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Freitag, 9. März 2018

Staatsgeheimnis Bankenrettung - Wo ist das Geld geblieben

Thema: Bankenkrise: wo ist das Geld geblieben

Staatsgeheimnis Bankenrettung
Eine Dokumentation von Harald Schumann aus 2014
"Die DEUTSCHE BANK wäre sofort pleite gewesen!"
Harald Schumann, Redakteur beim Tagesspiegel


MrMarxismo
Am 27.02.2018 veröffentlicht

"Die DEUTSCHE BANK wäre sofort pleite gewesen!" Harald Schumann - Staatsgeheimnis Bankenrettung - Eurokrise Dokumentation (Juni 2013) Mein Tipp: €uro-Finanzkrise - Mit Lohndumping und der "SCHWARZEN NULL" in den Ruin der Eurozone - Ulrike Herrmann (2018) Kategorie Nachrichten & Politik
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz
Vorschlag von NOVAG Schachcomputer - Doku über Peter Auge, Gründer der NOVAG

Kommentare

kitaventures Industries Ltd. (1980)
Detlef Schmidt
Schäuble bitte keine Plattform geben um seinen Opportunistischen Banken-Dreck zu verbreiten.

Detlef Schmidt
Was hier so unaufgeregt daher kommt, also Schuldzahlungen an Banken zu verweigern, geht direkt gegen das Geschäftsmodell aller Kriegsgewinnler usw. Hier wird etwas ganz elementares diskutiert. Wir erleben anscheinend wirklich eine Zeitenwende, das dem Herrn Schumann bei einer öffentlich, rechtlichen Anstalt wie ARTE dieses Thema überhaupt erlaubt wird...


Sonntag, 21. Juni 2015

Die Troika - ARTE-Dokumentation von Harald Schumann

Dokumentation Macht ohne Kontrolle - Die Troika
von Harald Schumann

Dienstag, 24. Februar um 21:50 Uhr (90 Min.)
Um ihre Notkredite zu erhalten, mussten sich die Krisenstaaten der Eurozone den Vorgaben Beamter beugen, die keinerlei parlamentarischer Kontrolle unterliegen: der Troika. Rekrutiert aus den Institutionen IWF, EZB und Europäischer Kommission forderten sie Einsparungen in verheerendem Ausmaß. Doch die positiven Auswirkungen der Sparpolitik blieben für die meisten aus.


Kommentare

Johannes Eickhold
Diese Doku über Griechenland (und andere EU-Kriesen-Länder) sollte wirklich jeder gesehen haben. Sie beleuchtet sehr detailliert, in welcher Weise die Troika nicht nur extremen Druck ausübt (manche bezeichnen das eher als Erpressung), sondern auch Entscheidungen für die betroffenen Staaten trifft, die normalerweise nur durch gewählte Regierungen und Gesetzgebungsverfahren getroffen werden können. Die Troika selber ist jedoch in keinster Weise mit der Transparenz eines Gestzgebungsverfahrens (minus Lobbying ;-)) zu vergleichen.

Stephan Schulmeister
Ein großartiger Film, der weiteste Verbreitung verdient! Das ist Aufklärung nach dem Motto von Hegel "Die Wahrheit ist konkret". Was christlich und sozialdemokratisch orientierte PolitikerInnen den Menschen in Greichenland angetan haben, wird anteilnehmend, aber in den Fakten unbestreitbari, dokumentiert. Das alles im Namen abstrakter Prinzipien wie "Mehr privat, weniger Staat", "Der Schuldner ist schuld" oder "marktkonforme Demokratie".
Bitte weiter empfehlen!

toMtOtHeAte
Jeder Deutsche, der sich in meiner Anwesenheit über Griechenland aufregt, wird an dieses Video verwiesen. Es ist in meinem sehr jungen politischen Interesse nicht alles immer gleich greifbar und aufnehmbar, aber es ist schlüssig und schockierend. Ich mag Arte Reportage sehr gern, vor allem zum Thema Ernährung. Das Problem hinter allem sind einfach nur zwei Augen mit Dollarzeichen. Es kann einem echt die Lebenslust nehmen, wenn man sich einfach mal den großen Scheißhaufen mit einmal ansieht.

