Email vom 22.06.2013, 01:16 Uhr
Liebe Freundinnen und Freunde,
Dies ist womöglich die wichtigste E-Mail, die ich Ihnen je geschrieben habe.
Wissenschaftler haben einen riesigen Schwund des arktischen Meereises
festgestellt, der die Zerstörung unseres Planeten beschleunigt -- unser Klima steht auf der Kippe, doch wir KÖNNEN etwas dagegen tun, wenn wir schnell und mit vereinten Kräften handeln. Wir haben 30 Monate bis zum größten Klimagipfel aller Zeiten. Um zu gewinnen, müssen wir mit voller Kraft loslegen. Klicken Sie unten, um eine Spendenzusage zu machen und uns diesem Ziel einen Schritt näher zu bringen:
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dies ist womöglich die wichtigste E-Mail, die ich Ihnen je geschrieben habe.
Die Wissenschaftlerin Julienne Stroeve untersucht schon seit Jahrzehnten
das arktische Eis. Jeden Sommer reist sie in den Norden, um zu messen,
wieviel Eis geschmolzen ist. Sie weiß, dass der Klimawandel die
Eisschmelze rasant vorantreibt, doch auf ihrer letzten Reise wollte sie
ihren Augen nicht trauen.
Riesige arktische Eisflächen waren schlichtweg verschwunden -- ein Ausmaß, das unsere schlimmsten Befürchtungen übertroffen hat.
Davor haben die Wissenschaftler gewarnt: Durch die Erderwärmung
entstehen sogenannte “Tipping Points” -- Schwellenwerte, ab denen sich
die Erwärmung so sehr beschleunigt, dass sie außer Kontrolle gerät.
Durch die Erwärmung taut das arktische Meereis und der gigantische weiße
“Spiegel”, der die Hitze zurück ins All reflektiert, wird zerstört.
Infolgedessen erhitzen sich die Ozeane, mehr Eis schmilzt, und so geht
es immer weiter. Die Situation läuft aus dem Ruder. Schon in diesem Jahr
haben wir extreme Stürme und Temperaturen beobachtet -- Ereignisse, die
uns den Ernst der Lage vor Augen führen.
Wir KÖNNEN etwas dagegen tun, wenn wir alle zusammen mit vereinten Kräften handeln. So können wir dieses Weltuntergangsszenario
in eine inspirierende Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder verwandeln. Eine saubere, umweltfreundliche Zukunft im Einklang mit der Erde, der wir unser Leben verdanken.
Wir haben 30 Monate bis zu
dem Klimagipfel in Paris -- von dem
laut der Politiker unser Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel abhängen
wird. Die Zeit mag einem lang vorkommen -- ist sie aber nicht. Wir haben
30 Monate, um die richtigen Entscheidungsträger an die Macht zu
bringen, sie zu dem Treffen zu bewegen, ihnen einen Plan vorzuschlagen
und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Und obendrein müssen wir gegen
Ölkonzerne und jeglichen Fatalismus antreten. Wir können gewinnen, wir
müssen gewinnen, doch dazu müssen wir mit voller Kraft loslegen -- und
brauchen bis zum Klimagipfel Spendenzusagen von ein paar Euro, Dollar
oder Franken pro Woche. Wir wickeln die Spenden nur ab, wenn wir unser
Ziel erreichen. Lassen Sie uns das verwirklichen, um gemeinsam die Welt
zu schaffen, von der wir träumen:
https://secure.avaaz.org/de/30_months_de_d_357/?bviusbb&v=26180
Dem Klimawandel mit Fatalismus zu begegnen ist nicht nur zwecklos -- es ist auch inkompetent. Wir sind zwar spät dran, aber
es steht immer noch in unserer Macht, diese Katastrophe zu stoppen:
Indem wir dafür sorgen, dass unsere Volkswirtschaften von Öl und Kohle
auf andere Energiequellen umsatteln. So würde die Weltgemeinschaft
zusammenwachsen wie nie zuvor -- durch ihr Engagement und ihren
gemeinsamen Einsatz zum Schutz dieses Planeten. Avaaz wurde ins Leben
gerufen, um die Welt zu schaffen, die wir uns alle wünschen -- dies ist
eine wunderbare Chance, genau das zu tun.
Um diese Herausforderung zu bewältigen, müssen wir Mut und Hoffnung
zeigen und unsere ganze Kreativität in einen cleveren Plan stecken --
und der sieht so aus:
1. Politisch werden: Klimaschützer wählen -- 5 entscheidende
Länder halten in den nächsten 30 Monaten Wahlen ab. Sorgen wir dafür,
dass die richtigen Kandidaten die richtigen Mandate gewinnen. Avaaz ist
eine der einzigen großen, weltweit agierenden Advocacy-Organisationen,
die politisch aktiv sein können. Und da dieser Kampf auf politischer
Ebene entschieden wird, könnte es zeitweise so sein, dass nur wir oder
die Ölkonzerne entscheiden, wem unsere Politiker zuhören.
2. Hollande zum Helden machen -- Der französische Präsident
François Hollande wird beim Klimagipfel in Paris den Vorsitz haben. Dies
ist eine einflussreiche Position und wir müssen sämtliche Taktiken und
Wege ausprobieren --- über seine Freunde und Familie, seinen politischen
Wahlkreis und seine politischen Berater -- um ihn zu dem Helden zu
machen, den wir für ein erfolgreiches Gipfeltreffen brauchen.
