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Freitag, 20. November 2015

Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen? ++ EU-Behörde ignoriert Hinweise auf krebserregende Wirkung ++ Wir haben es satt!


Donnerstag, 19.11.2015
Newsletter


Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen?
Monsanto-Studien zur Glyphosatzulassung gefälscht?
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
offenbar werden Bevölkerung und Behörden von Monsanto seit Jahrzehnten hinters Licht geführt: Wie kürzlich bekannt wurde, soll der Agrarmulti seit 40 Jahren um die krebserzeugende Wirkung seines Bestsellers Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat gewusst haben. Diese und weitere Anschuldigungen erhebt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler. Sie werteten darin bisher unter Verschluss gehaltene Daten von Monsanto aus den 1970er und 80er Jahren aus.
Aus der Veröffentlichung geht hervor, dass Monsanto seine eigenen Studien zu Glyphosat verfälscht hat. Laut den Autoren hat der Konzern gezielt signifikante Hinweise auf Tumore vertuscht. Wenn das stimmt, dann hat Glyphosat seine Erstzulassung auf der Basis von verfälschten Studien erhalten. Die Autoren der Studie werfen Monsanto deshalb Betrug vor.
Wir fordern, dass dieser Sachverhalt umfassend geklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Glyphosat darf keine weitere Zulassung in der EU erhalten und muss sofort vom Markt genommen werden!
EU-Behörde ignoriert Hinweise auf krebserregende Wirkung von Glyphosat
Pestizid-Einsatz
Am Donnerstag veröffentlichte die europäische Lebensmittelbehörde EFSA ihre lange erwartete Stellungnahme zum Totalherbizid Glyphosat. Das Ergebnis ist skandalös: Die EFSA weigert sich weiterhin, die "wahrscheinlich krebserzeugende Wirkung beim Menschen" anzuerkennen.
Die Behörde will den Grenzwert für die maximale tägliche Aufnahmedosis sogar noch um 66 Prozent erhöhen! Diese Einschätzung ist absolut unverantwortlich, denn sie stützt sich auf eine Risikobewertung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung, dem schwerwiegende Fehler bei der Auswertung von Studien nachgewiesen wurden.
Nach dem Abschluss der Bewertung durch BfR und EFSA liegt die Entscheidung über die Wiederzulassung nun in den Händen der Politik. Wir werden weiterhin alles daransetzen, um eine erneute Zulassung des gefährlichen Ackergifts zu verhindern!
Wir haben es satt: Auf die Straße für eine Agrarwende!
Wir haben es satt! Demonstration in Berlin
Ob es um gefährliche Pestizide wie Glyphosat geht oder um die unwürdigen Zustände in der Massentierhaltung: Wir haben es satt! Das Modell der industriellen Landwirtschaft hat abgewirtschaftet – es ist höchste Zeit für eine Agrarwende!
Agrar- und Ernährungspolitik müssen sich an den Interessen von Menschen, Tieren und Umwelt orientieren, nicht an den Profitinteressen der Konzerne. Wir wollen ökologisch hochwertige und gesunde Lebensmittel von Bauernhöfen mit fairen Preisen und Marktbedingungen weltweit!
Für diese Ziele gehen wir am 16. Januar 2016 in Berlin gemeinsam mit zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern, Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen und GärtnerInnen, Tier- und UmweltschützerInnen auf die Straße. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor.
Ihre Spende hilft, die Agrarwende Wirklichkeit werden zu lassen!
Mit unseren Infokampagnen, Online-Aktionen und der Großdemonstrationemo in Berlin machen wir Druck für die Agrarwende. Das können wir nur dank der regelmäßigen Unterstützung durch unsere Fördermitglieder. Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm.
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 Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand
Termine
Vortragsreihe: "Konzerne auf Kaperfahrt"Unter dem Motto "Konzerne auf Kaperfahrt" informiert unser Referent Karl Bär über Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA. Die nächste Veranstaltung findet am kommenden Dienstag in Nordschwaben auf Einladung eines lokalen Bündnisses gegen Gentechnik statt.

