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Sonntag, 7. April 2019

Der teuerste Bundestag aller Zeiten - wie wichtig sich deutsche Politiker nehmen

Thema: Bundestag

1,04 Milliarden Euro:
Dem teuersten Bundestag aller Zeiten „droht der Kollaps“

Der wachsende Bundestag verschlingt aktuell 973 Millionen Euro Steuergelder. Wenn der Bundestag keine Obergrenze für Abgeordnete beschließt, könnten 70 Millionen nach der nächsten Wahl dazukommen, Tendenz steigend.

Die Steuerzahler finanzieren in diesem Jahr Bundestagsabgeordnete mit insgesamt 973 Millionen Euro. Durch die Ausgleichs- und Überhangmandate war die ursprüngliche Anzahl der Abgeordneten von 598 auf aktuelle 709 Sitze hochgeschnellt.

Sollte der Bundestag weiterhin wachsen und die nach einer aktuellen Umfrage mögliche Anzahl von 804 Abgeordneten erreichen, so müssten die Steuerzahler weitere 70 Millionen Euro jährlich, also insgesamt 1,04 Milliarden Euro berappen. Eine Obergrenze für Bundestagsabgeordnete gibt es nämlich aktuell nicht.

Reiner Holznagel (42), Vorsitzender des Steuerzahlerbundes fordert genau diese Obergrenze. Gegenüber „Bild“ sagt er: „Es droht der Kollaps.“

Monatelang hatten die Fraktionen unter Leitung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (76, CDU) an einer Wahlrechtsreform gearbeitet. Dabei hätten die Parteien in einer „Mini-Reform“ auf insgesamt 68 Sitze verzichten müssen. Eine Einigung konnten sie in ihrer Sitzung am 2. April jedoch nicht erzielen.

Ist Bundestag-Obergrenze im Sinne der Partei?

Das grundlegende Problem besteht darin, dass eine Verkleinerung des bereits aufgeblähten Bundestages nur von den Abgeordneten selbst beschlossen werden kann. Solange eine Regelung zur Obergrenze für Bundestagsabgeordnete nicht getroffen wird, wächst der Bundestag weiter und weiter. Doch dort fehlt es an Bereitschaft und Willen – Abstriche will keine Partei hinnehmen.

Auf eine Anfrage der „Bild“ äußerten sich Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus (50, CDU) und Andrea Nahles (48, SPD) zwei Tage nach dem Scheitern der Wahlrechtsreform zunächst nicht zur Situation. Dann teilte Michael Grosse-Brömer (58, CDU) mit, „mehrere konstruktive Vorschläge“ zur Verkleinerung des Bundestags seien „von der Opposition leider abgelehnt“ worden. Carsten Schneider (43, SPD) bemängelte, dass die Reform eine Partei „einseitig“ bevorteile.

Grünen-Geschäftsführerin Britta Haßelmann sagte: „Bislang war die Union nicht bereit, sich auf echte Lösungen einzulassen.“ FDP-Fraktionschef Christian Lindner forderte von der CDU „einen Vorschlag zu machen, der nicht nur dem Eigennutz dient“. Dietmar Bartsch (Linke) sprach von einem „Armutszeugnis für das Parlament“.
Die AfD beklagte den mangelnden Willen an einer Reform.

Darüber freuen sich die Politiker – 737.787 Euro im Jahr!

Nach Abzug der Verwaltungskosten und Gebäudemieten bleiben von den 973 Millionen Euro teuren Bläh-Bundestag laut „Bild“ Kosten in Höhe von 523,8 Millionen Euro, die nach Angaben des Steuerzahlerbundes direkt durch alle Abgeordnete verursacht werden. Im Einzelnen sind das:
  • 81,1 Mio. für Politiker-Diäten.
  • 36,8 Mio. für deren steuerfreie Kostenpauschale (u. a. Zweitwohnung, Fahrten in den Wahlkreis).
  • 253,7 Mio. für Mitarbeiter der Abgeordneten.
  • 14,4 Mio. für Dienstreisen.
  • 8,5 Mio. für Sachleistungen (u. a. Büroausstattung).
  • 2,6 Mio. für kostenlose Bahncards.
  • 9,1 Mio. an Zuschüssen für Krankheit/Pflege sowie
  • 117,6 Mio. an Fraktionsgeldern.
Unter Beachtung aller Aspekte kostet ein Abgeordneter dem Steuerzahler jedes Jahr 738.787 Euro. (sua)

„Bild“ 1,04 Mrd. Euro für teuersten Bundestag aller Zeiten

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Montag, 12. Februar 2018

Max Otte: Mit Vollgas in die Katastrophe

Thema: Finanzsystem

Max Otte:
Darum kollabiert unser Finanzsystem in Trumps erster Amtszeit
// Mission Money


Mission Money
Am 07.02.2018 veröffentlicht

Der Crash kommt! Max Otte warnt vor dem Kollaps des Geldsystems. Warum wir mit Vollgas auf eine Katastrophe zusteuern. Wir in einer DDR 2.0 leben und Deutschland ihn nur noch fassungslos macht. Warum er die AfD gewählt hat. Welche Aktien er Anlegern jetzt empfiehlt und was er vom Bitcoin hält. Alle Antworten gibt es in diesem Video.

