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Donnerstag, 8. September 2016

DIE ZEIT - Warum wird Putin so geliebt?

Thema: Deutschland

Die "Zeit" rätselt, warum Putin so beliebt ist,
und vermutet hinter jedem Baum einen FSB-Agenten

Ein Gespenst geht um in Europa: Nein, nicht der Kommunismus, den haben wir doch vor 25 Jahren begraben. Diesmal sind es Putin und die russischen Horden, die vor den Toren Europas stehen. Um uns Deutsche besser über den Feind zu informieren, wagt sich eine mutige "Zeit"-Journalistin ins Reich des Bösen und berichtet Erstaunliches.

Foto: CC-BY 4.0 Kremlin.ru
Das Zentralorgan des selbsternannten deutschen Bildungsbürgertums, die Wochenzeitung "Die Zeit", ist erschrocken über die hohen Zustimmungswerte des russischen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin: Wie kann es nur sein, dass der Autokrat aller Groß-, Klein- und Weißrussen, Herrscher aller Ländereien zwischen dem Baltischen Meer und dem Pazifischen Ozean, Zar Wladimir der Schreckliche, von seinen Untertanen nicht nur stillschweigend ertragen, sondern sogar gefeiert wird?

Zwar ist bekannt, dass die russischen Leibeigenen vor lauter Wodkakonsum, Kasatschok-Tanzen und Bärenringen nicht die Zeit und Muße dazu aufwenden können, sich mit den höheren Sphären des menschlichen Daseins zu befassen, wie es sich für ein zivilisierteres Volk schicken würde, aber selbst einer so rückständigen, bemitleidenswerten Nation wie jener der Iwans und Nataschas müsste es doch endlich klar werden, dass die Zeit längst gekommen sei, ihren unliebsamen Despoten davonzujagen. Oder zumindest nicht mehr zu mögen. Vor allem, da die "westliche Wertegemeinschaft" nun wirklich ausreichend Zeit, Kraft und Geld dafür investiert hat, Putin zu verteufeln.
    Warum wird Putin so geliebt?", fragt sich die jüngste Ausgabe der "Bild-Zeitung für jene höheren Wesen mit mindestens einem Hochschulabschluss". Sie "verarmen" und "fürchten sich" doch! Aber nein: Wider besseres Wissen "verehren sie ihren Präsidenten wie einen Abgott".
Widerwillig muss die "Zeit" feststellen, dass laut einem "unabhängigen" Umfrageinstitut nicht weniger als 82 Prozent der Russen ihren Präsidenten unterstützen. Natürlich müsse man dieses Ergebnis mit Vorsicht genießen:
    Umfragen in autokratischen Systemen sind heikel, die Befragten oft eingeschüchtert“, schreibt die Qualitätsjournaille.
Bekanntlich wird jedem russischen Bürger bei seiner Geburt ein FSB-Agent zugeordnet, der diesen dann ein Leben lang auf Schritt und Tritt überwacht. Bei der nächsten Umfrage wird Putin sicherlich Zustimmungswerte von mindestens 110 Prozent erhalten, da die 18 Prozent der Umfrageteilnehmer, die ihm ihre Loyalität verweigerten, längst ins Sibirische Exil befördert sein werden.

Die Frage aller Fragen bleibt aber trotzdem unbeantwortet:
    Die Zustimmung zu Putins Politik ist seit geraumer Zeit überwältigend und stabil. Warum?"
Eigentlich müssten sich die Russen schon längst von ihrem Präsidenten abgewandt haben, findet die Gazette der Gebildeten. Die Regale der Supermärkte seien zwar noch voll, aber die Preise seien stark gestiegen.
    Die Mehrheit spart in diesem Jahr an Lebensmitteln", stellt die "Zeit" fest.
Drohen also bald Zigmillionen russischer Bürger nordkoreanische Verhältnisse? Vielleicht erklärt dies ja auch die guten Kontakte zwischen Pjöngjang und Moskau: Putin holt sich Tipps beim nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un, wie man mit etwas Gras und Schlamm leckere Gerichte für die ganze Familie zaubern kann.

Vielleicht müsste ein deutsches Experten-Team den russischen Apparatschiks das System der Tafeln erklären? Bis zu 1,5 Millionen Deutsche sind schließlich auf deren Almosen angewiesen, um sich mehr schlecht als recht ernähren zu können.

Etwas passt da aber nicht richtig ins Bild: Seit Jahren steigt die landwirtschaftliche Produktion. In diesem Jahr könnte Russland laut der Agentur Sputnik "zum weltgrößten Weizenexporteur aufsteigen". Schon im letzten Jahr war Russland diesbezüglich Exportweltmeister, noch vor Kanada und den USA.