Dienstag, 24. November, ab 19:30 Uhr im Gasthaus zur Wallfahrt in Wemding,
Landkreis Donau-Ries

Öffentlicher Erörterungstermin zum AKW-Neubau in Bohunice, Slowakei
Im Verlauf des grenzüberschreitenden Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung der Errichtung eines neuen Atomkraftwerks in Bohunice (Slowakische Republik) findet in München eine öffentliche Erörterung statt. Die Teilnahme ist für betroffene BürgerInnen aus Bayern/Deutschland möglich.
Mittwoch, 25. November, 11:00 Uhr (Einlass ab 10:45 Uhr)
Carl-Orff-Saal im Gasteig, Rosenheimer Str. 5, 81667 München

Fracking und seine Gefahren
Im Rahmen der "Ringvorlesung Umwelt" informiert unsere Referentin Franziska Buch über diese neue Methode der Öl- und Gasgewinnung und ihre Risiken. Wie Fracking auf das Klima, unsere Umwelt und die menschliche Gesundheit wirkt, ist ebenso Teil des Vortrags mit anschließender Diskussion wie der aktuelle Stand der Gesetzgebung in Deutschland und Europa.
Mittwoch, 25. November, 19:30 Uhr
Hauptgebäude der TU München, Arcisstr. 21, HS 2750

Podiumsdiskussion "Mordshunger" Bei den 8. Münchner Hochschultagen geht es dieses Jahr um das Thema "Klimagerechtigkeit". Besonders einladen wollen wir Sie zu einer Veranstaltung am Montag, den 30.11.: Nach einem kleinen Empfang stellt der luxemburgische Diplomat Jean Feyder sein Buch "Mordshunger" vor. Es geht darin darum, wie die reichen Länder vom Hunger in der Welt profitieren. Anschließend diskutiert Herr Feyder seine Thesen mit einem Vertreter des Bundsministeriums für Entwicklungszusammenarbeit und des Umweltinstitut München.

Montag, 30. November, Buchvorstellung ab 20:00 Uhr, Podiumsdiskussion ab 20:30 Uhr,
Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz 1
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Montag, 16. November 2015

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit - Monsantos Europavertretung?

Thema: EU - ein Lobbyistenverein

Krebs-Gefahr von Glyphosat:
EU schlägt sich auf die Seite von Monsanto

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich überraschend auf die Seite von Monsanto geschlagen und erklärt das Pestizid Glyphosat für „wahrscheinlich nicht krebserregend“. Damit stehen die Chancen gut, dass Monsanto für das von der WHO verurteilte Pestizid in Europa erneut eine Zulassung erhält. Die EFSA ist berüchtigt, weil viele Wissenschaftler auch von der Gentechnik-Industrie finanziert werden.

Quelle und weiterlesen Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare

Anke sagt:
Das Ganze ist so lächerlich! Die EFSA erklärt in ihrem Factsheet, dass Studien welche Glyphosat eindeutig als genotoxisch einstufen, einfach mal als nichtig erklärt wurden und hat diese bei der Bewertung ausgeschlossen. Kein Hinweis wer die Studien finanziert hat, die nun die Grundlage der Bewertung sind. Und das Zeug ist hochgefährlich – auch bezügl. anderer Krankheiten. Gerade die sogenannte Sikkation (Trocknung mit z.B. Glyphosat kurz vor der Ernte) ist sehr gefährlich. Vor Kurzem wurden alle Hühner meines Vaters und auch die der anderen Bauern im Ort krank, weil diese Sikkations-Getreide verzehrt hatten, welches vom lokalen Futtermittellieferanten verkauft wurde. Es ist eine Schande was die EFSA hier anrichtet! Und dann gleich noch den Grenzwert drastisch hoch ansetzen! Eine Frechheit!

