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Donnerstag, 12. Juli 2018

ARD-Doku - Die Trickserei und die Lüge vom Freien Handel

Thema: Handelskrieg

Spiel ohne Grenzen: Die Lüge vom freien Handel


marktcheck
Am 26.03.2018 veröffentlicht

Unfair schimpft Donald Trump über die Handelspartner der USA. Mit Strafzöllen und seine protektionistischen Drohungen könnte er China und Europa in einen Handelskrieg ziehen. Damit ist der Freihandel gefährdet, der uns doch allen so viel Wohlstand versprochen und gebracht hat. Oder doch nicht ? Es gibt inzwischen viele, die sich als Verlierer fühlen, abgehängt von den Segnungen des freien Handels. Nicht nur in den USA. Die Dokumentation zeigt, wie im freien Welthandel getrickst, getäuscht und versteckt wird. Nicht nur vom mächtigen China, sondern auch von uns, der EU. Nur: wir verbergen, dass auch wir Europäer ganz schön protektionistisch vorgehen. Im Namen des freien Handels. In der Landwirtschaft zum Beispiel, die wir mit Milliarden konkurrenzfähig machen. Oder mit Strafzöllen. Die Story im Ersten zeigt, wie unfair unser freier Handel sein kann. Und: wir müssen schauen, ob völlig liberalisierter Handel immer die beste Lösung ist. Die Story zeigt das an so einfachen Beispielen wie Zwiebeln, Fliesen oder Fahrrädern: bei uns, in der Schweiz, den USA und im afrikanischen Kamerun.

Kategorie: Praktische Tipps & Styling
Lizenz: Standard-YouTube-Lizenz

Kommentare

dschihadinio
Das System hat keinen Fehler. Das System ist der Fehler.

Erik Schiegg
Wer zu ungehemmten Freihandel ja sagt, sagt auch ja zum billigsten Arbeiter und dem günstigsten Produkt - weltweit. Und das bedeutet selten, dass man das selber anbieten kann, egal ob Arbeit oder Produkt.

Ymi_Yugy
Eine Seite die leider kaum beleuchtet wurde ist die der Konsumenten. Jeder Zoll der erhoben wird senkt den Lebensstandard aller Bürger. Es ist eine Konsumsteuer, die deswegen insbesondere den ärmeren Teil der Bevölkerung trifft.
Was dem Beitrag leider auch gefehlt hat, ist der theoretische Unterbau des Freihandels. Ein paar Worte zum komparativen Kostenvorteil hätten z.B. eine Perspektive eröffnen können, wie auch ökonomisch unterentwickelte Länder erfolgreich am Welthandel teilnehmen können ohne protektionistische Maßnahmen zu ergreifen.
Allgemein schien der Tenor zu sein, dass es besser sei wohlstandsfeindliche, nationalistische Lösungen zu ergreifen, statt mit multilateralen Mitteln gegen Subventionen, andere nichttarifäre Handelshemmnisse und weitere wettbewerbsverzerrende Umstände anzugehen.


Freitag, 7. Juni 2013

Handelsstreit: China prüft Strafzölle gegen EU-Importe

t-online
Will sich Peking nun für europäische Strafzölle auf chinesische Solarprodukte rächen? Der Handelsstreit zwischen China und der Europäischen Union spitzt sich jedenfalls weiter zu. Jetzt kündigte das chinesische Handelsministerium ein Anti-Dumping-Verfahren gegen spezielle Chemie-Importe aus der EU und den USA an.

Handelsstreit: China erwägt Strafzölle gegen EU-Importe
(Quelle: Reuters)
Die Einfuhr des Lösungsmittels Tetrachlorethen werde untersucht, schrieb die Behörde in einer knappen Mitteilung am Freitag auf ihrer Internetseite. Zwei chinesische Chemiefirmen hätten bereits Ende April einen Antrag auf ein Verfahren gegen die Chemieimporte gestellt, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service.




