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Freitag, 1. September 2023

Die nächste Scholz Katastrophe! (Bürgergeld-Eklat)

Die nächste Scholz Katastrophe! (Bürgergeld-Eklat)

Aktien mit Kopf

Kommentare

Von Aktien mit Kopf angepinnt
@AktienMitKopf
600 Mio nach Brasilien, 375 Mio nach Afghanistan, hier mal paar Millionen, dort mal das Bürgergeld um Milliarden im Jahr erhöht! Wer will sich das noch antun und Leistung erbringen? Während immer mehr Menschen in Deutschland aus der Mittelschicht abrutschen, Selbstständige sich abarbeiten, wird das Geld und der Wohlstand im Ausland verteilt und denen zugeschanzt, die eh schon vom Staat leben.
@Ninoflexi1
Ampel Unglaublich, was für Kreaturen die verschiedenen Ministerposten in Deutschland besetzen. 💙
@Ninoflexi1
Ampel Die Kompetenz und Fähigkeiten, Ausbildung und bisherige Lebensleistung der aktuellen Regierenden sind schlichtweg unterirdisch. Die Tatsache, dass solche Figuren in derart hohe Ämter kommen können, zeigt doch, dass mit unserem Staatssystem vieles nicht stimmt.
@Sybille-bz
Gebt den Politdarstellern den Durchschnittslohn eines Arbeiters, ein Fahrrad mit Helm und Sicherheitsweste, keine Pöstchen in irgendwelchen Verbänden Aufsichtsräte etc. und ihr werdet sehen, wie schlagartig sich die Politik ändert !

Samstag, 15. Oktober 2022

Sehenden Auges in die Katastrophe? Wie die USA den Frieden verhindern - Sahra Wagenknecht

Sehenden Auges in die Katastrophe? Wie die USA den Frieden verhindern

13.10.2022
Die Katastrophenmeldungen reißen nicht ab. Die Inflation bricht immer neue Rekorde und viele Experten warnen inzwischen vor einer Gasmangellage mit Stromausfällen in europäischen Ländern. Noch beängstigender als die wirtschaftlichen Aussichten finde ich aber die Eskalation des Krieges in der Ukraine, wo alle Seiten inzwischen über atomare Erst- oder auch Zweitschläge diskutieren, als ging es nur um ein finsteres Computerspiel. Zwar warnt inzwischen selbst US-Präsident Biden vor einem nuklearen Armageddon - und auch Altkanzlerin Merkel warnt davor, Putins Drohungen mit dem Einsatz taktischer Atomwaffen als Bluff abzutun. Doch gleichzeitig liefert der Westen immer weitere Waffen an die Ukraine, während Präsident Selenskyi von Präventivschlägen der NATO gegen Russland faseln kann, ohne dass ihn irgendeine westliche Regierung dafür öffentlich in die Schranken weist. Was ist das alles für ein Wahnsinn? Ist es denn wirklich unmöglich, mit der russischen Führung zu verhandeln? Ich bin nach wie vor überzeugt: Dieser Krieg hätte verhindert werden können! Und er hätte bereits im März beendet werden können, als eine Verhandlungslösung bereits in greifbarer Nähe war. Und er ließe sich auch jetzt schnell beenden, wenn denn die USA zu einem Zugeständnis in der Frage eines NATO-Beitritts der Ukraine bereit wären. In meiner Wochenschau spreche ich darüber, was jetzt dringend getan werden muss, um einen diplomatischen Ausweg aus der verfahrenen Situation zu finden - denn sonst wird aus der Zeitenwende womöglich ein Zeitenende, wie es Heribert Prantl formuliert hat:

Quellen:

Spiegel: „Biden warnt vor »Armageddon«“: https://bit.ly/3MsJDJ4

Stern: „Experten: Menschen sollen sich auf Stromausfall vorbereiten“: https://bit.ly/3Vrwynk

RP Online: „Zwei Pullover und Kerzen - Schäuble gibt Tipps zur Energiekrise“: https://bit.ly/3eoR87v

RND: „Selenskyj spricht von Nato-Präventivschlägen – Kreml warnt vor ,Drittem Weltkrieg’“: https://bit.ly/3rSkVZf

Tagesspiegel: „Mobilmachung, Annexion, Atomdrohung: Putins neuer Plan für die Ukraine – die wichtigsten Fragen und Antworten“: https://bit.ly/3CWhkzu

Tagesspiegel: „,Worte ernst nehmen’: Altkanzlerin Merkel warnt davor, Putins-Drohungen als Bluff abzutun“: https://bit.ly/3Vj2yKB

RP Online: „Selenskyj fordert Präventivschlag – Kreml spricht von Ruf nach ,Drittem Weltkrieg’“: https://bit.ly/3EEqSQX

Tagesschau: „Nach atomaren Drohungen Biden warnt vor Nuklear - ,Armageddon’": https://bit.ly/3MxvGd8

Stern: „Biden: So nah am ,Armageddon’ wie seit Kuba-Krise nicht mehr“: https://bit.ly/3VnICGh

Handelsblatt: „Die Lehren der Kubakrise für den Ukraine-Krieg – so lässt sich der Weltuntergang verhindern“: https://bit.ly/3g5MjQX

NDR: Heribert Prantl: „Kommentar: Krieg in der Ukraine - Zeitenwende oder Zeitenende?“: https://bit.ly/3EECZgV

Tagesspiegel: „Dekret von Selenskyj: Ukraine verbietet Verhandlungen mit Putin“: https://bit.ly/3yAo5Vq

Zeit Online: „UN-Staaten isolieren Russland, Westen verspricht neue Waffen“: https://bit.ly/3S0pE5R

RND: „,Worüber?‘: Baerbock sieht aktuell keine Chance auf Verhandlungen mit Russland“: https://bit.ly/3CRadZf

Donald Trump: (Min. 40:45): https://bit.ly/3g6OR19

FAZ: „Verhandlungen in Doha: USA loben Gespräche mit Taliban“: https://bit.ly/3VidEzk

Focus: „Grausame Details im Fall ,Khashoggi’: Ist das ,Opfertier’ eingetroffen?: https://bit.ly/3yzFSvK

Tagesschau: "Eine ,hochproblematische’ Entscheidung": https://bit.ly/3rQY8Nl

RND: „Strack-Zimmermann: Mit Putin kann man nicht verhandeln“: https://bit.ly/3TBjFFV

Tagesschau: "Abkommen zu Getreideexporten unterzeichnet“: https://bit.ly/3rXUp0o

Deutschlandfunk: „Klaus von Dohnanyi: Die Erweiterung der NATO nach 1990 war ein Fehler“: https://bit.ly/3SY3Zwd

Süddeutsche Zeitung: „,Wir befinden uns in einer sehr, sehr gefährlichen Situation’“: https://bit.ly/3g9FcHi

NachDenkSeiten: „Jeffrey Sachs: ,Das ist ein Krieg zwischen Russland und den Vereinigten Staaten’“: https://bit.ly/3SZWPrv

Foreign Affairs: „Ukraine’s Best Chance for Peace - How Neutrality Can Bring Security - and Satisfy Both Russia and the West“: https://fam.ag/3rQWT0y

Responsible Statecraft: „Diplomacy Watch: Did Boris Johnson help stop a peace deal in Ukraine?“: https://bit.ly/3Tl9h4Y

Stern: „Bahnt sich tatsächlich ein Gespräch an? Zumindest tauschen Biden und Putin vorsichtig Signale aus“: https://bit.ly/3rUeoxi