Komischer_Verein sagt:
„EU Behörde“ Was soll das denn sein. Ein Verein gründet eine Behörde?
Ich möchte zur Arbeitsleistung der „EU Behörde“ an John Dalli mal erinnern und seine „Zulassungen“ von Monsantoprodukten und auch der Zulassung von der Antibiotika Kartoffel der BASF.
Irgendwann haute er dann ab, weil ein schwedischer Tabakkonzern, die Richtlinien-Sponsoren-Rechnung nicht zahlen wollte.
Aber bestraft wurde er nie.
Und das kann man bei dem Verein auch nicht erwarten.

sonnenkönig sagt:
Das soll wohl ein Vorgeschmack auf TTIP sein.
Leider interessiert den Damen und Herren in Brüssel, ihr Kontostand mehr als die Gesundheit der Bürger.
…wenn Lobbyisten entscheiden dürfen, kommt so etwas dabei heraus !

der censor sagt:
Noch vor kurzem wurden durch die EU Glühbirnen und Staubsauger mit zu hoher Wattzahl verboten – alles der Umwelt zuliebe. Jetzt traut man sich nicht, ein Pestizid wie Glyphosat als das einzustufen, was es ist – ein Zellgift, das im Verdacht steht, lebensgefährliche krankheiten zu erzeugen. Und warum? Weil man sich der Macht des weltweit agierenden Konzerns Monsanto beugt.
Diese Entscheidung ist ein kleiner Vorgeschmack auf TTIP, nicht mehr, nicht weniger.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Das ist neu: Monsanto warnt vor eigenem Produkt

Thema: Umwelt
Unerwartete Veränderungen bei Gen-Soja:
Monsanto warnt vor eigenem Produkt


Die Soja-Pflanze Intacta führt zur schnelleren Ausbreitung bestimmter Schädlinge. Dies zeigt eine Studie, an der auch Monsanto-Mitarbeiter mitgearbeitet haben. Die Europäische Lebensmittelbehörde hält die Gen-Soja für unbedenklich. Monsanto räumt ein, dass es bei Intacta „unbeabsichtigte Veränderungen bei den Pflanzenmerkmalen“ gäbe - und will sich mit der Warnung gegen Klagen absichern.

Monsanto hatte ursprünglich das Genmaterial der Pflanze so verändert, dass sie mit eigenem Gift Schädlinge abwehren kann und gegen Pflanzenschutzmittel immun ist. Es zeigte sich jedoch, dass etwa die Falterart Spodoptera eridania dank der gentechnisch veränderten Soja-Pflanze (MON 87701 × MON 89788) bessere Fortpflanzungsbedingungen findet. Bei der Soja-Pflanze Intacta verkürzte sich das Entwicklungsstadium als Larve „um zwei Tage und die Lebensdauer der männlichen Falter erhöhte sich um drei Tage“, heißt es in der Studie, die beim Fachjournal Bulletin of Entomological Research veröffentlicht wurde. „Unsere Ergebnisse sollen als Warnung angesehen werden“, dass die Population der Spodoptera eridania Falter auf Feldern mit der Sojabohne zunehmen kann, so die Forscher.

Trotz der warnenden Aussage der Studie ist es für Gentechnik-Experte Christoph Then nicht ungewöhnlich, dass ausgerechnet zwei Monsanto-Mitarbeiter an der warnenden Studie mitgewirkt haben. „In diesem Fall geht es wahrscheinlich darum, dass Monsanto versucht, Klagen von Landwirten, die einen wirtschaftlichen Schaden erleiden können, vorzubeugen“, sagte Then den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Then ist Geschäftsführer des Institutes für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie, Testbiotech. „Hätten sich hingegen Risiken für Mensch und Umwelt gezeigt, wären die Ergebnisse wohl kaum veröffentlicht worden“. Und so heißt es außerdem in der Studie: „(…) es sei weniger wahrscheinlich“, dass diese Auswirkungen auf die Falter von dem Gift der Pflanze selbst kommen. Eher seien diese Ereignisse indirekt auf „unbeabsichtigte Veränderungen bei den Pflanzenmerkmalen“, die nach der Genmanipulation aufgetreten sind, zurückzuführen.

In der EU kann die Monsanto-Soja Intacta in Lebensmitteln und Futtermitteln eingeführt werden. Zwar gibt es hierzulande nicht die in der Studie erwähnte Falterart, aber mögliche unvorhergesehene Auswirkungen sind dennoch nicht auszuschließen. Denn die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA prüfe oft nur ‚nach Augenschein‘, sagt der Gentechnik-Experte Then. „Ihre Prüfrichtlinien sehen beispielsweise keine Fütterungsversuche mit den gentechnisch veränderten Pflanzen und keine systematische Untersuchungen der Auswirkungen auf die Umwelt vor.“