Êinfach so
wenn ich mir die Troika-Leute ,die im Film vorkommen ansehe+anhöre weiß ich eins...sympathisch ist nicht das Wort welches mir spontan einfällt....insbesondere dieser Karas am Ende des Films scheint ein besonderes Herzchen zu sein...eklig ...auch mit seinem dicken Schlipsknoten...igiit

Donnerstag, 28. Mai 2015

Wir haben genau die Medien, die wir verdienen

Thema: Journalismus

RT-Deutsch
Ex-Spiegel Journalist Harald Schumann:
Wir haben genau die Medien, die wir verdienen

In einem aktuellen Interview mit dem Internetmagazin Telepolis gibt der Tagesspiegel-Journalist Harald Schumann Einblicke in die Funktionsweise großer deutscher Medienhäuser. Schumann arbeitete bis 2004 beim SPIEGEL und kündigte dann, weil seine kritische journalistische Arbeit dort gezielt durch die Chefredaktion sabotiert wurde. Vor kurzem hat Schumann den Doku-Film “Macht ohne Kontrolle – Die Troika” für den TV-Sender Arte abgedreht. Auch hier wurde kritisches Nachfragen auf vielen Ebenen aktiv verhindert. Für Schumann ist dies ein Beleg wie weit die Postdemokratie im Europa der EU bereits voran geschritten ist.

Der Journalist Harald Schumann. Quelle: Screenshot arte
Harald Schumann gehört nicht zu den Schönrednern, der Kritik an der eigenen Branche als Spinnerei oder als per se unangemessen darstellt, um es sich dann in der Opferrolle bequem zu machen. Ein Muster bei vielen Schreibern: Erst falsch, unbelegt, propagandistisch, verkürzt und antidemokratisch berichten und bei Widerspruch oder den im Internetzeitalter üblichen “Shitstorms”, den schuldlos Geprügelten mimen.

Schumann weiß vielmehr aus eigener Erfahrung, wie in den großen Redaktionshäusern, aber auch gezielt aus politischen Institutionen heraus, kritische Berichterstattung immer wieder unterdrückt wird. Schumann kann von diesen Erfahrungen berichten, weil er eben selbst oft gegen den Strom schwimmt, Unbequemes recherchiert und ausspricht und sich dabei auch mit den Mächtigen anlegt. Ein Versuch den viele Lohnschreiber in den Herrschaftsmedien erst gar nicht wagen und folglich dann auch keine Einschränkung der Pressefreiheit in Deutschland bemerken können.

Mehr lesen: VerBILDung des Spiegels nimmt ab: Auch Ex-Springer-“Journalist” Nikolaus Blome verlässt das Magazin
Bereits bei seinem Abgang vom Spiegel im Jahre 2004 berichtete Schumann, der aktuell für den Tagesspiegel schreibt, aber auch kürzlich Regie geführt hat bei dem Dokumentarfilm “Macht ohne Kontrolle – Die Troika” und öfters Gast bei Podiumsdiskussionen ist, von dem was er “interne Pressefreiheit in den Redaktionen” nennt:

In einem aktuellen Interview mit dem Magazin telepolis merkt Schumann zwar an, er wisse nicht ob sich die Situation bei seinem früheren Arbeitgeber mittlerweile geändert hat, analysiert aber gleichzeitig noch einmal im größeren Rahmen die Problematik:
“Diejenigen, die man kritisiert und deren öffentliche Aussagen man in Frage stellt, haben die Möglichkeit, sich bei Vorgesetzten und Chefredakteuren zu beschweren. Hinzu kommt: Wer kritisch Position bezieht, exponiert sich persönlich. Auch das ist nicht jedermanns Sache. Wer das tut, macht sich angreifbar – was natürlich viele Leute vermeiden wollen. Jedenfalls führt all das dazu, dass die große Mehrheit der Journalisten diesen beschwerlichen Weg scheuen, und das erst recht, wenn sie von ihren Vorgesetzten mit Gegenwind rechnen müssen.
[…]
Hinzu kommt noch das, was meine Kollegin Ulrike Hermann mal als implizite Korruption bezeichnet hat. Es ist doch so, wenn man, um es mal alt-links auszudrücken, den Mächtigen nach dem Maul schreibt, wird man auch eher eingeladen, dann kriegt man die besseren Moderations- und Vortragsangebote, die höheren Honorare. Man gehört dazu. Das ist nicht zu unterschätzen.”
Schumann merkt aber auch an, es mache wenig Sinn nun den von interner Korruption gebeutelten Leitmedien die Schuld am Zustand von Gesellschaft und Politik zu geben. Medien können zwar gewisse Themenbereiche ausleuchten, Kritik formulieren und üben eine Kontrollfunktion aus, letztendlich liege die Verantwortung aber beim Bürger selbst, so der Journalist:
“Die Medien machen doch genau das, womit sie durchkommen. Da sind sie nicht anders als die Politiker. Wir haben genau die Regierung, die wir verdienen, und wir haben auch genau die Medien, die wir verdienen. “
Aus diesem Grund rät Schumann auch dazu, Journalisten und Politiker direkt mit Kritik zu konfrontieren, sobald diese Sichtweisen verbreiten oder Entscheidungen treffen, die man als Bürger für falsch erachtet. Eine persönliche E-mail oder auch ein Anruf in der Redaktion oder dem Abgeordnetenbüro könne da wahre Wunder bewirken. Denn auch Journalisten und Politiker sind letztendlich nur Menschen, die auf Druck aus der Bevölkerung durchaus reagieren. Ebenso bestätigt Schumann die große Wirkung von Demonstrationen auf die interne Programmgestaltung in großen Medien. Sobald sich etwas auf der Straße regt, sind auch sonst angepasste Chefredaktionen bereit über ein Thema zu berichten, das sie sonst ausklammern würden. Nur müssen die Bürger dann auch aktiv werden. Oder mit Schumanns Worten:
“Medien können da nicht stellvertretend für eine massenhaft träge Bevölkerung die Revolution machen.”
Ein weiteres großes Problem sieht der Tagesspiegel-Autor in den arrogant gewordenen und sich immer weiter von der Bevölkerung oder kritischen Medien abkoppelnden politischen Institutionen. Wie auch beispielsweise Angela Merkel mal wieder das “Aussitzen” (= Kritiker ignorieren) des BND-Skandals präferiert, machte Schumann ähnliche Erfahrungen seitens IWF und EU bei den Dreharbeiten zu seinem neuen Dokumentarfilm über das Troika-System und die finanzielle Erpressung Griechenlands.