Um das Mysterium zu ergründen, verlässt die "Zeit"-Korrespondentin also die Moskauer Schickeria und fährt in die weite russische Wildnis.

Sie fährt in eine Stadt, in der "Trinkbrüder die Flasche kreisen" lassen und Arbeitslose "sich draußen die Zeit vertreiben". Nein, sie ist nicht in Dortmund oder Marzahn, sondern in der russischen Provinzstadt Togliatti. Dort stößt sie auf einen Dissidenten im Kleinformat.
    Die "Datscha" – die "Zeit" erklärt uns freundlicherweise, dass es sich dabei um "eine Sommerlaube mit Garten" handelt – "Die Datscha ist kein Ort der Erholung mehr, sie ist wieder Ort des Überlebens", beklagt sich Viktor Schamraj und gibt dafür Putin die Schuld.
Hat die Korrespondentin etwa den nächsten Solschenizyn gefunden? Offenbar, um den rebellischen Laubenpieper nicht in eine gefährliche Situation zu bringen, stellt sie ihm keine weiteren kontroversen Fragen. Schamrajs Freund spricht hingegen wohlwollend über den russischen Präsidenten (vielleicht ist er ja ein KGB-Genosse Putins?): Er sei ein "ehrlicher, hart arbeitender Politiker", der Russland "endlich von den Knien erhoben" habe.

Die mutige Vertreterin der westlichen Werte, die sich bis in Herzland des östlichen Despotismus gewagt hat, kann natürlich diese frevlerische Aussage nicht einfach so stehen lassen. Sie erklärt, dass viele russische Bundesstaaten finanziell "von der Zentralmacht abhängig" sind. Die Zuschüsse aus Moskau würden etwa 67 Prozent des Haushaltes der Krim ausmachen. Offensichtlich hat sich der Kreml-Herrscher die überwältigende Mehrheit beim Referendum zum Beitritt der Region zur Russischen Föderation einfach erkauft! Was in Russland als skandalöse Erscheinung präsentiert wird, stört in Deutschland allerdings nur die Wenigsten: Auch hier gibt es ein kompliziertes System, das den finanziellen Ausgleich zwischen Bund und Ländern sowie zwischen den Ländern selbst regelt.

Der hartnäckige Putin-Fan (sprich kremlgelenkter Teilzeitpropagandist) setzt noch einen drauf:
    Wladimir Putin hat uns Russen unser Selbstbewusstsein wiedergegeben. Wir sind ein großes und starkes Land."
Was für ein anmaßender Hinterwäldler! Wissen etwa die Russen nicht, dass sie sich gefälligst den US-Interessen unterordnen müssen und den niederen Völkern nur die Rolle von untertänigen Gehilfen der "letzten Hoffnung der Welt", wie es Hillary Clinton ausdrückte, zugeteilt ist?

Einen Jelzin, der die russische und Weltöffentlichkeit mit seinen albernen Auftritten ablenkt, während die westlichen Großmächte reibungslos ihre gottgegebene Verantwortung für den gesamten Globus wahrnehmen, einen Musterdemokraten wie Jelzin, der nebenbei das russische Parlament beschießen ließ, so einen Clown können sie gerne ertragen. Aber bitte doch keinen Politiker, der tatsächlich die Frechheit besitzt, die eigenen russischen Interessen statt diejenigen von Washington, Berlin oder Brüssel in den Mittelpunkt der russischen Innen- und Außenpolitik zu stellen!
    Die staatlichen Fernsehsender, vom Kreml kontrolliert, inszenieren den Präsidenten. In den Abendnachrichten sitzt er oft leicht vorgebeugt am Ende eines langen Tisches, vor ihm die Regierung. [Er] fragt die Minister ab, als seien sie Schulkinder, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Die Minister schauen dann verschämt auf den Tisch oder nicken eifrig", schreibt die Journalistin.
Ein Staatschef, der seine Minister zur Verantwortung zieht, und dabei noch transparent ist!? Was denkt der sich wohl dabei? Minister haben doch bitteschön den Instruktionen diskreter transatlantischer Freundschaftsvereine zu gehorchen und nicht irgendwelchen aufmüpfigen Ureingeborenen-Stammesfürsten.