Signifikante Veränderungen in den Inhaltsstoffen der Pflanzen, wie sie auch bei der Gentechnik-Soja Intacta dokumentiert sind, würden in der Regel ohne weitere Untersuchungen als ‚biologisch nicht relevant‘ abgetan. Zudem haben die Zulassungsunterlagen der Firmen oft „nur einen sehr niedrigen Standard und werden ohne Kontrolle durch unabhängige Experten“ erstellt, so Then zu den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Man benötige „strengere Prüfrichtlinien“, „unbeabsichtigte Veränderungen in den Inhaltsstoffen der Pflanzen hinsichtlich ihrer Ursache und ihrer möglichen Auswirkungen“ müssten viel genauer untersucht werden.

Neben den gentechnisch veränderten Pflanzen stehen auch andere Produkte von Monsanto immer wieder in der Kritik. Ein Bestandteil von Roundup, eines der meistverkauften Pflanzenschutzmittel weltweit, soll einer Studie zufolge für den weltweiten Anstieg der Darm-Erkrankungen verantwortlich sein. Doch diese Studie und auch Berichte von so genanntem Super-Unkraut, dessen Ursprung auf Roundup zurückgeht, konnten den Siegeszug von Monsanto bisher nicht aufhalten. Das Unternehmen baut sein Monopol aus, notfalls staatlich gefördert.

Zusammen mit Testbiotech und dem Europäischen Netzwerk kritischer WissenschaftlerInnen (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility, ENSSER) reichte Then 2013 Klage gegen die Zulassung von Intacta ein. Doch schon jetzt stehen neun andere gentechnisch veränderte Pflanzen kurz davor, in der EU sogar angepflanzt werden zu können, so der Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Roundup sagt:
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass Roundup und seine Hauptkomponente Glyphosat strikten Gesundheit- und Sicherheitstests unterliegen, so wie alle Pestizide in Europa. Sie können die vollständige Berichte der verantwortlichen Berichte hier finden:
http://www.glyphosat.de/behoerdliche-stellungnahmen/behoerdliche-stellungnahmen?apl=N%3B
und weitere Informationen über die Bewertung der Risiken finden Sie hier:
http://www.glyphosat.de/antworten-auf-haeufige-fragen/stellt-glyphosat-ein-risiko-fuer-die-menschliche-gesundheit-dar?apl=N%3B

Schnatterfleck von Ringelwarz sagt:
Man mache einfach eine deutschlandweite oder EU-weite Volksabstimmung, so wie sich das in einer richtigen Demokratie gehören würde, und der ganze Scheiß würde sich von alleine erledigen. An solchen Themen sieht man immer wieder, dass man als Bürger eigentlich nichts zu sagen hat.

Schnatterfleck von Ringelwarz sagt:
Neben dem bekannten Effekt einer bestimmten Rapssorte auf Wildtiere, dem Mechanismus, dass patentierte genmanipulierte Pflanzen und das passende Pestizid eine Art Kombipack bilden, der die bisher freien Landwirte in eine Art Saatgut-Sklaven verwandelt, vermag die Gentechnik noch Einiges mehr:
So kann man die Pflanzen bestimmte Inhaltsstoffe bilden lassen, die sie in der Natur so nie bilden würden, und damit bestimmten Mangelerkrankungen eventuell vorbeugen.
Andersherum ließe es sich dies natürlich auch als sehr subtile Waffe einsetzen. Milzbrand und Kartoffelkäfer waren gestern.

fuzzy sagt:
Aktuell wird im Alpenraum ein Rindersterben beobachtet. So wie es aussieht, könnte es mit Gen-Soja u. Glyphosat zu tun haben. Biohöfe sind nicht betroffen.

argus germanicus sagt:
Chronologie der (dummen) menschlichen Gier:
Bis vor ca. 50 Jahren: Herkömmliche Feldbewirtschaftung mit geringen, aber hochwertigen Erträgen durch natürliche Kreislauf-Düngung (Gülle, Feldabfälle etc.)
Danach “intensive Bewirtschaftung” mit verstärktem Einsatz von Kunstdünger. Dadurch mineralische Auslaugung der Böden, stark sinkendem Mineralstoffgehalt der Feldfrüchte und zunehmende Unkrautprobleme!
Aktuell: Genetisches Herumgepfusche an der Schöpfung!
Dadurch Einsatz von hochproblematischen Pestiziden mit unkalkulierbaren Langzeitrisiken möglich, Umweltprobleme, sowie diverse gesundheitliche Unverträglichkeiten bis hin zu Krebs durch diese Frankenstein-Pflanzen selbst!
Wahrlich – wir haben schon viel erreicht ...