Mehr lesen: Putin-Trolle allerorten? Wie deutsche Mainstream-Medien Kritik aus dem Weg gehen und westliche Geheimdienste das Internet manipulieren
Die finanzpolitischen Institutionen, die mittlerweile oft über das Schicksal ganzer Völker in Europa bestimmen und in der Regel durch nichts demokratisch legitimiert sind, verweigerten sich dem Film-Team konsequent kritischen Fragen. Es gab eine regelrechte Boykott-Haltung. Schumann berichtet in diesem Zusammenhang, dass der EU-Kommisar Oli Renn ihm gegenüber auch bestätigt hat, dass dieser Boykott organisiert war. Letztendlich die pure Arroganz der Macht.

So konstatiert Schummann:
“Das bedeutet, dass diese Leute sich gegenüber der Öffentlichkeit nicht rechenschaftspflichtig fühlen. Oder nur dann, wenn sie Journalisten gegenüberstehen, die willfährig und brav sind. Das hat mich schockiert, denn es bedeutet, dass wir auf der Reise in die Postdemokratie doch schon viel weiter vorangekommen sind, als ich es erwartet habe.”
Ob diese Reise abgebrochen wird und ein neuer Weg eingeschlagen wird, liegt jedoch – wie Harald Schumann richtig feststellt – letztendlich vor allem an der bisher meist trägen Bevölkerung selbst.
Quelle: RT-Deutsch

Dienstag, 3. März 2015

Macht ohne Kontrolle: Die Troika

Thema: Griechenland

Wer es bei ARTE nicht gesehen hat, sollte es sich hier anschauen.


Nach seinem preisgekrönten Film „Staatsgeheimnis Bankenrettung“ geht der Wirtschaftsjournalist und Bestseller-Autor Harald Schumann erneut einer brisanten Frage auf den Grund: Was passiert mit Europa im Namen der Troika?

Beamte aus den drei Institutionen IWF, EZB und Europäischer Kommission - der Troika – agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA, und befragt Minister, Ökonomen, Anwälte, Bänker, Betroffene.

„Wer Geld hat, lebt, wer kein Geld hat, stirbt“, sagt der Arzt Georgios Vichas. Er leitet eine Freiwilligen-Klinik in Athen, während staatliche Krankenhäuser leer stehen müssen. Eine Begrenzung der Ausgaben im Gesundheitswesen führte dazu, dass rund ein Viertel der Bevölkerung keine Krankenversicherung mehr hat und über 200 Kliniken landesweit geschlossen wurden. Genauso absurd wie die Gesundheitspolitik ist die Mindestlohnpolitik, die die Troika den verschuldeten Ländern abverlangt. Dass Sparen so nicht funktionieren kann, erklärt der Nobelpreisträger Paul Krugman.

Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Dafür nimmt er seine Zuschauer mit auf eine packende Recherchereise, bei der er dem Ursprung und den Auswirkungen konkreter Entscheidungen der Troika auf den Grund geht.
Danke Klaus für den Link