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Montag, 28. November 2016

Presseclub 27.11.2016 - Dauerbaustelle Rente – Welche Reform braucht sie wirklich?



Dauerbaustelle Rente –
Welche Reform braucht sie wirklich?
Presseclub - So. 20.11.2016, 12.03 - 13.00 Uhr

Zu Gast:

  • Dorothea Siems, Chefkorrespondentin für Wirtschaftspolitik, "Die Welt/Welt am Sonntag"
  • Birgit Marschall, Parlamentskorrespondentin, "Rheinische Post"
  • Cornelia Schmergal, Redakteurin im Hauptstadtbüro von "Der Spiegel"
  • Thomas Öchsner, Hauptstadtkorrespondent, "Süddeutsche Zeitung"

  • Moderation:
    Volker Herres
    Bilder: Screenshots

    Das Thema Rente steht bei der Großen Koalition gerade ganz weit vorne. Am Freitag hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ihr neues Rentenkonzept vorgelegt.

    Sie möchte das Rentenniveau in Zukunft auf 46 Prozent festzurren – so auch die Beiträge. Doppelte Haltelinie heißt das im Politikersprech. Zudem hat ein Koalitionsgipfel am Abend zuvor Änderungen bei der Rente beschlossen. Erwerbsgeminderte sollen Zuschüsse bei der Rente erhalten und die Ostrenten bis 2025 an das Westniveau angeglichen werden.

    Doch sind damit bereits die Probleme mit der Rente gelöst? Wie muss die Altersvorsorge verändert werden, damit auch die Jüngeren sich darauf verlassen können? Und wie soll das finanziert werden?

    Kommentare

    Marius D. 27.11.2016, 09:38 Uhr:
    Merkels "Erfolge":
    • aus Rentenreform wurde Altersarmut,
    • aus privater Vororge wurde ein Verlustgeschäft für alle,
    • aus Bankenrettung wurde Dauerrettung,
    • aus Griechenlandrettung wurde Griechenland versenken,
    • aus Energiepolitik wurden Preiserhöhungen für Kleinverdiener,
    • aus Willkommenskultur wurde Fremdenfeindlichkeit,
    • aus Klimarettung mittels Elektroauto wurde ein Ladenhüter,
    • aus Wohnungsbaupolitik wurde Wohnungsnot,
    • aus Arbeitsplätzen wurden Niedriglohnjobs auf Dauer,
    • aus dem starken Euro wurde ein schwacher Euro,
    • aus ihrer Europapolitik wurde Brexit,
    • aus Ukrainepolitik wurde ein starkes Rußland mit Krim,
    • aus ihrer Ungarnkritik wurde ein starker Orban mit der funktionierenden Lösung,
    • aus Energieeinsparung wurden Innenstädte voller 20 Liter SUVs,
    • aus Vertrauen aussprechen wird immer ein Dolchstoß,
    • aus alternativlos wurde unbelehrbar,
    • aus ihrem Trumpbashing wurde Wahlsieger Trump,
    Ich habe selten eine größere Versagerin gesehen. Im Amt bleibt sie trotzdem.

    Volkhard Ehlert, 27.11.2016, 14:16 Uhr:
    Niemand sägt gern an dem Ast auf dem er sitzt, auch Andrea Nahles nicht: Die Rentenreform wird deshalb von Politikern nicht angefasst, weil dann die viel größere Ungerechtigkeit der Beamtenpensionen sichtbar werden würde. Das Problem ist jedoch: Die Altersversorgung von Politikern ist noch viel höher und ungereimter als die von Beamten. Zusätzlich sind viele Politiker auch Beamte, bzw. sie sind von Beamten abhängig

    Ingeborg Kussmann, 27.11.2016, 13:56 Uhr:
    Vor dem Hintergrund der immensen Geldverschwendung an Zugereiste, ist das Argument, für dieses oder jenes Vorhaben, das der deutschen Bevölkerung nutzen würde, sei kein Geld da, unerträglich. Außerdem wurde ein wichtiger Grund für Altersarmut nicht genannt: während die Altersbezüge, nach Medienberichten, in den vergangenen Jahren um ca 20% erhöht worden sind, haben sich die Kosten für den täglich Gebrauch um ca 100% erhöht. Es wird immer von Lebensarbeitszeit geredet, allerdings ohne zu berücksichtigen, daß die jungen Leute heute, im Gegensatz zu früheren Generationen, wesentlich später in das Erwerbsleben eintreten. Demzufolge kann sich das Renteneintrittsalter ausschließlich nach den geleisteten Beitragszeiten richten. Insofern halte ich es für ziemlich unredlich, statt 45 Beitragsjahre zu erwähnen, immer nur von der "Rente mit 63" zu reden.