Die alljährlich stattfindende Sendung "Direkter Draht", bei der russische Bürger stundenlang ihren Präsidenten anrufen, Fragen stellen und Bitten äußern können, wirke zwar, so die scharfsinnige Beobachterin, "volksnah und spontan", trage aber "bisweilen Züge einer geheimdienstlichen Operation". Eigeninitiative kann man dem slawischen Mob natürlich nicht zutrauen. Nur wenn der KGB es befiehlt, rührt sich der Russe. Alles ist gelenkt, alles ist kontrolliert.
    Kritische NGOs, Nichtregierungsorganisationen, die von ausländischem Geld leben, gelten als Feinde des Systems, als westliche Erfindung zur Destabilisierung Russlands", stellt die "Zeit"-Korrespondentin fest.
Warum die überwältigende Mehrheit der russischen Bürger sogenannten "kritischen" Organisationen, die vom ausländischen Geldtopf leben, wohl nicht traut?! In anderen Staaten, wie etwa der Ukraine, bescherten doch gerade diese die einheimische Bevölkerung mit westlicher "Demokratie".

Demokratie ist, was die westlichen Staaten sagen, das es ist. Wenn sich Russen nicht den "kritischen NGOs" anschließen, ihnen keine Mitgliedsbeiträge zahlen, dann ist dies höchst undemokratisch. Wenn dagegen prowestliche "zivilgesellschaftliche" Organisationen Putschversuche veranstalten, Regierungen stürzen, die sich auf gesellschaftliche Mehrheiten stützen, dann ist dies hingegen selbstverständlich demokratisch. Hybride Kriegsführung ist immer, was die anderen (angeblich) machen. Und wenn Regierungen beschließen, diese "zivilgesellschaftlichen" Organisationen genauer unter die Lupe zu nehmen, dann ist dies wiederum natürlich gänzlich undemokratisch.
    Gewiss ist nur: Putins Macht ist fragiler, als seine Anhänger glauben, und stabiler, als seine Gegner hoffen", schließt die Journalistin.
Aha. Die Frage, warum Putin so beliebt ist, bleibt zwar weitgehend unbeantwortet ("Putin manipuliert die Russen" ist eben keine Erklärung), wenigstens teilt uns die „Zeit“-Autorin aber ihre Schätzung zur Haltbarkeitsdauer des russischen Präsidenten mit. Klüger sind wir dadurch nicht geworden, wir können uns aber immerhin in unserer westlichen Überheblichkeit bestätigt fühlen.

Quelle: RT-Deutsch

» der Kommentar des Blogschreibers «

Ja werte Zeitredakteure und natürlich auch eure Kollegen,
es ist wie verhext für euch. Jetzt arbeiten sich schon seit Monaten die kompletten, Nato-hörigen Medien der "Westlichen Wertegemeinschaft" daran ab, von Putin und Russland ein Horrorszenario zu zeichnen und was passiert? Nichts! Zumindest Nichts, was ihr euch so vorgestellt habt. Ab und zu waren sogar Kriegstrommeln dazwischen zu hören. Die Leser und Zuschauer glauben euch schon lange nicht mehr.

Schon 2014 fanden für euch die "Putinspiele" statt, anders als für die Medien anderer Länder, die von ganz normalen olympischen Winterspielen berichteten. Statt über den Sport zu berichten, stöberten deutsche Sport-Journalisten in Ecken und Winkeln nach allem Nachteiligen, nur um es Putin und Russland anzuhängen. Schon damals hat sich das Ausland über Deutschland amüsiert und Deutsche haben sich für diese Art des deutschen Journalismus geschämt.
Immer wenn ihr euch über die Kosten der Spiele aufgeregt hat habt, habt ihr grundsätzlich vergessen zu erwähnen, dass alleine deutsche Firmen mit Aufträgen von über 1 Mrd. Euro beteiligt waren und damit Arbeitsplätze in Deutschland gesichert wurden.

Dass der Sieg des ESC ein mit eurer Hilfe gesteuertes, politisches Ergebnis war, braucht man wohl nicht besonders zu erwähnen. Es war zu offensichtlich.

Dass die westlichen Politikmarionetten Russland am liebsten sämtliche Gross-Veranstaltungen, wie Fussball-WM, Formel 1 und ähnlichen, mit eurer Hilfe im Auftrag der US-Administration abnehmen wollen, nur um Putin und Russland zu demütigen, auch dieser Schuss wird wohl nach hinten losgehen.

Hoffentlich fällt euch, und den anderen Nato-Pressestellen, diese redaktionelle "Arschkriecherei" in einigen Monaten nicht gewaltig auf die Füsse.

Was haltet ihr von diesen beiden Zitaten?

