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Dienstag, 12. Februar 2019

NRW-Landesintegrationsrat möchte Türkisch statt Englisch an Grundschulen

Thema: Fremdsprachen

Integrationsrat für Türkisch statt Englisch an Grundschulen

Der Vorsitzende des NRW-Landesintegrationsrats, Tayfun Keltek, hat sich für mehr Unterricht in Türkisch, Polnisch und Russisch an Grundschulen ausgesprochen. „Ich bin dafür, den Englisch-Unterricht an Grundschulen ganz abzuschaffen, nicht nur in den ersten beiden Schuljahren“, sagte Keltek. Wie gemeldet plant das NRW-Schulministerium, Englisch nicht mehr in der ersten und zweiten Klasse zu unterrichten.

Keltek plädierte dafür, mehr auf muttersprachliche Kenntnisse der Kinder zu setzen. Jedes dritte Kind in NRW habe einen Migrationshintergrund. „Sie sprechen zum Beispiel türkisch, russisch, polnisch“, sagte Keltek. „Für die deutschen Kinder wäre es einfacher, sie würden diese Sprachen erlernen.“

Quelle: Westfalenpost 09.02.2019

» der Kommentar des Blogschreibers «

Ich hoffe doch sehr, dass dieser Spaßmacher, Tayfun Keltek, nicht mit deutschem Steuergeld bezahlt wird.
Vielleicht erklärt er mal, warum es für ein deutsches Kind einfacher ist, Türkisch, Russisch und Polnisch zu lernen. Warum nicht auch noch Arabisch, Japanisch, Koreanisch, u.s.w.
Was hat das mit Integration zu tun, wenn Kinder, deren Muttersprache deutsch ist, die Sprache der zu integrierenden Kinder lernen sollen?
Vielleicht sollte ihm jemand schonend beibringen, dass Türkisch niemals Weltsprache wird, auch wenn er es noch so oft fordert?
Allgemein bekannt ist: Man kommt selbst mit schlechtem Englisch auf der ganzen Welt weiter, als mit gutem Türkisch.
Der Mann bestätigt einen Touristenwitz:
"Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten landen wir in der Türkei. Bitte stellen Sie ihre Uhren um 200 Jahre zurück."

Freitag, 13. Mai 2016

Schockierende Augenzeugenberichte von der türkisch / syrischen Grenze

Thema: Türkische Grenze

Soldaten schiessen angeblich auf Kinder

Die Türkei geht offenbar mit Gewalt gegen Asylsuchende aus Syrien vor. Human Rights Watch hat jetzt schockierende Augenzeugenberichte zusammengetragen.

Die Organisation Human Rights Watch beklagt in ihrem neuen Bericht vom Dienstag die ausufernde Gewalt türkischer Grenzwachen gegen Flüchtlinge.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Auf Asylsuchende – Männer, Frauen und Kinder gleichermassen – werde geschossen und sie seien bei ihrem Versuch, in die Türkei zu gelangen, oft brutalen Misshandlungen durch die Grenzer ausgesetzt. Allein im März und April seien bei Einsätzen der türkischen Sicherheitskräfte 14 Menschen schwer verletzt und fünf Menschen getötet worden.

«Sie hatten ihm in den Kopf geschossen»

Da ist das erschütternde Schicksal von zwei Jugendlichen, fast noch Kinder, einer 13, der andere 15 Jahre alt. Die beiden Cousins sind auf der Flucht vor dem brutalen Bürgerkrieg in ihrer Heimat Syrien. Ihr Ziel: Die vermeintlich sichere Türkei. Doch ausgerechnet vor den Toren ihres Hoffnungslandes setzen wohl dessen Grenzwächter ihrer Flucht ein abruptes Ende: «Auf einmal eröffneten sie das Feuer auf uns. Mein Cousin fiel hin. Sie hatten ihm in den Kopf geschossen. Ich stand direkt neben ihm», erinnert sich der überlebende Junge an die Ereignisse der Nacht vom 14. auf den 15. April.

Im Bericht von Human Rights Watch (HRO) beschreiben zahlreiche weitere Zeugen und Überlebende die schweren Menschenrechtsverletzungen an der Grenze. So berichtet ein Mann aus Aleppo über jenen Nachmittag des 17. April, an dem er sowohl seine Schwester als auch seinen Cousin verlor.

«Ich wusste sofort, dass sie tot waren»

Mithilfe eines Schmugglers wollte die Gruppe des Mannes in der Nähe von Khurbat al-Juz einen Grenzübertritt wagen, nachdem ihr Zuhause Ziel von Bombenangriffen der syrischen Armee geworden war:

«Wir hörten das Feuer automatischer Waffen und die Kugeln landeten überall um uns herum. Die Frauen und Kinder fingen an zu schreien, aber trotzdem wurde weiter geschossen. Wir warfen uns auf den Boden, versuchten, die Kinder zu schützen. Ich lag nahe an meiner Schwester und meinem Cousin. Doch während wir lagen, wurden sie von den Kugeln getroffen. Sie hörten auf zu schreien und zu rufen. Ich wusste sofort, dass sie tot waren.»

Menschenrechtsorganisation fordert Öffnung der Grenze

Doch die türkischen Sicherheitskräfte richten auch in diesem Fall ihre Waffen nicht nur rücksichtslos gegen Erwachsene, sondern offenbar auch gegen Kinder. Sie hätten, so der Überlebende aus Aleppo weiter, auch einem neunjährigen Mädchen und einem fünfjährigen Jungen in die Beine geschossen und sie dadurch schwer verletzt. Mehrere weitere Zeugen bestätigen seine Schilderungen.

Der zuständige Human-Rights-Watch-Mitarbeiter Gerry Simpson bezeichnet das rücksichtslose Vorgehen der Grenzwachen gegen «traumatisierte Männer, Frauen und Kinder» als «erschreckend». Er fordert die Regierung in Ankara auf, die Gewalt zu stoppen und umgehend eine Untersuchung der Vorfälle einzuleiten. Darüber hinaus müsse die Grenze zu Syrien wieder geöffnet werden, um den Menschen eine Flucht vor dem Bürgerkrieg zu ermöglichen.

Die Türkei bestreitet die Vorwürfe

Die Türkei weist die von Human Rights Watch und anderen Menschenrechtsorganisationen bereits mehrfach vorgebrachten Vorwürfe zurück. So liess der türkische Aussenminister in einer Pressemitteilung bereits Anfang April verlauten, bei den Anschuldigungen handle es sich um blosse Behauptungen, «die die Realität unter keinen Umständen widerspiegeln». Die Türkei, heisst es im Communiqué weiter, pflege im Hinblick auf die syrischen Flüchtlinge «eine Politik der offenen Tür».

Die Türkei beherbergt rund 2,7 Millionen Menschen, die vor dem syrischen Bürgerkrieg geflohen sind. Die Grenze zu Syrien ist seit vergangenem August geschlossen und teilweise durch eine Mauer gesichert. Derzeit werden nur noch wenige Flüchtlinge in die Türkei gelassen. (jros/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch