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Donnerstag, 9. Februar 2017

Libyen als "Mauer" der EU - was genau ist der Unterschied zu Donald Trump?

Thema: Flüchtlingsabwehr

Zehn-Punkte-Plan
EU will Mittelmeer-Route dicht machen

Die EU-Chefs wollen die Zusammenarbeit mit Libyen stärken, um den Flüchtlingsströmen aus Afrika entgegenzuwirken. Dafür verspricht Ratspräsident Tusk zusätzliche Gelder.

Die EU will mit einem Zehn-Punkte-Plan die illegale Zuwanderung über das Mittelmeer stoppen. Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich am Freitag in Malta auf das Ziel, die zentrale Mittelmeer-Route von Nordafrika in Richtung Europa zu unterbrechen. Der Plan sieht vor allem eine stärkere Zusammenarbeit mit Libyen vor.

Nach dem EU-Türkei-Abkommen «wenden wir uns jetzt der zentralen Mittelmeer-Route zu», sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Valletta nach dem Treffen. Die Stabilisierung Libyens sei eine wichtige Aufgabe auch für die EU, allerdings befinde sich das nordafrikanische Land «in einer schwierigen Situation».

Denn das von einem jahrelangen Bürgerkrieg zerrüttete Land ist das wichtigste Transitland für Migranten und Flüchtlinge, die von Afrika nach Europa wollen. Allein im vergangenen Jahr kamen mit Hilfe von Kriminellen mehr als 180'000 Menschen über die zentrale Mittelmeer-Route nach Europa. Mehr als 5000 ertranken, weil ihre maroden und vollkommen überladenen Boote kenterten. In diesem Jahr sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration bereits rund 250 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer gestorben oder werden vermisst. Und der Frühling steht erst noch bevor.

Politische Stabilisierung Libyens

«Deshalb sind wir fest entschlossen, zusätzliche Massnahmen zu ergreifen, um die Migrationsströme entlang der zentralen Mittelmeer-Route deutlich zu verringern», schreiben die EU-Chefs in ihrer Erklärung. Einer der Hauptpunkte, wo die EU ansetzen will, ist der Kampf gegen Schlepper. Die libysche Küstenwache soll dazu so schnell wie möglich ausgebildet und ausgerüstet werden.

Flüchtlinge müssten dann zumindest vorerst in dem nordafrikanischen Land bleiben. Sie sollen in angemessenen Aufnahmeeinrichtungen in Libyen versorgt werden. Dazu will die EU mit dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der internationalen Organisation für Migration (IOM) zusammenzuarbeiten. Ausserdem soll die IOM bei der «erheblichen Verstärkung der Massnahmen für die unterstützte freiwillige Rückkehr» unterstützt werden.

Libyen selbst muss nach Ansicht der EU-Chefs politisch stabilisiert werden. «Die EU wird nach Kräften zur Verwirklichung dieses Ziels beitragen», heisst es in der Erklärung. Bereits am kommenden Montag werden die EU-Aussenminister sich mit der politischen Situation in Libyen befassen. Auch die Zusammenarbeit mit «den Nachbarländern Libyens im Norden Afrikas und südlich der Sahara» will die EU vertiefen.

Italiens Abkommen mit Libyen

Damit diese «prioritären Massnahmen» umgesetzt werden könnten, werde es zusätzliche EU-Gelder geben, versprach EU-Ratspräsident Donald Tusk. Über den Fortschritt bei der Umsetzung des Zehn-Punkte-Plans wollen die EU-Chefs an ihren Treffen im März und Juni informiert werden, hiess es in der Malta-Erklärung. Italien macht sich aber wenig Hoffnung, dass der neue Plan zum Kampf gegen illegale Einwanderung und ein eigenes bilaterales Abkommen mit Libyen eine rasche Lösung bringen wird.

Das bilaterale Abkommen sieht unter anderem vor, dass Italien Wachstumsprogramme in Libyen fördert und die Verbesserung der oft menschenunwürdigen Aufnahmelager finanziert. Zudem sollen Jobs geschaffen werden, um den Menschen in Libyen eine Alternative zum Menschenhandel zu bieten.

«Natürlich hoffen wir, dass es Ergebnisse geben wird, aber Wunder kann man nicht vollbringen», sagte der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni. Besser als gar nichts sei es dennoch. Mit dem bilateralen Abkommen mit Libyen habe Italien den Weg geebnet. «Jetzt muss Europa eine klare politische Unterstützung bringen», forderte Gentiloni.

Wie weit sich die Pläne der EU umsetzen lassen, ist allerdings fraglich. Probleme bereitet vor allem, dass es in Libyen keine klaren Ansprechpartner gibt. Die Einheitsregierung des Landes kontrolliert nur einen Bruchteil der mehr als 1600 Kilometer langen Küste Libyens.