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“
Paul Sethe, Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

“. . .Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füssen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiss es. . .”
John Swinton, (1829 – 1901), US-amerikanischer Redaktions-Chef der New York Times. Das koplette Zitat findet man hier bei Wikipedia



Montag, 21. September 2015

Poroschenko macht Front gegen die Meinungsfreiheit

Thema: Sanktionen

Ukraine:
Sanktionen jetzt auch gegen BBC, Die Zeit und Kaspersky Labs

Der ukrainische Präsident Poroschenko hat am Mittwoch unter dem Banner anti-russischer Sanktionspolitik eine breite Front gegen die Meinungsfreiheit in dem osteuropäischen Bürgerkriegsland beschlossen. Auf die sogenannte Schwarze Liste wurden nicht nur Journalisten der Nachrichtenagentur Ruptly gesetzt, künftig wird auch einigen BBC-, El Pais- und Die Zeit-Reportern die Arbeit in der Ukraine verboten.

Quelle: Ruptly
Kiew veröffentlichte am Mittwoch die Liste der Betroffenen. Präsident Poroschenko hat dabei über 400 Personen aus Frankreich, Griechenland, Israel, Spanien, Italien, den USA, Russland, Polen, der Schweiz, Deutschland, Großbritannien und einigen anderen Staaten mit Sanktionen belegt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung übernahm die Meldung aus Kiew kommentarlos. Die FAZ wies lediglich in einem Nebensatz darauf hin, dass sich „darunter auch ein Korrespondenten der deutschen Wochenzeitung Die Zeit befindet“.

Die Zeit selbst veröffentlichte einen Artikel unter dem Titel „Russland: Ukraine erweiterte Sanktionsliste“. Dabei distanzierte sie sich regelrecht vom nunmehr sanktionierten Michael Rutz, den sie als „früheren Chefredakteur der Wochenzeitung Rheinischer Merkur und freien Autor“ umriss. Die Wochenzeitung gab die Anschuldigungen aus Kiew gegen ihren Mitarbeiter im Wortlaut und unkommentiert wieder. Demnach sei der Journalist Rutz eine „Gefährdung der nationalen Interessen, der nationalen Sicherheit, der Souveränität und der territorialen Einheit der Ukraine“. Zudem trügen er sowie die übrigen 400 Journalisten „zu terroristischen Aktivitäten [im Land] bei“. Rutz selbst verteidigt sich in dem Artikel mit dem Hinweis darauf, die Sezession der Krim pflichtbewusst mit dem Propagandabegriff „Annexion“ belegt zu haben.

Überrascht teilte Rutz der Deutschen Presse-Agentur mit:
    „Ich war noch nie in der Ukraine und habe auch nicht die Absicht, in nächster Zeit dorthin zu reisen.“
Michael Rutz ist Mitglied im Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs, welches sich für die Verständigung zwischen der deutschen und russischen Gesellschaft einsetzt, gibt Die Zeit bekannt.

Auch über einhundert Personen des öffentlichen Rechts stehen auf der neuen Sanktionsliste. Ihnen werden für die Dauer von einem Jahr Reise- und Finanzbeschränkungen auferlegt.

Die erweiterte Sanktionsliste nimmt weitere 90 Unternehmen, darunter die russische Fluggesellschaft Aeroflot, ins Visier, die angeblich in direkten Beziehungen zu den Volksrepubliken Donezk und Lugansk stünden. Angaben zufolge dürfen ukrainische Behörden auch den Anti-Viren-Dienstleister Kaspersky nicht mehr verwenden.
Quelle: RT-Deutsch

Ukraine schränkt Pressefreiheit massiv ein

Die Ukraine hat Dutzende Journalisten und Blogger für einen Zeitraum von einem Jahr Berufsverbote erteilt. Dazu gehören auch ausländische Journalisten. Die Betroffenen würden eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der Ukraine darstellen.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare

Kristana
Die Zeit? Ja da musste sich Transatlantik-Joffe direkt distanzieren, sonst kriegt er noch Haue von seinen Herrchen. Früher dachte ich wirklich mal Helmut Schmidt und di Lorenzo seien anständige Menschen. Wie man sich doch irren kann.
Was auch immer der Poroschenko nimmt, er sollte weniger davon nehmen – oder zu unser Aller Bestem mal ne richtige Überdosis.

Uli H.
@Kristana, Wenn Schoki-Poro weg ist dann kommt halt der nächste von den USA tolerierte oder gar installierte Hampelmann der die Arbeit fortführt. Läuft schätzungsweise alles nach Plan – bloß etwas langsam als gedacht. Ich bin aber zuversichtlich, dass „unswere Freunde“ in Übersee noch die „richtige“ Idee haben, um Russland mal eben so nebenbei mitten auf die „axis of evil“ zu katapultieren.
Man stelle sich vor, eine von diesen, von der USA an die Russische Grenze gekarrten Langstreckenraketen verirrt sich in Richtung USA und die Zeitungen sind sich einig „Putin war’s“ … Dann iss vollkommen egal welcher Idiot in der Ukraine gerade Präsident spielt.

ben
Wie lächerlich peinlich für die Marionetten immer wieder diese pupsigen Bekanntmachungen. Man bekommt schon fast Mitleid bei dem Bild.
Doch könnte ein Mann mit finanziellem Potential nicht auch aussteigen?
Gewiß, wenn er nicht den Diehl mit dem CIA eingegangen wär?
Diehl mit CIA in der heutigen Zeit heißt schon krimminell von Grund auf zu sein.