    Hannah Schmidtmeier, Bonn, 27.11.2016, 13:41 Uhr:
    Geld ist genug da, es wird aber leider für Dinge ausgegeben von denen wir Innländer wenig haben. Beispiel Flüchtlings/ Migrantenkosten. Der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler Prof. Rüsselhofen rechnet mit Kosten ( Incl. Famieliennachzug) bis 2030 von 900 Milliarden Euro. Auch die 90 Milliaren die wir Griechenland gepumpt haben können wir wohl abschreiben. Hinzu kommen die vielen Mrd. die wir irgentwelchen Despoten zahlen ( Erdogan ) damit sie uns die Flüchtlinge vom Hals halten bzw. ihre Bürger wieder zurücknehmen.

    Jana T., 27.11.2016, 13:37 Uhr:
    Beamte kommen niemals auf 45 Jahre Arbeitsleben, Wenn es 35 Jahre werden ist es schon viel und dann 70 % vom letzten Lohn.Ich lach mich schlapp. Es wird keinen Beamten geben der bis 70 Jahre arbeiten wird. Ich sage nur eins, was hier abgeht in diesem Land, auch D genannt, ist für mich eine einzige Täuschung im Rechtsverkehr.

    Kathrin, 27.11.2016, 13:28 Uhr:
    Kleiner Zusatz zum Thema Beamte: Während sich die Arbeitnehmerrente nach dem Lebenseinkommen ermittelt, bemisst sich die Beamtenpension nach der letzten Besoldungsgruppe. Aus diesem Grund erfolgen kurz vor der Pensionierung noch viele Beförderungen. Selbstverständlich benötigt der Staat für die Erledigung hoheitlicher Aufgaben Beamte. Dies kann man jedoch auf Polizei, Zoll usw, beschränken. Nicht nachvollziehbar ist in diesem Zusammenhang die Verbeamtung von Lehrern und kommunalen Mitarbeitern.

    Ulf Lindermann, 27.11.2016, 13:21 Uhr:
    Werden 2017 SPD und CDU überhaupt noch die 5 %-Hürde schaffen, wenn die Parteifahnenflucht ihrer Mitglieder so weitergeht wie bisher ? Nicht jeder dieser Parteibasismitglieder kommt nämlich psychisch damit zurecht, den Millionen Opfern der asozialen Groko-Politik seine Hilfe verweigern zu müssen geschweige denn diese existenzvernichtende menschenverachtende Groko-Politik noch in irgendeiner Weise rechtfertigen zu können. All diese selber betrogenen CDU- und SPD-Parteimitglieder können weit mehr für das deutsche Volk in der AfD tun, anstatt dem Staatsausverkauf und Volksverrat Merkels noch länger tatenlos zuzuschaun

    Catrin H., 27.11.2016, 13:20 Uhr:
    Ich finde es traurig, dass die Diskutanten nicht richtig informiert sind. In der Schweiz zahlen alle steuerpflichtig Beschäftigten (auch Selbständige, Beamte, Aerzte, Anwälte, Vorstände, CEOs etc.) in die AHV (Grundsicherungsrente) ein und zwar sind das z.Z. 10,5% vom zu versteuernden Bruttoeinkommen (hälftig Arbeitnehmer / Arbeitgeber oder 10,5 % für den selbständig Erwerbende) Allerdings erhält jeder Arbeitnehmer aus der AHV lediglich die derzeitige Höchstsumme von ca. 2.300 SFR für Einzelpersonen bei ununterbrochener Einzahlung ab dem 20. bis zum 65. Lebensjahr unabhängig davon, wieviel er tatsächlich in die AHV-System eingezahlt hat. Hier liegt ein grosser Vorteil dieses Solidarsystems... Ausserdem sind Arbeitgeber verpflichtet ihre Arbeitgeber zusätzlich in einer Pensionskasse zu versichern.. auch hier sind die Beiträge hälftig verteilt. Zusätzlich wird haben viel Schweizer noch eine sog. 3. Säule die steuerbefreit ist und auch bei Renteneintrittsalter ausbezahlt wird.

