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Mittwoch, 15. März 2023

Anne Will - 12.03.2023 - Verbot von Öl- und Gasheizungen, Aus für den Verbrenner – Ist das wirklich durchdacht?

Anne Will - 12.03.2023 - Verbot von Öl- und Gasheizungen, Aus für den Verbrenner – Ist das wirklich durchdacht?

Die Gäste im Studio

Foto: NDR/Wolfgang Borrs - Text: ARD

von links

  • Henrike Roßbach
    Stellvertretende Leiterin Parlamentsbüro "Süddeutsche Zeitung"
  • Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen)
    Parteivorsitzender
  • Stephan Weil (SPD)
    Ministerpräsident von Niedersachsen
  • Christian Dürr (FDP)
    Vorsitzender der Bundestagsfraktion
  • Gitta Connemann (CDU)
    MdB und Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)
  • Deutschland muss bis 2045 klimaneutral sein. Deswegen will Wirtschaftsminister Robert Habeck den Einbau von neuen Gas- und Ölheizungen vom kommenden Jahr an praktisch verbieten. Das stößt auf Kritik – auch innerhalb der Ampelkoalition. Die FDP stellt sich dagegen. Auch beim Thema Verkehr: Minister Volker Wissing hat angekündigt, das für 2035 auf europäischer Ebene geplante Aus für Verbrenner-Motoren zu blockieren – wenn es keine Ausnahmen für sogenannte E-Fuels gibt, synthetische Kraftstoffe, die klimafreundlich sein sollen. Können die Klimaziele ohne Verbote erreicht werden? Muss der Verbrenner-Motor erhalten bleiben? Überfordert der Plan, schnell auf Heizen mit Öl und Gas zu verzichten, die Bevölkerung?

    Link zur Sendungsseite
    Link zum Gästebuch

    Pressestimmen

    WeLT.de

    Deutschland Aus für Gasheizungen
    „Habecks Entwurf muss zurück in die Montagehalle“, fordert Dürr

    Von Dominik Lippe

    Bei „Anne Will“ wird darüber gestritten, wie teuer die Klima-Pläne der Ampel für die Bürger werden. „Klimaschutz geht nur mit den Menschen, nicht gegen sie“, sagt CDU-Politikerin Gitta Connemann – und Omid Nouripour erklärt die Notwendigkeit von Förderprogrammen.

    Wie erreicht Deutschland die anvisierte Treibhausgasneutralität? Auf europäischer Ebene lautet eine Antwort, Pkw mit Otto- und Dieselmotoren ab 2035 nicht länger neu zuzulassen. National soll nach dem Willen des Wirtschaftsministeriums unter Robert Habeck (Grüne) ab kommendem Jahr der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen verboten werden. Innerhalb der Ampel-Koalition treffen die Pläne vor allem in den Reihen der FDP auf Widerstand.

    „Ist das wirklich durchdacht?“, fragte auch Anne Will die Politiker Stephan Weil (SPD), Omid Nouripour (Grüne), Christian Dürr (FDP) und Gitta Connemann (CDU) sowie Henrike Roßbach vom Parlamentsbüro der „Süddeutschen Zeitung“ am Sonntagabend.



    Frankfurter Allgemeine

    TV-Kritik: „Anne Will“:
    Kein Land wird verheizt
    Von Edo Reents

    Anne Will packte ein heißes Eisen an, bei dem man langsam kalte Füße bekommt: Wie wird man in Deutschland heizen und wie Auto fahren? Eingeladen waren auch ein Grünen-Vorsitzender und ein VW-Aufsichtsrat.

    Legte man sämtliche Gasleitungen in Deutschland hintereinander – wie weit käme man damit wohl? Bis weit hinter den Mond. Oder: einmal hin und fast die Hälfte wieder zurück. 511.000 Kilometer sind es, überraschend viele. Nun wäre Deutschland nicht Deutschland, wenn das Straßennetz nicht noch länger wäre: zirka 830.000 Kilometer, davon 13.200 Autobahn, und das in einem Land, das an der längsten Stelle nicht mehr als 1000 Kilometer misst.