Samstag, 31. Januar 2015

DIE ZEIT als Trojaner der Atlantikbrücke

Thema: Trojaner
RT-Deutsch
Das hat uns gerade noch gefehlt:
DIE ZEIT als Trojaner der Atlantikbrücke

Jochen Bittner, seines Zeichens Politik-Redakteur der ZEIT und ironiefreier Kläger gegen DIE ANSTALT, hat am 29. Januar ein Propaganda-Pamphlet unter dem Titel „Putins Trojaner“ veröffentlicht. Alleiniges Hassobjekt ist der griechische Ministerpräsident Tsipras und seine Dialogbereitschaft mit Moskau. Eine Erwiderung in ZEIT-Manier.

Quelle: Manfred Sauke
DIE ZEIT-Redaktion in Hamburg und Berlin ist eine Gefahr für den journalistischen Anspruch. Weniger aus Gründen des nervtötenden, pseudo-humanistischen Schreibduktus à la Deutsch-Leistungskurs 12. Klasse, vielmehr wegen der devoten und einseitigen transatlantischen Ausrichtung.

Wenn sich das Muster der Reaktion der ZEIT auf die Wahl in Griechenland aus den vergangenen Tagen und Stunden fortsetzt, dann ist der pathosbeladene Schreibstil, noch das kleinste Problem, dass der Leser gerade mit der ZEIT bekommt. Der bei weitem schlimmere Schaden droht der Reputation, ihrer Integrität. Ja, man kann es so drastisch sagen: der Seele des einstigen Qualitätsmediums.

Zugabe, Zugabe! Zeit-Herausgeber Josef Joffe geht gegen Die Anstalt in Berufung
Eines der ersten Manöver der ZEIT nach der Wahl des neuen Regierungsbündnisses aus Syriza und Anel, war das politisch Wertvollste zu zerstören, dass der ZEIT-Journalismus einst hervorgebracht hatte: Eine demokratische Diskussionskultur und den Konsens darüber, dass man sich trotz aller Mitgliedschaften in transatlantischen Lobbygruppen, um eine objektive, ausgeglichene und hinterfragende Haltung bemüht. Bei allen Themen.

Und nicht losgelöst von allen journalistischen Standards, einer vor wenigen Tagen demokratisch gewählten Regierung den Zerfall und der krisengeplagten griechischen Bevölkerung noch mehr Leid wünscht, weil sich dessen Regierung erdreistet, mit der ihr zur Verfügung stehenden Souveränität, Entscheidungen und Diplomaten zu treffen, die so gar nicht abgesprochen waren mit Herrn Joffe, Jochen Bittner und dem großen Bruder am anderen Ende des Teichs.

Die ZEIT und ihr Autor Jochen Bittner wollen den (noch verbliebenen) Lesern tatsächlich einreden, dass “die aktuelle griechische Regierung eine Gefahr für Europa darstellt, weil sie so ziemlich alle moralischen und rechtlichen Werte verrät, die Europa heilig sind”.

Die „Seele“ und Logik des einstigen Qualitätsblattes scheinen ernsthaft in Gefahr zu sein, wenn in dessen Lesart eine demokratisch gewählte griechische Regierung alle moralischen und rechtlichen Werte verrät, weil sie den Dialog mit Russland sucht, aber eine im Verlauf eines blutigen Putsches an die Macht gekommene Kiewer-Regierung, die sich auf neonazistische Freiwilligen-Bataillone und Abgeordnete mit unverhohlener Sympathie für Hakenkreuz- und SS-Runenträger stützt, für die „heiligen Werte“ Europas steht.

Den deutschen ZEITungslesern ist jetzt nur eins zu wünschen. Dass diese transatlantische Kalte-Krieger Redaktion sich an ihren inneren Widersprüchlichkeiten und äußeren Absurditäten schnell selbst zerlegt. ζητωκραυγάζω κάποιον* ZEITungssterben!
*Griechischer Hochruf

Der ZEIT-Artikel, auf den sich die Replik bezieht, kann hier eingesehen werden.
Quelle: RT-Deutsch