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Mittwoch, 18. Januar 2023

Anne Will - 15.01.2023 - Kampf um Lützerath – Zerreißprobe für die deutsche Klimapolitik?

Anne Will - 15.01.2023 - Kampf um Lützerath – Zerreißprobe für die deutsche Klimapolitik? Liebe Leser, es macht bald keinen Spass mehr. Ich habe die Sendung nicht gesehen, da mir schon beim Lesen der Gästeliste die Lust darauf vergangen ist.
Auch das Gästebuch habe ich nur noch überschlagen als ich sofort zu Beginn Kommentare von dem Pseudo-für-Alles mit seinen wichtigtuerischen Leerzeilen sah und natürlich durfte seine Rektalbewohnerin mit den für sie typisch, arroganten Pamphleten nicht fehlen.
Was den Gebührenzahlern von den Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunkanstalten für ihr Geld geboten wird, ist eine Frechheit sondergleichen. Die Zuschauer bezahlen dafür, dass sie manipuliert und dreist verarscht werden, während man in den Chefetagen den Hals nicht voll bekommt und die ganze Firma als Selbstbedienungsladen für die eigene Tasche sieht. Selbst auf die ARD - Mediathek bekommt man ohne Anmeldung keinen Zugriff mehr. Man will ja schließlich wissen, wer sich wann welche Videos ansieht und ob der überhaupt Gebühren bezahlt hat.



Die Gäste der Sendung

Foto: Screenshots . Text: ARD

von links

  • Greta Thunberg
    Klimaaktivistin
  • Michael Hüther
    Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln
  • Luisa Neubauer
    Fridays for Future - Aktivistin
  • Herbert Reul(CDU)
    Innenminister NRW
  • Mojib Latif
    Klimaforscher
  • Ricarda Lang
    Bundesvorsitzende, Bündnis 90 - die Grünen
  • Seit dieser Woche wird Lützerath geräumt. Die kleine Siedlung am Tagebau Garzweiler wurde jahrelang von Klimaaktivistinnen und -aktivisten aus Protest gegen den geplanten Abriss des Ortes und die Nutzung der Braunkohle besetzt. Bund und Land hatten dem Abbau unter Lützerath zugestimmt. Im Gegenzug wird der Kohleausstieg in Nordrhein-Westfalen um acht Jahre auf 2030 vorgezogen. Diesen Kompromiss werfen Mitglieder der Klimabewegung auch den Grünen vor. Zu einer Demonstration am Samstag werden mehrere tausend Protestierende in der Gegend erwartet. Wofür ist Lützerath ein Symbol? Ist der Protest gegen die Räumung gerechtfertigt? Ist die deutsche Klimapolitik konsequent genug?

    Link zur Sendungsseite
    Link zum Gästebuch

    Pressestimmen

    Tagesspiegel

    Lützerath-Streit bei „Anne Will“: Luisa Neubauer im Kreuzverhör und Greta Thunberg attackiert die Grünen

    Der Kampf um Lützerath ging im Sonntagabend-Talk weiter. Die Aktivistin Luisa Neubauer legt sich mit NRW-Innenminister Herbert Reul an. Greta Thunberg nennt die Grünen „heuchlerisch“.
    Von Joachim Huber
    16.01.2023

    Der Kampf, oder soll man besser sagen: die Schlacht um Lützerath, war geschlagen, aber der Schlachtenlärm längst nicht abgeebbt. Im Talkstudio von „Anne Will“ wurde mit Eifer und Einsatz und mit Worten weitergekämpft. Wie auch anders, wenn NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und „Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer eingeladen waren.

    Es war nicht überraschend, dass Neubauer und Reul die Aktionen von Demonstranten und Polizei völlig konträr beurteilten, Neubauer nannte das Vorgehen der Polizei „völlig unverhältnismäßig“, Reul sah durch die Art und Weise des Widerstands das „Klimaschutzziel diskreditiert“.

    Es war klar, dass bei dem Thema „Kampf um Lützerath - Zerreißprobe für die deutsche Klimapolitik?“ erst mal diese Fronten geklärt werden mussten. Überraschend - ja ein bisschen unfair - war, wie Anne Will Luisa Neubauer ins Kreuzverhör nahm. Wie sie es denn mit der Gewalt halte, ob sie sich nicht hätte klarer davon hätte distanzieren müssen, lauteten zwei der Fragen.



