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Mittwoch, 8. Juli 2015

EU versuchte IWF unter Druck zu setzen und die Veröffentlichung eines Berichts zu Griechenland zu verhindern

Thema: Griechenland

RT-Deutsch
„Zusätzlich Argumente für Nein“
EU versuchte Veröffentlichung eines IWF-Berichts zu Griechenland zu verhindern

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen Bericht zur Schuldentragfähigkeit Griechenlands veröffentlicht, der im Ergebnis den Standpunkt Athens bestätigt. Jetzt wurde bekannt, dass die EU zuvor massiv Druck auf den IWF ausgeübt hat, damit dieser den Bericht bis zum Ablauf des Referendums zurückhält. Begründung: Die Rückschlüsse des IWF würden der Nein-Kampagne zusätzliche Argumente liefern.

Quelle: Oxi-Referendum
Nicht nur das eindeutige Votum der Griechen, die im Referendum vom gestrigen Sonntag in allen Regionen deutlich „Nein“ zu den Sparvorgaben der internationalen Kreditgeber gesagt hatten, hat für lange Gesichter in den Reihen von EU-Politikern gesorgt.

Auch die Veröffentlichung einer Studie zur Schuldentragfähigkeit Griechenlands seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) am letzten Donnerstag hat in Brüssel Geschäftigkeit ausgelöst. Offenbar war man sich in Anbetracht der Schlüsse, zu denen der IWF gekommen war, darüber im Klaren, dass dieses Papier den Anteil der „Nein“-Stimmen kurz vor der Abstimmung – die Demoskopen zufolge auf Messers Schneide stände– deutlich erhöhen könnte.

Mehr lesen: Europäische Kommission: Griechenland sollte in der Eurozone bleiben Bildquelle: RT-Deutsch
In ihrem Papier waren die Experten des IWF zu dem Ergebnis gekommen, dass eine weitere Fortsetzung der Austeritätspolitik, um die in Jahrzehnten zuvor angehäuften Schulden so weit abzubauen, dass Athen wieder in die Nähe der Erfüllung der Stabilitätskriterien kommen könnte, jedwede Aussichten auf eine eigene, tragfähige Volkswirtschaft verhindern würde. Die Kreditprogramme mit Auflagen zu verknüpfen, die weitere wirtschaftliche und soziale Verwerfungen zur Folge hätten, könnte zur Folge haben, dass Griechenlands Wirtschaft dauerhaft nicht mehr auf die Beine kommt. Ähnlich hatte auch die Regierung unter Premierminister Alexis Tsipras argumentiert.

Zudem hatte der IWF angedeutet, dass eine Lockerung des Austeritätskurses, den die Troika im Laufe der vorangegangenen Jahre Athen aufgenötigt hatte, zwingend einen Schuldenschnitt erforderlich machen würde.

Während die „New York Times“ in recht weiser Voraussicht gemutmaßt hatte, dass der brisante Inhalt des Berichts „wahrscheinlich Spannungen mit den europäischen Gläubigern Griechenlands in einem kritischen Moment schüren“ werde, lobte der am Montagmorgen als Sieger im Abstimmungskampf zurückgetretene griechische Finanzminister Yanis Varoufakis diesen als „faszinierendes Lesestück“, das zeige, der IWF habe „zum ersten Mal erkannt“, dass der bisherige Kurs ins Verderben führe, und dies auch für die Gläubiger.

Mehr lesen: Die IWF Doppelstandards im Umgang mit der Schuldenkrise in der Ukraine und Griechenland
Bildquelle: RT-Deutsch
Er zeigte sich jedoch auch verwundert darüber, dass der IWF in seiner Politik so massiv von den Ergebnissen seiner eigenen Forschung abweiche. Auch die USA hatten sich in den Tagen vor dem Referendum gegen die Linie der Europäer ausgesprochen, jedwede Schuldenerleichterungen zu verweigern und aus diesem Grunde jeden Vorschlag abzuschmettern, der vonseiten der Syriza-Regierung vorgelegt wurde.