Kritik an EU-Plan

Hilfsorganisationen übten scharfe Kritik an den Plänen der EU. Eine Zusammenarbeit mit Libyen, die vor allem der Abwehr von Migranten und Flüchtlingen diene, werfe die europäischen Grundwerte über Bord, kritisierte Oxfam. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen warf der EU Augenwischerei vor. «Die EU stellt die Realität in Libyen falsch dar: Das Land ist kein sicherer Ort für Schutzsuchende», erklärte Geschäftsführer Arjan Hehenkamp.

Auch drei UNO-Spezialberichterstatter, darunter der Schweizer Nils Melzer, äusserten sich sehr besorgt. Sie warnen davor, das Non-Refoulement-Prinzip, das Nichtzurückweisungsprinzip, zu verletzen. Dieses besagt, dass Menschen nicht in ein Land zurückgeführt werden dürfen, in dem ihnen Folter oder andere schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.

Würden die Migranten abgeschoben, dann drohten ihnen unter anderem willkürliche Verhaftungen, Folter, aussergerichtliche Exekutionen, heisst es seitens der UNO. (kat/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

» der Kommentar des Blogschreibers «

Wie sagte damals noch Gaddafi, bevor er umgebracht wurde?

"Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden"

"Ihr sollt mich recht verstehen. Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet ihr Verwirrung stiften, Bin Laden in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten."

Diese Worte äußerte der libysche Diktator Muaamar al-Gaddafi, in einem Interview mit dem französischen Journal du Dimanche im Februar 2011. Als er diese Worte tätigte, konnte Gaddafi nicht ahnen, dass Osama bin Laden am 2. Mai 2011 von einer amerikanischen Sondereinheit auf pakistanischem Boden erschossen würde. Noch weniger war er sich wohl bewusst, dass er selbst im Oktober des gleichen Jahres als Flüchtling im eigenen Land ein grausames Ende finden würde.

Quelle: www.heise.de

Also nochmal Frau Merkel, was genau unterscheidet den 10-Punkte-Plan der EU von der Absicht Donald Trumps, eine Mauer an der mexikanischen Grenze zu bauen?
Und sind das die neuen "Westlichen Werte", dass man das Elend nicht mehr direkt an den europäischen Grenzen sehen muss?

Übrigens: ein sehr interessanter Artikel, der als Quelle verlinkt ist.

Sonntag, 22. November 2015

Eine nicht enden wollende Migrantenwelle überrollt Deutschland und Europa

Thema: Flüchtlingsströme

Deutschlands hilflose Regierungsdarsteller

“…Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten dann richtet das Volk und es gnade Euch Gott…”
Carl Theodor Körner (* 23. September 1791 - † 26. August 1813)

Eine nicht enden wollende Migrantenwelle, überwiegend aus jungen Männern bestehend, überrollt Deutschland und Europa. Der verordneten Willkommenskultur folgen Angst und Ablehnung. Viele Menschen haben aber noch nicht den Mut, dies zu hinterfragen oder sich gar kritisch zu äußern. Von Politik, Medien und deren hörigen Helfershelfern wird jeder, der sich auch nur ein wenig kritsch zu den Flüchtlingsströmen äußert, sofort in die "Rechte Ecke" gestellt.

Bisherige -meist hausgemachte- Probleme und Krisen, wie zum Beispiel die Eurokrise, Ebola, das Waldsterben usw. wurden immer irgendwie gelöst oder aus dem Interesse verdrängt. Aber diese Krise ist anders. Sie ist gefährlich, existenzbedrohend und lässt sich weder schönreden noch verdrängen, schon gar nicht einfach lösen. Die Fakten und die Erlebnisse auf den Straßen, in unseren Städten und Dörfern sprechen eine eindeutige Sprache! Ohne umgehende und drastische Gegenmaßnahmen werden Veränderungen in unserem Land, unserer Kultur, unseren Traditionen eintreten, welche nicht wieder rückgängig gemacht werden können. Wenn es schon "Maulkorberlasse" und Berichtverbote für Journalisten und einzelne Behördenmitarbeiter gibt, sollte uns das zu denken geben.
Wenn nur regierungsbeauftragte Foto-Journalisten in Asylantenheimen fotografieren dürfen, damit nur nichts Nachteiliges an die Öffentlichkeit kommt, ist das ein Skandal. (Hier)

Vor 70 Jahren lag unser Land in Schutt und Asche. Unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern haben es mühsam wieder aufgebaut. (und nicht, wie Claudia Roth behauptet, die türkischen Gastarbeiter) Vielen von ihnen wurden Kindheit und Jugend, manchen ihre Lebensgrundlage geraubt. Aber was passiert jetzt damit? Es ist “5 vor 12“ und „unsere“ Politiker sinnieren über Quotenregelungen, Verteilerschlüssel, Drehkreuze usw., welche aber nur dazu dienen, das angerichtete Chaos statistisch zu erfassen. Ansonsten sind sie so hilflos wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen.