    Merkur.de

    „Heuchlerisch“: Greta Thunberg rechnet mit Grünen ab
    Von: Helmi Krappitz
    Erstellt: 16.01.2023

    Die Räumung von Lützerath ist beendet – die Diskussion um die Klimapolitik aber nicht. Greta Thunberg rechnet mit den Grünen ab.

    Update vom 16. Januar, 08.51 Uhr: Greta Thunberg hat die deutschen Grünen wegen ihrer Unterstützung für den Abriss von Lützerath und das Abbaggern der unter dem Dorf liegenden Kohle kritisiert. Konzerne wie RWE müsse man eigentlich dafür zur Rechenschaft ziehen, wie sie mit Menschen umgingen. „Dass die Grünen mit solchen Unternehmen Kompromisse schließen, zeigt, wo ihre Prioritäten liegen“, sagte die schwedische Klimaaktivistin am Samstag in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Erkelenz. Sie selbst sei nie mit einer grünen Partei verbunden gewesen.

    Führende grüne Politiker wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und seine NRW-Kollegin Mona Neubaur verteidigen den Abriss von Lützerath damit, dass die darunter liegende Kohle zur Aufrechterhaltung der Energiesicherheit in der derzeitigen Krise gebraucht werde. Thunberg sagte dazu: „Die Kohle, die hier im Boden ist, wird die Preise nicht sofort senken. Wer so denkt, hat einfach keinen Bezug zur Realität.“

    Die 20-Jährige ist nach Deutschland gekommen, um den Protest gegen die Räumung und den Abriss von Lützerath zu unterstützen. „Ich bin hier schon früher gewesen, und da sah es noch völlig anders aus“, sagte sie. „Es ist sehr traurig das zu sehen. Es ist jetzt ein ganz anderer Ort.“ Zu der Kraterlandschaft des rheinischen Braunkohlereviers sagte sie: „Es sieht wirklich aus wie Mordor. Es zeigt, wozu Menschen unter den falschen Bedingungen fähig sind. Es zeigt, wogegen wir kämpfen, was wir verhindern wollen.“ In Tolkiens Roman „Herr der Ringe“ ist Mordor das Reich und die Basis des bösen Sauron.



    Berliner Zeitung

    Greta Thunberg bei Anne Will: „Die Politik der Grünen ist heuchlerisch“

    Letzte Woche wurde Lützerath geräumt. Statt über die Spannung zwischen Politik und Klimaprotest zu sprechen, wurde bei Anne Will viel über die Legitimität der Proteste diskutiert.
    von Hanno Hauenstein
    16.01.2023

    Alt gegen Jung. Wirtschaft gegen Wissenschaft. Aktivismus gegen Parteienpolitik. Bei Diskussionen über Lützerath prallten letzte Woche gleich mehrere polare Gegensätze aufeinander. Am Wochenende wurde die Siedlung am Tagebau Garzweiler geräumt.

    Über Jahre und insbesondere in den vergangenen Wochen war Lützerath von Klimaaktivistinnen und -aktivisten besetzt worden. Sie hatten vor Ort gegen den Abriss des Ortes zur Braunkohlenutzung durch RWE protestiert. Lützerath wurde so auch zur Belastungsprobe für die Grünen.

    Während viele Jüngere vor Ort demonstrierten und der Parteispitze Inkonsequenz vorwarfen, verteidigte Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck die Entscheidung für den Abriss – im Gegenzug für eine Vereinbarung zum Kohleausstieg in NRW ab 2030 – als politischen Kompromiss. Lützerath, so Habeck, sei das „falsche Symbol“.

    Luisa Neubauer durfte selten wirklich ausreden

    Die wohl bekannteste deutsche Klimaaktivistin, Luisa Neubauer, die in den letzten Tagen selbst in Lützerath demonstriert hatte, wurde zu Beginn der Sendung bei Anne Will mit Fragen zum Polizeieinsatz und den Grenzen legitimen Protests konfrontiert. In den vergangenen Tagen waren Videos kursiert, die Polizeigewalt am Rande des Tagebaus dokumentierten. Andere Videos zeigten fliegende Molotowcocktails und schienen belegen zu wollen, dass die Demonstrierenden Grenzen überschritten hatten.