    Güngör, 27.11.2016, 12:59 Uhr:
    Es ist leider eine nicht angesprochene Tatsache und Realität das jeder der kurz vor seiner Rente stirbt oder 1 Jahr nachher für die Rentenkasse und die Politiker ein Grund zum feiern ist, weil sie dadurch wieder hundert Tausende an Euro sparen können. Was meint ihr warum die Politiker das Rentenalter immer höher ansetzen möchten. Jetzt ist schon Rente mit 70 in Gespräch, wohlwissend das die meisten Bürger eh nicht lange Leben werden. Das nennt Mann Gerechtigkeit. Leute wacht endlich auf.

    Freitag, 28. Oktober 2016

    Es ist oben angekommen - Der große Renten-Alarm

    Thema: Altersarmut

    Eigene Vorsorge unerlässlich
    Bundesregierung rechnet mit steigender Altersarmut

    Ohne eigene Vorsorge droht vielen Bürgern in Zukunft Altersarmut. Das stellt die Bundesregierung im "Alterssicherungsbericht 2016" heraus, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) zitiert. Besonders betroffen sind demnach Frauen.

    In der aktuellen Regierungsanalyse heißt es, das Versorgungsniveau der zukünftigen Rentner werde "ohne zusätzliche Altersvorsorge in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen". Ein erhebliches Risiko sieht die Bundesregierung für Geringverdiener. "Wird in diesem Einkommensbereich nicht zusätzlich für das Alter vorgesorgt, steigt das Risiko der Bedürftigkeit im Alter stark an", heißt es in dem Bericht.

    Männer bekommen mehr als Frauen

    Die Analyse dokumentiere aber auch große Einkommensunterschiede. So hätten Männer mit einem Alterseinkommen von netto durchschnittlich gut 1700 Euro fast 600 Euro mehr als Frauen. Auch Beamte hätten ein "überdurchschnittliches Alterseinkommen": Ihre Pensionen seien mit durchschnittlich 2300 Euro netto im Monat höher als die Leistungen anderer Versorgungssysteme. Fast die Hälfte der ehemals Selbständigen verfüge hingegen nur über ein Nettoeinkommen von weniger als 1000 Euro.

    Den Alterssicherungsbericht erstellt das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre. Aus dem 258 Seiten starken Dokument geht laut SZ hervor, dass die gesetzliche Rente immer noch die größte Bedeutung für die Versorgung älterer Menschen hat. Anfang 2015 waren etwa 17 Millionen Menschen in Deutschland 65 Jahre oder älter. Fast drei Viertel aller an diese Generation gezahlten Altersleistungen stammen demnach aus der Rentenkasse.

    Heutige Rentner gut versorgt

    Für das Zahlenwerk hat das Institut TNS Infratest Sozialforschung 2015 mehr als 30.000 Bürger befragt und deren Angaben auf die Bevölkerung hochgerechnet. Der Bericht zeigt, dass derzeit viele Rentner recht gut versorgt erscheinen, berichtet die SZ. Viele hätten Zusatzeinkünfte, knapp ein Drittel zum Beispiel aus der betrieblichen Altersvorsorge. Im Durchschnitt erhielten sie dadurch monatlich brutto 418 Euro.

    Am häufigsten verfügten Senioren neben der Rente oder der Pension über Zinseinkünfte. Ehepaare kassierten so im Westen immerhin 282 Euro monatlich, Alleinstehende 178 Euro.

    Deutlich höher seien die weniger verbreiteten Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Ehepaare im Rentenalter erzielen damit Einnahmen von 947 Euro pro Monat. "Personen mit Wohneigentum weisen ein deutlich höheres verfügbares Einkommen auf als Mieter", zitiert die SZ aus dem Bericht.