Kategorie Bildung
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

Kommentare

iBitcoin
DER MIT ABSTAND BESTE GAST BISHER
Ohne Witz Leute, vor einigen Monaten als ich zum ersten Mal ein Video von euch gezeigt bekommen habe und euer "Die Jungs von der Mission Money sind wieder ... BACK" gesehen hab, dachte ich mir (sorry) 'Was für arrogante Deppen!'
Hab mich da in euch aber gewaltig getäuscht und es hat auch nicht lange gedauert bis ich euren Content richtig zu lieben gelernt habe. Ihr beide seid mega sympathisch, man merkt dass ihr abartig Ahnung von der Materie habt, und die Gäste die ihr regelmäßig interviewt... leck mich am Arsch! Mit wie vielen Sekretärinnen habt ihr schon geschlafen um an die ganzen Termine zu kommen???
Bitte macht noch richtig lange weiter so, und bitte bleibt so locker und so "90% Professionell" mit lustigen Blicken, ab und an wackelnder Kamera und euren DinA4 Spickzetteln. Ihr bringt mega viel Spaß in die informativen Videos.

PaulHardcastle-Fan
Das AfD Bashing von Euch fand ich nicht so besonders, gehört das hier in einen solchen Kanal ? Im Endeffekt kommt es so rüber, daß ihr indirekt den Hr. Otte kritisiert. AfD Bashing kann ich mir von früh bis spät in den Öffentlichen Rechtlichen anhören. Sorry, auch die Sarah Wagenknecht vertritt teils ähnliche Standpunkte wie Herr Otte.

Gerd S
Das wahr wohl das tiefstgründigste Interview bisher. Herr Otte war auch sehr gut aufgelegt und sehr auskunftsfreudig. Von den ganzen "populären Erklärbären" ist der Otte der sympathischste.

Max Otte
Ich war sehr gerne bei mission money zu Gast. Ihr macht einen tollen Job! Mehr von mir auf YouTube bei privatinvestor.tv, online bei www.der-privatinvestor.de und unter @maxotte_says bei Twitter.


Montag, 25. Januar 2016

Projekt Europa vor dem Kollaps?

Thema: Europa

Umfrage unter Top-Managern
Wirtschaftselite fürchtet einen Kollaps des Projekts Europa

Düstere Wolken am Horizont. Seit Tagen mehren sich die Stimmen, die für die globale Konjunktur pessimistisch eingestellt sind. Nun legt die Beratungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers) nach: Die Aussichten für die Weltwirtschaft verschlechtern sich deutlich, für Europa wird gar ein Auseinanderbrechen der Union befürchtet.

PwC befragte im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums weltweit 1409 Top-Manager aus 83 Ländern nach ihren Erwartungen für die kommenden zwölf Monate. Die Ergebnisse lassen Schlimmes befürchten: Nur noch gut ein Viertel der Firmenlenker rechnet für 2016 mit einem nennenswerten Wirtschaftswachstum. Viele Manager befürchten, dass sich die Staaten künftig wieder stärker abschotten werden.

Europa driftet auseinander

Das betrifft in erster Linie die Entwicklung in Europa. Hier zeigen sich deutliche Bewegungen hin zu souveränen Nationen mit unterschiedlichen Wirtschaftssystemen, Rechtsordnungen, Wertesystemen und Nationalbanken. Eigentlich wollte Europa zusammenrücken, strebte politische Unionen, gemeinsame Wirtschafts-, Rechts- und Wertesysteme sowie eine starke Weltbank an.

Die aktuellen Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass mehr als jeder zweite Vorstands-Chef ein Auseinanderdriften des Kontinents befürchtet: 57 Prozent der Befragten in Deutschland sehen eine gesellschaftliche Instabilität, wobei sich dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat. Hier scheint sich die öffentliche Debatte um die starke Migrationsbewegung nach Europa deutlich bemerkbar zu machen.

Deutsche Top-Manager besonders skeptisch

Zudem beurteilen die deutschen Befragten die Aussichten für ihr eigenes Unternehmen schlechter. Nur noch 28 Prozent rechnen demnach mit Wachstum, 2015 waren es noch mehr als ein Drittel. Damit sind die deutschen Konzern-Chefs skeptischer als ihre Kollegen weltweit, von denen immerhin 35 Prozent ihr Unternehmen auf Wachstumskurs sehen, etwas weniger als 2015 (39 Prozent).

Allerdings befinden sich die deutschen Chefs mit ihrer pessimistischeren Einschätzung im Einklang mit anderen wichtigen Wirtschaftsnationen. So sackte die Zuversicht in China von 36 auf 24 Prozent ab, in den USA von 46 auf 33 Prozent. Hingegen blicken vor allem Inder und Spanier deutlich optimistischer in die Zukunft.

