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Donnerstag, 28. August 2014

USA wollen Raketenabwehr gegen Russland

RIA Novosti
Thema: Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen
MOSKAU, 27. August (RIA Novosti).
Die Nato erwägt erstmals einen Raketenschirm gegen Russland, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.
Wie das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete, gibt es in der Nato Überlegungen, die gegen potenzielle Angriffe aus dem Nahen Osten geplante Raketenabwehr auch gegen Russland auszurichten. Vor allem die baltischen Länder und Polen fordern mehr Schutz durch Raketen. Dem „Spiegel“-Bericht zufolge hat sich die Mehrheit der Nato-Mitglieder jedoch dagegen ausgesprochen.


© US Missile Defense Agency
Die Nato-Mitgliedsstaaten treffen sich in der kommenden Woche zu einem Gipfel in Wales, um angesichts des Ukraine-Konflikts den künftigen Umgang mit Russland zu erörtern. Estland, Lettland, Litauen und Polen fühlen sich wegen Russlands Vorgehen im Ukraine-Konflikt bedroht, heißt es in dem „Spiegel“-Bericht. Unterstützung hätten sie von den USA bekommen.

Wie der Sprecher der deutschen Bundesregierung Georg Streiter mitteilte, steht die Bundesregierung zu den Beschlüssen des Nato-Gipfels 2012 in Chicago, laut denen die Raketenabwehr der Nato nicht die strategische Stabilität Europas infrage stellt und sich auch nicht gegen Russland richtet.

Laut offizieller Lesart ist der Aufbau des europäischen Raketenabwehrsystems gegen Angriffe aus dem Nahen Osten bestimmt. In dem „Spiegel“-Bericht wird zudem daran erinnert, dass die Nato den Russen jahrelang versicherte, der Raketenschirm richte sich nicht gegen sie. Doch Moskau betrachtete die Äußerungen immer mit Skepsis. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete die europäische Raketenabwehr im Juli als einen Teil des offensiven Verteidigungssystems der USA.

Es ist wohl kein Zufall, dass ausgerechnet jetzt die Ausrichtung der Raketenabwehr gegen Russland diskutiert wird. Die USA könnten angesichts der Ukraine-Krise ihre Zusage zurückziehen, dass die Raketenabwehr nicht gegen Russland gerichtet ist. Zudem könnten sie damit Russland unter Druck setzen. Beim Nato-Gipfel in Wales könnten die USA darauf pochen, ein Maßnahmenpaket zu verstärkten Nato-Aktivitäten zu beschließen.

Nato: Mitglieder, Streitkräfte, Entwicklung (hier)


Dienstag, 25. März 2014

US-Abgeordnete wollen Moskau mit Raketenschild „wachrütteln“

Thema: Krim-Konflikt

Wollen sie mit „wachrütteln“ einen Krieg provozieren

US-Abgeordnete fordern die Weiter-Entwicklung des Raketenabwehrschilds in Osteuropa. So solle Russland „so richtig wachgerüttelt“ werden. Zudem sei eine Waffenlieferung an die Ukraine nicht auszuschließen.


Der zweithöchste Demokrat im Senat, Dick Durbin (re.), sagte, man könne Waffenlieferungen an die Ukraine nicht ausschließen. (Foto: dpa)
Als Reaktion auf die Krim-Krise hat ein US-Abgeordneter eine Weiterentwicklung des umstrittenen Raketenabwehrschilds in Osteuropa ins Gespräch gebracht. „Das ist die Karte, die wir meiner Meinung nach ausspielen sollten, um sie in Moskau so richtig wachzurütteln“, sagte Tom Cole, der zur republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus gehört. „Man nimmt wieder Verhandlungen mit den Polen und den Tschechen über das anti-ballistische Raketenabwehrsystem auf“, sagte er dem Sender ABC.

Auch andere amerikanische Abgeordnete sprachen sich am Sonntag für ein entschlossenes Vorgehen aus. Der Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Mike Rogers, forderte in einem NBC-Interview unter anderem die Lieferung von „defensiv ausgelegten Waffensystemen“ an die ukrainische Armee. Einzelheiten nannte er nicht. Der zweithöchste Demokrat im Senat, Dick Durbin, sagte CBS, man könne Waffenlieferungen an die Ukraine nicht ausschließen.

Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama, Tony Blinken, sagte CNN, die US-Regierung prüfe alle Bitten der Ukraine um Unterstützung. Dies gelte auch für Militärhilfe. Allerdings könne selbst diese vermutlich nicht viel an der Lage ändern. „Das sind die Fakten“, sagte Blinken dem Sender CNN. Die Unterstützung „würde vermutlich kaum die russischen Pläne ändern oder eine Invasion verhindern“.

Die USA wollen ihre Militärpräsenz am Ostrand der Nato verstärken. Vor kurzem wurden bereits Kampfjets nach Litauen verlegt (mehr hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Ami go home sagt:
Wer andauernd zündelt, könnte sich irgendwann fürchterlich die Finger verbrennen. Wie verzweifelt muss die US-Nomenklatura sein, dass sie alle Warnungen überlegter Menschen in den Wind schlägt.
Leider heisst das für uns zwischen den Fronten: Mitgefangen, mitgehangen.

Kiwi sagt:
Nicht zu fassen . Gegen den selber hervorgerufenen Terror jetzt auch das noch. Das Vorgehen passt allerdings in die Pläne.
Was Friedens-Nobel-Preisträger doch so alles möglich machen! Pfui!

time sagt:
USA wird von hochgradig Paranoiden regiert.
Weit ab von ihrem Kontinent inszenieren sie Kriege.
Wann hat Russland Kriege angefangen, ohne das es angegriffen wurde?
Wann hat Russland andere Länder mit Atombomben demokratisiert?
Amerika, schäm Dich !

Manfred Buder sagt:
Mit diesem Vorhaben der USA, wird das Kriegsspiel auf Kosten der Europäischen Union und ihrer Bürger weitergeführt. Die Krise in der Ukraine die lange von den USA geplant und herbeigeführt wurde, ist nur ein Vorwand um Moskau einzuschüchtern.

Was gab für einen Aufschrei, als Nikita Chruschtschow 1962 auf Kuba Atomraketen installieren lies und dann doch wieder nach Russland zurück verschiffte.

Die USA nimmt sich alles heraus und provoziert Russland munter weiter.

Ich denke, Putin wird und kann das nicht mehr länger hinnehmen und wird sich mit Recht dagegen wehren.

Der neuerliche kalte Krieg wurde eindeutig von den USA begonnen, das Wettrüsten beginnt aufs Neue. Die USA wollen und brauchen ein Krieg, oder wie soll man das anders sehen.

walter sagt:
USA ist in jeder Hinsicht pleite.
Sowohl ökonomisch wie auch moralisch.
http://www.youtube.com/watch?v=AhxZxL56B00