    Diese Zahlen verdeutlichen, wie ausgeprägt die Infrastruktur in zwei Bereichen ist, die für den Wandel und mithin für den immer dringlicher werdenden Schutz des Klimas eine erhebliche Rolle spielen. Da kann man noch so oft abwiegelnd darauf verweisen, wir sollten es mit der Klimapolitik nun auch nicht gleich übertreiben, wenn doch die Chinesen, die Amerikaner und die Inder … Die Zahlen verdeutlichen auch, was auf dem Spiel oder zur Disposition steht und wie tiefgreifend der Wandel sein wird, der so oder so kommt – fragt sich nur, wie schnell? Es ist auf jeden Fall ein Thema, bei dem man auch im Frühling noch kalte Füße bekommt.



    ntv

    "Erst am Anfang der Beratungen"
    Grüne bemühen sich im Heizungsstreit um Beschwichtigung
    Von Marko Schlichting

    Ein Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium sorgt für Unmut und Verwirrung. Schon ab dem 1. Januar 2024 will Minister Habeck den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen verbieten. Die Gäste bei Anne Will sind sich einig: Darüber muss nochmal geredet werden.

    Da hat sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen ein Kuckucksei ins Nest gelegt: Offenbar früher als geplant hat er einen Gesetzentwurf vorgelegt. Danach dürfen ab dem 1. Januar 2024 in Häusern keine Gas- und Ölheizungen mehr eingebaut werden. Habeck will so den Einbau von Wärmepumpen vorantreiben, der finanziell gefördert werden soll. Womit, weiß Habeck noch nicht. Auch nicht, wer die neuen Anlagen einbaut. Denn es fehlt nicht nur an Geld, sondern auch an Fachkräften. Die FDP hat schon mal Diskussionsbedarf angemeldet und vorgeschlagen, den Gesetzentwurf lieber wieder zu kassieren, um ihn in die "Montagehalle" zu befördern. Da liegt schon der Entwurf für den nächsten Bundeshaushalt von Finanzminister Christian Lindner. Den hatte der FDP-Vorsitzende eigentlich diese Woche vorstellen wollen. Doch nun zeigt sich: Für die Forderungen der einzelnen Ressorts ist zu wenig Geld da.

    Am Sonntagabend will Anne Will in der ARD mit ihren Gästen über den Gesetzentwurf von Robert Habeck sprechen. Einig scheinen sich alle Gäste mehr oder weniger zu sein: Das ist nicht der allergrößte Wurf. Sie sagen es nur anders.

    Omid Nouripour zum Beispiel. "Wir sind am Anfang der Beratungen", beschwichtigt der Grünen-Chef. Er habe das Gefühl, die Menschen befürchteten, sie dürften ihre bereits vorhandenen Gas- oder Ölheizungen nicht mehr nutzen. So sei es nicht. Es gehe nur um den Einbau neuer Heizungen. Deutschland habe sich entschlossen, seine Energieversorgung bis 2045 umzustellen. Da eine Gas- oder Ölheizung in der Regel bis zu 30 Jahre halte, müsse man jetzt anfangen, auf Wärmepumpen umzustellen. Die Ampelkoalition müsse noch über die entsprechende Finanzierung reden. "Wir haben uns langfristig zum Klimaschutz verabredet. Und die Leute wollen wissen, was sich langfristig rechnet."

    » der Kommentar des Blogschreibers «

    Ich habe die Sendung bewusst nicht gesehen und das Gästebuch wegen bestimmter, viel Platz brauchender, Teilnehmer nur ganz vorsichtig angeschaut.
    Zu meinem Erstaunen konnte ich in der Stern-Kritik von Jan Zier lesen: "warum diese Sendung endlich mal angenehm war".
    Trotzdem glaube ich nicht etwas verpasst zu haben.
    Das Gästebuch ist am Ende dieses Blogbeitrags verlinkt.


    Kommentare

    Diese Antwort von Seite 1 nur zur Info
    Kein Bot schrieb am 13.03.2023 18:18 Uhr:
    @ Kikuchiyo
    Der Kommentar des Foristen AUSsiSÄTZIGER auf S. 49 wurde gestern nachmittag gelöscht. Ich hatte ihn gelesen, als ich ihn noch einmal aufrufen wollte, war er gelöscht.
    Dies nur zur Info.

