immer noch viele Menschen mit Sorge – auch, wenn die Umfragewerte von Donald Trump nach den jüngsten Ausfällen deutlich abgesackt sind und er in der Wählergunst hinter seiner demokratischen Konkurrentin Clinton liegt.

    Zu Gast:

  • Peter Pauls, Chefredakteur des "Kölner Stadtanzeiger"
  • Elisabeth Raether, Redakteurin im Politik-Ressort der "Zeit"
  • Stephan-Götz Richter, Herausgeber und Chefredakteur, "The Globalist.com"
  • Melissa Eddy, Berlin-Korrespondentin der “International New York Times”

  • Moderation:
    Sonia Seymour Mikich
    Bilder: Screenshots

    Trump, der von Gegnern unter anderem als „Hassprediger“ (Bundesaußenminister Steinmeier) bezeichnet wird, spaltet immer mehr auch die eigene Partei: Große Teile der US-Republikaner sind offenbar zunehmend unzufrieden mit dem Kandidaten Trump, der sich zuletzt in Streitigkeiten und Widersprüche verstrickt hatte. Mit seinen öffentlichen Pöbeleien und seiner Kritik etwa an den Eltern des gefallenen muslimischen US-Soldaten Khan überschritt er in den Augen vieler Kritiker eine Grenze.

    Es stellen sich viele Fragen

    Schrecken Trumps Ausfälle nun so viele Wählerinnen und Wähler ab, dass er nicht US-Präsident werden kann? Oder könnten ihn gerade deshalb die vielen nationalistischen Wutbürger wählen, die dem Establishment in Washington einen schmerzhaften Denkzettel verpassen wollen? Wie nachhaltig vergiftet ist das politische Klima, wie gespalten die Gesellschaft? Kann die republikanische Partei Trump wieder loswerden, was angeblich geprüft wird? Und generell: Sind die liberalen Politiker in vielen Ländern, auch in Deutschland, zu ignorant gewesen, um „denen da unten“ Alternativen zu bieten? Was tun gegen jene, die die Welt mit politischen Lügen und dem „Ungeheuer des Nationalismus“ (Bundesaußenminister Steinmeier) vergiften?

    Kommentare

    Ines Klütz
    Wie kommt es denn überhaupt zu solchen populistischen Kandidaten? Die soziale Schere in den USA geht immer weiter auseinander. 50 Mio. US-Amerikaner sind auf Lebensmittelmarken angewiesen. Billionen US-Dollar wurden für Kriegswaffen ausgegeben. US-Regierungen arbeiten mit den schlimmsten Diktatoren in der ganzen Welt zusammen. US-Regierungen lassen ganze Länder verwüsten und produzieren weit über eine Million Tote. Sie provozieren Hass und Vergeltung. Was soll da unter Trump noch schlimmer werden?

    Ingo Meier
    Die Verachtung fürs Establishment steigt von Tag zu Tag - nicht nur in den USA.

    Eva aus Bayern
    Ich bin seit 50 Jahren treue Zuschauerin des Presseclubs, habe mich bislang nie über die Themen-Auswahl beschwert. Doch diesmal muss ich es einfach tun! In meinen Augen ist es ein politischer Skandal und eine bodenlose Frechheit: Unsere Regierung will die Kosten für die med. Versorgung der vielen Flüchtlinge auf die sozialversicherungspflichtigen Bürger abwälzen. Dazu greift sie in den Gesundheitsfonds den wir pflichtversicherten Bürger mit unseren Beiträgen gefüllt haben + der eine Rücklage für unsere gesetzl. Krankenkassen sein soll.
    Staatsangestellte, Beamte, Richter, Architekten, Lehrer, Ärzte, Kirchenfürsten, Rechtsanwälte, Apotheker, Selbstständige usw. bleiben wieder einmal außen vor wenn es um Solidarität geht. Nun weiß ich auch, was die Asyl-Kanzlerin meinte, als sie sagte: „Wir schaffen das!“ So Frau Merkel werden wir das ganz gewiss nicht schaffen! Wer unter diesen Umständen noch bereit ist, sich in einem Ehrenamt zu engagieren ist m.E. ein Volltrottel.

    Christiane Schober
    Ich komme inzwischen auch in Zweifel, ob Trump überhaupt Präsident werden will. Wenn man sein Ego in diesem Wahlkampf verfolgt, kann man den Eindruck gewinnen, daß es ihm genügt nominiert zu werden. Er ist nicht nur ein Polarisierer, er ist ein Hetzer, wie es eigentlich keinem Bürger gefallen sollte. Kann es sein, daß er möglicherweise mit seiner Hetze nur erreichen will, vorzuführen wieviele Amerikaner die derzeitige Politik hassen bzw. dieses Amerika und seine bisherige Politik zu entlarven ?

    Maik Gotzes
    Mit seinen Ansagen zur Einwanderungspolitik hätte Trump in Deutschland sogar viele Sympathisanten: Grenzen dichtmachen, Illegale abschieben und nur solche hereinlassen, die das Land wirtschaftlich voranbringen. Auf der anderen Seite ist er zwar unberechenbar – eine Präsidentin Clinton ist dafür aber umso berechenbarer: Der Weltpolizist USA macht weiter wie bisher – und destabilisiert eben auch den Nahen Osten wie in den letzten 25 Jahren. Keine guten Aussichten für die Sicherheit in Europa.

    P. Kleinert
    Ich erinnere mich noch gut daran, wie seinerzeit gegen den Hollywood-Cowboydarsteller R.Reagan polemisiert wurde, der später jedoch ein passabler US-Präsident wurde. Heute steht ein lebensechter US-Wirtschaftscowboy am Start - warum sollte der es nicht mindestens ebenso gut machen?

    Dieter M.
    Na wer hat denn grosse Teile des Volkes als "Pack,Mischpoke,Dummmenschen, Nazis,ewig Gestrige,Dunkeldeutsche,Bande" und noch weit schlimmeres tituliert. Waren das nicht unsere Polit-Pöbler aus dem Regierungszirkel?Die Quittung kam in Form der Alter-naiven und Merkel mit ihrer verfehlten Politik hat dies doch erst ermöglicht. Das ist doch Fakt und nicht zu bestreiten.Jeder %-Punkt den die A-Partei mehr hat geht unmittelbar auf das Konto von Merkel. Das rächt sich jetzt was in den letzten 11 Jahren seitens Cdu angrichtet wurde. Und wieder will es keiner gewesen sein,aussitzen,weckducken,abtauchen wenns brenzlich wird,oder 180 grad Piruetten drehen,besser noch 2.

    Roger Bernecker
    Es hat in jeder Hinsicht eine Maßlosigkeit um sich gegriffen: in Nachrichtensendungen wird über Politiker hergezogen fast schon wie im Kabarett, der Ruf "entrüstet Euch" ist das Leitmotiv. Jeder kriegt was er verdient: wir Pegida und AFD, die USA Trump.

    Michael
    Weiß jemand, ob ein Friedensnobelpreis wieder aberkannt werden kann? Bislang gab es wenige Gegner des Justizmordes - "Todesstrafe" - als Bewerber auf das höchste Amt der USA. Wer den Stuhl erklimmt wurde lange vorher eingenordet.

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