Neue Risiken lassen Stimmung sinken

"Die Verunsicherung in den Chefetagen nimmt weiter zu", kommentierte PwC-Deutschland-Chef Norbert Winkeljohann die Ergebnisse der Studie. "Die Zunahme weltweiter politischer Krisen und Konflikte, die Entwicklung des Ölpreises, das verlangsamte Wachstum von Chinas Wirtschaft und die Herausforderungen durch Zuwanderung sind neue Risiken, die sich spürbar auf die Stimmungslage der Top-Manager ausgewirkt haben."

Politische Instabilität

Die Flüchtlingskrise ist nur einer der Faktoren, die die globale Stabilität gefährden. Die konjunkturellen Risiken sind in allen Bereichen - umweltbezogen, gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch und technologisch - in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen, warnte kürzlich auch der Welt-Risiko-Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF).

"Durch Ereignisse wie die Flüchtlingskrise und Terroranschläge in Europa ist die globale politische Instabilität so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr", sagte John Drzik vom Industrieversicherungsmakler Marsh. Das erschwere Unternehmen Entscheidungen über längerfristige Investitionen.

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) dämpft Hoffnungen auf eine stärkere Konjunktur. Die Wachstumserwartungen wurden gesenkt. China hat mit sich selbst zu tun, genauso wie die Eurozone.

Stabiler Arbeitsmarkt

Ungeachtet der wachsenden Sorgen sind die Beschäftigungsprognosen der Manager stabil geblieben. Weltweit will immer noch rund die Hälfte der Befragten ihre Belegschaft vergrößern. Nur rund ein Fünftel plant einen Stellenabbau und damit genauso viele wie 2015. In Deutschland wollen 43 Prozent der Befragten die Mitarbeiterzahl erhöhen (Vorjahr 41 Prozent). Auch die Zahl der Firmen, die ihr Personal verkleiner wollen, stieg - um fünf Prozentpunkte von 28 auf 33 Prozent.

Quelle: t-online.de

Kommentare

Betroffener
Es wird zusammenbrechen !!! Wichtig dabei ist nur, dass Diejenigen die sich gewissenlos bereichert haben genauso betroffen sind. Sie sollen ins elende Loch fallen. Von Hilfsarbeit leben und betteln gehen. Ich freue mich schon darauf auch wenn ich selbst dabei den Löffel abgeben werde!!!

jr2468
Angela Merkel wird in die Geschichte eingehen.
"Ich habe es geschafft Europa und Deutschland zu zerstören, und keiner hat mich aufgehalten dabei."

pwaktiv1
Es ist doch merkwürdig, die sogenannten Reichen, werden weiter reicher, und können das ""eigene"" stabiliesieren. Die Arbeitnehmer mussen sich strecken, und rechnen und rechnen, damit SIE über die monatlichen Runden kommen. Hinzu kommt dann für die Arbeitnehmer und für Rentner, wie auch für die Pensionäre, dass steigende Kosten - wie Krankenkassen- Beiträge, und, und, und - die Belastungen für die Haushalte sich stark bemerkbar machen. Der Mittelstand wird u. a. von der Regierung extrem belastet, und kämpft ums Überleben. Die verseuchte Euro- Rettung, wie auch nun die Aufnahme der Wirtschaftsasylanten, belasten weiter den Staatshaushalt. Aber diese Belastungen, werden ja scheibchenweise, an den Steuerzahler verkappt, weiter durch Gebühren und Zwangsabgaben weiter gereicht. Ergebnis: Die Politische Unzufriedenheit hier im Lande wird größer und größer, nur DASS, bemerken die Politiker nicht wirklich !! Die Bürger werden belogen und betrogen, doch warum wehren ""diese"" sich nicht ???

ercl
Die Idee erines vereinten Europas (besser gesagt "Vereinigte Staaten von Europa") war gut und der Beginn dieser Verwirklichung in den siebziger und achtziger des vorigen Jahrhunderts lies Gutes erwarten. Aber dann kam die Ära Kohl. Und dieser Mann hat mit seiner gewaltsamen Vergrößerung der EU alles kaputt gemach! Die Länder BRD, FRankreich und Benelux waren bereit sich einer gemeinsamen Verassung zu unterwerfen, aber Meister Kohl holte Staaten hiunzu, die wirtschaftlich und finanziell gar nicht in der Lage waren, die geforderten Maßnahmen zu erfüllen. Aber sie wurden trotzdem übernommen. Dann kam der ZUsammenbruch im Osten unds auch diese freiwerden Länder wurden mit übernommen. Das war das beginnende Ende einer guten Idee. WEr sich darüber am meisten gefreut hat und noch freut, sind die Damen und Herren in Washington.
Schade!

mandenktnach
Wer glaubt, eine Vielzahl von Staaten mit langer unterschiedlicher historischer Tradition per demokratisch wenig legitimierter und verankerter Eurokratie durch die Hintertür in ein €-Korsett pressen zu können, der muss sich nicht wundern, wenn er scheitert.


Samstag, 30. Mai 2015

Das globale Finanzsystem - wie lange noch bis zum Crash?