jumbing sagt:
Diese (und andere) Konzerne sind über ihre Lobbyarbeit maßgeblich an der Ausgestaltung der entsprechenden Gesetze beteiligt und die werden von willfährigen Abgeordneten abgenickt . Dies nennt sich dann lt. unserer Heilsbringerin Merkel “marktkonforme Demokratie”.

Nemo sagt:
Der Film ” Monsanto – Mit Gift und Genen ” sollte Pflicht sein, vor allem für EU – Parlamentarier. Monsanto, Synergie, Dupont und BASF sind Weltweit die einzigen Unternehmen die Genmanipulierten (GMO’s) Mais, Soja und auch Baumwollpflanzen verkaufen. Diese 4 Unternehmen versuchen Patente auf jedes Saatgut und auch auf Nutztiere zu bekommen.
Monsanto, Synergie und BASF sind US – Unternehmen
Dupont ist ein Schweizer Unternehmen
Man stelle sich mal vor, 4 Unternehmen auf unserem Planeten kontrollieren alle Nahrung durch Patente auf Saatgut und Nutztiere!
Das 80% der europäischen Bevölkerung GMO’s ablehnt interessiert unsere Volksvertreter nicht!
Das ist das angestrebte Ziel dieser Unternehmen.


Samstag, 9. November 2013

Dammbruch der Verseuchung: EU stellt Weichen für Gen-Mais

Thema: Gentechnik

Die EU-Kommission hat den Weg für einen neuen Gen-Mais freigemacht. Ist der Mais einmal ausgesät, wird er sich mit ursprünglichen Sorten kreuzen und weiterverbreiten. Die Folgen für das Öko-System in Europa könnten weitreichend sein.


Gen-Mais wird künftig alle anderen Arten verändern – niemand weiß, in welche Richtung. (Foto: dpa)
Die Europäische Kommission hatte am Mittwoch die Chance, sich klar gegen den Anbau von Gen-Mais auszusprechen. Das passierte nicht. Stattdessen wurde die Abstimmung über die Zulassung an den Ministerrat weitergeleitet. 1998 wurde mit MON 810 der Firma Monsanto die bisher einzige Gen-Maissorte in der EU zugelassen. Nach 15 Jahren steht nun mit „Mais 1507“ eine weitere kurz vor der Zulassung.

Darüber werden nun die EU-Agrarminister entscheiden. Und die Vergangenheit zeigt: Entweder die Agrarminister einigen sich für einen Anbau von Gen-Mais. Oder sie kommen zu keiner klaren Entscheidung (mehr hier).

Damit wäre die Kommission wieder am Zug. Und die hat ihre Zustimmung bereits geäußert. Dabei beruft sie sich auf die Lebensmittelbehörde EFSA, die dem Gen-Mais für unbedenklich hält.

Pioneer, der Hersteller von „Mais 1507“, hatte den Antrag zur Zulassung bereits im Jahr 2001 gestellt und sich über das verzögerte Zulassungsverfahren beschwert. Der Europäische Gerichtshof hatte die Beschwerde im September zugelassen.

Die möglichen Folgen für Umwelt, Konsumenten und Bauern werden dabei außer Acht gelassen. Denn „Mais 1507“ produziert ein Insektengift. Dabei werden nicht nur Schädlinge wie der Maiszünsler getötet, sondern auch nützliche Tiere wie Schmetterlinge oder Falter, so Global 2000. Die Auswirkungen auf Honig- und Wildbienen wäre nicht abschätzbar.