    Seite 29
    Werner 11.02.2023, 19:48 Uhr - - ZENSIERT - -
    Warum schreibt nicht endlich mal Jemend von den angeblichen Klimaexperten, wenn Deutschland seinen Schadstoffausstoß umgehend komplett auf Null stellt, sozusagen von der Landkarte verschwindet, um wieviel Prozent dann der weltweite Ausstoß zurückgeht und wie sich das auf's Klima auswirkt? Dazu gibt es doch schon Gutachten, die allerdings unter Verschluss bleiben.

    Interessant wäre ein Gutachten darüber, wie sich aufgrund der Co2-Abgabe der Schadstoffausstoß verringert hat oder ob sie nur als zusätzliche, getarnte Einnahmequelle für den Finanzminister geplant war. Mich würde interessieren, wo das eingnommene Geld geblieben ist.
    Sollte die Auswirkung der Abgabe nahe Null sein, muss sie sofort wieder abgeschafft werden.
    Seite 99
    Odradek schrieb am 12.03.2023 23:27 Uhr:
    Zu ergänzen ist noch:

    "P-L-U-R-V – das sind die häufigsten Methoden der Desinformation": https://www.klimafakten.de/meldung/p-l-u-r-v-das-sind-die-haeufigsten-methoden-der-desinformation-neue-infografik-im

    "Checkliste zur Bewertung von Online-Quellen":
    https://www.saferinternet.at/faq/informationskompetenz/wie-kann-ich-onlinequellen-ueberpruefen/

    Heinz Becker 13.03.2023, 00:06 Uhr: - - ZENSIERT - -
    Kennen sie Patrick Moore, einer der Gründer von Greenpeace?
    Wie kann es sein, dass ausgerechnet ein Umweltschützer der ersten Stunde in einer Email mitteilte, Greenpeace sei von der politischen Linken „gekapert“ worden, als diese erkannte, wie viel Geld und Macht darin steckten. Er schreibt:
    „Die ‚Umweltbewegung‘ ist eher eine politische Bewegung als eine Umweltbewegung geworden. Sie konzentriert sich vor allem darauf, Geschichten zu erfinden, die der Öffentlichkeit Angst und Schuldgefühle einjagen, damit sie Geld spendet.“
    Aus dem Grund hat er Wissenschaftler aus aller Welt zur Unterzeichnung der Weltklimaerklärung auf der Website der unabhängigen Stiftung Climate Intelligence (CLINTEL) aufgerufen. Mittlerweile haben 1.500 Wissenschaftler die Erklärung unterstützt, die besagt, dass es keinen Klimanotstand gibt.
    Der Link würde auf eine US-Seite führen, aber hiermit wird Google ihnen helfen:
    „Bill Gates Admits Cold Truth About Climate Change“ zu deutsch:
    „Bill Gates gibt kalte Wahrheit über den Klimawandel zu“


    Das darf natürlich nicht bekannt werden, dass Bill Gates mal was zugegeben hat, gerade weil er doch überall da seine schmutzigen Finger drin hat, wo so richtigt abgesahnt wird.
    Auch beim Klimawandel wird er wieder reichlich kassieren denn er trommelt für das Verbot von Nahrungsmitteln aus Tierprodukten, stattdessen Umstieg auf veganes Labor-Fleisch, weil er an den Herstellungsbetrieben mit Milliarden $ besteiligt ist, genau wie ihm und einigen anderen US-Multimilliardären bereits über 30% der Ackerfläche in der Ukraine gehören. Nach Corona (Pharmaindustrie), Ukraine (Waffenindustrie) und der Klimakrise (Elektroauto-, Batterie-, Windkraft- und Solarmodulhersteller), wird die Nächste eine Nahrungsmittelkrise sein - und Bill Gates ist immer dabei, wenn ihm nicht die Chinesen gemeinsam mit Russland und den anderen nicht USA-hörigen Ländern einen Strich durch die Rechnung machen.

    Seite 113
    Heinz Becker am 13.03.2023, 20:06 Uhr:
    Darf ich mal ein Zitat der schwedischen Umweltaktivistin erwahnen? Am 21. Juni 2018 twitterte Greta Thunberg: „Ein führender Klimawissenschaftler warnt, dass der Klimawandel die gesamte Menschheit auslöschen wird, wenn wir nicht innerhalb der nächsten fünf Jahre aufhören, fossile Brennstoffe zu nutzen.“
    Es sind noch zweieinhalb Monate bis zum Untergang, sollte sie Recht haben.