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Kommentare

AimEukal
Ganz ihrer Meinung Frau Wagenknecht. Bitte bleiben sie stark und wir werden sie weiterhin unterstützen.
Anni R
ch bin so hin und hergerissen zwischen den ganzen Fakten. Das zeigt aber nur, dass dieses Denken in Extremen aufhören muss. Sich auf eine Seite zu schlagen und den Gegenüber zu belehren hilft leider nicht viel. Wir müssen versuchen, mit Verständnis mit unseren Mitmenschen zu reden und dann werden sie vielleicht sehen, in was für einer Lage wir wirklich sind.
Mein Bauchgefühl und mein gesunder Menschenverstand ist aber eindeutig Ihrer Meinung. Schade nur, dass sich so viele jüngere Menschen in meiner Generation eher auf die eskalierende Seite schlagen. Liegt vielleicht am Einfluss der USA und der Medien. Danke Frau Wagenknecht ❤️
Sven
Bitte bleiben Sie stark! Vielleicht sind Sie die letzte Hoffnung
diMedici
Liebe Frau Wagenknecht, Sie sind ein riesiges Licht am politischen Himmel. Bitte bleiben Sie stark! Sie geben uns soo viel Hoffnung! Sie zeigen uns, dass Menschenverstand und Kompetenz in der deutschen Politik nicht verloren sind. Sie glauben nicht, wieviele Menschen Sie an der Spitze dieses Landes sehen🙏 Sie sind das, was Deutschland gerade braucht. Mögen Sie alle Kräfte dieser Welt beschützen und weiter machen lassen🙏
R. Sch.
Tausend Dank für ihre Stimme der Vernunft
k@k☆
Liebe Frau Wagenknecht! Herzlichen Dank für Ihre kernigen Standpunkte! Merci - Sie sprechen mir aus der Seele Jedes Volk will Frieden. Wer nicht?!
Ben T.
Rational denkende Menschen sind heutzutage eine Rarität. Umso wichtiger ist es, Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Wahrheit zu danken.

Donnerstag, 18. November 2021

Rubikon - Die Katastrophe von Flug MH17

Rubikon - Die Katastrophe von Flug MH17

Der Abschuss

Die Katastrophe von Flug MH17 und der Ukraine-Konflikt müssen gemeinsam betrachtet werden.
von Stefan Korinth

Der niederländische Politikwissenschaftler Kees van der Pijl hat ein Buch zum Abschuss des Verkehrsflugzeugs MH17 im Jahr 2014 über der Ostukraine geschrieben. Zumindest könnte man das beim Blick auf Titel und Buchcover glauben. Tatsächlich spielt der Abschuss des zivilen Jets mit knapp 300 Todesopfern darin eher eine Nebenrolle. Trotzdem ist das Buch höchst empfehlenswert — enthält es doch die bislang beste Gesamtdarstellung des Ukraine-Konflikts in deutscher Sprache. Van der Pijl liefert eine umfassende Analyse, die sich jeglicher politischer Naivität enthält.


Sowohl für Russland als auch für die USA gibt es andere
Prioritäten als die Wahrheit über MH 17 zu enthüllen. Sehr schnell räumt Kees van der Pijl in seinem Buch „Der Abschuss“ mit der Hoffnung auf, in diesem Werk eine Antwort auf die seit Jahren schwelende Frage nach den Tätern zu erhalten. Die militärischen Aufklärungsdienste beider Staaten wissen zwar definitiv, wer das malaysische Linienflugzeug am 17. Juli 2014 über der Ostukraine abgeschossen hat. Jedoch behalten sie dieses Wissen für sich. Für alle anderen Aufklärer verschleierte der „Nebel des Propagandakriegs“ unmittelbar nach dem Verbrechen die entscheidenden Details.

Van der Pijl, der lange Jahre Internationale Beziehungen an der University of Sussex in Großbritannien lehrte, verweist auf das US-Militär, das am Tag des Abschusses exakt über der Region einen Satelliten positioniert hatte. Dieser ist Teil der US-Raketenabwehr und sei speziell zur Feststellung und Aufzeichnung von Raketenstarts konstruiert. Der damalige US-Außenminister John Kerry betonte drei Tage nach dem Abschuss in mehreren Fernsehinterviews, dass die USA die entscheidenden Satellitenbilder besitzen (1).

Während das US-Militär jedoch in anderen Situationen hochaufgelöste Satellitenfotos von russischen Truppenkonzentrationen an der ukrainischen Grenze veröffentlichte, warten Aufklärer auf die Bilder des MH-17-Abschusses bis heute vergeblich (2).

„Obwohl die US-Überwachung in der Lage ist, alles zu überblicken und zu wissen, was in den entferntesten Ecken und Winkeln der Welt passiert, schweigt Washington beharrlich und weigert sich, eigene Informationen herauszugeben“, schreibt van der Pijl.

Die NATO, deren AWACS-Flugzeuge ebenfalls den ukrainischen Luftraum überwachten, behauptete, MH 17 sei zum Zeitpunkt des Abschusses schon außerhalb deren Beobachtungsbereichs gewesen.

Geopolitische Überlegungen sind wichtiger

Doch auch die russische Regierung habe „eine seltsame, Misstrauen erregende Position“ bei der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Verbrechen eingenommen, schreibt der niederländische Politikwissenschaftler. Moskau legte selbst keine überzeugenden Gegenbeweise vor und überließ die Angelegenheit vor allem dem Rüstungskonzern und BUK-Raketen-Hersteller Almas-Antei sowie privaten Quellen. Van der Pijl vermutet, Russland wolle der NATO durch eine Herausgabe eigener Bilder nicht ermöglichen, Rückschlüsse über russische Radarkapazitäten zu ziehen.

Zudem habe Moskau seine eigene Unfähigkeit erkannt, die internationale Nachrichtenlage so zu beeinflussen, wie dies der Westen kann, erläutert der Autor. Diese „offenkundige Überlegenheit des Westens im Nachrichtenmanagement“ habe der MH-17-Fall deutlich dokumentiert. Klar ist letztlich: Beide Mächte hätten zwar die Möglichkeit, alle Spekulationen um MH 17 auf einen Schlag zu beseitigen, doch für sie sind geopolitische Überlegungen weitaus wichtiger als die Aufklärung des Abschusses, der womöglich hinter den Kulissen als Druckmittel eingesetzt werden kann.

Warfen westliche Akteure und Flugunfallermittler des Dutch Safety Boards (DSB) Russland gern Manipulationen an einigen vom Militär gelieferten Bildern vor, so hatten dieselben Leute kein Problem damit, dass die ukrainische Regierung solche Informationen überhaupt nicht vorlegte.

Die reguläre Luftabwehr der Ukraine war am 12. Juli, also wenige Tage vor dem Abschuss, in Alarmstufe 1 versetzt worden, unterstreicht van der Pijl. Trotzdem behauptete Kiew, dass kein ukrainisches militärisches Radar an diesem Tag aktiv gewesen sei. Dies widerspreche jedoch sämtlichen Beweisen und selbst den eigenen Befehlen, so der Wissenschaftler. Das zivile Radar der ukrainischen Flugsicherung sei übrigens ebenfalls ausgeschaltet gewesen — wegen Wartungsarbeiten.