Solar-Billigimporte aus China

Die EU will Solar-Billigimporten aus China einen Riegel vorschieben und die Einfuhr von Solarmodulen dem Vernehmen nach mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen. China hatte seinerseits kürzlich eine Anti-Dumping-Untersuchung zu Importen von Stahlrohren aus Europa eröffnet.
In der europäischen Solar-Branche sind die Anti-Dumping-Zölle auf chinesische Solarimporte umstritten: Solaranlagen könnten sich massiv verteuern. Zudem fürchtet Europa Vergeltungsmaßnahmen seitens Chinas. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Außenhandelsverband BGA warnten bereits vor einer Eskalation im Handelsstreit mit China.

Deutschland gegen Strafzölle
Auch unter den EU-Mitgliedsstaaten regt sich Protest gegen die Maßnahmen gegen China. Dem Vernehmen nach sind bis zu 18 EU-Staaten gegen die Sanktionen, die von der Bundesregierung klar abgelehnt werden. Auch EU-Kommissar Günther Oettinger stellt sich gegen Strafzölle: Er sieht nach eigenen Worten darin keine Hilfe für deutsche Unternehmen der Branche. "Es fehlt auf längerer Sicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit", sagte Oettinger "Focus Online".
 

Kommentare


Monopolist: 
es gab mal Zeiten,da waren unsere Unternehmen aus gutem Grund stolz darauf,teurer als andere zu sein und hatten gerade deswegen Markterfolg!Aber es gab ja auch mal Zeiten,da war Bildung,Forschung,Innovation,Qualität,Kundenzufriedenheit,Nachhaltigkeit und Integration statt Extraktion von Unternehmenserfolg wichtiger,als Quartalsberichte,Steuerflucht und Kostenflucht...könnten wir auf den Weg "wirklich Made in Germany" zurück kehren,brauchen wir vor keinem Chinesen,Pakistani oder Inder Angst haben!Die vergessenen "guten alten Werte" haben Deutschland früher aus allen Krisen stark hervor gehen lassen-die heutige "Stärke" ist genau wie die der EU in angstmachender Höhe kreditiert während China auf "geizistgeil" echten Billionen sitzt und damit das Gegenteil von objektiv-zurück zu alten Werten und nicht Strafzölle kann nur der Weg sein,dann werden wir wieder konkurrenzfähig.

Macabros:
Mal eine gute Nachricht. Hinz und Kunz pflastert sich das Dach zu mit Photovoltaikanlagen und der Endkunde zahlt dann den Mist mit der EEG Umlage. Schon jetzt kann, falls mal die Sonne scheint und ein wenig Wind geht, die Energie nicht gespeichert oder verbraucht werden und muss zu Dumpingpreisen ans Ausland verscherbelt werden, während hier in Deutschland die Bürger kaum noch Ihre Stromrechnung zahlen können.

Fair:
Tja das haben nun alle Firmen und Länder davon die das Sie Ihr Knowhow nach China auf einem Silbertablett ausgelagert haben. China ist hochgradig korrupt, Vetternwirtschaft, Schmiergelder, extreme Bürokratie die nur ausländische Firmen betreffen, sehr schlecht ausgebildete Arbeitskräfte (oft Wanderarbeiter vom Land). Irgendwann zeigt der rote Drache seine wahre Seele sagte mir einmal ein Chinese. Dann ist jedoch alles zu spät. Ich bin der Meinung es ist schon zu spät!!!


Mittwoch, 5. Juni 2013

Barroso blamiert Merkel: EU beschließt Strafzölle gegen China

noch am 28.05.2013 hieß es:

Deutschland blockiert EU-Blockade gegen China

EU-Kommissar De Gucht will Solar-Produkte aus China mit einer Strafsteuer von 47 Prozent belegen. Deutschland und die Mehrheit der EU-Staaten lehnen dies strikt ab. Denn sie wollen einen Handelskrieg mit China vermeiden.

Unter Führung Deutschlands lehnte am Montag die Mehrheit der EU-Staaten Strafzölle auf chinesische Solar-Panel ab. Die Bundesregierung stellt sich gegen den Versuch des EU-Kommissars für Wirtschaft, aggressiv auf die angeblich unfaire Konkurrenz aus China zu reagieren.