    Nachdem sich Deutschland von der Atomkraft schrittweise verabschiedet hat, produziert es nun, ohne russisches Gas, umso mehr Strom mit Kohlekraftwerken. Im Dezember 2022, als wegen Finsternis und Windstille weder Photovoltaik noch Windturbinen aushalfen, wurde die Stromerzeugung des Landes CO2-intensiver als jene in Indien, Südafrika und China mit Kohle betrieben.
    Stromerzeugung im 3. Quartal 2022: 13,3 % mehr Kohlestrom, also 36,3 % stammte aus Kohle. Seriöse Quelle:
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/12/PD22_518_433.html
      Helmut Krüger schrieb am 13.03.2023 20:16 Uhr:
      ... ein offenbar beliebtes "Spiel", bei dem die Grundlagen, worauf die Prozentwerte sich jeweils beziehen, im höchsten Maß flexibel sind. Es gibt eine inflationäre Zahl von Grafiken, bei denen die vertikale y-Achse maßlos gedehnt, die horizontale x-Achse aber extrem gestaucht ist. Das ergibt dann phantastische Ausschläge nach oben, die bei seriöserer Darstellung allerdings kaum dramatisch anmuten.

      Auch "BILD" verwendet Buchstaben, so wie jede andere Zeitung. Allerdings sind "BILD"-Lesende etwas "führungsaffiner", sodass das Wichtige vom Unwichtigen durch extreme Großbuchstaben geschieden werden muss. ;-
      Heinz Becker 13.03.2023, 22:45 Uhr:
      Was soll der Relativierungsversuch?
      Von Achsen habe ich nichts geschrieben, auch nicht davon wie, nicht nur von BILD, Tabellen zur Manipulation genutzt werden.
      Es ist doch eindeutig, dass sich die 36,3% auf den gesamt erzeugten Strom beziehen, d.h. im Dezember 2022 kam mehr als ein drittel aus Kohlekraftwerken. Da immer noch kein preislich und mengenmäßig gleichwertiger Ersatz für russisches Öl und Gas vorhanden ist, wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben.
      Freuen wir uns doch darüber, dass Greta mit ihrer Prophezeiung meilenweit daneben liegt und uns das Gästebuch mindestens noch bis zum Jahresende zur Verfügung steht.
      Den Tweet hat sie übrigens gelöscht, aber das Netz vergisst nunmal nichts.

    Seite 108
    Alter weisser Mann schrieb am 13.03.2023 12:01 Uhr:
    Ich begleite (gedanklich) den Werdegang Der Grünen seit Beginn und immer wieder frage ich mich schon fast verzweifelt, warum man den Führungskräften so uneingeschränkt und vorbehaltlos alles glaubt, was die zu Natur und (inzwischen) Klima so absondern...
    Privat mögen das überaus sympathische Leute sein - aber Fachwissen: Nein Danke! (Woher auch.) Und wenn ein - mit allem Respekt! - mäßig erfolgreicher Autor das Wohl und vor allem das Wehe der Deutschen Wirtschaft (und von der leben wir mehrheitlich nun mal) bestimmt, dann wird mir unwohl.
    Aber wenn in Japan ein Tsunami und ein Erdbeben einen Atomreaktor beschädigt, dann haben Die Grünen enormen Zulauf. Ja, auf die German-Angst ist Verlass und überhaupt, wo es bei uns doch so viele Tsunamis und Erdbeben gibt...
    "Die Sonne schickt keine Rechnung!" - "Die EEG-Umlage beträgt für jeden Bürger den Gegenwert einer Kugel Eis im Jahr!" Nur zwei absurde Grüne Sprüche, Wir haben den teuersten Strom der Welt - DAS ist Fakt - Danke, liebe Grüne!


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    Die Seitenzahlen in roter Schrift sind die aus dem Anne Will Gästebuch


    Sonntag, 19. November 2017

    WeMoveEU.eu - Wir sind im Europaparlament und liefern Beweise gegen Glyphosat. Schauen Sie zu!