Thema: Finanzsystem

lupocattivoblog.com
Wie nah am Abgrund steht das globale Finanzsystem?
Posted by Maria Lourdes - 25/05/2015

Grafik: Lupocattiveblog
Der finale Kollaps wird kommen, weil die wahren Ursachen der Finanzkrise nicht beseitigt wurden. Die Finanzindustrie, die die Krise verursacht hat, ist sogar der Krisengewinner, der wieder mit gigantischen Geldsummen jongliert und im Zweifelsfall von uns gerettet wird!

Die Folgen sind volkswirtschaftliche Schadensmaximierung, die größte Insolvenzverschleppung in der Geschichte der Menschheit, Vernichtung unseres Wohlstands durch dauerhaft niedrige Zinsen sowie Enteignung unserer Ersparnisse und Lebensversicherungen, sobald das System kollabiert.

Jeder sollte daher wissen, wie er sich gegen den kommenden Crash wappnen kann. Je mehr Menschen sowohl mental als auch finanziell vorbereitet sind, desto glimpflicher wird er für uns als Gesellschaft ablaufen. Noch ist Zeit, sich vorzubereiten, aber das Zeitfenster wird kleiner.

IWF-Experte Ernst Wolff, Autor des Buches „Weltmacht IWF- Chronik eines Raubzugs“ ist der Meinung:
“…Wir befinden uns mittlerweile auf der Zielgeraden einer Strecke, die geradewegs in den Zusammenbruch des Finanzsystems führt…”


Wie nah am Abgrund steht das globale Finanzsystem? Ein Artikel von Ernst Wolff – freiberuflicher Journalist und Autor des Buches „Weltmacht IWF- Chronik eines Raubzugs“

„The big one“ ist der Begriff für das ganz große Erdbeben, das seit über einhundert Jahren in Kalifornien erwartet wird. Als „the big one“ könnte man auch den bevorstehenden und mittlerweile unausweichlichen Crash des Weltfinanzsystems bezeichnen.

Beide Ereignisse haben eines gemeinsam: Man weiß, dass sie eintreten werden, kann den Zeitpunkt des Eintritts aber nicht genau vorhersagen. Neben diesen Parallelen gibt es aber auch einen wesentlichen Unterschied: Während die Verschiebung tektonischer Platten nur von Erdbebenforschern verstanden wird, lässt sich das Finanzsystem zumindest in groben Zügen auch ohne Volkswirtschaftsstudium begreifen. Versuchen wir also, die derzeitige Situation geschichtlich einzuordnen und herauszufinden, an welchem Punkt der Entwicklung wir inzwischen angekommen sind.

Die Grundzüge unseres Finanzsystems

Unser gegenwärtiges Finanzsystem geht auf die Konferenz von Bretton Woods im Jahr 1944 zurück. Sie machte den an Gold gebundenen US-Dollar zur weltweiten Leitwährung und verschaffte den USA als stärkster Siegermacht Zugang zu allen Märkten der westlichen Welt. 1971 zwang die ausufernde Zunahme der Dollarmenge die US-Regierung, die Goldbindung des Dollars zu lösen. Eigentlich wäre seine Vorherrschaft damit beendet gewesen, doch die US-Regierung verhinderte das durch einen geschickten Schachzug: Mitte der Siebziger Jahre schloss sie ein Abkommen mit Saudi-Arabien, das die Abwicklung des gesamten globalen Ölhandels in US-Dollar festlegte. Der Deal machte die US-Währung als „Petro-Dollar“ zur international wichtigsten Reservewährung und garantierte damit die Fortsetzung ihrer weltweiten Dominanz.

Die riesigen Summen, die mit Öl – der meistgehandelten Ware der Welt – verdient wurden, landeten vor allem bei westlichen Banken und stärkten die Vormachtstellung der Wall Street und der City of London. Beide unterstützten zu Anfang der Achtziger Jahre die Wahl Ronald Reagans zum US-Präsidenten und Margaret Thatchers zur britischen Premierministerin. Reagan und Thatcher zeigten sich erkenntlich, indem sie ihre Amtszeiten zu einer Generaloffensive des Neoliberalismus nutzten – einer Politik, die sich in erster Linie an den Interessen des internationalen Finanzkapitals orientiert.

Landesweite Arbeitskämpfe wie der Fluglotsenstreik in den USA und der Bergarbeiterstreik in Großbritannien wurden niedergeschlagen, der Einfluss der Gewerkschaften zurückgedrängt. Mehrere Millionen Arbeitsplätze wurden abgebaut und im Zuge der Globalisierung in Niedriglohnländer verlegt. Während der Lebensstandard der arbeitenden Bevölkerung zu stagnieren begann, wurden den Wohlhabenden und ihren Unternehmen Steuererleichterungen und Vergünstigungen aller Art gewährt. Die fortschreitende Deregulierung des Bankenwesens führte dazu, dass die ersten Hedgefonds (Vermögensverwaltungen für Superreiche, die nicht den Einschränkungen des Bankwesens unterliegen) aus dem Boden schossen und der Finanzsektor innerhalb der Gesamtwirtschaft eine immer größere Rolle einnahm. Der Handel mit Derivaten (von der Realwirtschaft abgekoppelte Finanzprodukte, meist Wetten auf steigende oder fallende Kurse) wurde 1994 um die von der JPMorgan-Bankerin Blythe Masters erfundenen Kreditausfallversicherungen ergänzt. Das Volumen dieser vom US-Großinvestor Warren Buffett als „finanzielle Massenvernichtungswaffen“ bezeichneten Derivate explodierte förmlich und bestätigte nur vier Jahre seine Gefährlichkeit für das Weltfinanzsystem.