Reuters berichtete, dass Regierungen von Euro-Staaten sogar versucht hätten, die Veröffentlichung des Berichts vor dem Referendum zu verhindern. Entsprechend habe es über die Veröffentlichung und den Zeitpunkt hinter den Kulissen einen Streit zwischen IWF und Euro-Staaten gegeben. Vonseiten des IWF habe es in diesem Zusammenhang geheißen: „Die EU muss verstehen, dass nicht alles auf der Grundlage ihrer eigenen Vorstellungen entschieden werden kann“ und dass man „Fakten nicht verstecken“ könne, nur weil diese politisch genutzt werden könnten.

Prompt brachte Premierminister Alexis Tsipras denn auch am Freitag den Bericht im Rahmen einer Fernsehansprache zur Sprache, in welcher er die Bevölkerung auf ein „Nein“ zu den vorgeschlagenen Austeritätsbedingungen einstimmte, die ohnehin ausgelaufen seien, seit die Verhandlungen unterbrochen wurden und Athen einen fälligen IWF-Kredit nicht zurückgezahlt hat.

Montag, 4. November 2013

Frankreich: Schwere Ausschreitungen bei Groß-Demo

schreibt Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Ludwig XIV. lässt grüßen

zum Thema: Schuldenkrise

In der Bretagne ist es bei einer Großdemonstration gegen die Regierung Hollande zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Regierung in Paris befürchtet eine Ausweitung der Proteste.


In der Bretagne demonstrierten tausende Franzosen gegen die Politik von Francois Hollande. Sie trugen in Erinnerung an Ludwig XIV. rote Mützen. (Foto: dpa)
In Quimper ist es am Samstag bei einer Demonstration zu schweren Ausschreitungen gekommen. Etwa 30.000 Franzosen protestierten gegen die Spar- und Steuerpolitik von Präsident Francois Hollande. Mehrere wütenden Demonstranten warfen Blumentöpfe und Pflastersteine gegen die Polizei und versuchten, den Zaun zur Präfektur zu erklimmen. Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.

Viele Demonstranten trugen in Erinnerung an Ludwig XIV. rote Mützen.
In Paris herrscht Nervosität: Die Regierung fürchtet, dass der Unmut der Bevölkerung weiter eskaliert. Die Regierung kämpft gegen die hohe Arbeitslosigkeit, findet aber außer Steuererhöhungen keine Mittel.


Hollande und Merkel
Bildschirmfoto
Erst zu Beginn der Woche musste Präsident Hollande, dessen Umfragewerte auf ein historisches Tief gesunken sind, die Öko-Steuer absagen. Die Fernfahrer hatten dagegen protestiert (hier).

Im November werden an einem Wochenende keine Fußballspiele stattfinden: Die Vereine lehnen die Millionärs-Steuer ab, die nicht nur die Verbands-Funktionäre, sondern auch die Legionäre aus aller Herren Länden nicht zahlen wollen (hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


und bei Spiegel-online liest es sich so:

Unruhen in Frankreich: Wütende Bretonen randalieren bei Großdemo

Bei einer Kundgebung in der Bretagne haben sich Demonstranten und Polizei heftige Auseinandersetzungen geliefert. Zehntausende waren gegen eine Umweltsteuer auf die Straße gegangen. Einige marschierten mit Eisenstangen auf und legten Feuer.
Lesen Sie hier weiter


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «
Was passiert in Deutschland?
Nicht viel, es wird aus naheliegenden Gründen auch nicht viel berichtet.
Irgendwann wird die mächtigste Frau der Welt wieder vor ein Mikrofon treten und sagen:

  • Deutschland geht es gut
  • Deutschland hat am meisten von der Krise profitiert
  • Deutschland ist Exportweltmeister
  • Wir brauchen Wachstum, Wachstum, Wachstum.
Was mach dann der ganz normale Durchschnittsdeutsche?
Er steht auf, holt sich ein Bier aus dem Kühlschrank, sagt: "Ja wenn das so ist und es mit gut geht, warum sollte ich was dagegen tun?
Schließlich ist es die mächtigste Frau der Welt die das sagt, die wird doch nicht lügen." Und dann setzt er sich wieder hin.