Der Große Schillerfalter trägt beinahe die EU-Farben. Das wird ihm nicht helfen: Niemand weiß, welche Folgen der neue Gen-Mais für das Öko-System hat. (Foto: dpa)
„Die Kommission wäre mit einer Ablehnung den Anliegen der Mehrheit der europäischen Bürger nachgekommen, denn die lehnen Gentechnik ab. Stattdessen haben sie wieder einmal der Agrar-Industrie Vorschub geleistet. Das ist eine völlig falsche Richtung“, sagt Heidemarie Porstner von Global 2000 den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Sollte der Anbau erlaubt werden, wird der Gen-Mais sowohl als Futter- und als Lebensmittel zugelassen. Das würde bedeuten, dass etwa Honig aus zugelassenen Gen-Mais-Pollen in Zukunft verkauft werden darf. In Bayern musste in einem ähnlichen Fall eine ganze Jahresernte Honig vernichtet werden. Der Unterschied: Der bayrische Genmais stammte von einem Versuchsfeld und war noch nicht zugelassen (hier).

Einzige Hoffnung ist, dass sich die Agrarminister überraschend doch auf eine Ablehnung einigen. „Wir werden in den nächsten Wochen den österreichischen EU-Kommissar und den österreichischen Landwirtschaftsminister einmal mehr darin bestärken, auf ihre internationalen Kollegen einzuwirken. Auch unsere Partnerorganisationen werden weiter auf ihre Entscheidungsträger einwirken, damit dieser Gentech-Mais in Europa keine Chance hat,“ so Porstner.

Derzeit verhandeln EU und USA über ein gemeinsames Freihandelsabkommen, bei dem die Agrarkonzerne profitieren würden (hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «
"Dammbruch der Verseuchung" lautet die Überschrift über diesem Beitrag und es scheint tatsächlich so zu sein:
Die Freunde unserer Regierung von jenseits des Atlantiks verschaffen ihrem berüchtigsten Konzern, Monsanto, endgültigen Zutritt nach Europa. Ob die Europäer ihre Genprodukte haben wollen oder nicht, danach wird gar nicht gefragt.
Die EU-Kommission setzt sich wieder mal über den Bürgerwillen hinweg.

Mich würde einmal interessieren wieviel, neben dem offiziellen Gebühren, es an Barem kostet, um eine Zulassung für den europäischen Markt zu bekommen.
Wieviele Leute mit riesigen offenen Händen, in denen ganze Geldkoffer verschwinden können, an entsprechenden Schaltstellen sitzen?
Strecken sich diese Hände Monsanto nur aus Brüssel entgegen oder kommen auch welche aus Berliner Ministerien? Wird das Bakshisch persönlich abgeholt oder frei Haus geliefert?

Dass Monsanto die weltweite Kontrolle für Nahrungsmittel haben will, ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Dass ihr genmanipulierter Schrott nur dafür entwickelt wurde, auch.

Lächerlich hören sich ihre Versuche an, die genmanipulierten Pflanzen als Segen für die Menschheit zu verkaufen. Irgendwie ähnlich wie "der Irak besitzt Massenvernichtungswaffen".

Wenn es so wäre und sie wollen nur die Pflanzen gegen Insektenbefall schützen, warum werden sie dann zu Hybriden manipuliert? Damit die Ernte nicht erneut zur Aussaat genutzt werden kann? Warum verlangen die "Menschenfreunde" für das Saatgut, welches sich erneut aussäen lässt, jedes Jahr von neuem Lizenzgebühren ohne jede Leistung ihrerseits?

Was sich bei Monsanto für Menschenfreunde tummeln und um was es dem Konzern in Wirklichkeit geht sieht man daran, dass sie sich Lebewesen jeder Art patentieren lassen.
Anscheinend fühlen sich Einige dort als Götter, betrachten alles als ihr Werk und meinen, sie hätten ein Recht auf die Natur.

Warum wundern sich die Einprozent eigentlich, dass sie auf der ganzen Welt immer mehr gehasst werden? Sind sie in ihrem Verfolgungswahn blind bei ihrer Jagd nach Profit?
... und was sagen die deutschen Regierungsdarsteller, die mächtigste Frau der Welt und ihr Ensemble, dazu? "Liebe Freunde, geht ihr voran, wir kriechen hinterher".