Der erste Schock

1998 bracht der Hedgefonds Long Term Capital Management (LTCM) im Gefolge der Währungskrise in Russland zusammen. Sein Fall machte die Folgen der Deregulierung und des hemmungslosen Einsatzes von Derivaten deutlich: Mit einem Eigenkapital von unter 10 Mrd. US-Dollar bewegte LTCM eine Summe von $ 1,25 Billionen. Da seine Pleite – vor allem wegen der Fälligkeit von Kreditausfallversicherungen – zahlreiche andere Kreditinstitute mitgerissen und so eine Kettenreaktion an den Märkten ausgelöst hätte, wurde LTCM unter der Führung der Federal Reserve of New York mit einem Bail-Out in Höhe von $ 3,6 Mrd. gerettet (wobei das Geld – im Gegensatz zu späteren Rettungsaktionen – nicht vom Staat, sondern von anderen Finanzinstitutionen kam).

Trotz aller Beteuerungen der Politik, rechtliche Vorkehrungen zu treffen, um eine solche Situation nicht noch einmal eintreten zu lassen, wurden der Finanzindustrie in den folgenden Jahren keinerlei Beschränkungen auferlegt. Im Gegenteil: 1999, nur ein Jahr nach dem Beinahe-Crash, hob die US-Regierung unter Präsident Clinton das Trennbanken-Gesetz (das kommerziellen Banken das hochriskante Investment-Banking mit Einleger-Geldern im Gefolge des Crashs von 1929 fast siebzig Jahre lang verboten hatte) auf – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Finanzwirtschaft inzwischen mächtiger als die Politik geworden war und ihr die Bedingungen, zu denen sie arbeiten wollte, diktierte.

Die Spekulationsorgie am internationalen Finanzcasino ging auf Grund der gesetzlichen Erleichterungen nicht nur weiter, sondern nahm an Fahrt auf. Internationale Großkonzerne steckten ihre Gewinne aus der Warenproduktion zunehmend in Finanzgeschäfte, weil dort schnellere und höhere Gewinne zu erzielen waren und missbrauchten die Realwirtschaft auf diese Weise als Zulieferer für die Finanzbranche. Gleichzeitig wurde das Kreditgeschäft durch die kontinuierliche Absenkung von Sicherheitsanforderungen durch die Banken ausgeweitet.

Der zweite Schock

Am ausgeprägtesten entwickelte sich dieser Trend auf dem US-Häusermarkt, wo Kredite angesichts stetig steigender Preise fast ohne Sicherheiten vergeben wurden – so lange jedenfalls, bis die Häuserpreise zu fallen begannen und der Markt fast über Nacht in sich zusammenbrach. Ausgelöst durch die diese sogenannte Subprime-Hypothekenkrise und den Zusammenbruch der Großbank Lehman Brothers im Jahre 2008 drohte – wieder einmal wegen fälliger Kreditausfallversicherungen – der Bankrott einer ganzen Reihe internationaler Finanzinstitutionen. Erneut stand der Crash des globalen Finanzsystems unmittelbar bevor.

Unter dem Vorwand, die betroffenen Geldhäuser seien „too big to fail“ („zu groß um sie zusammenbrechen zu lassen“), griffen diesmal die Regierungen der Staaten in großem Stil ein und retteten – sich über Recht und Gesetz hinwegsetzend – private Institutionen mit Hilfe öffentlicher Gelder. Allein die USA gaben unter dem Troubled Asset Relief Program (TARP) $ 245 Mrd. aus – das 68fache der Summe, mit der LTCM gerettet worden war.

Nicht nur die eingesetzten Summen waren erheblich höher als zehn Jahre zuvor. Auch die Auswirkungen dieses in letzter Minute abgewendeten Crashs gingen erheblich weiter und stellten Politik und Finanzindustrie in der Folgezeit vor drei große Probleme: Die Realwirtschaft stagnierte, die Staaten saßen auf Unmengen toxischer (wertloser) Papiere, die sie den Banken zu deren Rettung abgekauft hatten und die Banken brauchten auf Grund ihrer hohen Verluste dringend frisches Geld.