    Jetzt ist unsere Gelegenheit endlich da. Wir werden zu den Abgeordneten des Europäischen Parlaments sprechen und die Beweise gegen das Ackergift Glyphosat vorlegen. Verfolgen Sie die Anhörung am Montag im Livestream.
    Liebe Leser,

    das ist der Moment, auf den wir so lange hingearbeitet haben. An diesem Montag werden wir vom Europäischen Parlament angehört. Dort legen wir Argumente und Beweise gegen das Ackergift Glyphosat vor. Und wir haben 1,3 Millionen Unterschriften aus ganz Europa im Gepäck, die wir in weniger als sechs Monaten für unsere Europäische Bürgerinitiative gesammelt haben. Es sind diese Stimmen, die uns das Recht verschaffen, zum Parlament zu sprechen.

    Die Anhörung beginnt am Montag um 15:00 Uhr. Die erste Sprecherin von unserer Seite ist Mika Leandro, unsere Direktorin für Kampagnen aus Bordeaux. Das ist der Augenblick, an dem wir alle eine Stimme in Brüssel haben … Schauen Sie zu und seien Sie so mit dabei - die Live-Übertragung bietet auch simultanes Dolmetschen an.

    Folgen Sie der Live-Übertragung

    Vielleicht bekommen Sie eine Fehlermeldung, dass die Übertragung nicht gestartet werden kann. Folgen Sie dann dem Link, der rechts vom Videofenster auftauchen müsste und zu einer anderen Übertragungsplattform führt. 

    Die Mehrheit im Europäischen Parlament hat sich bereits für ein Verbot von Glyphosat innerhalb der kommenden fünf Jahre ausgesprochen - dort finden wir also Unterstützung. Wichtig ist für uns vor allem, dass der verantwortliche EU-Kommissar für Gesundheit, Vytenis Andriukaitis, der Anhörung beiwohnen muss. Es ist die EU-Kommission, besonders dieser Kommissar und der Kommissionspräsident Juncker, die zentral für die Entscheidung über Glyphosat sind. 

    Die Anhörung ist unsere Chance, der Kommission zu zeigen, dass wir Bürgerinnen und Bürger aus Europa kein Ackergift mehr auf unseren Tellern wollen und dass wir darin vom Europaparlament unterstützt werden.

    Diese Anhörung ist ein wichtiger Meilenstein für eine Landwirtschaft ohne Pestizide.

    Wir grüßen herzlich aus vielen Ecken Europas

    Jörg Rohwedder (Lübeck)
    Mika Leandro (Bordeaux)
    Virginia López Calvo (Madrid)
    Doina Proorocu (Bukarest)
    Julia Krzyszkowska (Warschau)
    Olga Vuković (Bologna)

    für das gesamte WeMove.EU-Team

    PS: In der kommenden Woche, am Montag, den 27. November wird wieder über Glyphosat abgestimmt. Wir werden wieder vor dem Verhandlungsort im Herzen Brüssels sein und gegen Glyphosat protestieren. Bitte spenden Sie einen größeren oder kleineren Betrag, um auch diese Aktion zu einem Erfolg zu machen.

    WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.
    WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit finanzieren helfen. Spenden

    Dienstag, 22. September 2015

    campact - Das Monsanto-Gift: Die große Chance ist da

    Campact | Spenden | Über uns | Kontakt
    Glyphosat
    16.09.2015 - Abonnent/innen: 1.665.093
    Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!
    Glyphosat muss vom Tisch!
    Ein erster Erfolg: Die EU-Kommission hat die Entscheidung über die Neuzulassung von Glyphosat um ein halbes Jahr verschieben müssen. Diese Chance nutzen wir! Helfen Sie mit, dass sich 300.000 Menschen hinter unseren Appell gegen das Monsanto-Gift stellen.
    Jetzt hier den Appell für ein
    Glyphosat-Verbot unterzeichnen!


    Liebe Leser,

    das Herbizid Glyphosat gegen die Lobbymacht von Monsanto und Co. zu verbieten – keine leichte Herausforderung. Doch jetzt sind unsere Chancen stark gestiegen: Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung, ob Glyphosat in der EU weiter zugelassen wird, um ein halbes Jahr verschieben müssen. Der Grund: Die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnen, Glyphosat sei „wahrscheinlich krebserregend“. Und überall in Europa wächst unser Protest gegen das Unkrautvernichtungsmittel.

