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Sonntag, 28. Juni 2015

Wikileaks: Saudi Arabien erkauft sich Einfluss mit „Schmiergeldern“

Thema: Wikileaks

WikiLeaks:
Saudi Arabien nimmt mit „Schmiergeldern“ massiv Einfluss auf ausländische Medien in der Region und im Westen

Ungemach droht der Golfmonarchie Saudi Arabien, nachdem die erste Tranche an Dokumenten der Enthüllungsplattform WikiLeaks freigegeben wurde, die das Königreich betreffen. Ein Sprecher der von Julian Assange gegründeten Plattform erklärte gegenüber RT, dass das, was nun über das politische Innenleben und die außenpolitischen Aktivitäten der Saudis enthüllt wurde, „erst der Anfang“ wäre.

Quelle: Screenshot von wikileaks.org
Aus Riad kamen bis zuletzt Warnungen an die Plattform, die Dokumente zu veröffentlichen. WikiLeaks zeigte sich unbeeindruckt und veröffentlichte am Freitag die erste Tranche von etwa 70.000 klassifizierten Dokumenten, die einen Einblick in die Innen- und Außenpolitik Saudi Arabiens geben. Es handle sich erst um ein Zehntel dessen, worüber die Whistleblower-Plattform verfüge, der Rest solle im Laufe der kommenden Wochen veröffentlicht werden.


„Wir sehen, wie das Geld aus den Ölgeschäften genutzt wird, um Saudi Arabien Einfluss zu erkaufen“, erklärte der isländische Investigativjournalist und WikiLeaks-Sprecher Kristinn Hranfsson, gegenüber RT. „Und das ist substanziell. Das ist ein Verbündeter der USA und Großbritanniens. Und seit dem Frühjahr betätigt das Land sich als Kriegstreiber im Nachbarland Jemen.“

Unter den veröffentlichten Leaks befinden sich etwa eine halbe Million Dokumente, darunter Kommuniqués des saudischen Außenministeriums, ebenso wie „Top Secret“-Berichte des saudischen Geheimdienstes und des Innenministeriums.

„Dies ist nur der Anfang“, erklärte Hranfsson. Die Medien würden nun Gelegenheit erhalten, die Dokumente auszuwerten und die entsprechenden Geschichten daraus zu machen. Am Samstag warnte Riad seine Bürger davor, nicht „Dokumente, die gefälscht sein könnten“, zu verbreiten. In seiner Erklärung auf seinem Twitter-Account stritt das Außenministerium Saudi Arabiens jedoch die Authentizität der Dokumente nicht ab.

Bereits am Samstag veröffentlichte WikiLeaks einen Bericht über die „extensiven Versuche, die arabischen Medien zu überwachen und sie zur Kooperation zu bewegen“, die Riad unternehmen würde.

Durch Überwachung von Medien und den Versuch, „von Australien bis Kanada und überall dazwischen Loyalität zu erkaufen“, arbeite die Administration in Riad darauf hin, dem Land auf internationaler Ebene ein positives Image zu erkaufen, so die Plattform. Man versuche, alle Abweichungen bezüglich der regionalen Berichterstattung über Saudi-Arabien und Angelegenheiten, die Saudi-Arabien betreffen, zu korrigieren.

Mehr lesen: Saudi Arabien als treuer Verbündeter der USA: 100 Hinrichtungen in 6 Monaten
Je nach dem Medium, um das es geht und je nach dem betreffenden Markt fahre man eine Strategie von „Zuckerbrot und Peitsche“, wobei man entweder durch hohe Zuwendung oder die massenhafte Bestellung von Zeitschriften oder Agenturdiensten Loyalität und Abhängigkeit schaffe, oder man übe Druck aus. Ziel seien „Neutralisierung“ oder „Einhegung“ der Berichterstattung.

So soll es am 1. Januar 2010 unter anderem um die Erneuerung von Abonnements von Medien oder Diensten von zwei Dutzend Publikationen in Damaskus, Abu Dhabi, Beirut, Kuwait, Amman und Nouakchott für Gegenwerte zwischen 500 US-Dollar und 9.750 kuwaitischen Dinaren (33.000 US$) gegangen sein.

Die Summe an „Schmiergeld“ habe sich nach der Bedeutung des Landes und dem Stand der Beziehungen gerichtet. So gab es kleine, aber lebenswichtige Beiträge für Medien in Entwicklungsländern wie jährlich etwa 2000 US-Dollar für die Guinea News Agency bis hin zu Millionen Dollar für die rechtsgerichtete libanesische TV-Station MTV.

