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Donnerstag, 3. August 2017

Am Berliner Bahnhof erkennen Kameras jetzt Gesichter

Thema: Big Brother

Testlauf in Berlin
An Bahnhof erkennen Kameras jetzt Gesichter

Für die einen ist es der Weg in den Überwachungsstaat, für die anderen ein probates Mittel im Antiterror-Kampf: Berlin testet umstrittene Gesichtserkennungskameras.

Überwachungskameras, die Passanten nicht nur filmen, sondern anhand ihrer Gesichter auch identifizieren: Weil das für die Sicherheitsbehörden technisches Neuland ist, wird das umstrittene Verfahren seit Dienstag am Bahnhof Berlin-Südkreuz erprobt. Die wichtigstens Fragen und Antworten.

Wie funktioniert die Gesichtserkennung?

Wird jemand von einer entsprechend ausgerüsteten Videokamera erfasst, so wird sein Gesicht mit biometrischen Fotos aus einer Datenbank abgeglichen, in der zum Beispiel Straftäter erfasst sind. So kann deren Aufenthaltsort ermittelt werden, sofern sie die entsprechende Kamera passieren.

Wie sieht das Pilotprojekt aus?

Am Berliner Bahnhof Südkreuz sind drei der dort vorhandenen 77 Videokameras mit Software zur Gesichtserkennung ausgestattet. Es wurden verschiedene Produkte dreier Hersteller installiert, um sie miteinander vergleichen zu können. Jedes Mal, wenn einer der rund 300 freiwilligen Teilnehmer durchs Bild läuft, soll er erfasst werden. Die Beteiligten sollen während der sechsmonatigen Testphase zudem einen Transponder tragen, der parallel registriert, wenn sie den Bereich durchlaufen. Damit soll die Zuverlässigkeit der Gesichtserkennungssoftware überprüft werden.

Gespeichert werden für eine gewisse Zeit nur die Aufnahmen der an dem Test Beteiligten. Die Daten anderer Menschen, die den Bereich der Kameras passieren, bleiben nicht erhalten. Zudem ist der Bereich des Pilotversuchs deutlich gekennzeichnet, sodass ihn Passanten generell meiden können, wenn sie nicht von den Kameras erfasst werden wollen.

Mit dem Pilotprojekt soll nur erprobt werden, wie gut die Systeme arbeiten – auch dann, wenn Passanten mit Sonnenbrille oder Schal unterwegs sind, und nicht so ohne weiteres erkennbar sind. Inwieweit die Technik dann auch eingesetzt wird, muss später politisch entschieden werden.

Welche Rechtsgrundlagen hat das Verfahren?

Der Bund beruft sich bei dem Test auf den Paragrafen 27 des Bundespolizeigesetzes, in dem die Behörde ermächtigt wird, «selbsttätige Bildaufnahme- und Bildaufzeichnungsgeräte» einzusetzen.

Welche Kritik haben Datenschützer?

Datenschützer und etwa der Deutsche Anwaltverein (DAV) wenden allerdings ein, dass es für den möglichen regulären Einsatz der Gesichtserkennung keine ausreichende Rechtsgrundlage gibt. Es handele sich um einen «intensiveren Grundrechtseingriff», deshalb könnten die bestehenden Gesetze nicht herangezogen werden, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern aus dem Frühjahr diesen Jahres. Die Technik ermögliche eine «dauerhafte Kontrolle darüber, wo sich konkrete Personen wann aufhalten oder bewegen und mit wem sie hierbei Kontakt haben».

Ermöglicht würden so umfassende Bewegungsprofile und die Verknüpfung mit anderen verfügbaren Daten. Weil die biometrische Identifizierung mit Wahrscheinlichkeitsaussagen arbeite, seien zudem falsche Identifizierungen keine Seltenheit. Gegen den am Dienstag gestarteten Test gibt es aber keine Bedenken, weil er freiwillig ist.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

» der Kommentar des Blogschreibers «

Wie wir immer wieder erleben können, werden die meisten Politiker nicht müde, uns einzuhämmern dass die DDR ein Unrechtstaat war.
Genau von denen wüsste ich gerne einmal, ob im Gegensatz dazu das "Vereinigte Deutschland", trotz des Einsatzes der Überwachungsinstrumente eines Polizeistaats, ein Rechtstaat ist?
Ist die Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung nur die Fortsetzung des Umbaus der Sicherheit "zum Schutz der Bürger", die mit den Polizeieinsätzen bei Stuttgart 21, Blockupy Frankfurt und G20 in Hamburg, begann?
Soll damit der Personalmangel an allen Ecken und Enden übertüncht werden oder wollen deutsche Politikerdarsteller den Diktatoren in Nordkorea und China einfach nur mal zeigen, wie man es richtig macht?
Noch heute klingt mir das Gejammer der deutschen Journalisten in den Ohren, die von den Olympischen Spielen aus China berichtet haben.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Deutschland mehr und mehr auf dem Weg zum Polizeistaat?

Bremer Polizisten verprügeln Discobesucher

t-online.de
am 10.07.2013, 09:29 Uhr | tn, t-online.de 

Sieben gegen Einen: Ein junger Mann eilt seinem Bruder während eines Discobesuchs zu Hilfe und wird dafür von der Polizei krankenhausreif geprügelt. Ein kürzlich von der "Bild" veröffentlichtes Video einer Überwachungskamera zeigt die Beamten bei ihrem völlig übertrieben wirkenden Einsatz.

Das Video von dem Vorfall - es sieht aus, als würden die Beamten den Mann absichtlich misshandeln (Quelle: Bild TV)
Der Vorfall ereignete sich dem Bericht der "Bild" zufolge in der Bremer Diskothek "Gleis 9". Der 28-Jährige soll nach Augenzeugenberichten versucht haben, einen Streit zwischen den Beamten und seinem Bruder zu schlichten. Die Situation eskalierte jedoch: Die Beamten drängten den jungen Mann in das Gebäude und überwältigten ihn.
Während einige Beamte die übrigen Discogäste zurückdrängen, treten und schlagen andere immer wieder auf den bereits am Boden liegenden Mann ein. Obwohl sich der 28-Jährige nicht zur Wehr setzt, machen die Polizisten Gebrauch von ihren Schlagstöcken.

Prügel-Orgie in Bremer Disco. Die Bremer Disco „Gleis 9“, 5.15 Uhr: Vier Beamte haben den Familienvater zu Boden gedrückt. Der Beamte vorne holt weit mit seinem Schlagstock aus
Polizei beschlagnahmt Überwachungskameras

Wenig später sei der 28-Jährige gemeinsam mit seinem Bruder abgeführt worden. Erst fünf Stunden später wird der Mann entlassen und kann im Krankenhaus wegen zahlreichen Prellungen an Kopf, Gesicht, Rücken und Rippen behandelt werden.

Nach der Prügelattacke durchsuchte die Polizei die Discothek mehrmals, wie "Bild" weiter berichtet. Dabei kassierten die Beamten sowohl die Überwachungskameras, als auch deren Bildmaterial - die Überwachung verletze den Datenschutz der Besucher, hieß es.

Interne Ermittlungen

Die Polizei Bremen hat nach eigenen Angaben inzwischen interne Ermittlungen angesetzt. Im Gespräch mit "Bild" sagte Polizeipräsident Lutz Müller: "Ihr Hinweis reicht aus, dass wir ein Strafverfahren gegen unbekannt und interne Ermittlungen einleiten."

lesen Sie bei BILD wie die die Sache sehen:

Schock-Video aus Bremen
Polizisten prügeln Familienvater in die Klinik

Ergänzung 11.07.2013 um 07.50 Uhr:


Die aktuellen Berichte (hier)


Kommentare
Schreiberling schrieb:
Ihr wisst doch gar nicht, was wir uns alles anhören müssen, werden bespuckt und müssen immer dabei ruhig bleiben! Und dann REISST der Faden. Wir lassen uns niicht vorführen, sondern greifen durch, wenn wir die Situation nicht unter verbaler Form unter Kontrolle kriegen!

wmsmueller  schrieb:
@Schreiberling: Du wirst wohl auch einer von dem "Trachtenverein" bzw. "Pflastertreter" sein, der seinen Frust über schlechte Bezahlung und Überstunden eben bei solchen Einsätzen rauslässt. Wer einen solchen idiotischen Quatsch schreibt wie du, gehört nicht in den Polizeidienst. Über solche "Attacken" und die "Nachteile" in so einem Job ist man vor Dienstantritt bei dem Haufen genauestens informiert. Ich habe meinen Dienst als Rettungssanitäter bei einer großen Berufsfeuerwehr quittiert, weil ich mich nicht immer als "Nazi" und "Idioten" bezeichnen lassen möchte. Wenn du, wenn du überhaupt zu diesem "Überwachungssauhaufen" zählst, damit nicht klar kommst, musst du dir einen anderen Job suchen. So einfach ist das. Übrigens: nach deutschem Beamtenrecht hast du keinerlei "Kündigungsfristen" einzuhalten. Also - schreib´ in Zukunft nicht so eine total verblödete Scheiße oder hat zu Hause deine Frau die Hosen an...