Ukrainisches Vetorecht — ein „erstaunlicher Vorgang“

Da sich kein staatlicher Akteur mit Beweisen beteiligen will, sind Aufklärer des Verbrechens stark auf Plausibilitäten und Schlussfolgerungen angewiesen. So sei es beispielsweise ein „erstaunlicher Vorgang“ und eine „Neuheit in der modernen Luftfahrtgeschichte“, dass die Ukraine ein Vetorecht in den internationalen Strafermittlungen des Joint Investigation Teams (JIT) erhalten habe, schreibt van der Pijl. Dabei dürfte die Ukraine eigentlich nicht einmal an diesem Gremium beteiligt sein (3).

Diese Vereinbarung, nichts gegen den Willen Kiews zu veröffentlichen, sei so „dubios“, dass die niederländische Regierung die Abmachung erst Monate später öffentlich bestätigte. Die ukrainische Nachrichtenagentur Unian sah darin sogar eine Art indirektes Schuldeingeständnis. So viel Plausibilität darf sein.

Und so sei das Vetorecht zu einem beträchtlichen Teil dafür verantwortlich, dass die Ermittlungseinrichtungen bislang nur eins zu eins die Vorwürfe von einer russischen BUK als Tatwaffe wiederholten, die der ukrainische Innenminister Arsen Awakow und sein berüchtigter Mitarbeiter Anton Geraschtschenko (4) bereits unmittelbar nach dem Abschuss des Flugzeugs verbreiteten.

Auch seien die großen westlichen Medien zu keinem Zeitpunkt von dieser Version abgerückt, betont van der Pijl. „Die Mainstream-Medien schlossen die Untersuchung ab, lange bevor das offizielle Urteil veröffentlicht wurde.“ Exemplarisch erwähnt er eine vergleichende Studie der Universität Stockholm, die die Einseitigkeit von CNN in der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt belege.

Viele Probleme mit der BUK-Theorie

Ebenso erstaunlich sei, dass es in dem dicht besiedelten Abschuss- und Absturzgebiet keine Foto- oder Videoaufnahmen des sehr lauten und spektakulären Starts einer BUK-Rakete gebe. In einem „seltsamen Kontrast“ dazu existieren jedoch viele Aufnahmen eines BUK-Fahrzeugs, das, unspektakulär auf einem Anhänger stehend, in der Region umhergefahren wurde. Diese Aufnahmen sollten laut Vertretern der BUK-Version die Tatwaffe zeigen.

Van der Pijl zitiert in einem Abschnitt weitere Ungereimtheiten der BUK-Version. Eine lautet: Erfahrungsgemäß explodierten Flugzeuge bereits in der Luft, wenn sie von einer BUK getroffen werden – so etwa die Siberia-Maschine, die im Jahr 2001 bei einem ukrainischen Militärmanöver versehentlich abgeschossen wurde oder auch die zehn russischen Kampfflugzeuge, die während des Georgienkrieges im Jahr 2008 durch georgische BUK getroffen wurden. Das Trümmerbild der MH 17 hingegen passe laut Experten wie dem früheren NVA-Offizier Bernd Biedermann oder dem ehemaligen ukrainische Luftwaffenoberst Sergej Balabanow nicht zu einem BUK-Treffer.

Gegenüber Augenzeugenberichten beider Seiten sollte man immer skeptisch sein, betont der Buchautor. Physikalische Beweise dürften hingegen nicht ignoriert werden. Die offiziellen Untersuchungsberichte sind van der Pijl zufolge jedoch „profan“ und lückenhaft. Der Niederländer befasst sich knapp mit den Lücken dieser Berichte und fasst in seinem Buch auch weitere Hypothesen über mögliche Täter und Tatwaffen zusammen, ohne sich eine davon zu eigen zu machen (5).

Dritter Kalter Krieg

Hauptgegenstand in Kees van der Pijls 358 Seiten starken Buch ist allerdings nicht der Abschuss der Maschine, sondern die umfassende Darstellung und Analyse des Ukraine-Konflikts. Dazu gehören beispielsweise dessen Vorgeschichte und die Interessen der Hauptakteure. Diese Rahmenbetrachtung ist für die Aufklärung des Abschusses durchaus wichtig, denn sie hilft, auch die Ereignisse um MH 17 besser zu verstehen und die Motive der Täter zu identifizieren. Oder mit van der Pijls Begriffen: Es gehe darum, die geopolitische Makro-Struktur des Konflikts mit der Mikro-Struktur des Abschusses von Flug MH 17 zu verbinden.

Der Politikwissenschaftler unterteilt den Kalten Krieg in drei Phasen, wobei diese Auseinandersetzung zwischen West und Ost faktisch bis heute anhält. Die aktuelle Phase ähnelt der zweiten Phase des Kalten Kriegs, die etwa Anfang der 1970er Jahre begann, erklärt er. Der politische Liberalismus wurde von da an radikal dem Markt untergeordnet. Getrieben vom westlichen spekulativen Kapital hielt die Marktlogik auch in geschützten Bereichen Einzug. Innerstaatliche Kompromisse der Nachkriegsordnung — etwa mit Gewerkschaften — wurden genauso aufgekündigt wie internationale Kompromisse.

„Eine nach der anderen wurden die Kräfte, die als gegen das Kapital und den Westen gerichtet galten, angegriffen. Ein langwieriger Prozess des Zurückdrängens von (quasi-)sozialistischen oder anderweitig unabhängigen Regimen in der Dritten Welt wurde begonnen.“

Der Faschismus wurde für viele „Drittweltstaaten“ von Brasilien über Indonesien bis Chile wieder eine sehr reale Option, schreibt der Wissenschaftler. Die USA waren ab dieser zweiten Phase nicht mehr bereit, der Sowjetunion ihre Souveränität zuzugestehen, und sie versuchten, die wirtschaftliche Entspannung zwischen ihr und Westeuropa zu zerstören. Ziel war der Machtwechsel in Moskau. Und genau so sei es auch heute wieder.

„Gerade so wie Gorbatschow gezwungen worden war, 1991 die Kapitulationsurkunde zu unterzeichnen, zielt die derzeitige Kampagne des Westens gegen ‚Putin‘ auf eine komplette Unterwerfung Russlands, das heißt auf einen pro-westlichen Regime Change in Moskau.“
Aggressive Sondierungen und transatlantische Protektorate

Michail Gorbatschow wurde im Juli 1991 auf dem G7-Gipfel in London mitgeteilt, dass er unverzüglich eine radikale Schocktherapie in seinem Land einzuleiten habe. Diese westlichen ökonomischen Prioritäten machten Russland zu einem „sozialen Notstandsgebiet“. Van der Pijl spricht von einem „neoliberalen Blitzkrieg“. Der Aufstieg Wladimir Putins um die Jahrtausendwende resultierte letztlich aus diesem räuberischen Kapitalismus und Ausverkauf des Landes.

Der Widerstand Putins und des widererstarkten Russlands führte zu aggressiven Sondierungen von NATO und EU im postsowjetischen Raum. Die NATO charakterisiert van der Pijl als „militärischen Arm des westlichen Globalisierungs-Kapitalismus“. Die „östliche Partnerschaft“ der EU sollte seiner Ansicht nach vor allem Moskaus Projekt der eurasischen Zollunion hintertreiben. Auch wenn die östliche Partnerschaft offiziell eine EU-Initiative war, schreibt er, so war es doch „ein atlantisches Unternehmen“, bei dem die EU lediglich Subunternehmerin war. Die Ukraine wurde zum Hauptziel Washingtons.