Während des „Arabischen Frühlings“ habe, so WikiLeaks, Riad direkten Einfluss auf Medien genommen, insbesondere in Tunesien, von wo die Welle an Umstürzen ausgegangen war, sei man an einflussreiche Medienorgane herangetreten.

Saudi Arabien ist der zweitgrößte Ölproduzent der Welt und ein einflussreicher Faktor in der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC), die einen starken Einfluss auf Produktion und Weltmarktpreise aufweist. Die Menschenrechtssituation in der Golfmonarchie soll hingegen durchwachsen. Am letzten Montag wurde die bislang 100. öffentliche Hinrichtung in diesem Jahr vollstreckt.

Quelle: Quelle: RT-Deutsch

Donnerstag, 28. Mai 2015

AVAAZ: - FIFA


Die Schweizer Polizei hat gerade sieben hochrangige FIFA-Funktionäre wegen Korruption verhaftet. Jetzt haben wir 24 Stunden, um FIFA-Präsident Sepp Blatter die rote Karte zu zeigen, anstatt mit anzusehen, wie er erneut an die Spitze des Fußball-Weltverbands gewählt wird. Unterzeichnen und verbreiten Sie die Aktion jetzt — das Avaaz-Team ist bereits vor Ort, um unseren Aufruf morgen bei der Hauptversammlung in Zürich zu überreichen.

Unterzeichnen

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Schweizer Polizei hat gerade sieben hochrangige FIFA-Funktionäre verhaftet — ein Hoffnungsschimmer für Milliarden von Menschen weltweit, die Fußball lieben und Korruption ablehnen. Doch wenn wir nicht schnell handeln, wird Sepp Blatter ungeschoren davonkommen und seine fünfte Amtszeit als FIFA-Präsident antreten!Blatter hat Bestechungvorsen zugelassen und Gastgeberländer der FIFA abgezockt. Er hat den Ethik-Report vertuscht, den er selbst beauftragt hatte, um Korruptionsvorwürfe bei den WM-Vergaben an Russland und Katar zu untersuchen. Doch hier geht es nicht nur um Fußball: Die FIFA ist ein Nährboden für Korruption geworden. Auf den Baustellen der Stadien sind Menschen ausgebeutet worden und viele haben dort sogar ihr Leben verloren.
Die gestrigen Razzien bieten uns die einmalige Chance, diesen Schandfleck auf unserer Welt zu beseitigen. Doch ohne massiven Druck wird das nicht passieren. Starten wir jetzt eine riesige Petition, um FIFA-Funktionäre dazu aufzufordern, Blatter die rote Karte zu zeigen. Erreichen wir gemeinsam in Windeseile eine Million Unterschriften und überreichen unsere Forderung noch vor der morgigen Abstimmung!Unterzeichnen und verbreiten Sie jetzt die Aktion:

https://secure.avaaz.org/de/clean_up_football_loc/?baLosfb&v=59502

Fußball ist der beliebteste Sport der Welt, doch die Skandale in der Führungsriege betrüben unzählige Fans, die ein sauberes Spiel auf dem Platz sehen wollen. Aus einer Umfrage von Transparency International geht diese Woche hervor, dass vier von fünf Fans nicht möchten, dass Blatter für die FIFA-Präsidentschaft kandidiert und dass zwei Drittel von ihnen kein Vertrauen in die FIFA haben.Die Schweizer Polizei hat die FIFA-Spitzenfunktionäre unter dem Verdacht festgenommen, dass sie im Gegenzug für Medien- und Vermarktungsrechte Bestechungs- und Schmiergelder in Höhe von über 100 Millionen Dollar angenommen haben sollen. Seit drei Jahren ermitteln die US-Behörden in der Annahme, dass Pläne für Korruption auf amerikanischem Boden und unter Einsatz amerikanischer Banken geschmiedet wurden.
Starten wir schnell einen riesigen Aufruf, um Blatter loszuwerden und FIFA dazu zu bringen, die Wahlen solange zu verschieben, bis ein Kandidat gefunden ist, der die Institution aus den Fesseln der Korruption befreien kann. Machen wir alle mit!

https://secure.avaaz.org/de/clean_up_football_loc/?baLosfb&v=59502

Zu Beginn des Jahres hat sich die Avaaz-Gemeinschaft Hand in Hand gegen die sklavenhaften Bedingungen der WM-Arbeiter in Katar eingesetzt. Tun wir uns jetzt noch einmal zusammen, um im Herzen der FIFA für fairen, sauberen Fussball zu sorgen.Voller Hoffnung,

Alex, Rowena, Alice, Andrea und das Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Der Druck auf Blatter wächst (Tagesschau)
http://www.tagesschau.de/ausland/ermittlungen-gegen-fifa-107.html

Jahr und Jahr Korruption, von Turnier zu Turnier (ZEIT ONLINE)
http://www.zeit.de/sport/2015-05/fifa-ermittlungen-us-justizministerium-weltfussballverband

So funktioniert die Korruption im Fußball (FAZ)
http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/fifa-skandal-so-funktioniert-korruption-im-fussball-136165...