Doch irgendwann wird die Zeit kommen, dann merkt auch der Letzte: "Es geht mir ja gar nicht so gut. Die hat hat mich doch die ganze Zeit belogen."
Dann wird es aber leider zu spät sein.
Die Lügnerin hat ihr Schäfchen im Trockenen, ihre Rente ist sicher, sie wird drei Kreuze machen und sagen: "Ich hab's hinter mir, jetzt kann die Sintflut kommen".
Und dann steht er ganz dumm da, der Durchschnittsdeutsche ...


Deutscher sagt:
nun muss Hollande aufpassen,dass es ihm nicht so ergeht wie einst Ludwig dem 16. Wenn die Mützen der Revolution schon aufgesetzt werden, dauert es nicht mehr lange, bis die ersten Guilotinen wieder in Betrieb genommen werden. Hollande muss nun innenpolitisch ablenken, indem er die Schuld z.B. auf die Deutschen lenkt und versucht, von Deutschland Geld einzufordern. Sonst brennt Frankreich. Ja, der Euro bringt Frieden. Aber viele wissen,dass es nicht der Euro ist, sondern das Geldsystem.

fan sagt:
Der internationale Sozialismus ist es, der die Länder ruiniert, und sich der verbleibenden Ruinen durch Ausweitung der staatlich-faschistoiden Gewalt und der Menschen bemächtigen will.
Der €uro und die EU sind das aktuelle Parade-Beispiel für das bewusste Zerstören der EU-Länder, um die geschwächten Länder über Brüssel in die Zentral-Sozialistische-Diktatur zu überführen.
Die schlimmsten aktiven Organsierten Kriminellen sind dabei für mich die Finanz-Verbrecher-Syndikate, die sich überdies die untertänige Mithilfe der nicht-gewählten und nicht-legitimierten Politiker gesichert haben.
Ich habe über 40 Jahre umfassende Kenntnisse über Frankreich und seinen Menschen – alles geht durch €uro, EU und die Sozis kaputt. Ja – Hollande und seine Ruin-Sozis müssen verschwinden, das wünsche ich den Bretonen, denen wirklich nur Schwierigkeiten über Schwierigkeiten gemacht wurden und werden..!

Korenta sagt:
Auffällig ist doch, das die bekannten Medien in TV und Papier, nie oder extrem selten darüber berichten, was denn bei unseren Nachbarn passiert. Diese massive Steuerung des Informationsflusses, sollte allen zu denken geben. Noch immer wird von “Verschwörungstheoretikern” gesprochen. Wie im deutschem Reich damals, da wollte auch niemand etwas von dem Unglück der Juden wissen. Und doch wußten es viele, der Rest hat es geahnt. Als es jedem klar wurde, war es schon längst zu spät.
In halb Europa kracht es, dass sich die Balken biegen, im Rest der EU wird den Leuten erfolgreich vorgegaukelt, das alles “ruhig” sei.
Dank DWN können wir uns aber alternative Informationsquellen suchen. Ein kritisches Auge zu bewahren, gilt auch hier. Die meißten Leute haben ihre Kritikfähigkeit und die Fähigkeit klar zu “sehen” schon längst verloren.
Das Drama nimmst seinen Lauf. Schöne neue Welt. Zu verdanken haben wir es jedem, der sich nicht traut, das System und sein Regime zu hinterfragen und zu kritisieren.
Es gibt ein chinesisches Sprichwort, das sagt:
“Nut tote Fische schwimmen mit dem Strom”…..wir haben demnach eine ökologische Katastrophe. Die meisten Menschen in Mitteleuropa sind tote Fische.
MFG
politischer Flüchtling aus Deutschland

Franz Mayr sagt:
Gutes Beispiel von Korenta: “Nut tote Fische schwimmen mit dem Strom”…..wir haben demnach eine ökologische Katastrophe. Die meisten Menschen in Mitteleuropa sind tote Fische.
Sagt alles mit wenig Worten.