Zu einer Lösung führen all diese Maßnahmen nicht, sie sind nur ein erneuter Versuch von Verdrängung und Schönfärberei. Es ist somit klar, dass wir von diesen, „unseren“ Volksvertretern, keine Verbesserung der Lage zu erwarten haben. Im Gegenteil: Mit jedem Tag wird die Gefahr der völligen Eskalation größer. Da uns „unsere“ Politiker keine Hilfe sein können und wollen, müssen wir uns selbst helfen!

Wenn man dazu die Sturheit der Kanzlerin betrachtet, muss man sich wiederum ernsthaft fragen: "Wessen Interessen vertritt diese Frau eigentlich? Wem entsteht durch ihr Handeln der größte Nutzen? Das eigene Volk, auf das sie ihren Amtseid geleistet hat, ist es nicht."

Fordert von diesen Politikern, dass sie sich an gültige Gesetze zu halten haben. Schreibt ihnen, stellt ihnen Fragen in ihren Sprechstunden. Fordert ein, dass sie ihrem geleisteten Amtseid folgen und „Schaden vom deutschen Volk zu wenden haben“!
Nur mal so als Anregung:
Natürlich könnt ihr die Politiker auch daran erinnern, dass 2017 wieder Wahlen sind . . .

Schließt Euch zusammen, um Eure Forderungen zu verkünden! Redet miteinander, auf der Straße, im Bus, bei der Arbeit. Ihr werdet sehen, wie viele Mitmenschen ebenso denken.

Samstag, 5. September 2015

Putin benennt Verursacher der Flüchtlingsströme

Thema: Kalter Krieg

Epoch Times
Putin beschuldigt die USA die Flüchtlingsströme in Europa zu verursachen

Putin hat ungewöhnlich deutlich den Verursacher für das Flüchtlingsproblem benannt: "Diese Entscheidungen wurden jenseits des Ozeans getroffen worden, aber Europa ist mit dem Problem konfrontiert.“

Wladimir Putin
Foto: Alexander Aksakov/Getty Images
Erstmals wurde ein Teil des Interview, das Putin im Westschweizer Fernsehen am 27. Juli gab, auf compakt und in deutsch veröffentlicht. Hier einige Originalpassagen daraus.

"Frage: Wird jetzt und heute ein neuer Krieg in Europa möglich sein?

W. Putin: Ich hoffe, dass es keinen geben wird. Aber bei alledem wollte man sehr, dass Europa eine größere Unabhängigkeit und Souveränität zeige und in der Lage wäre, seine nationalen Interessen zu verteidigen, die Interessen seiner Völker und seiner Länder ...

Frage: Sie redeten darüber, dass man wollte, dass Europa unabhängiger wäre. Zum Beispiel, was Frankreich betrifft, was jene Zeiten anbelangt, als die Zeit von De Gaulle und Mitterand war. Wie stehen Sie jetzt dazu, was in dieser Beziehung geschieht?

W. Putin: Ich schließe gleichwohl die vorige Frage ab. Alle unsere Handlungen auf der Ebene der strategischen Abwehr befinden sich im vollen Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Russlands, mitunter auch im Rahmen des Abkommens mit den Vereinigten Staaten über strategische Waffen.

Jetzt über die Souveränität. Eine Mitgliedschaft in jedweder militärpolitischen Organisation, einem militärpolitischen Block ist mit einem freiwilligen Verzicht auf einen bestimmten Teil der Souveränität verbunden. Ich denke, dass Frankreich zu seiner Zeit aus der Militärorganisation der NATO mit Rücksicht auf die Erhaltung der Souveränität in ausgedehnterem Maße, in dem das im Rahmen eines Militärblocks möglich ist, ausgetreten ist. Die Außenpolitik der europäischen Länder zu analysieren ist nicht unsere Sache. Aber Sie pflichten wohl bei, wenn wir die innereuropäischen Angelegenheiten mit unseren europäischen Partnern in Washington besprechen müssen, dann ist das nicht sehr anregend. ..

W. Putin: ... Schauen Sie, gerade stößt Europa auf ein konkretes Problem, auf das Problem des Zustroms von Emigranten. Aber hat denn Europa die Entscheidungen getroffen, welche im Endeffekt zu dieser Situation geführt haben? Man muß offen und ehrlich sein: diese Entscheidungen wurden jenseits des Ozeans getroffen, aber Europa ist mit dem Problem konfrontiert.

Frage: Sie wollen sagen, die USA.

W. Putin: Selbstverständlich." (ks)

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.epochtimes.de