    Kommentare

    Seite 16
    S.W. Kraft schrieb am 14.01.2023 10:57 Uhr:
    Die beiden Aktivistinnen Greta und Luise, die die Räumung um das Braukohlegebiet in Lützerath miterlebt haben, werden bei Anne Will gegen die Wende der Klimapolitik zurück in Kohle bei Förderung des CO2-Ausstoßes in die Atmosphäre zum Angriff blasen.
    Greta als Befürworterin des CO2-freien Atomstroms zur Rettung des Weltklimas, wird unserer Ampel, ich meine zurecht, wegen erneutem Ende der drei noch am Netz befindlichen AKW, die nach neuesten Berechnungen mit ca. 8% an unserer Stromversorgung beteilgt sind, die Beleuchtung anmachen.
    Bundekanzler Scholz meinte noch vor der befristeten Verlängerung der Laufzeiten: "Der geringe Anteil ist nicht der Rede wert".
    Einer rückwärtsgewandten Klimapolitik mit erneuter Anhebung der Förderung von Braukohle, für den sich bereits sein Vorbild Bundeskanzlerin Merkel aus wahltaktischen Gründen entschieden hatte, stand dagegennichts im Wege.
    Mit Verzicht auf Atomstrom wird die Beendigung der Kohleverstromung bis 2030, nicht durchführbar sein.
      Ernst W schrieb am 14.01.2023 11:54 Uhr:
      Belgien hat gerade die Laufzeit seiner Atomkraftwerke um 10 Jahre verlängert. Eins steht direkt an der deutschen Grenze.
      Wir könnten die Laufzeit von 6 Atomkraftwerken verlängern, die dann bei jeder Wetterlage CO2frei 15 Prozent des deutschen Stroms liefern würden. Sind wir noch zu einer rationalen Entscheidung fähig? 🤔
      Heinz Becker schrieb am 14.01.2023 14:20 Uhr:
      Werter Ernst W., "wir" sind auf jeden Fall zu einer rationalen Entscheidung fähig, nur "wir" werden nicht gefragt.
      Die olivgrüne Gruppierung, für die bei der Wahl 2021 gerademal 11,2 % aller Wahlberechtigten gestimmt haben, die aber so tut als hätte sie die absolute Mehrheit erhalten, meint großspurig für 100 % der Bevölkerung bestimmen zu dürfen. Ich frage mich schon lange: Wer regiert hier eigentlich in diesem Land?
      Olaf Scholz hat doch hoffentlich nicht vergessen, dass er der Bundeskanzler ist, denn er wird dafür bezahlt.

    Seite 19
    op van Zee schrieb am 14.01.2023 13:24 Uhr:
    Hoffentlich sagt Herr Latif das auch Frau Lang und Frau Neubauer! "Der Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif ist der Meinung, dass die öffentliche Debatte rund um die Räumung des Braunkohledorfs Lützerath »derzeit ohne großen wissenschaftlichen Hintergrund« abläuft. Für das Weltklima sei die Verbrennung der Kohle unter Lützerath »völlig irrelevant«, sagte Latif der »Rheinischen Post« , die ihn in einem Interview auf den Begriff »Klimaverbrechen« ansprach, den Aktivisten im Zusammenhang mit Lützerath verwenden."
    "Ein Verzicht auf den geplanten Kohleabbau würde »uns« auf dem Weg zum 1,5-Grad-Ziel beim Thema Erderwärmung »keinen Schritt näherbringen«, sagte Latif der Zeitung."
    Die Diskussion um die Kohle unter Lützerath sei völlig irrelvant. Wann hören die Grünen endlich mal auf die Wissenschaft.
      Heinz Becker schrieb am 14.01.2023 13:55 Uhr: - - ZENSIERT - -
      Da sind die Grünen noch auf dem Stand des Mittelalters.
      Damals galt das Dogma die Erde ist der Mittelpunkt des Weltalls und wer dem Widersprach war ein Ketzer und wurde verbrannt.
      Das mit dem Verbrennen hat sich geändert, eventuell wegen Freisetzung von Co2 dabei? Heute werden sie als Klimaleugner, Nazi, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker usw. diffamiert und ausgegrenzt.
      Kommt uns das bekannt vor?

    Seite 19
    Heinz Becker schrieb am 14.01.2023 13:40 Uhr:
    Frau Will stellen Sie den drei Hobbyklimatologinnen in der Runde bitte diese beiden Fragen:

    1. Da sie sich so vehement gegen Kohlekraftwerke wenden, was gedenken sie gegen die mehr als 300 im Bau und mehr als 600 in Planung befindlichen Kohlekraftwerke in China zu tun, wobei China von Deutschland jährlich mit etlichen hundert Millionen Euro unterstützt wird, oder spielt der Co2-Ausstoss anderer Länder für Deutschland keine Rolle, nur der Ausstoss, der hierzulande aufgrund von Kohlekraftwerken erfolgt, gilt es zu verhindern wobei man von Seiten der Klimaschützer absolut nichts über den Ukrainekrieg hört und schon gar nichts über den Co2-Ausstoss der US-Armee?