In höchster Bedrängnis folgte die Regierung in Washington dem Vorbild der japanischen Regierung und griff zu zwei Mitteln: Sie senkte die Zinsen und führte das „quantitative easing“ (nichts anderes als ein beschönigender Ausdruck für Gelddrucken) ein. Unter dem Vorwand, den Banken billiges Geld zur Weitergabe an die Realwirtschaft zur Verfügung zu stellen, um diese wieder in Gang zu bringen, druckte die US-Zentralbank Federal Reserve in den folgenden Jahren fast 4,5 Billionen US-Dollar und vergab sie zu Nahe-Null-Zinsen an die Finanzindustrie. Deren wichtigste Vertreter dachten aber gar nicht daran, das Geld in Form von Krediten an die Realwirtschaft weiterzureichen, sondern nutzten es, um sich wieder den Finanzmärkten zuzuwenden und erneut auf Spekulationsgewinne zu setzen.

Die gegenwärtige Situation

Die Folge dieser dritten Runde im internationalen Spekulationscasino: Es haben sich Blasen von nie dagewesenem Ausmaß an den Immobilienmärkten, am Aktienmarkt und vor allem am Anleihenmarkt gebildet. Das unregulierte Schattenbankwesen ist noch stärker ausgeufert und umfasst laut Schätzungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich derzeit das Neunfache des globalen Bruttoinlandsproduktes (der Summe aller weltweit produzierten Waren und erbrachten Dienstleistungen). Allein Blackrock, der 1988 gegründete und inzwischen größte Hedgefonds der Welt, bewegte 2014 mehr als 14 Billionen US-Dollar und damit fast das Vierfache des deutschen Bruttoinlandsproduktes. Zudem ist die internationale Verschuldung auf ein derzeitiges Volumen von $ 199 Billionen angewachsen. Das sind $ 57 Billionen Dollar mehr als beim Ausbruch der Finanzkrise 2007 und 112 Billionen mehr als im Jahr 2000.

Zu dieser höchst explosiven Mischung kommt der internationale Währungskrieg (das gezielte Abwerten der eigenen Währung durch Gelddrucken), an dem sich die Europäische Zentralbank (EZB) seit Anfang 2015 aktiv beteiligt. Indem sie von März 2015 bis September 2016 – und möglicherweise noch darüber hinaus – pro Tag 2 Mrd. Euro zu Nahe-Null-Zinsen an die Banken vergibt, schwächt sie gezielt den Euro und kurbelt gleichzeitig das Spekulationscasino in der Eurozone weiter an.

Doch das ist noch lange nicht alles. Auch die Probleme der seit 2010 schwelenden Eurokrise haben sich erheblich verschärft. Griechenland ist dabei nur die Spitze des Eisberges. Die wirklichen Gefahren liegen allerdings nicht in der Staatsverschuldung, sondern im Bereich der Schattenwirtschaft, in der diese Schulden über Kreditausfallversicherungen abgesichert sind. Die Höhe der Summen, um die es hier geht, kann nur geschätzt werden, aber sie dürfte sich Insidern zufolge allein im Fall Griechenland zwischen 3 und 5 Billionen US-Dollar bewegen. Ein griechischer Staatsbankrott würde das globale Finanzsystem also mit Sicherheit in den Abgrund reißen und muss daher von allen Beteiligten um jeden Preis verhindert werden – eine auf Dauer unmögliche Aufgabe angesichts eines Phänomens, das man in der Physik wohl als schwarzes Loch bezeichnen würde.

Die größte akute Gefahr für das globale Finanzsystem aber dürfte derzeit von dem am meisten aufgeblasenen Markt der Welt ausgehen – dem Anleihenmarkt. Während das Volumen des Subprime-Hypothekenmarktes, der den Beinahe-Crash von 2007/2008 auslöste, bei $1,5 Billionen lag, stehen zurzeit allein in den USA Anleihen im Werte von etwa $ 12 Billionen aus. Da Anleihen als sichere Anlage gelten und die meisten Marktteilnehmer von ihrer Wertsteigerung ausgehen, nehmen Käufer sogar extrem geringe Renditen (bisher sind Anleihen im Wert von 3 Billionen zu Negativzinsen erworben worden) in Kauf – in der Hoffnung, sie zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewinn weiterverkaufen zu können.

Was passieren kann, wenn der Wert dieser Anleihen entgegen allen Prognosen sinkt, zeigte sich Mitte Mai am deutschen Anleihenmarkt. Dort waren vermutlich Spekulanten am Werk, die durch massive Verkäufe erhebliche Turbulenzen auslösten und die EZB zum Eingreifen zwangen. Diese – zumindest vorübergehend gelungene – Rettungsaktion der EZB zeigte mit aller Deutlichkeit, an welchem Punkt das Finanzsystem inzwischen angekommen ist: Ein Platzen der Blase am Anleihenmarkt ließ sich nur dadurch verhindern, dass die Zentralbank sie noch weiter aufblies!