Unter Deutschlands Führung haben die EU-Mitgliedsstaaten den aggressiven Kommissar De Gucht zurückgepfiffen. Dieser riskiert mit Unterstützung der Solar-Industrie einen Handelskrieg mit China. (Foto: Flickr/N A I T)
EU-Kommissar Karel De Gucht hat gegen China die größte Handels-Ermittlung eingeleitet, die es in der EU jemals gegeben hat, beichtet die FT. Der Belgier empfiehlt nun Strafzölle von 47 Prozent auf chinesische Solar-Produkte. Er wirft den Chinesen vor, die Produkte unter Preis anzubieten.

Zwar kann De Gucht die Zölle einführen. Doch die Mitgliedsstaaten können die Zölle blockieren. Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler hatte klargestellt, dass Deutschland strikt gegen Strafzölle sei (hier). Mindestens 14 der 27 EU-Staaten lehnten die Zölle am Montag ab.

Trotz des deutschen Widerstands gegen Strafzölle sind die deutschen Solarunternehmen dafür. Das Pleite-Unternehmen Solar World setzte sich sogar bei der EU-Kommission für Strafzölle gegen die chinesische Konkurrenz ein. Die Solar-Lobby will eine Branche retten, die von Anfang an nur mit Subventionen funktionierte. Und sie will weitere Milliarden vom Staat (hier).

Am Montag traf De Gucht auf den stellvertretenden chinesischen Handelsminister Zhong Shan. Ein EU-Sprecher sagte: „Kommissar De Gucht (…) machte dem Vize-Minister klar, dass ihm der Druck bewusst ist, den China auf eine Reihe von Mitgliedsstaaten ausgeübt hat, was erklärt, warum sie sich positionieren, wie sie es tun, in ihrer beratenden Position gegenüber der Europäischen Kommission.“

Peking hat bereits mit Vergeltung gedroht, sollte die EU mit Strafzöllen einen Handelskrieg beginnen. „Die chinesische Regierung würde nicht nur zuschauen, sondern würde die nötigen Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen zu verteidigen“, sagte Vize-Minister Zhong. Sein Land hoffe jedoch, einen Kompromiss mit der EU zu finden.

und nun Miss-Erfolg?
so schnell kann es gehen, man wird nicht mehr gefragt und auf einmal heißt es:

Handelskrieg beginnt

Barroso blamiert Merkel: EU beschließt Strafzölle gegen China

Die überraschenden Strafzölle gegen chinesische Solarpanel starten bereits am Donnerstag. Sie liegen zunächst bei über 11 Prozent. Erst im August sollen sie die volle Höhe von 47 Prozent erreichen.

Die EU-Kommission führt ab Donnerstag Strafzölle gegen chinesische Solarpanel ein. Erst nach zwei Monaten sollen die Strafzölle mit voller Gewalt zuschlagen. So will die EU den Chinesen Zeit geben, eine Einigung mit der EU zu finden. Es droht ein Handelskrieg.

Am Donnerstag starten die Strafzölle gegen chinesische Solarpanel zunächst mit 11,8 Prozent. Am 6. August sollen die Strafzölle dann auf 47,6 Prozent steigen, so die Pressemitteilung der Kommission. Bis dahin sollen die chinesischen Hersteller der EU-Kommission einen Vorschlag unterbreiten, wie der Handelsstreit beigelegt werden kann.

Handelskommissar Karel De Gucht sagte dazu am Dienstag in Brüssel:
„Der Entscheidung für die Zölle ist eine neunmonatige Untersuchung vorausgegangen, während der alle Beteiligten angehört wurden. Die Frist der ersten zwei Monate läuft am 6. August aus. Bis dahin steht die Einladung an China, in Verhandlungen einzutreten. Geschieht dies nicht, greifen die höheren Zölle.“

Europäische Hersteller von Solarpanels hatten sich in Brüssel für die Strafzölle eingesetzt, um die billige Konkurrent loszuwerden (hier). Die Aktie des deutschen Pleite-Unternehmens Solar World legte nach Bekanntwerden der EU-Entscheidung deutlich zu.

Die Bundesregierung hingegen hatte sich stets gegen Strafzölle ausgesprochen. Sie wollte einen Handelskrieg mit China vermeiden (hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
(hier) und (hier)

Nachtrag 05.06.2013, 20:50 Uhr
Sollte „Die chinesische Regierung nicht nur zuschauen, sondern würde die nötigen Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen zu verteidigen“, machen sie sich, werte Kanzlerin, schon mal kriechbereit. Das können Sie doch!