Lesen sie auch hier:
http://netzfrauen.org/2013/11/07/unfassbar-nicht-nur-smartstax-wurde-zugelassen-49-verschiedene-gentechnisch-veraenderte-pflanzen-der-eu-zugelassen/#more-4764


cashca sagt
Wenn es um Profit geht, wird der Mensch zum Raubtier.
Eine verdammt nüchterne Erkenntnis.genau darum geht es doch bei Genmais, Monsanto will Europa erobern , den Markt erweitern, den Gewinn vergrößern und unsere Idioten spielen mit. Sollen die doch ihre Genprodukte in USA belassen, sollen sie das Zeug essen, aber sollen uns damit in Ruhe lassen.
Keiner weiß, wie sich das auf die Natur, die Nahrungskette , sowie auf die Gesundheit noch auswirkt.
Doch unsere Verantwortlichen werden sich dem Druck beugen.
Über die Hintertüre “Versuche ” , ist er doch schon da,
Er wird nach Europa und Deutschland kommen, die EU Politiker haben nicht den MUM nein zu sagen.
Man buckelt sehr bald vor der Macht aus den USA.
Wer die Macht über die Nahrung erobert, hat auch die Macht über Menschen.
Diese ewige verdammte Gläubigkeit…alles was aus den USA kommt ist gut , dient den Menschen, ist Gesetz.
Nein, es unterjocht die Menschen, aber das wollen die EU Bürokraten nicht kapieren.
Oder, sie wollen es so und arbeiten Hand in Hand mit den Amerikanern zusammen.
Genprodukte sind doch schon soweit verbreitet, Monsanto hat sie doch schon alle in der Hand.
sollte das noch weitere gesundheitliche folgen haben, dann hat auch die Pharmaindustrie für Jahrzehnte ausgesorgt. Davon müssen wir ausgehen.
De EU dient nicht dem Menschen, dass muss uns endlich klar werden.

raterZ sagt:
Den Scheiss braucht doch niemand. Hoffentlich werden die Bauern endlich mal zur Vernunft kommen und einsehen, dass man nicht auf Umweltzerstörung Landwirtschaft betreiben kann auf lange Sicht gesehen.

cashca sagt:
@raterZ
Wahrscheinlich setzen sie genau darauf, dass Saatgut nicht mehr reproduzierbar ist.
Alle die genmanipuliertes Saatgut verwenden, müssen jährlich neu kaufen…von Monsanto, weil diese Pflanzen nicht mehr selber natürlich keimen.
Wie will man da die jährliche Aussaat für Nahrungsproduktion sicherstellen, für 7 Milliarden Menschen?
Wenn der natürlich keimende Samen erst mal weg ist, dann ist er weg.
Das könnte zum Himmelfahrtskommando für Milliarden Menschen werden.
Will man etwa sogar auf diese Weise die die Reduzierung der Menschheit erreichen?
Über den Hungertod? Alles ist möglich, denn die Urheber schrecken vor nichts zurück.
Eine “zentrale Versorgung und damit Abhängigkeit von Saatgut, ” von MONSANTO..
das ist ja wohl das größte Abenteuer, dass die Menschheit je eingegangen ist.
Das ist an Dummheit nicht zu überbieten.

Angie die Erste sagt:
@ cashca
…das könnte zum Himmelfahrtskommando für Milliarden Menschen werden
Vielleicht ist genau das der Plan, die Reduzierung der Menschheit, die dahinter steckt?
Ich könnte mir das vorstellen, denn einfacher geht es nicht. Dauert zwar etwas länger als wenn Atombomben geworfen werden, ist aber unauffälliger.

Kleingärtner sagt:
Genau dieser Weg wird genutzt, um die Dumm.- und Trägheit der Menschenmasse auszunutzen. Nicht ohne Grund hat man im ewigen Eis eine Saatgutlagerstelle eingerichtet.

qwertz sagt:
Die EU arbeitet gegen uns Menschen. Es gibt eine breite Ablehnung der Gentechnik und doch befürwortet die Kommission diesen Dreck. Es herrschen die Konzerne und die EU verstellt sich und zeigt sich äußerlich (mit Parlament und so) demokratisch, damit die Bürger darauf hereinfallen und es fallen sehr viele darauf herein (Friedensunion, gemeinsames Europa…) Hier hat sie wieder mal gezeigt, für wen sie arbeitet und dass ihr die Bürger egal sind und nur der Profit und die Wünsche der Eliten zählen.