    Jetzt kommt es vor allem auf Agrarminister Christian Schmidt (CSU) an. Denn Deutschland ist Berichterstatter für die Entscheidung in der EU. Bisher leugnet Schmidt die Krebsgefahr und beruft sich auf das Glyphosat-Gutachten des Bundesamts für Risikobewertung (BfR). Doch Recherchen der Süddeutschen Zeitung belegen, dass das Bundesamt kritische Studien bei seiner Beurteilung ignoriert hat und zugleich simple Leserbriefe der Industrie an Fachmagazine als Studien bewertete. Ein unglaubliches Vorgehen!

    Jetzt wollen wir Schmidt zu einer Kehrtwende bringen. Mehr als 270.000 Menschen haben unseren Appell für ein Glyphosat-Verbot bereits unterzeichnet. Wenn wir 300.000 Unterschriften beisammen haben, werden wir den Appell an Agrarminister Schmidt überreichen. Eine solche Menge an Unterschriften wird er dann nicht einfach übergehen können.

    In den nächsten Wochen haben wir viel vor, um die Wiederzulassung von Glyphosat zu verhindern:
    • Am 28. September stellen wir zusammen mit dem Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN) eine Studie vor, die erhebliche Fehler und Lücken im Glyphosat-Gutachten des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) belegt. Das BfR-Gutachten ist die fachliche Grundlage für die EU-Entscheidung zur Glyphosat-Wiederzulassung.
    • Am gleichen Tag steht im Agrarausschuss des Bundestags eine Anhörung zu Glyphosat auf der Tagesordnung. Dort werden Ärztinnen und Ärzte in weißen Kitteln den Abgeordneten ihren Ärzte-Appell mit über 6700 Unterschriften überreichen. Sie warnen damit vor der Krebsgefahr durch das Pestizid. Mit dabei ist unsere riesige Monsanto-Giftspritze.
    • Zudem bereiten wir derzeit mit unserem Kooperationspartner „Ackergifte? – Nein Danke!“ einen großen Test vor: Im Oktober rufen wir alle Campact-Aktiven auf, Urin-Proben an ein kooperierendes Labor zu senden. Wir wollen herausfinden, bei wie vielen Menschen bereits Glyphosat im Körper nachzuweisen ist.
    • Wenn Agrarminister Christian Schmidt (CSU) dann am 1. Oktober die Agrarministerkonferenz in Fulda besucht und dort über Glyphosat berät, übergeben wir auch ihm unseren Appell.  
    Stärken Sie jetzt unserer Kampagne den Rücken und stellen auch Sie sich hinter ein europaweites Glyphosat-Verbot!


    Mit herzlichen Grüßen
    Gerald Neubauer, Campaigner
    Christoph Bautz, Campact-Vorstand

    PS: Viele gentechnisch veränderte Pflanzen sind extra so manipuliert, dass sie gegen Glyphosat resistent sind. Glyphosat ist somit ein zentraler Baustein des Geschäftsmodells der Agrarkonzerne. Wenn wir ein EU-weites Verbot erreichen, wäre das ein entscheidender Schritt hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft.


    Campact | info@campact.de | Campact e. V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | www.campact.de

    Dienstag, 23. Dezember 2014

    US-Staat New York verbietet Fracking

    Thema: Fracking
    Pravda-tv.com
    Der US-Staat New York ist der größte Staat in den USA, welcher jetzt Fracking verboten hat. Damit hat dieses Verbot auch eine deutliche Aussage und Bedeutung. Das Verbot kam zustande, nachdem das staatliche Gesundheitsamt Bedenken anmeldete und erklärte, dass man sich nicht sicher sein könne, welches gesundheitliche Risiko Fracking mit sich bringe.


    Grafik: pravda-tv.com
    Letzte Woche erklärte der US-Bundestaat New York, dass man ein Verbot für Fracking verhängt habe, da das staatliche Gesundheitsamt Bedenken anmeldete und gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden können.

    Kein Fracking in New York

    Damit ist New York der größte Staat, der sich bisher gegen das Fracking ausgesprochen hat. Entsprechend groß ist nun der Wirbel, den dies verursacht. Der Bericht des Gesundheitsamtes und die darin geschilderten Bedenken würden ein Verbot rechtfertigen, erklärte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo.