    2. Ist der Co2-Ausstoss aufgrund der Co2-Abgabe seit 2021 in Deutschland gesunken oder ist der Ausstoss nicht gesunken und die Abgabe wird von der Regierung als eine zusätzliche Geldquelle zur Deckung der Ausgaben an andere Länder und der EU betrachtet?
    Seite 88
    FactsMatter schrieb am 15.01.2023 22:52 Uhr:
    Fakt ist, dass viele Unternehmen der Fossil-Industrie, allen voran Exxon, wider eigener solider wissenschaftlicher Erkenntniss kriminell gelogen haben, dass das Verbrennen ihrer Produkte die Erderwärmung so beschleunigt, dass sie die Existenzgrundlagen der Menschheit zerstören wird. Ich habe deshalb Fragen an Herbert Reul und Michael Hüther:
    1) Warum sind derartige gezielte Desinformationskampagnen der Industrie keine strafbewährten Wirtschaftsverbrechen?
    2) Unabhängige Wissenschaftler*innen haben seit den 1970er Jahren, also seit 50 Jahren, vor den Folgen menschgemachten Erderwärmung durch insbesondere Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewarnt.
    Diese Informationen waren _frei_ zugänglich.
    Es gab sogar zu Zeiten des Kanzlers Helmut Kohl Enquete-Kommissionen, die das drängende und drohende Problem recht gut erfasst haben; Jahre, bevor Rot-Grün die Energiewende wenigstens aus er Taufe gehoben hat.
    Warum haben Sie in Ihrem jeweiligen professionellen Wirkungskreis darauf nicht reagiert?
      Heinz Becker schrieb am 15.01.2023 23:38 Uhr:
      Da verwechseln sie etwas.
      In den 70-Jahren war sich die Mehrheit der zuständigen Wissenschaftler und die Medien einig, vor einer neuen Eiszeit zu stehen, weil die globalen Temperaturen zuvor gesunken waren.
      Droht eine neue Eiszeit? (Süddeutsche Zeitung, 10.4.1975)
      Die Theorien reichen vom Einfluss der Sonnenflecken bis zur Aussperrung von Sonnen-Energie durch eine umweltverschmutzte Atmosphäre.
      (Wirtschaftswoche, 28.4.1974)
      Die Chancen für eine rasche Rückkehr des günstigen Klimas etwa der dreißiger Jahre, so taxierte der US-Wetterforscher James McQuigg, stünden 'bestenfalls eins zu 10.000'. (Der Spiegel, 12.8.1974)
      Schneekatastrophe 1978/1979 in Norddeutschland (www.ndr.de)
      In den 1970er Jahren also das genaue Gegenteil von Klimaerwärmung und das ist keine 50 Jahre her! Das ist alles frei zugänglich, wenn man es nur will.

    Heinz Becker schrieb am 16.01.2023 11:37 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Prof. Dr. Mojib Latif hat noch 1997 eine neue Eiszeit vorrausgesagt. Nordatlantische Oszillation ist die Stärke der Westwinde im Winter und wir erwarten kalte Winter in der Zukunft. In der Wissenschaft und in der Klimaforschung arbeitet man ja so ein bisschen mit Ungenauigkeiten.
    https://www.youtube.com/watch?v=VCFt8nBOewY
    Obwohl Albert Einstein Prof. Dr. Mojib Latif nicht kennen konnte, hat er gesagt, Zitat: "Licht ist schneller als der Schall. Deshalb wirken manche Menschen intelligent bis sie anfangen zu sprechen."
    Seite 90:
    Otto Schulze schrieb am 15.01.2023 23:51 Uhr:
    Frage in der Anmoderation:“Ist die deutsche Klimapolitik konsequent genug?“ Nein! Wenn Klimapolitik konsequent wäre, würde sie zuerst auf Abrüstung setzen.
    Krieg und Rüstung – Die vergessenen Klimasünder
    https://www.welt.de/wirtschaft/article211016375/CO2-Emissionen-Krieg-und-Ruestung-die-vergessenen-Klimasuender.html
    Die 2 tauchen nicht im Pariser Klimaabkommen auf und sind vom Weltklimarat nicht zu Berichten verpflichtet. Das muss unbedingt geändert werden.
    Ganz aktuell: Leopard-2 soll an die Ukraine geliefert werden.
    Kraftstoffverbrauch Leopard-2-Kampfpanzer: 410l/100 km, so viel wie mehr als 50 PKWs.
    https://www.virtuelle-panzergrenadierbrigade37.de/index.php/de/2-uncategorised/26-technische-fahrzeugdaten-leopard-2
    Elektro-Panzer gibt es noch nicht. Sollte man nicht erst mal Verhandlungen und einen Waffenstillstand anstreben und nicht Waffen ohne Ende? Damit sterben noch mehr Menschen und der Umweltschaden steigt ins Unermessliche.