Für die Ukraine selbst war das nie eine gute Nachricht. Das westliche Angebot hatte nicht die Interessen des Landes und seiner Bevölkerung im Auge, sondern wollte aus der Ukraine ein „nordatlantisches Protektorat“ machen. Es ging einerseits darum, die Ukraine zum militärischen Nachteil Moskaus in die NATO-Strukturen zu integrieren. US-Außenministerin Madeleine Albright hatte dies bereits im Jahr 2000 genauso erklärt, wie Victoria Nulands Vorgängerin Elissa Slotkin im Jahr 2007.

EU-Freihandelsabkommen zerstört ukrainische Wirtschaft

Während des Maidan erklärte NATO-Generalsekretär Rasmussen, dass der Assoziierungsvertrag mit der Ukraine einen großen Impuls für die „euro-atlantische Sicherheit“ darstelle. Es traf sich dabei gut, dass ukrainische Nationalisten bereits seit Zeiten des Kalten Kriegs eng mit der NATO verflochten waren — beide Gruppierungen teilten dieselben antikommunistischen und antirussischen Ziele.

Andererseits ging es aber auch darum, die Ukraine zu einem wirtschaftlichen Protektorat des Westens zu machen: Das EU-Assoziierungsabkommen sah nur eine begrenzte Souveränität für das Land vor, denn es machte Reformen nach westlich-neoliberalem Vorbild zur Vorbedingung und sollte den ukrainischen Markt vollständig dem Zugriff westlicher Konzerne öffnen. Die Ukraine sollte bestenfalls Lieferant für Primärrohstoffe werden.

Die höher entwickelten Teile der ukrainischen Industrie, die vor allem nach Russland exportierten, wären durch das Freihandelsabkommen mit der EU höchstwahrscheinlich zerstört worden, schreibt der Autor. Genauso kam es nur wenige Jahre später, als die neue ukrainische Regierung das Abkommen durchwinkte. Die Wirtschaft schrumpfte durch das Wegbrechen Russlands als Absatzmarkt extrem, die Inflation stieg stark an. Ganz zu schweigen von den sozialen Verwerfungen, die die vom IWF geforderten Reformen — Kürzungen der Renten, des Mindestlohns und des staatlichen Bildungsbudgets, Erhöhung der Tarife für Strom, Wasser, Gas, öffentlichen Nahverkehr und Abschaffung des Kindergeldes — erzeugten.

Auch die innerukrainische Konfliktebene ist wichtig

Die Ukraine war und ist jedoch nicht einfach nur ein Spielball der Großmächte, sondern es gibt Akteure in dem Land, die eigene Interessen verfolgen und immer auch versuchen, die Großmächte gegeneinander auszuspielen und für sich zu instrumentalisieren.

Van der Pijl leistet in diesem Buch etwas, dass viele Analytiker des Ukraine-Konflikts vernachlässigen: Er wirft einen dezidierten Blick auf die innerukrainische Konfliktlage, genauer gesagt auf die Interessen der verschiedenen Oligarchen-Fraktionen in dem Land. Keiner dieser mächtigen Polit- und Wirtschaftsbosse, die Dutzende Abgeordnete kontrollieren und heute zum Teil auch als Warlords mit eigenen Kampfbataillonen agieren, denkt daran, sich aus dem Ausland einfach so steuern zu lassen.

Jeder von ihnen verfolgt zuallererst eine eigene Agenda. Das galt bereits für den vermeintlich „pro-russischen“ Viktor Janukowitsch, der vor allem seine und die Interessen des Donezker Oligarchenclans im Auge hatte. Genauso verfolgten auch die jetzigen Machthaber in Kiew schon immer eigene Herrschafts- und Finanzinteressen, auch als sie sich aufseiten des Maidan stellten. Petro Poroschenkos Milliardenvermögen etwa sei allein im ersten Jahr seiner Präsidentschaft um 85 Prozent gewachsen. Die Bedürfnisse der ukrainischen Bevölkerung sind den Oligarchen hingegen egal. Mit dem Maidan sollte sich das eigentlich ändern — zumindest behaupteten das interessierte Leitmedien und Politiker immer wieder.

USA orchestrierten Maidan-Putsch

Zum Maidan selbst findet Kees van der Pijl deutliche Worte. Ihm zufolge war es ein US-geführter Putsch. Die Vereinigten Staaten hatten den Coup vorbereitet, in die Wege geleitet und dirigiert. Victoria Nuland, damals Staatssekretärin des US-Außenministeriums, wurde zur „Inspizientin des Staatsstreichs“ (6).

Auf den Massenmord an Maidankämpfern und Polizisten am 20. Februar 2014 durch Heckenschützen gingen westliche Institutionen bis heute nicht näher ein, kritisiert der Autor. In der Regel legen sie nur nahe, dass Janukowitschs Spezialpolizei die Menschen erschossen habe. Van der Pijl verweist auf die einzig valide, im Westen aber sonst gern ignorierte Studie des kanadischen Forschers Ivan Katchanovski. Dieser lokalisierte die Herkunft der meisten tödlichen Schüsse in Gebäuden unter Kontrolle der Maidanbewegung. Katchanovski zufolge war das Massaker eine „Operation unter falscher Flagge“, um die ukrainische Regierung und Präsident Janukowitsch zu stürzen.

Europäische Außenminister, darunter auch Frank-Walter Steinmeier, handelten noch in der Nacht nach den Schüssen mit Janukowitsch und der ukrainischen Opposition eine friedliche Übergangslösung aus. Während Janukowitsch vom russischen Präsidenten Wladimir Putin überzeugt wurde, zu unterschreiben, waren US-Vertreter bei der Kompromissfindung nicht dabei. Sie arrangierten stattdessen den Putsch, in dem sie die gewaltbereiten rechtsradikalen Maidankämpfer auf der Straße zur Aktion trieben, schreibt der niederländische Politikwissenschaftler.

Pikanterweise fand das entscheidende Planungstreffen dazu laut van der Pijl in der deutschen Botschaft statt.

„Bevor also Außenminister Steinmeier die Verhandlungen mit Janukowitsch begann, hatte sein Botschafter ein Treffen geleitet, an dem US-Botschafter Pyatt und andere NATO-Diplomaten teilnahmen und bei dem Andrij Parubij, der Kopf des bewaffneten Aufstandes, ebenfalls anwesend war.“

Zahlreiche Schusswaffen aus geplünderten Arsenalen in der Westukraine waren von Maidankämpfern nach Kiew transportiert worden. Parubij drohte bei dem Treffen, sie einzusetzen, wenn Janukowitsch nicht sofort entfernt werde. Tatsächlich lehnte der radikalisierte Maidan tags darauf die Verhandlungslösung ab und setzte Janukowitsch ein Ultimatum bis zum nächsten Morgen. Als die Polizisten sich wegen des Abkommens und der Schusswaffen der Gegenseite am 21. Februar aus dem Regierungsviertel zurückgezogen hatten, floh Janukowitsch. Die Maidankämpfer besetzten am Morgen des 22. Februar dessen Amtssitz und das Parlament.

Victoria Nuland und das Täterwissen

Die bereits erwähnte Victoria Nuland war es, die das berühmte „Fuck the EU“-Telefonat mit US-Botschafter Geoffrey Pyatt führte. In diesem abgehörten Gespräch berieten die beiden, wer der neue Regierungschef der Ukraine werden sollte. Besonders brisant dabei ist jedoch, dass das Telefonat spätestens am 4. Februar stattgefunden hatte (7). Da der gewalttätige Machtwechsel zu diesem Zeitpunkt noch gut zweieinhalb Wochen in der Zukunft lag und sich auch noch in keinster Weise abzeichnete, muss man hier von Vorwissen der beiden US-Offiziellen ausgehen. Auch dies unterstützt van der Pijls These vom geplanten US-Putsch.