    Quelle: t-online.de

    » der Kommentar des Blogschreibers «

    Dazu passt folgende Meldung:
    Mindestlohn steigt 2017 um 34 Cent auf 8,84 Euro
    Der gesetzliche Mindestlohn steigt Anfang 2017 auf 8,84 Euro pro Stunde. Das Bundeskabinett billigte gestern die Anhebung der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro um 34 Cent. Der Mindestlohn gilt für vier Millionen Jobs Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) erklärte, zwei Jahre nach seiner Einführung sei der Mindestlohn gelebter Alltag. Auch das Verfahren, nach dem er erhöht werde, habe sich bewährt. Die Erhöhung war im Juni von der Mindestlohnkommission empfohlen worden, die mit Vertretem der Arbeitgeber und der Gewerkschaften sowie mit Wissenschaftlern besetzt ist. Der gesetzliche Mindestlohn richtet sich nach der Tarifentwicklung Der Kommission zufolge stiegen die Höhne und Einkommen im Zeitraum von Januar 2015 bis zum Stichtag 30. luni 2016 um vier Prozent.
    Quelle: Westfalenpost, 27.10.2016
    Da können es jetzt aber vier Millionen Menschen so richtig krachen lassen und privat vorsorgen.
    Hat sich schon ein Namensgeber für die nächste Abzockrunde gefunden?
    Riester war ja wohl ein Schuss in den Ofen!

    Warum schreibt keine Zeitung über die Plünderung der Rentenkasse durch alle Politiker seit Beginn der BRD für versicherungsfremde Leistungen? Ist das Thema tabu?

    Kommentare

    Gazelle
    Und diejenigen, die das verantworten, sonnen sich im Alter in fetten Pensionsbezügen. Oder erdreisten sich auch noch, bei Kaisers/Tengelmann als Schlichter aufzutreten.

    susi-sorglos.1
    Ach ja tun sie das? Dann sollten sie unser Geld nicht auf der ganzen Welt verschenken und mit den Steuergeldern so umgehen wie es der Steuerzahler auch verlangen kann.
    Dideldum
    Wovon soll ein Geringverdiener eine eigene Vorsorge bezahlen? Mal nicht die ganze Welt durch füttern, dann klappt es auch mit einer angemessenen Rente.

    in_kognito58
    Muppetshow. Geringverdiener sollen vorsorgen, Jahrzehntelangeinzahlern droht Armut..... irgendwas tickt da völlig falsch. Zahlt den Menschen die eingezahlten Beiträge aus und allen ginge es gut.

    NICKMANN
    Ist nicht die Bundesregierung verantwortlich für diese Situation? Niedrigzinsen zu Gunsten der Bankster und Zocker, Verlust bei Betriebsrenten, Versicherungen u.s.w.,
    Niedriglohnsektor, Leiharbeit u.s.w. Es ist schon gelinde gesagt eine Frechheit so zu tun als wenn die Bürger jetzt noch mehr aus eigener Kraft vorsorgen sollen. Sparen?, damit die Bankster noch mehr Monopoly spielen können. Lebensversicherungen, die bei Ablauf nicht mal die Einlagen ausschütten? Dieser "Alterssicherungsbericht ist eine Bankrotterklärung. Hinzu kommen noch die 2,4 Millionen Kinder die von Armut bedroht sind. Und da stellt sich Merkel hin und erklärt den Deutschen geht es so gut wie nie. Oder sie meint nur die 10% Oberschicht, der Rest lebt wohl nicht mehr in ihrem Land?

    WpunktFpunkt
    Was (fast) ganz Deutschland schon weiß, scheint jetzt die Regierung auch begriffen zu haben. Was sie allerdings nicht kapiert zu haben scheint ist, das sie für die Altersarmut (unverschuldete meine ich, nicht wenn jemand sein ganzes Geld verzockt) verantwortlich ist. Aber sie hat ja ein grandioses Rezept: zusätzlich zu den Rentenbeiträgen auch noch selber Vorsorgen. Klasse. Wie soll ein zB Leiharbeiter, der ohnehin kaum über die Runden kommt, noch 'selber Vorsorgen'? Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Warum sind die, die in die Rentenkasse einzahlen, dann bei der Rente die Gelackmeierten? Die, die nichts einzahlen haben im Gegensatz dazu im Alter ein sorgenfreies Leben. Diese ungerechtigkeit muss endlich ein Ende haben und diese (oder nächstes Jahr eine andere) Regierung hat die Pflicht, dieses unsoziale Rentensystem gründlich zu reformieren und nicht nur Gebetsmühlenartig von Senkung des Rentenniveaus, erhöhung der Lebensarbeitszeit zu reden.