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    Die Seitenzahlen in roter Schrift sind die aus dem Anne Will Gästebuch

    letzte Überarbeitung: 18.01.2023, 17:10 Uhr

    Montag, 25. Juli 2022

    Presseclub - 24.07.2022 - Sanktionen gegen Russland – Zerreißprobe für Europa?

    Presseclub - 24.07.2022 - Sanktionen gegen Russland – Zerreißprobe für Europa?
    So. 24. Juli 2022, 12.03 - 13.00 Uhr

    Sanktionen gegen Russland – Zerreißprobe für Europa?


    Die Gäste von links
    Helga Schmidt, Leiterin des WDR/NDR-Hörfunkstudios Brüssel
    Stefan Kornelius, Ressortleiter Politik, Süddeutsche Zeitung
    Silvia Wörgetter, EU-Korrespondentin, Salzburger Nachrichten
    Gesine Dornblüth, Freie Journalistin

    Moderation
    Sabine Scholt
    Seit März 2019 ist Sabine Scholt Leiterin der Programmgruppe Zeitgeschehen, Europa und Ausland, zu der neben den WDR Auslandsstudios auch WDRforyou, der Weltspiegel vom WDR und der Presseclub gehören.
    Bilder: Screenshots. Text: ARD

    Sanktionen gegen Russland – Zerreißprobe für Europa?

    Seit Donnerstag fließt wieder Gas aus Russland nach Europa. Die Unsicherheit bleibt: Der russische Präsident entscheidet darüber, wie viel Gas fließt und könnte jederzeit den Hahn zudrehen. Putin nutze die Verfügbarkeit von Gas immer wieder strategisch, um Deutschland und Europa zu spalten, sagte Bundeswirtschaftsminister Habeck: „Wir müssen akzeptieren, dass er diesen Gashebel gegen uns einsetzt.” Europa hat harte Sanktionen gegen Russland verhängt. Doch die bisherige Einigkeit könnte angesichts der Energiekrise bröckeln. Die ungarische Regierung kündigte bereits an, mehr Gas in Russland einkaufen zu wollen. Gas ist aus den bisherigen Sanktionspaketen ausgenommen.

    In dieser Woche hat die Europäische Union weitere Maßnahmen gegen Russland auf den Weg gebracht, darunter ein Verbot von Goldeinfuhren und strengere Exportkontrollen bei Hochtechnologieprodukten. „Wir werden den Druck so lange hochhalten, wie es nötig ist“, betonte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. Doch wirken die Sanktionen? Tatsache ist: Zwar ist Russlands Wirtschaft in eine Rezession gestürzt, aber diese fällt moderater aus als von vielen erwartet. Und die russische Regierung verdient viel Geld mit ihren Energieexporten. Währenddessen erlebt Europa aktuell eine historische Geldentwertung. Die hohen Lebenshaltungskosten machen den Menschen in Europa zu schaffen. Die Inflation in der Eurozone steigt unaufhaltsam. Stoppen die Wirtschaftssanktionen Putin? Schaden sie Europa mehr als Russland? Wie solidarisch sind die Europäer? Wie viele Krisen – Krieg, Klimawandel, Schulden – kann die EU gleichzeitig schultern? Und welche Zukunft hat der Kontinent Europa?

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    » der Kommentar des Blogschreibers «

    Eine Kurzbeschreibung der Sendung: 5 Journalisten 1 Meinung
    Wer die Sendung nicht gesehen hat, unterhalb der Kommentare ist das Video.