Der Politikwissenschaftler betont hierbei auch einen weiteren Aspekt, der sonst gern vergessen wird: Mit dem Maidan-Putsch brachen die USA das Budapester Memorandum. Dieses Abkommen aus dem Jahr 1994 wird im Westen gern erwähnt, um Russlands Vertragsverletzung zu betonen. Mit dem Anschluss der Krim an die Russländische Föderation habe Moskau die Staatsgrenzen der Ukraine missachtet, die es ihr in dem Memorandum noch garantierte, heißt es dann.

In dem Vertrag ging es neben den Grenzen jedoch auch um die Souveränität und die politische Unabhängigkeit der Ukraine. All das garantierten auch Großbritannien und die USA. Doch wenn US-Offizielle einen Putsch gegen die demokratisch gewählte Staatsführung anzetteln und vorher bereits besprechen, wen sie als künftigen Statthalter einsetzen, dann kann von Achtung vor Unabhängigkeit und Souveränität der Ukrainer keine Rede sein (8).

Verfassungswidrig setzten pro-westliche Parlamentarier Janukowitsch noch am 22. Februar als Präsidenten ab und lösten zwei Tage später ebenso verfassungswidrig das oberste Gericht des Landes auf.

„Sowohl Brüssel als auch Washington erkannten prompt die neue Regierung an, als ob eine reguläre Regierungsumbildung stattgefunden hätte.“
Schlüsselfigur Andrij Parubij

Für Kees van der Pijl ist der ukrainische Rechtsaußenpolitiker Andrij Parubij die ukrainische Schlüsselfigur des Konflikts. Er bezeichnet Parubij als „Faschisten“, der als militärischer Kommandant des Maidan nicht nur für die tödlichen Schüsse vom 18. und 20. Februar 2014 in Kiew, sondern als Organisator auch für die Massaker von Odessa und Mariupol verantwortlich war. Und an dieser Stelle kommt MH 17 wieder ins Spiel.

Parubij, der erst kürzlich Adolf Hitler als großen Verfechter direkter Demokratie bezeichnete, wurde nach dem Staatsstreich im Februar 2014 Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine. In diese Zeit fielen nicht nur die oben genannten Massenmorde und der Beginn des ukrainischen Militärangriffs auf die Zivilbevölkerung des Donbass, sondern auch der Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs. Drei Wochen danach trat Parubij zurück.

Kees van der Pijl vermutet, es könne sich hierbei um einen Deal hinter den Kulissen gehandelt haben, bei dem Parubij von dieser Schlüsselposition für Geheimdienst und Militär entfernt wurde und die Ukraine dafür das Vetorecht in den Untersuchungen erhalten habe, um sich schadlos zu halten. Der Wissenschaftler schreibt:

„Wenn wir diejenigen identifizieren wollen, die potentiell in Massenmorde wie den Abschuss von MH 17 verwickelt sein könnten, würden sicherlich jene ins Bild passen, die das Massaker vom 2. Mai 2014 in Odessa geplant hatten und verantwortlich dafür waren, was in Mariupol am 9. Mai passierte, falls weitere Beweise nach den Schüssen auf dem Maidan überhaupt noch notwendig sein sollten.“

Da hierzulande umfassend über die russische Schuld am Abschuss diskutiert wurde, ist es durchaus interessant, auch einmal mögliche Motive ukrainischer Tatverdächtiger durchzugehen. Van der Pijl hält es für denkbar, dass ukrainische Akteure Russland direkt in den ostukrainischen Krieg hineinziehen wollten, um dann umso einfacher auch eine NATO-Intervention herbeizuführen. Dies hatten die Putsch-Kräfte schon zuvor mehrmals unter anderem mit Meldungen von vermeintlich russischen Invasionen versucht.

Die „Putschregierung in Kiew“ habe bei vielen Gelegenheiten demonstriert, „dass ihr faschistisches Erbe sehr lebendig ist“, schreibt van der Pijl. Kiew habe Gelegenheit, Fähigkeit und Motiv für einen Abschuss gehabt.

Sachlichkeit statt Freiheitspathos

Alle Schlussfolgerungen des Buches können hier nicht widergegeben; sämtliche Themenfelder an dieser Stelle nicht zusammengefasst werden. Kees van der Pijl hat ein Buch geschrieben, das umfassend über Hintergründe und Vorgänge des Ukraine-Konflikts informiert. Schade nur, dass Titel und Cover die Arbeit zu sehr auf den Flugzeugabschuss verengen. Das Buch leistet weitaus mehr.

Der Autor beleuchtet einige Aspekte, die in vielen Analysen zum Ukraine-Konflikt unterbelichtet bleiben. Sein Verdienst ist es zudem, auch die Informationen zu berücksichtigen, die von westlichen Leitmedien aus politischen Gründen ignoriert werden. Besonders wohltuend: Im Gegensatz zu so manchem deutschen Intellektuellen, der vom Maidan geradezu euphorisiert erscheint, setzt der niederländische Politikwissenschaftler auf nüchtern-kritische Analyse statt auf Anti-Putin-Erregung und naives Freiheitspathos. Gut fünf Jahre nach dem Maidan sollte sich van der Pijls Herangehensweise endlich allgemein durchsetzen.


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Kees van der Pijl: Der Abschuss. Flug MH17, die Ukraine und der neue Kalte Krieg. Papyrossa, 358 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-89438-649-8.
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Der niederländische Politikwissenschaftler Kees van der Pijl. Foto: Universität Leiden.

Quellen und Anmerkungen:

(1) Der Leiter des Dutch Safety Boards (DSB) Tjibbe Joustra durfte die US-Satellitenbilder nach eigener Aussage unter der Bedingung der Geheimhaltung einsehen. Das DSB ist für die Flugunfalluntersuchung verantwortlich gewesen. Die zweite Ermittlungseinrichtung – das Joint Investigation Team (JIT) – ist für die Strafuntersuchung des Falls zuständig.
(2) Auch US-Präsident Donald Trump, auf den manche ihre Hoffnungen in diesem Fall setzten, gab die Satellitenbilder bislang nicht heraus. Eine internationale Gruppe von Juristen, Wissenschaftlern und Militärexperten hatte ihn Ende 2016 kurz nach seiner Wahl in einem offenen Brief zur Freigabe der Fotos aufgefordert.
(3) Im JIT haben sich die Staaten zusammengefunden, die Bürger bei dem Absturz verloren haben. Es starb jedoch kein ukrainischer Staatsbürger bei der Flugzeugkatastrophe. Zudem steht das JIT unter Aufsicht der EU-Einrichtung Eurojust, in der die Ukraine ebenfalls nicht Mitglied ist.
(4) Geraschtschenko ist beteiligt an dem rechtsradikalen Projekt „Mirotworez“, das unter anderem eine Liste mit sogenannten „Feinden der Ukraine“ betreibt, in der die Betroffenen namentlich mit allen möglichen persönlichen Daten veröffentlicht werden. Mehre kritische Journalisten in der Ukraine wurden bereits ermordet, kurz nachdem ihre Adresse in der Mirotworez-Liste auftauchte. Laut van der Pijl konnte ein unabhängiges Hacker-Kollektiv auch die Einbindung der NATO in das Projekt nachweisen.
(5) Wer an diesen Details näheres Interesse hat, sollte in das Büchlein von Bernd Biedermann und Wolfgang Kerner schauen, in dem die beiden früheren NVA-Offiziere der Flugabwehr-Raketentruppen den Abschuss und die folgenden Ermittlungsversuche chronologisch dokumentieren: „Absturz der MH-17: Auf der Suche nach der Wahrheit“, Helios 2018.
(6) Victoria Nuland und ihr Ehemann Paul Kagan sind Mitbegründer des „Project For A New American Century“. Beide sind laut van der Pijl Teil eines transatlantischen „neokonservativen Klüngels“, zu dem auch der damalige polnische Außenminister Radoslaw Sikorski oder Carl Bildt, früherer schwedischer Außenminister und neoliberaler Erzfeind Olof Palmes, gehören. Zu diesem Kreis ließe sich sicherlich auch der CDU-Mann Elmar Brok zählen, den die Bild-Zeitung während des Euromaidan als „Brüssels heimlichen Strippenzieher in Kiew“ bezeichnete. Diese europäischen Politiker sind während und nach dem Maidan immer wieder mit scharfen anti-russischen Statements aufgefallen.
(7) Das abgehörte Gespräch wurde am 4. Februar 2014 bei YouTube veröffentlicht – kann also auch bereits einen oder mehrere Tage zuvor geführt worden sein.
(8) Dies gilt besonders, wenn man zusätzlich noch die massiven finanziellen Interventionen zur „Demokratieförderung“ in der Ukraine durch die USA und die EU mitbedenkt. Hierzu zählen nicht nur die berühmten fünf Milliarden US-Dollar seit 1991, von denen Victoria Nuland im Dezember 2013 sprach, und die vor allem pro-westlichen und russlandkritischen Organisationen zugutekamen. Dazu kommen auch direkte und indirekte Zahlungen der EU, etwa durch den European Endowment for Democracy (EED), die sich insgesamt mindestens im dreistelligen Millionenbereich bewegen. Einzelne EU-Staaten wie Großbritannien und die Niederlande initiierten zusätzlich PR-Kampagnen in der Ukraine für das Assoziierungsabkommen, für den Euromaidan und für maidannahe Bürgersender, schreibt van der Pijl. Zahlreiche westliche Politiker wie John McCain, Guy Verhofstadt, Frans Timmermans, Guido Westerwelle und andere spornten die Menschen auf dem Maidan zum Kampf gegen Janukowitsch an. Der kanadische Botschafter hatte der Swoboda-Kampfeinheit C14 laut van der Pijl sogar erlaubt, die kanadische Botschaft als Basis zu nutzen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte zuvor den Maidananführer Vitali Klitschko und seine kleine Partei massiv gefördert. Nach Poroschenkos Wahl zum ukrainischen Präsidenten habe sich dieser regelmäßig alle zwei Wochen mit US-Botschafter Pyatt getroffen, um politische Maßnahmen und Personalfragen zu besprechen. Auch der antirussische Oligarch, Finanzspekulant und Putschfinanzier George Soros ließ im März 2014 mehrere ukrainische Minister in Kiew zum Rapport antreten. All dies zeigt, wie stark westliche Machteliten in die politische Souveränität der Ukraine eingriffen.



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Stefan Korinth Stefan Korinth, Jahrgang 1983, ist freiberuflicher Journalist. Er lebt und arbeitet als Autor und Redakteur in Hannover. Dort studierte er Politikwissenschaften und Soziologie. Für seine Abschlussarbeit forschte er in der Ukraine. Seine journalistischen Arbeitsschwerpunkte sind politische und historische Themen sowie der Ukraine-Konflikt.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen am 10.11.2018 bei:Rubikon-News

Donnerstag, 10. Januar 2019

Ist das denn jetzt der Klimawandel? Hat das auch mit CO2 zu tun?

Thema: Wetterchaos

Winter zwischen Sturm und Schnee
Ganz Europa versinkt im Wetter-Chaos

Katastrophenalarm, geschlossene Schulen, Schnee auf der Akropolis und ein unter Wasser gesetzter Hamburger St.-Pauli-Fischmarkt – das Wetter in Europa spielt derzeit verrückt.

In Europa hält der Winter Einzug – und löst durch Sturm und Schneemassen teils grosses Chaos aus. So hatten die Menschen im südlichen Bayern und in Österreich mit einem der schneereichsten Wochenenden der vergangenen Jahre zu kämpfen. Auch am Montag hatten die Schneemassen im regionalen Zugverkehr in Bayern noch zahlreiche Verspätungen und Ausfälle verursacht. Um die Aufräumarbeiten besser koordinieren zu können, rief das Landratsamt Miesbach sogar den Katastrophenfall aus.

Nun blickt man mit Bangen auf die Entwicklung der nächsten Tage. Der Schneefall im Süden Bayerns werde sich spätestens in der Nacht zum Mittwoch wieder intensivieren, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Schüler können sich freuen: Vielerorts in Südbayern ist die ganze Woche schulfrei.

Sturm Benjamin überflutet St.-Pauli-Fischmarkt

Am Dienstag wurden Teile der deutschen Nordseeküste und Hamburg von einer Sturmflut heimgesucht. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab eine entsprechende Warnung heraus, Grund ist das Sturmtief «Benjamin».

So wurde in der Hansestadt Hamburg ab dem späten Nachmittag Teile des St.-Pauli-Fischmarkts von der Elbe überflutet. Gemäss Medienberichten ist der Scheitel nach 17.30 Uhr mit 2,08 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht worden. Damit war der Fischmarkt vorübergehend bis zu einem halben Meter unter Wasser.

Suche nach Containern der «MSC Zoe» unterbrochen

Das schlechte Wetter über der Nordsee behinderte in den Niederlanden die Suche nach Containern der «MSC Zoe». Der knapp 400 Meter lange Mega-Frachter «MSC Zoe» hatte vor gut einer Woche in einem Sturm zahlreiche Container verloren, darunter auch zwei mit Gefahrgut.

Sogar Schnee auf der Akropolis

Auch in Griechenland ist der Winter eingekehrt: Dort wurde am Dienstag wegen Schneefall der Verkehr in zahlreichen Regionen Mittel- und Südgriechenlands lahmgelegt. Sogar auf der Akropolis von Athen lag am frühen Morgen eine hauchdünne Schneedecke. Diese aber schmolz rasch mit dem ersten Tageslicht, wie das griechische Fernsehen zeigte.

Die wichtigste Nord-Süd-Autobahn zwischen Athen und Thessaloniki musste von der Polizei wegen vereister Fahrbahn an zwei Stellen gesperrt werden. Die meisten Schulen des Landes blieben geschlossen. Die Städte öffneten beheizte Räume, wo Obdachlose Zuflucht suchen können. Mit einer Wetterbesserung rechnete das Wetteramt am Donnerstag.