    Fracking ist eine sehr umstrittene Methode zur Gewinnung von Erdgas. Mittels Wasser, Sand und Chemikalien wird das Gas aus tief liegenden Gesteinsschichten gedrückt, wobei es sich nicht absehen lässt, welche kurz-, mittel-, und langfristigen Schäden dies an der Umwelt und damit auch an den in diesen Gebieten lebenden Menschen zur Folge hat. Auch in Deutschland wird immer wieder versucht, Fracking gesetzlich zu ermöglichen. Dass sich nun New York wegen gesundheitlicher Bedenken gegen das Fracking ausgesprochen und sogar ein Verbot verhängt hat, kommt denjenigen, die sich für das Fracking aussprechen, ganz und gar nicht gelegen.

    2012 wurde Fracking schon in Vermont verboten, doch dies wurde eher belächelt, da es im Staat keine signifikanten Gasvorkommen gibt und das Verbot daher eher symbolischer Natur war. Doch das Verbot von New York wird im ganzen Land sehr ernst genommen. Kate Sinding vom Natural Resources Defense Council erklärte, dass niemand mit dieser Entscheidung gerechnet hätte.

    Neue Studie warnt vor Risiken

    Zunächst hatte es nur ein Moratorium gegeben, das Fracking temporär untersagte. Nun folgt das Verbot. Als Grund für seine Entscheidung nannte Gouverneur Cuomo die Risiken der Fördermethode. In einer Studie hatte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaates kurz zuvor vor “erheblichen Risiken für die öffentliche Gesundheit” gewarnt (PDF). Howard A. Zucker, der Vorsitzende der Behörde, stellte die Ergebnisse bei einem Treffen des Kabinetts vor, wie die New York Times berichtet. Die möglichen Risiken seien zu groß, sagte er, man könne sie nicht abschätzen: “Wir können es uns nicht leisten, einen Fehler zu machen.”

    Doch auch politische Gründe könnten eine Rolle gespielt haben. Der Demokrat Cuomo hatte zuletzt Probleme mit dem linken Flügel seiner Partei bekommen. Vor wenigen Wochen geriet er überraschend in Schwierigkeiten, als es um die Nominierung des demokratischen Kandidaten zur Gouverneurswahl ging. Die Cuomo-Konkurrentin und Fracking-Gegnerin Zephyr Teachout erhielt ein Drittel der Stimmen.

    Mit seiner Entscheidung zum Fracking-Verbot macht sich Cuomo erwartungsgemäß vor allem bei Umweltschützern beliebt. Sie hatten nicht nur mit möglichen Gesundheitsrisiken argumentiert, sondern auch mit wirtschaftlichen Faktoren: So würde Fracking den Tourismus in der Region gefährden. Cuomo habe mit seiner Entscheidung Mut bewiesen, lobten die Umweltschützer nun.

    “Ich habe keine Alternative zum Fracking”

    Die Energiebranche kritisierte die Entscheidung dagegen. Sie koste Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Die Lobbygruppe American Petroleum Institute rechnet etwa vor, dass Energiefirmen im Nachbarstaat Pennsylvania bislang mehr als 2,1Milliarden US-Dollar an Steuern gezahlt hätten. Der Bundesstaat selbst gibt lautWall Street Journal an, dass sich die Zahl der Beschäftigten im Energiesektor in den vergangenen vier Jahren auf mehr als 28 000 verdoppelt habe.

    Interessenvertreter aus der Energiebranche kritisieren zudem, Cuomo wolle sich nur bei den Linken in seiner Partei beliebt machen. Die Bürger in den betroffenen Gebieten müssten nun zusehen, wie die Gemeinden auf der anderen Seite der Grenze, in Pennsylvania, florieren. “Es ist, als wären sie ein Kind vor dem Schaufenster eines Süßigkeitengeschäfts – sie sehen durch das Fenster, können das Angebot aber nicht anfassen”, sagte Karen Moreau, Direktorin des New York State Petroleum Council.

    Cuomo hielt dagegen: Er habe niemanden sagen hören, “Fracking ist super” – nicht von einem Menschen in den betroffenen Gemeinden. Was er vielmehr gehört habe, waren Aussagen wie: “Ich habe keine Alternative zum Fracking.”


    Quellen: PRAVDA TV/sueddeutsche.de/gulli.com vom 20.12.2014

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