    919 Kommentare und 654 Antworten = 1.573 Beiträge, davon 214 zensiert

    Kommentar 420
    Heinz Becker schreibt am 24.07.2022, 11:54 Uhr:
    Ich verstehe Habecks Jammerei nicht! Noch im Frühjahr hat Annalena Baerbock im Bundestag großspurig getönt, dass Deutschland, zusammen mit Europa, durch Öl- und Gas-Boykott die russische Wirtschaft zerstören will. Jetzt soll auf einmal Putin der Böse sein, nachdem er den Spieß umgedreht hat?
    Kommentar 521: Bauer schreibt am am 24.07.2022, 12:16 Uhr:
    Die Abhängigkeit von russischem Gas kann sofort beendet werden. 1. Unsere eigenen Gasreserven die mehrere Jahrzehnte reichen könnte gefördert werden. Nur die Grünen sind dagegen. 2. Man kann Gas aus Kohle gewinnen. Auch das wollen die Grünen nicht. 3. Wir können Gaskraftwerke durch Kernkraftwerke ersetzen. Auch das wollen die Grünen nicht. 4. Man kann leicht aus Erdöl Gas gewinnen. Auch das wollen die Grünen nicht. Deutschlands Problem ist kein Energieproblem. Unser Problem sind die Grünen und die SPD!
    Kommentar 522:
    Frank Becher schreibt am 24.07.2022, 12:16 Uhr:
    Die Russen sind als Schachspieler bekannt. Sicher gehört auch Putin und seine Regierung dazu. Also: Wie kann man denn glauben, dass Putin nicht genau durchgespielt hat, welche Konsequenzen entstehen können, einschließlich der Sanktionen, und dass er nicht weiß, welche Wirkung – oder vielmehr welche geringe Wirkung– die Sanktionen haben? Im Vergleich dazu erscheinen die westlichen Politiker als Glücksspieler, die plan-und verstandlos immer wieder etwas ausprobieren, ohne absehen zu können, ob das Putin schadet, und ohne zu berücksichtigen, wie sehr es uns schadet.
      Antwort von
      Bettina Krause, geschrieben am 24.07.2022, 12:35 Uhr:
      Schachspieler gegen Trampolinspringer. Das ist unfair Herr Becher.

    Kommentar 587
    Stark Rudolf schreibt am 24.07.2022, 12:29 Uhr:
    Hallo, warum kann unsere Bundesregierung nicht ihre Goldreserven auflösen und damit die deutsche Bevölkerung unterstützen.
      Antwort von
      Heinz Becker, geschrieben am 24.07.2022, 12:53 Uhr:
      Was glauben sie denn wo die Goldreserven sind und wer darauf Zugriff hat?

    Kommentar 697
    Heinz Becker schreibt am 24.07.2022, 12:45 Uhr:
    Solange, entgegen dem Rundfunkstaatsvertrag, nur noch NATO-Propaganda in gebührenfinanzierten, Öffentlich-Rechlichen Rundfunkanstalten verbreitet wird, ist es niemandem zuzumuten, sich diese Sendungen anzuschauen. Eine juristische Überprüfung der Sendungsinhalte ist überfällig.
      Antwort von
      K.Fleischer, geschrieben am 24.07.2022, 13:28 Uhr:
      Dann schauen und kommentieren sie bitte auch nicht.
      Antwort von
      Richard Lemmens, geschrieben am 24.07.2022, 13:35 Uhr:
      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)
      Antwort von
      Heinz Becker geschrieben am 24.07.2022, 16:07 Uhr:
      Wie meinen K.Fleischer? Zahlen sie mehr Gebühren als ich? Oder meinen sie, ich soll die einseitige Berichterstattung und Nato-Propaganda, die sie anscheinend gerne sehen, stillschweigend mitbezahlen, obwohl im Rundfunkstaatsvertrag und in den Selbstverpflichungen ganz was anderes steht?





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    Samstag, 4. März 2017

    Verzweifelung und Chaos an Frankfurter Schulen durch Zuwanderung

    Thema: Bildung

    Frankfurter Schulen:
    Offener Brief beschreibt Verzweiflung und Chaos

    Für Lehrer wird die Belastung durch die unaufhörliche Zuwanderung nach Deutschland zur Zerreißprobe. In Frankfurts Schulen hat sich die Lage bereits drastisch zugespitzt. Rektoren und Konrektoren bitten den zuständigen hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz in einem offenen Brief dringend um Hilfe.