In der Schweiz hat während der vergangenen Tage ebenfalls der Winter Einzug gehalten – und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Entlang der Berge wird es in der Wochenmitte zu starkem Schneefall bis zu einem halben Meter kommen, während im Flachland mit Schneeschauern gerechnet werden muss. (rab/sda/afp)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Mittwoch, 13. April 2016

change.org - Mein Sohn Christian

Hallo liebe Leser,
das Verfahren gegen die Verantwortlichen der Loveparade-Katastrophe wurde eingestellt. Ohne Aufklärung des Falls. Für Gabi Müller, Mutter eines der Opfer, ist die Öffentlichkeit die letzte Chance:

Für meinen Sohn Christian: Eröffnen Sie das #Loveparade-Strafverfahren gegen die Verantwortlichen

Gabi Müller
Deutschland
Am 24. Juli 2010 wurde mein Leben aus den Fugen gerissen. An diesem verhängnisvollen Sommertag ist uns unser einziger Sohn Christian genommen worden. Er starb im Gedränge an der Rampe, die zum Loveparade-Gelände führte. Christian wollte einen schönen Tag mit Freunden verbringen und dann war er tot. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke und der Schmerz mir fast den Atem nimmt.
Weil die Verantwortlichen gravierende Planungsfehler machten und die Besucherströme zur Loveparade fehlleiteten, kam es zu einer der größten Katastrophen, vielleicht sogar der größten - in Deutschland. Damals starben 21 Menschen, 652 Menschen wurden verletzt. Sie kamen weder vor noch zurück, waren gefangen in einem Engpass, in die immer mehr Menschen strömten. Sie wurden zerquetscht, überrannt und ihre Körper in Panik zertrampelt. Es ist für mich unerträglich, mir die Hilflosigkeit und blanke Angst meines Sohnes und der vielen anderen Opfer in diesen letzten Minuten ihres Lebens vorzustellen.
Als ich die Nachricht bekam, dass der Prozess gegen 10 Verantwortliche eingestellt wird, war das für mich, als wäre mein Sohn ein zweites Mal gestorben. Die Richter sagen, dass es nicht genügend Beweise gebe. Nach 6 Jahren Ermittlungen. Nachdem ein renommierter Panikforscher in einem Gutachten zu dem Schluss gelangte, dass die Katastrophe für die Planer der Party vorhersehbar und vermeidbar gewesen sei. Für meine Anwälte ist das eine Bankrotterklärung der Justiz, denn bis heute ist keiner der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden.
Nun muss das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden, ob das Verfahren wieder aufgenommen wird. Das bin ich Christian schuldig!
Bitte helfen Sie mir, an die Düsseldorfer Richter zu appellieren, den sinnlosen Tod meinen Sohnes und der anderen Betroffenen in einem Strafverfahren aufzuklären. Nur so werden die Angehörigen aller Opfer je erfahren, wie es zu der Katastrophe kommen konnte.
Ich habe meinem Kind versprochen, dass ihm wenigstens Gerechtigkeit widerfährt. Bisher ist es das einzige Versprechen meinem Sohn gegenüber, das ich nicht halten konnte. Alles, was ich Christian im Leben versprochen hatte, habe ich immer gehalten.

Bitte helfen Sie mir mit Ihrer Unterschrift, dass ich auch mein letztes Versprechen einlösen kann. 
Lesen Sie auch hier:

http://www.derwesten.de/region/online-petition-fuer-einen-loveparade-prozess-aimp-id11729837.html
http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/opfer-mutter-kaempft-um-den-loveparade-prozess-aimp-id11729477.html
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/loveparade-hinterbliebene-starten-online-petition-id11727076.html

Sonntag, 29. März 2015

Günther Jauch - 29.03.2015 Flug 4U9525

die Gäste
Foto: ARD
  • Kay Kratky Pilot, Vorstand Lufthansa Passage
  • Wolfgang Huber Evangelischer Theologe, ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD
  • Gerhart Baum FDP, Ehemaliger Bundesinnenminister, Jurist
  • Sabine Rau FDP, Leitende Notfallpsychologin der Stadt Düsseldorf
  • Reiner Kemmler Flugpsychologe

Link zur Sendung: (hier)
Link zum Blog: (hier)

Das Thema:
Flug 4U9525 - wie können wir mit dieser Katastrophe umgehen?

Dazu schreibt die Redaktion:
Absturz mit Absicht? Nach aktuellen Erkenntnissen soll der Copilot für die Flugzeugkatastrophe mit 150 Toten verantwortlich sein. „Wir müssen fassungslos zur Kenntnis nehmen, dass das Flugzeug willentlich zum Absturz gebracht wurde“, teilte die Lufthansa mit.

Mit Lufthansa-Pilot und Vorstandsmitglied Kay Kratky sowie weiteren Gästen spricht Günther Jauch am Sonntagabend über die Ursachen und Folgen des Absturzes von Flug 4U9525.

Wie wirkt sich die Katastrophe auf unser Verhältnis zum Fliegen aus? Ist das Vertrauen in die Fluglinien nachhaltig erschüttert? Wie können Angehörige der Opfer das Unglück verarbeiten?

Kommentare aus dem Forum

Reini schrieb am 27.03.2015 21:02 Uhr:
Wenn man sich Gedanken über den Hergang dieses Unglücks macht, kommt man auf viele Dinge die keinen Sinn ergeben!
Was machen die vielen Computer in einem Airbus?? Sie steuern die Maschine und überwachen den Piloten! Ja...nicht die Piloten überwachen die Computer, sondern umgekehrt!
Vor nicht allzu langer Zeit haben Piloten die Computer von einem Airbus abgeschaltet, weil der in einen Sinkflug gegangen ist, der das Flugzeug unweigerlich zerschellen lassen würde!! Alles völlig normal?? Oder ist hier etwas faul mit diesen tollen Computern!????
Ich meine, WIE bescheuert muss ein Programm sein, das eine total unsinnige Eingabe....wie in dem aktuellen Fall...zulässt!?? Ist der Computer nicht mit dem Höhenmesser und der aktuellen Karte gekoppelt??? Muss ein Programm nicht SO geschrieben sein, dass es erkennt wenn der Kurs der Maschine unweigerlich zu einem Crash führt?? Muss es dann keine Warnung geben und der Autopilot die Maschine auf einen sicheren Kurs führen??
Natürlich muss er dass!
Hier stinkt etwas ganz gewaltig und ich frage mich, für was wir eine Flugaufsicht haben!!
Soll hier etwas vertuscht werden....sollen wir für dumm verkauft werden?? So ein Flugzeug kostet hunderte Millionen und die Computer steuern es auf jeden Berg den man einprogrammiert.....WER ist für so einen Schwachsinn verantwortlich!?

Manfred Schmandt schrieb am 27.03.2015 21:44 Uhr:
Zur Katastrophe kamen noch schlimmere Berichte.
Da soll der ausgesperrte Pilot versucht haben , die Tür einzutreten ? Eine gepanzerte Tür ! Dann später soll er es mit einer Axt versucht haben ? Das ist wohl die Axt , die für solche Zwecke direkt neben der Kanzeltür hängt . Hat nicht geklappt , weil die Axt stumpf war !

Reini schrieb am 28.03.2015 11:30 Uhr:
Blödsinn....diese Axt hängt IM Cockpit! Sonst könnte ja jeder Terrorist darauf zugreifen!
Leider gibt es damit NULL Möglichkeiten die Türe aufzubrechen!

Mathemadicker schrieb am 28.03.2015 12:58 Uhr:
... und wie kommt der ausgesperrte Pilot an die Axt ( wenn es sie überhaupt gibt ) wenn sie im Cokpit ist ?

Reini schrieb am 28.03.2015 14:28 Uhr:
Diese Axt hat es 100% NIE GEGEBEN! Medien erzählen Dinge die sie einfach nicht überprüfen....ist inzwischen Standard...der von BILD!

