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Donnerstag, 9. Februar 2017

campact - 1 Mio gegen Glyphosat



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2017: Letzte Runde im Kampf um Glyphosat
Die Entscheidung steht an: Darf das Pestizid Glyphosat weiter auf unsere Felder gespritzt werden - trotz des Krebsrisikos? Monsanto und Co. mobilisieren ihre unglaubliche Lobbymacht. Wir aber halten dagegen – mit einer europäischen Bürgerinitiative (EBI). Das bedeutet: Bis Ende Juni brauchen wir eine Million Unterschriften! Bitte unterzeichnen Sie jetzt und hier für ein Verbot des gefährlichen Ackergiftes. Ihre Stimme unter unserem bisherigen Glyphosat-Appell zählt bei der EBI nicht mit: Bitte unterschreiben Sie also erneut!

Liebe  Leser,
2017 ist das Finale: Die EU-Kommission entscheidet über Glyphosat. Verweigert sie dem Pestizid die Zulassung, wäre ein Grundpfeiler der Agrarindustrie eingerissen. Das Problem: Monsanto und Co. pumpen sehr viel Geld in die Lobbyarbeit für ihren Verkaufsschlager – weitere 15 Jahre Glyphosat sollen klargemacht werden. Für uns kann das nur eins bedeuten: Öffentlichkeit schaffen – und zwar so viel wie möglich, so schnell wie möglich, europaweit!
Mit einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) soll uns das gelingen. Aber dafür müssen wir zusammen mit unseren Partnern in nur fünf Monaten eine Million Unterschriften sammeln – und zwar ganz von vorne! Ihre Unterschrift aus dem bisherigen Appell zählt nicht schon mit. Das ist eine dicke Aufgabe.
Doch die eine Million Stimmen sorgen dann nicht nur dafür, dass die EU sich mit Glyphosat befassen muss. Nein, vor allem zeigt eine solche Zahl: Die Bürger/innen Europas dulden kein Ackergift, das im Verdacht steht, Krebs auszulösen und das Artensterben zu beschleunigen.
Wir wollen einen starken Start hinlegen! In den ersten 48 Stunden sollen es bereits 250.000 Unterschriften werden – das brächte uns die nötige Aufmerksamkeit in der Presse. Bitte unterzeichnen Sie jetzt erneut gegen Glyphosat! Nicht, dass Sie sich wundern: Anders als sonst, müssen wir bei einer EBI mehr Daten abfragen – sie werden nach Ablauf der EBI gelöscht. Hier geht es zur Unterschrift:
Die Monsanto-Manager wollten ihr Glyphosat schon letztes Jahr neu zugelassen wissen – in ihren Augen ein Selbstläufer. Aber dann scheiterten sie – und zwar an uns. Im EU-Ministerrat fehlte die nötige Mehrheit, da Deutschland sich wegen der Proteste Hunderttausender enthielt. So blieb der EU-Kommission nur, Glyphosat lediglich für eineinhalb statt die geplanten 15 Jahre zuzulassen.
Dieser Erfolg zeigt: Es geht! Wir können Glyphosat vom Tisch bekommen. Aber dafür müssen wir jetzt kräftig ackern. Mit unserer EBI nutzen wir das machtvollste Mittel, das die EU für uns Bürger/innen hat, sich einzumischen. Sie ist damit mehr als ein Appell. Sie ist ein Stück gelebte Demokratie.
Wie stark eine Europäische Bürgerinitiative ist, hat die Auseinandersetzung um die Privatisierung der Wasserversorgung gezeigt. Mehr als 1,5 Millionen Menschen unterzeichneten die EBI vor vier Jahren. Daraufhin musste der zuständige EU-Kommissar die Wasserversorgung von der EU-Konzessionsrichtlinie ausnehmen. Diesen Erfolg wollen wir wiederholen. Gerd Dietrich, wir bitten Sie: Helfen Sie jetzt mit!
Herzliche Grüße
Maria Lohbeck, Campaigning
Chris Methmann, Teamleiter Kampagnen
PS: Mit unserer EBI wollen wir nicht nur das Ende von Glyphosat erreichen – sondern mittelfristig den kompletten Verzicht auf Pestizide. Wie gut das geht, zeigt die Bio-Landwirtschaft täglich. Deshalb fordern wir einen Ausstiegsplan – so wie wir ihn bei Gentechnik, Atomkraft und anderen umweltschädlichen Chemikalien schon erreicht haben. Es geht ums Grundsätzliche – deswegen sind jetzt auch Sie gefragt!
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Dienstag, 17. Mai 2016

Ist ein Wunder geschehen? - Glyphosat soll nun doch nicht krebserregend sein

Thema: Saatgut

Zufall vor EU-Abstimmung?
WHO-Rückzieher: Glyphosat soll nun doch nicht krebserregend sein

Die WHO macht einen spektakulären Rückzieher: Anders als in einer Studie vor Monaten ermittelt, behauptet die WHO nun plötzlich, dass das Pestizid „vermutlich" nicht krebserregend sei. Es ist unklar, ob die Kehrtwende in Zusammenhang mit der geplanten Zulassung in der EU steht.

Wieso die WHO ihre eigenen Forscher plötzlich korrigiert ist unklar: Die Angaben sind nämlich das glatte Gegenteil dessen, was aus den Ergebnissen einer Untersuchung der Internationalen Behörde für die Krebsforschung (IARC) hervorgeht. Die IARC ist in Lyon ansässig und Teil der WHO. Die IARC hatte Glyphosat im März 2015 als wahrscheinlichen Krebserreger eingestuft.

Glyphosat wird seit den 70er Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt. Monsanto vertreibt es unter dem Markennamen Roundup und erzielte damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar. Auch andere Konzerne produzieren das Mittel – unter anderem aus der EU und aus China. Es ist anzunehmen, dass die Konzerne erheblichen Druck auf die EU ausgeübt haben.

Quelle und weiterlesen: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Samstag, 30. April 2016

Glyphosat-Zulassung: Die Superschurken machen's vor ++ 90.000 Menschen zeigen: Yes we can stop TTIP! ++ 30 Jahre Tschernobyl – Geburtsstunde des Umweltinstituts

Freitag, 29.04.2016
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In drei Schritten zur Pestizid-Zulassung:
Die Superschurken machen's vor!
Video: Zur Pestizidzulassung in drei Schritten
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
stellen Sie sich vor, Sie leiten einen Konzern, der Milliarden scheffelt – aber leider mit einem gefährlichen Pestizid, das sofort verboten werden müsste. In unserem neuen Video erklärt Ihnen unser fiktiver Superschurke Dr. Böse, wie Sie Ihr Ackergift in drei einfachen Schritten trotzdem durch die Zulassung bringen.
Jetzt Video ansehen
Das finden Sie nun doch etwas weit hergeholt? Leider läuft es bei der Wiederzulassung von Glyphosat, dem weltweit meistgenutzten Unkrautvernichter, gerade ganz ähnlich ab: Die Hersteller haben die wichtigsten Studien selbst geschrieben und halten diese bis heute unter Verschluss. Wichtige unabhängige Studien sind im Zulassungsverfahren systematisch ausgeschlossen oder falsch interpretiert worden. Und die Prüfbehörden? Verteidigen bis heute die Position, dass Glyphosat ungefährlich ist – entgegen aller Hinweise auf eine krebserregende Wirkung.
Sehen Sie jetzt was Sie tun können, um uns im Kampf gegen Glyphosat zu unterstützen, damit den "Superschurken" doch noch das Lachen vergeht.
90.000 zeigen Merkel und Obama:
TTIP stoppen? Yes we can!
TTIP Demo
Am Wochenende wollten Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama in Hannover neuen Schwung in die TTIP-Verhandlungen bringen. Doch wir waren schon da und haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht: Rund 90.000 Menschen demonstrierten am Samstag für einen fairen Welthandel. Statt einer unkritischen Werbe-Show für TTIP liefen die Bilder unserer Demo über die Bildschirme.

Mit dieser eindrucksvollen Demonstration haben wir einmal mehr unter Beweis gestellt: Die Bewegung ist groß, an uns kommen selbst Merkel und Obama nicht vorbei. Wir bedanken uns bei allen, die in Hannover dabei waren und dazu beigetragen haben, die Demo zum Erfolg zu machen!
Auf unserer Website haben wir für Sie die schönsten Bilder aus Hannover zusammengestellt. Dort lesen Sie auch, was wir in den nächsten Monaten planen, um TTIP und CETA zu Fall zu bringen.
Polaroids TTIp Demo
30 Jahre Tschernobyl – Geburtsstunde des Umweltinstituts
Reaktorruine in TschernobylVor 30 Jahren ereignete sich das, was eigentlich nie vorkommen sollte: der Super-GAU. In Tschernobyl explodierte ein Atomreaktor, Unmengen an Radioaktivität wurden freigesetzt. Weite Teile Europas, darunter Bayern, wurden radioaktiv verseucht. 
Zur heutigen Situation lesen Sie unsere aktuelle Meldung "Tschernobyl – noch immer nicht gegessen"
Die bayerischen Behörden haben damals die Bevölkerung buchstäblich im radioaktiven Regen stehen lassen. Obwohl sie um die lokale Verstrahlung von Luft und Boden wussten, haben sie die Informationen absichtlich zurückgehalten, um die Bevölkerung nicht "in Panik zu versetzen".
Dies war für uns der Grund, selbst aktiv zu werden. So begannen wir, unabhängig Lebensmittel, Bodenproben und Spielsand auf Radioaktivität zu untersuchen. Die Ergebnisse haben wir, ganz anders als die bayerische Staatsregierung, zusammen mit Warnungen und Schutzempfehlungen an die Öffentlichkeit und die Medien weitergegeben. Dies war die Geburtsstunde des Umweltinstitut München e.V.!
Bis heute messen wir Radioaktivität in Lebensmitteln und in der Luft. Messwerte von Pilzen und Wildschweinen haben wir in eine interaktive Karte eingestellt.
Sichern Sie unsere unabhängige Arbeit!
Die Entwicklung des Umweltinstituts war nur möglich durch das Handeln mutiger BürgerInnen und die Unterstützung durch Fördermitglieder und SpenderInnen. Für Ihr Engagement bedanken wir uns ganz herzlich!
Unsere Ziele haben sich bis heute nicht geändert. Ihre Spenden und Beiträge sichern unsere unabhängige Arbeit für die Umwelt und den Verbraucherschutz. Jedes neue Fördermitglied erhält von uns als Dankeschön zwei Gläser Bio-Honig oder eine andere Prämie nach Wahl.

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Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand
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eine/n Referent/in und Campaigner/in für Landwirtschaft und Gentechnik
Termine
Radioaktive Belastung 30 Jahre nach Tschernobyl
Freitag, 29. April 2016, 20:00 Uhr in der Stadtbücherei Hof, Wörthstraße 18, 95028 Hof

Pilze und Wild sind nach wie vor radioaktiv belastet – auch wenn sich die Explosion des Atomkraftwerks vor inzwischen 30 Jahren ereignete. Christina Hacker vom Umweltinstitut München referiert über die radioaktive Belastung der Lebensmittel heute und den Stand der Atomkraft in Deutschland und Europa.
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