3. Unsere Aktivitäten hochschrauben -- Das Ausmaß dieser Krise
erfordert Maßnahmen, die über die normale Kampagnenarbeit hinausgehen.
Es ist Zeit für starke, direkte, friedliche Aktionen, die die Fantasie
der Bürger wecken, moralische Dringlichkeit vermitteln und Menschen zum
Handeln anregen. So ähnlich wie die Occupy-Bewegung, zum Beispiel.
4. Keine Chance den Widersachern -- Milliardäre wie die
Koch-Brüder und ihre Ölfirmen sind die größten Widersacher im
Klimawandel. Sie finanzieren “Schrott-Wissenschaft” um uns zu verwirren,
geben Millionen für irreführende PR-Maßnahmen aus und erkaufen sich
dabei die Gunst zahlreicher Politiker. Wir müssen unter anderem durch
Enthüllungsjournalismus ihre unverantwortlichen Aktivitäten aufdecken
und ihnen entgegenwirken.
5. Den Deal definieren -- Selbst angesichts einer weltweiten
Katastrophe können 195 in einem Raum versammelte Regierungen schlichtweg
inkompetent sein. Wir müssen in qualitativ hochwertige politische
Beratung investieren, um einfallsreiche Strategien, Mechanismen und
durchdachte Kompromisse zu entwickeln. So können wir dafür sorgen, dass
bei Beginn des Gipfeltreffens eine kritische Anzahl an
Entscheidungsträgern dem Deal bereits zugestimmt hat und dass niemand
behaupten kann, es gäbe keine guten Lösungen.
Um diesen Plan mit voller Kraft anzupacken, müssen zehntausende von uns kleine Spendenzusagen machen.
Der Spendenbetrag ist dabei weniger wichtig. Was zählt ist die Entscheidung -- zu hoffen und zu handeln:
https://secure.avaaz.org/de/30_months_de_d_357/?bviusbb&v=26180
Beim letzten großen Klimagipfel in Kopenhagen im Jahr 2009 haben wir
eine entscheidende Rolle bei den deutschen und den japanischen
“Klimawahlen” gespielt, dazu beigetragen, die brasilianische Politik zu
verändern und einen großen globalen Deal zur Finanzierung zu sichern, im
Rahmen dessen reiche Länder $100 Milliarden pro Jahr zugesagt haben, um
armen Ländern dabei zu helfen, den Klimawandel zu bekämpfen. Damals
bestand Avaaz aus 3 Millionen Menschen. Nach Kopenhagen haben wir uns
überlegt, dass wir viel größer werden müssen, um die Herausforderung des
Klimawandels anzugehen. Jetzt gibt es 23 Millionen von uns und wir
wachsen jeden Monat um 1 Million.
Der Klimawandel ist ein Problem, das außergewöhnliches
gemeinschaftliches Handeln erfordert und bei dem alle Regierungen dieser
Welt zusammenarbeiten müssen. Und
Avaaz ist die ultimative Lösung,
um dieses gemeinschaftliche Handeln zu ermöglichen -- mit Millionen von
uns, aus allen Ländern dieser Welt, die einer gemeinsamen Vision folgen. Es ist Zeit, für künftige Generationen die wunderbare Welt zu schaffen, von der wir alle träumen. Los geht’s!
Mit Hoffnung und Dankbarkeit für diese wunderbare Gemeinschaft,
Ricken und das ganze Avaaz-Team
WEITERE INFORMATIONEN:
Klimawandel lässt das Polareis schmelzen (Deutsche Welle)
http://www.dw.de/klimawandel-l%C3%A4sst-das-polareis-schmelzen/a-16429185
Das Paradox der Klimaerwärmung - Deutsche müssen sich dauerhaft auf extreme Winter einstellen (Focus)
http://www.focus.de/wissen/klima/klimaprognosen/tid-28030/das-paradox-der-klimaerwaermung-deutsche-muessen-sich-dauerhaft-auf-extreme-winter-einstellen_aid_855694.html
Blick auf die “neue”Arktis? Rekordeisschmelze am Nordpol wirkt sich bis in die Tiefsee aus (Dradio.de)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2012705/
Die arktische Eisschmelze ist ein Weckruf -- und keine Geschäftsgrundlage (Grüne-Europa)
http://www.gruene-europa.de/die-arktische-eisschmelze-ist-ein-weckruf-und-keine-geschaeftsgrundlage-9572.html
Arktisches Meereis könnte in wenigen Tagen Rekordtief erreichen (Guardian) (Englisch)
http://www.guardian.co.uk/environment/2012/aug/23/arctic-sea-ice-record-low
Fünf Gründe, warum wir bis 2015 ein neues globales Klimaabkommen brauchen (Switchboard NRDC) (Englisch)
http://switchboard.nrdc.org/blogs/jschmidt/five_reasons_we_need_a_new_glo.html
Arktische Eisschmelze hat Auswirkungen auf die Wetterlage (NBC News) (Englisch)
http://science.nbcnews.com/_news/2013/05/30/18631374-arctic-sea-ice-melt-disrupts-weather-patterns?lite
Die “Todesspirale” des arktischen Eises (Slate) (Englisch)
http://www.slate.com/blogs/bad_astronomy/2013/05/28/arctic_sea_ice_global_warming_is_melting_more_ice_every_year.html
Avaaz.org ist ein weltweites
Kampagnennetzwerk mit 22 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel
gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller
Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz"
bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt
es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder
und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie
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