Erster Karl schrieb am 28.03.2015 11:49 Uhr:
Auch eine Nachricht, die man einfach mal zur Kenntnis nehmen sollte.Quelle dpa
Der europäische Pilotenverband ECA fürchtet um die Unabhängigkeit der Ermittlungen im Fall des Germanwings Absturzes. Der Internationale Pilotenverband kritisiert, dass die vorzeitige Veröffentlichung von Teilergebnissen aus der Auswertung des Stimmenrekorders die Ermittlungen behindere und auf „Sensationalismus und Voyeurismus der übelsten Sorte“ abziele.
Der französische Pilotenverband SNPL kündigte am Freitag an, Anzeige wegen Verrats von Berufsgeheimnissen zu erstatten. Der europäische Pilotenverband ECA fürchtet um die Unabhängigkeit der Ermittlungen. Dass Daten aus dem Stimmenrekorder der Germanwings-Maschine so schnell öffentlich gemacht worden seien, sei ein schwerer Verstoß gegen akzeptierte Standards der Unfallaufklärung, kritisierte der Pilotenverband.

Pharisäer schrieb am 29.03.2015 06:26 Uhr:
Weiß zufällig jemand wie viele EU Bürger bei MH 17 ums Leben gekommen sind oder waren das "nur" Malaysier? Dasselbe Spiel und die geheuchelte Entrüstung bei diesem Nemzov den kein Mensch kannte, derweil sterben jeden Tag Oppositionelle in der Ukraine an "Selbstmord", unsere Politiker und Medien sind nicht nur verlogen sondern die größten Heuchler.
Ich schaue mir diese Heuchler Sendung nicht an, schönen Sonntag noch.

Gerd 49 schrieb am 29.03.2015 00:46 Uhr:
Eine "Zeitung", das Regierungsorgan, bestätigt seinen Ruf als Schmierblatt untersten Niveaus ja wieder ganz grossartig.
Nicht nur dass ohne Beachtung jeglicher Unschuldsvermutung ein vermeintlich Schuldiger an den Pranger gestellt wird, nein, mit voller Namensnennung wird seine Lebensgeschichte breitgetreten, private Fotos veröffentlicht und intimste Daten in eine Millionenöffentlichkeit getragen. Die “geheime Krankenakte” wird gegen Zutritt in ein kostenpflichtiges Portal beworben, alles für den Profit, alles für eine gute Auflage.
Wie Nachbarn und Angehörige damit klarkommen sollen interessiert die Macher dieses "Blattes" nicht, eine zu erwartende Rüge des Presserats ebensowenig.
Link zum Jurablog

Gerd 49 schrieb am 29.03.2015 20:12 Uhr:
Präsident Hollande, ist er jetzt auch Hellseher?
Absturz des Flugzeugs: 10:37 Uhr,
um 10:48 Uhr also 11 Minuten später,
Hollande meldet - Flugzeug abgestürzt - keine Überlebenden - Terroranschlag ausgeschlossen.
Viel schneller als George dabbelju damals am 11. September 2001.
Es scheint heutzutage bei verantwortlichen Personen zwanghaft zu sein, umgehend einen Täter präsentieren zu müssen. Möglichst einen, der nicht mehr aussagen kann.
In diesem Fall braucht nicht mal ein Ausweis gefunden zu werden, der Voicerecorder reicht aus.


anonymus
Selbstmordtheorie widerlegt: Pilot(en) setzten Hilferuf ab

Flug 4U9525 der Fluggesellschaft Germanwings: Die von der Bundesregierung hastig zusammengeschusterte Selbstmordtheorie, die hiesige Medien, trotz massiver Widersprüche, bereitwillig weiterverbreitet haben und medial nach wie vor ausschlachten, ist widerlegt. Entgegen aktueller Medienberichte empfing die französische Luftraumüberwachung Minuten vor dem eigentlichen Absturz eine Notfallmeldung aus dem Cockpit der Germanwings-Maschine. Das bestätigten offizielle Vertreter der zuständigen französischen Behörden gegenüber diverser Medienanstalten. Entsprechende Berichte finden sich u.a. bei CNN[1], France24[2]und N24[3]. Aus welchem Grund die Berichterstattung, explizit die der deutschen Medien, kurze Zeit später völlig gegenteilig ausfällt, bleibt nach wie vor offen. Zu einem Zeitpunkt als die deutsche Pilotenvereinigung Cockpit bereits öffentlich die Selbstmordtheorie in Frage stellt und auf erhebliche Ungereimtheiten hinweist[4], fängt der Springer Konzern erst so richtig an und lässt über seine Hetzblätter trommeln.
LINK zum Video
Danke Klaus für den Link

Die Blogmoderation zu obigem Posting:
Gerd 49 schrieb am 29.03.2015 23:10 Uhr:
[...]
Auf diesen Beitrag antworten
Anmerkung der Moderation:
Entfernt. Bitte geben Sie zu derartigen Spekulationen seriöse Quellen an. Danke.

Dann ich wieder

Gerd 49 schrieb am 29.03.2015 23:47 Uhr:
Sehr geehrte Blogredaktion,
sind Ihnen Focus und Newsweek seriös genug?
Die "Huffington Post" erfuhr aus Lufthansa-Kreisen, dass die Maschine vor dem Absturz einen „Mayday-Call“ abgegeben haben soll.
Nachlesen können Sie das bei Focus hier:
http://www.focus.de/panorama/welt/absturz-von-flug-4u9525-in-frankreich-wie-lief-der-absturz-der-germanwings-maschine_id_4566480.html
vielleicht ist Ihnen diese Quelle seriöser:
http://www.newsweek.com/plane-142-board-crashes-southern-france-police-316279
Initial reports indicated the plane sent a distress call of “mayday, mayday, mayday” at 10:47 AM local time, however, aviation expert John Walton found the last call to be "emergency, emergency."

Weiter mit Pressestimmen
t-online
Man müsste meinen, Günther Jauch und die ARD würden sorgsam und verantwortungsbewusst mit ihrer Sendezeit umgehen. Man müsste meinen, dass gerade Jauch den Absturz der Germanwings-Maschine 4U9525 mit dem nötigen Fingerspitzengefühl diskutieren würde. Und man müsste meinen, dass sich gerade das öffentlich-rechtliche Fernsehen an den Pressekodex gebunden fühlt. Stattdessen führte Jauch die Gäste und Zuschauer seiner Talkshow in die Tiefen der rücksichtslosen Spekulation.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
TV-Kritik: Günther Jauch Eine Mischung aus Unsinn und Halbwahrheiten
In der Debatte über den Absturz des Germanwings-Flugzeugs kamen bei Günther Jauch Widersprüche zum Ausdruck. Das lag aber weder an dem Moderator noch an seinen Gästen.

Focus-online
Wie spricht man nach dem Absturzdrama über den Alpen über den Tod von 150 Menschen? Am besten zurückhaltend und mit Rücksichtnahme auf die Angehörigen. Dem Moderator Günther Jauch genügt das nicht. Er will lieber wild spekulieren.

Spiegel-online
Jauch-Talk zum Germanwings-Absturz: "Im Cockpit kann man sich keine Unehrlichkeit leisten" Die nächste Talkshow, dasselbe Thema: Die Debatte zum Germanwings-Absturz bei Günther Jauch lieferte zwar kaum neue Erkenntnisse, aber die Gäste bemühten sich immerhin um Differenzierung.