    Ende Januar haben 57 Rektoren sowie 18 Konrektoren aus dem Bereich des Staatlichen Schulamtes einen Brief an den zuständigen hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz veröffentlicht, der mehr über die harten Realitäten in der „Vielfalt“-Stadt Frankfurt aussagt als alle Politikerreden zusammen.

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lorz,

    an der zentralen Dienstveranstaltung am 28.11.2016 in Frankfurt haben die Vertreter des Hessischen Kultusministeriums den Schulleiterinnen und Schulleiter aus der Rhein-Main-Region den „Schulischen Integrationsplan“ vorgestellt, das „Konzept zur weiteren Unterstützung der Schulen bei der Integration der Seiteneinsteiger“.

    Die beabsichtigte Unterstützung seitens des HKM (Hessisches Kultusministerium) angesichts dieser gewichtigen Herausforderung für die Schulen begrüßen wir.

    Mit unserem heutigen Brief möchten wir allerdings Ihren Blick auf die besondere Situation der Grundschulen im Rhein-Main-Gebiet, im Besonderen in Frankfurt, lenken.

    Die komplexen Herausforderungen sind seit mehr als 30 Jahren für die Frankfurter Schulen, für die Frankfurter Lehrerinnen und Lehrer, für die Frankfurter Schülerinnen und Schüler und deren Familien und für die Frankfurter Schulleitungen Alltag:

    In vielen Stadtteilen haben mehr als 80% der SuS einen Migrationshintergrund; es gab immer wieder Zuwanderungswellen von Arbeitsmigranten aus der ganzen Welt und Zuwanderungen im Zuge von Krieg und Vertreibung rund um den Erdball.

    In Frankfurter Grundschulen sitzen Kinder aus Vietnam neben Kindern aus Eritrea, Kinder aus Bolivien neben Kindern aus Nigeria, Kinder aus Rumänien neben Kindern aus Syrien.

    Viele dieser Kinder, obwohl zum großen Teil in Frankfurt geboren, kommen ohne ausreichende Deutschkenntnisse in die Schule; dazu kommen Probleme des familiären Umfeldes wie Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Bildungsferne, Familienzerfall, zunehmende Radikalisierung in Teilen der islamischen Religionszugehörigkeit bis hin zu Erfahrungen mit Drogen und Gewalt.

    Viele Aufgaben, die traditionell von den Elternhäusern erwartet wurden wie Ernährung, Umgangsformen, medizinische Vorsorge und den Unterricht flankierende Maßnahmen wie Üben für Tests und Bereithaltung von Schulmaterial mussten zunehmend in die Grundschulen verlagert werden, damit sie überhaupt noch wahrgenommen werden.

    Für Frankfurter Lehrerinnen und Lehrer bedeutet die Begleitung und Unterstützung von Kindern mit solchen Hintergründen eine kaum zu bewältigende Arbeitsbelastung sowohl in zeitlicher als auch psychischer Dimension.

    Diesem Tatbestand wurde bislang seitens des HKM nie ausreichend Rechnung getragen!

    Zu diesen schon existierenden und stetig zunehmenden Belastungen – sowieso schon kurz vor dem Kollaps – sind die Herausforderungen durch die letzte Flüchtlingswelle hinzugekommen:

    Bitte verstehen Sie uns nicht falsch: Wir fühlen uns verpflichtet, den geflüchteten Kindern und ihren Familien unterstützend zur Seite zu stehen beim Ankommen und der Integration in Deutschland, wir möchten diese Aufgabe „gut“ machen für die Kinder und die Familien! Zu der aktuellen Flüchtlingsproblematik kamen in den letzten Jahren insgesamt große Veränderungsprozesse auf die Grundschulen zu wie Ganztagsschule, Inklusion und kompetenzorientierter Unterricht, dazu Querschnittsaufgaben wie Erziehung zur Nachhaltigkeit, Demokratielernen etc.

    Diese Veränderungen, die in der Sache richtig sind, sind ohne ausreichende Ressourcen, ohne verlässliche Leitlinien, weitgehend den einzelnen Schulen zur jeweiligen Ausgestaltung überlassen worden. Bezüglich des inklusiven Unterrichts zeigen die Zahlen aus Ihrem Haus für ganz Hessen eine zunehmende Verschlechterung der Versorgung:

    Im Schuljahr 2011/2012 standen 1526 Förderschullehrerstellen für die inklusive Beschulung von ca. 5000 Schülerinnen und Schülern in der Primar- und Sekundarstufe zur Verfügung, im Schuljahr 2015/2016 für ca. 7500 Schülerinnen und Schüler 1996 Förderschullehrkraftstellen.