    blinker9
    Es ist reiner Sarkasmus, die am meisten gefährdete Gruppe der Geringverdiener, bei denen das Geld kaum zum Leben reicht, sollen auch noch eine private Altersvorsorge treffen, das grenzt schon an Menschenverachtung. Der Staat sollte mal dafür Sorge tragen, dass keine Geringverdiener in diesem unterstem Segment gibt, dann würde das Problem schon erheblich kleiner. Weiterhin sollte der Staat nicht laufend an den Stellschrauben zur Reduzierung der Renten drehen. Das die heutigen Rentner alle gut versorgt sind, ist auch so eine Aussage, die keiner realen Hintergrund hat. Hier hat man wohl Befragungen in einer bevorzugten Wohngegend gemacht, denn repräsentativ kann diese Aussage auch nicht sein. In der heutigen Zeit werden für Neueinsteiger ins Berufsleben doch nur befristete Verträge abgeschlossen, die in keinster Weise dazu beitragen, das Alter zu sichern. Man geht wohl davon aus, das künftig beide Ehepartner arbeiten, um das Alter zu sichern.

    Donnerstag, 16. Juni 2016

    Studie des Gesamtverbands Deutsche Versicherungswirtschaft bestätigt: Rentenniveau sinkt rapide

    Thema: Altersrente

    Studie: Rentenniveau sinkt rapide
    Deutsche müssen länger für stabile Rente arbeiten

    Die Deutschen müssen deutlich länger arbeiten, sonst sinkt das Rentenniveau rapide. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Gesamtverbands Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) zur Zukunft der Rente.

    Das zentrale Ergebnis der Studie: Eine effektive Verlängerung der Lebensarbeitszeit kann einen deutlichen Beitrag leisten, um die gesetzliche Rente zu stabilisieren. Sonst drohen eine enorme Belastung der Steuerzahler und ein rapides Absinken des Rentenniveaus.

    "Echte" Rente mit 67

    Die Experten fordern deshalb eine "echte" Rente mit 67. "Wir brauchen keine Debatte über eine Rente mit 70. Wir sollten zunächst alles daran setzen, das gesetzliche Ziel von 67 Jahren auch real zu erreichen", erklärte GDV-Präsident Alexander Erdland.

    Derzeit liege das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei 64,2 Jahren. Im Tempo der derzeitigen Entwicklung steige es bis 2030 nur auf 65 Jahre, erklärte der GDV. Rentenniveau nur noch bei 41,7 Prozent

    Steigt das tatsächliche Rentenalter von derzeit 64,2 Jahre bis 2040 nur leicht auf 65 Jahre, dann wäre ein gut 55 Milliarden Euro höherer Steuerzuschuss für die Rentenkasse als heute nötig, heißt es. Das Rentenniveau - das Verhältnis des Durchschnittsverdienstes zur Rente - würde von 48,1 auf 41,7 Prozent sinken.

    Eine deutliche Verlängerung der Lebensarbeitszeit brächte große Vorteile, sagte Studienautor Oliver Ehrentraut. Bei längerem Arbeiten wären demnach höhere Renten mit weniger Steuergeld zu erreichen. Gehen die Menschen künftig tatsächlich erst mit 67 in Rente, wie künftig für eine Rente ohne Abschläge auch vorgeschrieben, läge der Bundeszuschuss 2040 allerdings immer noch gut 51 Milliarden Euro über dem Stand heute. Das Rentenniveau sänke bis 2040 demnach auf 42,1 Prozent. Bei 67,6 Jahren wären es laut der Studie 42,2 Prozent.

    Drei Säulen der Altersvorsorge

    "Arbeitgeber und Gewerkschaften sollten Rahmenbedingungen schaffen, dass Menschen auch in der Lage sind, so lange zu arbeiten", forderte Erdland.

    Die Erhebung zeigt aber zugleich: Auch bei etwas längerem Arbeiten sieht die Lage angesichts der großen Zahl der Neurentner aus den Babyboomer-Jahrgängen nicht viel besser aus.

    "Auch längeres Arbeiten kann kein Rentenniveau garantieren, wie wir es von früher kennen. Das geht nur, wenn wir alle drei Säulen der Altersvorsorge stärken. Also auch die betriebliche und private Vorsorge."

    Politik muss handeln

    DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach wandte ein: Trotz längerem Arbeiten bliebe das Rentenniveau auf Talfahrt." Das treffe insbesondere die Jüngeren, die stärker belastet würden.

    Die Politik müsse "dringend handeln", forderte Buntenbach. "Wenn das Rentenniveau stabilisiert wird, werden auch im Jahr 2040 1000 Euro Rente noch 1000 Euro Rente sein - anstatt 880 Euro bei sinkendem Niveau und steigender Altersgrenze."

    Quelle: t-online

    Kommentare aus dem T-online-Forum

    realist160270
    Wir haben jetzt doch so viele Neubürger , plus die die noch kommen, warum sollte dann das Rentenniveau sinken? Ich verstehe das nicht! Man hat uns doch gesagt, das wir diese Menschen brauchen, wegen dem demografischen Wandel! Nun sind sie da, und es kommen immer neue Hiobsbotschaften bzgl. der Rente!

    bert-moll
    Länger arbeiten, damit fremde Kulturen finanziert werden können. Ich habe noch nie so Bundestagswahlen herbeigesehnt.

    ZielDemokratie
    Das wäre gerecht... Wann sinken die Pensionen von 71,25% auf 41,7%? Wann müssen Beamte mindesten 45 Jahre arbeiten und nicht nur 40 um den vollen Anspruch zu erreichen? Warum werden Pensionen nicht nach oben gedeckelt? Warum ist für die Pension alles Geld der Welt da, aber die Rentenkasse wird trotz drohender Altersarmut immer wieder für Wahlgeschenke z.B. geplündert? Wann kippen wir endlich die Dreiklassenrentensystemgesellschaft und schicken unsere Politeliten in die Wüste?

    Dienstag, 14. Juni 2016

    Riester-Rente als Altersvorsorge immer unbeliebter

    Thema: Altersvorsorge

    Mehr Kündigungen als Abschlüsse
    Riester-Rente geht die Puste aus

    Die Riester-Rente ist offenbar nicht mehr eine so beliebte Form der Altersvorsorge. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, sind im ersten Quartal dieses Jahres erstmals mehr Verträge gekündigt als abgeschlossen worden.

    Insbesondere die Nullzinsphase und anhaltende Negativschlagzeilen setzen der vom Staat geförderten Vorsorge zu, berichtet die Zeitung.

    Das Blatt beruft sich auf eine Statistik des Bundessozialministeriums, nach der die Zahl der Riester-Verträge in den ersten drei Monaten um rund 1000 auf 16,481 Millionen zurückging.

    Politik mit schuld an Entwicklung

    Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt der Politik eine Mitschuld an der Entwicklung. Ganz offensichtlich wachse die Zahl der Menschen, "die durch die zum Teil unsachlich geführte Rentendebatte verunsichert sind", sagte GDV-Präsident Alexander Erdland der Zeitung.

    Die Riester-Rente steht schon seit längerem in der Kritik. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte im April eingeräumt, dass diese private Ergänzung zur gesetzlichen Altersvorsorge die Erwartungen nicht erfüllt habe. Derzeit ringen die Parteien um neue Ansätze, um den Rückgang des gesetzlichen Rentenniveaus zu begrenzen und private Vorsorge zu fördern.
    Quelle: t-online.de

    Kommentare

    Morgenrot
    Es ist schon fast ein Verbrechen, dass ausgerechnet die rotgetünchte SPD, die Riesterrente noch immer hochhält. Die Riesterrente gibt es gerade eben für die meisten Menschen nicht auf die Rente oben drauf. Die meisten Menschen riestern für die Sozialkassen. Für den geringen Anteil der Menschen die davon was haben gilt folgendes, sie müssen älter werden als die offizielle Lebenserwartung, ansonsten legen sie drauf. Die einzigen die immer verdienen sind die Finanzdienstleister! Die SPD ist damit für Arbeiter keinesfalls noch wählbar!

    Pfeiffer
    Die Sozialversicherung ist bis auf Ausnahmen als Gewinn für den Staat und nicht für den Bürger ausgelegt.

    georg88
    Das Problem ist nicht der Grundlage der "Riester Rente ", viel mehr seiner Ausführung. Die größte Fehler war die Abwicklung an Versicherungen und Banken zu überlassen. Warum nicht bei Rentenversicherung als Dienstleistung?
    Die Versicherungen kassieren Provision, bearbeitungsgebühren und zum Schluss kommt auch der Steuer und Sozialabgaben.

    Begerad
    Ich fand am Schlimsten,daß man denen die links wie rechts später vom Amt leben müssen,nicht erklärt wurde,daß alles aber auch alle Ersparnisse gegengerechnet werden. D.h. es wurden und werden den Ärmsten der Armen 5 Euro aus der Tasche gezogen,wohlwissend,daß sie nicht einen Cent davon haben werden!!