Wer wurde verhaftet? Und was wusste Blatter? (Stern)
http://www.stern.de/sport/fussball/fifa-skandal-wer-verhaftet-wurde-und-was-bekannt-ist-2196776.html

4 von 5 Fußball-Fans sagen Blatter sollte als FIFA-Präsident zurücktreten (Transparency International - englisch)
https://www.transparency.org/news/pressrelease/4_in_5_football_fans_say_blatter_should_not_stand_for_fifa_president_poll_o


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das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

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Dienstag, 9. Juli 2013

Früherer chinesischer Minister Liu wegen Korruption zum Tode verurteilt

Korruption
Was man hier nur äußerst selten zu lesen bekommt

Der frühere Eisenbahnminister Liu Zhijun hat Schmiergelder in Höhe von 8 Millionen Euro angenommen und seine Stellung missbraucht. Der chinesische Präsident Xi will Stärke im Kampf gegen die Korruption demonstrieren.


Nach einem Zugunglück im Jahr 2011 wurde der Eisenbahnminister Liu dafür verantwortlich gemacht, und die Parteiführung ließ ihm die Korruption nicht mehr durchgehen. (Screenshot)
Ein Pekinger Gericht hat den früheren chinesischen Eisenbahnminister Liu Zhijun wegen Bestechlichkeit und Machtmissbrauch zum Tode verurteilt.

Die Vollstreckung der Todesstrafe wurde um zwei Jahre aufgeschoben, berichtet der Guardian. Ex-Minister Liu hat von 1986 bis 2011 Schmiergelder in Höhe von circa 8 Millionen Euro angenommen. Zudem hat er seine Stellung missbraucht, um 11 Leuten Beförderungen oder lukrative Geschäfte zu verschaffen.

Das Urteil gegen Liu legt auch fest, dass er bis zum Lebensende vom politischen Leben in China ausgeschlossen ist und dass sein gesamter persönlicher Besitz beschlagnahmt wird. Aufgeschobene Todesurteile werden gewöhnlich in lebenslängliche Haftstrafen umgewandelt. Den früheren Minister erwarten mindestens zehn Jahre in Haft.

Liu war die treibende Kraft hinter der massiven Modernisierung des chinesischen Eisenbahnsystems. Seine Erfolge ließen die höheren Parteibeamten über lange Zeit über die Korruption hinwegsehen.

Nach dem Unfall eines Hochgeschwindigkeitszugs im Jahr 2011, bei dem 40 Leute starben, wurde Liu zu einem der Hauptschuldigen ernannt: Die staatlichen Medien begannen, seine Vergehen zu beleuchten. So berichtete damals etwa die Global Times, dass Liu 18 Geliebte hatte, „darunter Schauspielerinnen, Krankenschwestern und Zugbegleiterinnen“.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hatte angekündigt, stärker gegen die Korruption vorgehen zu wollen (mehr hier).

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Na geht doch!
Man stelle sich das mal in Deutschland vor:
Anstatt: “Thank you for traveling Deutsche Bahn” käme aus den Lautsprechern:
“Bitte gedenken Sie bei Gelegenheit auch Deutschlands Spatenstichminister und dem ehemaligen Deutsche Bahn Chef, für die nichts wichtiger war als die Deutsche Bahn an der Börse zu bringen.”
 

Wenn sowas bei uns käme:
Keine Partei in Deutschland wäre mangels Personal mehr regierungsfähig.
Die halbe CSU säße im Knast und besonders für “Teppichhändler” und Bekanntenversorger Niebel sähe es ganz schlecht aus.



Ewald Käfferlein sagt:
So müsste man mit unsern unfähigen Deutschen u. Europolitgestalten auch umgehen, Privatvermögen beschlagnahmt und von allem ausschließen und noch Alcatraz als Strafgefangenenlager eingerichtet.

Ehh das war ich nicht sagt:
wenn man so gegen Korruption in Deutschland vorgehen würde, hätten wir vielleicht keine Politiker mehr….. ich kann mich ja irren ;-)