    Der Zuwachs an Lehrkräften hat also mit der steigenden Zahl der inklusiv beschulten Schülerinnen und Schüler nicht Schritt gehalten.

    Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass in den Klassen 1 und 2 ein sonderpädagogischer Förderbedarf noch gar nicht festgestellt wird, weil den Schulen durch die VO in Fällen vermuteten Förderbedarfs im Bereich Lernen und/oder emotional-sozialen Förderbedarfs untersagt wurde, für diese Gruppe Förderausschüsse einzurichten. Mögliche inklusiv zu beschulende Kinder aus dieser Gruppe tauchen deshalb in der Statistik noch gar nicht auf, sie können lediglich durch „Vorbeugende Maßnahmen“ unterstützt werden.

    Für die Stadt Frankfurt stellt sich diese Situation verschärft dar: Nahezu alle Kindergärten arbeiten inklusiv und Eltern erheben die berechtigte Forderung nach Fortsetzung der inklusiven Maßnahmen auch in der Grundschulzeit. Zurzeit werden in Frankfurter Grundschulen ca. 550 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf inklusiv beschult.

    Für die Lehrerinnen und Lehrer in den Frankfurter Grundschulen bedeutet das kaum zu leistende Anforderungen:

    Eine Flut von Dokumentationen wie Förderpläne, Berichte, Auskünfte etc., eine Flut von unabdingbaren Gesprächen mit Eltern, Institutionen, Kooperationen auf vielen Ebenen, individualisierte Aufgabenstellungen auf vielen Leistungsniveaus, bis zu 25 Kinder in einer Klasse mit und ohne Behinderungen ohne zusätzliche personelle Ressourcen – im Vergleich zum ehemaligen GU mit einer Klassenstärke von 20 Kindern eine unglaubliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte, und auch für die Kinder nur schwer aushaltbar und eigentlich unzumutbar!

    Unter diesen 25 Kindern sitzen also bis zu 80% Kinder mit mangelhaften Deutschkenntnissen, behinderte Kinder mit speziellen Bedürfnissen und nun auch schwer traumatisierte geflüchtete Kinder!

    Guter Unterricht im herkömmlichen Sinn ist unter solchen Bedingungen nur noch unter erheblichen Abstrichen umzusetzen!

    Dass sich für solche Arbeitsbedingungen nur schwer Menschen finden lassen, erstaunt nicht! Viele Grundschullehrkräfte ziehen nach Vorstellungsgesprächen in Frankfurter Grundschulen Stellen im Umland oder in anderen Bundesländern vor, auch die hohen Mieten im Ballungsraum spielen dabei eine Rolle!

    Angesichts dieser Gesamtsituation stellen die in Aussicht gestellten Ressourcen aus dem „Schulischen Integrationsplan“ Ihres Hauses kaum spürbare Verbesserungen dar:

    Wir brauchen deutlich mehr DaZ-Stunden (Deutsch als Zweitsprache)!

    Wir brauchen mehr Ressource für Doppelsteckungen in den Intensivklassen! Die Intensivklassen sind zu groß!

    Wir brauchen Klassenstärken von höchstens 20 Kindern, in Klassen, die inklusiv arbeiten!

    Wir brauchen ausreichend Förderschullehrkräfte für den inklusiven Unterricht!

    Wir brauchen – schon, um die jetzige Zuweisung umsetzen zu können – ausreichend Grundschullehrkräfte für den Ballungsraum Frankfurt!

    Wir brauchen aus diesem Grund eine attraktive und angemessene Bezahlung der Grundschullehrkräfte – im Ballungsraum unter Umständen auch eine Ballungsraumzulage, um die Mieten finanzieren zu können!

    Wir brauchen arbeitsfähige Schulleitungen, – alle Grundschulen brauchen Konrektorenstellen – um die geschilderten Aufgaben im Team meistern zu können!

    Wir brauchen endlich eine Besoldungsanhebung für die vollkommen unattraktiven Konrektorenstellen im Grundschulbereich!

    Wir brauchen ausreichende Entlastung in Form von Deputaten für die vielfältigen zusätzlichen Aufgaben im Bereich des Kollegiums und der Schulleitungen!

    Sehr geehrter Herr Minister, wir bitten Sie eindringlich zu handeln, bevor sich die Situation noch weiter zuspitzt!
    Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de