Die gegenwärtige Finanzsituation ist also in erster Linie dadurch charakterisiert, dass eines von zwei Hilfsmitteln – die Senkung der Zinsen zur Wiederankurbelung der Wirtschaft – nicht mehr zur Verfügung steht und das andere – das Drucken von Geld – bereits weitgehend ausgereizt ist und die Katastrophe nur noch zeitlich hinauszögern und damit langfristig verschlimmern kann. Mit anderen Worten: Wir haben das Ende eines geschichtlichen Abschnitts erreicht. Eine Umkehr ist ausgeschlossen, da die Politik nicht zur Abschreibung riesiger Schuldenberge und die Finanzaristokratie nicht zum Verzicht auf gigantische Vermögen bereit ist – beides unabdingbare Voraussetzung für einen friedlichen Reset des Systems.

Wie sich Finanzindustrie und Regierungen für den Crash wappnen

Was aber wird der Auslöser für den endgültigen Zusammenbruch des Finanzsystems sein und wann genau wird er eintreten? Es gibt zwei Gründe, warum diese Frage so schwer zu beantworten ist: Zum einen besteht eine Unzahl von Krisenherden, die als Auslöser infrage kommen und einander teilweise gegenseitig bedingen. Zum anderen aber fehlen viele wichtige Informationen, da der entscheidende Bereich der Finanzwirtschaft, nämlich das Geschäft mit Derivaten, gezielt vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen wird.

Trotzdem lassen sich mit einem einfachen Mittel zumindest annähernd Rückschlüsse auf die zeitliche Nähe der bevorstehenden Ereignisse ziehen: Man muss die Aufmerksamkeit nur auf das Tempo richten, mit dem sich Finanzindustrie und Politik sich seit einiger Zeit auf zukünftige Entwicklungen vorbereiten. So ist in fast allen Ländern in den letzten zwei Jahren die Ersetzung des Bail-Outs (der Rettung von Banken durch Steuergelder) durch das Bail-in (die Beteiligung von Sparern und Kleinanlegern an der Rettung von Banken) und damit die Enteignung einfacher Bürger (vor allem des Mittelstands) im Interesse des großen Geldes gesetzlich verankert worden.

Außerdem ist unter anderem vom IWF eine einmalige Steuer auf alle Vermögen gewissermaßen als Testballon in die öffentliche Diskussion gebracht und von keinem führenden Banker oder Politiker kritisiert worden. Man kann also davon ausgehen, dass dies im Fall des Crashs als durchaus realistische Option angesehen wird. Noch bezeichnender ist die Medienkampagne, mit der Finanzindustrie und Politik der Öffentlichkeit derzeit die Einschränkung und mögliche Abschaffung von Bargeld schmackhaft zu machen versuchen. Hintergrund ist die Zinsentwicklung, die die Finanzindustrie mittlerweile zur Einführung von Negativzinsen zwingt. Sie veranlasst die Einleger, ihre Konten zu räumen und nimmt den Banken die Möglichkeit, in Notsituationen auf diese Gelder zurückzugreifen. Es geht also nicht darum, Zahlungen zu vereinfachen oder die Schwarzgeldwäsche zu verhindern, sondern darum, durch die Abschaffung von Bargeld jederzeit Zugriff auf Bankeinlagen zu haben, um einfache Bürger im Notfall zugunsten der Finanzindustrie enteignen zu können.

Die Auslöser für den Crash: Ein Black Swan oder das Platzen einer Blase

All diese Maßnahmen belegen den Hochdruck, unter dem sich Finanzindustrie und Politik gegenwärtig auf den kommenden Crash vorbereiten. Auch wenn sich der genaue Zeitpunkt seines Eintritts sich wie im Falle von „The big one“ in Kalifornien nicht vorhersagen lässt, so kann man doch feststellen. Die Situation ist unter den gegebenen Umständen so instabil, dass ein „black swan“ (das heißt: ein unvorhergesehenes Ereignis) den Crash jederzeit auslösen kann und dass die finanziellen Mittel, ihn zu verhindern, auf eine einzige weitgehend ausgereizte Maßnahme – das Drucken von Geld – beschränkt sind. Da die Blasen an den Märkten bereits historische Höchststände erreicht haben und weitere Geldspritzen ihr Platzen nur noch wahrscheinlicher machen, kann man unter Berücksichtigung aller aufgeführten Faktoren zusammenfassend feststellen: Wir befinden uns mittlerweile auf der Zielgeraden einer Strecke, die geradewegs in den Zusammenbruch des Finanzsystems führt und an deren Ende eine Situation wartet, von der wir nur eines wissen: Dass die Welt sie in dieser Form noch nicht erlebt hat.

Weitere Artikel von Ernst Wolff: Quelle: lupocattivoblog.com


Dienstag, 1. Oktober 2013

Taumelt Obamas Amerika in den Abgrund?

Thema: USA vor Finanzkollaps 

t-online am 29.09.2013

In den USA steht der erste Stillstand der öffentlichen Verwaltung seit 17 Jahren bevor. Eine rechtzeitige Lösung im erbitterten Streit über den Bundeshaushalt zwischen Präsident Barack Obama und den oppositionellen Republikanern erschien am Sonntag kaum noch möglich.

Präsident in Not: Den USA droht der finanzielle Kollaps
(Quelle: Reuters)

Sollte es nicht doch eine Einigung in letzter Minute geben, müssen am Dienstag (1. Oktober) Hunderttausende Staatsbedienstete in einen Zwangsurlaub gehen. Nicht unbedingt notwendige Dienste und Regierungsgeschäfte wären dann lahmgelegt. Behörden, Museen und Nationalparks müssten schließen.

Parlamentskrieg um die Gesundheitsreform

Der Kollaps könnte besiegelt worden sein, als das republikanisch dominierte Repräsentantenhaus in der Nacht zum Sonntag seine Version eines Übergangsetats verabschiedete. Die Vorlage bindet die Weiterfinanzierung der Staatsgeschäfte an die Bedingung, den für Dienstag geplanten Start von Hauptteilen der Gesundheitsreform Obamas um ein Jahr zu verschieben.

Dazu zählt die Möglichkeit, sich eine Krankenversicherung über eine staatlich regulierte Internetseite auszusuchen. Vor allem der rechte Flügel der Republikaner beklagt, die Reform sei schlecht für die Konjunktur und teuer für die Bürger.
Der Führer der demokratischen Mehrheit im Senat, Harry Reid, sagte, die Gesetzesvorlage aus dem Repräsentantenhaus habe keine Chance. "Der Senat wird jeden republikanischen Versuch zurückweisen, Änderungen an der Gesundheitsreform zu erzwingen", teilte Reid mit.

"Extremisten im Kongress" 

 Selbst wenn das Übergangsbudget durch das Oberhaus käme, würde Obama es mit einem Veto abschmettern, teilte das Weiße Haus mit. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Senat am Montag die Bedingungen zur Gesundheitsreform aus dem Gesetz streicht und zum Abgeordnetenhaus zurückschickt. Das könnte jedoch viel zu spät sein, um die Lahmlegung der Verwaltung (Government Shutdown) abzuwenden.
Obama rief den Kongress zum Handeln auf. Es sei die Pflicht des Parlaments, einen Haushalt zu verabschieden. Eine Lahmlegung der Verwaltung schade der Wirtschaft, sagte er in seiner wöchentlichen Rundfunkrede. "Das amerikanische Volk hat zu hart gearbeitet, um aus der Krise zu kommen, um nun Extremisten im Kongress zuzusehen, wie sie eine weitere Krise verursachen."

Regierungssprecher Jay Carney nannte die Strategie der Republikaner "rücksichtslos und unverantwortlich". Die versuchte "Sabotage der Gesundheitsreform" sei rein ideologisch begründet und führe direkt in den Regierungsstillstand.

Am 17. Oktober droht mehr, als der Stillstand der Verwaltung 

Die USA standen in den vergangenen Jahren mehrfach vor einem Stillstand in der Verwaltung. Sie konnten ihn aber immer noch kurzfristig durch einen Kompromiss der Parteien verhindern.
Das letzte Mal wurde ein Haushalt zwischen 1995 und Januar 1996 eingefroren. Damals war Bill Clinton Präsident. Das Drama dauerte insgesamt 26 Tage. Hunderttausende Staatsbedienstete wurden unbezahlt freigestellt. Krankenversicherungs- und Sozialhilfeanträge wurden nicht bearbeitet.
Wesentlich gefährlicher als ein Stillstand der Verwaltung wäre, wenn sich der Kongress nicht auf eine Erhöhung der Schuldengrenze bis zum 17. Oktober einigt. Das Kreditlimit liegt bislang bei 16,7 Billionen Dollar (12,4 Billionen Euro) und wird laut Finanzminister Jack Lew zu dem Datum ausgeschöpft sein.
Ohne rechtzeitige Anhebung könnten die USA keinen Cent mehr ausgeben und wären praktisch bankrott. Experten sprechen für den Fall von einer ökonomischen Katastrophe.
29.09.2013, 19:11 Uhr | dpa, dpa


Kommentare


kleinerPunker
1Stefan: Ich glaube so langsam haben alle verstanden, dass es gar nicht schlimm ist Schulden zu machen. Wenn Geld fehlt kann man es drucken .... oder neue Kredite vergeben. Hauptsache die Schuldner zahlen ihre Zinsen. Rückzahlungen sind glaube ich gar nicht eingeplant ...


ichmeinedass
Nö? wieso diese Frage? es wird die Schuldengrenze weiter erhöht und Geld gedruckt. Ich meine, was interessiert die Zukunft? Nehmen Sie Detroit: gute Autostadt, solange sie gefragt war und jetzt? Es geht solange weiter, solange es weitergeht - irgend wie doch leicht zu verstehen, oder? wo also liegt das Problem? Nun, ein wenig Öl und Bodenschätze aus Nahost hätten nicht geschadet - aber es gibt ja eben alternativ die Gelddruckmaschinen... Bitte nicht weiter darüber nachdenken und weitermachen.


Ingo
Das ist doch nur eine Scheindemokratie. Die herrschende Klasse mit ihren gigantischen Vermögen schaut, dass der Staat immer schön hoch verschuldet ist. So stellen diese Leute sicher, dass die US Politiker das machen was diese Leute wollen.